Frohes Fest

Info
von Iny und Elmar am 25-12-2014

Seit vorgestern werden die Tage wieder länger, die Nächte kürzer und im Kalender steht für heute Heiliger Abend. Die letzten Einkäufe sind getätigt, alle Geschenke gekauft, Karten geschrieben und E-Mails mit guten Wünschen verschickt. Bei Temperaturen von über zwölf Grad plus und strahlendem Sonnenschein gerät man in Gefahr, statt 'Frohe Weihnachten' 'Frohe Ostern' zu schreiben, und wundert sich darüber, dass die Schokoladenfiguren in den Geschäften rot sind und Zipfelmützen tragen anstelle stattlicher Löffel.

Allerdings wäre Ostern 2015 im Augenblick kein gutes Datum, denn bis dorthin muss Elmar noch einen Roman im Rohtext schreiben und Iny einen überarbeiten. Auch ist der Winter noch nicht vorbei. Im Internet machen Horrormeldungen von einem Temperatursturz um die 30 Grad die Runde. Ein bisschen kälter kann es ja ruhig werden, aber bitte in dezenterem Rahmen.

Wir verabschieden und an dieser Stelle von dem Jahr 2014 und wünschen all unseren Leserinnen und Lesern und allen Freunden und lieben Kollegen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches und erfülltes neues Jahr. 2015 sehen wir uns wieder.

Bis dorthin beste Grüße

Iny und Elmar Lorentz

Neues zum Jahresschluss

Info
von Iny und Elmar am 15-12-2014

Gemäß unserer Devise 'Altes bewahren und Neues ausprobieren' erscheinen bei Amazon mehrere unserer Kurzgeschichten als eBooks. Teilweise handelt es sich um Storys, die bereits vor Jahren in Anthologien erschienen sind, andere wurden überarbeitet und ausgebaut, aber mindestens eine davon ist neu.

Es handelt sich dabei um:


Der Ersatzbräutigam


Ein Weihnachtsgeschenk für Käthe


Der Tag des Teufels

Die Veröffentlichung weiterer Kurzgeschichten ist in Planung.


Iny und Elmar Lorentz

Das Jahr 2014

Bericht
von Iny und Elmar am 15-12-2014

Langsam neigt sich dieses Jahr seinem Ende zu. Weihnachten liegt vor uns und bringt hoffentlich ein wenig Besinnlichkeit in unser aller Leben, während wir zu Sylvester das alte Jahr verabschieden und das neue willkommen heißen werden.

Wie in jedem Jahr gab es auch 2014 schöne Stunden und wir konnten uns über viele Dinge freuen. Natürlich blieb auch der Ärger nicht aus, aber auch der gehört zum Leben. In der Summe überwiegt jedoch das Angenehme.

Wir wollen jetzt nicht alles, was geschehen ist, im Einzelnen aufführen. Das kann man im Tagebuch nachlesen.

Alle in diesem Jahr erschienenen Iny-Lorentz-Bücher haben es auf die Harenberg-Bestellerliste (auch Spiegel-Bestsellerliste) geschafft, darunter sogar die Filmausgabe der 'Pilgerin'. 'Der weiße Stern' und 'Die List der Wanderhure' erreichten jeweils Platz 5. Dafür ein ganz dickes Dankeschön an all unsere Leserinnen und Leser!

Jetzt ist ein wenig Ruhe angesagt, bevor es im neuen Jahr weitergeht. 2015 werden wir wieder einmal auf der Buchmesse in Leipzig sein. Außerdem steht im Juni eine längere Recherchereise an. Schließlich gilt es, Material für weitere Romane zu sammeln. Wir werden uns auch wieder mit unseren Kolleginnen und Kollegen von HOMER und DeLiA treffen, die eine oder andere Lesung machen, und natürlich weitere Romane schreiben.

Eine kleine Aussicht auf 2015:

Bereits Anfang April erscheint mit 'Das wilde Land' der dritte Teil unserer Texas-Reihe. Unser Auswanderer Walther Fichtner und seine Familie werden darin weitere Abenteuer erleben.

Im Herbst wagen wir uns als Iny Lorentz einen Ausflug in eine neue Zeitepoche, können aber noch keinen Titel nennen, und im Winter wird die Taschenbuchausgabe der 'List der Wanderhure' erscheinen.

Unter dem Namen Sandra Melli kommt im Spätherbst Band fünf der Dämmerland-Reihe heraus. Hier werden die Katzenfrau Laisa und ihre Mitkämpfer noch einmal richtig gefordert.

Jetzt aber freuen wir uns erst einmal auf ein schönes und hoffentlich friedliches Jahr 2015.


Iny und Elmar Lorentz

Weimar und Erfurt oder Die Schlangen im Paradies

Bericht
von Iny und Elmar am 03-12-2014

Von Anfang Mai bis Mitte Oktober sind wir gerne mit dem Wohnwagen unterwegs, doch im November ist es dafür zu kalt. Daher hatten wir bislang um die Zeit nur selten Lesungen, für die wir länger hätten unterwegs sein müssen. Heuer aber sollten wir an einem Tag in Erfurt und am nächsten in Weimar lesen. Das bedeutete für uns, im Hotel zu übernachten. Da die beiden Städte nur 25 km auseinanderliegen, beschlossen wir, sie von einer Unterkunft aus zu machen, und wählten aus bestimmten Gründen ein hochgelobtes Hotel in Weimar aus. Wie unsere Freundin und Lektorin Ingeborg, mit der wir schon etliche Recherchereisen gemacht hatten, uns schon öfter erklärt hat, gäbe es in jedem Paradies Schlangen. Da sie uns auch diesmal begleitete, teilten wir diese mit ihr.

Der Aufenthalt in Weimar selbst war recht angenehm. Am ersten Tag hatten wir mit Steffen Knabe, dem Verleger des Knabe-Verlags, einen ortskundigen Führer, der uns die interessantesten Stellen seiner Heimatstadt zeigte und auch unsere Fragen geduldig beantwortete. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür.

Hatten sich die Paradiesschlangen über Tag noch zurückgehalten, biss dafür die Erste am Abend zu. Das Hotelrestaurant, in dem wir essen wollten, war wegen einer geschlossenen Gesellschaft für uns Tabu. Also durften wir unsere Jacken holen und uns in der Kälte auf die Suche nach einer anderen Futterkrippe machen. Zum Glück gab es in der Nähe einige, die boten, was wir suchten.

Am nächsten Vormittag streiften wir auf eigene Faust durch Weimar und sahen uns einige Orte an, die uns wichtig erschienen. Aber auch der Weihnachtsmarkt, der gerade auf dem Marktplatz aufgebaut wurde, war sehenswert. Diesen hatte man mit weitaus mehr Liebe und Fantasie aufgebaut, als wir es in unserer Gegend je erlebt hatten. Leider war er noch nicht eröffnet.

Am Nachmittag ging es nach Erfurt. Dort stand unsere erste Lesung an. Vorher aber streiften wir durch diese Stadt. Am Domplatz war ein ähnlich schöner Weihnachtsmarkt aufgebaut wie in Weimar und wir bedauerten, dass auch dieser noch nicht eröffnet war. So sahen wir uns den Dom an und gingen über die Krämerbrücke, die nur von der daneben liegenden Rathausbrücke als echte Brücke erkannt werden kann. Zum Abendessen hatten wir uns mit unseren Verlagskolleginnen Nadja und Claudia Beinert verabredet, die an dem Abend in Weimar in derselben Buchhandlung ihr neues Buch vorstellten, in der wir am Tag darauf lesen würden. Es war ein schönes Treffen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit den reizenden Zwillingen.

Die Lesung in Erfurt wurde von Buch Stapp organisiert und fand in der Bibliothek am Domplatz statt. Alles war bestens vorbereitet. Am meisten freute es uns jedoch, dass Moni von Buecher-Loewe und ihr Ehemann Andi aus Bad Hersfeld sich auf den Weg nach Erfurt gemacht hatten. Es blieben uns nur ein paar Minuten, um uns zu unterhalten, dann mussten wir wie versprochen mit dem Signieren beginnen. Die Zuhörer kamen reichlich, so dass rasch noch weitere Stühle aufgebaut werden mussten, und nachdem wir ein paar Stellen aus 'Die List der Wanderhure' gelesen hatten, entspann sich eine muntere Fragerunde.

Auch die schönste Lesung endet einmal. Wir verabschiedeten uns von den Veranstaltern sowie von Moni und Andi und kehrten in unser Hotel in Weimar zurück. Dort hatte die Paradiesschlange inzwischen all ihre Freunde und Freundinnen eingeladen. Durch eine Veranstaltung im Hotel gab es auf dem Parkplatz keine freien Plätze mehr. Wir mussten unser Beerchen auf einen der Zufahrtswege abstellen und den Autoschlüssel abgeben, damit er beiseite gefahren werden konnte, wenn jemand den Parkplatz verlassen wollte. Wegen der Veranstaltung gab es auch keine Möglichkeit, sich noch für eine halbe Stunde in eine Ecke zu setzen und den Abend bei einem Glas Bier, Wein oder Tee ausklingen zu lassen. Die Sehnsucht nach unserem Wohnwagen wurde immer größer.

Am Tag darauf stand unsere Lesung in Weimar an. Zunächst aber streiften wir durch die schöne Residenzstadt des Fürstentums Sachsen-Weimar-Eisenach und sahen uns einige Teile an, die wir an den ersten beiden Tagen noch nicht hatten besichtigten können. Selbstverständlich stand auch Goethes Wohnhaus auf unserer Liste, und das nicht nur wegen des einstigen Bewohners, sondern auch um die Bauweise und die Einrichtung kennenzulernen. Da das Restaurant im Hotel für das Abendessen wegen der großen Veranstaltung zweiter Teil erneut ausfiel, suchten wir uns ein Lokal in der Nähe der Residenzbuchhandlung 'Die Eule', in der wir lesen würden, und legten schließlich die letzten Meter dorthin zurück. In der Buchhandlung unterhielten wir uns mit den ersten Zuhörern, signierten Bücher und verteilten Autogrammkarten. Die Lesung selbst war wieder sehr angenehm und die anschließenden Fragen gut gestellt. Jemand fragte uns, wie wir es aushalten würden, immer wieder ähnliche oder gleiche Fragen zu hören. Es ist aber wirklich von Lesung zu Lesung verschieden, wie die Zuhörer ihre Fragen stellen, und es macht eigentlich immer Spaß, darauf zu antworten.

Einmal wurden die Anwesenden besonders aufmerksam, als wir nämlich über 'Die Wanderapothekerin' sprachen, die bei Knaur bisher nur als E-Book erschienen ist. Der Ort, wo dieser Roman beginnt und endet, liegt nicht weit von Weimar entfernt und so bedauerten es etliche Leute, dass sie noch einige Zeit auf das Taschenbuch warten müssen.

Steffen Knabe vom Knabe-Verlag ließ es sich nicht nehmen, uns lesen zu hören und erwies sich mit seiner Lebensgefährtin anschließend als Retter in der Not, denn da die Paradiesschlangen immer noch im Hotel lauerten, wusste er ein Lokal, in dem wir noch eine Kleinigkeit zusammen trinken konnten, um die Anspannung, die so eine Lesung mit sich bringt, abbauen zu können. Als wir schließlich in unser Hotel zurückkehrten, wurde dort noch immer kräftig gefeiert.

