Frohe Weihnachten 2011

Sonstiges
von Iny und Elmar am 24-12-2011

Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr!


Iny und Elmar Lorentz

Mordlust in Weiß-blau

Bericht
von Iny und Elmar am 12-12-2011

Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof


Am 08.12. fanden deutschlandweit Krimitage der Autorenvereinigung 'Syndikat' statt. In München wurde er im Gasthaus 'Schlachthof' abgehalten, einem passenden Ort für eine finstere Veranstaltung über Mord und Todschlag.

Da Iny indisponiert war, musste Elmar diesmal allein gehen. Im 'Schlachthof' angekommen, herrschte dort die übliche Hektik vor so einer Veranstaltung. Immerhin sollte den Zuhörern einiges geboten werden. Da war zum einen die Band 'Schorsch und de Bagasch', die für die musikalische Umrahmung sorgen, und zum anderen elf Autoren, die ihre Texte vortragen sollten.

Das wichtigste Requisit neben dem Mikrofon war daher die Eieruhr, die jedem Lesenden die gleiche Zeitspanne zumaß. Vorher aber spielte die Band und dann gab es die Begrüßung durch die beiden Moderatoren Marc Ritter und Werner Gerl, sowie die von Angela Esser, der Mrs. Syndikat in München. Außerdem sprach Herr von Miller von der 'Münchner Tafel' ein Grußwort. Der Erlös dieser Veranstaltung sollte nämlich nicht in die Taschen der Akteure wandern, sondern als Spende an die 'Münchner Tafel' gehen.

Daher war es äußert erfreulich, dass sich so viele Zuhörer eingefunden hatten. Der Schankkellner schleppte immer wieder weitere Stühle herein und schon bald musste das Essen weitergereicht werden, da seine Kollegin nicht mehr durchkam.

Die Stimmung im Raum war phänomenal. Dies lag zum einen an den Liedern, die Schorsch mit seinen beiden Begleitern zum Besten gab, aber auch an den vorgetragenen Texten. Alle Autorinnen und Autoren lasen ausgezeichnet und boten den Zuhörern ein breites Spektrum an menschlicher Verworfenheit und krimineller Energie.

Es lasen (in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet):

Martin Arz, Angela Esser, Andreas Föhr, Christiane Franke, Werner Gerl, Sabine Kornbichler, Inge Löhnig, Marc Ritter, Anna Schneider, Ingeborg Struckmeyer und Elmar aus dem Nicola-Marni-Thriller 'Todesfahrt'.

Erwähnen sollte man auch, dass einer der vorgesehen Lesenden durch Krankheit ausgefallen ist und unsere Kollegin Christiane Franke, die von der Waterkant zu Besuch nach München gekommen ist, ihn dankenswerterweise ersetzt hat.

Dabei war auch Frau Adler vom Droemer-Knaur-Verlag, die neben Elmar auch Andreas Föhr und Marc Ritter als Droemer-Knaur-Autoren begrüßen konnte.

Es war ein fabelhafter Abend und wir bedauern es sehr, dass Iny nicht mit dabei sein konnte.

Iny und Elmar Lorentz

Vernissage von Silvia Philipp in Augsburg

Bericht
von Iny und Elmar am 12-12-2011

Gelegentlich ist es ganz gut, mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und etwas anderes zu sehen. Am 03.12.2011 war dies der Fall. Unsere Freundin Silvia Philipp, eine international anerkannte Künstlerin, hatte uns zu ihrer neuesten Vernissage in die Stadtbücherei Augsburg eingeladen. Der Titel "Im Namen der Fuggerin" deutete bereits an, dass es um Geld gehen würde. Silvia war im historischen Kostüm von Augsburg nach Bonn, Frankfurt und Rom gereist, um die Menschen auf die derzeitige Eurokrise anzusprechen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie die Frauen der Fugger zu ihrer Zeit mit Geld umgegangen sind.

Zusätzlich zu den ausgezeichneten Fotos der "Fuggerin", die Silvia in den oben genannten Städten hatte aufnehmen lassen, hatte sie auch in der Vergangenheit der echten Fuggerinnen recherchiert und herausgebracht, dass mehrere Frauen der Fugger nach dem Tod ihrer Ehemänner das Vermögen der Familie nicht nur beinahe drei Jahrzehnte verwaltet, sondern auch kräftig vermehrt hatten. Schulden, wie sie derzeit viele europäische Staaten quälten, hatten die Fuggerinnen nicht.

Uns bot die Vernissage nicht nur die Gelegenheit, Silvia, ihren Mann und ihre Söhne wiederzusehen und die Ausstellung zu bewundern. Wir führten auch ein interessantes Gespräch mit der Historikerin und Sachbuchautorin Dr. Martha Schad. Außerdem hatten wir vorher noch den Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz besucht, der zu den schönsten in Deutschland zählt und uns einen Vorgeschmack auf das kommende Weihnachtsfest gab.

Es war ein absolut gelungener Abend, der uns viel Freude gemacht hat.

Iny und Elmar Lorentz

Laisa in "Stern der Göttin"!

Bericht
von Iny und Elmar am 30-11-2011

In diesen Tagen ist ein lang gehegter Traum wahr geworden. Zwanzig Jahre nach ihrer 'Geburt' halten wir das erste Abenteuer unserer Heldin Laisa in den Händen. Die ersten Ideen für die Dämmerlande sind zwar schon 1986 entstanden, doch dauerte es einige Jahre, bis sie über das Anfangsstadium hinauskamen. Wir hatten eine grobe Karte entworfen, kannten einige wichtige Städte, Landmarken und Länder wie die Heilige Stadt Edessin Dareh, den Großen Strom Toisserech und die bedeutenden Reiche T'wool und Thilion. Aber irgendwie fehlte uns der letzte, zündende Funke für eine gute Geschichte.

Dieser kam 1991 während eines Urlaubs in Ungarn. Wir hatten uns gerade jeder einen Langos und einen Becher Tokajer zum Abendessen geholt. Da saß sie plötzlich zwischen uns. Sie war groß, oder besser gesagt lang aufgeschossen, besaß ein blaugraues Fell und einen langen Schwanz, der nervös zuckte. Ihr Gesicht war ziemlich kätzisch, doch irgendwie wirkte sie auch menschlich. Nur langsam begriffen wir, dass wir eine Gredh'een vor uns hatten, eine Katzenfrau aus unserer eigenen Fantasiewelt.

"Ich heiße Laisa", sagte sie mit gut akzentuierter Stimme.

"Angenehm", antwortete einer von uns, wer, wissen wir heute nicht mehr. Da sie so hungrig auf unsere Langos starrte, fragten wir sie, ob sie Hunger hätte.

Laisa nickte. "Ich hätte nichts gegen eine kleine Zwischenmahlzeit einzuwenden!"

Für Elmar hieß das, sie zu den einzelnen Imbissbuden zu führen und zu fragen, was sie haben wollte. Ein Langos war es dann doch nicht. Stattdessen wählte sie einen ganzen Fisch und ein halbes Dutzend Wachteln. Zahlen durfte Elmar. Den Tokajer, den wir ihr anboten, lehnte sie ab und wollte stattdessen Milch. Da es die hier nicht gab, musste Elmar einen Lebensmittelladen suchen und eine Packung holen.

Laisas Tischmanieren waren ebenso gewöhnungsbedürftig wie ihr Appetit. Der war nämlich äußerst groß. Auf Messer und Gabel verzichtete sie und zerfetzte ihr Essen lieber gemütlich mit ihren scharfen Zähnen. Als sie endlich satt war, sah sie uns mit schief gelegtem Kopf an.

"Habt ihr vielleicht Arbeit für mich?"

Wir sahen uns gegenseitig an. Eine Katzenfrau mit einem so großen Magen würde unsere Haushaltskasse sprengen. Da kam Elmar die rettende Idee. "Wir hätten einen Job für dich. Er ist aber nicht ganz ungefährlich!"

"Und was soll ich machen?", fragte sie.

"Die Dämmerlande erkunden. Es gibt dort sicher leckere Sachen zu essen", schlug Elmar vor.

"Und was soll daran gefährlich sein?", klang es verwundert zurück.

"Nun, die Menschen haben sechs verschiedene magische Farben und jeweils drei hassen die anderen drei. Hast du eigentlich eine magische Farbe?" Noch während Laisa den Kopf schüttelte, berührte Iny sie und rief: "Sie ist weiß!"

"Also eine von der Goldenen Seite. Na ja, solange du nicht nach T'wool reist, wird dir nicht viel passieren", erklärte Elmar der Katzenfrau.

Laisa ließ ein leises Fauchen hören. "Mich interessiert aber dieses T'wool. Ich will unbedingt hin!"

"T'wool ist schwarz und das ist deine Gegenfarbe. Allein schon die Landschaft dort würde dir Schmerzen bereiten!"

Elmars Warnung ging ins Leere, denn Laisa lachte nur darüber.

"Ich halte was aus", sagte sie, und war auf einmal verschwunden.

Als wir nach ihr suchten, entdeckten wir sie in einem abgelegen Teil unserer Welt und bei weitem nicht mehr so mutig, wie sie eben noch getan hatte. Was Laisa dann erlebte, ist in "Stern der Göttin" nachzulesen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Gold

Bericht
von Iny und Elmar am 26-11-2011

Bei der Buchmesse in Frankfurt schwang es bereits als Gerücht im Raum: Das Hörbuch der Wanderhure habe die magische Grenze von 100.000 verkauften Exemplaren überschritten und würde dafür vom Bundesverband der Deutschen Musikindustrie mit dem 'Goldenen Hörbuch', dem Äquivalent der 'Goldenen Schallplatte' ausgezeichnet.

Am 22.11.2011 war es dann soweit. Wir packten unsere Koffer, begaben uns zum Flughafen und warteten erst einmal. München wurde seinem Ruf, einer der pünktlichsten Flughäfen Deutschlands zu sein, wieder einmal voll gerecht. Als wir endlich den Flug hinter uns hatten und das Hotel in Köln erreichten, meinte Elmar bissig: "Wenn wir, anstatt zum Flughafen zu fahren, ins Auto gestiegen wären, hätten wir das Rennen nur ganz knapp verloren!"

Unsere Agentin Lianne, die mit uns nach Köln geflogen war, musste dort erst einmal ihre Termine verschieben, die sie für diesen Nachmittag gemacht hatte. Daher wurde es für sie richtig stressig. Während wir wenigstens noch die Zeit hatten, eine Kleinigkeit zu essen und uns ein paar Minuten zu erholen, sauste sie sofort los und schaffte es auch nicht mehr, rechtzeitig zurück zu sein, um mit uns gemeinsam zu Lübbe-Audio fahren zu können.

Obwohl wir so lange wie möglich auf sie gewartet hatten, erreichten wir das Gelände des Lübbe-Verlags gerade noch rechtzeitig und wurden von Herrn Sieper, dem Leiter von Lübbe-Audio, seiner Stellvertreterin Frau Kaiser und Frau Sieckmann von der Presseabteilung begrüßt. Es freute uns besonders, auch Anne Moll, die außer "Die Wanderhure" auch viele andere Hörbücher von uns gesprochen hat, zu treffen und mit ihr reden zu können.

Die meisten Gäste waren bereits eingetroffen und so mancher Blick galt dem ausgezeichneten Büffet, das im hinteren Teil des Foyers aufgebaut wurde. Doch bevor es an die Teller ging, wurde es erst einmal richtig feierlich.

Während Klaus Kluge in Vertretung des Verlegers Stefan Lübbe das Podium erstieg, tauchte auch Lianne abgehetzt auf und freute sich über das volle Glas, das ihr der aufmerksame Cateringservice in die Hand drückte. Dann begann Klaus Kluge sichtlich zufrieden, den Grund für das kleine Fest zu erläutern.

Es gab drei Preise zu verleihen.

Der Impala Sales Award in Gold ging an Jason Darks "John Sinclair – Der Anfang"!

Die Goldene Schallplatte erhielt das Hörbuch zu "Eisfieber" von Ken Follet!

Und

Eine Goldene Schallplatte ging an das Hörbuch "Die Wanderhure" von Iny Lorentz!

Während bei der Vorstellung von Jason Darks "John Sinclair" die Cover von über 80 Hörspielen dieser Reihe gezeigt und mit gerechtfertigtem Stolz die enormen Auflagenzahlen genannt wurden, spielte man bei Ken Folletts "Eisfieber" eine Szene des nach diesem Roman gedrehten Filmes ein. Bei der "Wanderhure" aber gab es eine Live-Lesung von Anne Moll, die deutlich zeigte, weshalb sie eine so begehrte Hörbuchinterpretin ist.

Durch seine frühere Position als Marketing-Leiter bei Droemer-Knaur konnte Klaus Kluge sich einen großen Anteil an dem Erfolg der "Wanderhure" zumessen, und er zeigte sich sehr zufrieden, dass er nun auch bei Lübbe diesen Riesenerfolg des Hörbuchs verkünden konnte. Wir waren sehr stolz, aber auch gerührt, als wir zusammen mit Anne Moll die 'Goldene Schallplatte' entgegen nahmen. Eine Kopie wurde auch Ulrich Glatz von Weltbild als Anerkennung dafür übergeben, dass ein beträchtlicher Teil der 100.000 'Wanderhuren-Hörbücher' über die Ladentische der Weltbildfilialen gegangen ist.

Es schlossen sich die obligatorischen Fotos an sowie ein kurzes Interview, währenddessen die übrigen Gäste bereits das Büffet belagerten. Es war aber genug für alle da und auch für jeden Geschmack. Während des Essens wurde nur wenig geredet, doch anschließend fand sich Elmar in trauter Runde mit Anne Moll und Kerstin Kaiser, während Iny sich zunächst mit Marc Sieper und Klaus Kluge unterhielt. Die Gesprächspartner wechselten noch mehrmals, bis schließlich ein wunderschöner Event zu Ende ging.

Wir baten unsere Gastgeber noch, uns die aufwändig gestaltete 'Goldene Schallplatte' zuzuschicken, da sie einfach zu groß für unsere Koffer war, verabschiedeten uns anschließend und kehrten mit Lianne zusammen in unser Hotel zurück. Da wir noch viel zu aufgewühlt waren, um ins Bett gehen zu können, setzten wir uns noch eine Stunde zusammen und ließen den Abend Revue passieren.

Am nächsten Tag brachte uns das Flugzeug punktgenau zur geplanten Zeit nach München. Unser Kurzausflug nach Köln war vorbei, nicht aber die Erinnerung an eine schöne Feier in einem sehr angenehmen Kreis.

Unser Dank gilt dem Lübbe-Verlag und hier besonders den Damen und Herren von Lübbe-Audio für die Einladung und vor allem all unseren Lesern und "Hörern", die es erst ermöglicht haben, dass wir diese Trophäe erhalten konnten.


Iny und Elmar Lorentz

internationale Krimitag am 08.12.2011 Schlachthof

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 19-11-2011

Im Schlachthof - Zenettistraße 9 in 89337 München

Syndikat - Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur A.I.E.P. Mordlust in weiß-blau - Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof Mordlust in weiß-blau Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof/Ox Die Lust am literarischen Mord ist ungebremst. Mittlerweile wird zur Freude der Krimileser in jedem Herrgottswinkel und im heruntergekommensten Saustall des Freistaats gemeuchelt, dass das Blut fließt wie das Bier auf der Wiesn. Bei einem Großevent wie dem Krimitag des Syndikats, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, müssen folglich auch die bayerischen Meister der Spannung mitmischen. Das organisierte literarische Verbrechen ruft erstmals zu Ehren seines Hausheiligen, des Schweizer Krimi-Pioniers Friedrich Glauser, einen Krimitag aus, der u.a. auch in Wien und in Köln groß gefeiert wird. Bei  dem Münchner Event gibt es Lesungen von Bestsellerautoren, Lokalgrößen und Newcomern. Martin Arz, Angela Eßer,  Andreas Föhr, Werner Gerl, Inge Löhnig, Sabine Kornbichler, Iny Lorentz, Harry Luck, Marc Ritter, Anna Schneider und Ingeborg Struckmeyer werden aus ihren neuesten Werken etwas vortragen. Ferner sind bunte Aktionen rund ums Buch geplant. Den Erlös spendet das Syndikat an die Münchner Tafel. Für den musikalischen Rahmen sorgen Schorsch & de Bagasch, die bereits ab 19.30 Uhr aufspielen. Die Lesungen beginnen um 20 Uhr. Viele weitere Infos finden Sie auch unter www.krimitag.com und www.das-syndikat.com

Trotz der Ankündigung als Iny Lorentz werden wir aus dem Nicola-Marni-Thriller ‚Todesfahrt‘ lesen!

