Weihnachten 2012

Sonstiges
von Iny und Elmar am 22-12-2012

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!

Iny und Elmar Lorentz

Der Abschied der Wanderhure

Bericht
von Iny und Elmar am 24-11-2012

Es war Dienstag, der 13.11.2012, und damit der Tag, an dem SAT1 und der ORF mit 'Das Vermächtnis der Wanderhure' den dritten und letzten Teil der Wandhurentrilogie ausstrahlen würden. Die Produzenten Andreas Bareiss und Sven Burgemeister hatten aus diesem Anlass zu einer Filmparty in München eingeladen. Daher machten wir uns zusammen mit unserer Agenturlektorin Ingeborg auf den Weg nach München, um mit der Produktionsfirma, SAT1, dem Droemer-Knaur-Verlag und unserer Agentur den Abschluss der Trilogie zu feiern.

Als wir das urige Restaurant erreichten, in dem die Party steigen sollte, fanden wir ein ausgelassenes Völkchen vor. Alle waren froh, dass die Arbeit von mehr als drei Jahren ihren Höhepunkt gefunden hatte. Gleichzeitig aber machte sich eine eigenartige Stimmung breit. Nach diesem Film würden viele Leute ihre eigenen Wege gehen und von den Mühen und Anstrengungen der Dreharbeiten nur noch Erinnerungen bleiben.

Wir freuten uns sehr, Alexandra Neldel noch einmal zu sehen und ihr für ihre fulminante Darstellung unserer Marie zu danken. Götz Otto war ebenfalls gekommen und ließ sich noch einmal als König Sigismund feiern. Während der nächsten halben Stunde wurden wir sehr vielen Leuten vorgestellt, die an der Filmtrilogie mitgewirkt haben, und bekamen etliche Anekdoten vom Dreh zu hören.

Bald aber wurde der Raum dunkel und die Leinwand hell. Der Film begann und noch einmal versanken alle in eine vergangene Zeit, um Maries Abenteuer im 'Vermächtnis der Wanderhure' mitzuerleben. Unseren persönlichen Eindruck von dem Film haben wir bereits beschrieben. Doch obwohl ihn bereits gesehen hatten, schlug er uns erneut mit seiner Wucht und seiner Rasanz in den Bann.

Als der Film zu Ende war, klang Jubel auf. Alle waren begeistert und gratulierten Alexandra Neldel, Götz Otto, der Drehbuchautorin Carolin Hecht sowie den Produzenten und den Vertretern von SAT1 zu dem gewaltigen Abschluss einer grandiosen Trilogie. Auch wir erhielten einige Glückwünsche dafür, die Figur der Wanderhure geschaffen zu haben. Am meisten freuten sich unsere Agentin Lianne und unsere Filmagentin Isabel, die lange darauf hingearbeitet hatten, 'Die Wanderhure' verfilmt zu sehen. Jetzt sind es drei Filme geworden, einer schöner als der andere.

Wir danken Alexandra Neldel und allen Schauspielerinnen und Schauspielern dafür, ebenso Andreas Bareiss und Sven Burgemeister, sowie SAT1, die diese drei Filme ermöglicht haben, und gedenken Bernd Burgemeister, der an diesen Stoff glaubte und leider seine Verwirklichung nicht mehr erleben durfte.

Mit großer Liebe aber verneigen wir uns vor unserer Agentin Lianne, vor unserer Agenturlektorin Ingeborg und vor Isabel, ohne deren segensreiches Wirken 'Die Wanderhure' weder als Buch noch als Film Wirklichkeit geworden wäre.


Die Quoten:

Die beiden ersten Filme hatten die Latte sehr hoch gehängt. Uns war jedoch allen klar, dass ein dritter Film diese Quoten niemals würde erreichen können. Trotzdem kam 'Das Vermächtnis der Wanderhure' in Deutschland auf die sehr erfreuliche Zahl von über fünfeinhalb Millionen Zuschauer und einem Marktanteil von über achtzehn Prozent.

In Österreich sahen sogar über 25 Prozent der Fernsehzuschauer 'Das Vermächtnis der Wanderhure'.

Wir danken allen Zusehern und hoffen, es hat euch allen Spaß gemacht!

Iny und Elmar Lorentz

Der Sommerferienleseklub

Bericht
von Iny und Elmar am 23-11-2012

Lesen ist eine wichtige soziale Kompetenz, die man den Kindern unbedingt nahebringen muss. Dafür ist es wichtig, dass ihnen das Lesen auch Freude macht und diesem Zweck dient der Sommerferienleseklub, der von vielen Büchereien ausgerichtet wird. Die Kinder werden angehalten, in den Ferien ihre freie Zeit nicht nur vor dem Fernseher zu verbringen oder beim Spiel zu genießen, sondern auch zu lesen. Krönender Abschluss des Sommerferienleseklubs ist stets die Verleihung der Urkunden für die teilnehmenden Schüler, sowie die dazugehörige Tombola, denn wer liest, soll auch etwas gewinnen.

In diesem November wurden wir von Frau Zimmermann von der Gemeindebücherei Wörth eingeladen, an dieser Abschlussfeier teilzunehmen, den Schülern ein wenig über unsere Tätigkeit aus Schriftsteller zu erzählen und ein paar Seiten aus einem unserer Jugendbücher vorzulesen.

Dieser Einladung sind wir gerne gefolgt und waren sehr überrascht, zu sehen, wie viele Kinder in den Sommerferien den Weg zur Bücherei gefunden haben. Außer uns waren auch Ulli Wenger, Moderator beim Bayerischen Rundfunk, und ein Ehepaar eingeladen, das mit den Kindern Vorleserunden veranstaltet und dabei die Freude am Lesen weckt. Der Ehemann las eine hübsche kleine Gesichte vor, die bei allen Anklang fand, und berichtete dann zusammen mit seiner Frau von den Anfängen der Lesepatenschaft und der Freude, die es macht, gemeinsam mit den Kindern zu lesen.

Auch Ulli Wenger machte es sichtlich Spaß, den Schülern von seiner Arbeit zu berichten, und musste dabei so manche Frage beantworten, wie es denn beim Rundfunk so sei. Als wir an die Reihe kamen, las Elmar eine Szene aus 'Merani und die Schlange unter dem Meer' vor, während Iny anschließend von ihm assistiert die Fragen beantwortete, die uns gestellt wurden. Unsere Freundin und Agenturlektorin Ingeborg war ebenfalls mitgekommen und konnte den Kindern und anwesenden Erwachsenen einen kurzen Einblick in ihre Arbeit geben.

Nach dieser Einführung durfte Wörths Bürgermeister Borgo Schwerstarbeit leisten. Zuerst galt es, allen teilnehmenden Schülern ihre Urkunden zu überreichen, und anschließend musste er die Preise für die Tombola ziehen, und es gab sehr viele Preise!

Den Abschluss bildeten noch einige Gespräche mit einigen Lesern, dem Bürgermeister und den Damen der Bücherei. Als wir dann nach einem gemeinsamen Abendessen nach Hause fuhren, waren wir sehr zufrieden über die Begeisterung der Schüler für das Lesen und wünschen ihnen ein schönes und erfolgreiches Schuljahr und im nächsten Sommer einen ebenso erfolgreichen Sommerferienleseklub!

Iny und Elmar Lorentz

Bambi-Nominierung für 'Rache der Wanderhure'

Info
von Iny und Elmar am 07-11-2012

Auf Erfolgskurs: SAT.1-Quotenhit "Die Rache der Wanderhure" für den Publikums-BAMBI nominiert

07.11.12 | 11:16 Uhr | Unterföhring (ots) - Mehr als acht Millionen Zuschauer fühlten im Februar 2012 mit Alexandra Neldel alias Marie Schärer, die sich in "Die Rache der Wanderhure" auf die Suche nach ihrem tot geglaubten Ehemann Michel (Bert Tischendorf) machte.

Unterföhring (ots) - Mehr als acht Millionen Zuschauer fühlten im Februar 2012 mit Alexandra Neldel alias Marie Schärer, die sich in "Die Rache der Wanderhure" auf die Suche nach ihrem tot geglaubten Ehemann Michel (Bert Tischendorf) machte. Seit heute können die Fans der von Andreas Bareiss und Sven Burgemeister produzierten Trilogie unter Bambi.de sowie telefonisch unter 01371-36 60-02 für "Die Rache der Wanderhure" in der Kategorie "TV Movie des Jahres" abstimmen. Es bleibt spannend bis zur letzten Minute: Erst während der BAMBI-Live-Sendung am 22. November um 21.30 Uhr endet die Voting-Phase. Schon kommenden Dienstag, um 20.15 Uhr, geht es für die Fans der SAT.1-TV-Saga in "Das Vermächtnis der Wanderhure" zusammen mit Marie auf eine neue abenteuerliche Reise ins Land der Tataren ...

Alle Informationen zu "Das Vermächtnis der Wanderhure" finden Sie unter www.presse.sat1.de.

Leutkirch

Info
von Iny und Elmar am 31-10-2012

Der Tag nach der Lesung in Ingolstadt galt der Regeneration unserer Stimmbänder. Immerhin stand uns noch eine ganz besondere Veranstaltung bevor. Imre Török, der Vorsitzende des VS, hatte uns im Namen der Stadt Leutkirch im Allgäu eingeladen, im Rahmen der Reihe 'Literatur im Rathaus' zu lesen. Für uns war es daher eine Ehrensache, diesen Termin nicht wegen Husten uns Halsschmerzen sausen zu lassen.

Erneut mussten Tabletten helfen. Die Stimmprobe am Vormittag ging dann auch schon ganz gut. Iny hustete zwar noch arg, doch wir hatten die Hoffnung, dies bis zum Abend mit Medikamenten in den Griff zu kriegen. Daher setzten wir uns guter Dinge in unseren Dicken und nahmen den Weg nach Leutkirch in Angriff. Die Fahrt verlief reibungslos und wir fanden dort auf Anhieb eine günstig gelegene Tiefgarage, in die unser Dicker passte.

Mit Imre Török hatten wir das Café 'Blauer Affe' als Treffpunkt ausgemacht. Auf dem Weg dorthin gewannen wir einen ersten Eindruck von der malerischen Altstadt von Leutkirch. Auch der 'Blaue Affe' befindet sich in einem jener schönen, alten Gebäude, die den besonderen Reiz des Stadtzentrums ausmachen. Nachdem Imre Török zu uns gestoßen war, ließ es sich bei Tee und Latte macchiato wunderbar reden. Um 17:30 Uhr ging es eine Hausnummer weiter ins Restaurant 'Goldene Krone', das extra für uns eine halbe Stunde früher öffnete, damit wir vor der Lesung noch etwas essen konnten. Mittlerweile war auch Herr Maucher, der Kulturreferent der Stadt Leutkirch, zu uns gestoßen und erzählte uns einiges über seine Heimatstadt und frühere Lesungen im Rahmen von 'Literatur im Rathaus'.

Zu gegebener Zeit begaben wir uns in den Bocksaal des Heimatmuseums, in dem unsere Lesung stattfinden sollte. Die Buchhändlerin stapelte bereits unsere Romane auf ihren Tisch und die ersten Zuhörerinnen trafen ein. Nach der Mikrofonprobe ging es daher gleich ans Signieren. Anschließend eröffnete Herr Maucher die Veranstaltung und danach stellte Imre Török uns mit so lobenden Worten vor, dass wir rote Ohren bekamen. Nun galt es, den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, sagten wir uns, und begannen die Lesung. Dabei berichteten wir auch von unserer Recherche in Irland und dem historischen Hintergrund, in den wir die Geschichte um Ciara und ihren Freunden eingebettet hatten.

Die anschließende Fragerunde war wie immer recht lebhaft, und da unsere Stimmen glücklicherweise hielten, konnten wir auch munter Antwort geben. Als Imre Török die Veranstaltung zu später Stunde beendete, waren wir froh, nach Leutkirch gekommen zu sein, aber auch sehr erleichtert, weil alles geklappt hatte. Wir signierten noch die letzten Bücher, unterhielten uns noch ein wenig mit Imre Török und mehreren Besuchern und verabschiedeten uns schließlich mit dem festen Willen, nach Leutkirch zurückzukehren und uns die Stadt richtig anzusehen.

Iny und Elmar Lorentz

Das Vermächtnis der Wanderhure – Der Film

Bericht
von Iny und Elmar am 29-10-2012

Irgendwie ist es heuer seltsam gelaufen. Bei den beiden ersten Filmen (Die Wanderhure und Die Rache der Wanderhure) waren wir jeweils am Set und konnten mit den Schauspielern und Leuten aus dem Drehteam reden, und das gab uns das Gefühl, unmittelbar dazuzugehören. Diesmal aber klappte es mit dem Set-Besuch nicht und so stellte sich eine Distanz zu dem Film ein, die sich auch durch die zwei Trailer, die wir im Internetauftritt von Sat1 sehen konnten, nicht auflösen ließ.