Zum Glück waren die Fenster unseres Zimmers halbwegs schalldicht. Doch als wir etwas Sauerstoff hereinlassen wollten, wallte uns der Rauch von Zigarren, Zigarillos und Ähnlichem so stark aus dem Innenhof entgegen, dass wir das Fenster sofort wieder schließen mussten. Das war uns selbst beim Campen zwischen eifrigen Grill-Fans noch nie passiert. Rückblickend kann man sagen, dass das Hotelzimmer halbwegs gute Betten besaß. Es gab auch ein brauchbares Frühstück, auch wenn es in dem Frühstückszimmer kalt war und zog. Über etliche andere Punkte waren wir ebenfalls nicht gerade erfreut. Man kann sagen, die Paradiesschlangen hatten hier im Hotel größeren Spaß als wir.

Die Reise selbst war sehr schön und in mehrfacher Sicht erfolgreich. Es gab zwei Lesungen mit vielen netten Zuhörern, dazu haben wir vieles gesehen und konnten uns auch einige Sachbücher besorgen, die wir schon bald verwenden werden.

Als wir am nächsten Tag in die Heimat aufbrachen, war die Lesesaison 2014 zu Ende. Die erste Lesung in 2015 ist so gut wie in trockenen Tüchern, und die eine oder andere wird noch dazu kommen. Jetzt aber gilt es erst einmal, weiterzuschreiben und unsere Heldinnen und Helden auf ihren Abenteuern zu begleiten.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Krumbach

Bericht
von Iny und Elmar am 09-11-2014

Die Lesung in Wehr lag kaum hinter uns, da stand auch schon die nächste Lesung in Krumbach an. Angesichts der auf der Fahrt nach Wehr gemachten Erfahrungen planten wir diesmal einen entsprechenden Zeitpuffer ein, und hatten extremes Pech. Es gab keinen einzigen Stau, die LKW, die vor uns fuhren, ließen sich leicht überholen, und so kamen wir gut eine Stunde vor dem geplanten Zeitpunkt ein. Eine zusätzliche Pause hat aber auch ihr Gutes, denn wir nutzten die Gelegenheit, uns bei einem Glas Tee über unsere nächsten Romane zu unterhalten.

Später aßen wir zu Abend und nahmen anschließend das letzte Stück Weg zum Veranstaltungsort in Angriff. Die Damen der VHS dekorierten bereits die Bühne, die Mikrofone wurden getestet, und ebenso die Beleuchtung, da weder wir noch die Zuhörer geblendet werden sollten. Inzwischen erschienen auch die ersten Leute und es war bald abzusehen, dass die vorbereitete Bestuhlung nicht ausreichen würde. Während im Hintergrund noch immer Stühle gebracht wurden, stelle die Organisatorin uns den Zuhörern vor. Wir bedanken uns für die Einladung und begannen nach ein paar Erklärungen zum Roman mit unserer Lesung. Vorher hatten wir bereits eifrig Bücher signiert und das taten wir auch während der Pause, die wir nach dem Lesen einlegten.

Anschließend beantworteten wir Fragen und erzählten Anekdoten aus unserem Schriftstellerleben. Es war wie immer ein recht munteres Gespräch mit den Zuhörern und wohl für alle interessant, wie uns die Reaktionen bewiesen. Alle blieben bis zum Schluss und der Applaus hinterher war weit mehr als nur wohlwollend. Wir haben eine schöne und runde Veranstaltung erlebt und schieden mit einem guten Gefühl aus Krumbach.

Auf dem Nachhauseweg lernten wir wieder einmal die Mysterien unseres Navigationssystems kennen. Auf der Hinfahrt hatten wir die Adresse des Gasthofes eingegeben, in dem wir zu Abend essen wollten, und wurden über die Augsburger Autobahn geleitet. Den Rückweg traten wir von der zwei Kilometer entfernten Mittelschule an und wurden in eine ganz andere Richtung gewiesen. Als das Navi aber forderte, wir sollten bei einer abbiegenden Vorfahrtsstraße geradeaus in einen Feldweg hineinfahren, streikten wir. Es mag der kürzeste Weg gewesen sein, aber wir hatten keine Lust, evtl. irgendwo im Wald zu landen und vom Abschleppdienst gerettet werden zu müssen. Wir kamen aber auch so nach Hause, diesmal über die Lindauer Autobahn, und erneut ohne jeden Stau.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Wehr

Bericht
von Iny und Elmar am 03-11-2014

Nach der Lesung ist vor der Lesung. Kaum waren wir aus Würzburg zurückgekommen, ging es bereits nach Wehr. Für die Anfahrt standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Da war zum einen die Autobahn über Stuttgart bis Basel, die allerdings einen ziemlichen Umweg erforderte, oder aber eine anderes Stück Autobahn und etwa 200 km Bundesstraße.

Wir entschieden uns für Letzteres. Abgesehen von einem Stau bei München, der uns etwa eine halbe Stunde kostete, kamen wir auf der Autobahn gut voran. Auf der Bundesstraße sah es allerdings anders aus. Vor uns rollten Kolonnen von Lkws und wegen des dichten Gegenverkehrs war es fast unmöglich, zu überholen. Wenn man mit dreißig Stundenkilometern hinter einem Lkw-Zug mit Anhänger eine Anhöhe hinaufkriechen muss, kommt wahrlich Freude auf. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit erreichten wir dennoch unbeschadet unser Ziel. Uns blieb noch eine kurze Zeit, um uns ein wenig von der Fahrt zu erholen, dann ging es zur Mediathek in Wehr. Wie üblich kamen wir früher an und konnten uns noch ein wenig mit den Damen von der Mediathek und der Buchhändlerin unterhalten, bevor die ersten Zuhörer erschienen. Der Hinweis, dass wir bereit wären, schon vor der Lesung zu signieren, fruchtete auch hier.

Punkt 20:00 Uhr aber hieß es, von Maries und Michels Abenteuern in 'Die List der Wanderhure' zu berichten und anschließend Fragen zu beantworten. Es wurde auch diesmal eine schöne Veranstaltung, die den Aufwand der Anreise voll und ganz lohnte. Die Zuhörer gingen begeistert mit und stellten viele Fragen. Daher dauerte es seine Zeit, bis das letzte Wort gesprochen und das letzte Buch signiert war. Zu bereits vorgerückter Stunde verabschiedeten wir uns und fuhren am nächsten Tag entspannt nach Hause zurück. Diesmal wählten wir eine andere Route. Die war zwar auch nicht schneller, aber wir bekamen dadurch neue Eindrücke, und die sind für Schriftsteller wichtig.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Würzburg

Bericht
von Iny und Elmar am 03-11-2014

Der Herbst ist für uns die Zeit der Lesereisen. Nach zwei Lesungen in Frankfurt und der Mehrfachlesung in Traunstein gibt es diesmal nach Unterfranken in die Gegend, in der wir unsere Marie und ihr Kibitzstein angesiedelt haben. Hugendubel in Würzburg hatte uns eingeladen und wir folgten gerne diesem Ruf.

Nach einer recht angenehmen Fahrt erreichten wir Würzburg und konnten sogar noch ein wenig ausruhen, bis wir zum Hugendubel aufbrachen. Obwohl wir eine gute halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn dort ankamen, waren bereits etliche der bereitgestellten Stühle besetzt. Die Zahl der Zuhörer wuchs weiter, und als wir unsere Plätze einnahmen, waren alle Stühle vergeben und viele Leute mussten sich mit einem Stehplatz begnügen.

Im Ablauf der Veranstaltung gab es eine interessante Änderung. Sonst lesen wir zunächst mehrere Stellen aus dem jeweiligen Roman vor und beantworten anschließend die Fragen der Zuhörer. Diesmal war es genau umgekehrt, denn der Moderator und die Zuschauer stellten uns zuerst die Fragen, die wir gerne beantworteten, und danach lasen wir aus unserem neuesten Werk. Da wir uns in der Heimat unserer Marie befanden, war es kein Wunder, dass die Zuhörer nach Kibitzstein und dessen Vorbildern fragten. Unser Vortrag schien den Leuten zu gefallen, denn danach warteten viele darauf, Bücher signieren zu lassen. Zuletzt sah es so aus, als würden uns die Autogrammkarten ausgehen. Iny meinte schon, dass Elmar sich die Adressen aufschreiben müsse, um den Interessenten die Karten schicken zu können. Sie reichten aber gerade noch aus und man sah Elmar förmlich aufatmen.

Der Abend klang in einem typischen Würzburger Restaurant aus und wir konnten auf eine schöne und stimmungsvolle Lesung zurückblicken.

Iny und Elmar Lorentz

Einladung nach Traunstein

Bericht
von Iny und Elmar am 28-10-2014

Kalendervorstellung, Gemäldeausstellung und Autorenlesung in Traunstein

Seit mehreren Jahren gestaltet der Traunsteiner Künstler Walter Niederberger einen Kalender mit Motiven seiner Heimatstadt Traunstein, dessen Erlös der neuen Orgel der Pfarrkirche St. Oswald zugutekommt. Die Vorstellung des neuen Kalenders ist immer ein großes Fest. Daher freuten wir uns sehr, dass wir auch heuer wieder dazu eingeladen worden waren.

Zuerst trafen wir uns mit unseren Kolleginnen Angelika Schwarzhuber, Rike Stienen und deren Mann bei Walter und seiner Frau, die unter dem Pseudonym Nora Berger entzückende Romane schreibt. Nach ein paar fröhlichen Stunden suchten wir das Kulturzentrum auf und betrachteten als Erstes die dort ausgestellten Bilder, welche Walter ebenfalls zu Gunsten der Orgel von St. Oswald verkaufte. Uns stach sofort ein Gemälde ins Auge, das wir anschließend mit vollem Einsatz gegen andere Kaufinteressenten verteidigten.

Nach den Ansprachen, die Walter, der Oberbürgermeister Christian Kegel und der Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl hielten, begann die Lesung mit Nora Berger und dem 'Fluch der Zuckerinsel'. Das Schöne an Mehrfachlesungen ist, dass man mehr Kolleginnen und Kollegen zuhören kann, andererseits sind die Stücke, die gelesen werden, so kurz, dass man gerne mehr hören würde. Nora machte ihre Sache auf jeden Fall ausgezeichnet. Nach ihr brachten uns Richard Kerler und Gunter Kasper das 'Geheimnis Chiemgau' näher. Darin befasste sich der erfolgreiche Sachbuchautor Kerler mit der näheren Umgebung seiner Heimatstadt und so berichteten beide Autoren von Dingen, die es vor der Haustür gibt, ohne dass man sie wirklich kennt.

Angelika Schwarzhuber entführte uns ebenfalls ins ländliche Bayern und erzählte von 'Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück'. Es war eine recht heitere Lesung und sorgte für allerhand Gelächter im Saal. Den Abschluss machten wir mit zwei kurzen Stellen aus der 'List der Wanderhure'.

Anschließend gab es noch eine Fragerunde, bei der Richard Kerler den Spieß umdrehte und die Anwesenden nach einigen Stellen fragte, die er und Gunter Kasper im 'Geheimnis Chiemgau' aufgelistet hatte.