Bad Aibling: Lesung im Romantic-Hotel Lindner

Lesung
von Iny und Elmar am 19-11-2011

Vor einigen Monaten fragte unsere Kollegin Petra Balzer (Die Hoffnung von Tabarca, Die Reben von Scala Dei) bei uns an, ob wir nicht gemeinsam mit Heidi Rehn eine Lesung im Romantic-Hotel Lindner in Bad Aibling bestreiten könnten. Da wir Petra und Heidi mögen, gab es für uns kein langes Nachdenken und so sagten wir sofort zu. Am 11.11.11 war es dann so weit. Wir brachen gemeinsam mit unserer Freundin und Agentur-Lektorin Ingeborg nach Bad Aibling auf, fanden auf Anhieb das Hotel und nicht ganz so auf Anhieb einen passenden Parkplatz für unseren Dicken.

Wir waren als Erste da und wurden umgehend in den sehr stimmungsvollen Saal geführt, in dem die Lesung stattfinden sollte. Bevor es aber so weit war, wollten wir zu Abend essen. Während andere Autorinnen und Autoren bei Lesungen vor Aufregung nichts über die Lippen bringen, müssen wir es tun, um den Magen zu beruhigen. Während wir es uns noch schmecken ließen, trafen auch Petra und Heidi ein. Beide wollten zunächst nichts essen, wurden aber durch unser Beispiel dann doch dazu animiert, zumindest eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen.

Beim Erscheinen der erwartungsfrohen Zuschauer nahmen wir unsere Plätze ein und signierten die ersten Bücher. Kurz darauf begann die Lesung. Wir waren als Erste an der Reihe und gaben zwei Stücke aus den 'Töchtern der Sünde' zum Besten.

Nach einer kurzen Pause folgte Heidi Rehm mit Texten aus 'Hexengold', dem zweiten Abenteuer ihrer Wundärztin Magdalena. Laut Ingeborg, die es wissen muss, passten Heidi und wir bei der Lesung ausgezeichnet zusammen. Auch das Publikum schien so zu empfinden, denn danach kamen viele interessierte Fragen, die Heidi und wir ausführlich beantworteten. Danach wurde erneut signiert und letzte Fragen im persönlichen Gespräch gestellt.

Anschließend setzten Ingeborg, Heidi, Petra und wir uns noch ein knappes Stündchen zusammen, sprachen über die vergangenen Jahre, aber auch über Zukunftspläne. Es war ein angenehmer Abschluss eines gelungenen Abends, der uns viel Freude gemacht hat. Zu sehr später Stunde verabschiedeten wir uns von Heidi und Petra und fuhren mit unserem Dicken nach Hause. Hinter uns lag eine schöne Lesung in einem wunderbaren Rahmen und mit einem Publikum, wie man es sich nur wünschen kann.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse in Krakau

Bericht
von Iny und Elmar am 09-11-2011

Im Mai 2010 hatte uns Frau Sonia Draga, die Besitzerin das gleichnamigen Verlags, zur Warschauer Buchmesse eingeladen und wir durften dort ein paar wunderschöne Tage verleben. Daher gab es für uns kein Zögern, als Sonia Draga uns dieses Jahr zur Buchmesse nach Krakau einlud. Wir sollten diese Zusage nicht bereuen, auch wenn der Beginn der Reise sich äußerst chaotisch anließ. Unser Flugzeug sollte am Donnerstag, den 03.11.2011 um 06:35 in München starten. Wir waren rechtzeitig vor Ort, doch es tat sich nichts. Auf Elmars Nachfragen an einen Nebenschalter erfuhren wir schließlich, dass der Flug ausgefallen sei. Auf Lautsprecherdurchsagen oder Bildschirmanzeigen zur Information der Passagiere hatten wir vergeblich gewartet.

Unsere polnischen Gastgeber waren vom Ausfall des Fluges frühzeitig informiert worden und versuchten verzweifelt, uns auf die Maschine nach Kattowitz umzubuchen, so dass wenigstens der halbe Tag gerettet worden wäre. Doch hier bewies die Lufthansa erneut ihre bereits bei unserer Irlandreise vor gut einem Jahr gezeigte 'Kundenfreundlichkeit und Flexibilität' und stellte sich stur. Die einzige Alternative, die man anbot, war ein Flug nach Krakau am späten Nachmittag. Notgedrungen gingen wir darauf ein und Urszula Pawlik, die uns bereits in Warschau betreut hatte, musste das gesamte für diesen Tag geplante Programm absagen. Zwei Termine konnten schließlich am Samstag Freitag und Samstag nachgeholt werden, doch die geplante Lesung im ausverkauften Kulturhaus in Gleiwitz war nicht mehr zu retten.

Am späten Nachmittag hob die Maschine wirklich ab. Sicher war es auch diesmal nicht gewesen, da eine der beiden Landebahnen durch eine über die Landebahn hinausgeschossene Maschine blockiert wurde und deswegen fast siebzig Flüge ausfielen. Nach dem Ausfall des Morgenflugs hat man es jedoch nicht gewagt, auch noch den Nachmittagsflug nach Krakau zu annullieren. Eine gehörige Verspätung hatten wir trotzdem.

Daher waren wir froh, als wir endlich in Krakau angekommen waren und Urszula Pawlik und Barbara, die Assistentin von Sonia Draga, uns willkommen hießen. Beide waren von den vergeblichen Mühen um einen Alternativflug und der sinnlosen Warterei nicht weniger genervt als wir. Barbara brachte uns ins Hotel, das sich für uns Hotelhasser als brauchbar erwies. Den einzigen Programmpunkt, der von der Planung noch übrig geblieben war, stellte das Abendessen in der Altstadt von Krakau dar. Ein Spaziergang über den großen Markt gab uns bereits den ersten Eindruck von der ebenso prachtvollen wie lebendigen Metropole Südpolens. Das Essen selbst war ausgezeichnet und das Restaurant mit seiner Gewölbedecke herrlich mittelalterlich.

Nach dem Essen und einer angenehmen Unterhaltung mit Urszula Pawlik war die Zeit gekommen, ins Hotel zurückzufahren, um sich für den beiden kommenden Tage auszuruhen.

Nach dem Frühstück am Freitagmorgen wurde der erste der am Donnerstag ausgefallene Programmpunkt nachgeholt, nämlich ein Interview mit einer Reporterin der zweitgrößten Tageszeitung Polens. Danach ging es hurtig ins Stadtzentrum, wo wir das neue Museum der Geschichte der Stadt Krakau besuchten, das unter dem großen Marktplatz eingerichtet worden war. Früher gab es dort unzählige Keller, die teilweise noch vorhanden und in den Museumskomplex mit einbezogen worden waren. In Jahrelangen Ausgrabungen hatten die Archäologen wahre Schätze ans Tageslicht geholt, darunter sogar die niedergebrannten Fundamente von Holzhäusern, die während des Mongolensturms zerstört worden waren. Urszula Pawlik hatte uns eine sehr kompetente Führerin besorgt, die zudem sehr gut deutsch sprach, und so tauchten wir tief in die Geschichte der einstigen Hauptstadt Polens ein, die auch ein bedeutender Handelsknotenpunkt gewesen war.

Nach dem Mittagessen in einem ausgezeichneten Restaurant wurde es dann ernst. Wir waren ja schließlich nicht zur Sightseeingtour nach Krakau gekommen, sondern zur dortigen Buchmesse. Barbara erwartete uns am Eingang des Messegeländes und führte uns auf kürzestem Weg in die Halle zum Sonia-Draga-Stand. Nachdem wir Frau Draga und ihre Crew begrüßt hatten, ging es mit dem nächsten Interview weiter. Urszula Pawlik übersetzte wie immer auf dieser Reise die Fragen und Antworten und so kamen wir gut voran. Zwischendurch und anschließend galt es, die Signierwünsche unserer polnischen Fans zu erfüllen. Anders als in Warschau vor anderthalb Jahren hatten wir diesmal genug Autogrammkarten mitgenommen.

Zum Signieren wurden uns alle sieben bisher in Polen erschienenen Iny-Lorentz-Romane gereicht. Damit weist Polen die höchste Zahl an Iny-Lorentz-Übersetzungen auf. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn nach 'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die Tochter der Wanderhure', 'Die Feuerbraut', 'Die Tatarin' und 'Die Pilgerin' werden noch weitere unserer Romane bei Sonia-Draga verlegt.

Diesmal wurde die Premiere der 'Pilgerin' gefeiert, was uns natürlich riesig gefreut hat. Immerhin handelt es sich dabei um den zehnten Iny-Lorentz-Roman, der in eine andere Sprache übersetzt worden ist.

Kurz vor Feierabend haben wir uns noch ein wenig in der Halle umgesehen. Auch wenn wir der polnischen Sprache nicht mächtig sind, war es doch eine schöne Sache für uns, die Bücher zu betrachten. Wir haben dabei auch einige Übersetzungen deutscher Kolleginnen und Kollegen entdeckt, so Sabine Ebert (ebenfalls Sonia-Draga, Charlotte Link (Sonia-Draga), Ines Thorn und noch einige mehr.

Nachdem die Buchmesse für diesen Tag geschlossen hatte, verabschiedete Frau Draga sich, um an einer Sitzung des polnischen Verlegerverbandes teilzunehmen, und wir folgten unserer geduldigen Begleiterin Urszula Pawlik in die Krakauer Innenstadt. In der Tuchhalle wurden zwar schon etliche Stände geschlossen, dennoch gelang es uns, noch ein paar Mitbringsel zu erstehen. Das Abendessen war erneut vorzüglich und danach führte Urszula uns durch das nächtliche Krakau zur Wawel-Burg. Es war ein stimmungsvoller Abend, der uns mit vielen neuen Eindrücken ins Hotel zurückkehren ließ.

Der nächste Tag galt bis zur Zeit unseres Rückflugs nach München voll und ganz der Buchmesse. Zunächst wurde ein weiteres, am Donnerstag ausgefallenes Interview nachgeholt, dann kräftig signiert und noch ein weiteres Interview gegeben. Es war irrsinnig viel los und wir steckten mittendrin. Dadurch kamen wir natürlich um einiges später fort als geplant, doch schien uns der Zeitpuffer ausreichend für ein spätes Mittagessen mit Frau Draga, deren Lebensgefährten und Urszula. Urszula hatte dafür ebenfalls eines ihrer Lieblingslokale in Krakau ausgesucht und wir wurden auch hier nicht enttäuscht. Das Essen schmeckte, die Stimmung war ausgezeichnet und es entspann sich eine angeregte Unterhaltung, die zu unser aller Bedauern viel zu bald beendet werden musste, damit wir noch rechtzeitig zum Flughafen kamen. Hier setzte Urszula ihre Ortskenntnisse ein, um den Staus auf den Hauptstraßen zu entgehen und so schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum Einchecken.

Vorher verabschiedeten wir uns von Frau Draga und Urszula und bedauerten, nicht länger in dieser wunderschönen Stadt bleiben zu können. Wir nahmen uns aber fest vor, in absehbarer Zeit nach Krakau zu fahren und uns all das anzusehen, was uns diesmal entgangen ist.

Der Flug begann mit einer kleinen Verspätung, die allerdings bis München wieder aufgeholt war. Dort wartete ein Taxi aus unserem Wohnort auf uns und kurz darauf war die Reise zur Buchmesse nach Krakau für uns vorbei.

Wir bedanken uns bei Frau Draga sehr herzlich für die Einladung und bei Urszula für die liebevolle Betreuung.


Dziekuje und do widzenia!


Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse in Frankfurt

Bericht
von Iny und Elmar am 29-10-2011

Im Herbst 1981 fragte uns ein befreundeter Buchhändler, ob wir nicht Lust hätten, mit ihm zur Buchmesse nach Frankfurt zu fahren. Wir sagten sofort ja, denn es gab einen besonderen Anreiz für uns. Kurz zuvor hatte ein Herausgeber Inys erste Kurzgeschichte für eine Anthologie bei Heyne akzeptiert und wir sahen Frankfurt als Chance an, Kontakte für weitere Veröffentlichungen zu knüpfen. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten gelang uns dies auch. Vor allem aber machte uns die ungeheure Menge an Büchern, die wir in Frankfurt sahen, Mut. Bei einer solchen Masse musste doch auch für uns ein Plätzchen zu finden sein.

Seitdem sind dreißig Jahre vergangen und unsere Romane haben mittlerweile ihre Verlage und Leser gefunden. Obwohl wir inzwischen gut zwei Dutzend Mal auf der Buchmesse waren, hat sie für uns nichts von ihrer Faszination verloren. Anders als 1981 suchen wir heute keine Verlage mehr, in denen wir veröffentlichen können, sondern forschen nach neuen Sachbüchern für die Recherche und freuen uns, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und uns mit diesen auszutauschen.

Auch heuer trafen wir eine ganze Menge Autorinnen und Autoren, angefangen von A wie Rebecca Abe bis Z wie Deana Zinßmeister. Bei einem guten Latte macchiato entspannen sich dabei recht interessante Gespräche. Natürlich gab es für uns auch etliche Termine. Einer davon war das Treffen mit Urszula Pawlik, unserer 'Entdeckerin' in Polen. Wir unterhielten uns über die Pläne des Sonia-Draga-Verlags bezüglich unserer weiteren Übersetzungen. Immerhin steht in wenigen Tagen die Premiere des siebten Iny-Lorentz-Romans in Polen an. Auch sonst war es ein ebenso angenehmes wie informatives Gespräch.

Die Tage in Frankfurt vergingen wahnsinnig schnell. Auf einmal war der Samstag da, der Tag, an dem wir am Droemer-Knaur-Stand für Fans zur Verfügung standen. Prompt stellte sich heraus, dass Elmar die neuen Autogrammkarten im Wohnwagen liegen gelassen hatte. Wir verteilten die paar, die wir so noch dabei hatten, und sammelten von jenen, die keine Karten erhalten hatten, Zettel mit ihren Adressen ein, um ihnen Autogrammkarten zuschicken zu können. Dies ist mittlerweile geschehen und wir hoffen, damit einigen Leserinnen Freude bereitet zu haben.

Am späten Samstagnachmittag trafen wir auf der Fahrt zum Campingplatz Rebecca Gable, die uns fröhlich erklärte, dass für sie die Buchmesse für dieses Jahr zu Ende sei. Anders als sie hatten wir noch einen Termin am Sonntag im Signierzelt. Als dieser hinter uns lag, haben wir uns von den Droemer-Knaur-Leuten verabschiedet uns sind das letzte Mal in diesem Jahr zum Campingplatz zurückgefahren. Der Wohnwagen war bereits gepackt und wir mussten ihn nur noch anhängen. Tief in der Nacht erreichten wir schließlich unsere Heimat, sahen den Berg Post, der auf uns wartete, und die vielen Mails, und begriffen sofort: Der Alltag hat uns wieder!


Iny und Elmar Lorentz

Rache der Wanderhure ist im Kasten

Info
von Iny und Elmar am 17-10-2011

Seit Sonntag, den 16.10.2011 um 01:45 ist DIE RACHE DER WANDERHURE abgedreht! Wir bedanken uns bei Andreas Bareiss und dem ganzen Team für die geleistete Arbeit und freuen uns auf einen hervorragenden Film!


Iny und Elmar Lorentz

Hochheim am Main

Bericht
von Iny und Elmar am 11-10-2011

Am 10.10.2011 führte uns die letzte Lesung vor der Buchmesse nach Hofheim am Main. Idyllisch zwischen dem Fluss und vielen Weinbergen gelegen, übt die Stadt einen besonderen Reiz aus, dem auch wir uns nicht entziehen konnten. Gerne hätten wir mehr gesehen, doch die Zeit reichte nur für einen kurzen Spaziergang. Dann aber wandten wir uns dem Hofheimer Hof zu, einem altehrwürdigem Gebäude, das bereits viele illustre Gäste gesehen hatte. Dort trafen wir unsere Freundin Susanne, die maßgeblich an dem Zustandekommen der Lesung mitgewirkt hatte. Kurz darauf konnten wir auch ihren Ehemann Hendrik begrüßen.

Nach einem ausgezeichnetem Essen und einer angeregten Unterhaltung ging es dann in die Unterwelt. Der Ort für die Lesung war der alte Gewölbekeller, der ein ausgezeichnetes Ambiente für die Lesung bot, zumal er kaum jünger war als die Zeit, in der unser Roman spielt. Wir lasen aus unserem neuesten Roman 'Töchter der Sünde'. Vorher konnten wir noch einen Herrn begrüßen, den wir in Mannheim beim Perry-Rhodan-Welt-Con kennengelernt hatten. Leider lässt uns hier unser Namensgedächtnis im Stich. Wir freuten uns aber sehr, ihn zu sehen, und ebenso sehr über die Fotos aus Mannheim, die er uns mitgebacht hatte. Besten Dank dafür!