Wir wussten, dass es einen neuen Regisseur sowie einige neue Akteure gab, hatten aber nicht den geringsten Anhaltspunkt, in welche Richtung sich der Film entwickeln würde. Umso gespannter waren wir, als unsere Filmagentin Isabel uns während der Buchmesse in Frankfurt einlud, den Film Ende Oktober in ihrem Büro in der Agentur anzusehen. Die große Frage für uns war, ob der Film es schaffen würde, das hohe Niveau seiner beiden Vorgänger zu halten, oder ob er sie sogar noch übertraf, um zu einem furiosen Finale der Wanderhurenfilme zu werden.

Obwohl wir von der Drehbuchautorin Carolin Hecht und dem neuen Regisseur Thomas Nennstiel viel Gutes gehört hatten, fuhren wir doch mit einer gewissen Skepsis in die Agentur, um dort in Isabels Büro vor dem Fernsehgerät Platz zu nehmen. Isabel hatte den Film bereits gesehen und wartete nun gespannt darauf, wie er auf uns wirken würde.

Die ersten Bilder waren bereits eindrucksvoll und bewiesen eine ausgezeichnete Kameraarbeit. Je länger der Film dauerte, umso mehr zog er uns in seinen Bann. Teilweise wurde die Spannung so stark, dass sie kaum auszuhalten war. Fast von Anfang an war zu sehen, dass sich das ganze Filmteam von den Schauspielern angefangen bis zum letzten Assistenten noch einmal gesteigert hatte. Waren bereits 'Die Wanderhure' und 'Die Rache der Wanderhure' großartige Filme gewesen, so toppte das 'Vermächtnis' sie noch einmal.

Als schließlich das Fernsehgerät ausgeschaltet wurde, sahen wir die Augen Isabels und unserer Agentin Lianne fragend auf uns gerichtet. Zuerst konnten wir kaum etwas sagen, so sehr hatte der Film auf uns gewirkt. Alexandra Neldel war, was eigentlich kaum mehr möglich schien, noch großartiger gewesen. Aber auch alle anderen Akteure wie Götz Otto, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Julie Engelbrecht (Hulda von Hettenheim) und Florence Kasumba (Alika) hatten uns voll und ganz überzeugt.

Erst nach etlichen Minuten waren wir in der Lage, Einzelheiten anzusprechen, wie die herrlichen Schauplätze, an denen gedreht worden war, die prachtvollen Kostüme der Schauspieler, die ganze Aufmachung des Films, und die mitreißende Handlung, die einfach begeistern muss.

Noch während wir in den wunderschönen Bildern des Films schwelgten, kam bei uns ein Hauch von Wehmut auf. Drei Filme lang hatten wir zusehen können, wie eine überragende Alexandra Neldel unsere Marie verkörperte, und dabei sie und viele andere interessante und liebenswerte Menschen kennengelernt. Wir wollen ein paar davon stellvertretend für alle nennen.

Die Produzenten: Andreas Bareiss, Sven Burgemeister und Josef Aichholzer.

Die Drehbuchautorinnen und –autoren: Gabriele Kister (Wanderhure), Carolin Hecht (Vermächtnis) sowie Thomas Wesskamp und Dirk Salomon (Rache). Die Regisseure: Hansjörg Thurn (Wanderhure und Rache) und Thomas Nennstiel (Vermächtnis). Die Schauspielerinnen und Schauspieler: Elena Uhlig, Thure Riefenstein, Lili Gesler, Julian Weigend und Gregor Seberg (Wanderhure) Esther Schweins, Xenia Assenza, Michael Markfort, Johannes Krisch, Daniel Roesner (Rache). Julie Engelbrecht, Florence Kasumba, Talessa Allegra Scheithauer, Ill-Young Kim, Michael Steinocher und Oliver Stritzel (Vermächtnis).


Vor allem aber gilt unser Dank und unsere Anerkennung jenen Vier, die in allen drei Filmen mitgewirkt haben, nämlich Alexandra Neldel (Marie), Nadja Becker (Hiltrud), Bert Tischendorf (Michel) und seine Majestät Sigismund alias Götz Otto.

Wir wünschen Euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Wann immer wir euch in anderen Rollen sehen werden, wird unser erster Gedanke sein: "Ihr seid bei der Wanderhure dabei gewesen!"



Iny und Elmar Lorentz

Ingolstadt

Bericht
von Iny und Elmar am 28-10-2012

Wir waren bereits angeschlagen zur Buchmesse gekommen und hatten uns dort noch einen kräftigen Nachschlag an Buchmessengrippe geholt. Die ganze Woche war es daher unklar, ob wir überhaupt in der Lage wären, die beiden letzten Lesungstermine in diesem Jahr wahrzunehmen. Durch den massiven Einsatz von Medikamenten ging es dann doch. Der Dicke brachte uns gut nach Ingolstadt und zu einem Restaurant, das uns empfohlen worden war. Er war eine gute Wahl, denn nach dem Essen fühlten wir uns besser und konnten mit einer gewissen Hoffnung, diesen Abend durchzustehen, das DK-Forum im Gebäude des Donaukuriers aufsuchen.

Dort war bereits alles für die Lesung vorbereitet, und so freuten wir uns doppelt, dass wir nicht hatten absagen müssen. Nachdem auch die Mikrophonprobe geklappt hatte, stand als Erstes ein Interview mit einem Regionalsender auf dem Plan. Während dieser Zeit trafen immer mehr Zuhörer ein, so dass wir wenig später anfangen konnten zu signieren. Es wurden viele Bücher vom Büchertisch gekauft, aber einige Leserinnen brachten auch ihre eigenen Bücher mit, die uns erneut zeigten, wie viele unterschiedliche Ausgaben von unseren Romanen es bereits gibt.

Nachdem der Chefredakteur des Donaukuriers den Abend eröffnet hatte, konnten wir beginnen. Immer im Fokus der Kamera lasen wir mehrere Stellen aus der 'Feuertochter' und erklärten dabei unsere Motivation, diesen Roman zu schreiben. Gleich anschließend ging es mit der Fragerunde weiter, in der wir nicht nur die Fragen beantworteten, die uns gestellt wurden, sondern auch ein wenig über unseren Werdegang und unser Leben als Schriftstellerehepaar erzählten. Zu später Stunde beendete Frau Seitfeld vom Donaukurier die Veranstaltung, doch blieben wir, bis das letzte Buch signiert war, und unterhielten uns dabei noch mit einigen Leserinnen und einer sehr netten Reporterin des Donaukuriers.

Zufrieden und erleichtert, weil wir die Lesung gut hinter uns gebracht hatten, verabschiedeten wir uns schließlich und fuhren nach Hause zurück. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir diese schöne Veranstaltung hätten absagen müssen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse 2012

Bericht
von Iny und Elmar am 21-10-2012

Die Buchmesse 2012 in Frankfurt begann am 10.10.12. Doch schon am Tag vorher machten wir uns auf den Weg, um unsere neue Anfahrtsroute auszuprobieren. Außerdem wollten wir uns mit Gaby und Manfred treffen und mit ihnen den Nachmittag verbringen. Allerdings gab es ein Problem. Der direkte Weg zum S-Bahnhof war wegen umfangreicher Bauarbeiten gesperrt. Doch dank des Rates unseres freundlichen Campingplatzbesitzers fanden wir einen Weg, der uns zum Park&Ride-Platz brachte.

In Frankfurt angekommen, testen wir das Umsteigen von unserer S-Bahn (oberirdisch) zu den innerstädtischen S-Bahnen (unterirdisch) und machten uns dann auf den Weg zum Treffpunkt. Wir waren etwas zu früh dran, aber das galt auch für Gaby und Manfred, und saßen wir bald in einem hübschen Café, tranken Latte macchiato und Tee, und aßen dort später auch zu Abend. Es wurde ein schöner Nachmittag mit zwei lieben Menschen, und als wir uns von ihnen verabschiedeten, waren wir sehr positiv auf die Buchmesse eingestimmt.

Am nächsten Morgen ging es dann los. Die S-Bahn fuhr für Leute aus dem Umland von München überraschend pünktlich und auch sonst kamen wir gut zum Messegelände. Wir hatten gerade unsere Jacken abgegeben, als wir plötzlich eine bekannte Stimme hinter uns hörten. Es war unsere Cheflektorin bei Goldmann, bei dem unsere Nicola-Marni-Thriller erscheinen. Der Weg in die Halle 3 bot Zeit für ein angenehmes und informatives Gespräch. Kaum hatten wir uns verabschiedet, stellten wir fest, dass wir den Lübbe-Stand erreicht hatten, suchten Lübbe Audio auf und betrachteten dort erfreut die Präsentation der 'Feuertochter'. Wir wechselten einige Worte mit mehreren Damen von Lübbe-Audio sowie ein paar Herren, die wir aus alter Zeit kannten, tranken Latte macchiato, um dann zum Stand des Gmeiner-Verlags weiterzugehen. Dort wurden wir ebenfalls herzlich empfangen, ebenso dann bei Goldmann, bei dem es ebenfalls Latte macchiato gab, und schließlich bei Droemer-Knaur selbst.

Unser wichtigster Termin an diesem Tag war das Gespräch mit unserer polnischen Freundin Urszula Pawlik über den weiteren Editionsplan für die nach Polen übersetzten Iny-Lorentz-Romane. Im nächsten Jahr gibt es mit dem zehnten, in Polen erscheinenden Roman ein kleines Jubiläum, das wir möglicherweise in Breslau mitfeiern werden. Am Abend fand dann noch eine Signierstunde im Hugendubel im Steinweg statt.

Die nächsten Tage galten Gesprächen mit Verlagsleuten, vielen Kolleginnen und Kollegen, natürlich auch mit Buchhändlern und Fans. Dazu mussten wir uns Interviews stellen. Zwischendurch sind wir durch die Gänge gestreift immer auf der Suche nach neuen Sachbüchern, die uns zuriefen, dass sie unbedingt gekauft werden wollten. Es wurde diesmal eine recht lange Liste, die wir in den nächsten Tagen unserer heimischen Buchhändlerin übergeben werden. Hoffen wir, dass uns diesmal Überraschungen wie letztes Jahr erspart bleiben. Damals war ein Buch angeblich Ende November lieferbar, doch dauerte es bis zum April, bis es endlich auf den Markt kam.

Der Sonntag wurde noch einmal arbeitsintensiv, denn zuerst hatten wir im Signierzelt auf dem Freigelände anzutreten, um dort kräftig zu signieren. Anschließend kam dann unser Auftritt am Stand von Droemer-Knaur mit Liveinterview, einer kurzen Lesung und ebenfalls sehr viel Signieren. Kurz vor 15:00 Uhr verabschiedeten wir uns und fuhren mit der S-Bahn zu unserem Übernachtungsort zurück, machten dort den Wohnwagen reisefertig und steuerten heimwärts. Eine sehr angenehme Buchmesse war für uns zu Ende gegangen.

Iny und Elmar

Flörsheim

Bericht
von Iny und Elmar am 19-10-2012

Nach 17 Jahren auf dem gleichen Campingplatz hatten wir uns zur Buchmesse in Frankfurt für einen Wechsel entschieden. Der neue Campingplatz war zwar verkehrsmäßig schlechter angebunden als der Alte, bot aber genügend andere Vorteile, um dies auszugleichen.

Für unsere erste Aktion benötigten wir die S-Bahn noch nicht, sondern steuerten unseren Dicken nach Flörsheim. Dort war für den Montag vor der Buchmesse eine Lesung aus 'Feuertochter' geplant. Wir kamen gut hin und parkten vor der Stadtbücherei. An diesem Tag wurde diese jedoch nur für die Lesung geöffnet und so standen wir erst einmal vor verschlossenen Toren. Kurz entschlossen machten wir uns auf dem Weg, um ein Restaurant zu finden, in dem wir zu Abend essen konnten. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn bedauerlicherweise haben die meisten Lokale in Flörsheim am Montag Ruhetag. Wir fanden aber trotzdem ein gutes Restaurant und machten uns zum angegebenen Treffpunkt zur Stadtbücherei auf. Dort herrschte bereits nach kurzer Zeit reger Betrieb und so begannen wir umgehend damit, Bücher zu signieren und die Interviewfragen einer Journalistin zu beantworten.

Der Saal füllte sich zusehends und die Schlange der Zuhörer, die ein Buch signiert haben wollten, riss nicht ab. Um 20:00 Uhr mussten wir die noch wartenden Leser auf die Zeit nach unserer Lesung vertrösten. Nachdem uns Frau Schneider von der Stadtbücherei kurz vorgestellt hatte, ging es ins Irland des 16. Jahrhunderts und zu Ciaras und Ferdinands Abenteuern. Die Stücke, die wir ausgewählt hatten, fanden sichtlich Anklang, und als wir dann zum Frageteil übergingen, herrschte eine fröhliche Stimmung im Saal. Uns wurden viele Fragen gestellt und natürlich wollten unsere Zuhörer etwas über den dritten Film mit unserer Wanderhure hören. Hier mussten wir sie leider enttäuschen, denn heuer hat es mit dem Set-Besuch nicht geklappt und so besitzen wir nur die offiziellen Informationen, die Sat1 ins Internet gestellt hat. Wir sind selbst gespannt auf den Film, glauben aber, dass auch er so spannend und mitreißend sein wird wie 'Die Wanderhure' und 'Die Rache der Wanderhure'.