Nach mehreren Gesprächen im kleineren Kreis kam für uns zu später Stunde der Abschied und wir konnten mit 'unserem Bild' im Gepäck in die Heimat aufbrechen. Schon nach wenigen Kilometern bereitete uns ein gewisser 'Gonzalo' Ärger. Es handelte sich um den ersten Herbststurm dieses Jahres, der mit Orkanstärke durch das Land fegte und sich in wolkenbruchartigen Regenfällen und schier von allen Seiten am Wagen rüttelnden Windböen manifestierte. Er riss er das Herbstlaub und kleine Zweige von den Bäumen und verstreute seine Fracht über die Autobahn. Die Fahrspuren wurden entsprechend glitschig und so war Schleichfahrt angesagt. Die wunderschöne Veranstaltung in Traunstein war das aber mehr als wert!

Iny und Elmar Lorentz

Frankfurter Buchmesse 2014

Bericht
von Iny und Elmar am 18-10-2014

Vor dreiunddreißig Jahren sind wir zum ersten Mal nach Frankfurt zur Buchmesse gefahren. Seitdem haben wir das Mekka der Bücherfreunde immer wieder besucht. Wir haben dort viele schöne Augenblicke erlebt, aber auch, vor allem in früheren Zeiten, einige weniger Schöne. Doch Frankfurt war immer eine Reise wert gewesen.

Auch heuer lenkten wir unser Gespann auf den Campingplatz in Mörfelden, der seit ein paar Jahren unseren Stützpunkt für den Besuch der Buchmesse bildet. Wie so oft sind wir ein paar Tage früher angereist, um unsere Freunde Gabi und Manfred zu besuchen und um zu lesen. Die Lesung am Montag vor der Buchmesse in der Umgebung von Frankfurt ist bei uns fast schon Tradition geworden.

Diesmal kam eine weitere Lesung im Vorfeld dazu, und die hatte Manfred organisiert. Sie fand in der Hauptwerkstatt der VGF, der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, statt. Vorher gab es für uns eine Führung durch die große Halle, in der U- und Straßenbahnwagen repariert werden, und wir bekamen einen Eindruck von der umfangreichen Organisation, die ein solches Werk benötigt. Um effektiv zu arbeiten. Nach der Besichtigung machten wir uns an die bereits angesprochene Lesung vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VGF plus Begleitung und anschließend gab es für uns ein besonderes Highlight. Wir durften unter der Aufsicht eines Fahrlehrers der VGF mit einem Trambahnzug je eine Runde auf der Teststrecke des Betriebsgeländes drehen. Der Abend war sehr informativ und bewies uns die hohe Verantwortung, die die Fahrer von Tram- und U-Bahnen tragen. Andere Fahrzeuge können ausweichen, doch diese sind an ihre Schienen gebunden und wenn z. B. ein Lkw verkehrswidrig abbiegt, kann es leicht zu einem schweren Unfall kommen.

An dieser Stelle wollen wir uns bei Manfred bedanken, der den herrlichen Abend erst ermöglich hat, und auch bei Gabi, die ihm tatkräftig geholfen hat.

Samstag haben wir die beiden besucht, ihre Kochkünste genossen und uns über viele Dinge unterhalten. Die für Montag geplante Lesung war dabei ein besonderes Gesprächsthema, denn Gabi und Manfred hatten auch diese organisiert und das Team der Buchhandlung Erhardt und Kotitschke beraten. Eine der Damen aus der Buchhandlung war ebenfalls anwesend und informierte uns aus erster Hand über die Vorbereitungen.

Nach einem Ruhetag am Sonntag war es dann am Montag, den 06.10. so weit. Wir fuhren mit unserem Beerchen zum S-Bahnhof, stiegen dort in die S7 ein und strebten Frankfurt-Niederrad zu. Gabi und Manfred holten uns auch diesmal am S-Bahnhof ab. Zuerst suchten wir ihre Wohnung auf, wo wir uns bei ein paar Tassen Tee, Windbeuteln und Krapfen unterhielten. Später ging es weiter zum Abendessen, bis es Zeit wurde, die Niederader Stadtteilbibliothek aufzusuchen. Dort sahen wir zu, wie der Raum sich zunehmend füllte, und signierten bereits die ersten Bücher. Dazu verteilten wir unsere Autogrammkarten und die Lesezeichen, die Manfred extra für diesen Abend hergestellt hatte.

Bald waren alle Plätze besetzt und es begann das, was jeden Autoren bei einer Lesung entzückt: Es wurden weitere Stühle aufgestellt und der Durchgang wurde enger und enger. Am Ende hatte sich eine überraschend große Zahl an Zuhörern eingestellt, darunter auch mehrere aus Unterfranken, das nicht gerade um die Ecke liegt. Am weitesten war Bryn Savage angereist, denn sie kam aus Seattle im US-Bundesstaat Washington an der Pazifikküste. Sie wollte die Buchmesse besuchen und ließ es sich nicht nehmen, unsere Lesung mitzuerleben.

Nach der Einleitung und einer kurzen Vorstellung ging es los. Wir lasen mehrere Stücke aus der 'List der Wanderhure' und Gabi kreierte dabei für uns 'das Mikrofon im Glas'. Das Mikro wurde einfach in ein großes Wasserglas gesteckt und das erfüllte seinen Zweck ebenso gut wie ein Mikrofonständer. Es war übrigens ein ausgezeichnetes Mikrofon, mit dem wir sehr gut zurechtkamen.

Nach dem Lesen gab es eine Pause, in der die Zuhörer sich mit kleinen Leckerbissen und Getränken stärken konnten. Für uns galt das nicht, denn wir durften nach Kräften signieren. Die anschließende Fragerunde wurde sehr lebhaft und wir erzählten einige Anekdoten aus unserer Autorenlaufbahn. Die Zeit floss nur so dahin und so kam das Ende der Veranstaltung viel zu schnell. Es war eine wunderbare Lesung. Wir danken Gabi und Manfred, aber auch der Buchhandlung Erhardt und Kotitschke, der Stadtteilbücherei Niederrad und den Damen von CoLibri herzlich dafür, dass sie uns diese schöne Lesung ermöglicht haben.

Anschließend brachte uns der Shuttle-Service von Manfred wieder zu unserem Beerchen am P&R-Parkplatz Niederrad. Es gab noch ein kurzes Gespräch, das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen, dann entschwanden die beiden wundervollen Menschen unserem Blickfeld.

Am Dienstag konnten wir uns ausruhen und letzte Vorbereitungen treffen, dann ging es am Mittwochmorgen zur Buchmesse. Unser erster Termin war für 13:00 Uhr anberaumt, daher blieb am Vormittag Zeit, durch die Gänge zu schlendern, uns Bücher anzusehen und mit Leuten, die wir kannten, ein kurzes Gespräch zu führen. Um 13:00 setzten wir uns mit Moni und Andi von Buecherloewe.de zusammen. Wir kannten die beiden bereits von früheren Buchmessen und hatten uns auch in Bad Hersfeld mit ihnen getroffen. Nach einem Interview mit Radio Rheinwelle kam unser Termin mit unserer polnischen Freundin Urszula. Hierbei ging es nicht nur um die nächsten, für Polen geplanten Übersetzungen, sondern auch um die Recherchereise nach Polen, die wir zusammen mit Urszula unternehmen wollen. Um die Zeit wurde es beim Droemer-Knaur-Stand recht eng, denn Helmut Kohl erschien, um seine neueste Biografie vorzustellen.

Der Donnerstag galt vor allem dem Zusammentreffen mit Kolleginnen und Kollegen von DeLiA, HOMER und Syndikat sowie Gesprächen mit einigen Verantwortlichen bei Droemer-Knaur bezüglich unserer nächsten Projekte. Zum Abschluss hatten wir uns mit Diana und Jessica Itterheim zum Abendessen verabredet und verbrachten einige angenehme Stunden mit den beiden. Der Freitag war mit Terminen übersät. Zuerst aber lernten wir die S-Bahn Frankfurt von ihrer 'besten' Seite kennen. Durch fehlende Durchsagen verpassten wir wie etliche andere S-Bahn-Reisende die vom falschen Gleis abfahrende S-Bahn nach Frankfurt und mussten auf die Nächste warten. Die hatte reichlich Verspätung und so kamen wir abgehetzt und zeitlich so knapp in der Buchmesse an, dass wir gerade noch einen Schluck Wasser trinken konnten, bevor unser erster Termin begann.

Dem folgte der nächste, der übernächste und so weiter, so dass wir am Abend schließlich mit hängenden Ohren dasaßen und am liebsten zum Wohnwagen gefahren wären, um uns ins Bett zu legen. Wir hatten jedoch eine Einladung zu Perry Rhodans Galaktischem Forum erhalten und wollten unbedingt hin. Es wurde eines der Highlights der Messe. Wir trafen Freunde, die wir seit mehr als dreißig Jahren kennen und die wie wir damals ihre ersten Schritte im Fandom gemacht hatten. Als wir das erste Mal auf die Uhr sahen, war es bereits sehr spät. Wir kamen daher zu entsprechend vorgerückter Stunde ins Bett und beschlossen, am Samstag erst einmal auszuschlafen. So gegen Mittag trafen wir wieder in den Messehallen ein und erlebten am Droemer-Knaur-Stand einen Andrang wie noch nie. Innerhalb kurzer Zeit hatten Sebastian Fitzek, Daniel Holbe, die Schauspielerin Julia Fischer sowie der Rapper MC Fitti und einige andere erfolgreiche Autoren ihre Auftritte am Stand. Das Publikumsinteresse war entsprechend hoch.

Wir waren als letzte an der Reihe und fanden ebenfalls viele interessierte Zuhörer vor. Als Neuheit durften die Verlage diesmal bereits am Samstag Bücher verkaufen, und dies hieß für alle, kräftig zu signieren. Der für unser Gefühl reichlich bemessene Vorrat an Autogrammkarten schwand immer mehr und wir waren schließlich froh, dass sie uns nicht ausgingen. Da wir am Sonntag jedoch noch im Signierzelt sein würden, mussten wir auf unsere eiserne Reserve im Wohnwagen zurückgreifen. Vorher aber gingen wir mit Julia Fischer und zwei Damen vom Verlag essen, verabschiedeten uns aber bald, da doch eine gewisse Erschöpfung durch die Buchmesse zu spüren war.

Am Sonntag verließen wir uns nicht auf die S-Bahn, sondern fuhren mit unserem Beerchen zum Messeparkhaus und kamen nach erfreulich kurzer Zeit an. Vor unserem ersten Termin signierten wir Autogrammkarten, dann ging es zum Lesezelt, wo wir gemeinsam mit Volker Klüpfel und Michael Kobr interviewt wurden, wie je zwei Autoren gemeinsam Bücher schreiben. Nicht zuletzt durch eine kurze Lesung aus Kommissar Kluftingers neuestem Fall wurde es eine sehr amüsante Stunde. Anschließend ging es ins Signierzelt. Sowohl die beiden Kluftinger-Autoren wie auch wir hatten gut zu tun. Unsere Autogrammkarten schwanden erneut, und obwohl wir am Vormittag eine Menge davon vorbereitet hatten, mussten wir zwischendurch immer wieder neue signieren. Als wir schließlich zum Stand zurückkehrten, war der dicke Packen, den Elmar vor unserer Fahrt nach Mörfelden in den Wohnwagen gebracht hatte, fast aufgebraucht.