Nach den einleitenden Worten von Frau Schneider von der Buchhandlung Eulenspiegel begann die Lesung. Iny kämpfte bei ihrem ersten Part ein wenig mit ihrer Stimme, so dass Elmar für sie übernahm, aber sie konnte ihren zweiten Teil wie gewohnt zum Besten geben.

Nach der Lesung gab es eine Pause, in der die Zuhörer Getränke ordern konnten. Meist war es der gute Wein, der in dieser Gegend gekeltert wurde. Uns aber blieb nur Wasser, denn wir wollten ja noch die Fragen beantworten. Außerdem musste Elmar unseren Dicken ja auch noch zum Campingplatz lenken.

Die Fragestunde war wie immer recht lebhaft. Es machte den Leuten sichtlich Spaß, mehr über uns und unsere Arbeitsweise zu erfahren. Als die Veranstaltung zu später Stunde zu Ende ging, waren alle sichtlich zufrieden. Wir waren es ebenfalls. Nachdem wir uns von Susanne und Hendrik, Frau Schneider von der Buchhandlung Eulenspiegel und unserem Bekannten vom Perry-Rhodan-Con verabschiedet hatten, war unsere kleine Herbstlesereise beendet.


Iny und Elmar Lorentz

Die Rache der Wanderhure - Der erste Trailer

Bericht
von Iny und Elmar am 09-10-2011

Wie bereits bekannt, durften wir die Dreharbeiten zu 'Die Rache der Wanderhure' in Prag besuchen. Es war ein einmaliges Erlebnis, das bei uns allerdings einen kleinen Wehmutstropfen hinterließ. Da wir einige Interviews geben mussten, konnten wir die Dreharbeiten nur gut eine Stunde lang verfolgen. Schon dabei war zu erkennen, dass es ein ganz besonderer Film wird. Zudem hat Andreas Bareiss von TV60 uns mehrere Fotos von den Aufnahmen gezeigt, die unsere Spannung haben wachsen lassen.

Nach Prag fuhren wir mit dem Wunsch nach Hause, wie bei 'Die Wanderhure' den Film vor der Ausstrahlung auf DVD sehen zu können. Dann bekamen wir ein unerwartetes Geschenk, das uns große Freude bereitet hat: Wir erhielten eine E-Mail mit einem neun Minuten langen Trailer der 'Rache', und das mitten in unserer Lesereise, auf der wir große Probleme hatten, überhaupt ins Internet zu kommen, da die Netze abseits der Städte mehr aus Löchern denn aus Sendeleistung zu bestehen scheinen.

Iny gelang es jedoch, den Trailer auf unseren Laptop zu laden und nach wenigen Mouseklicks konnten wir ihn anschauen. Unsere Augen wurden immer größer. Wir sahen Bilder von einer ungeheuren Wucht und so emotional, dass Iny die Tränen kamen und es Elmar kalt den Rücken hinunterlief. Nie hätten wir erwartet, dass die noch unvertonten Sequenzen uns so berühren würden. Hatte uns bereits 'Die Wanderhure' hellauf begeistert, so war es wunderbar, Alexandra Neldel erneut als Marie zu sehen, nun aber als Kastellanin, die nicht an den Tod ihres Mannes glauben mag. Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler waren ausgezeichnet, wie Esther Schweins als Isabelle de Melancourt, Nadja Becker als Hiltrud und Xenia Assenza als Janka. Bert Tischendorf übertraf sich als Michel ein weiteres Mal. Auch kann es für unsere Geschichte keinen besseren König geben als Götz Otto. Auch Daniel Roesner als Michels Freund Thomas bewies in dem Trailer sein Können.

Wir haben auch noch weitere Schauspieler gesehen, darunter mehrere, bei denen wir sehr stolz sind, dass Andreas Bareiss und SAT1 sie für diesen Film gewonnen haben. Was den Drehort angeht, so gibt es für einen solchen Film wohl kein besseres Land als Tschechien.

Allerdings hinterließ der Trailer erneut eine Portion Wehmut bei uns, denn jetzt fällt es uns noch schwerer, auf den ganzen Film zu warten.


Iny und Elmar Lorentz

In Schöneck-Oberdorfelden

Lesung
von Iny und Elmar am 09-10-2011

Unsere kleine Herbstlesereise hatte am 04.10.2011 in Erkelenz begonnen. Am 06.10.2011 führte uns unser Weg nach Schöneck-Oberdorfelden im Südosten Hessens. Der Förderverein der Büchereien in Schöneck Leselust e.V. hatte uns in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, aber bereits im Vorfeld vor zu großen Erwartungen bei den Zuhörerzahlen gewarnt, da die Menschen dort nicht leicht für Lesungen zu motivieren wären.

Wir erwarteten daher eine eher geringe Zahl an Besuchern, doch bewies bereits die Bestuhlung im Dorfgemeinschaftshaus, dass sich mehr Leute angemeldet hatten als gedacht. Schon bald reichten die Sitzplätze nicht mehr aus und es mussten weitere Stühle aufgestellt werden. Als Autor sieht man das natürlich gerne.

Ebenfalls freuten wir uns, dass unsere Freunde Carmen und Andi es sich nicht hatten nehmen lassen, auch bei dieser Lesung dabei zu sein. Sie sind bis jetzt jedesmal gekommen, wenn wir in der Nähe ihres Heimatortes gelesen haben, und wollten diesmal die 'Töchter der Sünde' hören.

Nach den einführenden Worten einer Dame des Fördervereins der Schönecker Bibliotheken begann die Lesung, in der wir den Zuhörerinnen und Zuhörern unsere Helden aus 'Töchter der Sünde' näher brachten. Nach einer Pause, in denen die Anwesenden sich stärken konnten, ging es dann mit dem bei uns üblichen Frage-Antwort-Spiel weiter. Wir berichteten dabei aus unserem Leben als Autoren, gaben ein paar Anekdoten zum Besten und signierten fleißig Bücher.

Es war ein sehr schöner Abend, den wir gerne in Schöneck-Oberdorfelden verbracht haben. Wir bedanken uns bei den Mitgliedern des Fördervereins der Schönecker Bibliotheken und können sagen, dass es ihnen ausgezeichnet gelungen ist, die Leute zum Kommen zu motivieren.


Iny und Elmar Lorentz

Töchter der Sünde

Bericht
von Iny und Elmar am 07-10-2011

... Premierenlesung in Erkelenz


Der 04.10.2011 war der offizielle Erscheinungstermin der 'Töchter der Sünde' und gleichzeitig der Beginn unserer kleinen Herbstlesereise. Unsere erste Station war Erkelenz und wir freuten uns sehr, dort die Premierenlesung aus dem fünften Band der Wanderhuren-Reihe halten zu können.

Der Veranstalter Volker Postupa von VP Trading hatte mit dem Veranstaltungsraum des Gartencenters Müller-Platz einen perfekten Leseort gefunden und mit der Inhaberin zusammen alles ausgezeichnet organisiert.

Wir kamen wie immer früher, um uns anzumelden, und suchten uns dann ein Lokal, in dem wir Abendessen konnten. In den Veranstaltungsraum zurückgekehrt, sahen wir, dass bereits die ersten Zuhörer vor der Tür warteten. Es wurden immer mehr und so füllte sich der Saal zusehends. Auch diesmal haben wir bereits vor der eigentlichen Lesung Bücher signiert. Mehrere Zuhörer entschuldigten sich, weil sie ältere Iny-Lorentz-Bücher von zuhause mitgebracht und nicht die 'Töchter der Sünde' gekauft hatten, und wir erklärten ihnen, dass wir auch diese Romane gerne signieren würden. Im Übrigen wurden sehr viele 'Töchter' gekauft. Aber auch unsere anderen Romane fanden reißenden Absatz, da so manche Leserin und so mancher Leser ihre Sammlung vervollständigen wollten.

Ein weiteres Mal waren auch diesmal mit Großmutter, Mutter und Tochter drei Generationen einer Familie erschienen. Es wurden natürlich Fotos gemacht, und dann begann die Lesung. Eine Dame von VP Trading stellte uns vor, und dann lernten die Zuhörer Falko Adler, seine Freunde Hilbrecht und Giso, die Äbtissin Elisabeth, die temperamentvolle Contessa Francesca und weitere Helden unseres Romans kennen. Wir lasen wie immer um die 55 Minuten und beantworteten nach einer kurzen Pause, in der die Zuhörer sich stärken konnten, die an uns gestellten Fragen. Für uns war es ein sehr gelungener Abend mit einem überraschend zahlreichen Publikum und einer ausgezeichneten Organisation. Es war schön, in Erkelenz zu lesen.


Iny und Elmar Lorentz

50 Jahre Perry Rhodan – Weltcon 2011

Bericht
von Iny und Elmar am 05-10-2011

oder

Besuch bei den Wurzeln

Im Jahre 1962 kaufte eine Kölner Schülerin bei einer Klassenfahrt in Berlin zwei Hefte einer SF-Romanserie, die sie derart in ihren Bann zog, dass sie diese etliche Jahre lang eifrig las. Später trat sie in einen der über 500 Perry-Rhodan-Fanclubs ein, die es damals in Deutschland gab, kam darüber mit dem SFCD e.V. in Kontakt und schloss sich schließlich dem EDFC e.V., dem Ersten Deutschen Fantasy-Club an. Dort kam es kurz darauf zu einer schicksalshaften Begegnung.

Elmar kaufte seinen ersten Perry-Rhodan-Roman mit vierzehn, trat zwei Jahre später ebenfalls in einen Perry-Rhodan-Fanclub ein und wurde im Lauf der Zeit von einem Clubkameraden zum Fantasy-Club gelotst. Dort traf er irgendwann mit Iny zusammen und unsere gemeinsame Geschichte begann.

Ohne die Perry-Rhodan-Serie hätten wir uns vielleicht nie kennen gelernt. Auch die Wurzeln unseres Schreibens fußen dort, denn Elmar hat seine erste Fanstory im Clubmagazin seines Perry-Rhodan-Clubs veröffentlicht.

Auch wenn neue Interessen Perry Rhodan in den Hintergrund treten ließen, so denken wir gerne an jene Zeit zurück. Daher freuten wir uns sehr, als Klaus N. Frick, der Chefredakteur von Perry Rhodan beim Pabel-Verlag uns zur 50-Jahr-Feier der Romanserie nach Mannheim einlud, und sagten spontan zu.

Am Freitag, den 30.09.2011 erreichten wir kurz vor 16:00 Uhr den Rosengarten in Mannheim, in dem der Event stattfinden sollte, und suchten erst einmal ein Parkhaus, das hoch genug war, damit unser Dicker hineinfahren konnte, ohne zum Cabrio zu werden. Im dritten Anlauf gelang es uns schließlich, etwas passendes zu finden. Zum Glück war der Weg zum Rosengarten nicht weit, so dass wir das Veranstaltungszentrum in wenigen Minuten erreichen konnten.

Es war kurz vor der Öffnung der Türen und eine große Anzahl an Fans wartete bereits darauf, eingelassen zu werden. Als dies geschah, bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern, an denen die Teilnehmer registriert wurden und ihre Ausweise für den Weltcon erhielten. Als geladenen Gästen wurde uns das Privileg zuteil, von Hermann Ritter, ebenfalls vom Pabel-Verlag, umgehend in Empfang genommen und mit Ausweis und Contasche versorgt zu werden. Die Contasche erhielt alles mögliche Informationsmaterial, sowie das Conbuch, in dem neben einer kurzen Beschreibung der Gäste, Referenten und natürlich der Perry Rhodan-Autoren auch viel über die Romanserie selbst zu erfahren war.

Das offizielle Programm begann um 18:00 Uhr, allerdings war die Zeit bis dorthin viel zu kurz, um sich die Ausstellung „50 Jahre Perry Rhodan, sowie die Stände der anwesenden Perry Rhodan-Clubs, wie auch der Händler ansehen zu können. Daher verschoben wir die Besichtigung der meisten Stände auf später.

Um 18:00 Uhr erfolgte der offizielle Conauftakt durch Rüdiger Schäfer, Mike Hillenbrand und Klaus N. Frick und um 18:15 ging es in einem von Rüdiger Schäfer moderierten Gespräch mit den Witwen der ersten Autoren und des ersten Titelbildzeichners weit in die Vergangenheit der Romanserie zurück.

Uns blieb nicht die Zeit, alles mit anzuhören, denn um 19:00 Uhr teilte sich das Programm. Während im Hauptsaal Perry-Rhodan-Autoren über ihre Arbeit an der Serie und die Einschränkungen sprachen, die dabei zu berücksichtigt werden mussten und später ein Vortrag Rainer Kreskens von der ESA folgte, führte unser Weg in den Roten Salon. Dort begann die Lesenacht Phantastisches Mannheim und als erste von vielen Autoren waren wir an der Reihe.

Nun sind wir nicht gerade Autoren, für die sich die Leser von SF-Romanen groß interessieren. Trotzdem strömten trotz des erstrangigen Parallelprogramms erstaunlich viele Leute zu uns. Einige waren, wie wir im Gespräch erfuhren, sogar extra wegen uns zu dieser Lesenacht erschienen. Eine davon war Carmen, anlässlich deren Heirat vor anderthalb Jahren wir die Hochzeitslesung in Mannheim abgehalten hatten.

Wir machten beim Lesen Multitasking und brachten kurze Textpassagen als Iny Lorentz, Mara Volkers und Nicola Marni zum besten.

Nach uns lasen mit Kai Meyer, Bernd Prplies, Ju Honisch, Christoph Dittert, Christoph Hardebusch, Christoph Marzi, Hartmut Kasper, Uschi Zietsch, Andreas Eschbach, Oliver Plaschka und Markus Heitz Spitzenautoren des phantastischen Genres.

Das Ende des Abends erlebten wir allerdings nicht mehr, da wir der Anziehungskraft unserer Betten im Wohnwagen irgendwann nicht mehr widerstehen konnten

Der Samstag sah uns zu vormittäglicher Stunde wieder vom Campingplatz in Hemsbach ins nahe Mannheim fahren. Da wir inzwischen wussten, wo wir unseren Dicken abstellen konnten, waren wir schnell im „Raumschiff“ Rosengarten. Dort blätterten Arnd Ellmer, Michael Nagula und Eckhard Schwettmann zuerst in den Perry-Rhodan-Chroniken, bis dann der Countup to 50 begann und der Weltcon 2011 von Klaus N. Frick offiziell eröffnet wurde.

Anschließend gab es ein Riesenprogramm, bei dem wir bedauerten, nicht überall dabei sein zu können. Andreas Eschbach hielt die Eröffnungsrede für den Con, es folgte ein SF-Literarisches Qintett, während sich in anderen Räumen Fototermine mit Perry Rhodan-Autoren und Signierstunden abwechselten und es die sehenswerte Ausstellung 50 Jahre Perry-Rhodan zu besichtigen gab. Wir nahmen jetzt auch die Gelegenheit war, uns die einzelnen Stände genauer anzusehen, unterhielten uns mit etlichen Leuten, und wurden immer wieder aufgefordert, zu signieren. Bei WerkZeugs gab es sogar Iny-Lorentz-Romane zu kaufen! Ein Conteilnehmer war darüber sehr glücklich, denn seine Tante hatte an dem Tag Geburtstag. Als einer eifrigen Iny-Lorentz-Leserin konnte er ihr unseren neuesten Roman mit Signatur als Geschenk mitbringen.

Um 13:20 Uhr waren wir bei einem weiteren Programmpunkt beteiligt. Rüdiger Schäfer stellte Hans Kneifel, einen der bekanntesten Perry-Rhodan-Autoren und Autor historischer Romane und uns die Frage, welchen Unterschied und welche Gemeinsamkeiten es zwischen Perry Rhodan und Historischen Romanen gäbe. Für den Autor überwiegen die Gemeinsamkeiten, nämlich gründliche Recherche und disziplinierte Arbeit am Roman. Auch für die Roman-Serie selbst sind die irdische Historie und die verschiedenen Kulturen als Grundstock für einen stimmigen Hintergrund unabdingbar. Hans Kneifel wies dabei auf die von ihm geschriebenen Atlan-Zeitabenteuer hin, für die er nicht weniger Recherchen betreiben musste als für seine eigenen historischen Romane.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Teilweise gab es in vier Sälen gleichzeitig Programm. Das meiste drehte sich natürlich um die Perry-Rhodan-Serie und deren Ableitungen. Daneben gab es wissenschaftliche Vorträge von Repräsentanten der ESA, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Arbeit einem so großen und interessierten Publikum vorzustellen. Die ESA hatte sogar eine kleine Ausstellung auf dem Con aufgebaut.