Gegen 22:00 Uhr beendete Frau Schneider schließlich die Fragerunde und es galt noch einmal, Bücher zu signieren. Yvonne, eine junge Buchhändlerin, hatte gleich mehrere unserer Romane mitgebracht und fragte, ob wir ihr weitere auf der Buchmesse signieren würden. Das sagten wir gerne zu und verabschiedeten uns, nachdem die letzte Unterschrift geleistet war, von den Zuhörern und kehrten zu unserem Campingplatz zurück.

Iny und Elmar Lorentz

Im Saarland

Bericht
von Iny und Elmar am 17-10-2012

Die Tage nach der Premierenlesung der 'Feuertochter' in Lichtenfels brauchten wir, um gesundheitlich wieder auf die Beine zu kommen. Dann aber hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und fuhren los. Die Strecke ließ sich problemlos bewältigen und so erreichten wir gegen Abend den Campingplatz in Schönenberg-Kübelberg, der direkt an der Grenze zum Saarland gelegen die besten Voraussetzungen für unsere Aktionen dort bot.

Für die erste 'Aktion' mussten wir den Campingplatz nicht einmal verlassen. Wir hatten uns dort mit Carmen und Andi verabredet, für die wir von ein paar Jahren die 'Hochzeitslesung' in Mannheim gemacht hatten. Mit von der Partie war auch das Ergebnis dieser Hochzeit, ein putzmunteres Wesen, das den Papa bereits um den noch recht kleinen Finger wickeln konnte. Es wurde ein ebenso angenehmer wie kurzweiliger Nachmittag und Abend mit Gesprächen nicht nur über Kinder und Bücher.

Am nächsten Vormittag nahmen wir die Gelegenheit wahr, unsere Kollegin Deana Zinßmeister zu besuchen und uns von ihr ihren neuesten Roman 'Pestzeichen' signieren zu lassen. Carmen hatte uns ebenfalls ein Buch mitgegeben, in dem eine noch leere Seite auf eine Signatur von Deana wartete. Natürlich redeten wir viel über Bücher, Recherche und andere artverwandte Themen, aßen ausgezeichnet zu Mittag und ließen uns zusammen mit Deana von einer Journalistin interviewen. Bevor wir uns verabschiedeten, verabredeten wir uns für die Buchmesse und bedauerten, dass wir Deana nicht zu ihrem Abendtermin begleiten konnten.

Der nächste Morgen begann für uns sehr früh. Es stand eine Signierstunde beim Globus in Homburg-Einöd an. Mit Hilfe eines unerbittlichen Weckers gelang es uns, rechtzeitig dort einzutreffen. Bereits vor dem offiziellen Beginn warteten etliche Leser auf uns und so begannen wir auch gleich mit dem Signieren. Einige Fans hatten einen Anreiseweg von über einhundert Kilometer auf sich genommen, um uns zu sehen. Besonders gefreut haben wir uns über Alexandra, die wir bereits aus dem Internet kannten und die nicht nur unseren neuen Roman signieren ließ, sondern auch die in der Ukraine erschienene Ausgabe der 'Tatarin'. Elmar las auch ein Stück aus 'Feuertochter', während Iny mehr das Gespräch mit den anwesenden Fans übernahm.

Wie meistens verfloss die Zeit viel zu schnell. Nachdem wir noch die Bücher von ein paar Nachzüglern signiert hatten, hieß es für uns wieder, in unseren Dicken zu steigen und zum Campingplatz zurückzufahren. Dort verräumten wir schon das meiste im Wohnwagen, weil wir am nächsten Morgen in die Nähe von Frankfurt fahren mussten, wo am Montag, 08.10., die Lesung in Flörsheim anstand und am 10.10. die Buchmesse beginnen würde.

Iny und Elmar Lorentz

Premiere in Lichtenfels

Bericht
von Iny und Elmar am 17-10-2012

Immer, wenn es auf die Buchmesse zugeht, machen wir uns auf eine kleine Lesereise, um den Kontakt zu unseren Lesern zu suchen und ihnen unseren neuesten Roman vorzustellen. Heuer begann unsere Herbstreise in Lichtenfels in Oberfranken und mit uns fuhr das erste, druckfrische Exemplar der 'Feuertochter', das wir für diese Fahrt vom Verlag erhalten hatten. Allerdings hatten wir auch einen Beifahrer von der Art, die keiner mag. Elmars Hals kratzte und tat weh. Nachdem wir den Campingplatz in Bad Staffelstein erreicht hatten, führte uns unser erster Weg in eine Apotheke, um Medikamente zu besorgen.

Am nächsten Morgen hatten sich Elmars Beschwerden verschlimmert. Da auch Iny kränkelte, sah uns die Apotheke bald wieder. Elmar meine schließlich im bitteren Spott, dass wir mehr Geld für Arzneien ausgeben würden als fürs Essen. Es lohnte sich aber, denn bis zum Abend waren unsere Stimmen wieder so weit in Ordnung, dass wir lesen konnten.

Wir machten uns rechtzeitig auf den Weg und parkten unseren Dicken in einer Seitenstraße. Nachdem wir in einem ausgezeichneten Griechen zu Abend gegessen hatten, gingen wir zur Buchhandlung Schulze, in der die Lesung stattfinden sollte. Dort waren bereits die Stühle für die Zuhörer aufgestellt. Allerdings reichten diese nicht, so dass die Damen der Buchhandlung noch weitere bringen mussten.

Die Veranstaltung bot Elmar auch die Gelegenheit, einige Cousinen und Verwandte zu begrüßen, die es sich nicht hatten nehmen lassen, nach Lichtenfels zu kommen. Wir signierten auch gleich die ersten Bücher und kamen mit einigen Leuten ins Gespräch. Diese baten wir, ihre Fragen im Anschluss an unsere Lesung zu stellen, weil die Antworten sicher für mehr Leute interessant sein dürften.

Die Lesung begann und wir brachten den Zuhörern unsere Heldin Ciara, aber auch Ferdinand von Kirchberg und andere Protagonisten aus 'Feuertochter' nahe. Nach einer knappen Stunde endete dieser Teil und die Fragerunde begann. Die Journalisten der örtlichen Presse nützten die Gelegenheit aus, ebenfalls ihre Fragen zu stellen. Da auch die Zuhörer munter fragten, machte es allen Spaß und die Zeit flog nur so dahin.

Zu später Stunde signierten wir erneut. Auffallend war, dass vor allem unser neuester Roman 'Feuertochter' gekauft wurde, und das in einer sehr großen Zahl. Die beiden engagierten Buchhändlerinnen hatten dies aber auch verdient. Ihnen und allen Teilnehmern gilt unser herzlichster Dank für die schöne Veranstaltung. Wir sind sehr gerne in Lichtenfels gewesen.

Iny und Elmar Lorentz

Sommerende

Info
von Iny und Elmar am 17-09-2012

Ein Blick auf den letzten Eintrag im Tagebuch zeigt uns, dass es höchste Zeit ist, mal wieder etwas von uns hören zu lassen. Immerhin hat sich in den letzten Monaten einiges ereignet, über das sich zu berichten lohnt.


Da ist zum Ersten die Verfilmung von 'Das Vermächtnis der Wanderhure'. Leider war es für uns diesmal aus Zeitgründen nicht möglich, das Set zu besuchen. Umso gespannter sind wir auf den fertigen Film, den wir hoffentlich bald zu sehen bekommen. Es wird auch ein gewisser Abschied von Alexandra Neldel, Nadja Becker, Bert Tischendorf und Götz Otto sein, die in allen drei Filmen der Wanderhurenreihe mitgespielt haben. Sie waren ein großartiges Team und wir freuen uns sehr, dass sie unsere Buchcharaktere verkörpert haben.


In den letzten Monaten sind auch einige neue Bücher erschienen:


Page&Turner brachte mit 'Methan' das vierte Abenteuer unseres Geheimagenten Torsten Renk und das Dritte mit seiner Kollegin Henriette von Tarow. Auch unsere Computerspezialistin Petra Waitl ist natürlich wieder mit von der Partie.

Bei Goldmann erschien mit 'Projektil' die Taschenbuchausgabe von 'Die geheime Waffe'. Es handelt sich hier um den zweiten Auftrag für Torsten Renk und den Ersten, den er mit Henriette von Tarow bestreiten muss.


Unsere Wiener Vampire erlebten bei Piper mit 'Vampirjagd' ihr zweites Abenteuer und müssen sich darin erneut Feinden aus der Dunkelheit erwehren.


Weltbild brachte dieser Tage unsere drei Heimatromane 'Neues Glück im Kreiental', Hotel Edelweiß' und 'Die Berghebamme' als sehr schön gestaltete Hardcoverausgaben im Dreierpack heraus.


Bei Knaur war es im Sommer etwas ruhig, da der Roman zum Film 'Die Rache der Wanderhure' bereits im Februar erschienen ist und unser neues Hardcover 'Feuertochter' erst im Oktober auf den Markt kommt.

Dann geht aber auch hier die Post ab, denn 'Das Vermächtnis der Wanderhure' wird kurz vor der Ausstrahlung des Films als schön gestaltete Ausgabe mit einem Filmcover und ausgezeichneten Fotos erscheinen.

Dazu steht im Dezember die Taschenbuchausgabe von 'Töchter der Sünde' an.

Ebenfalls im Dezember erscheint mit "Stolz der Kriegerin' das zweite Abenteuer mit unserer Fantasykatzenfrau Laisa.


Mit 'Feuertochter' beginnt eine neue Zeit bei unseren historischen Romanen. Diese erscheinen ab da in einem neuen Cover-Design, das richtungsweisend für alle weiteren Iny-Lorentz-Romane sein wird. Wir freuen uns darauf und sind sehr gespannt darauf, wie sie unseren Lesern gefallen werden.


Iny und Elmar Lorentz

Passau und der Deutsche Fantasy Preis

Bericht
von Iny und Elmar am 20-06-2012

Es war fast auf den Tag 41 Jahre her, seit Elmar von einem Freund nach Passau mitgenommen worden war, um Gustav Gaisbauer, Franz Schröpf und die anderen Mitglieder der Passauer SF- und Fantasy-Gruppe kennenzulernen. Seit dem ist sehr viel Wasser die Donau hinabgeflossen, doch die Verbindung zu den alten Freunden hat den Wirren der Zeit standgehalten.

Als wir diesmal nach Passau aufbrachen, war es gleichzeitig eine Fahrt in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft, denn wir wollten den Aufenthalt dort ausnützen, um für einen unserer nächsten Romane zu recherchieren. Wie oft bei Recherchereisen begleitete uns auch diesmal unsere Agenturlektorin Ingeborg. Sie hatte vorgeschlagen, bereits am Mittag in Passau zu sein und uns das Orgelkonzert im Stephansdom anzuhören, denn dort steht der Welt größte Kirchenorgel. Anschließend nahmen wir die Gelegenheit wahr, Passau vom Wasser aus zu betrachten und stiegen an Bord eines der Rundfahrtschiffe. Im Gegensatz zu Meißen machte Elmars Kamera keine Sperenzchen und so konnte er einige interessante Stellen fotografieren.

Nach der Dreiflüssefahrt streiften wir durch die Stadt, um uns einige Stellen genauer anzusehen, und suchten schließlich das Lokal auf, in dem schon etliche Passau-Cons stattgefunden hatten. Die ersten Con-Besucher waren bereits eingetroffen und es entspann sich eine muntere Unterhaltung, bei der etliche Anekdoten aus vergangenen Zeiten zum Besten gegeben wurden. Unweigerlich kam dabei die Rede auch auf Freunde, denen es nicht vergönnt ist, noch einmal unter uns zu weilen, und es machte sich ein wenig Wehmut breit, die sich aber gegen den strahlenden Sonnenschein und den wunderbar milden Abend glücklicherweise nicht durchsetzen konnte.

Neben den Passauer Freunden Roswitha und Gustav Gaisbauer, Franz Schröpf, Gabriel Nemeth sowie Armin Würfel waren auch Hubert Straßl alias Hugh Walker, Eduard Lukschandl, Alfred Vejchar und etliche andere Mitglieder des alten Fandoms erschienen. Dazu kam Michael Haitel, der gewissermaßen die neue Generation verkörpert.

Galt der erste Abend dem geselligen Beisammensein und dem Schwelgen in alten Zeiten, begann für uns der Samstag mit einer zweistündigen Stadtführung durch eine junge, sehr kompetente Dame im historischen Gewand, die uns Passau so fröhlich und munter näherbrachte, dass man sich in die entsprechende Zeit versetzt fühlte.

Als wir wieder ins Con-Lokal zurückkamen, fand dort gerade die Mitgliederversammlung des EDFC e.V. statt. Im Anschluss daran erfolgte die Verleihung des Deutschen-Fantasy-Preises an uns. Es war ein bewegender Moment, hatten diesen Preis doch bereits Wolfgang Jeschke, Prof. Dr. Herbert W. Franke, Carl Amery, Herbert Rosendorfer und andere Persönlichkeiten entgegengenommen.

Für uns war es die Bestätigung dafür, uns nicht nur auf historische Romane zu konzentrieren, sondern auch unseren Wurzeln in der Fantasy treu geblieben zu sein. So sind neben der 'Wanderhure' und den anderen Iny-Lorentz-Romanen auch 'Die Reliquie', 'Die Braut des Magiers', 'Die Tochter der Apothekerin', 'Die Schwarze Königin', und 'Die Tore der Geister' vom Mara Volkers erschienen. Ein weiterer Mara-Volkers-Roman wird unter dem Titel 'Vampirjagd' noch in diesem Sommer erscheinen.