Eigentlich wollten wir uns nur noch verabschieden. Es kamen jedoch immer wieder Fans zum Droemer-Knaur-Stand, kauften ein Buch und baten um eine Signatur. Diese Leute wollten wir nicht enttäuschen und durften als kleine Zugabe sogar den ersten neuen Dämmerlandroman 'Die List der Katzenfrau' als 'Sandra Melli' signieren. Nach einem Dankeschön an das Team am Droemer-Knaur-Stand verabschiedeten wir uns und verließen die Buchmesse mit dem Gefühl, dass es wieder einmal sehr schön gewesen war. Natürlich haben wir nur mit der Hälfte der Leute geredet, mit denen wir es gerne getan hätten, und mit etlichen anderen nur ein paar Worte gewechselt. Doch gibt es ja auch die Frankfurter Buchmesse 2015. Außerdem werden wir 2015 zum ersten Mal seit etlichen Jahren wieder auf der Buchmesse in Leipzig sein.

Iny und Elmar Lorentz

Stuttgart, Eltville, Paris und Orscholz

Bericht
von Iny und Elmar am 27-09-2014

Die Herbstreise 2014

Manche Reisepläne schreiben sich fast von selbst. Als wir für das Homer-Leseevent in Eltville zusagten, stellten wir fest, dass es eine ausgezeichnete Möglichkeit wäre, von dort aus nach Paris weiterzufahren. Unsere liebe Kollegin Nora Berger und ihr Ehemann Walter hatten nämlich angeboten, uns die Stadt zu zeigen. Kaum hatten wir für Paris geplant, erreichte uns eine Anfrage der Villa Cloef in Orscholz bezüglich einer Lesung. Gut, sagten wir, aber das geht nur auf unserer Rückreise von Paris. Dies ließ sich vereinbaren und so hatten wir eine Dreietappenreise vor uns. Zuletzt kam auch noch ein Zwischenstopp in Stuttgart mit Lesung und Signierstunde im Kaufhof hinzu.

Die Strecke nach Stuttgart, die in vergangenen Jahren wegen vieler Baustellen ein Schreckgespenst für Autofahrer gewesen war, legten wir diesmal ohne Probleme zurück und kamen daher viel zu früh im Kaufhof an. Wir nutzten die freie Zeit zum Essen und einem Gespräch mit der für uns zuständigen Abteilungsleiterin. Anschließend setzten wir uns mehr als eine halbe Stunde vor Beginn der Lesung auf unsere Plätze und signierten die ersten Bücher. Eine Dame war vor Kurzem pensioniert worden und hatte als Abschiedsgeschenk 'Die List der Wanderhure' erhalten. Diese wurde natürlich besonders signiert und wir unterhielten uns eine Weile mit ihr. Zu Beginn der Lesung stellte uns der Droemer-Knaur-Außendienstmitarbeiter Matthias den Zuhörern vor und stellte uns auch gleich einige Fragen, um die Neugier der Zuhörer zu stillen. Anschließend lasen wir mehrere Szenen aus der 'List der Wanderhure' vor, signierten zwischendurch immer wieder und beantworteten Reporterfragen. Es war eine angenehme Veranstaltung in einem schön gestalteten Rahmen, die uns viel Spaß gemacht hat. Natürlich kamen wir nicht so bald fort wie geplant, da immer wieder Leserinnen und Leser erschienen, um Bücher signieren zu lassen. Irgendwann aber war es dann doch vorbei und wir stiegen wieder in unser Beerchen, um nach Eltville weiterzufahren.

Nach Stuttgart hineinzukommen, war leicht gewesen, hinauszukommen hingegen schwer. Der Verkehr staute sich an etlichen innerstädtischen Baustellen und unsere prognostizierte Ankunftszeit in Eltville schob sich immer weiter nach hinaus. Als wir Stuttgart endlich hinter uns gelassen hatten, nervte uns das Navi mit sinnlosen Meldungen, die uns wünschen ließen, wieder wie früher mit Karte zu fahren.

Schließlich erreichten wir dann doch Eltville, checkten im Hotel ein und suchten das Lokal auf, in dem sich bereits etliche Homer-Autoren und Freunde versammelt hatten. Wir schlossen uns der fröhlichen Runde an, kamen aber an diesem Tag doch noch zu einer halbwegs vertretbaren Zeit ins Bett. Beim Frühstück am nächsten Morgen setzten wir uns mit Joël Tan zusammen und verbrachten die nächsten Stunden mit einem munteren Gespräch. Am Nachmittag trafen wir uns mit anderen Autoren in einem Café, ließen uns Latte macchiato schmecken und genossen das gesellige Beisammensein.

Am Abend folgte die Lesung unter dem Motto 'Schwerter, Schicksal, dunkle Zeiten' im Keller der kurfürstlichen Burg, der einen sehr passenden Rahmen abgab. Joël Tan, Claudia und Nadja Beinert, Marita Spang, Caren Benedikt und Daniel Wolf lasen je ein Stück aus ihren neuesten Romanen. Es war eine der besten Gruppen-Lesungen, die wir bislang miterlebt haben, und fand entsprechend begeisterte Zuhörer.

Nach der Lesung machte sich bei einigen Autorinnen und Autoren der Hunger bemerkbar, doch wir begriffen rasch, dass es zu später Stunde nicht leicht war, in Eltville noch etwas zu Essen zu bekommen. Der Wirt eines griechischen Lokals, der gerade schließen wollte, erbarmte sich schließlich unser und so kamen die hungrigen Mägen doch noch zu ihrem Recht.

Unterdessen waren auch Nora Berger und ihr Mann Walter in Eltville eingetroffen und hatten im selben Hotel wie Joël Tan und wir eingecheckt. Daher wurde es am Samstag ein sehr amüsantes Frühstück und wir mussten uns zuletzt beeilen, um rechtzeitig zur Stadtführung zu kommen. Bei dieser lernten wir die schönsten Stellen und vor allem die Geschichte von Alta Villa, wie Eltville einst hieß, kennen, und wandelten auf den Spuren von Johannes Gutenberg, der dort einige Jahre seiner Jugend verbracht hatte.

Der Abend sah uns dann im Kurfürstensaal der kurfürstlichen Burg. Gerit Bertram, Petra Schier, Regina Gärtner, Nicole Steyer, Nora Berger und wir führten die Zuhörer in vergangene Welten voller 'Pesthauch und Blütenduft', wie die Lesung diesmal hieß. Es war ebenfalls wunderschön, doch hinterher fanden wir keinen freundlichen Wirt mehr, der unseretwegen die Sperrstunde verlängerte. Daher musste uns ein Apfel als Abendessen reichen.

Nach dem Frühstück am Sonntag verabschiedeten wir uns von Joël Tan und die Fahrt zu unserem nächsten Ziel begann.

Paris war für uns zwar keine Messe, aber wenigstens eine Reise wert. Iny war in früheren Jahren schon mehrfach dort gewesen, Elmar allerdings noch nicht, und das wollten wir nachholen. Als Glücksfall erwies sich, dass Nora Berger und ihr Mann sich bereit erklärt hatten, uns durch die Stadt zu führen. Wir erlebten daher sechs herrliche Tage in ihrer Gesellschaft, in denen wir kreuz und quer durch Paris schweiften, dabei etliche Museen besuchten und sehr viel Lokalkolorit tankten. Wir hatten nicht nur mit Nora und Walter Glück, sondern auch mit dem Wetter. Es war sommerlich warm und der einzige Regen fiel am Abend vor unserer Abreise, während wir in einem Café nahe unseres Hotels saßen. Es hörte jedoch bald auf und so kamen wir trocken in unser Zimmer zurück.

An der Stelle bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei Nora und Walter, die nicht nur ihre Zeit für uns geopfert haben, sondern auch freundlicherweise auf unsere Sonderwünsche eingegangen sind. Es war einfach wundervoll mit euch!

Während Nora und Walter noch ein paar Tage in Paris bleiben konnten, hieß es für uns Abschied zu nehmen. Unser Weg führte uns weiter nach Orscholz im Saarland. Der erste Eindruck dort war eine Straßensperre wegen eines Umzuges sowie ein gewaltiger Regenguss, der uns im Auto nichts ausmachte, dafür aber den Teilnehmern der Festlichkeit umso mehr. Die meisten wurden pitschnass und einer meinte, dass er in seinen dreißig Jahren bei dem Umzug kein so schlechtes Wetter erlebt hätte. Wir hofften, dass es am nächsten Abend bei unserer Lesung besser sein würde, und meldeten uns im Hotel an.

Nach dem Frühstück am darauffolgenden Morgen spazierten wir zum Aussichtspunkt der berühmten Orscholzer Saarschleife. Gut 25 Jahre früher waren wir schon einmal dort gewesen und wunderten uns, wie schnell die Zeit vergangen war. Als dann der Abend kam, begaben wir uns ins Cloef Atrium, in dem die Lesung stattfand. Wie meistens kamen wir fast eine Stunde früher und signierten die ersten Bücher. Eine Dame hatte 'Die List der Wanderhure' und die Karte für die Lesung zum Geburtstag erhalten und war eine gute Stunde bis Orscholz unterwegs gewesen. Wir unterhielten uns ein wenig mit ihr, signierten weiter und sahen zu, wie der Saal sich immer mehr füllte. Selbst aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg waren Leute erschienen, um uns lesen zu hören.

Wir stellten zunächst mehrere Stellen aus der 'List der Wanderhure' vor und beantworteten dann nach einer Pause die Fragen der Anwesenden. Es wurde recht munter gefragt und wir berichteten die eine oder andere Anekdote aus unserem Autorenleben. Schließlich war die Neugier der meisten Zuhörer gestillt und die Veranstaltung wurde beendet. Wir blieben jedoch noch ein wenig und unterhielten uns noch mit ein paar Leuten. Es war eine sehr schöne Lesung in entspannter Atmosphäre und wir werden gerne wieder ins Saarland kommen. Dies wird bereits im Frühjahr 2015 der Fall sein, wenn sich die DeLiA-Autorinnen und -Autoren zu ihrem großen Jahrestreffen versammeln, und vielleicht schon vorher bei einer Lesung im Vorfeld der DeLiA-Tage.

Am nächsten Tag brachte uns unser Beerchen brav nach Hause. Aufgrund der langen Fahrt und der drei Stationen hatten wir diesmal in Hotels übernachtet. Jetzt aber freuen wir uns darauf, unseren Wohnwagen anzuspannen und nach Frankfurt zu fahren. Die Buchmesse ruft.

Iny und Elmar Lorentz

Herbstzeit

Bericht
von Iny und Elmar am 10-09-2014

Mittlerweile fallen die ersten Haselnüsse und Kastanien von Sträuchern und Bäumen und an so manchem Morgen legt der Herbstnebel seinen grauen Schleier über das Land. Die Zeit ist schnell vergangen. Uns ist es fast, als würden wir aufschauen und merken, dass wir bereits an den Romanen arbeiten, die wir gestern noch als Übernächste machen wollten. Es war bisher ein aufregendes Jahr und noch ist es nicht vorbei. Wir haben große und ergreifende Augenblicke erlebt, sei es bei Homer in Heidenheim, bei DeLiA in Büsum, in Prag am Set des goldenen Ufers oder der Uraufführung der Wanderhure in Bad Hersfeld. Auch unsere Nordatlantikreise war sehr schön und sehr fruchtbar, brachte sie doch etliche neue Ideen und Anregungen für mögliche Romane und weitere Recherchefahrten.

Schon in dieser Woche werden wir in Stuttgart und Eltville sein, und übernächste Woche in Mettlach-Orscholz an der großen Saarschleife. Auch taucht in der Ferne bereits die Buchmesse auf, und dort wird es wieder im Vorfeld eine Lesung geben.

Oktober, November und Dezember sind noch mehrere Lesungen geplant. Teilweise stehen die Termine schon hier auf unserer Homepage, bei Dreien aber liegen uns noch keine genauen Informationen vor. Sobald wir mehr wissen, werden wir die Lesungen umgehend eintragen lassen.



Was gibt es sonst Neues?


Iny Lorentz:


Die List der Wanderhure:

Inzwischen ist 'Die List der Wanderhure' erschienen. Es handelt sich dabei um keinen Folgeroman für 'Töchter der Sünde', sondern um den eingeschobenen Band vier der Wanderhurenreihe.

Die neue, chronologische Reihenfolge der Romane lautet daher:

Nr. 1: Die Wanderhure Nr. 2: Die Kastellanin Nr. 3: Das Vermächtnis der Wanderhure Nr. 4: Die List der Wanderhure

In diesen vier Romanen ist unsere Marie die Hauptperson.

Nr. 5: Die Tochter der Wanderhure

Hier ist Maries und Michels Tochter Trudi die Hauptperson.

Nr. 6: Töchter der Sünde

Dieser Roman erzählt die Abenteuer von Maries und Michels Sohn Falko.


Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass 'Die List der Wanderhure' bereits in der Auslieferungswoche auf Platz 14 der Spiegelbestsellerliste gekommen ist.

In der darauf folgenden Woche wird 'Die List der Wanderhure' auf Platz 5 stehen!

Wir sind überwältigt und danken all unseren Lesern für diesen Vertrauensbeweis.



Flammen des Himmels:

Im Dezember wird das Taschenbuch von 'Flammen des Himmels' erscheinen und zeigt das verzweifelte Bestreben unserer Heldin Frauke, in einer von Fanatismus und Hass geprägten Umwelt zu überleben.



Sandra Melli:


Die Seelendiebin:

An der Stelle wollen wir auf unseren Roman 'Die Seelendiebin' hinweisen, der unter Sandra Melli, unserem zweiten Pseudonym bei Knaur erschienen ist. Die Seelendiebin spielt in einem sagenhaften China und erzählt die Geschichte der Kurtisane Jin Mau und des Fürstensohnes Tie Hu.


Die List der Katzenfrau:

Ebenfalls bei Knaur erscheint in wenigen Wochen 'Sandra Mellis' vierter Band der Dämmerlandreihe unter dem Titel 'Die List der Katzenfrau'. Hier berichten wir weiter über unsere Helden Laisa und Rogon und ihren verzweifelten Kampf gegen Gayyad, den Feind aller Völker der Dämmerlande.



Anni Lechner:

Weltbild bringt mittlerweile alte Heimatromane von uns als E-Books heraus. Uns hat es damals sehr viel Spaß gemacht, diese Romane zu schreiben. Es handelt sich um kurze Geschichten in alpenländischer Umgebung mit Liebe, Intrigen und Abenteuern.



Damit wünschen wir unseren Fans und Freunden einen schönen und angenehmen Herbst!

Iny und Elmar Lorentz


Das DeLiA-Treffen in München

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2014

Das DeLiA-Treffen in München
oder
Die Reise nach Jerusalem

Einmal im Jahr findet mit den Liebesromantagen das große Treffen der DeLiA-Autorinnen und Autoren statt. Das ist immer eine große Sache mit sehr vielen Teilnehmern, bei der zu wenig Zeit bleibt, sie alle kennenzulernen. Aber es gibt dafür die kleinen, schnuckligen Treffen unter dem Jahr. Am Sonntag, den 06.07.2014 fand eines dieser Regionaltreffen in München statt. Erschienen waren Ursi Breidenbach, Heike Abidi, Alana Falk, Theresia Graw, Jeanette Sanders, Doris Strobl, Beatrix Mannel mit Ehemann und wir beide.

Die Terrasse des Cafés war ziemlich voll, doch wir wollten nicht in den Gastraum gehen, und setzten uns daher an die beiden letzten freien Tische. Die Runde füllte sich zusehends und es wurde über alles Mögliche geredet. Nach einer Weile stieg die Sonne hinter den Kastanien hoch und heizte uns kräftig ein. Wir rückten kurz entschlossen unsere beiden Tische mehr in den Schatten. Es wurde gegessen, getrunken und weitergeredet. Dann holte uns die Sonne erneut ein. Wir rückten noch ein Stück, und als eine Viertelstunde später ein Nebentisch frei wurde, wechselten wir blitzschnell dorthin.

Wer nun denkt, dies wäre das Ende gewesen, täuscht sich. Die Sonne verfolgte uns weiterhin unerbittlich. Wir rückten so weit in den Schatten, wie es nur ging, und spotteten bereits über die Reise nach Jerusalem, die wir hier veranstalteten. Erst am nächsten, frei gewordenen Tisch hatten wir endlich unsere Ruhe. Ein paar von uns meinten, dass man hier vielleicht doch ein paar Sonnenschirme mehr hätte aufstellen können. Es kann allerdings auch sein, dass sich der Wirt sagt, wer schwitzt, trinkt mehr, und das ergibt mehr Verdienst.

Auf jeden Fall war es ein schönes und amüsantes Treffen und wir freuen uns darauf, es wiederholen zu können.

Iny und Elmar Lorentz

In Ramstein-Miesenbach

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2014

Eigentlich war geplant, dass wir im Mai während der Rückfahrt aus Büsum einen Abstecher nach Ramstein-Miesenbach machen und dort lesen würden. Da jedoch der Press-Day für 'Das goldene Ufer' in Prag vorverlegt wurde, mussten wir die Lesung verschieben. Am 02.07. ergab sich die Gelegenheit, sie nachzuholen. Bei der Abfahrt regnete es und für eine gewisse Strecke fühlten wir uns an die Fahrt nach Waldburg erinnert. Ab Stuttgart klarte es dann auf und es kam sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an Burg Trifels vorbei. Dort wurden zu Zeit der Staufer ebenfalls für eine gewisse Zeit die Reichsinsignien verwahrt. Außerdem erinnert die Gegend an Richard Löwenherz, der dort einige Zeit als unfreiwilliger Gast verbracht hatte.

Durch den Regen zu Beginn und mehrere Staus kamen wir später an als erhofft und konnten gerade noch im Hotel einchecken. Dann ging es bereits weiter zum Haus des Bürgers. Dort hatten wir uns mit Frau Leiner von der Stadtbibliothek verabredet und führten mit ihr während des Abendessens ein interessantes Gespräch. Da der Kellner eher wie eine Schnecke als wie ein Blitz servierte, waren wir froh, dass der Saal, in dem wir lesen sollten, im gleichen Haus untergebracht war, sonst wären wir auch noch zu spät zur Lesung gekommen.

Im Saal hatte sich bereits eine erwartungsfrohe Zuhörerschaft eingefunden. Frau Leiner stellte uns vor, dann versetzten wir die Leute in das Texas des Jahres 1830 und ließen sie am Leben Walthers, Giselas und Nizhonis teilhaben. Unser Vortrag wurde sehr gut aufgenommen und anschließend berichteten wir über unsere Reise nach Prag zum Set des 'Goldenen Ufers' und nach Bad Hersfeld zur Welturaufführung der 'Wanderhure' auf der Freilichtbühne in der Stiftsruine.

Natürlich gab es auch viele Fragen, die wir gerne uns ausführlich beantworteten. Auch nach dem offiziellen Ende der Lesung blieb noch ein harter Kern an Zuhörern und es ergaben sich einige angenehme Gespräche. Daher kamen wir erst recht spät ins Bett. Der nächste Morgen begann dadurch etwas arg früh, aber die gute Stimmung der Lesung wirkte noch nach und so fuhren wir frohgemut los. Zum Glück zeigte das Schicksal ein Einsehen, denn wir gerieten nur in einen einzigen, relativ kurzen Stau und kamen ohne Probleme nach Hause.

Iny und Elmar Lorentz

Auf der Waldburg

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2014

Kaum von Bad Hersfeld und der Uraufführung der Wanderhure auf der Freilichtbühne der Stiftsruine zurückgekehrt, stand bereits der nächste Termin an. Es ging zum Mittelaltermarkt nach Waldburg. Wir hatten mit Herrn Schäfer vom 'Verein der Freunde der Waldburg', der diesen Markt veranstaltete, vereinbart, am Sonntag, den 29.06., dort zu lesen. Da wir auf einem Mittelaltermarkt nicht nur aus einem Roman über Texas um 1836 lesen wollten, nahmen wir auch 'Flammen des Himmels' mit, das zeitlich besser passte.

Wir wollten gemütlich über den Markt schlendern, einen Met trinken und anschließend lesen. Der Himmel wollte es jedoch anders. Als wir Sonntagvormittag in unser Beerchen stiegen, goss es wie aus Kübeln. Unsere Hoffnung, es könnte auf Waldburg zu besser werden, schwand, je näher wir unserem Ziel kamen. Die Kübel, aus denen es schüttete, wurden immer größer. In Waldburg angekommen, berichtete Herr Schäfer uns, dass es am Tag vorher noch herrlichstes Wetter gewesen wäre. Auch wäre der Besuch auf dem Markt gigantisch gewesen. Nun aber strömten die Besucher nur als dünnes Rinnsal durch die Marktgassen.

Auch Elmar sah sich die Stände an, doch ihm fehlte bei diesen Umständen die Lust auf Met. Stattdessen brachte uns ein Mitglied des Vereins auf die namensgebende Waldburg, wo wir zuerst essen und danach an einer Burgführung teilenehmen konnten. An diesem Ort wurden zur Zeit Kaiser Friedrichs II. für eine gewisse Zeit die Reichsinsignien verwahrt. Der Verein der Freunde der Waldburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Krone, Zepter, Reichsapfel und die Heilige Lanze als Repliken auf der Burg auszustellen, und so konnten wir sie dort bewundern.

Als dann die Zeit der Lesung nahte, waren wir in Sorge, dass nur ein paar Zuhörer den Elementen trotzen würden. Zu unserer Freude füllte sich der Saal zusehends und es kam eine recht stattliche Zahl zusammen. Wie geplant lasen wir zuerst ein Stück aus 'Der weiße Stern', um dann mit unseren Zuhörern in das Münster des frühen 16. Jahrhunderts überzuwechseln. Es wurde eine sehr angenehme Lesung, die in der üblichen Fragerunde mündete. Selbst nach deren Ende blieben noch etliche Fans und es ergab sich die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen.

Den erhofften Abschlussspaziergang über den Markt verhinderte nicht nur das Wetter, sondern auch die Tatsache, dass die Standbetreiber langsam ihre Sachen zusammenräumten. Das Ende des Marktes war nahe, und damit für uns auch der Abschied aus Waldburg, dass wir liebend gern bei besseren Wetterbedingungen kennengelernt hätten.

Iny und Elmar Lorentz

Bad Hersfeld

Bericht
von Iny und Elmar am 01-07-2014

Die Wanderhure in der Stiftsruine
Nach bislang fünf und demnächst sechs Romanen und drei Filmen hat unsere Marie auf der Freilichtbühne in der Stiftsruine von Bad Hersfeld ein neues Wirkungsfeld betreten. Für uns war es bereits im Vorfeld klar, dass wir Marie in die Stiftsruine begleiten würden. Da sich schon vor der Welturaufführung mehrere Termine ankündigten, sind wir ein paar Tage früher angereist.

Als Erstes trafen wir uns mit Moni und Andi, die wir bei der Buchmesse in Frankfurt kennengelernt hatten, und verbrachten einen angenehmen Nachmittag mit ihnen im Café Landlust. Sowohl Moni und Andi als auch die Besitzerin des Cafés gaben uns einige Tipps, die sich in den nächsten Tagen als wertvoll erwiesen.

Bei einem Ausflug in die Umgebung von Bad Hersfeld haben wir nicht nur viel Landschaft, sondern auch eine malerische Burg kennengelernt. Doch wir hatten nicht lange Zeit für romantische Orte, denn mit einem Interview bei der Hersfelder Zeitung begann die Einstimmung auf die Uraufführung der Wanderhure. Als Nächstes folgte eine ungewöhnlich stark besuchte Signierstunde in der Hoehlschen Buchhandlung, Zweigstelle City Galerie. Am Montag danach standen wir vor der imposanten Kulisse der Stiftsruine dem Rundfunk Meissner RFM Rede und Antwort. Es war ein sehr lebhaftes Gespräch, das uns sehr viel Spaß gemacht hat.

Am nächsten Tag hatten wir ein Interview mit dem Hessischen Rundfunk und kurz darauf trafen unsere Agentin Lianne, unserer Filmagentin Isabel sowie unserer Cheflektorin Christine ein. Die Aufregung war allen anzumerken, und so war es kein Wunder, dass sich das Gespräch beim gemeinsamen Abendessen zumeist um die bevorstehende Uraufführung der 'Wanderhure' drehte.

Den Mittwochvormittag verbrachte jeder nach seinem Gusto, sei es beim Friseur, bei einer Massage im Kurzentrum oder – wie wir – vor dem Laptop. Bei aller Euphorie über unsere Marie auf der Freilichtbühne wollen auch die neuen Romane geschrieben werden. Außerdem war es die beste Gelegenheit, die eigene Nervosität in geregelte Bahnen zu lenken. Am frühen Nachmittag traf Iris Klockmann ein – eine ganz liebe Kollegin – und da gab es natürlich viel zu bereden. Kurze Zeit später stießen unser Trauzeuge Günter und dessen Lebensgefährtin zu uns, die es sich ebenfalls nicht nehmen lassen wollten, 'Die Wanderhure' auf der Bühne zu erleben.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um uns dort mit Lianne und Isabel zu treffen. Unterwegs kamen uns Carmen und Andi entgegen, die schon oft Lesungen von uns besucht hatten und ebenfalls auf die Bühnenfassung der 'Wanderhure' gespannt waren. Wir setzten unseren Weg gemeinsam fort, bis schließlich Herr Lauke vom renommierten Bühnenverlag Ahn & Simrock und unsere Agentin Lianne zum traditionellen Abendessen am 'Verlegertisch' baten. Außer Frau Chory und Herrn Lauke von Ahn & Simrock, Lianne und Isabel nahmen auch Gerold Theobald, der Bühnenautor der 'Wanderhure', der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele Holk Freytag, unsere Cheflektorin Christine, Liannes Ehemann Christian und wir teil. Das Essen war exquisit, nur konnten wir ihm in unserer Anspannung nicht ganz die Ehre erweisen, die es verdient hätte. Uns drängte alles in die Stiftsruine. Zwar hatten wir diese bereits drei Tage vorher bei einer Aufführung von Felix Mendelson-Bartholdys 'Elias' durch die Sinfonia Silesia Katowice und dem Bad Hersfelder Chorverein kennengelernt. Es war jedoch etwas anders, sie jetzt mit dem Gedanken zu betreten, dort in wenigen Minuten unsere Marie zu erleben.

Die Stiftsruine Bad Hersfeld stellt eine imposante Kulisse dar, aber die Nächte darin können sehr kalt sein. Die Zuschauer hatten zumeist gut vorgesorgt. Auch wir waren mit Decken und Sweatshirts ausgerüstet und anders als die Akteure auf der Bühne Wind und Wetter nicht so stark ausgeliefert. Nicht zuletzt deshalb hatten wir gebetet, dass es an diesen Abend nicht regnen würde. Am Nachmittag war noch ein Wolkenbruch über Bad Hersfeld niedergegangen, doch gegen 18:00 Uhr klarte es auf, und es ließ sich sogar noch die Sonne blicken. Es blieb auch trocken, doch die Temperaturen sanken bis auf sieben Grad. Wir bewunderten die Schauspielerinnen und Schauspieler, die teilweise sehr leicht bekleidet ihre Rolle spielten und auch völlig darin aufgingen.

Das Theaterstück war einfach phänomenal. Wir vergaßen ganz die Kälte und die Leute um uns herum und sahen nur noch das Geschehen auf der Bühne. Andrea Cleven lebte die Marie mit einer Leidenschaft, die uns fast die Tränen in die Augen trieb. Julian Weigend, der mit Ruppertus die gleiche Rolle spielte, die er bereits im Film eingenommen hatte, verblüffte uns erneut damit, dass ein so liebenswürdiger Mensch einen so infamen Charakter spielen kann. Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler waren ausgezeichnet. In den Gesprächen am nächsten Morgen hatte fast jeder, mit dem wir sprachen, seinen eigenen Favoriten. Gleichgültig, ob Hanka Mark als Hiltrud, Oda Pretzschner als Mechthild von Arnstein, Lorris A. Blazejewski als Michel, Britta Boehlke als Bertha, Stephan Ullrich als Dietmar von Arnstein, uns begeisterten einfach alle.

Nach dem Ende des Theaterstücks erhielten alle Akteure den ihnen zustehenden Applaus einschließlich stehender Ovationen. Auch wir durften zusammen mit Gerold Theobald auf die Bühne und brachten dort unsere Glückwünsche an. Es war einfach überwältigend. Dies sagten wir auch in die Mikrophone, die uns anschließend hingehalten wurden. Wir waren schon mit großen Erwartungen nach Bad Hersfeld gekommen, denn diese Freilichtbühne gilt als Bedeutendste in Deutschland. Was aber Andrea Cleven, Julian Weigend und alle anderen Schauspielerinnen und Schauspieler geboten haben, war unvergleichlich. Wir wollen an dieser Stelle auch nicht Janusz Kica vergessen, den Regisseur der Bad Hersfelder 'Wanderhure'. Er, aber auch alle anderen angefangen von Holk Freytag und Gerold Theobald über die Schauspieler bis hin zu all den fleißigen Menschen im Hintergrund haben uns einen unvergesslichen Abend geschenkt.

Am nächsten Vormittag durften wir uns im historischen Sitzungssaal im Beisein von Bürgermeister Thomas Fehling ins Goldene Buch der Stadt Bad Hersfeld eintragen und werden dort für immer neben den Namen großer, bedeutender Menschen stehen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure jetzt auch in den USA !

Info
von Iny und Elmar am 06-06-2014

Die Wanderhure jetzt auch in den USA !
Die Wanderhure hat jetzt auch die Vereinigten Staaten erreicht!
Die Titelbilder des Buches und der beiden Hörbuchausgaben können auf dieser Homepage unter -> Werke -> Iny Lorentz -> Die Wanderhure bewundert werden.

Drehschluss!

Info
von Iny und Elmar am 05-06-2014

Drehschluss!
Die Dreharbeiten für 'Das goldene Ufer' in Prag sind abgeschlossen!
Wir danken allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz.

Zwar wissen wir, dass noch viel Arbeit bis zur endgültigen Fertigstellung des Films geleistet werden muss, freuen uns aber jetzt schon darauf, ihn zu sehen.

Iny und Elmar Lorentz

DeLiA in Büsum

Bericht
von Iny und Elmar am 28-05-2014

Wir sind Mitglieder mehrerer Autorenvereinigungen wie Homer und dem Syndikat, aber auch bei DeLiA, der Vereinigung der Liebesromanautorinnen und –autoren. Das heurige Jahrestreffen von DeLiA fand in Büsum statt, und das liegt für uns am anderen Ende der Republik.

Wegen der langen Anreise entschlossen wir uns, den Wohnwagen anzuhängen und vorher noch ein paar Tage Urlaub zu machen. Zwei Dinge dämpften jedoch die Urlaubsstimmung. Zum einen war das Wetter zunächst eher bescheiden. Wir kamen nicht einmal trocken in das weniger als 300 Meter entfernte Restaurant und zum Zweiten schneite uns ein Lektorat für einen unserer Romane ins Haus, das ganz dringend gemacht werden musste. Da das Wetter nicht gerade zu langen Ausflügen und Wanderungen einlud, blieben wir meistens im Wohnwagen und kamen mit dieser Arbeit gut voran.

Mehrere andere DeLiA-Mitglieder waren ebenfalls eher angereist und tauschten sich in Facebook über das schlechte Wetter aus. Als es jedoch auf die DeLiA-Tage zuging, besserte es sich und wir konnten wieder durch Büsum streifen. Am Mittwoch begegneten wir Kate Sunday und am Donnerstag trafen wir uns mit Sigrid Kopatzki, Sylvia Filz, Andrea Reichart, Micaela Jary und Petra Schier zu einer kleinen Vorfeier im Café Knüppel.

Donnerstag begannen schließlich die DeLiA-Tage. Am Nachmittag versammelten sich alle im Hotel zur Alten Post und es zeigte sich, dass sehr viele Mitglieder dem Ruf nach Büsum gefolgt waren. Wir sahen etliche bekannte und auch neue Gesichter, und die ersten Stunden vergingen wie im Flug. Nach dem Abendessen begann der erste, offizielle Programmpunkt der DeLiA-Tage mit einer Lesung in der Gemeindebücherei. Dort gab es eine ausgezeichnete alkoholfreie Bowle und dann lasen Sandra Regnier, Charly von Feyerabend, Claus Karst, Britta Orlowski und Kate Sunday aus ihren Werken.

Am Freitag mussten einige DeLiAs früh aufstehen, denn es standen Schullesungen an. Dafür ausgewählt worden waren Kerstin Gröper, Heike Abidi, Thomas Jeier, Andrea Reichart und Kyra Dittmann. Der Rest konnte ausschlafen. Mittag fand in der Kreissparkasse Büsum eine Signierstunde mit Kerstin Gier, Eva Völler, Ursi Breitenbach, Constanze Wilken und uns statt. Dann ging es auch schon zum Mittagessen und der anschließenden Mitgliederversammlung in die Alte Post. Bei so vielen versammelten DeLiAs und einigen interessanten Programmpunkten benötigte die Mitgliederversammlung ihre Zeit, und es musste zuletzt etwas Gas gegeben werden, damit sie vor dem Abendessen beendet war.

Am Abend fand die große Lesenacht im Kurhaus statt. Beteiligt waren Elisabeth Büchle, Patricia Mennen, Kerstin Gier, Angelika Schwarzhuber, Tania Krätschmar und wir. Es war eine sehr schöne – und als Kerstin las – auch eine lustige Veranstaltung. So lernten wir bei Kerstin 'Rasierspaß Ken' kennen, sprich Barbies Freund mit Dreitagebart. Nicht wenige hielten ihn für Kerstins Erfindung. Aber es gibt ihn wirklich! Nach der Lesung suchten einige DeLiAs die nächste offene Kneipe. Wir hingegen kehrten zu unserem Wohnwagen zurück, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

Der Samstag begann für die meisten DeLiAs mit einer Kutterfahrt oder einer Wattwanderung. Wir schwänzten beide und legten letzte Hand an unser Lektorat. Am Nachmittag folgten mehrere Workshops. So referierten Sandra Thoms, Eva Völler und Petra Schier über 'Schreiben und Veröffentlichen', Jeanine Krock sprach über 'Let's Talks About Sex' und Nicole Steyer über 'Lesungen selbst organisieren'.

Da an dem Abend die Gala mit anschließendem Büffet stattfand, fiel das Abendessen für die meisten aus. Wir suchten trotzdem das Café Knüppel auf und nahmen eine Kleinigkeit zu uns. Anschließend ging es wieder in den gut gefüllten Kursaal, in dem Andrea Reichart ganz professionell die Gala moderierte. Wir konnten noch mit ein paar Damen von verschiedenen Verlagen sowie mit einigen DeLiAs reden. Zum Ende der eigentlichen Gala, also leider zum Beginn des gemütlichen Teils mussten wir den Saal verlassen und zu unserem Wohnwagen zurückkehren, weil wegen der nächsten Reise nach Hause fahren mussten.

Am nächsten Morgen holte uns der Wecker viel zu früh aus dem Schlaf. Es galt für uns, die Strecke von Büsum nach Hause an einem Tag zu schaffen. Dies gelang uns trotz der Beschränkungen, die der Wohnwagen mit sich bringt, und als wir diesen am späten Abend abstellten und die letzten Meter zu unserem Häuschen zurücklegten, war das Abenteuer Büsum Vergangenheit und das Abenteuer Prag lag vor uns.

Iny und Elmar Lorentz

Drehstart von "Das goldene Ufer"

Info
von Iny und Elmar am 01-05-2014

Pressemitteilung

Drehstart von "Das goldene Ufer" – Ulrike Folkerts, Miriam Stein, Volker Bruch und Walter Sittler in einem historischen Liebesfilm für das ZDF

In Prag fiel in der vergangenen Woche die erste Klappe für den historischen Liebesfilm "Das goldene Ufer" (Arbeitstitel). Der mit aufwändigen, zeitgenössischen Kostümen produzierte Film basiert auf der erfolgreichen Romanvorlage von Iny Lorentz. Zur prominenten Besetzung gehören Miriam Stein, Volker Bruch, Ulrike Folkerts, Walter Sittler, Hans-Peter Hallwachs, Rolf Kanies, Michael Mendl und andere. Regie führt Christoph Schrewe (ZDF-Reihe "Borgia") nach einem Drehbuch von Benjamin Hessler und Florian Oeller. "Das goldene Ufer" erzählt die Geschichte der beiden Kriegswaisen Gisela (Miriam Stein) und Walther (Volker Bruch) im deutschen Vormärz. Die adelige Vorherrschaft sieht schweren Zeiten entgegen – die politische Aufklärung und der bürgerliche Ruf nach Chancengleichheit stehen vor der Tür. Nach wie vor gelten dennoch die Regeln von Oben und Unten, von von Geburtsrecht und lebenslanger Knechtschaft. Und inmitten dieser Verhältnisse begehrt die Jugend auf. Es ist das Jahr 1825 auf dem Gut der Grafenfamilie von Rennitz im Königreich Hannover: Gisela und Walther, die vor 10 Jahren als Waisenkinder nach Gut Rennitz kamen, verdingen sich dort inzwischen als Hausmagd und Knecht. Doch Gisela weiß, dass das Leben mehr zu bieten haben muss als einen Tag ohne Demütigungen durch die Gräfin von Rennitz (Ulrike Folkerts) und die Hoffnung auf einen zweiten Sack Stroh zum Schlafen. Sie glaubt an ein Recht auf Glück und Selbstbestimmung, und versucht unter Einsatz ihres eigenen Lebens, einem verfolgten Knecht zu helfen, der aus Hunger einen Laib Brot gestohlen hat. Walther dagegen bekommt die Chance, im bestehenden System aufzusteigen: Als der Graf (Walter Sittler) erkennen muss, dass der Adel nicht mehr wie selbstverständlich privilegiert behandelt wird, versieht er Walther mit einer neuen Aufgabe und schickt ihn zu Vertragsverhandlungen auf die Holzmesse nach Göttingen – sehr zum Unmut seines Sohnes Diebold (Trystan Pütter), der im Wetteifern um die Gunst des Vaters einen heimtückischen Plan schmiedet. Walther und Gisela müssen sich entscheiden, ob ihre Zukunft im Ideal eines demokratischen Deutschlands oder unter der Geißel der Aristokratie liegt. Oder ob sich ihre Wünsche in ihrer Heimat gar nicht erfüllen können…."Das goldene Ufer" ist eine Andreas Bareiss Produktion der TV60Film im Auftrag des ZDF, Produzenten sind Andreas Bareiss und Sven Burgemeister. Die Redaktion beim ZDF haben Heike Hempel und Anna Bütow. Gedreht wird bis Anfang Juni 2014 in Prag und Umgebung. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
twitter.com/ZDF
Fotos von den ersten Drehtagen sind erhältlich über
ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über ??? Mainz, 30. April 2014

Homer in Heidenheim

Bericht
von Iny und Elmar am 30-04-2014

Das Festival der historischen Literatur

Vor fast genau einem Jahr traf sich eine Gruppe Autorinnen und Autoren in Ulm, dort eine Vereinigung für historische Romane zu gründen. Niemand von denen, die damals dabei waren, konnte ahnen, wie rasch das damals gesetzte Pflänzlein wachsen und gedeihen würde.

Mittlerweile zählen fast vierzig Autorinnen und Autoren zu Homer, und die meisten davon waren beim ersten Jahrestreffen dabei. Die Zahl der anwesenden Autoren war jedoch noch höher. Homer vergab nämlich in fünf Kategorien Preise für die besten historischen Romane des Jahres, und so hatten viele der Nominierten den Weg nach Heidenheim angetreten.



Auch wir beluden unser Beerchen, der den Dicken als Fahrzeug abgelöst hatte, und fuhren mit unserer Freundin Ingeborg nach Heidenheim. Zwar hielten uns noch die Nachwirkungen einer hartnäckigen Bronchitis in den Klauen, aber wir wollten das Jahrestreffen um nichts in der Welt versäumen. Da wir einen Tag eher anreisten, trafen wir uns am Abend mit Silvia Stolzenburg, die diesen Event organisiert hatte, deren Ehemann und Dr. Herbert Antl zum Essen und einem angeregten Gespräch.

Den nächsten Vormittag streiften wir zu dritt durch Heidenheim und testeten auf dem Weg von Schloss Hellenstein in die Innenstadt unsere Konstitution. Danach benötigten wir dem Nachmittag zur Regeneration. Am Abend ging es dann zum Marsstall des Schlosses und zum ersten Höhepunkt des Treffens, nämlich der Preisverleihung für die besten historische Romane. Diese Veranstaltung wurde von Dr. Herbert Antl und seiner Assistentin Caren Benedikt meisterhaft moderiert. Für das Rahmenprogramm sorgten die Württemberger Ritter e.V., die auch das Catering übernahmen und nicht nur ausgezeichnete Schnittchen, sondern auch Suppen nach mittelalterlichen Rezepten anboten. Außerdem musizierten sie im Burghof und bewiesen in Schaukämpfen ihre Künste. Die musikalische Umrahmung der Preisverleihung bestritt Eva-Ruth Landys, die zum Klang ihrer Gitarre die famose Bandbreite ihrer Sangeskunst zum Besten gab.

Die Gewinner des Goldenen Homer 2014 sind:

Heidi Rehn für 'Die Liebe der Baumeisterin' Silvia Stolzenburg für 'Der Teufelsfürst' Daniel Wolf für 'Das Salz der Erde' Oliver Pötzsch für 'Der Hexer und die Henkerstochter' Guido Dieckmann für 'Schleichendes Gift'


Geehrt wurden weiterhin Martina Sahler (Weiße Nächte, weites Land), Claudia und Naja Beinert (Die Herrin der Kathedrale), Friederike Schmöe (Das geheime Wissen der Zofe), Ulf Schiewe (Das Schwert des Normannen), (Die Hure Babylon), Gerhard Loibelsberger (Todeswalzer).

Zu unserer großen Überraschung wurden auch wir auf die Bühne gerufen und erhielten den Goldenen Ehrenpreis für unsere Verdienste um den historischen Roman, was Iny zu dem Ausruf "Ihr Verrückten!" hinriss.

Während auf dem Burghof von Schloss Hellenstein die Fackeln erloschen, feierten wir im Hotel weiter, bis unsere Konstitution ein scharfes Halt befahl und uns in unser Zimmer zwang.

Am Samstagvormittag trafen die HOMER-Mitglieder sich zunächst zur Mitgliederversammlung, die sich durch einige interessante Diskussionen auszeichnete, aber ebenso schnell wie erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Es folgte das Mittagessen im Stattgarten, das sich sehr weit in den Nachmittag hineinzog. Dort waren nicht nur die Homer-Mitglieder anwesend, sondern auch viele Gäste vom Vorabend, und es gab lange, interessante Gespräche. Der restliche Nachmittag diente dazu, unseren arg stotternden Motoren etwas Ruhe zu gönnen. Am Abend fand nämlich im Schlosshotel nach dem Motto 'speise und lausche' die Lesung der Preisträger statt.

Ein mittelalterliches Menü und ausgezeichnete Lesungen ließen diesen Programmpunkt zu einem Genuss werden. Erneut führte Herbert Antl gekonnt durch das Programm, diesmal assistiert von Nicole Köster, die ihren Part ebenfalls ausgezeichnet hinter sich brachte. Es lasen: Heidi Rehn aus 'Die Liebe der Baumeisterin', Daniel Wolf aus 'Das Salz der Erde' und Gerhard Loiblsberger aus 'Todeswalzer'. Für die musikalische Untermalung sorgte erneut Eva-Ruth Landys, die das Piano ebenso meisterhaft beherrschte wie am Vorabend die Gitarre.

In den Pausen gab es wieder viele Gespräche. Wir begrüßten alte Freude und lernten neue kennen, und kehrten am Ende der Veranstaltung mit vielen schönen Eindrücken in unser Zimmer zurück. Andere hielten länger durch, aber wir waren eben nicht voll auf dem Damm.

Der nächste Tag begann mit einer großen Sorge. Die Bronchitis hatte sich bei uns auf die Stimmen ausgewirkt und wir hatten Angst, bei unserer eigenen Lesung im Museum im Römerbad nur krächzen zu können. Um dagegen zu wirken, verdarben wir uns die Mägen mit Halspastillen und machten uns mit Ingeborg und Iris Klockmann auf den Weg zum Ort des Geschehens. Es regnete, nachdem es die Tage vorher schön gewesen war, doch wir fanden glücklicherweise einen nahe gelegenen Parkplatz. Den Lesereigen begann Ulf Schiewe mit 'Das Schwert des Normannen'. Es folgte Eva-Ruth Landys mit 'Stadt der Schuld' und Regina Gärtner mit 'Unter dem Südseemond'. Alles drei lasen ausgezeichnet und wir befürchteten bereits, zu sehr dagegen abzufallen. Zu unserer Erleichterung hielten unsere Stimmen bei 'Der weiße Stern' jedoch durch. Es war der letzte Programmpunkt dieses Jahrestreffens und viele verabschiedeten sich, um in ihre Heimat zurückzukehren. Eine kleine Gruppe, zu der auch wir gehörten, entschloss sich, noch gemeinsam zu Mittag zu essen.

Wir waren mit als erste nach Heidenheim gekommen und gehörten mit zu den Letzten, die diese schöne Stadt wieder verließen. Hinter uns lagen schöne, inspirierende Tage und die frohe Erkenntnis, dass Homer sich in einer überraschend guten Weise entwickelt hatte. Unser Dank gilt Silvia Stolzenburg, Eva-Ruth Landys, Caren Benedikt, Nicole Köster, Herbert Antl und allen anderen, die dafür gesorgt haben, dass es ein so schönes Treffen geworden ist.

Iny und Elmar Lorentz

Neues im April

Info
von Iny und Elmar am 07-04-2014

Die ersten drei Monate des Jahres sind bereits Vergangenheit. Wir aber wollen weniger nach hinten als vorne schauen. Der April bringt mit den Homer-Literaturtagen einen weiteren Höhepunkt in diesem Jahr.

Etliche ausgezeichnete Autorinnen und Autoren historischer Romane werden in Heidenheim zusammenkommen und es finden natürlich auch Lesungen statt.

Mehr Infos bei: blog.homer-historische-literatur.org

Und hier auf der Homepage bei Lesungen!





Lesungen:

Mittlerweile stehen auch die ersten Lesungen für das Jahr 2014 fest. Die entsprechenden Informationen sind auf dieser Homepage unter 'Lesungen' zu finden.




Neue Romane:


Die Wanderapothekerin:

Uns haben in den letzten Wochen viele Anfragen von Leserinnen und Lesern erreicht, ob dieser bislang nur als E-Book erschienene Roman auch einmal in gedruckter Form vorliegen würde.

Wir können all unsere Leser beruhigen: 'Die Wanderapothekerin' wird selbstverständlich auch als Buch herauskommen werden. Unklar ist allerdings noch, wann dies geschehen wird. Vorerst aber dürfte 'Der weiße Stern' und die weiteren Abenteuer Walther Fichtners und seiner Familie in Texas die Wartezeit auf 'Die Wanderapothekerin' erträglich werden lassen.




Der weiße Stern:

Mit 'Der weiße Stern' ist der zweite Band der Abenteuer unserer Auswandererfamilie Fichtner erschienen. Dieses Buch stellt für uns ein kleines Jubiläum dar. Es hat es nämlich auf Anhieb auf die Harenberg-Bestsellerliste (Spiegel-Bestsellerliste) geschafft und ist damit die 30. Buchausgabe eines Iny-Lorentz-Romans auf dieser Liste. Ohne unsere treuen Leser hätten wir das nicht geschafft! Ganz lieben Dank! Wir versprechen euch, auch in Zukunft spannende und emotionale Romane zu schreiben!

Mit diesem Roman ist die Geschichte um Walther Fichtner und seiner Familie noch lange nicht zu Ende erzählt. Es geht noch zwei Bände weiter und wir werden dabei noch einige markante Ereignisse der texanischen und amerikanischen Geschichte miterleben.



Damit wünschen wir all unseren Leserinnen und Lesern eine schöne Zeit, frohe Ostern und viel Spaß mit unseren Romanen!

Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten

Lesung
von Iny und Elmar am 02-03-2014

Was gibt es Neues?
Nach den aufregenden Monaten bis zur Ausstrahlung der 'Pilgerin' beim ZDF läuft das Leben für uns derzeit wie ein sanft fließender Strom. Dennoch gibt es einiges zu berichten.

Iny Lorentz, Die Wanderapothekerin:

Zusammen mit Droemer-Knaur haben wir uns ins kalte Wasser gewagt und einen Roman geschrieben, den es vorerst nur als E-Book zu kaufen gibt. Es handelt sich dabei um 'Die Wanderapothekerin', die von unserer Heldin Klara Schneidt erzählt. Klara macht sich Anfang des 18. Jahrhunderts mit ihrem Reff voller Arzneimittel auf eine lange und gefährliche Wanderung durch die deutschen Lande. Der Roman erschien zunächst mit einem Prolog und sechs Teilen als E-Book-Serial und danach zur Gänze als E-Book. Wann es eine Printausgabe der 'Wanderapothekerin' geben wird, ist derzeit noch ungeklärt.

Link auf:
www.droemer-knaur.de/ebooks/7950897/die-wanderapothekerin



Mara Volkers:

Die vier Mara Volkers Romane 'Die Reliquie', 'Die Tochter der Apothekerin', "Die schwarze Königin' und 'Die Tore der Geister' sind bei Weltbild als E-Books erschienen.

'Die Reliquie' und 'Die Tochter der Apothekerin' gehören zu unseren mittelalterlichen 'Teufelsromanen', bei denen die himmlischen und höllischen Mächte für die Menschen sehr real sind und in das Geschehen mit eingreifen.

Im Gegensatz dazu sind 'Die schwarze Königin' und 'Die Tore der Geister' moderne Fantasy-Romane, die hier und heute spielen.

Link auf:
www.weltbild.de/9/mara+volkers



Anni Lechner:

Weiter geht es mit E-Books! Vor vielen Jahren hat Elmar Heimatromane für Bastei geschrieben. Jetzt bringt Weltbild die Ersten davon als E-Book-Sammelbände zu je drei Romanen heraus.

Link auf:
www.weltbild.de/9/anni+lechner



Die Wanderhure:

Die Wanderhure hat es auf die Bretter geschafft, die die Welt bedeuten, und wird heuer im Rahmen der Bad Hersfelder Festspiele auf der dortigen Freilichtbühne aufgeführt. Wir freuen riesig darüber und werden natürlich einmal dabei sein und zuschauen.

Link auf:
www.bad-hersfelder-festspiele



Was gibt es sonst noch zu berichten? Wir arbeiten gerade an dem Lektorat für den vierten Roman der Dämmerlandreihe und gehen die Druckfahnen der 'Seelendiebin' durch. Es sind Arbeiten, die man als Autor hasst, weil sie einem auf dem normalen Schreibrhythmus reißen. Zum andern ist es ein Wiedersehen mit alten Freunden und man erinnert sich gerne an die langen Stunden, die man beim Schreiben gemeinsam mit ihnen verbracht hat.

Link auf:
www.droemer-knaur.de/die-seelendiebin



Lesungen:

Noch gibt es keine genauen Termine, doch man wird uns Ende April bei den Homer-Literaturtagen in Heidenheim, Mitte Mai bei den Liebesromantagen von DeLiA in Büsum und am 30.06. auf dem Mittelalterfest in Waldburg erleben können.

Iny und Elmar Lorentz

Das Jahr 2014 beginnt

Info
von Iny und Elmar am 11-01-2014

Wir schreiben das Jahr 2014 und es gibt vieles, über das wir uns freuen konnten und noch freuen werden.
So ist im Dezember das Taschenbuch der 'Feuertochter' erschienen und schaffte es auf Anhieb auf die Bestsellerliste. Es handelt sich dabei um das 28. Buch (Hardcover und Taschenbuch zusammengerechnet) von Iny Lorentz, das es auf die Liste geschafft hat. Ohne unsere Fans wäre dies nie geschehen. Herzlichen Dank dafür!

Am 05.01. und 06.01. lief im ZDF die Verfilmung unserer 'Pilgerin' als Zweiteiler mit großem Erfolg. Am 05.01. musste sich der erste Teil nur den beiden Tatortfolgen geschlagen geben, während der zweite Teil am 06.01. sogar Tagessieger bei den Quoten wurde. Unseren Eindruck von dem Film ist in 'Verfilmungen' nachzulesen. Für uns waren es bewegende 180 Minuten, in denen wir den Weg unserer 'Tilla' auf dem Bildschirm verfolgen konnten. Josefine Preuß hat ihre Sache ausgezeichnet gemacht, ebenso Jacob Matschenz, Volker Bruch, Friedrich von Thun, Dietmar Bär und all die anderen. Auch den Regisseur Philipp Kadelbach dürfen wir nicht vergessen, und vor allem nicht den Produzenten Benjamin Benedict, der seit dem Erscheinen des Buches an die 'Pilgerin' geglaubt hat und nun durch den Erfolg des Films belohnt wurde.

Knaur hat übrigens eine Filmausgabe der 'Pilgerin' mit tollen Fotos aus dem Film herausgebracht. Es handelt sich dabei um den Originalroman und nicht um eine Nacherzählung des Films!

Auch die nächsten Romane werfen bereits ihre Schatten voraus. So erscheint von Ende Januar bis Mitte Februar 'Die Wanderapothekerin' als E-Book-Serial in sechs Teilen. Ende Februar kommt 'Die Wanderapothekerin' im Ganzen als E-Book heraus. Bis es hier eine Printausgabe gibt, wird es noch ein wenig dauern. Vorerst also kann man die Abenteuer Klara Schneidts auf ihrem abenteuerlichen Weg von Thüringen durch die deutschen Lande nur elektronisch verfolgen.

Achtung: Der Prolog der 'Wanderapothekerin' kann kostenlos als E-Book herabgeladen werden!

Bis zum 1. April ist noch ein wenig hin. Zu diesem Termin erscheint der zweite Band unserer vierbändigen Texas-Reihe als Original-Taschenbuch bei Knaur. In 'Der weiße Stern' nimmt das Schicksal unseres Auswandererehepaares Walther und Gisela Fichtner eine unerwartete Wendung. Ein alter Feind taucht auf und in Tejas sind die amerikanischen Siedler immer mehr mit den mexikanischen Behörden unzufrieden. Als dann General Antonio Lopez de Santa Ana in Mexiko die Macht an sich reißt, scheint die Konfrontation unausweichlich.

Band drei der Texasreihe wird im Frühjahr 2015 und Band vier im Frühjahr 2016 erscheinen!

Im Januar erscheint bei Goldmann mit 'Methan' der vierte Thriller um unseren Geheimdiensthelden Torsten Renk als Taschenbuch. Torsten und seine Kollegin Henriette von Tarow stehen vor einer Herausforderung, die kaum zu bewältigen ist, zumal alle möglichen Geheimdienste der Welt jeweils ihr eigenes Süppchen kochen wollen.


Iny Lorentz bei Facebook!

Die modernen Zeiten machen auch vor uns nicht halt. Daher gibt es jetzt eine eigene Iny-Lorentz-Facebook-Seite. Wer Lust hat, kann sie anklicken, ansehen, was es dort alles gibt, und uns eine Nachricht schicken.

Iny und Elmar Lorentz