Die Programmdichte war teilweise so groß, dass wir uns ausklinken mussten und uns bei Kaffee oder Tee mit Autorenkollegen und Freunden aus alter Zeit unterhielten. Als der Abend fortschritt, tauchten auch immer mehr Fans in Kostümen aus der Perry-Rhodan-Serie auf. Plötzlich mischte sich eine Vulkanierin der Sternenflotte unter die Kostümierten und wurde zum Anlass etlicher erstaunter Kommentare.

Abschluss des Programms an diesem Tag war die Prämierung der besten Kostüme mit entsprechender Preisverleihung. Während dies geschah, entfleuchten wir in Richtung Campingplatz, um wenigstens eine Mütze Schlaf zu finden. Schließlich gab es auch noch den Sonntag zu überstehen.

Dieser begann um 09:00 Uhr mit Programm in drei Sälen. Wir schwänzten allerdings einige Punkte und besichtigten die phantasievoll aufgemachten Club-Stände, unterhielten uns mit Dieter Wengenmayer vom Perry-Rhodan-Stammtisch München, den wir gelegentlich besuchen, trafen weitere alte Freunde und zu guter letzt Hermann Urbanek, den Herausgeber der ersten Anthologie, in der je eine Kurzgeschichte von uns, und zwar von Iny, erschienen ist. Die Kurzgeschichtensammlung trägt den Namen ‚Ashtaru der Schreckliche‘ und wurde damals vom Heyne-Verlag herausgegeben. Wir hatten Hermann einige Jahre nicht mehr gesehen und so gab es einiges zu erzählen. Außerdem verabredeten wir uns mit Hermann, ihn in Wien zu besuchen, da wir bald eine Recherchereise dorthin machen werden.

Langsam neigte sich der Con dem Ende zu. Es gab noch eine Signierstunde der Perry-Rhodan-Autoren, die durch den großen Andrang der Fans dreimal so lange dauerte wie ursprünglich geplant. Dadurch verschob sich das restliche Programm immer mehr nach hinten. Auch die Versteigerung von Gegenständen, die mit der Perry-Rhodan-Serie zu tun haben, wurde wegen der Begeisterung der Fans um einiges länger als erwartet.

Vor dem Rosengarten fuhren bereits die ersten LKW vor, um die Con-Requisiten abzuholen, doch mussten die guten Leute warten, bis zu später Nachmittagsstunde Klaus N. Frick mit seiner letzten Amtshandlung den Con für beendet erklären konnte.

Bevor auch wir den Rosengarten in Richtung Campingplatz verlassen konnten, signierten wir noch einige Bücher und verabschiedeten uns von den Freunden und Kollegen, die ebenfalls bis zum Schluss geblieben waren.

Als wir schließlich im Dicken saßen und Mannheim hinter uns zurückblieb, dachten wir sehr zufrieden, aber auch ein wenig wehmütig an den Perry-Rhodan-Weltcon 2011 zurück. Klaus N. Frick und alle, die an der Vorbereitung beteiligt waren, haben ausgezeichnete Arbeit geleistet! Wir haben viele alte Freunde wiedergetroffen, ebenso etliche von uns geschätzte Kollegen wie Christoph Hardebusch, Christoph Lode, Markus Heitz, Uschi Zietsch, Uwe Anton, Arnd Ellmer, Michael Nagula und Michael Wittmann. Auch konnten wir neue Kollegen kennenlernen wie Frank Borsch, Hubert Haensel, Christian Montillon, Hans Kneifel, Verena Themsen, sowie Andreas Eschbach, Frank Schätzing und Kai Meyer.

Unser Dank gilt Klaus N. Frick für die Einladung zum Weltcon, Hermann Ritter für die Betreuung, sowie den vielen Con-Helfern, ohne die diese Veranstaltung niemals stattfinden hätte können. Sie kamen von vielen Perry-Rhodan-Clubs und –Stammtischen und haben das ihre getan, damit alle Teilnehmer und damit auch wir ein so tolles SF-Fest erleben konnten.


Iny und Elmar Lorentz

Fazit August 2011

Info
von Iny und Elmar am 11-08-2011

Neuigkeiten:

Mittlerweile sind die ersten sieben Monate des Jahres 2011 vergangen. Für uns ist dies eine gute Gelegenheit, ein kurzes Fazit zu ziehen und einen gewissen Ausblick auf die kommenden Monate zu geben.

2011 sind bisher die Taschenbuchausgabe von "Die Rose von Asturien" und mit "Juliregen" der Abschlussband der Trettin-Trilogie erschienen. Während "Die Rose von Asturien" in der Taschenbuchbestsellerliste einen ausgezeichneten 9. Platz erreichte, war "Juliregen" noch um einen Hauch besser und stand auf Platz 8.

Ohne das Vertrauen unserer Leser wäre dies nicht möglich gewesen. Unseren besten Dank dafür! Wir werden alles tun, um auch weiterhin gute Romane für Euch schreiben zu können.

Zusätzlich gab es ein paar Lizenzausgaben bei Weltbild und dem Club, über die wir uns auch sehr gefreut haben, sowie weitere Übersetzungen.

In Tschechien sind bislang "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Kastratin", und "Die Goldhändlerin" von Iny Lorentz erschienen, dazu "Die Reliquie" von Mara Volkers und "Die Tallinn-Verschwörung" von Nicola Marni.

Auch in Polen sind Iny-Lorentz-Romane sehr beliebt. Bis jetzt wurden "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Feuerbraut" und "Die Tatarin" übersetzt.


Weitere Buchaussichten:

In wenigen Tagen wird mit "Todesfahrt" der dritte Thriller mit dem Helden Torsten Renk bei Page & Turner erscheinen. Selbstverständlich sind Henriette von Tarow und Petra Waitl wieder mit von der Partie.

Im Oktober gibt es gleich zwei neue Bücher von uns, zum einen mit "Töchter der Sünde" von Knaur den fünften Band der Wanderhuren-Reihe und mit "Die Tore der Geister" den zweiten Urban-Fantasy-Roman bei Piper.

Im September 2011 erscheint bei Knaur eine Sonderausgabe der "Feuerbraut" und im Dezember 2011 die Taschenbuchausgabe der "Ketzerbraut".

Im Dezember wird auch einer unserer großen Träume war. Unsere Heldin Laisa erlebt bei Knaur in dem Fantasy-Roman "Stern der Göttin" ihre ersten Abenteuer in den Dämmerlanden. Laisa und ihre Freunde begleiten uns persönlich seit über zwanzig Jahren und es war stets unser Wunsch, über sie zu schreiben.


Filmaussichten:

"Die Wanderhure" hat den Filmpreis DIVA für den erfolgreichsten Fernsehfilm des Jahres 2010 gewonnen.

Am 02.08.2011 gewann "Die Wanderhure" auch den 8. Quotenmeter-Fernsehpreis als bester Fernsehfilm.

Beides macht uns natürlich sehr stolz, auch wenn es weniger unser Verdienst ist als der der Macher des Films.

Erwähnen wollen wir selbstverständlich auch, dass Alexandra Neldel, die in "Die Wanderhure" unsere Marie spielt, für ihre Rolle in "Bollywood lässt Alpen glühen" den 8. Quotenmeter-Fernsehpreis als beste Schauspielerin in der Kategorie Miniserie/Film/Special erhalten hat! Wir gratulieren Alexandra Neldel herzlich zu diesem Erfolg.

Die weiteren Filmaussichten sind günstig. Bereits Anfang des Jahres ist bekannt geworden, dass der Bayerische Filmförderungsfond und die Filmförderung Berlin-Brandenburg die Fortsetzung der "Wanderhure" mit durchaus achtbaren Summen bezuschussen werden. Der zweite Film der "Wanderhuren-Reihe" ist an unseren Roman "Die Kastellanin" angelehnt und wird den Titel "Die Rache der Wanderhure" tragen. Laut Facebook-Eintragungen einiger Schauspieler werden die Dreharbeiten Ende August 2011 beginnen. Ob wir zu einem Setbesuch wie bei der "Wanderhure" eingeladen werden, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Wir würden uns natürlich riesig darüber freuen.


Aussichten auf Events und Lesungen:

Noch ist unser Programm für den Herbst nicht vollständig, doch kristallisieren sich bereits einige Termine heraus. Ein Höhepunkt wirkt sicher der Perry-Rhodan-Weltcon zur 50-Jahrfeier der Romanserie sein, der vom 30.09.2011 – 02.10.2011 in Mannheim stattfindet. Da unsere Wurzeln auch im Perry-Rhodan-Fandom liegen, freuen wir uns sehr, zu dieser Convention eingeladen worden zu sein.

Link auf PR-Con


Am 06.10.2011 werden wir in Schöneck und am 10.10.2011 in Hochheim lesen.

Selbstverständlich sind wir auch wieder bei der Frankfurter Buchmesse und werden dort am Samstag, 15.10.2011 um 15:00 Uhr am Stand von Droemer-Knaur sein.


Romanvorschläge:

Immer wieder erhalten wir Briefe mit Vorschlägen zu Themen oder Personen, über die wir Romane schreiben sollen. Zu Beginn haben solche Briefe und E-Mails immer beantwortet und uns für das Interesse bedankt, aber auch stets erklärt, dass es für uns nicht möglich ist, diese Vorschläge aufzugreifen. Wir schreiben weder biographische Romane noch über Themen, die nicht in unsere Arbeitsweise passen. Zudem stehen wegen der notwendigen Recherche unsere Planungen für historische Romane bis zum Jahr 2016 fest.

Wir bitten um Verständnis, dass wir auf solche Vorschläge nicht mehr antworten können.

Anfragen um Autogrammkarten und Signaturen werden wir natürlich weiterhin gerne beantworten.


Herzliche Grüße

Iny und Elmar Lorentz

Mörderischer Attersee

Bericht
von Iny und Elmar am 10-07-2011

Literaturfestivals haben einen ganz besonderen Reiz. Man kann lieb gewordene Kolleginnen und Kollegen wiedertreffen und Neue kennenlernen – und findet fast immer ein ebenso sachkundiges wie begeisterungsfähiges Publikum. Als uns Beate Maxian zum Krimifestival 'Mörderischer Attersee' einlud, war es daher keine Frage, ob wir zusagen sollten.

Donnerstag, den 30.06. morgens hingen wir also den Wohnwagen an unseren Dicken und brachen frohgemut auf. Das gute Gefühl hielt jedoch wenige Minuten an, dann wurde unser Vorwärtsdrang durch einen großen, in unserem Wohnort ungewohnten Stau gehemmt. In der Nacht waren schwere Wolkenbrüche niedergegangen und die Eisenbahnunterführung, bei der der Weg zur Autobahn beginnt, war überschwemmt und gesperrt. Den Autofahrern blieb nur eine einzige Ausfallstraße aus unserem Ort und auf der gab es stockenden Verkehr. Daher haben wir trotz des Wohnwagens Schleichwege benutzt und gelangten auf uns teilweise unbekannten Landstraßen zur übernächsten Autobahnauffahrt.

Auch unterwegs regnete es immer wieder heftig und so waren wir schließlich froh, als wir nach gut zweihundert Kilometer Fahrt unser Ziel erreichten und unseren Wohnwagen auf dem Campingplatz aufstellen konnten. Hier zeigte es sich, dass die Anschaffung von regendichten Hosen keine überflüssige Ausgabe gewesen war. Kurz darauf saßen wir im Wohnwagen, schauten auf das grün bis grau schimmernde Wasser des Attersees hinaus und genossen einen entspannten Nachmittag mit einigen mitgenommenen Büchern.

Am nächsten Morgen packten wir erst einmal unsere Laptops aus, um ein wenig zu arbeiten. Anschließend fuhren wir nach Attersee am Attersee, um uns dort mit Beate Maxian, der Veranstalterin des Krimifestivals zu treffen. Das Rendezvous klappte auf Anhieb und da es nun doch zu regnen aufhörte, gelangten wir trockenen Fußes auf die MS 'Vöcklabruck', die zu einer Dreifachlesung auf dem Attersee auslaufen sollte.

Hier lernten wir auch gleich die beiden Kolleginnen kennen, die gemeinsam mit Beate Maxian lesen sollten, nämlich Gabriele Dichler und Claudia Rossbacher, sowie die Literaturwissenschaftlerin Dr. Leonore Biber und die Ehemänner aller drei lesenden Damen, von denen uns aber nur Jeff Maxian und Hannes Rossbacher namentlich im Gedächtnis geblieben sind.

Attersee war der Heimathafen der 'Vöcklabruck'. Daher musste sie erst über den See nach Schörfling fahren, von wo aus die Lesefahrt starten sollte. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, mit Frau Dr. Biber, den drei Autorinnen und deren Begleiterin zu reden. Nachdem die 'Vöcklabruck' in Schörfling ihre Passagiere aufgenommen hatte, begrüßte Beate Maxian die Zuhörer und übergab an Gabriele Dichler, die den literarischen Abend mit einer Lesung aus ihrem Roman 'Glutnester' begann. Anschließend las Claudia Rossbacher aus 'Steirerblut' und den Abschluss machte Beate Maxian mit 'Tödliches Rendezvous'. Alle drei Romane hörten sich äußerst spannend an und wurden exzellent vorgetragen.

Nachdem die 'Vöcklabruck' ihre Passagiere wieder in Schörfling abgeladen hatte, kehrte sie mit dem Kernteam um Beate Maxian und uns nach Attersee zurück und wir ließen den Tag gemeinsam im stilvollen Litzlberger Keller ausklingen.

Der Parkplatz des Litzlberger Kellers war auch der Treffpunkt für den nächsten Tag, an dem wir mit unserer Lesung an der Reihe waren. Obwohl wir etwas später als sonst aus den Betten kamen, arbeiteten wir ein wenig an unseren aktuellen Manuskripten und machten uns am Nachmittag bei wolkenbruchartigen Regenfällen auf den Weg. Der nasse Segen von oben wurde immer schlimmer und so bogen wir schließlich in einem kräftigen Graupelschauer in den Parkplatz des Litzlberger Kellers ein.

Beate Maxian erschien kurz darauf und lotste uns nach Schörfling, wo wir zuerst zu Abend aßen und dann zur Galerie Zwach wanderten, in der schon etliche der größten Geister Österreichs aus ihren Werken gelesen haben. Während alles für unsere Lesung vorbereitet wurde, trafen bereits die ersten Zuhörer ein. Darunter war auch ein Ehepaar aus Mecklenburg-Vorpommern, das am Attersee Urlaub machte und die Gelegenheit wahrnahm, uns zuhören zu können.

Der Raum füllte sich zusehends und schließlich war es an uns, unsere Zuhörer zu unterhalten. Da es sich um ein Krimifestival handelte, teilten wir die Lesung auf und lasen zuerst zwei Stellen aus 'Die geheime Waffe', die wir unter dem Pseudonym Nicola Marni geschrieben haben, und gingen anschließend zu 'Juliregen' von Iny Lorentz über, nahmen aber Szenen, in denen eine Nebenfigur – der Detektiv Dirk Maruhn – der Handlungsträger war.

Bei dieser Lesung lernten wir auch eine Besonderheit der von Beate Maxian organisierten Festivals kennen, nämlich das Catering für die Gäste. Es gab Bier, Wein und Leberkäse für die Zuhörer und stilles Wasser für uns. Erst als der Leseteil zu Ende war und das beliebte Frage- und Antwortspiel begann, konnten wir uns einen gespritzten Roten leisten (für Nichtösterreicher Rotwein mit Wasser vermischt).

Wie schon auf der 'Vöcklabruck' wurden im Anschluss mehrere Bücher unter den Zuhörern verlost und da diesmal niemand aussteigen musste, umlagerten die Gäste den Cateringstand. Bei Getränken und Leberkäsesemmeln wurde geredet und gelacht. Dies dauerte seine Zeit, so dass wir auch an diesem Tag nicht gerade früh ins Bett kamen.

Am nächsten Morgen blieb keine Zeit, die Laptops auszupacken. Es war eine Matinee-Lesung in der Gärtnerei Irran in Schörfling angesagt. Beate Maxian holte uns wieder an dem Parkplatz des 'Litzlberger Kellers' ab und lenkte Nicola Förg und uns auf verschlungenen Pfaden um Schörfling herum zur Gärtnerei. Im Ortszentrum fand nämlich ein Trachtenfest statt und die Straßen waren gesperrt.