Unter dem Pseudonym Diana Wohlrath sind die beiden Jugend-Fantasy-Romane 'Der Feuerthron' und 'Merani und die Schlange unter dem Meer' von Hanser Kinderbuch verlegt worden. Mit Sandra Mellis Roman 'Stern der Göttin' sind wir zu Knaur zurückgekehrt. Es ist der erste Band einer Reihe, dessen zweiter Band 'Stolz der Kriegerin' in diesem November erscheinen wird.

Fantastisch ging es dann auch weiter, denn Alfred Vejchar hielt einen Dia-Vortrag die Covergestaltung fantastischer Literatur und zeigte dabei nicht nur moderne Titelbilder, sondern ging auch auf die Anfänge im 19. Jahrhundert zurück.

Ein Highlight war auch der darauf folgende Diavortrag des Künstlers Franz Berthold über seine Illustrationen und Titelbilder im fantastischen Bereich. Dabei stellte sich heraus, dass Franz Berthold auch das Titelbild jener Anthologie gestaltet hat, in der Elmars erste Kurzgeschichte bei Goldmann erschienen ist. Ein weiteres seiner Bilder faszinierte unsere Begleiterin Ingeborg so sehr, dass sie das Original sofort gekauft hätte. Leider aber war es schon vergeben.

Nach interessanten und lehrreichen Stunden und dem Abendessen führte Robert Christ uns wieder in die Vergangenheit zurück. Seit Jahrzehnten hat er auf den Fan-Treffen und Cons gefilmt und die alten Aufnahmen in Super-8 und auf Videokassetten auf die neuen Speichermedien überspielt. Es war ein wenig eigenartig, gute Freunde, die jetzt nicht mehr sind, so jung und begeistert zu erleben. Wir merkten anhand dieser Bilder aber auch, dass seit diesen Aufnahmen etliche Jahre ins Land gegangen waren. Ein wenig bedauerten wir, dass etliche Leute, die wir damals gut gekannt hatten, irgendwann aus dem Fandom verschwanden und nichts mehr von sich hatten hören lassen. Nach einigen davon wurde von uns und anderen Anwesenden gefragt. Doch selbst Gustav, der noch die meisten Kontakte von uns allen hat, konnte oft nur mit den Achseln zucken. Das Leben ist ein steter Fluss und es treibt den einen dorthin und den anderen eben in eine ganz andere Richtung.

Daher endete dieser schöne Abend erneut mit einem gewissen Bedauern über die Vergänglichkeit des Augenblicks, aber auch mit dem Gefühl, dass jeder sein Leben in die eigenen Hände nehmen und das Beste daraus machen muss.

Da wir am nächsten Vormittag wieder nach Hause fahren wollten, verabschiedeten wir uns schließlich von den Anwesenden und kehrten in unser Hotel zurück. Am Sonntag packten wir unsere Koffer, um nach dem Frühstück aufbrechen zu können. Bevor wir jedoch den Dicken bestiegen, kam Gustav, um sich noch einmal in aller Ruhe von uns zu verabschieden. Es war ein schöner Augenblick, und als wir anschließend aufbrachen, taten wir es mit einem guten Gefühl. Wir hatten noch einmal auf die Wurzeln unserer Karriere als Schriftsteller geblickt und gleichzeitig die Zukunft im Auge behalten.

Iny und Elmar Lorentz

Borna im Sachsenland

Bericht
von Iny und Elmar am 20-06-2012

Das Literaturfest in Meißen war für uns vorbei. Unser Verlag hatte aber noch eine Lesung in Borna für uns vereinbart. Der Weg von Coswig-Kötiz zum Campingplatz in Colditz war knapp einhundert Kilometer lang und ließ sich gemütlich zurücklegen. Von Colditz waren es noch einmal knapp dreißig Kilometer bis Borna, die ebenfalls auf guten Straßen zurückzulegen waren. In Borna angekommen meldeten wir uns zuerst bei der Tucholsky-Buchhandlung und machten uns anschließend auf die Suche nach etwas Essbaren. Dies gestaltete sich etwas schwierig, da die meisten Restaurants erst zu der Zeit öffneten, in denen wir bereits im Bürgerhaus 'Goldener Stern' sein wollten. Wir fanden gerade noch rechtzeitig eine chinesische Imbissstube und machten uns dann bei den ersten Tropfen des Abendregens zum Veranstaltungsort auf.

Der Vorverkauf für die Lesung hatte sich laut der Buchhändlerin sehr gut angelassen und so hofften wir auf eine stattliche Zahl an Zuhörern. Der Saal war so auf Zuwachs bestuhlt worden, dass uns etwas flau im Magen wurde. Immerhin sollte die Lesung um 18:30 Uhr begonnen und um die Zeit sitzen viele Leute noch beim Abendessen oder machen gerade Feierabend.

Doch der Saal füllte sich zusehends und schließlich mussten noch weitere Stühle herangeschafft werden. Wie es aussah, ließen etliche Frauen ihre Männer vor den Fernsehgeräten sitzen und Fußball-EM schauen, während sie selbst zur Lesung kamen. Wir begannen auch gleich mit dem Signieren und sofort bildete sich eine lange Schlange vor uns, so dass wir uns sputen mussten, um rechtzeitig mit dem Lesen beginnen zu können. Wie in Meißen lasen wir aus 'Töchter der Sünde'. Die ausgewählten Textstellen kamen bei den Zuhörerinnen und Zuhörern (es gibt auch Männer, die keine Fußballfans sind) gut an und anschließend kam die übliche Fragestunde, die diesmal etwas länger als sechzig Minuten dauerte.

Die Zuhörer waren voll dabei und so wurde es ein äußerst angenehmer Abend, der uns viel Freude bereitet hat. Eine der anwesenden Damen arbeitete früher als Übersetzerin und schrieb uns den Titel der Wanderhure auf Hindi auf. Während der Fragestunde und beim anschließenden Signieren ergab sich die Gelegenheit zu einigen, leider nur kurzen Gesprächen, die uns deutlich zeigten, wie wichtig der Kontakt mit unseren Lesern für uns ist.

Borna war eine der schönsten Lesungen der letzten Jahre und es passte einfach alles. Sogar der Regen hatte, als wir uns von den Damen der Tucholsky-Buchhandlung verabschiedeten, wieder aufgehört und unser Dicker brachte uns sicher zum Campingplatz Colditz zurück. Die sehr nette Betreiberin dieses Campingplatzes war übrigens samt einer Freundin ebenfalls bei der Lesung und wir unterhielten uns nach unserer Rückkehr noch eine Weile mit ihr, bevor es schließlich zu Bett ging.

Als wir am nächsten Morgen nach Hause aufbrachen, geschah es mit einer gewissen Wehmut und der Überlegung, ob wir nicht doch wieder mehr Lesungen machen sollten. Unsere Zeit und vor allem die Kraft sind nicht unendlich und so werden wir uns wohl auch in Zukunft auf eine kleine Anzahl an Lesungen beschränken müssen. Nach Sachsen fahren wir aber wieder gerne.

Iny und Elmar Lorentz

Das Literaturfest in Meißen

Bericht
von Iny und Elmar am 20-06-2012

Wie schon 2010 und 2011 gelang es uns auch heuer wieder, das Literaturfest in Meißen in unseren Terminplan einzutragen. Daher machten wir uns am 07.06.2012 frohgemut auf den Weg und erreichten von ein paar kleinen Staus abgesehen problemlos unseren Campingplatz in Coswig-Kötiz. Lange konnten wir uns dort aber nicht aufhalten, denn wir hatten uns mit unserer Kollegin Micaela Jary verabredet, die an diesem Tag lesen würde.

Wenn man einen Ort bereits kennt, ist die Tatsache, dass man weiß, wo man parken kann, von Vorteil. Aus diesem Grund waren wir ziemlich schnell bei unserem Treffpunkt am Markt. Nebenbei konnte Elmar Micaela per Handy zu einem Parkplatz lotsen, so dass auch sie bald zu uns stieß.

Der Meißener Marktplatz ist durch sein Ambiente ein Schmuckstück, das zum Verweilen einlädt. Dort kann man auf den Terrassen der Restaurants ausgezeichnet essen und miteinander reden. Da Micaela bis zu ihrer Lesung noch ein wenig Zeit hatte, taten wir vor allem Letzteres ausgiebig. Anschließend ging es nach Sansibar. Natürlich nicht in der Realität, sondern in Micaelas Roman 'Sehnsucht nach Sansibar'. Es war eine sehr schöne Lesung und aufgrund der Zuhörerzahl auch sehr erfolgreich. Weniger erfolgreich hingegen war Elmars Versuch, Fotos zu machen. Der Akku seiner Kamera hatte sich entladen und das Ladegerät lag nutzlos zuhause herum. Jetzt hoffen wir, dass wenigstens einer der Leute, die uns Bilder versprochen haben, diese auch schickt.

Da Micaela das erste Mal in Meißen gelesen hatte, war sie über die ausgezeichnete Stimmung überrascht und versprach im nächsten Jahr wiederzukommen. Nach der Lesung setzten wir uns noch für ein Stündlein zusammen, dann hieß es Abschied zu nehmen, weil Micaela noch an diesem Abend nach Berlin zurückfahren musste.

Unser Heimweg bis zum Campingplatz in Coswig-Kötiz war kürzer als der ihre. Allerdings lagen unsere beiden Lesungen noch vor uns. Am Freitag begann der Tag mit dem Besuch einer Journalistin der Sächsischen Zeitung auf dem Campingplatz, um uns zu interviewen. Es wurde ein nettes Gespräch und auch ein schöner Artikel, den wir am Samstag in der Zeitung nachlesen konnten.

Freitagnachmittag waren wir das erste Mal an der Reihe. Wir hatten uns entschlossen, in Meißen nicht nur als Iny Lorentz aus ‚Töchter der Sünde zu lesen‘, sondern auch unseren Fantasyroman ‚Stern der Göttin‘ vorzustellen, den wir unter dem Pseudonym Sandra Melli verfasst hatten. Da Droemer-Knaur an diesem Abend drei junge Autoren präsentieren wollte und dafür die ‚Droemer-Knaur-Fantasybühne‘ aufgestellt hatte, bildeten wir sozusagen das Vorprogramm. Unsere Lesung war gut besucht, wurde aber durch einige kräftige Windböen beeinträchtigt. Nichtsdestotrotz hielten die meisten Zuhörer durch, um Laisas Abenteuern zu lauschen.

Anschließend trafen wir uns mit der Termonia-Autorin Renate Doms und deren Mann zu einem Gespräch, um dann nach dem Abendessen noch kurz einer unserer Droemer-Knaur-Kollegin auf der Droemer-Knaur-Fantasybühne zuzuhören. Danach kehrten wir zum Campingplatz zurück, um neue Kräfte zu sammeln. Immerhin stand uns noch unsere Lesung als Iny Lorentz bevor.

Für den Samstagnachmittag hatten wir uns mit Iris Klockmann und Peter Hoeft verabredet, die unter dem gemeinsamen Pseudonym Gerrit Bertram historische Romane schreiben. Zu unserer Freude war auch Peters Ehefrau Gislind mit von der Partie, und das nicht nur wegen ihrer Kamera, die im Gegensatz zu Elmars Apparat funktionierte. Sie versprach uns ebenfalls, einige Bilder zu schicken.

Iris und Peter alias Gerrit und ihr Bertram lasen aus ihrem neuen Roman 'Das Gold der Lagune' und das ausgezeichnet. Da wir ein schönes Plätzchen auf einer der Restaurantterrassen ergattert hatten, konnten wir hinterher nicht nur gemeinsam zu Abend essen, sondern auch den weiteren Lesungen auf dem Marktplatz lauschen.

Um 19:00 Uhr war es dann bei uns so weit und wir brachten den zahlreichen Zuhörern mit 'Töchter der Sünde' Maries Sohn Falko Adler und dessen Abenteuer nahe. Danach galt es noch zu signieren, bevor wir uns zusammen mit Iris, Gislind und Peter, sowie Petra Schier, die mittlerweile zu uns gestoßen war, noch auf einen Tee (Iny) und ein alkoholfreies Bier (Elmar) zusammensetzten. Es wurde eine muntere Runde und wir alle bewunderten Petras wunderschönes mittelalterliches Gewand. Petra Schier war ebenso wie Micaela Jary das erste Mal in Meißen und ebenso begeistert von der Atmosphäre der Stadt und der Stimmung bei den Lesungen.

Zu leicht vorgerückter Stunde verabschiedeten wir uns von Petra, Iris, Gislind und Peter sowie von Meißen, und fuhren zum Campingplatz zurück. Hinter uns lagen eine wunderschöne Veranstaltung, nette Gespräche und drei rundum gelungene Tage.

Iny und Elmar Lorentz

DeLiA 2012 – Die Liebesromantage in Grassau

Bericht
von Iny und Elmar am 16-05-2012

Am 10.05.2012 fanden in Grassau im Chiemgau die Liebesromantage des Vereins zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur e.V., auch kurz und knackig DeLiA genannt, statt. Für uns war es eine recht kurze Fahrt von etwa einer Stunde. Andere Kolleginnen und Kollegen kamen hingegen aus Hamburg, Hannover und sogar aus Italien. So war es kein Wunder, dass wir zu den Ersten zählten, die in Grassau eintrafen. Die frühe Zeit war allerdings beabsichtigt, denn um 17:00 Uhr stand ein Interviewtermin mit einer Reporterin des Bayerischen Rundfunks an.

Vorher aber begrüßten wir Kerstin Gier, Eva Völler, Angeline Bauer und Micaela Jary, die mit uns zusammen der Dame vom BR Rede und Antwort stehen mussten. Nach einem Latte Macchiato zum Eingewöhnen war es dann so weit. Es wurde ein interessantes Gespräch, das alle Facetten von Liebe in der Literatur umfasste. Die Autorinnen und Autoren von DeLiA schreiben ja nicht nur über Beziehungskisten, sondern von Thrillern über Historische Romane bis hin zu Jugend- und Kinderbüchern beinahe alles, in dem Liebe im weitesten Sinne vorkommt.

Nach dem Interview trafen in rascher Folge weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf und es wurde ein recht bunter Abend. Da man sich teilweise ein Jahr oder länger nicht gesehen hatte, gab es viel zu erzählen.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Der Vormittag war nämlich König Ludwig II. gewidmet, dessen Liebe vor allem stattlichen Schlössern galt. Bereits um 09:00 Uhr fuhr unser Schiff von Prien aus nach Herrenchiemsee. Angeline Bauer, die Organisatorin der Liebesromantage in Grassau, bemühte sich redlich, ihre Flöhe zu hüten, doch vier Teilnehmerinnen schafften es nur durch ein gnädiges Zuwarten des Kapitäns, noch mitgenommen zu werden, und zwei kamen mit einem anderen Schiff nach.

Wir kannten Herrenchiemsee und das Königsschloss von früheren Besuchen, nahmen aber trotzdem an der Führung teil und entdeckten neue, interessante Aspekte an dem Bayernkönig, der so gerne in der Vergangenheit lebte und sich doch immer wieder mit seiner eigenen, moderneren Zeit auseinandersetzen musste.

Das Mittagessen nahmen wir auf der Insel Frauenchiemsee ein und fuhren anschließend nach Prien zurück. Um 15:00 Uhr begannen in der Bücherei Grassau sowie im kleinen Heftersaal die Schreibseminare.

Rebecca Michele referierte über das Recherchieren für den Historischen Roman und Charlotte Thomas erklärte den Zuhörerinnen und Zuhörern, wie ein spannender Roman entsteht. Parallel dazu berichtete Petra Schier, wie man sein Buch im Internet bewerben kann, und Victor Glass stellte Electronic Publishing am Beispiel "Kindle" vor.

Um möglichst viel von den Seminaren mitzunehmen, trennten wir uns und tauschten hinterher unsere Eindrücke aus.

Das Abendessen fand in einer Pizzeria statt, die man sowohl für die Flexibilität bei der Tischgestaltung, wie auch die rasche Zubereitung der Speisen loben muss. Dadurch kamen wir alle rechtzeitig zu den Lesungen im Großen Heftersaal, in dem bereits eine zahlreiche Zuhörerschaft auf die Vortragenden wartete.

Es begann Heidi Rehn mit 'Gold und Stein', gefolgt von Angeline Bauer mit 'Die Niemalsbraut'. In beiden Lesungen ging es um dramatische Geburten, so dass Kerstin Gier mit ihrer Lesung aus 'Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner' gerade die richtige Entspannung bot. Marie Cristen kehrte mit 'Blutfluch' wieder ins Mittelalter zurück, während Britta Sabbag in 'Pinguinwetter' ihre Heldin am Morgen nach einer heftig durchzechten Nacht erwachen ließ. Anschließend las Iny aus 'Töchter der Sünde' und Petra Schier bildete mit 'Die Gewürzhändlerin' den Abschluss einer ebenso interessanten wie spannenden Lesenacht.

Da die einzelnen Beiträge jeweils 20 Minuten umfassten, kamen wir noch zu einer halbwegs brauchbaren Zeit ins Bett. Für die Hardcore-DeLiAs fing hingegen der Abend erst so richtig an. Die Folgen waren am nächsten Morgen bei der Hauptversammlung des Vereins zu sehen. Hier musste starker Kaffee so manche graue Zelle in Schwung bringen. Aber dies gelang auch und gegen Mittag waren alle Tagesordnungspunkte abgehandelt.

Der Nachmittag galt wieder den Lesungen. Eigentlich hätte eine Literadtour stattfinden sollen. Hier aber legte der Wettergott ein recht barsches Veto ein. Hatten wir bei unserem Besuch auf Herrenchiemsee am Vortag noch bei 30 Grad geschwitzt, polterte nun mit Pankratius der erste Eisheilige über das Land und sorgte für erfrischende 7,5 Grad und reichlich Segen von oben.

Die Veranstaltung wurde kurzerhand in den kleinen Heftersaal verlegt und unsere Organisatorin Angeline Bauer ließ uns die Radtour zu den einzelnen Leseorten in der Fantasie erleben. Bei jeder 'Station' wurde gelesen, und zwar von Elisabeth Büchle aus 'Goldsommer', von Victor Glass aus 'Rudolf Diesel', von Christopher Ross aus 'Der Ring der McCallums' und von Charlotte Thomas aus "Das Erbe der Braumeisterin'.

Parallel fanden in der Bücherei ebenfalls Lesungen statt. So las Nora Berger aus 'Königsberger Klopse mit Champagner, Michelle Raven aus 'Ghostwalker – Tag der Rache', Katryn Berlinger aus 'Die Meeresflüsterin' und Rebecca Michele aus 'Die Tote von Higher Barton'.

Anschließend trafen sich Autoren und Leser bei Kaffee und ausgezeichnetem Kuchen in der Bücherei Grassau. Es wurde ein recht munteres Treiben, bei dem so manche Frage beantwortet werden musste und etliche Bücher zu signieren waren.

Allmählich machte sich Spannung breit. Die große Gala mit der Verleihung des DeLiA-Literaturpreises 2012 näherte sich und so entschwanden viele Teilnehmer in Richtung ihrer Hotels, um sich aufzuhübschen. Wir zogen uns auch um, blieben aber bei unserem gewohnten Look mit Hose, T-Shirts mit Tiermotiven und Weste, den wir in der Öffentlichkeit immer tragen.

Der Große Heftersaal war voll, als wir dort eintraten. Patricia von der Presseabteilung des Knaur-Verlags hatte jedoch zwei Plätze eisern für uns verteidigt und so konnte der feierliche Abend beginnen. Für den musikalischen Teil war die A-cappella-Gruppe der 5 vor 12 zuständig, die die Zuhörer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Durch den Galaabend selbst führte unsere Kollegin und Kabarettistin Sophia Farago, die auch die nominierten AutorInnen und deren Bücher vorstellte. Alle Nominierten waren bis auf eine Ausnahme anwesend, die sich allerdings mit gutem Grund entschuldigt hatte, und harrten der Verkündung der aus Micaela Jary, Petra Schier, Petra A. Bauer und Sophia Farago bestehenden Jury.

Dritte Preisträgerin wurde Susanne Falk mit ihrem Roman 'Das Wunder von Treviso'. Den zweiten Preis errang Elisabeth Büchle mit 'Goldsommer'. Strahlende Siegerin wurde jedoch Susanne Goga mit dem Roman 'Die Sprache der Schatten'.

Als die Preisverleihung zu Ende war, wurden kleine Happen, neudeutsch Fingerfood genannt, sowie Verschiedenstes zu trinken gereicht. Es ergaben sich etliche Gesprächsrunden und schließlich wurde es im Foyer so eng, dass man schon eine gut geölte Sardine sein musste. Als Hering wäre man schon zu dick gewesen. Die 5 vor 12 ließen sich noch zu einer schmissigen Zugabe überreden, danach aber ergriffen wir die Flucht. Bei dem Gedränge, das herrschte, musste die Veranstaltung einfach ein grandioser Erfolg gewesen sein.

Der Sonntagmorgen bedeutete auch den Abschied von Grassau. Vorher aber trafen sich die noch anwesenden Teilnehmer der DeLiA-Tage im Nebenraum eines Gasthofes zum Frühschoppen. Auch hier gab es noch einmal ein breites Programm. So spielten 'D'vier Buam' aus Unterwössen mit ihren Ziehharmonikas auf, die teilweise größer waren als sie selbst, Pfarrer Rupert Rigam las Gedichte im Schnubiglbairisch, und Eva Völler aus ihrem Roman 'Leg dich nicht mit Mutti an'. Der Clou aber waren die Schuhplattler vom Trachtenverein Grassau. Angeline Bauer erklärte dabei, dass die Meinung, das Schuhplattln wäre vom Balztanz der Auerhähne abgeleitet, völlig falsch sei, denn wann habe man je einen Auerhahn gesehen, der sich auf seine Schenkel und Schuhsohlen geklopft hätte.

Der Frühschoppen war ein würdiger Abschluss wunderbarer DeLiA-Tage und dennoch herrschte eine gewisse Wehmut. Immer mehr Teilnehmer verabschiedeten sich, um ihren Zug zu erreichen oder selbst nach Hausa zu fahren. Auch für uns wurde es schließlich Zeit, Ade zu sagen und in den Dicken zu steigen.

Angeline, herzlichen Dank für die schönen Tage in Grassau! Besser als du kann man es nicht machen.


Iny und Elmar Lorentz

Neues im Mai

Bericht
von Iny und Elmar am 08-05-2012

Man will kaum glauben, wie die Zeit vergeht. Das Jahr hat kaum angefangen, da schaut man auf den Kalender und es ist schon Mai. Nach zwei etwas ruhigeren Monaten gibt es nun wieder Neues zu verkünden:



Der blaue Panther:

Andreas Bareiss und Sven Burgemeister erhalten den Bayerischen Fernsehpreis für die Produktion "Die Rache der Wanderhure"

Obwohl diese Ehrung uns nicht persönlich betrifft, freuen wir uns riesig für Andreas Bareiss und Sven Burgemeister. Sie haben den Blauen Panther (das Symbol des Bayerischen Fernsehpreises) mehr als verdient. Ihre Leistung wurde von der Jury als "herausragend zu würdigen" bezeichnet! Auch haben sie mit der Auswahl der Stoffe "den richtigen produzentischen Riecher für eine neue Farbe in der deutschen TV-Landschaft bewiesen".

Unsere Gratulation gilt nicht nur unseren beiden Produzenten, sondern dem gesamten Team von TV60 von den Drehbuchautoren, den Schauspielern, dem Regisseur angefangen bis zum Casting und der letzten Hilfskraft am Set.

Andreas und Sven, wir sind stolz auf euch!

Das Vermächtnis der Wanderhure – Film:

Mittlerweile haben auch die Dreharbeiten zum "Vermächtnis der Wanderhure" begonnen. Wer sich die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises im Bayerischen Fernsehen angesehen hat, konnte bereits einen Blick auf einen Teil des Sets erhaschen.

Wir wünschen allen Beteiligten ein gutes Gelingen und freuen uns auf einen spannenden, grandiosen Film!



Methan:

Inzwischen ist bei Page & Turner mit "Methan" unser vierter Thriller mit dem Geheimagenten Torsten Renk und seiner Kollegin Henriette von Tarow erschienen. Die beiden erleben wieder ein hochdramatisches Abenteuer. In den Roman sind ein paar kleine Details unserer Recherchereise mit eingeflossen, wenn auch natürlich nicht im Actionteil.




Projektil:

Im Juni erscheint bei Goldmann die Taschenbuchausgabe unseres Thrillers "Die geheime Waffe" unter dem neuen Titel "Projektil". Es handelt sich dabei um das zweite Abenteuer unseres Geheimagenten Torsten Renk und das Erste, bei dem ihm seine Kollegin Henriette von Tarow zur Seite steht. Ist er zunächst noch skeptisch, was sie betrifft, so belehrt Henriette ihn schon bald eines Besseren. Dies ist auch gut so, denn sie stehen einem Feind gegenüber, der keine Gnade kennt.




Vampirjagd:

Im Juni 2012 erscheint bei Piper mit "Vampirjagd" die Fortsetzung des Romans "Die schwarze Königin". Erneut müssen sich unsere Wiener Vampire einem unheimlichen Feind stellen und sehen sich zusätzlich einer weiteren Herausforderung gegenüber, die ihre Existenz gefährden kann. Daniela und ihre Freunde müssen bis über die Grenzen ihrer Möglichkeiten gehen, und selbst dann ist es nicht gewiss, ob es ihnen gelingt, sich gegen die Gefahr aus dem Nichts zu behaupten.




Feuertochter:

Mittlerweile steht auch der Titel für das bei Knaur erscheinende Iny-Lorentz-Hardcover im Herbst fest. Der Roman heißt "Feuertochter" und spielt in Irland zu einer Zeit, als die Iren sich wieder einmal gegen die englische Herrschaft auflehnen. Die junge Irin Ciara ist eine glühende Patriotin und sehnt die Freiheit für ihre Heimat aus ganzem Herzen herbei. Doch schon bald begreift sie, dass es auch um ihre eigene Freiheit geht und diese ebenso schwer zu erreichen ist wie die ihrer Insel. Spannung und Liebe sind wie bei allen Iny-Lorentz-Romanen gewährleistet.




Stolz der Kriegerin:

Im November erscheint der zweite Fantasyroman unserer Dämmerlandsaga um die Heldin Laisa. Sie erhält erneut einen wichtigen Auftrag, von dessen Ausgang es abhängt, ob der brüchige Frieden zwischen den beiden verfeindeten Seiten des Großen Stromes bewahrt werden kann. Der Feind im Dunkeln sammelt jedoch bereits seine Scharen, um nicht nur Laisa, sondern auch das mächtigste Reich der Dämmerlande zu vernichten. Doch Laisa ist nicht auf sich allein gestellt. Rogon, der Prinz von Andhir, verlässt seine Heimat, um Abenteuer zu erleben, und die bekommt er gleich richtig serviert.

Das Bayerische Jahrtausend

Info
von Iny und Elmar am 20-03-2012

Eine Sendereihe des Bayerischen Rundfunks


In zehn Sendungen zu je 45 Minuten stellt das Bayerische Fernsehen zehn Jahrhunderte in zehn Städten mit unterschiedlicher Entwicklung vor. Jede Sendung befasst sich mit einer besonderen geschichtlichen Epoche anhand der jeweiligen Stadt.

Die Sendetermine im Bayerischen Fernsehen. Ausstrahlung jeweils um 22:00 Uhr:

31.03.2012: 11. Jahrhundert: Bamberg
02.04.2012: 12. Jahrhundert: Würzburg
03.04.2012: 13. Jahrhundert: Regensburg
04.04.2012: 14. Jahrhundert: Straubing
05.04.2012: 15. Jahrhundert: Nürnberg
08.04.2012: 16. Jahrhundert: Augsburg
09.04.2012: 17. Jahrhundert: Ingolstadt
10.04.2012: 18. Jahrhundert: Erlangen
11.04.2012: 19. Jahrhundert: Fürth
12.04.2012: 20. Jahrhundert: München

Die Sendungen werden wiederholt in BR-Alpha jeweils samstags ab dem 21.04. um 20:15 Uhr.



Der Bayerische Rundfunk hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das letzte Jahrtausend anhand der Entwicklungen in den oben genannten Städten mit Informationen und Spielszenen zu dokumentieren. In jeder dieser Städte wurde recherchiert und gedreht. Außerdem fand jeweils eine Vorpremiere statt, in der geladene Gäste den Film über die entsprechende Stadt erleben konnten.

Zu unserer großen Freude wurden unsere Filmagentin Isabel, unsere Agenturlektorin Ingeborg und wir von der Stadt Erlangen für die Vorpremiere über das 18. Jahrhundert eingeladen. Am 16.03.2012 brachen wir vier kurz vor Mittag nach Erlangen auf. Auf uns wartete nicht nur die Vorpremiere am Abend, sondern auch eine eigens für uns organisierte Stadtführung. Vorher aber galt es, einen passenden Parkplatz zu finden und zu Mittag zu essen. Isabel hatte für 13:30 Uhr einen Tisch bestellt, und Punkt 13:30 Uhr setzten wir uns an denselben. Dabei stand unser Dicker einige hundert Meter entfernt auf einem für die Rückfahrt äußerst günstig gelegenen Parkplatz.

Nach dem Essen ging es zur Hugenottenkirche, wo wir uns mit Frau May vom Erlanger Fremdenverkehrsamt und unserer Stadtführerin Frau Klopfer trafen. In den nächsten zwei Stunden brachte Frau Klopfer uns Erlangen und dessen Geschichte nahe und würzte den Rundgang mit einigen Anekdoten. Die Stadtführung endete schließlich vor einem Café, auf dessen Terrasse wir die restliche Zeit bis zur Premiere verbrachten.

Die Premiere des Films über das 18. Jahrhundert in Erlangen fand im Markgrafentheater statt, dem letzten Barocktheater in Süddeutschland, in dem noch Stücke aufgeführt werden. Wie bei solchen Anlässen üblich, wurden einige Reden gehalten. Schließlich wurde das Licht gedimmt und der Film begann mit den Hugenotten, die Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth ins Land gerufen hatte, um an dieser Stelle die Idealstadt Christian-Erlang zu gründen. Gezeigt wurden auch die Probleme, welche die Ankunft der Glaubensflüchtlinge für die Bewohner der nur einen Steinwurf entfernten Altstadt Erlangens mit sich brachte. Diese mussten nicht nur die Neuankömmlinge in ihre Häuser aufnehmen und verköstigen, sondern auch noch beim Bau der neuen Stadt mithelfen, und das ohne jeden Lohn oder andere Vergünstigungen.

Auch die Friedrich-Alexander-Universität wurde entsprechend gewürdigt, ebenso der ganzen Entwicklung der 'Franzosenstadt', die bald auch Einheimische anzog und einen rasanten Aufschwung nahm.

Für unser Gefühl viel zu schnell waren die 45 Minuten um und nach letzten Ansprachen ergab sich die Gelegenheit, mit einigen der Macher dieser Filmreihe zu reden, bevor zu vorgerückter Stunde der Abschied kam und unser braver Dicker uns wieder nach Hause brachte.

Es war ein schöner und interessanter Ausflug, den wir sehr genossen haben und wir danken der Stadt Erlangen sehr herzlich für diese Einladung.

Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten

Info
von Iny und Elmar am 11-03-2012

Miroque, das Magazin für lebendige Geschichte Nr. 9 (II/2012), erschienen im März 2012, enthält neben einen Bericht über 'Die Rache der Wanderhure' mit Bildern vom Film auch ein Interview mit uns, sowie eine exklusiv für Miroque geschriebene Kurzgeschichte um unsere Wanderhure Marie.

Miroque Nr. 9 ist in vielen Zeitschriftengeschäften und Mittelalterläden zu beziehen, sowie über

VK Histomedia GmbH Albertstraße 20 46049 Oberhausen


Iny und Elmar Lorentz

Die Rache der Wanderhure - Unterschiede Film-Buch

Info
von Iny und Elmar am 06-03-2012

Wer sowohl den Film gesehen wie auch das Buch zum Film gelesen hat, konnte erkennen, dass mehrere Szenen aus dem Buch im Film fehlen und ein paar andere umgeändert worden waren. Der Grund dafür liegt darin, dass das Manuskript bereits vor Beginn der Dreharbeiten beim Verlag abgeliefert werden musste. Unser Ausgangsmaterial für das Buch bestand aus der dritten Fassung des Drehbuches, die auch dem Regisseur als Grundlage übergeben worden ist. Nun besitzt ein Regisseur einen gewissen Freiraum für die Umsetzung des Drehbuchs. Immerhin ist er dem Produzenten und dem Verlag für den Film verantwortlich und nicht den Drehbuchautoren.

In Großen und Ganzen hat Hansjörg Thurn sich an das Drehbuch gehalten. Auch wurden Szenen gedreht, die später herausgefallen sind. Wer sich das Making of auf der DVD der 'Rache der Wanderhure' anschaut, wird Ausschnitte aus solchen Szenen entdecken. Doch was von dem gedrehten Material schlussendlich verwendet wird, entscheidet der Regisseur in Zusammenarbeit mit dem Cutter, sprich der Person, die die einzelnen Teile des Films aneinander setzt. Beide müssen die ihnen vorgegebene Sendezeit im Auge behalten. Aus diesem Grund mussten ganze Szenen ausgelassen und andere verkürzt oder zusammengefügt werden. Dadurch ergaben sich Änderungen, die auch eine neue Motivation der handelnden Personen bedingten.

Der größte Unterschied zum Drehbuch und zum Buch ist das Ende von Janus Suppertur. Es war im Drehbuch ganz anders beschrieben und hätte auch einige Minuten mehr Sendezeit erfordert als die von Hansjörg Thurn gewählte Variante. Uns gefällt das neue Ende auch sehr gut und wir bedauern, dass wir diese Wendung nicht früh genug kannten, um sie im Buch zum Film umsetzen zu können.

Iny und Elmar Lorentz

Die Quote

Info
von Iny und Elmar am 05-03-2012

Was für ein Buch die Verkaufszahl, ist für einen Fernsehfilm die Zuschauerquote. Mit ihr steht und fällt vieles. So war es schon bei der 'Wanderhure'. Wäre die Quote des Films schlecht gewesen, hätten wir eben nur einen verfilmten Roman gehabt und keinen weiteren. Zum Glück wurde der Film bei seiner Ausstrahlung 2010 mit 31,3 % ein Riesenerfolg. Das war aber keine Garantie dafür, dass auch 'Die Rache der Wanderhure' ihre Zuschauer finden würde. Aus diesem Grund war die Anspannung beim Sender, dem Produzenten, der Filmcrew, unseren beiden Agentinnen und natürlich auch bei uns größer als beim ersten Film, denn immerhin hatte Sat1 bereits angekündigt, auch 'Das Vermächtnis der Wanderhure' verfilmen zu wollen.

In unseren schlimmsten Alpträumen sahen wir 'Die Rache der Wanderhure' zu einem totalen Flop werden, als dessen Folge Sat1 sämtliche Vorbereitungen für das 'Vermächtnis' abbrechen würde. Daher begann das eigentliche Zittern nach der Ausstrahlung. Unsere Filmagentin Isabel versprach, uns am 29.02.2012 sofort anzurufen, sobald sie die Zahlen hätte. Gleichzeitig gab jeder seinen Tipp ab, der teilweise mehr von der Hoffnung als der wahren Erwartung beeinflusst wurde. Am höchsten tippte Isabel selbst mit 7,5 Millionen Zuschauer in Deutschland, während wir uns mit 6,1 und 6,5 Millionen begnügten. Alle drei Zahlen lagen über der magischen Grenze, die für Sat1 als Erfolg gelten konnte.

Am 29.02.2012 klingelte bereits sehr früh das Telefon und holte Elmar aus dem Badezimmer. Als er abhob, war am anderen Ende eine begeisterte Isabel. "Wir haben 8,1 Millionen!", meldete sie. "Das sind 25,3 Prozent insgesamt und 27,0 Prozent bei der für Sat1 werberelevanten Gruppe!"

Elmar brauchte einen Augenblick, um die Nachricht zu realisieren. Dann aber freute er sich königlich. Der zweite Film mit unserer Wanderhure Marie hatte es geschafft, eine Zuschauerzahl zu erreichen, die im Vorfeld niemand für möglich gehalten hätte. Der Albtraum mit dem Abbruch des 'Vermächtnisses' war nicht Wirklichkeit geworden. Schon im April werden sich Alexandra Neldel, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Götz Otto und die anderen wieder in Prag versammeln und ans Werk gehen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei und uns, dass wir wieder einen Tag beim Set dabei sein dürfen.

Die für uns ebenfalls wichtige Quote in Österreich betrug mit 842.000 Zuschauern 29 Prozent! Wie schon bei der 'Wanderhure' hatten die Zuseher vom ORF auch diesmal die Nase leicht vorne.

Wir bedanken uns bei allen, die zu diesem gewaltigen Erfolg beigetragen haben und freuen uns auf einen weiteren grandiosen Film!

Iny und Elmar Lorentz

Die Ausstrahlungsparty

Bericht
von Iny und Elmar am 04-03-2012

Schon 2010 hatte der Droemer-Knaur-Verlag anlässlich der Ausstrahlung des Films 'Die Wanderhure' eine gelungene Party einen Tag vor dem Beginn der Buchmesse in Frankfurt veranstaltet. Diesmal fand die Ausstrahlungsparty in München statt. Eingeladen waren viele Verlagsangestellte, unsere Agentinnen, die Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon samt ihren Partnerinnen, einige Fans, die die Teilnahme im Preisausschreiben gewonnen hatten, und natürlich wir.

Gleich zu Beginn schockierte Elmar die Chefin der Lizenzabteilung, als er auf die Frage hin, wie lange wir für die Fahrt gebraucht hätten, zwei Stunden nannte. Iny war es dann überlassen, zu erklären, dass in diese Zeit auch ein kleiner Einkaufsbummel in München eingeschlossen gewesen wäre.

Wir lernten auf jeden Fall einige neue Droemer-Knaur-Leute kennen, ließen uns von unserer Agentin mit Getränken und Fingerfood versorgen und unterhielten uns den Anwesenden, bis unsere Pressedame Patricia ihre Ansprache begann und wir dann auch noch von unserer Cheflektorin über den grünen Klee gelobt wurden. Dies erinnert uns gerade daran, dass unser nächster Iny-Lorentz-Roman in Irland spielen wird. Zum Glück war das Licht gedimmt, so dass niemand sah, wie rot wir bei dem Lob wurden.

In den nächsten 120 Minuten verfolgten alle gespannt Maries und Michels Abenteuer auf der Leinwand. Obwohl wir den Film schon zweimal gesehen hatten, fieberten wir auch diesmal mit. Elmar konstatierte zuletzt erleichtert, dass Janus Suppertur zum Stachelschwein gemacht worden war. Die Begeisterung war einhellig und wir konnten uns vor Glückwünschen kaum retten.

Zu unserer Erleichterung kamen nun die eingeladenen Fans, um ihre Bücher signieren zu lassen. Zweien von ihnen gelang es, die Din-A3-großen Filmplakate als Souvenir zu ergattern. Wir nahmen uns Zeit, die an uns gestellten Fragen zu beantworten und erläuterten auch die unterschiedlichen Anforderungen, die an einen Roman und einen Film gestellt werden. Es herrschte eine herrlich entspannte Atmosphäre, die es einem schwer machte, sich zu verabschieden. Mehrere Leute, die bereits kurz nach Ende des Films hatten gehen wollen, saßen anderthalb Stunden später noch immer dort. Für uns war es wunderschön, den Film mit den Menschen zusammen anzusehen, die ihn im Grunde erst ermöglicht hatten, wie unsere Agentin Lianne Kolf, unsere Filmagentin Isabel, unserer Cheflektorin Christine Steffen-Reimann und alle die anderen, die mitgeholfen haben, dass unsere 'Wanderhure' und die anderen Iny-Lorentz-Romane hübsch in Buchdeckel verpackt in den Buchhandlungen die Leser erreichen.

Als wie uns schließlich schweren Herzens von der restlichen Runde trennten, lag nur noch ein großes Fragezeichen vor uns und dies betraf die Zuschauerquoten in Österreich und Deutschland. Doch die konnten wir an diesem Abend noch nicht erfahren.

Iny und Elmar Lorentz

Bei Tietjen und Hirschhausen in Hannover

Bericht
von Iny und Elmar am 04-03-2012

Gerade aus Wien zurück packten wir unseren Koffer frisch für den nächsten Morgen. Es würde nach Hannover zur Talkshow von Bettina Tietjen und Dr. Eckart von Hirschhausen gehen. Als das Taxi uns zum Flughafen brachte, wartete bereits Patricia Kessler vom Knaur-Verlag auf uns, die uns in die Leinestadt begleiten sollte. Auch an diesem Morgen stieg der Aluminiumvogel zeitgerecht auf und brachte uns ohne Probleme nach Hannover.

Kurz darauf kamen wir im Hotel an und vertrieben uns die Zeit, bis der Fahrdienst uns zu den Studios des NDR bringen würde, mit einem guten Mittagessen. Als wir schließlich vor den Studios ankamen, wurden wir ähnlich wie in Wien bereits vor der Tür von Menschen erwartet, die Autogramme von uns haben wollten. Wir stellten uns auch für ein paar Fotos bereit und dann ging es postwendend in die Maske. Im Aufenthaltsraum lernten wir anschließend die anderen Talkshowgäste kennen. Bettina Tietjen und Eckart von Hirschhausen hatten eine illustre und vor allem sehr nette Schar eingeladen, die einen interessanten Abend versprach.

So war die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt erschienen, der Journalist Hajo Schumacher, Oliver Kalkofe, dessen Wortwitz einem stets Vergnügen bereitet, sowie der Kabarettist Bill Mockrigde, der ein fester Bestandteil der 'Lindenstraße' ist. Dazu stießen noch der Sänger Stefan Gwildis und Jan Becker, der Mann des Wunderbaren.

Nach einer kurzen Vorbesprechung ging es ins Studio. Dort warteten bereits die Zuschauer und spendeten allen Talkshowgästen lebhaften Beifall. Die beiden Gastgeber Tietjen und von Hirschhausen waren ebenso gut gelaunt wie vorbereitet und führten uns durch zwei Stunden mit interessanten Gesprächen, zu deren Höhepunkten der neue Song zählte, den Stefan Gwildis vortrug, sowie ein Pendelexperiment, mit dem Jan Becker uns die Macht der Gedanken präsentierte.

Auch wir wurden zu unserer Arbeitsweise und natürlich zur 'Rache der Wanderhure' befragt und gaben munter Antwort. Gerade, als die Veranstaltung so richtig Fahrt aufgenommen hatte, mussten Bettina Tietjen und Eckart von Hirschhausen uns abrupt bremsen. Die zwei Stunden der Talkshow waren um, ohne dass es einem von uns so lange vorgekommen wäre.

Mit einem Bier oder einem Schluck Wein und leckeren Kanapees klang der Abend schließlich aus. Wir mussten erneut ein paar Autogramme geben, dann ging es zurück ins Hotel. Die Nacht war arg kurz, aber zu unserer Freude hob das Flugzeug am nächsten Tag planmäßig ab und brachte uns nach München zurück. Als wir die Vorhalle des Münchener Flughafens betraten, sahen wir eine große Anzahl zumeist jugendlicher Menschen, die dort in einer dichten Traube standen und begriffen, dass diese auf einen richtigen Star warteten. Wir selbst verabschiedeten uns von unserer Begleiterin Patricia, stiegen ins Taxi und waren kurz darauf zuhause. Hinter uns lagen eine interessante Reise und ein Zusammentreffen mit interessanten Personen, denen man nicht jedem Tag begegnet.

Iny und Elmar Lorentz

22.02.2012: An der schönen blauen Donau

Bericht
von Iny und Elmar am 02-03-2012

Kaum war die Premiere der 'Rache der Wanderhure' vorbei, galt es, den Koffer zu packen und zum Flughafen zu fahren, um nach Wien zu fliegen. Josef Aichholzer, der österreichische Koproduzent des Films und der ORF hatten angeregt, dass wir im Vorfeld der Ausstrahlung auch in unserem Nachbarland Präsenz zeigen sollten. Immerhin hatte die 'Wanderhure' als Film in Österreich die grandiose Zuschauerquote in Deutschland noch einmal getoppt. Nicht zuletzt aus diesem Grund war es für uns eine große Freude, der Einladung nach Wien Folge leisten zu können.

Das Wetter spielte mit und man glaubt es kaum, sogar das Flugzeuge startete planmäßig. In Wien wurden wir vom Fahrdienst der ai-Film abgeholt und saßen im selben Auto, mit dem schon Alexandra Neldel zu den Drehorten gefahren worden war. Im 7. Wiener Bezirk angekommen, bezogen wir unser Zimmer und hatten dann ein wenig Zeit, durch die Stadt zu schlendern, die wir in den letzten Jahren bereits mehrmals bei den Recherchen für 'Die schwarze Königin' und 'Vampirjagd' besucht hatten.

Am späten Nachmittag trafen wir uns mit Josef Aichholzer zu einem gemütlichen Essen. Anschließend schritten wir nach angenehmen Gesprächen zur Tat. Es war eine Lesung mit Signierstunde bei Thalia in der Mariahilferstraße geplant. Als wir dort eintrafen, warteten bereits Autogrammjäger vor der Tür der Buchhandlung auf uns und gaben uns beinahe das Gefühl, Stars zu sein. Es wurden Fotos geschossen und wir mussten ein kurzes Interview geben, dann saßen wir auf dem Podium und berichteten den Zuhörern erst einmal, wie es dazu gekommen war, dass wir eine Filmfassung unserer Kastellanin geschrieben haben. 'Die Rache der Wanderhure' ist ein Seitenzweig und gehört nicht in die offizielle Reihe der Wanderhurenbände mit 'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die Tochter der Wanderhure' und 'Töchter der Sünde'.

Natürlich lasen wir auch aus dem Buch und signierten anschließend etliche Bücher. Es gab hier auch einen besonderen Gast, nämlich Roswitha, die wir durch das Internet kennengelernt hatten und die in einem wunderschönen Mittelaltergewand gekommen war. Sie wurde wahrscheinlich noch öfter fotografiert als wir.

Nach dem Ende Veranstaltung unterhielten wir uns noch mit Josef Aichholzer und einem Herrn vom ORF, der uns unser schlechtes Namensgedächtnis verzeihen möge, sowie mit den Leitern der Thaliafiliale. Roswitha und einige andere Zuhörer blieben ebenfalls bis zum Schluss und so ging der Abend stimmungsvoll zu Ende.

Den nächsten Morgen nützten wir zu einem kurzen Einkaufsbummel durch die Mariahilferstraße, dem allerdings der Gedanke an unseren eh schon überfüllten Koffer ein rasches Ende bereitete, und dann ging es wieder zum Flughafen. Wie schon auf dem Herflug stieg der Flieger planmäßig in die Luft und kam pünktlich an. Zuhause erwarteten uns die Nachricht von einem weiteren Telefoninterview und die Erkenntnis, dass nach dem Flug in unserem Fall kurz vor dem Flug war.

Iny und Elmar Lorentz

20.02.2012: Die Premiere

Bericht
von Iny und Elmar am 02-03-2012

Fand die Premiere der 'Wanderhure' im Jahr 2010 wegen des Münchner Oktoberfestes in Berlin statt, so lud Sat1 diesmal in das G.O.P-Theater nach München ein. Die am Projekt beteiligten Personen trafen sich allerdings schon vorher in einem in der Nähe gelegenen Hotel, um sich in aller Ruhe auf den großen Augenblick vorbereiten zu können.

Wir hatten die Fahrt nach München ausgenützt, um in unserer Agentur das Manuskript des im Herbst erscheinenden historischen Romans abzuliefern und fuhren dann mit unserer Agentin Lianne und unserer Filmagentin Isabel zum Treffpunkt. Dort konnten wir gleich als Erstes Nadja Becker (Hiltrud) und Ill-Young Kim (Marat) begrüßen. In rascher Folge trafen dann auch Esther Schweins, Julian Weigend, Bert Tischendorf und natürlich Alexandra Neldel ein. Es blieb genug Zeit, um mit allen ein paar Worte zu wechseln, obwohl etliche Reporter um uns herumschwirrten und sich immer wieder jemand zum Interview herauspickten. Die Produzenten Andreas Bareiss, Sven Burgemeister, Josef Aichholzer und der Regisseur Hansjörg Thurn waren selbstverständlich auch da, ebenso die beiden Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon. Dazu kamen Größen von Pro Sieben/Sat1 und dem ORF, sowie weitere Leute, die etwas darstellten, aber die wir uns nicht alle merken konnten.

Zu gegebener Zeit wurden die Anwesenden gebeten, das Lokal zu wechseln, und es ging zum G.O.P-Theater in Maximilianstraße. Der rote Teppich war ausgerollt und die Fotografen warteten bereits auf Alexandra und die anderen Schauspieler. Wir mussten uns mit Thomas Wesskamp und Dirk Salomon zusammen ebenfalls den Blitzlichtern stellen und fanden uns wenig später in einem Interview wieder.

Lianne und Dirk sorgten dafür, dass wir auch gleich etwas zu trinken bekamen, während Isabel uns unzähligen Leuten vorstellte. Die Räumlichkeiten im G.O.P-Theater waren sehr schön und boten eine sehr gute Sicht auf die große Leinwand. Sat1-Geschäftsführer Joachim Kosack hielt eine kurze Einführungsrede, und dann ging es los.

Hörte man zuerst noch das gelegentliche Rascheln der bereitgestellten Chips-Tüten, wurde es bald immer stiller im Saal. Alle starrten gebannt auf die Leinwand, auf der Alexandra als Marie eine ebenso ausgezeichnete Leistung bot wie auch die anderen Akteure. Die Drehorte waren von feinsten und der Film selbst spannend und ergreifend zugleich. Der Beifall der geladenen Zuschauer war entsprechend groß und steigerte sich noch, als die Produzenten, der Regisseur und die Akteure die Bühne betraten. Die Drehbuchautoren und wir wurden ebenfalls nach vorne gerufen und durften uns ein wenig in dem Applaus sonnen. Dabei freuten wir uns sehr, dass Nolwenn Leroy, die den Titelsong zur Rache der Wanderhure gesungen hat, ebenfalls anwesend war, und von den Zuschauern begeistert empfangen wurde.

Anschließend gab es Häppchen und es wurde immer wieder auf den Film angestoßen. Michael Brandner, der in der 'Wanderhure' den Grafen Keilburg gespielt hatte, war von der 'Rache der Wanderhure' genauso begeistert wie wir. Wir haben es sehr bedauert, dass er und etliche andere hervorragende Schauspieler nach der 'Wanderhure' ausscheiden mussten. Auch bei der 'Rache der Wanderhure' würden wir gerne jede Schauspielerin und jeden Schauspieler auch im nächsten Film sehen. Doch die Geschichte um unsere Wanderhure Marie muss weitergehen und wir werden beim 'Vermächtnis der Wanderhure' viele gute Freunde wiedersehen und neue kennenlernen.

Für uns war es ein Genuss, bei der Premiere dabei sein zu dürfen, und ein großes Geschenk der Glückgöttin, diesen Film erleben zu dürfen. Herzlichen Dank, Alexandra, Nadja, Esther, Götz, Bert, Julian und alle anderen. Ihr seid wieder einmal wunderbar gewesen!

Iny und Elmar Lorentz

Die Rache der Wanderhure kommt zu uns

Bericht
von Iny und Elmar am 16-02-2012

Die Tage sind seit Neujahr bereits länger geworden, die Temperaturen allerdings auf eisige Tiefen gesunken. Schnee war angesagt, sowie Sturm und Glätte. Elmars besorgter Blick fiel daher am 15.02.2012 immer wieder nach draußen und er maß die weiße Pracht, die in steter Beharrlichkeit vom Himmel rieselte. Schließlich war es kein normaler Tag, denn wir erwarteten heiß ersehnte Gäste. Andreas Bareiss, der Hauptproduzent der 'Rache der Wanderhure', hatte versprochen, an diesem Tag zu uns zu kommen und den Film mit uns gemeinsam anzusehen. Mit ihm wollte unsere Agentin Lianne kommen.

Doch würde es an diesem Tag überhaupt möglich sein?, fragten wir uns. In den Nachrichten wimmelte es nur so von Horrormeldungen über den Straßenzustand und der Schneefall dachte nicht im Geringsten daran, aufzuhören.

"Er kommt nicht!", prophezeite Elmar düster.

"Andreas ist Filmproduzent und braucht ein Auto, mit dem er notfalls auf einem verschlammten Feldweg zum Set fahren kann", versuchte Iny ihn zu beruhigen. "Außerdem dürfte die Autobahn jetzt geräumt sein, und von der Ausfahrt sind es bloß ein paar Kilometer bis hierher."

Elmar verzichtete wohlweislich darauf, zu wetten, sondern zog sich gegen 16:00 Uhr warm an, griff zur Schneeschaufel und machte sich daran, sowohl die Zufahrt zu unserer Garage wie auch unseren Außenparkplatz von Schnee zu befreien. Anschließend holte er den Dicken aus der Garage, um mit diesem unsere Agenturlektorin Ingeborg von ihrer Wohnung abzuholen. Danach war auch er optimistischer. Wenn er mit unserem Dicken durchkam, würde es auch Andreas Bareiss schaffen.

Nur wenig später war Andreas auch schon da. Wie angekündigt hatte er Lianne und diese einen kleinen Imbiss mitgebracht. Obwohl die Ungeduld kaum mehr zu ertragen war, wurde erst einmal gegessen und miteinander angestoßen. Danach durfte Elmar die DVD-Hülle öffnen und die DVD in den Recorder einlegen. Er war arg nervös, schaffte es aber doch.

Während die ersten Filmsequenzen auf dem Bildschirm erschienen und Nolwenn Leroys zauberhafte Stimme erklang, senkte sich Stille über unsere kleine Fernsehecke. Alle, selbst Andreas, der den Film ja schon gesehen hatte, blickten gespannt auf das Fernsehgerät. Obwohl wir das Drehbuch kannten, war es ein ergreifendes Gefühl, zum Leben erwachte Fantasie zu erleben und Alexandra Neldel, Esther Schweins, Nadja Becker und alle anderen in Bestform zu sehen.

War 'Die Wanderhure' bereits ein überzeugend gelungener Film gewesen, so hatten die Macher diesmal noch eine kräftige Schippe drauf gelegt. Alexandra Neldel war wunderbar, Ester Schweins und die anderen Darstellerinnen zum Küssen und die männlichen Schauspieler mit Bert Tischendorf und Götz Otto an der Spitze eine Klasse für sich. Die Minuten vergingen, ohne dass wir es gewahr wurden. Als das Ende kam, saßen wir still auf unseren Plätzen und waren von der Wucht des Films überwältigt. Nach der 'Wanderhure' und unserem Besuch beim Set in Tschechien hatten wir viel erwartet. Doch dieses Ergebnis hätte niemand vorhersagen können. Hier waren absolute Profis mit ihrem ganzen Können und ihrem vollen Herzen am Werk gewesen und hatten etwas geschaffen, das einmalig ist.

Wir danken Andreas Bareiss dafür, dass er uns diesen wundervollen Abend ermöglicht hat und freuen uns riesig auf die Ausstrahlung am 28.02.2012.

Wer die Bücher um unsere Wanderhure Marie liebt, wird auch diesen Film lieben!

Iny und Elmar Lorentz

Iny u.Elmar Lorentz am 24.2. bei 'Talk in Hannover

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 12-02-2012

Am Freitag, 24. Februar 2012 um 22:00 Uhr begrüßen Bettina Tietjen und Dr. Eckart von Hirschhausen folgende Gäste bei Talk in Hannover:

Den Schauspieler und Kabarettisten Bill Mockridge, den Sänger Stefan Gwildis, den Gedankenleser und Magier Jan Becker, die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, sowie Iny Klocke und Elmar Wohlrath alias Iny Lorentz

Vorschau 2012

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 17-01-2012

Das Krachen der Böller zum Jahreswechsel ist verhallt und die Raketenkaskaden erloschen. Wir schreiben das Jahr 2012. Laut einigen 'Propheten' soll heuer ja die Welt untergehen. Wir glauben da nicht so recht daran und haben daher bereits mit den Planungen für die Romane begonnen, die 2013 erscheinen sollen. Auch sonst steht uns in diesem Jahr einiges bevor. Da ist zum einen:




Der Film "Die Rache der Wanderhure":

Das erste große Highlight kommt am 28.02.2012 um 20:15 Uhr auf Sat1, nämlich der Film "Die Rache der Wanderhure"!

Wir freuen uns schon riesig darauf und hoffen, wie bei der Verfilmung der "Wanderhure" auch hier vorher eine DVD zu erhalten. Auf jeden Fall aber werden wir am 28.02.2012 vor dem Fernsehgerät sitzen und mit unserer Marie mit fiebern. Wir durften bereits einen neun Minuten langen Trailer sehen und sind begeistert. Das ganze Filmteam von Produzenten angefangen über die Drehbuchschreiber, den Regisseur, die Akteure und die ganzen, wichtigen Helfer haben im Vergleich zum ersten Film "Die Wanderhure" noch mal eine kräftige Schippe draufgelegt.




2012 erscheinen auch wieder einige Romane aus unserer Feder:

01: "Die Rache der Wanderhure"

Erscheinungstermin Buch: 26.01.2012 Erscheinungstermin Hörbuch: 17.02.2012 Erscheinungstermin DVD: 29.02.2012


Da die Verfilmung der 'Kastellanin' weitaus stärker von der Vorlage abweicht, als bei 'Die Wanderhure', wurde an uns der Wunsch herangetragen, ob wir nicht aus dem Drehbuch des Films einen eigenständigen Roman schreiben könnten. Unsere Begeisterung hielt sich anfangs in engen Grenzen. Zu verrückt schien uns der Gedanke, einen Roman nach einem Drehbuch zu schreiben, das seinerseits nach einem Roman von uns geschrieben worden ist. Es kostete unserer Agentin viele gute Worte, um uns überhaupt soweit zu bringen, dass wir die Möglichkeit ins Auge fassten. Unsere Bedingungen standen aber von vorneherein fest: Nur wenn uns das Drehbuch der beiden Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon außerordentlich gefällt, werden wir es tun.

Unsere Filmagentin besorgte uns das Treatment des Films, damit wir schon frühzeitig über die geplanten Änderungen im Vergleich zur 'Kastellanin' informiert wurden, und dann warteten wir auf das Drehbuch. Da sich bei der ersten und zweiten Fassung durch die Mitwirkung des Senders, der Produzenten und des Regisseurs noch entscheidende Änderungen ergeben konnten, beschlossen wir, erst die dritte Fassung des Drehbuchs zu lesen und uns dann zu entscheiden, ob wir das Abenteuer wagen oder es lassen sollen.

Das Drehbuch kam schließlich, wurde von Elmar gelesen und dann von uns zusammen mit Isabel und unserer Agenturlektorin Ingeborg diskutiert. Elmar war von Anfang an Feuer und Flamme, diese emotionale, spannende, und abenteuerliche Geschichte umzusetzen. Bei Isabel war es von vorneherein klar, dass sie es wollte, und so warteten wir vor allem auf Ingeborgs Urteil. Gegen ihren Rat hätten wir es nicht gemacht.

Doch auch Ingeborg war dafür und so konnte das Werk beginnen. Der Zeitrahmen dafür war äußerst eng, da Sat1 inzwischen den Sendetermin des Films um mehrere Monate vorgezogen hatte. Allerdings sind wir ein eingespieltes Team und besaßen mit dem Drehbuch eine Vorlage, an die wir uns halten konnten. Elmar konnte dabei auch auf alte Erfahrungen zurückgreifen, hatten wir doch vor längerer Zeit bereits drei Begleitbücher zu Fernsehserien geschrieben.

Auf jeden Fall wurden wir rechtzeitig fertig und so kann 'Die Rache der Wanderhure' termingerecht erscheinen.




02: "Methan"

Erscheinungstermin: 23.04.2012


'Methan' ist der vierte Thriller mit unserem Helden Torsten Renk und seiner Kollegin Henriette von Tarow. Als die beiden den Auftrag erhalten, einem vagen Verdacht nachzugehen, stellt sich für sie zunächst die Frage, ob sie jetzt einen gemütlichen Urlaub verleben oder in ein neues Abenteuer geraten würden. Die Antwort erhalten sie sehr schnell und bevor sie sich versehen, müssen sie all ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einsetzen, um den Tod zu entgehen.




03: "Projektil" (Die geheime Waffe)

Erscheinungstermin: 10.06.2012


Bei 'Projektil' handelt es sich um die Taschenbuchausgabe unseres zweiten Thrillers mit Torsten Renk, der unter dem Titel 'Die geheime Waffe' als Klappenbroschur erschienen ist. Nachdem Torsten Renk seinen letzten Auftrag vergeigt hat, erteilt sein Chef ihm den Befehl, seine neue Kollegin Henriette von Tarow auszubilden. Torsten ärgert sich fürchterlich darüber und versucht alles, um Henriette wieder loszuwerden. Doch als sie sich plötzlich in einen äußersten gefährlichen Einsatz wiederfinden, lernt er seine Kollegin bald zu schätzen.




04: "Vampirjagd"

Erscheinungstermin: 18.06.2012


'Vampirjagd' ist der zweite Roman mit unserer Wiener Vampirin Daniela und deren Freunde. Kaum hat der Vampir-Club den Kampf mit der 'Schwarzen Königin' im letzten Moment zu seinen Gunsten entschieden, da taucht eine neue Gefahr wie aus dem Nichts auf. Für Daniela und ihren Partner, dem über 200 Jahre alten Vampir Urban brechen harte Zeiten an, zumal sich noch jemand drittes einmischt, von dem keiner weiß, auf welcher Seite er steht.




05: "Dezembersturm"

Erscheinungstermin: 06.09.2012


Dabei handelt es sich um eine Sonderausgabe des ersten Bandes unserer Trettin-Trilogie, die in diesem Herbst herausgegeben wird.




06: "Ciara"

(Arbeitstitel. Wie das Buch wirklich heißen soll, steht noch nicht fest)

Erscheinungstermin voraussichtlich Oktober


Im Herbst wird natürlich auch wieder das jährliche Iny-Lorentz-Hardcover erscheinen. Es spielt in einem Land, das bis jetzt noch in keinem unserer Romane behandelt wurde. Uns hat es sehr viel Freude bereitet, ihn zu schreiben. Eine stolze Frau und ein junger Krieger sehen sich einem Abenteuer gegenüber, das ihnen alles abverlangt, und selbst dann ist es nicht sicher, wohin ihr Weg führen wird.




07: "Stolz der Kriegerin"

(Voraussichtlicher Titel, steht noch nicht ganz fest)

Erscheinungstermin Winter 2012


Mit 'Stern der Göttin' hat unsere Heldin Laisa die Dämmerlande betreten und sehr rasch gemerkt, dass es sich um eine sehr gefährliche Gegend handelt. Nachdem sie sich ein wenig eingewöhnt hat, schickt Khaton, der weiße Evari, sie erneut auf die feindliche Seite des Großen Stromes. Es gilt, den Eid eines Königs zu erfüllen, doch gibt es sehr viele Leute, die genau das verhindern wollen. Allerdings steht Laisa nicht allein gegen ihre Feinde, denn in einem kleinen Land im Norden ist ein junger Mann aufgebrochen, um Abenteuer zu erleben. Ob er allerdings erwartet hat, dass diese so heftig werden würden, ist zu bezweifeln.




Lesungen:

Nach zwei Jahren, in denen wir doch etliche Lesungen bestritten haben, müssen wir heuer leider kürzer treten. Bis jetzt ist nur eine einzige Lesung festgelegt, und zwei bei den Liebesromantagen von DeLiA in Grassau im Chiemgau. Der Termin ist der 11.05.2012 und außer uns werden weitere ausgezeichnete Autorinnen und Autoren bei diesem Ereignis lesen.

Es ist möglich, dass wir im Juni eine kleine Lesereise machen. Auch im Herbst wollen wir im Vorfeld der Buchmesse auf Lesereise gehen, doch gibt es hier wie dort noch keine konkreten Pläne. Wir warten auf die Anfragen, die an Droemer-Knaur gerichtet werden und entscheiden gemeinsam mit dem Verlag, wohin unser Weg uns führen wird.



Allgemeines:

Mittlerweile ist auch die Taschenbuchausgabe der "Ketzerbraut' erschienen und hat es bis auf Platz 8 der Harenberg-Taschenbuch-Bestsellerliste geschafft. Dies ist ein wunderbarer Beginn des neuen Jahres und wir danken allen unseren Lesern dafür.

Iny und Elmar Lorentz