Das Erste, was wir dort sahen, war der Cateringstand. Auch diesmal wurde wieder Bier, Wein und Wasser ausgeschenkt. Glühwein wäre angebrachter gewesen, denn das Thermometer zeigte alles andere als sommerliche Temperaturen. Die Weißwürste und Brezen waren daher als Brennstoff mehr als willkommen.

Aus Witterungsgründen fand die Lesung nicht wie geplant im Freien, sondern in einem Treibhaus statt. Es begann Erich Weidinger mit einer Kurzgeschichte und einem Kapitel des Romans, an dem er gerade arbeitet, danach führte Nicola Förg uns in das Geheimnis Allgäuer Schrotkuren und Pflanzenkunde ein. Beide Lesungen waren spannend, aber auch amüsant und gefielen uns sehr.

Die Temperaturen taten dies nicht und so löste sich die Gesellschaft nach einem letzten Ansturm auf den Cateringstand allmählich auf. Wir verabschiedeten uns von Beate Maxian, ihrem Mann, sowie dem Ehepaar Rossbacher. Da wir denselben Weg hatten, nahmen wir Frau Dr. Leonore Biber mit zum 'Litzlberger Keller', in dessen Gästehaus sie wohnte. Dort nahmen wir ein spätes Mittagessen ein und unterhielten uns noch eine Weile mit Frau Dr. Biber, einer ebenso interessanten wie faszinierenden Persönlichkeit.

Am späten Nachmittag war dann für uns das Krimifestival am Attersee zu Ende. Wir kehrten zum Campingplatz zurück, ließen den Tag ausklingen und fuhren am nächsten Tag nach Hause. Hinter uns lag ein schönes und angenehmes Festival, für uns zu den Highlights dieses Jahres zählt.


Iny und Elmar Lorentz

Beim Lit-Night-Dinner Club

Info
von Iny und Elmar am 22-06-2011

Kaum waren wir aus Meißen zurück, stand bereits der nächste Termin an. YOTTA-TV hatte uns am 14.06.2011 abends zur Lit-Night-Dinner Club in Strombergs*KUTCHiiN eingeladen. Gespannt, was uns dort erwarten würde, machten wir uns auf dem Weg nach München. Dort trafen wir uns aber zunächst mit Patricia und Ira von der Pressestelle des Knaur-Verlags, die uns ins KUTCHiiN begleiten wollten. Es blieb noch Zeit für einen Latte macchiato und ein Stück Kuchen, sowie ein angenehmes Gespräch, bevor es ernst wurde.

Als wir im KUTCHiiN ankamen, trafen gleichzeitig mit uns auch Volker Klüpfel und Michael Kobr ein, die berühmten Väter des nicht weniger berühmten Allgäuer Ermittlers Kluftinger. Florian Wagner, der Moderator der Sendung, empfing uns gleich an der Tür und führte uns alle an unseren Tisch. Um uns herum wurden die Vorbereitungen für die Sendung getroffen, doch wir stärkten uns erst einmal mit einem kühlen Getränk. Mittlerweile stieß auch der Dritte (oder eigentlich fünfte) im Bunde zu uns, nämlich der Tatortkommissar Stefan Deininger in seiner Zweitgestalt als Autor und Schauspieler Gregor Weber.

Die nächste Zeit verbrachten wir entweder in der Maske oder beim Anlegen der Head Sets. Bei Ersterem fiel mir ein Spruch meines ehemaligen Kollegen Peter ein, der spaßeshalber gemeint hatte, es gäbe keinen schöneren als ihn, es sei denn, dieser wäre geschminkt.

Mittlerweile füllte sich Strombergs*KUTCHiiN zusehends und wir blickten in viele erwartungsfrohe Gesichter. Dies mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass auf allen Tischen je eine Ausgabe von Michael Kobrs und Volker Klüpfels neuesten Roman 'Schutzpatron', Gregor Webers 'Feindberührung' und unser 'Juliregen' auslag. Die Bücher fanden sehr rasch neue Freunde.

Nach der Suppe ging es dann los. Florian Wagner erklomm das Podium und moderierte die Sendung an. Als Erstes konnte er gleich verkünden, dass die Sendung ausverkauft war. Danach waren wir an der Reihe, ihm Rede und Antwort zu stehen. Es wurde ein sehr interessantes, aber auch amüsantes Interview über unsere Arbeit und unseren neuen Roman 'Juliregen', der hier der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Michael Kobr und Volker Klüpfel kamen nach dem Hauptgang dran und erwiesen sich erneut als ein perfekt aufeinander eingespieltes Team, das sich die Bälle wunderbar zuspielte. Dabei ließen sie ihren berühmten Allgäuer Charme aufblitzen, der auch Kluftiger zu eigen ist.

Die Nachspeise folgte, und dann wurde Gregor Weber auf das Podium gerufen. Nach einigen interessanten Sätzen zu seinem Roman 'Feindberührung' gab es einen Anschlag auf ihn. Da er bereits ein Buch über das Kochen geschrieben hatte, ernannte Holger Stromberg ihn kurzerhand zu seinem Assistenten bei der Kreierung einer besonderen Spezialität. Während die beiden fachsimpelten, durfte Florian Wagner die meiste Arbeit machen. In nur sieben Minuten entstand hier eine Leckerei, die manche für etwas gewöhnungsbedürftig halten dürften, nämlich Salamistücke im Zuckermantel, der, bevor er erstarrte, in scharfen Pfeffer gewälzt wurde. Es war auf alle Fälle eine heiße Sache.

Nach dem offiziellen Ende der Sendung begann die eigentliche Arbeit für die beteiligten Autoren. Die anwesenden Gäste nutzen nämlich die Gelegenheit, um die Bücher signieren zu lassen. Es waren sehr viele Leute und sehr viele Bücher. Selbst Michael Kobr und Volker Klüpfel und wir kamen dabei ins Schwitzen. Aber trotzdem fanden wir dabei auch die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen mit unseren anwesenden Kollegen, sowie anderen Gästen, bis irgendwann ein Blick auf die Zeiger der Uhr uns mahnte, dass es Zeit wäre, aufzubrechen. Wir verabschiedeten uns von den anderen, sowie wie von Florian Wagner und dem YOTTA-Team und machten uns auf den Heimweg.

Ein ebenso interessanter wie spannender Abend ging damit zu Ende.


Iny und Elmar Lorentz


Die Sendung kann man im Internet noch einen guten Monat über einen der beiden Links aufrufen:

Lit-Night-Dinner Club
Lit-Night-Dinner Club

Das Literaturfest in Meißen

Info
von Iny und Elmar am 22-06-2011

Im letzten Jahr hatte uns das Literaturfest in Meißen so gut gefallen, dass wir diesmal die Einladung für das Literaturfest 2011 ohne großes Überlegen annahmen. Schon im Vorfeld hatten wir uns einige Lesungen ausgesucht, denen wir zuhören wollten, und machten uns daher am Donnerstag, den 09.06.2011 erwartungsfroh auf den Weg. 470 km mit dem angehängten Wohnwagen zurückzulegen dauert seine Zeit. Als wir am späten Nachmittag auf dem Campingplatz ankamen, hatten sich dort schon etliche Camper eingefunden. Pfingsten stand bevor und die Leute wollten hier feiern. Wir fanden trotzdem noch ein schönes Plätzchen. Freitag und Samstag füllte sich der Campingplatz dann zusehends. Überraschend, aber auch angenehm war jedoch die Tatsache, dass weder gelärmt noch scharf gezecht wurde.

Freitag war für uns der erste Tag auf dem Literaturfest. Doch bevor wir nach Meißen aufbrechen konnten, galt es erst einmal, Fleißarbeit zu leisten. Kurz vor unserer Abfahrt waren uns nämlich die Druckfahnen für 'Töchter der Sünde' ins Haus geschneit. Da man in Verlagskreisen zu denken scheint, ein Autor würde weder Sonn- noch Feiertage kennen, war der Ablieferungstermin so kurz gehalten, dass wir unser geplantes Pfingstprogramm über Bord werfen und uns bis zum frühen Nachmittag mit den Druckfahnen beschäftigen mussten. Erst danach konnten wir mit unserem Dicken die paar Kilometer nach Meißen zurücklegen und uns dort auf einer der Restaurantterrassen auf dem Marktplatz etwas zu Essen bestellen. Einen Vorteil hatte unser Sitzplatz, denn so konnten wir die Lesungen auf der dortigen Lesebühne verfolgen.

Noch während wir uns im Herz von Meißen umsahen, trafen wir auch schon unseren ersten Kollegen, nämlich Peter Hoeft, den männlichen Teil des Autorenduos Gerit Bertram. Dessen Partnerin Iris Klockmann traf kurz danach ein, und als dann auch noch die Fantasy-Autorin Renate Doms und Steffen Knabe, der Inhaber des Knabe-Verlags, zu uns stießen, stand einer angenehmen Gesprächsrunde nichts mehr im Weg. Für Iris und Peter galt es aber bald, ihre geplante Lesung der 'Goldspinnerin' zu halten. Sie machten ihre Sache ausgezeichnet und so konnten wir gemütlich mit einem Glas Bier auf ihren Erfolg anstoßen. Zu später Stunde trennten wir uns von unseren Gesprächspartnern und kehrten zum Campingplatz zurück.

Der nächste Tag sah uns wieder über Druckfahnen gebeugt, bevor wir uns wieder auf den Weg machen konnten. Unser erstes Anlaufziel war die Lesebühne am Tuchmachertor, wo Corinna Bomann aus ihrem Kinderfantasyroman 'Lilienpakt' las. Danach galt es sich für die eigene Lesung zu stärken. Um 18:00 war es dann auf der Lesebühne am Marktplatz so weit. Von dröhnendem Schlag der Glocken von St. Afra angekündigt warteten wir erst einmal, bis diese wieder verstummten. Dann aber gab es für 'Die Ketzerbraut' kein Halten mehr. Wir hatten anderthalb Stunden für uns, abzüglich der zwölf Minuten Glockengeläut, und nützten dies aus, um unseren Zuhörern auch eine kleine Kostprobe aus unserem Nicola-Marni-Thriller 'Die geheime Waffe' zu geben. Sehr positiv fanden wir, dass die angekündigten Regenschauer ausblieben und daher sowohl unser Publikum, wie auch wir selbst trocken blieben.

Wir hatten schon vorher ein wenig signiert und signierten hinterher auch noch etliche Bücher, bis wir uns dann mit Renate Doms und Steffen Knabe in eine Gastwirtschaft zurückzogen und den Tag ausklingen ließen.

Am nächsten Tag gab es erneut Druckfahnen zum Frühstück und Mittagessen. Da wir einen gewissen Stand erreichen wollten, konnten wir diesmal erst später nach Meißen fahren. Wir kamen aber noch rechtzeitig, um Ulf Schiewe zu erleben, der auf der Lesebühne Marktplatz aus seinem neuesten Roman 'Die Contessa' las. Anschließend ging es gleich weiter zum Tuchmachertor, um Renate Doms zuzuhören. Diese las in Meißen nicht nur aus ihren eigenen Romanen, sondern trug dem Publikum auch bekannte Romane nicht anwesender Autoren vor. Wie alle anderen, die wir gehört haben, machte auch sie ihre Sache sehr gut und uns Appetit auf das von ihr vorgestellte Buch.

Da wir nur eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen hatten, galt es dann, für das leibliche Wohl zu sorgen. Sehr schön war, dass wir auf dem Weg zum Lokal auf Iris Kammerer trafen und diese gleich mit uns mitkam. Immerhin sollte sie in der Gaststätte, die wir uns ausgesucht hatten, aus ihrem Roman 'Die Blutsäule' lesen. In weiser Voraussicht hatten Renate Doms, Ulf Schiewe, dessen Ehefrau, sowie wir beide uns fünf Plätze für die Lesung reservieren lassen. Der Raum war nämlich proppenvoll, so dass zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten.

Anschließend gab es noch ein Glas Wein auf dem sommerlichen Marktplatz, das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen, und ein wenig Wehmut, dass Meißen 2011 für uns nun zu Ende ging. Es war wie bereits im letzten Jahr eine wundervolle Atmosphäre, dazu gab es sehr schöne Lesungen und die Gelegenheit, einige Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen und neue kennenzulernen.

Wir freuen uns auf das Lesefest Meißen 2012!


Iny und Elmar Lorentz

Besuch bei Sabine Ebert

Bericht
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Da wir die beiden letzten Lesungen dieser Reise von einem Campingplatz aus machen konnten, blieb uns ein Fahrtag erspart. Dies bot uns die Gelegenheit für einen Besuch bei Sabine Ebert in der traditionsreichen Silberstadt Freiberg. Wir hatten mit Sabine im Vorfeld einen Treffpunkt ausgemacht, an dem wir unseren Dicken parken konnten. Dies gelang auch und so konnten wir sie kurz darauf in unsere Arme schließen.

Das Wetter hatte sowohl ihr wie auch uns gewisse Sorgen bereitet, denn es hatte während der Anfahrt mehrmals leicht geregnet und die Wolkenformationen ließen nichts Gutes erwarten. Doch als wir in Freiberg ankamen, schien die Sonne und versprach einen angenehmen Nachmittag. Dies nützten wir gleich zu einem kleinen Rundgang durch Freiberg aus. Unterwegs konnten wir mehrmals sehen, dass sich die Wünsche von Investoren nicht immer mit den Anforderungen eines sinnvollen Denkmalsschutzes vereinbaren lassen und Letzterer dabei meistens verliert.

Wir unterbrachen den Rundgang, um in einem Café einen Latte macchiato zu trinken und einen Freiberger Bauernhasen zu essen. Hatte Sabine sich bis dahin als Fremdenführerin betätigt und uns die schönen Seiten ihrer Heimatstadt gezeigt, wandte sich das Gespräch jetzt mehr beruflichen Dingen zu. Wir klopften gemeinsam die neuesten Trends bei historischen Romanen ab, hechelten ein wenig den Verlag durch, mit dem wir alle derzeit mehr als zufrieden sind, und erkannten zuletzt, dass wir bei zwei unserer für das Jahr 2013 geplanten Projekte zeitmäßig gar nicht so weit auseinanderliegen.

Nach dem Latte macchiato ging es in Sabines Domizil, in dem wir unseren Erfahrungsaustausch bei ein paar Tassen Tee und Othello-Kekse fortsetzten. Sabine zeigte uns dabei auch mehrere Gewänder aus verschiedenen Zeiten, die sie bei Lesungen trägt. Sie besitzt eine hübsche Sammlung und jedes Einzelne steht ihr gut. Wir selbst bleiben ja bei Lesungen unseren seit vielen Jahren gepflegten Stil treu, der bereits zu unserem Markenzeichen geworden ist.

Als wir schließlich zum Abendessen aufbrachen, hatte sich der Himmel wieder verdüstert und die ersten Tropfen fielen herab. Während Iny im Restaurant einen Tisch belegte, suchten Sabine und Elmar eiligen Schrittes einen Souvenirladen auf, um Ansichtskarten zu besorgen. Anschließend durfte Elmar diese mit flinken Fingern ausfüllen, bevor die böhmische Ente die Arbeit unterbrach. Nach dem Abendessen wurden die Karten fertiggeschrieben und auf dem Weg zum Parkplatz in den Briefkasten geworfen.

Als wir das Lokal verließen, brachte Elmars Bemerkung, es würde nicht mehr regnen, Sabine darauf, dass sie ja ihren Schirm vergessen hatte. Nachdem sie ihn rasch geholt hatte, konnten wir unseren Rundgang durch Freiberg abschließen. Bei unserem Dicken angekommen, schieden wir mit einer gewissen Wehmut von unserer liebenswerten Freundin und Kollegin und hoffen, sie bald wiederzusehen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Lichtenstein

Lesung
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Unsere Frühjahrslesereise neigte sich dem Ende zu. Es lag nur noch die Lesung in Lichtenstein lag vor uns und so machten wir uns am 20.05. nachmittags auf den Weg in diese Stadt. Dort angekommen ergab sich allerdings das Problem, einen Parkplatz in der Nähe der Stadtbibliothek zu finden. Die Straße war eine einzige Baustelle und das vorhandene Parkhaus für unseren Dicken um fünf Zentimeter zu niedrig. Ein paar Straßen weiter fanden wir schließlich ein Plätzchen, wanderten dann zur Bibliothek zurück und beobachteten dabei misstrauisch den Himmel, der sich bedrohlich schwarz färbte.

Nachdem wir uns bei den Damen der Stadtbibliothek vorgestellt hatten, beschlossen wir, mit ihnen gemeinsam Abendessen zu gehen. Bereits auf dem Weg zum Restaurant zuckten die ersten Blitze über den Himmel. Kaum waren wir drinnen, brach das Gewitter so richtig los. Es war fast so wie bei unserer ersten Lesung in Dornstetten. Auch da hatte es bei Abendessen gewaltig gekracht und geschüttet.

Als wir dann aber zu dem Ort aufbrachen, an dem die Lesung stattfinden sollte, hatte der Himmel sich wieder beruhigt und es fielen nur noch einige vereinzelte Tropfen vom Himmel. Die Lesung selbst fand in der Aula des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft und Sozialwesen statt. Dort wartete bereits Frau Hisslinger, die Leiterin der Bibliothek, auf uns, die die letzten Vorbereitungen getroffen hatte. Nach der Mikrophonprobe unterhielten wir uns mit ihr, bis dann die ersten Zuhörer erschienen und es deren Signierwünsche zu erfüllen galt.

Allmählich füllte sich der Saal, und nachdem wir fünf Minuten zugegeben hatten, weil mehrere Zuhörer verspätet eintrafen, begann die Lesung. Wir ließen erneut Veva, Ernst, Haselegner, Ritter Gigging und Doktor Portikus vor unseren Zuhörern entstehen. Anschließend gab es eine Pause, in der diese sich stärken konnten und wir signieren durften. Die darauffolgende Fragerunde wurde erneut sehr lebhaft und wir konnten so einiges erzählen.

Zum Abschluss galt es noch einmal, Bücher zu signieren. Wir unterhielten uns noch mit einigen Zuhörerinnen, dem Buchhändler und den Damen der Stadtbibliothek Lichtenstein, dann war diese Lesereise für uns zu Ende.

Das Fazit der gesamten Reise:

Es war unsere bisher erfolgreichste Lesereise!

Wir haben wunderbare Liebesromantage in Rathenow erlebt und viele angenehme Gespräche mit lieben Kolleginnen geführt.

Die Reise hat uns durch bisher noch nicht bewusst wahrgenommene Landschaften geführt und viele neue Eindrücke beschert.

Außerdem konnten wir wieder Sabine Ebert besuchen.

Allerdings war diese Lesereise ziemlich anstrengend und so fühlen wir den heftigen Wunsch nach Urlaub in uns. Es wird jedoch ein wenig dauern, bis wir diesen werden nachgeben können. Jetzt gilt es erst einmal, all das aufzuarbeiten, was sich während der Reise an Post und anderen Dingen angesammelt hat. Doch schon bald werden wir erneut aufbrechen, und zwar zum Literaturfestival in Meißen. Außer uns lesen dort lesen einige Kolleginnen und Kollegen, bei denen wir uns freuen, sie wiederzusehen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Mittweida

Lesung
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Nach der Lesung ist vor der Lesung heißt ein altes Schriftstellerwort und so war es auch bei uns. Erneut hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und verließen die Landschaft um Aschersleben, um nach Sachsen zu fahren, wo die beiden letzten Lesungen dieser Reise anstanden. Da beide Leseorte weniger als fünfzig Kilometer voneinander entfernt lagen, suchten wir uns einen günstig gelegenen Campingplatz, von aus wir sowohl Mittweida wie auch Lichtenstein erreichen konnten.

Den Beginn machte Mittweida. Hier war der Leseort nicht im Vorfeld festgelegt worden, um flexibel auf das Zuhörerinteresse reagieren zu können. Eine Information am Vortag besagte, dass dieses sehr hoch sei und man daher die Bürkelhalle der Fichtelschule ausgewählt hätte. Wir fanden die Schule auf Anhieb und stellten unseren Dicken dort ab, um dann die Stadtbibliothek aufzusuchen. Der Empfang war sehr herzlich und es gab so interessante Gespräche, dass wir uns hinterher sputen mussten, um vor der Lesung noch etwas in den Magen zu bekommen. Erfreulicherweise lag ein ausgezeichnetes Lokal direkt auf dem Weg zurück zur Fichtelschule.

Als wir dort ankamen, wurde der Hausmeister vermisst, der die Bürkelhalle aufschließen sollte. Elmars Vorschlag, im Schulhof zu lesen, da sich die Regenwolken verzogen hätten, musste allerdings nicht in die Tat umgesetzt werden, weil der Hausmeister doch rechtzeitig erschien und uns den Weg in die Halle öffnete.

Auch hier begannen wir gleich im Vorfeld mit dem Signieren. Elmars Kommentar, wir würden das tun, um später früher Feierabend machen zu können, wurde mit Gelächter aufgenommen. Wir hatten auch hinterher gut zu tun, da es zum einen sehr viele Zuhörer waren und ein Teil davon erst kurz vor der Lesung eingetroffen war. Die Bürkelhalle stellte ähnlich wie die Kapelle in Ascherleben einen sehr guten Rahmen für eine Lesung aus einem historischen Roman dar. Ein Tontechniker sorgte dafür, dass die Mikros richtig eingestellt wurden und so konnten wir so richtig mit Vevas und Ernsts Abenteuern loslegen.

Nach dem Leseteil ging es dann ans Fragen und Erzählen. Auch hier ging es recht munter zu und die eine oder andere Anekdote aus unserem Schriftstellerleben sorgte für Gelächter. Uns hat es in Mittweida auf jeden Fall sehr gefallen, und als wir uns von der Bibliotheksleiterin Frau Knobloch verabschiedeten, blickten wir auf einen gelungenen Abend zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Aschersleben

Lesung
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Noch ganz von den Eindrücken des rundum gelungenen DeLiA-Treffens erfüllt fuhren wir am nächsten Morgen weiter zu unserem nächsten Leseort Aschersleben. Das Wetter war ein wenig regnerisch geworden, doch kamen wir gut durch und biwakierten auf einem nahegelegenen Campingplatz. Am 16. Mai lenkten wir den Dicken in die Stadt und hatten das Glück, rasch einen Parkplatz zu finden. Da immer wieder einige Tropfen vom Himmel fielen, zogen wir unsere Regenjacken an und wanderten in Richtung Kreisbibliothek. Die letzten Informationen, die wir erhalten hatten, klangen ein wenig verwirrend, denn es hieß, wir würden in einer Kapelle lesen.

Diese Kapelle erwies sich jedoch als Teil des Bibliothekskomplexes. Bevor wir diesen betraten, fiel unser Bild auf ein Plakat mit der Ankündigung unserer Lesung. Darüber war ein Streifen mit der Aufschrift „ausverkauft“ geklebt. Für uns war das erfreulich, aber auch eine Verpflichtung, unseren Lesern das zu bieten, was sie von uns erwarteten.

Uns erwartete jedoch erst einmal ein Latte macchiato im mittelalterlich geschmückten Lesecafé der Bibliothek und ein Gespräch mit der Leiterin Frau van Teek. Auch andere Damen der Bibliothek kamen dazu und sprachen uns auf einige Punkte an, die ihnen am Herzen lagen. Wir antworteten so gut es ging und verwiesen sonst auf die Fragerunde, die sich stets an unsere Lesungen anschließt.

Nach einem leichten Abendessen in der Stadt ging es dann los. Zuerst spielten mehrere Musiker gekonnt mittelalterliche Weisen, während wir im Lesecafé erste Signierwünsche erfüllten. Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Lesung nahmen wir dann unsere Plätze ein und signierten weiter. Zu erwähnen ist, dass sämtliche Damen der Kreisbibliothek Ascherleben, aber auch zwei Damen der Stadtbibliothek Egeln, die ebenfalls erschienen waren, mittelalterlich gewandet waren und zusammen mit dem hübsch dekorierten Lesecafé und der Musik einen wunderschönen Rahmen für die Lesung boten.

Wir sahen aus wie immer, T-Shirts mit aufgedrucktem Motiv, Trekkinghosen und festes Schuhwerk, um sicher auf den Beinen zu stehen. Elmar hatte dazu noch eine seiner Mützen auf, ohne die er sich selten sehen lässt.

Wir lasen wie auf der gesamten Reise mit Ausnahme von Rathenow aus der Ketzerbraut und stellten uns anschließend den Fragen der zahlreich erschienenen Zuhörer. Eine Dame kam vor Beginn der Veranstaltung zu uns, um ihre Bücher signieren zu lassen und sagte, sie hätte leider keine Karte mehr bekommen und würde nun warten, ob jemand, der eine hätte, verhindert sein würde. Wie wir später erfuhren, war eine andere Dame ohne ihre erkrankte Begleiterin erschienen und so konnte sie doch noch an der Lesung teilnehmen.

Natürlich stellten wir uns den zahlreichen Fragen und beantworteten auch einige der Punkte, auf die uns bereits die Damen der Bibliothek angesprochen hatten. Zu später Stunde ging es dann zu Ende. Es galt, noch einige Bücher zu signieren, dann verabschiedeten wir uns von Frau van Teek und ihrem Team sowie den Damen aus Egeln und kehrten zufrieden und mit neuen Eindrücken versehen zu unserem Campingplatz zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Die DeLiA-Tage 2011 in Rathenow

Bericht
von Iny und Elmar am 23-05-2011

Kaum war die Lesung in Rostock Vergangenheit, galt es, den Wohnwagen erneut anzuhängen und den Dicken nach Rathenow zu steuern. Dort sollten die Liebesromantage 2011 der Autorenvereinigung DeLiA stattfinden. Wir hatten bereits 2009 in Rathenow gelesen und eine sehr hilfsbreite Buchhändlerin angetroffen, die uns bei einem plötzlich auftretenden Problem sofort geholfen hatte. Dazu hatten sich so viele Zuhörer angemeldet, dass die Lesung in einen größeren Saal verlegt werden musste.

Schon im Vorfeld waren wir überzeugt, dass Rathenow und das Havelland sich als idealer Platz für die Liebesromantage erweisen würden, und unser Gefühl trog uns nicht. Unsere Kollegin Britta Orlowski hatte alles ausgezeichnet organisiert und die Stadt Rathenow, den Landkreis Havelland und Radio Berlin-Brandenburg mit ins Boot geholt.

Am Donnerstag, den 12.05.2011 fuhren wir am Nachmittag nach Semlin. Dort nächtigten die meisten angereisten Autoren und deren Begleitung in einem ansprechend aufgemachten Hotel. Hier war das Hallo groß, hatten sich doch etliche DeLiAs ein ganzes Jahr lang nicht gesehen. Andere waren seit den Liebesromantagen in Linz in Österreich neu zu uns gestoßen und so lernten wir weitere Kolleginnen kennen. Es fand sich eine exklusive Auswahl deutschsprachiger Autorinnen ein, so Kerstin Gier, deren Edelsteintrilogie neue Maßstäbe gesetzt hatte, die Bestsellerautorin Charlotte Thomas, unsere Verlagskolleginnen Heidi Rehn, Tania Kretschmar, Katryn Berlinger und Corina Bomann und viele andere. Am meisten freuten wir uns, unser Fernmitglied Jutta Plössner begrüßen zu können, die in diesem Jahr den langen Flug aus ihrer Wahlheimat Kanada nach Deutschland unternommen hatte.

Es dauerte eine Weile, bis wir alle bereits anwesenden Kolleginnen begrüßt hatten. Auch der Himmel weinte vor Freude. Als wir gegen 18:30 Uhr in den Optikpark von Rathenow aufbrachen, in dem ein illuster besetzter Leseabend geplant war, schien jedoch bereits wieder die Sonne.

Die Lesungen fanden in drei Sälen der Städtischen Musikschule im Optikpark statt. Als Erstes gab es eine Jugendbuchlesung mit unserer Starautorin Kerstin Gier. Sie las aus "Rubinrot". Ihr folgten Beatrix Gurian, die aus "Liebesfluch" und Corina Bomann, die aus "Der Lilienpakt" las.

Weiter gab es eine zeitgenössische Lesung mit Rosita Hoppe aus "Das Glück fährt Taxi", Tania Kretschmar las aus "Winterherz", Stefanie Gerstenberger aus "Magdalenas Garten", Edda Minck aus "Ausgeträllert", Michelle Raven aus "Auf lautlosen Schwingen" und erneut Kerstin Gier aus "In Wahrheit wird von mehr gelogen!"

Selbstverständlich wurde in einen weiteren Saal aus historischen Romanen gelesen. Da Bettina Hennig kurzfristig verhindert war, las die DeLiA-Vorsitzende Rebecca Michele aus deren Roman "Luise, Königin aus Liebe". Petra Schier las aus "Das silberne Zeichen", Brigitte Janson wurde zur "Tortenbäckerin", Heidi Rehn las aus "Die Wundärztin", bevor Janine Krock mit "Wind der Zeiten" eine Premierenlesung darbrachte. Zu guter Letzt kamen wir mit "Aprilgewitter" dran. Wir hatten diesen Roman gewählt, weil darin die Gastgeberstadt Rathenow erwähnt wird.

Das Zuhörerinteresse war erfreulich. Jeder der drei Säle war gut gefüllt und es gab anschließend etliche Signierwünsche. Wir wurden auch von etlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Lesung im Jahre 2009 angesprochen und allenthalben war die Freude zu merken, dass so viele gute Autorinnen den Weg nach Rathenow gefunden hatten.

Anschließend setzten wir uns alle noch in ein kleines Restaurant, dem schon bald die Stühle ausgingen. Es gelang jedoch, für jeden eine Sitzgelegenheit zu organisieren. Außerdem ging es mit den Getränken und Speisen recht flott. Gesättigt und mit gestilltem Durst verabschiedeten wir uns zu vorgerückter Stunde von den anderen und suchten unseren Campingplatz auf.

Am nächsten Morgen galt es, mit dem Wecker aufzustehen, denn es stand eine Signierstunde in der Buchhandlung Tieck an. Obwohl wir uns beeilten, waren uns Petra Schier, Katryn Berlinger und die anderen uns bereits zuvorgekommen. Die Buchhändlerin begrüßte uns erleichtert, denn sie hatte gehört, dass Iny nach der Lesung in Rostock ihre Stimme verloren und am Vortag bei der Lesung nur ein paar Worte zur Begrüßung hatte krächzen können, während Elmar den Lesepart übernehmen musste.

Daher hatte die Dame Angst, wir könnten ausfallen. Dies war aber nicht der Fall. Wir signierten, was die Stifte hergaben, unterhielten uns mit Leserinnen und Lesern, sowie interessierten Schülern, die mehr über Autoren wissen wollten. Eine Dame, die vor zwei Jahren unsere Lesung miterlebt hatte und auch am Vortag dabei gewesen war, schenkte uns als Andenken an Rathenow zwei Gläser mit selbstgemachter Marmelade. Besten Dank dafür, denn es freut uns immer, wenn wir anderen Menschen mit unseren Lesungen ein paar schöne Stunden bereiten können.

Der Andrang in der Buchhandlung Tieck war so groß, dass wir uns hinterher beeilen mussten, um noch rechtzeitig zur Verleihung des DeLiA-Literaturpreises 2011 für den besten deutschsprachigen Liebesroman zu kommen. Wer die DeLiA kennt, weiß, dass der Begriff Liebesroman für die Mitglieder sehr weit gespannt ist. So hat vor zwei Jahren Britt Reißmann mit einem Krimi gewonnen und im letzten Jahr Lena Falkenhagen mit einem historischen Roman. Daher waren wir sehr gespannt, wer in diesem Jahr die süße kleine Statue und den Scheck über 1.000 Euro erhalten würde.

Vorher aber gab es noch Sekt, Orangensaft und etwas zum Naschen und natürlich die Reden, die zu so einem Anlass gehören. Unsere 2. Vorsitzende Petra Last eröffnete den Reigen mit einer gelungenen Ansprache, die den Wert der Liebe in Geschichte und Kultur treffend beschrieb. Ihr folgte Hans-Jürgen Lemle, der erste Beigeordnete der Stadt Rathenow, der ebenfalls der Liebe eine Hymne sang, sowie eine Vertreterin des Landkreises Havelland.

Dann wurde es langsam ernst. Brigitte Jonson, die Vorsitzende der Jury nannte noch einmal alle nominierten Romane und hielt dann die Laudatio auf die Gewinnerin Nina George, deren Roman "Die Mondspielerin" den Preis zugesprochen wurde. Nina George bedankte sich in einer emotionalen Rede und las dann den Beginn des Romans vor, der so ganz anders ist, als viele Leute sich einen Liebesroman vorstellen. Wir haben ja bereits auf die große Bandbreite der Romane hingewiesen, in denen Liebe eine große Rolle spielt.

Nach der Gratulationsrunde und den unvermeidlichen Pressefotos ging es dann zum etwas verspäteten Mittagessen und hinterher zur ebenfalls verspäteten Havelfahrt mit der MS ‚Sonnenschein'. Auf dem Schiff konnten sich die DeLiAs und ihre Gäste in der schönen Landschaft neue Anregungen holen, miteinander reden oder sich einfach nur entspannen. Wir unterhielten uns angeregt mit unserer Kollegin Nora Berger, die von Elmars Berliner Weiße mit Waldmeister so begeistert war, dass sie ebenfalls eine probieren musste.

Durch die Verspätung war die Zeit für das Abendessen ein wenig geschrumpft, aber schafften wir es dennoch, rechtzeitig fertig zu werden, und fanden uns erneut im Optikpark Rathenow ein. Hier nahm Radio Berlin-Brandenburg die Talkshow ‚Talk im Park' auf, zu der diesmal Iny und unsere DeLiA-Gewinnerin Nina George eingeladen worden waren. Inys Stimme war ihren eigenen Worten zufolge noch immer ruiniert, doch ausgezeichnete Tontechniker und ein Headset sorgten dafür, dass sie deutlich zu verstehen war. Zu der Talkrunde zählten auch die Schauspielerin Gerit Kling, Beppo Pohlmann von den Gebrüdern Blattschuss, sowie mit Joachim Mertens von dem Rathenower Unternehmen Optotec und dem Finanzexperten Edgar Most zwei Männer, die viel über Umgestaltung der ehemaligen DDR-Wirtschaft und die dabei gemachten Fehler erzählen konnten. Es war für uns sehr interessant, ihnen, aber auch Gerit Kling und Beppo Pohlmann zuzuhören.

Die Moderatorin Marina Ringel leitete die Runde mit der leichten Hand, die lange Erfahrung verriet, und machte die Veranstaltung zu einem Erlebnis. Der krönende Abschluss waren denn mehrere Lieder Beppo Pohlmanns, bei denen auch der beliebteste Berlinsong aller Zeiten "Kreuzberger Nächte" nicht fehlen durfte.

Während sich im Anschluss daran die meisten DeLiAs noch einen kleinen Absacker in ihrem Hotel in Semlin gönnten, zog es uns zu unserem Wohnwagen und in unser Bett. Am nächsten Morgen standen wir etwas zäh auf und versäumten dadurch auch den ersten Workshop im VHS-Gebäude von Petra Last. Dafür aber nahmen wir am anschließenden Workshop von Deana Zinßmeister teil. Dieser wurde so gut besucht, dass aus anderen Räumen Stühle herbeigebracht werden mussten.

Den darauf folgenden Workshop von Charlotte Thomas kannten wir bereits, und da der von Beatrix Gurian abgehaltene Workshop für ein jugendliches Publikum bestimmt war, setzten wir uns ab und fuhren zu dem Lokal, in dem nach dem Mittagessen die Mitgliederversammlung von DeLiA stattfinden sollte. Dies tat sie auch und zwar in jener harmonischen Weise, die für DeLiA typisch ist.

Ein kurzes Gewitter ging genau zu der Zeit nieder, in der die Neuwahl unseres Vorstandes erfolgte, doch war dies kein schlechtes Omen. Rebecca Michele wurde als 1. Vorsitzende bestätigt, Petra Last als 2. Vorsitzende und Heide John als Schriftführerin. Nur bei der Pressesprecherin gab es einen Wechsel von Bettina Hennig zu Micaela Jary. Allerdings war dieser bereits im Vorfeld abgesprochen und ging daher absolut glatt über die Bühne. An dieser Stelle wollen wir Bettina für die geleistete Arbeit danken und wünschen ihrer Nachfolgerin Micaela viel Erfolg.

Danach war der offizielle Teil der Liebesromantage vorbei. Die ersten DeLiAs verabschiedeten sich, doch die meisten fuhren noch mit nach Semlin zum Abendessen. Irgendwann kam dann auch für uns die Zeit des Abschiednehmens. Elmar meinte noch, er könne nicht alle DeLiAs an seine Brust drücken, musste es aber dann doch tun. Danach waren für uns drei herrliche Tage vorbei.

Liebe Britta, herzlichen Dank für deine Arbeit. Es war einfach grandios!

Unser Dank gilt auch der Stadt Rathenow und dem Landkreis Havelland, die sich als wunderbarer Gastgeber der DeLiA-Tage erwiesen haben, sowie allen Rathenowern und Havelländern, die so zahlreich zu den Lesungen, Signierstunden und Workshops gekommen sind.

An alle DeLiAs, die unterschiedlichen Gründen nicht nach Rathenow kommen konnten: Wir haben euch vermisst!


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Rostock

Lesung
von Iny und Elmar am 18-05-2011

Bereits vor ein paar Jahren hatten wir die Anfrage bekommen, in Rostock zu lesen. Doch irgendwie kam immer etwas dazwischen, und so dauerte es bis zum Mai 2011, bis wir uns auf den Weg an die Ostsee machen konnten. Als erstes suchten wir uns einen Campingplatz in der Nähe, stellten unseren Wohnwagen ab und machten uns am Tag der Lesung zur Thalia-Filiale in der Breiten Straße auf.

In Rostock brauchte unser Dicker ein Plätzchen, auf dem er parken konnte. Ein Parkhaus lag besonders günstig, allerdings benötigte Elmar seine ganze Geschicklichkeit, den Wagen durch das extrem enge Parkhaus zu rangieren. Schließlich aber stand unser Dicker gut und wir wanderten durch die Innenstadt dem Ort des Geschehens zu. Der Empfang bei Thalia war herzlich. Rasch standen zwei Gläser Latte Macchiato vor uns und Frau Röwekamp nahm sich die Zeit, sich zu uns zu setzen und mit uns zu reden. Mit als erstes erfuhren wir, dass die Zahl der Anmeldungen einen neuen Rekord für eine unserer Lesungen bedeuten würde. Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als wir nach dem Abendessen zurückkehrten und die endlosen Stuhlreihen vor uns sahen. Es war schön zu sehen, wie viele Leute kommen würden, um uns zu hören. Die Reihen füllten sich rasch und bald schon stand eine Schlange vor unserem Tisch, um Bücher signieren zu lassen.

Frau Röwekamp hatte uns nicht zu viel versprochen. Gut zweihundert Zuhörer bedeuteten für uns einen neuen Rekord. Auch hatte sie die Begeisterungsfähigkeit ihrer Rostocker richtig eingeschätzt. Es wurde eine wunderbare Lesung mit einer sehr angenehmen Frage- und Diskussionsrunde. Wir erzählten aus unserem Leben als Schriftsteller, gaben einige Anekdoten zum Besten und signierten am Schluss munter weiter. Übrigens durften wir in Rostock für die zweite Irmela während dieser Reise signieren. Beide kannten allerdings die Feuerbraut noch nicht, und diesem Umstand konnten wir rasch abhelfen.

Als es zu später Stunde zu Ende ging, bedankten wir uns bei Frau Röwekamp für die freundliche Aufnahme und schieden mit dem Versprechen, irgendwann wieder nach Rostock zu kommen und aus einem neuen Roman zu lesen. Allerdings werden wir dann ein anderes Parkhaus wählen. Um unseren Dicken wieder ins Freie zu bringen, waren erneut Elmars Rangierkünste gefragt. Es klappte jedoch alles und so erreichten wir zwanzig Minuten später unseren Campingplatz und sind jetzt sehr zufrieden damit, dass es mit der Lesung in Rostock endlich geklappt hat.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Lüneburg

Lesung
von Iny und Elmar am 08-05-2011

Kaum war die Lesung in Dornstetten hinter uns, hieß es für uns, quer durch die gesamte Republik nach Lüneburg zu fahren, weil dort die nächste Lesung anstand. Mit dem Auto allein ist diese Strecke in einem guten halben Tag zu schaffen. Aber wir hatten den Wohnwagen am Haken und durften ein eher gemächliches Tempo einschlagen. Zudem mussten wir uns nach der Lesung ausschlafen, um nicht zu erschöpft in Lüneburg anzukommen. Daher konnten wir erst im Lauf des Vormittags in Dornstetten aufbrechen und rollten die nächsten Stunden über die deutschen Autobahnen nach Norden.

Aus diesen Gründen erreichten wir die Lüneburger Heide am übernächsten Tag. Der Campingplatz lag ein paar Kilometer außerhalb der Stadt und bot uns die Ruhe, die wir brauchten, um ein wenig arbeiten, uns aber auch ein wenig zu erholen. Zur Entspannung gehörte es auch, beim Bauern Spargel zu besorgen und daraus ein leckeres Mittagessen zu bereiten. Da wir mit der Arbeit an den laufenden Romanen eigentlich ausgelastet waren, kam noch das Lektorat für 'Töchter der Sünde' mit dem Etikett Dringend dazu. Diesen Job hatten wir eigentlich erst nach unserer Rückkehr erledigen wollen, doch das war dem Verlag zu spät.

Trotz dieser unerwarteten Zusatzarbeit durften wir den eigentlichen Zweck unseres Aufenthalts nicht vergessen, nämlich die Lesung in der Buchhandlung am Markt in Lüneburg. Wir fuhren in die Stadt, meldeten uns in der Buchhandlung und sahen uns anschließend noch ein wenig in Lüneburg um. Nach einem guten Abendessen kehrten wir in die Buchhandlung zurück und unterhielten uns mit Herrn Orthey, den Besitzer. Schon bald erschienen die ersten Zuhörerinnen und Zuhörer und es galt, eine Menge Signierwünsche zu erfüllen. Auch der Veranstaltungsraum füllte sich und so konnten wir um 20:00 Uhr mit Veva, Ernst, sowie deren Freunden und Widersachern loslegen. Mit seiner Interpretation des angetrunkenen Ernst Rickingers amüsierte Elmar die Anwesenden sichtlich, doch auch sonst fanden die von uns ausgewählten Romanteile Gefallen.

Auch hier gab es eine kleine Pause, in der die Gäste sich stärken konnten und wir signierten, dann begann wieder der munterte Fragenreigen, der zu unseren Lesungen einfach dazu gehört. Es wurde auch hier recht spät und als wir uns von Herrn Orthey und seinem Team verabschiedeten, konnten wir mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Fahrt nach Lüneburg für uns voll und ganz gelohnt hatte.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Dornstetten

Lesung
von Iny und Elmar am 08-05-2011

Alle Jahre wieder kommt der Frühling und mit ihm auch unsere erste Lesereise des Jahres und diesmal sollte sie uns durch die gesamte Republik führen, angefangen von Dornstetten im Schwarzwald. Die letzten Tage vor der Fahrt vergingen wie im Flug und es gelang uns gerade noch rechtzeitig, mit unseren Vorbereitungen fertigzuwerden. Am 28.04.2011 hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und fuhren gen Westen. München, Augsburg, Ulm und Stuttgart blieben hinter uns zurück und wir erreichten nach einer recht entspannten Fahrt den Campingplatz von Dornstetten.

Nachdem wir den Wohnwagen aufgestellt hatten, fuhren wir ins Stadtzentrum und suchten die Stadtbibliothek, in der wir am nächsten Tag lesen sollten. Frau Wössner von der Stadtverwaltung führte uns an den Ort des Geschehens und erklärte uns, dass sie uns bei der Lesung betreuen würde. Wir verabredeten uns mit ihr zum Abendessen vor der Lesung und kehrten zum Wohnwagen zurück.

Am nächsten Tag holten wir zunächst unsere Laptops heraus, um ein wenig zu arbeiten. Immerhin würde diese Lesereise fast vier Wochen dauern und so lange dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen. Am Abend trafen wir uns dann mit Frau Wössner und zwei ihrer Kolleginnen zum Abendessen und brachen anschließend zur Bibliothek auf. Nach der Mikrophonprobe und einem Schluck Wasser zum Anfeuchten der Stimmbänder trafen auch schon die ersten Zuhörer ein. Wir zückten auch gleich unsere Stifte und begannen mit dem Signieren.

Die Lesung begann pünktlich um 20:00 Uhr. Wir lasen aus der Ketzerbraut und sind sicher, unsere Zuhörer gut unterhalten zu haben. Nach dem Lesungsteil gab es eine Pause, in der die Gäste sich mit Getränken stärken konnten, während wir erneut signieren mussten. Die Buchhändlerin hatte eine gute Auswahl an unseren Romanen mitgebracht und so kamen einige der Anwesenden mehrmals zu uns an den Tisch, um ein weiteres Buch signieren zu lassen. Nicht wenige, die Aprilgewitter gekauft hatten, besorgten sich anschließend noch Dezembersturm, um mit dem ersten Band der Erlebnisse unserer Lore von Trettin beginnen zu können. Auch wurden bei dieser Lesung überraschend viele Ketzerbräute verkauft. Obwohl wir bereits vor der Lesung und in der Pause signiert hatten, gab es auch nach dem Fragenteil noch einiges für uns zu signieren.

Der Fragenteil selbst war außergewöhnlich munter und als schließlich die Runde aufgelöst wurde, konnten wir auf eine der schönsten Lesungen der letzten Jahre zurückblicken. Wir verabschiedeten uns noch von Frau Wössner und ihren Kolleginnen, dann winkten die Betten in unserem Wohnwagen. Es war doch ziemlich spät geworden und wir hatten am nächsten Tag etliche Kilometer zurückzulegen.


Iny und Elmar Lorentz

Schullesung in Waldkraiburg

Lesung
von Iny und Elmar am 01-04-2011

... und Signierstunde beim Globus in Mühldorf/Inn


Gelegentlich führt einem der Zufall auf ganz eigene Wege. Eine von Elmars Großnichten besucht die Realschule in Waldkraiburg und so kam der Kontakt zu ihrer Lehrerin zustande. Diese fragte an, ob wir bereit wären, vor zwei Jahrgängen der Schule zu lesen und aus unserem Leben als Autoren zu erzählen. Da Elmars Verwandte ihren Großonkel gerne einmal live erleben wollte, sagten wir zu und machten uns an am 22.03.2011 zu sehr früher Stunde auf den Weg.

Die B12 Richtung Passau war schon immer eine Höllenstrecke und hat sich, seit sie von LKW-Mautflüchtlingen als Ausweichstrecke der Salzburger Autobahn entdeckt worden ist, noch um einige Grade verschlimmert. Da wir azyklisch fuhren, war der Verkehr auf unserer Fahrspur noch erträglich, doch auf der Gegenfahrbahn fuhren die Autos über viele Kilometer fast Stoßstange an Stoßstange. Auf halber Strecke landeten wir in einem Stau. Ein Unfall mit einem LKW und einem PKW hatte unsere Fahrspur blockiert. An der Stelle wollen wir ein Lob an die Besonnenheit der Autofahrer auf der anderen Fahrspur aussprechen, die immer wieder anhielten, damit die Autos, die in unsere Richtung unterwegs waren, die Unfallstelle passieren konnten. Auch wir schafften es nach einer gewissen Zeit, die Trümmer zu umfahren.

Trotz dieses Zwischenfalls erreichten wir unser Ziel früh genug und meldeten uns im Sekretariat der Schule. Die Lesung selbst fand im Theater statt, das zum Schulkomplex gehörte, und sollte in vier Etappen von jeweils einer Stunde stattfinden. Für den jüngeren Jahrgang hatten wir Stellen aus "Der Feuerthron" und "Merani und die Schlange unter dem Meer" vorgesehen. Das fand die Lehrerin eine gute Wahl, weil es gerade in dieser Altersstufe viele begeisterte Fantasyleser gäbe.

Unsere letzte Erfahrung mit einer Lesung in einer Schule lag mehr als zweieinhalb Jahrzehnte zurück und so waren wie sehr gespannt, wie die Kinder und Jugendlichen reagieren würden. Wir wurden mehr als positiv überrascht, denn alle vier Gruppen, insgesamt über 400 Schülerinnen und Schüler, folgten aufmerksam der Lesung und nahm, als es darum ging, Fragen an uns zu stellen, sehr munter daran teil. Wir hatten daher einiges zu tun, um den Informationshunger zu stillen.

Hatten wir bei den jüngeren Schülern aus unseren Fantasykinderbüchern gelesen, gaben wir bei den älteren mit "Aprilgewitter" einen Einblick in die damaligen sozialen Verhältnisse in Berlin, und berichteten mit der "Ketzerbraut" über den Beginn der Reformation in Deutschland und deren Bekämpfung in Bayern.

Als wir uns kurz vor 13:00 Uhr von der Lehrerin verabschiedeten, waren wir sehr erfreut, so viel Aufmerksamkeit bei den Schülern gefunden zu haben, und hoffen, dass jetzt noch einige mehr als vorher den Weg in die Schulbibliothek finden werden.

Nach dem Ende der Schullesung in Waldkraiburg fuhren wir nach Mühldorf am Inn zu einer Signierstunde beim Globus-Warenhaus. Auch hier hatte ein privater Kontakt zu diesem Besuch geführt. Die Tochter eines Schulkameraden von Elmar hatte ihn organisiert. Wir kannten den Globus bereits von früheren Verwandtenbesuchen und freuten uns, dort unsere Bücher signieren zu können.

Die Globus-Leitung hatte für uns Unterstützung in Form der Mittelaltergruppe Pienzenauer Schlosswacht besorgt, die in ihren Rüstungen und ihrer nach alten Vorbildern gefertigten Kleidung durch das Warenhaus wanderten und die Kunden auf die Signierstunde aufmerksam machten. Auch wurde immer wieder ausgerufen, dass Iny Lorentz signieren würde. Und das durften wir nicht zu knapp. Da bereits die ersten Leser anstanden, haben wir eine Viertelstunde früher mit dem Signieren angefangen und dann ging es eine gute Stunde im flotten Tempo weiter. Nicht wenige Leser kauften zuerst ein Buch, erinnerten sich dann, dass sie eigentlich auch noch das eine oder andere kleine Geschenk brauchen könnten, und kehrten zurück, um noch weitere Bücher zu kaufen.

Trotz flotten Signierens konnten wir uns mit einigen Lesern, Angestellten des Warenhauses und natürlich den Mitgliedern der Pienzenauer Schlosswacht unterhalten. Nachdem wir noch die Bücher von ein paar Nachzüglern signiert hatten, kam der Abschied und wir fuhren auf der stark frequentierten B12 wieder nach Hause. Natürlich waren auch Elmars Schwester und die übrigen Verwandten dabei gewesen und wir hätten sie nach der Signierstunde gerne zuhause besucht. Doch an diesem Tag stand noch ein dritter Termin auf unserem Kalender und den durften wir um Himmels willen nicht versäumen. Unser Droemer-Knaur-Verleger feierte einen runden Geburtstag und da war es selbstverständlich, dass wir uns in die Reihe der Gratulanten einreihten und ihm unsere Glückwünsche überbrachten.


Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten und Hosenrollen

Info
von Iny und Elmar am 29-03-2011

Die Rose von Asturien:

Mittlerweile ist die Taschenbuchausgabe der Rose von Asturien erschienen. Mehr als erfreulich ist für uns, dass sie auf Anhieb auf Platz 17 der Harenberg-Bestsellerliste (Spiegel-online) eingestiegen ist. In der zweiten Woche kletterte sie noch höher und erreichte Platz 9. Das ist ein großer Erfolg, für den wir all unseren Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen danken.

Das TB der Rose ist das zwanzigste Iny-Lorentz-Buch, das es auf die Harenbergliste geschafft hat. Sieben Romane waren sowohl als Hardcover wie auch als Taschenbücher auf der Liste, dazu kommt das erst im letzten Jahr erschienene HC der "Ketzerbraut", sowie fünf Taschenbuch-Originalausgeben. Auch das ist ein Erfolg, den wir unseren Leserinnen und Lesern zu verdanken haben.



Frauen in Männerkleidung:

Einige unserer Romane wie "Die Kastratin" oder "Die Goldhändlerin" handeln von Frauen, die sich als Männer verkleiden. Obwohl es über die Jahrhunderte hinweg genügend Vorbilder dafür gibt, wurde in einzelnen Lese-Foren im Internet immer wieder behauptet, dass Frauen unmöglich als Männer auftreten hätten können. Diese Leserinnen stellen der Findigkeit und der Intelligenz ihres Geschlechts damit aber ein verdammt schlechtes Urteil aus und zeigen sehr deutlich, wie wenig sie sich mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Wir wollen hier mal ein Beispiel aus dem 18. Jahrhundert anführen. Es geht hier um Johanna Sophia Kettner, Tochter eines bayrischen Braumeisters, die sich in den Kleidern ihres Bruders bei einem österreichischen Regiment anwerben ließ. Später wurde sie zum Korporal befördert und bewies in der Schlacht bei Piacenza großen Einsatz und Mut. Als sie schließlich mit Fieber ins Lazarett kam, wurde dort ihr wahres Geschlecht entdeckt. Der Regimentskommandeur Oberst Alexander von Wallis soll danach in etwa gesagte haben: "Was, sie ist eine Amazon? Ich wünschte mir, dass alle meine Soldaten von solcher Herzhaftigkeit wären wie dieses junge Weib!"

Ähnliche Beispiele findet man von den Kreuzzügen bis zur Royal Navy in England, den Befreiungskriegen gegen Napoleon und sogar noch im Amerikanischen Bürgerkrieg. In den Niederlanden gibt es mehr als einhundert Akteneinträge über Frauen, die im Lauf der Zeit als Männer entlarvt wurden. Eine Frau wurde erst als Mann erkannt, nachdem sie eine andere Frau geheiratet hatte und diese die Scheidung beantragte, weil sie begriffen hatte, dass ihr "Mann" eben kein Mann war.

Bei der Beschäftigung mit dem Thema bekommen wir direkt Lust, wieder einmal einen Roman mit einer Hosenrolle zu schreiben.


Iny und Elmar Lorentz

Als Gast in Augsburg

Bericht
von Iny und Elmar am 19-03-2011

Unsere Kollegin Rebecca Abe hatte uns für den 17.03.2011 zur Premiere ihres neuen Romans "Im Labyrinth der Fugger" nach Augsburg eingeladen. Uns lockte nicht nur das Wiedersehen mit einer sehr sympathischen Autorin, sondern auch die Aussicht, noch einmal Stellen aufsuchen zu können, die bei unserer "Ketzerbraut" eine Rolle gespielt haben.

Allerdings zeigte es sich, dass es nicht unbedingt ideal ist, wenn man vom Schreibtisch aufsteht und sich umgehend zum Aufbruch fertigmacht. Elmar hatte zwar die Einladung und den Stadtplan mitgenommen, aber die Kamera vergessen. Dabei wollten wir ein paar Fotos machen, nicht nur von Rebecca Abe, sondern auch den Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls den Weg nach Augsburg angetreten hatten wie Helene Köppel und Angelika Lauriel, oder dort wohnten wie Silvia Philipp und Dieter Walter.

Es wurde jedoch auch ohne Kamera ein wunderschöner Abend. Zuerst einmal umrundeten wir die Augsburger Altstadt, um einen möglichst nahen Parkplatz zu finden. Es regnete nämlich junge Hunde und Katzen. Danach aßen wir eine Kleinigkeit und tauchten anschließend in der Buchhandlung im Fuggerpaleis auf, um Rebecca und die anderen zu begrüßen. Das alte Gewölbe und die mächtigen Säulen der Buchhandlung erinnerten uns an jene Zeiten, in denen Veva und Ernst aus der Ketzerbraut an dieser Stelle geweilt haben.

Die Veranstaltung begann mit Musik, dargebracht von einer Flötistin und einem Gitarrenspieler, und dann begann Rebecca aus ihrem Roman zu lesen. Sie hatte sich extra Stellen ausgesucht, mit denen die zahlreich erschienenen Zuhörer ihre Hauptheldin Anna Fugger, aber auch deren Umfeld am besten kennenlernen konnten. Für uns war es angenehm, mal jemand anderen bei der "Arbeit" beobachten zu können. Um es vorweg zu sagen: Rebecca hat sich ausgezeichnet geschlagen und durfte sich nach der Lesung die Finger wund schreiben, so groß war der Andrang für eine Signatur im Buch.

Es war selbstverständlich, dass wir uns ebenfalls eine signierte Ausgabe des "Labyrinths der Fugger" besorgten. Zwischendurch unterhielten wir uns mit Helene Köppel und deren Ehemann, mit Silvia Philipp, Dieter Walter und anderen Gästen. Der Abend klang schließlich in einem italienischen Restaurant aus. Er hätte noch viel länger dauern können, doch die Uhr lief leider schneller als von uns allen gewünscht und so löste sich die Runde zu sehr später Stunde auf. Wir verabschiedeten uns von den anderen, kehrten zu unserem T5 zurück und sahen einer Nachtfahrt durch einen Starkregen entgegen, die unser Dicker jedoch bravurös meisterte.

Es war ein sehr angenehmer Abend und wir wünschen Rebecca viel Erfolg mit ihrem Roman.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in München Allach-Untermenzing

Lesung
von Iny und Elmar am 18-03-2011

Am zweiten März sind wir zur zweiten Lesung in diesem Jahr aufgebrochen. Unser Ziel war die Filiale Allach-Untermenzing der Stadtbibliothek München. Wir brauchten kaum mehr als eine halbe Stunde bis dorthin. Da die Pfarrer-Grimm-Straße in eine Baustelle verwandelt worden war, mussten wir uns dort erst einmal einen Parkplatz suchen. Anschließend galt es, die Stadtbibliothek zu finden. Die war in einem größeren Gebäudekomplex untergebracht und wir fingen natürlich am falschen Ende mit der Suche an.

Als wir den Eingang entdeckt hatten, konnten wir uns in der Bibliothek melden und hatten danach noch Zeit, vor der Lesung in ein Lokal zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen. Einige Kolleginnen und Kollegen sagen, sie könnten vor einer Lesung nichts zu sich nehmen, doch bei uns ist es genau umgekehrt. Wir brauchen etwas im Magen, um uns beim Lesen wohlzufühlen.

Das war dann auch bei dieser Lesung der Fall. Obwohl an dem Tag ein eisiger Wind pfiff und es wegen der Baustelle keine Parkplätze in der Nähe gab, kamen erfreulich viele Leute. Etliche unsere Fans hatten ihre eigenen Bücher zum Signieren mitgebracht und es gab auch einen Büchertisch. Der Buchhändler hatte aber nur die Ketzerbraut dabei, das Buch, aus dem wir gelesen haben. Ein paar davon konnte er verkaufen, doch er hätte ein besseres Geschäft machen können, wenn er ein paar Taschenbücher von uns dabeigehabt hätte. Bei anderen Lesungen sind vor allem die TB's weggegangen wie geschnitten Brot und uns taten hinterher die Handgelenke vom Signieren weh.

Die Lesung ging ebenso glatt über die Bühne wie sonst auch. Diesmal befand sich eine Dame aus unserer Agentur unter den ZuhörerInnen und bescheinigte uns hinterher, dass wir unsere Sache gut gemacht hätten.

Nach der eigentlichen Lesung kam wie immer die Fragerunde, die für uns nicht weniger interessant ist als für unsere Zuhörer, denn wir bekommen dabei viel Feedback von unserer Leserschaft. Den Anwesenden scheinen unsere ausführlichen Antworten gefallen zu haben, denn es sind alle bis zum nicht gerade frühen Schluss geblieben. Anschließend haben wir uns noch mit einigen Leserinnen und dem Bibliothekspersonal unterhalten, dann sind wir wieder in unseren Dicken gestiegen und nach Hause gefahren. Als wir die Türe unserer Hütte endlich hinter uns schließen konnten, waren wir uns einig, einen schönen, wenn auch anstrengenden Abend erlebt zu haben.


Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Rom

Info
von Iny und Elmar am 08-02-2011

Immer wieder gibt es Informationen, die zwar nichts uns direkt betreffen, aber doch im weiteren Sinne mit unseren Romanen zu tun haben. So findet vom 07.04 – 09.04. in Rom das 6. Symposion für Autoren, Regisseure, Produzenten und Redakteure statt mit dem Titel:

"Vergeltung im Film – von Rache bis Vergebung"

Schauplatz der Veranstaltung ist der Konferenzraum im Collegio Teutonico in der Vatikanstadt. Veranstalter ist TOP: Talente e.V.(T:T) Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie in Kooperation mit der Katholischen Fernseharbeit.

Neben Programmpunkten wie:

"Rache, Vergeltung und Vergebung in der christlichen Bibel"

"Vergebung – Psychologisch gedeutet am Gleichnis vom barmherzigen Vater und den beiden verlorenen Söhnen"

"Das Recht des Stärkeren? Vergeltung im Film - Zivilcourage"

"Töte jeden, der dir im Weg steht, selbst wenn es Gott persönlich ist – Von Mördern und Rächerinnen in Kill Bill und Dogville"

und anderen wird auch über:

"Untat und Rache in der Literaturverfilmung Die Wanderhure" referiert.

Gabriele Kister, die Drehbuchautorin der Wanderhure und die Filmagentin Isabel Schickinger werden diesen Vortrag halten. Wir wünschen ihnen dabei viel Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Raisting am 04.02.2011

Lesung
von Iny und Elmar am 08-02-2011

Die erste Lesung des Jahres 2011 fand ausnahmsweise sehr früh im Februar statt. Da die Wetterverhältnisse mitspielten, war es für uns kein Problem, hinzufahren und gut wieder zurückzukommen. Die Lesung wurde von Frau Christine Rothwinkler vom Bücherexpress Rothwinkler organisiert und fand im Gasthaus zur Post in Raisting statt. Für uns hatte es den Vorteil, dass wir zuerst in aller Ruhe zu Abend essen konnten, bevor es ernst wurde. Die Lesung selbst war ausverkauft. Die drei Stühle, die leer blieben, waren den grassierenden Viren geschuldet.

Da die Lesung in einer Gastwirtschaft stattfand, war für das leibliche Wohl der Zuhörer gesorgt und das eifrige Bedienungspersonal beeilte sich mit dem Servieren, damit die Lesung pünktlich beginnen konnte. Wir nützten die Zeit bis dorthin, um die ersten Bücher zu signieren. Zwar lasen wir aus dem bei Page & Turner erschienenen Nicola-Marni-Roman "Die geheime Waffe", aber es gab auch Iny-Lorentz-Romane zu kaufen und etliche Leute nützen dies aus. Doch auch "Die geheime Waffe" und "Die Tallinn-Verschwörung" fanden viele Fans.

Nachdem der letzte Braten aufgetischt und das letzte Bier/Wasser/Limo/etc. verteilt worden war, begann die Lesung. Für uns war es eine schöne Sache, als Nicola Marni auftreten zu dürfen. Wir hatten vier Stellen aus dem Roman ausgesucht, wobei vor allem Elmar an der Reaktion der Zuhörer merkte, dass bei den Abenteuern unserer Helden Henriette von Tarow und Torsten Renk eine Menge unterschwelliger Humor verborgen sein muss.

Obwohl einige Leute noch ihre Speisen vor sich hatten, blieb es bewundernswert still. Eine Kollegin hat vor ein paar Jahren bei einer Lesung in einem Restaurant gegen das Klirren des Bestecks anlesen müssen. Das ist uns erspart geblieben. Zur Belohnung für die Zurückhaltung gab es dann fünfundzwanzig Minuten Pause, damit neue Getränke und der Nachtisch geordert werden konnten, dann begann die Frage- und Diskussionsrunde. Diese ging recht munter von statten. Auch haben wir so einige Erlebnisse als Schriftsteller zum Besten gegeben. Amüsant zu beobachten war ein junger Mann, der zu Beginn der Lesung aussah, als hätte seine Freundin ihn gegen seinen Willen mitgeschleppt. Bereits während der Lesung wurde er immer interessierter und gehörte schließlich zu jenen, welche die meisten Fragen stellten. Auch kaufte er für seine Freundin sowohl "Die geheime Waffe" wie auch den neuesten Iny-Lorentz-Roman.

Für uns war diese Lesung sehr angenehm und ein ausgezeichneter Beginn der neuen Saison. Hoffen wir, dass es so weitergeht.


Iny und Elmar Lorentz

Eine DIVA für die Wanderhure!

Info
von Iny und Elmar am 27-01-2011

Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibt es bereits etwas Erfreuliches zu berichten. Am 25.01.2011 wurde "Die Wanderhure" im Rahmen der Verleihung des Medienpreises DIVA im Bayerischen Hof in München mit dem deutschen Movie-Preis für den erfolgreichsten Fernsehfilm des Jahres 2010 ausgezeichnet. Die grandiose Hauptdarstellerin Alexandra Neldel hat es sich nicht nehmen lassen, diesen Preis persönlich entgegen zu nehmen.

Ebenfalls mit einer DIVA geehrt wurden Zucchero (DIVA Musik Merit Award 2011), Michael Bully Herbig (DIVA Movie Merit Award 2011), Götz George (DIVA Movie Merit Award 2011), Michel Piccoli (DIVA Lifetime Achievement Award 2011), Edita Abdielski (Talent oft he Year 2010), Anna Fischer (Schauspielerin des Jahres 2010), Herbert Knaup (Schauspieler des Jahres 2010), Feo Aladağ (Regieleistung des Jahres 2010), Unheilig (Music Artist oft he Year 2010), Hans Hass (DIVA Earth Award 2010), sowie Avatar (Deutscher Kinopreis und Deutscher Video-Preis)

Wir gratulieren allen Geehrten und freuen uns mit Sat1 und dem Wanderhurenteam über diesen Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz