Leseland Vorarlberg

Bericht
von Iny und Elmar am 16-04-2017

Als an uns die Frage herangetragen wurde, ob wir bei der Dornbirner Frühlingsausstellung um Rahmen von 'Leseland Vorarlberg' lesen würden, fiel uns die Entscheidung nicht schwer.

Der Anreiseweg war kurz genug für uns und wir hatten Interesse, wieder einmal in Österreich zu lesen.

Am Samstag, den 08.04.2017 machten wir uns gemeinsam mit Ingeborg, die uns auf vielen Recherchereisen begleitet und gelegentlich auch zu Lesungen mitkommt, auf den Weg. Die Autobahn war erfreulich leer und so kamen wir ohne Stau oder sonstige Verzögerungen nach Dornbirn. Als Erstes beschlossen wir, für unser leibliches Wohl zu sorgen und suchten uns erst einmal eine Futterkrippe, um Energie für die Lesung zu tanken.

Da wir uns nicht sofort entscheiden konnten, lernten wir auf diese Weise einen großen Teil der Dornbirner Altstadt kennen. Angesichts einiger prachtvoller Häuser meinte Elmar bedauernd, dass er vergessen hätte, seine Kamera mitzunehmen. Ein gutes Mittagessen half ihm aber über diese Enttäuschung hinweg.

Am Nachmittag ging es dann zum Messegelände. Die Hallen sind neu erstellt worden und boten eine breite Palette von Waren und Schauobjekten unter dem Motto: Alles unter einem Dach. Dort befand sich auch die Lesebühne von Leseland Vorarlberg. Wir waren wie üblich früh dran, setzten uns und hörten der Lesung von Irmgard Kramer zu, die wir im letzten Jahr in Iserlohn kennengelernt hatten. Viel Zeit für ein Gespräch blieb leider nicht, da sie zunächst signieren musste und danach die Moderatorin uns auf die Bühne rief.

Wir wollten aus 'Die Wanderapothekerin' lesen. Daher erklärten wir im Vorfeld, wer die thüringischen Buckelapotheker oder Balsamträger waren. Anschließend trugen wir mehrere Szenen vor und beantworteten zuletzt die Fragen, die unsere Moderatorin Heidi Wiedenauer und die Zuhörer uns stellten. Die Geräuschkulisse in der großen Messehalle irritierte uns ein wenig, doch unsere Begleiterin Ingeborg erklärte uns hinterher, dass wir ausgezeichnet zu verstehen gewesen wären. Nach der Lesung signierten wir noch etliche Bücher und unterhielten uns mit Frau Winkler von der Bücherei Mäder, die das 'Leseland Vorarlberg' auf der Messe organisiert hat. Es war eine sehr nette Veranstaltung und wir wünschen Frau Winkler von ganzem Herzen, dass sich das 'Leseland Vorarlberg' zu einem festen Bestandteil der Frühlingsausstellung in Dornbirn entwickelt.

Um 18:00 Uhr schloss die Messe ihre Tore und es hieß für uns Abschied nehmen. Auf dem Heimweg kamen wir noch besser voran als auf der Hinfahrt und kehrten mit bleibenden Eindrücken nach Hause zurück. Dort angekommen stellte Elmar fest, dass er seine Kamera doch in den Rucksack gesteckt hatte. Nun aber war es zu spät, um die schönen Motive in Dornbirn und auf der Messe noch abbilden zu können. Das ist schade, doch wer weiß, vielleicht kommen wir wieder einmal in die Gegend und sehen uns dann etwas genauer um.

Iny und Elmar Lorentz

Buchmesse i Leipzig u.Lesungen in Meerane/Rathenow

Bericht
von Iny und Elmar am 02-04-2017

Die Buchmesse in Leipzig war für uns diesmal ein besonderes Abenteuer. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre mit endlosen Wegen und mangelnden Sitzgelegenheiten hatten wir nämlich beschlossen, uns eigene Stühle zu besorgen, die uns niemand streitig machen kann.

Aus diesem Grund gab es heuer den ‚Droemer-Knaur-Autorenstand Iny Lorentz‘ in der Halle 3, nicht weit vom Droemer-Knaur-Hauptstand entfernt. Uns ging es dabei nicht nur um Sitze für uns, um die Buchmesse zu überstehen, sondern auch um den Kontakt mit unseren Leserinnen und Lesern, der am überfüllten Hauptstand von Droemer-Knaur fast unmöglich war.

Nach dem obligatorischen Zwischenaufenthalt bei Elmars Verwandten im Frankenwald und dem ebenso traditionellen Bratwurstessen ging es weiter nach Leipzig. Anders als bei der Buchmesse in Frankfurt übernachten wir hier im Hotel. Zu dieser frühen Jahreszeit ist es uns im Wohnwagen noch zu frisch. Außerdem sorgt die Buchmesse in Leipzig für heftige Staus, die wir uns nicht antun wollen.

Am nächsten Tag wanderten wir zur Messe, um unseren Stand anzusehen. Er war bereits fertig gestellt, wenn auch noch ohne Bücher. Wir waren sehr beeindruckt von dem, was die Messebauer geschaffen hatten. Am liebsten wären wir ins Hotel zurück, um die ersten Sachen herüber zu bringen. Dagegen stand jedoch die Tatsache, dass wir an diesem Abend noch eine Lesung in Meerane hatten und dorthin aufbrechen mussten. Es war gut, dass wir früh genug losgefahren sind, denn die Dame, die irgendwo unter der Motorhaube verborgen ihre Kommandos gibt, lotste uns mitten durch die Rushhour der Leipziger Innenstadt anstatt auf die Autobahn außenherum. Das Ergebnis war, dass wir sehr viel Zeit verloren.

Es blieb gerade noch Zeit für eine Käse-, bzw. Wurstsemmel vom Supermarkt als Abendessen. Unser Dank gilt hier Frau Albrecht von der Stadtbücherei Meerane, die fürsorglich betreut und Tee für uns gekocht hat. Dann aber ging es auch schon daran, die ersten Bücher zu signieren. Die Reihen füllten sich rasch, obwohl wir an diesem Abend mit dem Fußballländerspiel Deutschland gegen England gegen eine starke Konkurrenz anlesen mussten. Es sah jedoch so aus, als hätten viele Männer den Kampf um den Bildschirm dadurch entschieden, indem sie ihren Frauen rieten, doch zu der Lesung von Iny Lorentz zu gehen. Da waren sie nun, und wir glauben, wir haben sie nicht enttäuscht.

Es wurde eine sehr schöne Lesung, die selbst leichte technische Probleme nicht trüben konnten und wir verabschiedeten uns später von Frau Albrecht mit dem Gefühl, dass wir gutgetan hatten, diese Lesung im Vorfeld der Buchmesse Leipzig zu vereinbaren. Danach ging es wieder nach Leipzig. Frau Albrecht hatte extra ihren Mann angerufen, damit dieser uns bezüglich des Heimwegs beraten konnte. Wir kamen auch weitaus rascher zurück und konnten noch einige Stunden schlafen, bevor es am Donnerstagmorgen in die Messehallen ging.

Für Elmar hieß dies, einiges mitzuschleppen. Wir hatten zwei große Taschen mit Sachen für die Buchmesse dabei, darunter zwei verschiedene Autogrammkarten, Lesezeichen und wunderschöne Schlüsselanhänger, die von unseren Frankfurter Freunden Gabi und Manfred angefertigt worden waren. Alles war sehr großzügig portioniert. Glaubten wir zumindest.

Als wir an den Stand kamen, war dieser von unseren fleißigen Helfern von den Messebauern bereits eingerichtet worden. Unser Standbetreuer Marcel, genannt der Fels in der Brandung, brachte rechtzeitig Tee und Kaffee, um die Lebensgeister zu heben, und dann ging es ans signieren der Autogrammkarten. Eigentlich hatten wir das bereits zuhause tun wollen, aber nur gut ein Drittel geschafft.

Irgendwann kam die Durchsage, dass die Besucher eingelassen würden. Wir setzten uns gemütlich und warteten darauf, ob sich irgendjemand für unsere kleine Ecke interessieren würde. Ein paar Leute gingen auch interesselos an uns vorbei, dann entdeckte die erste Besucherin die Regale mit ‚Die Wanderapothekerin‘ und wollte das Buch haben. Neben dem Felsen Marcel konnten wir auf unsere Freundin Ingeborg bauen sowie auf mehrere Helferinnen wie Irmi Keis und Carmen Vicari, die mit zugriffen, wenn es nötig war. Und es war nötig. So viel Zuspruch hatten wir nicht erwartet, freuten uns aber riesig, weil unser Stand und ‚Die Wanderapothekerin‘ so viel Interesse fanden. Da es in Leipzig mobile Kassen gibt, sprich junge Damen, die für die Messebuchhandlung kassierten, konnte man die Bücher auch kaufen. Unsere Vorräte an der ‚Wanderapothekerin‘ schmolzen nur dahin, so dass sich Marcel bereits am zweiten Tag auf die Suche nach einer Palette nicht nur mit unseren Romanen, sondern auch denen anderer Droemer-Knaur-Autoren machte.

Am Abend waren wir völlig erschöpft, aber auch sehr erleichtert, weil wir bei unseren Leserinnen und Lesern so gut angekommen waren. In der Nacht galt es, zu schlafen und Kraft für den zweiten Tag zu sammeln. Auch das war nötig, denn als wir wieder bei unserem Stand waren und die ersten Messebesucher eintrafen, wurde die Schlagzahl im Vergleich zum Vortag noch einmal erhöht. Wir signierten Bücher und Autogrammkarten, sprachen mit unseren Leserinnen und Lesern, und begrüßten Kolleginnen und Kollegen an unserem Stand. Am späten Abend gab bei uns noch ein kleines Treffen der Autorengruppe Homer, dann hieß es für uns, ins Hotel zurückzukehren und uns für die Lesung im Ägyptischen Museum umzuziehen.

Wer an einem Abend nach einem Buchmessentag mit dem Taxi in die Innenstadt von Leipzig fahren will, lernt rasch, dass auch tausend andere die Schleichwege kennen, die der Taxifahrer nimmt. Auf jeden Fall gehört Glück dazu, rechtzeitig zu einer Lesung zu kommen. Unser Taxifahrer war jedoch ein As in seinem Beruf und so kamen wir noch rechtzeitig an.

Die Lesung war sehr gut besucht. Etliche Zuhörer saßen mangels anderer Sitzmöbel sogar auf den Treppenstufen. Nach der Einführung durch unsere Moderatorin Andrea Jope legten wir los und brachten dem Publikum unsere Wanderapothekerin Klara näher. Es herrschte eine stimmungsvolle Atmosphäre im Saal und die Anwesenden waren, als die Lesung zu Ende war, sichtlich zufrieden.

Der nächste Tag wurde zur Nagelprobe. Uns wurden die Bücher schneller zugereicht, als wir signieren konnten. Besonders extrem war es nach unserer Lesung im Forum Literatur. Unser Fels Marcel sah die Schlange, die uns von dort zum Stand folgte, und fragte verdattert, wo wir denn die alle her hätten.

Die nächsten drei Stunden waren Schwerstarbeit. Marcel und Ingeborg kamen kaum mit, den Interessierten die Bücher zu zeigen. Jetzt griff auch Carmen Vicari wieder mit ein, und sogar unsere mobile Kasse reichte dem einen oder anderen Leser das Buch, das er haben wollte. Unser Job war es, zu signieren. Die anderen hingegen flitzten am Stand hin und her, zeigten Bücher, erklärten, welche Einzelbände waren und welche zu Reihen gehörten, und schickten die Kaufwilligen zu unserer mobilen Kasse, für den Verkauf der Bücher zuständig war. So gelang es, den Ansturm zu bändigen. Wir wollten ja auch nicht, dass die Leute zu lange warteten. Immerhin gab es noch viele Stände und Bücher, die des Ansehens wert waren.

Am Samstagabend war es Elmars erste Handlung, den Wecker eine Stunde vorzudrehen, damit wir auch am Sonntag rechtzeitig in die Messehalle kamen. Die gestohlene Stunde merkten wir trotzdem. Das Erste, was uns am Stand auffiel, war das Fehlen der ‚Wanderapothekerin‘ im Regal. Wir hatten am Samstag alle unsere vorrätigen Exemplare verkauft. Daher fiel der Andrang diesmal etwas geringer als an den ersten drei Tagen. Signieren durften wir trotzdem, denn die Besucher kauften nun die früher erschienen Romane. Einige telefonierten sogar nach Hause, um zu erfahren, welche Bände ihnen oder Freunden und Verwandten fehlten.

Langsam neigte sich die Buchmesse ihrem Ende zu und die ersten Stände wurden bereits abgeräumt. Wir hingegen setzten uns mit Caroline Gros von Droemer-Knaur, die unseren Stand geplant und organisiert hatte, sowie Herrn Fetsch, einen der drei Geschäftsführer von Droemer-Knaur zusammen, um Resümee zu ziehen. Wir waren alle zufrieden, denn es hatte alles so weit geklappt. Gut, uns waren die ‚Wanderapothekerinnen‘ ausgegangen. Aber das war kein Beinbruch. Schließlich sind wir auch bei der Buchmesse 2018 wieder in Leipzig. Ein paar neue Ideen haben wir natürlich auch. Man will ja nicht auf der Stelle stehen bleiben.

Auf jeden Fall war es eine wunderschöne Buchmesse mit einem hervorragenden Team. Wir danken allen, von Caroline Gros angefangen über Ingeborg, Marcel, Irmi Keis, Carmen Vicari und unseren Frankfurter Freunden Gabi und Manfred Haug bis hin zu Gabriel Nemeth, der das herrliche Motivplakat für die Buchmesse 2017 erstellt hat. 2018 wird es ein neues Plakat geben! Wir freuen uns darauf, ebenso auf die Messe und auf unsere Leserinnen und Leser. Was wären wir ohne euch!

Wer jetzt glaubt, damit wäre dieser Bericht zu Ende, sieht sich getäuscht. Am nächsten Morgen ging es nämlich nicht nach Hause, sondern zu der vereinbarten Lesung nach Rathenow. Wir kamen gut an, aßen zu Mittag und zogen uns dann in die Zimmer zurück, um uns vor der Lesung noch ein wenig auszuruhen. Die Lesung fand in der Ladengalerie Stein40 statt und war erfreulicherweise ausverkauft. Trotz einer gewissen Ermüdung von der Buchmesse setzten wir noch einmal alles daran, um unseren Zuhörer das Gefühl zu geben, dass es richtig war, zu uns zu kommen. Wir durften auch kräftig signieren und schieden mit dem Gefühl, irgendwann nach Rathenow zurückkehren zu wollen.

Am nächsten Tag rollte unser Beerchen heimwärts. Abgesehen von zwei kurzen Staus, die uns nur jeweils ein paar Minuten kosteten, kamen wir gut zu Hause an. Das Abenteuer Buchmesse Leipzig mit eigenem Stand war für dieses Jahr vorbei. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr!

Iny und Elmar Lorentz

Plakat 'Die Wanderapothekerin'

Info
von Iny und Elmar am 15-03-2017

Entdecken Sie unseren neuen Roman 'Die Wanderapothekerin' auf der Leipziger Buchmesse beim Droemer-Knaur Iny Lorentz Autorenstand in Halle 3, E214!


Vorausschau und Rückbesinnung

Bericht
von Iny und Elmar am 22-02-2017

In wenigen Wochen beginnt die Buchmesse in Leipzig. Das Ereignis wirft für uns schon seit längerer Zeit seine Schatten voraus.

Wir hatten nämlich auf der Rückfahrt von der letztjährigen Buchmesse in Leipzig überlegt, wie wir die Anstrengung für uns in Grenzen halten, aber gleichzeitig möglichst viele Freunde und Fans sehen könnten. Eine Idee wurde geboren, die zu verwirklichen uns schließlich Droemer-Knaur half.

Wir werden in Leipzig heuer unseren eigenen Iny-Lorentz-Stand haben, und zwar in Halle 3, E214.

Alle unsere Freunde und Fans sind eingeladen, dort vorbeizuschauen. Wir sind die überwiegende Zeit anwesend und bereit, Fragen zu beantworten und Bücher zu signieren.

Außerdem gibt es an unserem Stand ein besonderes Highlight, nämlich eine gemeinsame Signierstunde mit unserer großartigen Verlagskollegin Sabine Ebert am Freitag, den 24.03.2017 um 13:00 Uhr!

Hier ist unser bisher bekanntes Messeprogramm:

24.03.2017:
Droemer-Knaur Autorenstand Iny Lorentz Halle 3, E214:
13:00 Uhr: gemeinsame Signierstunde mit Sabine Ebert

24.03.2017:
Ägyptisches Museum, Goethestraße 2, 04109 Leipzig:
19:30 Uhr: Lesung aus 'Die Wanderapothekerin' und Gespräch mit der Moderatorin Andrea Jope.

25.03.2017:
Forum Literatur 'buch aktuell' Halle 3, Stand E401:
12:00 – 12:30 Uhr: Gespräch mit der Moderatorin Andrea Jope über 'Die Wanderapothekerin'.

26.03.2017:
Droemer-Knaur, Halle 3, Stand B209/210:
13:00 Uhr: Gespräch und Signieren in der Rotunde Droemer-Knaur.

Wir freuen uns auf die Leipziger Buchmesse und darauf, möglichst viele Freunde und Fans dort zu treffen.


Mittlerweile liegen fast zwei Monate des neuen Jahres hinter uns. Unsere Vorstellung von einer ruhigen, schreibintensiven Winterzeit ließ sich aus verschiedenen Gründen nicht verwirklichen. Es gab etliche, erfreuliche Nebengeräusche in Form von Interviews und Fernsehberichten über uns. Die Höhepunkte waren natürlich die Ausstrahlung der ‚Ketzerbraut‘ bei SAT1 sowie die Einladung zu Markus Lanz im ZDF. Doch auch sonst waren wir zu hören oder zu sehen.

So gab es Anfang Januar ein Interview mit uns im Deutschlandradio. Anfang Februar kam ein Fernsehteam des Schweizer Fernsehen zu uns und drehte einen Beitrag für die Sendung 'Kulturplatz'. Vor der Ausstrahlung der 'Ketzerbraut' wollte SAT1 natürlich wissen, wie uns der Film gefallen hat. Außerdem gab es ein ausführliches Interview, dass Frau Liere vom Stern mit uns geführt hat, und am 16.02.2017 waren wir im ZDF bei Markus Lanz
Hier ist der Link zur Sendung mit Markus Lanz und uns!
Unser Part beginnt in etwa bei Minute 59.:
www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-16-februar-2017-100.html 

Fanden die anderen Interviews und Aufnahmen bei uns oder in München statt, hieß es für die Sendung von Markus Lanz, eine Stunde eher als gewohnt aufzustehen, um das Flugzeug nach Hamburg zu erwischen. Das taten wir auch! Als wir das Terminal durch die eine Tür betraten, kam durch eine andere Patricia Keßler von der Presseabteilung bei Droemer-Knaur herein. Sie sollte uns begleiten und uns gleichzeitig betreuen. Das hat sie auch ausgezeichnet gemacht.

Der Flieger kam gut in Hamburg an und wir wurden vom Taxidienst des Fernsehstudios ins Hotel gebracht. Nach einer kurzen Erholungspause wurden im Restaurant die verbrauchten Kalorien ersetzt. Viel Erholung gab es danach nicht, denn es folgte ein Trainingsgespräch mit Sonja Praxl, die uns auf den Abend einstimmen sollte. Anschließend wurden wir zum Sender gebracht.

Markus Lanz Team mit Herrn Hegner an der Spitze tat alles, damit wir uns wohlfühlen konnten. Wir bekamen Tee, Elmar ein Mineralwasser mit einem Schuss Rotwein versetzt, und unterhielten uns erst einmal mit Herrn Hegner, Patricia Keßler und Frau Liere vom Stern, die gekommen war, um uns in der Sendung zu erleben. Irgendwann kam Markus Lanz kurz vorbei, um uns und die anderen Gäste zu begrüßen. Es ging in den Schminkraum und dann sollte die Aufzeichnung um 17:30 Uhr beginnen.

Kurz davor kam jedoch Hektik auf. Die Journalistin Dr. Sylke Tempel und der Journalist Elmar Theweßen sollten die ersten Wochen der Präsidentschaft Donald Trumps analysieren. Da wurde plötzlich eine Pressekonferenz von Donald Trump für 18:00 Uhr angekündigt, und die wollte man abwarten, für den Fall, dass sich etwas Neues ergab. Schon bald aber war zu merken, dass der Präsident keine gravierenden Neuigkeiten verkünden würde, und so ging es in den Aufnahmeraum.

Außer Frau Dr. Tempel, Herrn Theweßen und uns war auch Melanie C., Ex-Spice Girl und erfolgreiche Solosängerin mit von der Partie. Der Beifall des Publikums war entsprechend begeistert und begeisternd. Frau Dr. Tempel und Herr Theweßen lieferten eine ausgezeichnete Analyse über Donald Trump und wie er das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten auffasst.

Von Melanie C. erfuhren wir, wie es ist, als junge Frau von zwanzig bei einem Casting zu einer Girl-Group ausgewählt zu werden, die später raketengleich durchstarten würde. Uns sind einige Sätze in Erinnerung geblieben, so von der Blase, in der sich die fünf jungen Frauen befanden und die keine Ähnlichkeit mehr mit der realen Welt besaß. Besonders berührend fanden wir Melanie C.s Aussage, dass die Geburt ihrer Tochter sie gerettet hätte. Da hätte sie plötzlich gemerkt, dass sich nicht mehr alles um sie drehen würde, eben weil die Kleine in den Mittelpunkt gerückt sei.

Als auch wir unseren Auftritt gehabt und die Zuhörer und Marcus Lanz zum Lachen gebracht hatten, konnten wir noch im Besucherzimmer ein wenig ausschnaufen, dann ging es zurück zum Hotel. Nach einem letzten Tee für Iny und einem kleinen Bier für Elmar suchten wir unser Zimmer auf. Allerdings waren wir noch so aufgedreht, dass an Schlafen nicht zu denken war. Wir schalteten daher den Fernseher ein und schauten uns noch die gesamte Sendung von Markus Lanz an, in der auch wir zu sehen waren.

Am nächsten Morgen suchten wir nach dem Frühstück einen nahe gelegenen Buchladen auf und besorgten uns einige Bücher über Hamburg und seinen Hafen. Immerhin gilt es, uns Gedanken über neue Romane zu machen. Zumindest in einem wird Hamburg eine gewisse Rolle spielen. Aus diesem Grund werden wir auch heuer in diese Stadt zurückkehren und recherchieren. Diesmal ging es jedoch gleich danach zum Flughafen und nach einem ruhigen Flug kamen wir zwar müde, aber voll schöner Erinnerungen zuhause an.

Iny und Elmar Lorentz

Beitrag über uns im Schweizer Fernsehen SRF

Info
von Iny und Elmar am 12-02-2017

Das Schweizer Fernsehen SRF hat einen kleinen Beitrag über uns gesendet. Wer Lust hat, uns auf dem Bildschirm zu erleben, kann diesem Link folgen:

tp.srgssr.ch/p/portal? urn=urn:srf:ais:video:cc4ad238-5373-4581-bd9f-157b24e6008b &autoplay=true&legacy=true& width=640&height=360&playerType 

Übermorgen ist es soweit. Ruby O. Fee, Elena Uhlig, Christoph Letkowski und weitere, hervorragende Schauspielerinen und Schauspieler sind in der 'Ketzerbraut' zu erleben. Wir freuen uns riesig auf den Film, den wir heute übrigens vorab sehen dürfen. Hier ist ein Link zu einer kleinen Szene, die Appetit auf den Film macht:
www.sat1.de/film/der-sat-1-filmfilm/ die-ketzerbraut/video/durch-das-wort-nicht-durch-waffen-werden-wir-uns-zu-wehren-wissen-clip?utm_source= facebook&utm_medium =social&utm_term=social_post&utm_campaign= SAT.1FilmSerie&utm_content= durch-das-wort- nicht-durch-waffen-werden -wir-uns -zu-wehren-wissen-clip 

SAT1 bringt 'Die Ketzerbraut'

Info
von Iny und Elmar am 04-02-2017

am 14.02.2017 ist es so weit. SAT1 bringt 'Die Ketzerbraut'!
Hier ist ein Link mit einem Trailer, Bildern, sowie einem Interview mit der wundervollen Veva Ruby O. Fee, dem Regisseur Hansjörg Thurn, Christoph Letkowski und Oliver Korittke.

www.goldenekamera.de/tv/article209445403/Die-Ketzerbraut-Ruby-O-Fee-als-Racheengel.html 

Infos zum Film 'Die Ketzerbraut'

Info
von Iny und Elmar am 29-01-2017

SAT1 - Die Ketzerbraut
Alle Informationen, Trailer und Szenenfotos sind hier zu finden !

www.sat1.de/film/der-sat-1-filmfilm/die-ketzerbraut/die-story 


Die Ketzerbraut

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 07-01-2017

Die Ketzerbraut auf SAT1 !
Dienstag, 14.02.2017, - Valentinstag -


In einer dunklen Epoche, in der Zeit der wahrscheinlich größten Umbrüche der Christenheit, erhebt sich eine junge Frau (Ruby O. Fee) und kämpft für ihr Recht auf Glück und Freiheit.


München, 1517: Veva (Ruby O. Fee) wächst wohlbehütet als reiche Kaufmannstochter bei ihrem Vater auf, bis ihr schlagartig alles genommen wird: ihr Haus niedergebrannt, ihre Familie ermordet, ihre Ehre geschändet.

Das brave Mädchen von einst sinnt nun auf Rache. Doch wer ist noch Freund und wer Feind? Kann Veva sich auf ihren Jugendfreund, den Freigeist Ernst Rickinger (Christoph Letkowski), verlassen? Oder steckt er mit dem "Ketzer" unter einer Decke? Dieser verteilt maskiert Flugblätter in der Stadt und wettert gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche. Damit ist er Pfarrer Johann von Perlach (Paulus Manker) ein Dorn im Auge.

Auf der Jagd nach dem Ketzer verbreitet der Kirchenmann mit Hilfe des
Ritters von Gigging und seiner listigen Frau Walpurga (Elena Uhlig) Angst und Schrecken in der Bevölkerung Münchens. Willkürliche Folter und qualvolle Todesstrafen stehen zu Zeiten der Inquisition auf der
Tagesordnung. Doch sind die
Ideen des vermeintlichen "Ketzers" tatsächlich so abwegig? Wieso kann Veva sich mit seinen Methoden plötzlich eher anfreunden, als mit Johann von Perlachs brutalem Vorgehen? Sind im Glauben wirklich alle Mittel Recht? Und ist Martin Luther (Adrian Topol) tatsächlich so gefährlich, wie die katholische Kirche behauptet?


Das große TV-Event "Die Ketzerbraut" ist eine Verfilmung nach dem gleichnamigen Bestseller von Iny Lorentz. Die Umsetzung übernahm wieder das Team der Erfolgstrilogie "Die Wanderhure" um Produzent Andreas Bareiss und Regisseur Hansjörg Thurn.
Gedreht wurde "Die Ketzerbraut" in Deutschland, Österreich und Tschechien, u. a. auf der Burg Kost, etwa 1,5 Autostunden von Prag entfernt. Die touristisch bislang nicht erschlossene Burg diente schon manchem Film als
Kulisse, so z. B. dem Hollywoodstreifen "Hannibal Rising – Wie alles begann".


Besetzung

Ruby O. Fee – Genoveva "Veva" Leibert

Christoph Letkowski – Ernst Rickinger

Paulus Manker – Johann von Perlach

Elena Uhlig – Walpurga von Gigging

Adrian Topol – Martin Luther

Christoph M. Ohrt – Fürst Fugger

Stefano Bernardin – Sandor

Ilknur Boyraz – Sarazenin


Das Jahr 2016

Bericht
von Iny und Elmar am 27-12-2016

Das Jahr 2016 neigt sich immer schneller dem Ende zu und es gilt wieder einmal, Bilanz zu ziehen.

Es hat sich heuer einiges getan. Wir waren sehr viel unterwegs, weitaus mehr, als wir eigentlich wollten. Trotzdem sind wir recht gut durch das Jahr gekommen. Die Anstrengungen haben jedoch Spuren hinterlassen und wir wissen jetzt, dass wir kürzer treten müssen.

Höhepunkt dieses Jahres war natürlich unsere Reise nach Island. Ein weiterer Höhepunkt wäre die Reise nach Tschechien zum Dreh der 'Ketzerbraut' gewesen, doch wir konnten der Einladung nicht folgen, weil wir uns zu dem Zeitpunkt beide eine elende Sommergrippe eingefangen hatten. An Lesungen und Signierstunden gab es um einiges mehr als zu Beginn des Jahres geplant. Für diese waren wir teilweise Woche um Woche unterwegs und wurden immer wieder aus unserem Schreibrhythmus gerissen. Umso erstaunlicher ist es, dass wir jetzt am Ende des Jahres genau das geschafft haben, was wir uns vor Jahresfrist vorgenommen haben. Die Romane für 2017 und für 2018 sind fertig und liegen dem Knaur-Verlag vor, und unsere Planungen gelten bereits den Romanen für 2019 und 2020.

Erschienen sind heuer im Februar die Iny-Lorentz-Ausgabe der "Fürstin", ebenfalls im Februar das E-Book der "Liebe der Wanderapothekerin", im April "Der rote Himmel", (der vierte Band unserer Texas- oder Auswanderer-Reihe). "Das Mädchen aus Apulien" kam im Oktober sowie das Taschenbuch von "Die steinerne Schlange" im Dezember. Dazu erschien der Sandra-Melli-Band "Festung der Götter", der die sechsbändige Dämmerlandreihe um Laisa und Rogon abschließt. Weiterhin erschienen mehrere Kurzgeschichten als eRiginal bei Knaur oder in Anthologien.

Was erwartet unsere Leserinnen und Leser im Jahr 2017?

Anfang April erscheint das Taschenbuch der "Wanderapothekerin". Es wird bereits bei der Buchmesse in Leipzig vorgestellt. Anfang Juli kommt mit "Die Liebe der Wanderapothekerin" die Fortsetzung der "Wanderapothekerin". Im Herbst erleben die Zwillinge Johanna und Karl das Abenteuer ihres Lebens, und im Dezember wird das Taschenbuch des "Mädchen aus Apulien" erscheinen.

Wir werden auch wieder unterwegs sein. So sind Lesungen in Meerane, Rathenow und Unna vereinbart und die Hauptrecherche führt uns 2017 nach Kärnten und Venetien. Dazu kommt wieder die obligatorische Schauplatzsuche für spätere Romane, und wir sind natürlich bei beiden Buchmessen in Leipzig und Frankfurt wieder dabei.

Für Leipzig werden wir ein paar Euros in die Hand nehmen und uns einen eigenen Stand leisten, an dem wir den größten Teil der Zeit anzutreffen sind. Der Stand wird nicht allzu weit vom Droemer-Knaur-Stand entfernt sein, so dass unsere Leser dort Bücher kaufen und uns zum signieren bringen können. Vielleicht ergibt sich sogar die Möglichkeit, über die 'mobilen Kassen' der Messe auch bei uns am Stand Bücher zu erstehen. Genaueres wird sich erst in den nächsten Wochen ergeben. Auf jeden Fall werden wir für unsere Leser täglich zu erreichen sein.

Die Buchmesse in Leipzig wird einer der Höhepunkte des nächsten Jahres werden. Ein weiterer Höhepunkt, vielleicht sogar der Höhepunkt an sich, wird die Ausstrahlung des Fernsehfilms 'Die Ketzerbraut' sein. Bedauerlicherweise konnten wir nicht zum Set fahren, aber das, was wir bis jetzt im Internet entdeckt haben, deutet auf einen grandiosen Film hin. Hautdarstellerin ist Ruby O. Fee, die die Veva spielt. Viele von euch werden sie bereits als Marthe in der Verfilmung von Sabine Eberts erfolgreichen Roman 'Das Geheimnis der Hebamme' gesehen haben. Ihr zu Seite steht Christoph Letkowski als Ernst Rickinger. Außerdem freuen wir uns sehr, dass Elena Uhlig, die in 'Die Wanderhure' Mechthild von Arnstein gespielt hat, in 'Die Ketzerbraut' ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

Was planen wir selbst für 2017? Wir wollen auf jeden Fall die historischen Romane für 2019 abgabefertig machen und für weitere Romane recherchieren. Insgesamt werden wir den Gashebel aber etwas zurückdrehen. Die letzten vier Jahre waren einfach zu anstrengend und wir müssen darauf achten, uns nicht zu sehr zu erschöpfen. Aufgrund des turbulenten Jahres und ärgerlichen Virenbefalls, der uns mehrmals auf die Bretter geschmissen hat, konnten wir heuer auch nicht alle Mails beantworten, die wir erhalten haben. Es handelt sich vor allem um die, die mehr als nur ein paar Sätze als Antwort erforderten. Wir hoffen, dass wir in den nächsten zwei Monaten diesen Berg abarbeiten können.

Damit wünschen wir all unseren Leserinnen und Lesern ein glückliches, neues Jahr. Möge es vor Schrecken und Katastrophen bewahrt bleiben.

Iny und Elmar Lorentz

Weihnachten 2016

Sonstiges
von Iny und Elmar am 22-12-2016

                                                      Zeit für Liebe und Gefühl,
                                                      heute bleibt’s nur draußen kühl.

                                                     Kerzenschein und Plätzchenduft,
                                                      Weihnachten liegt in der Luft.

Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern und allen Freunden ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches und von Katastrophen verschontes neues Jahr!

Iny und Elmar Lorentz

Der Krimitag 2016 in Unterhaching

Bericht
von Iny und Elmar am 11-12-2016

Jedes Jahr treffen sich zwielichtige Gestalten am 08.12., um den staunenden Zuhörern im Namen des Syndikats die menschlichen Abgründe näher zu bringen.

Heuer war dies nicht anders. Quer durch die Republik und das deutschsprachige Ausland versammelten sich die Mitglieder des Syndikats an verschiedensten Orten. Unser Tatort war die Gemeindebücherei Unterhaching, die wir bereits von anderen Veranstaltungen kannten, und die eine perfekte Organisation geboten hat.

Der Programmbogen spannte sich von friesisch herb bis bairisch derb und fand den allgemeinen Zuspruch des Publikums. Die Bedingungen für die Lesenden waren knochenhart. Jeder hatte fünf Minuten Zeit und wurde danach gnadenlos durch Sirenengeheul und die Moderatorin Angela Esser gestoppt. Es galt, eine ganze Reihe von Autoren zu präsentieren und das musste geschehen sein, bevor den Zuhörern durch Schlafmangel die Lider zufielen.

Angela stellte die einzelnen Lesenden dem Publikum kurz vor, ließ ihnen die fünf Minuten Zeit zum Lesen, und wollte dann noch eine einzige Frage beantwortet haben, bevor die Autorin oder der Autor gnadenlos auf seinen Platz zurückgeschickt wurde. Als Ersten traf dieses Schicksal Uwe Gardein. Danach musste sich Anna Martens verscheuchen lassen. Weitere Opfer von Angelas Zeitmanagement waren Stefanie Gregg, Anette Hinrichs, Leonhard M. Seidl, Ingeborg Struckmeyer und natürlich wir.

Es war eine amüsante Sache. Zuhörer wie auch die Autoren lachten dabei immer wieder, während bei den Fünf-Minuten-Lesungen angespanntes, aber auch erwartungsfrohes Schweigen herrschte.

Anschließend moderierte Werner Gerl noch eine Talkrunde mit Ludwig Waldinger von der Presseabteilung des LKA sowie der Autorin Nicole Neubauer und dem Autoren Lutz Kreutzer, bevor es an die Verlosung dreier Buchpakete ging. Hier hatten drei Damen unter den Zuhörern Glück, die vom Alter her die ganze Spanne der Leserschaft repräsentierten, sozusagen von 18 bis 60+.

Der letzte Programmpunkt war die Versteigerung eines signierten Romans von Stephen King. Es wurde ein hartes Stechen, doch schließlich ging Elmar aus Sieger daraus hervor und wir konnten unserer Sammlung signierter Bücher auch eines von Stephen King hinzufügen. Es war alles für einen guten Zweck, denn der Erlös dieses Abends ging an die 'Bayerische Opferhilfe'.

Für uns wie auch für die anderen beteiligen Autorinnen und Autoren war es eine Freude, bei diesem Ereignis mitzumachen. Umso schöner ist es, dass es eine so muntere und angenehme Veranstaltung geworden ist.

Iny und Elmar Lorentz

8. Dezember ist Krimitag !

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 26-11-2016

8. Dezember ist Krimitag.
Gemeindebücherei Unterhaching, Rathausplatz 1
Beginn: 19.30 Uhr.

Vorbestellung unter Tel. 089 - 66 55 14 40

Es lesen: Iny Lorentz, Moses Wolff, Angela Eßer, Uwe Gardein, Stefanie Gregg, Anette Hinrichs, Anna Schneider, Leonhard M. Seidl und Ingeborg Struckmeyer.

Im Kreuzverhör Lutz Kreutzer und Nicole Neubauer, sowie Ludwig Waldinger, stellvertr. Leiter der Pressestelle des LKA.

Moderation: Werner Gerl

Benefizlesung zu Gunsten der Stiftung Bayerische Opferhilfe www.krimitag.com

Die Buchmesse 2016 in Frankfurt / Lesungen

Bericht
von Iny und Elmar am 27-10-2016

Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass es heuer zwei Jubiläen zu feiern gab. Zum einen waren wir vor 35 Jahren das erste Mal auf der Buchmesse in Frankfurt, und zum anderen fahren wir seit zwanzig Jahren mit dem Wohnwagen dorthin.

Manchmal wundert man sich wirklich, wo die Zeit geblieben ist und nur die Zahl der bislang erschienenen Bücher zeigt an, dass wir in der Zeit nicht untätig waren.

Wie schon seit Längerem reisten wir etwas früher nach Frankfurt, um unsere Frankfurter Freunde Gabi und Manfred zu treffen und zwei Lesungen zu bestreiten. Die Erste führte uns nach Brackenheim in der Nähe von Heilbronn. Von unserem Campingplatz in Mörfelden war es weitaus kürzer, diesen Ort aufzusuchen, als von zu Hause aus. Wir benötigten auch kein Hotel für eine Übernachtung vor Ort, sondern konnten nach der Lesung gemütlich zu unserem Wohnwagen zurückkehren und in gewohnter Umgebung nächtigen. Unsere Frankfurter Freunde Gabi und Manfred begleiteten uns nach Brackenheim. Die beiden hatten wunderschöne Lesezeichen für uns gemacht, die bei der Lesung sehr begehrt waren.

Brackenheim, ein nettes, altes Städtchen, besaß einen unzweifelhaften Vorteil, nämlich einen Parkplatz direkt am Ort des Geschehens. Bevor es losging, stärkten wir uns erst einmal, und begaben uns dann in den Bürgersaal im neuen Rathaus. Uns graute ein wenig vor der Lesung, denn wir hatten uns zwei Wochen vorher eine saftige Erkältung eingefangen und zumindest Elmar konnte es im Bellen mit jedem Bernhardiner und Dobermann aufnehmen.

Manfred hatte in weiser Voraussicht lindernde Bonbons besorgt, die dann auch dafür sorgten, dass wir die Lesung gut überstanden. Zu sagen ist, dass wir gegen eine ungeheuer starke Konkurrenz anlesen mussten. Am selben Abend fand nämlich das WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Nordirland statt. Glaubten wir vor der Lesung, es würde nur eine Handvoll Leute kommen, wurden wir positiv überrascht. Der Saal füllte sich zusehends und es wurde eine sehr muntere Veranstaltung. Die Fragerunde, von Iny immer als die Kür im Gegensatz zur Pflicht Lesung, bezeichnet, nahm einen rasanten Verlauf und musste schließlich zu fortgeschrittener Stunde von der Veranstalterin abgebrochen werden.

Es war eine sehr schöne Lesung in einem schönen Städtchen. Wir werden an beides gerne zurückdenken.

Nach der Lesung ist vor der Lesung, heißt es, und so war es auch diesmal. Gabi und Manfred hatten schon zwei sehr erfolgreiche Lesungen in Frankfurt für uns organisiert und hatten diesmal den 'Bezirksverein Niederrad' und die 'Alte Apotheke' in Niederrad als Partner gewonnen.

Es begann mit einer Besichtigung des sehenswerten Heimatmuseums Niederrad, der eine Führung durch Niederrad folgte, bei der uns Herr Werner Hardt, der Vorsitzende des 'Bezirksvereins Niederrad', die Geschichte Niederrads ebenso kenntnisreich wie launig näherbrachte. Niederrad war zwar jahrhundertelang im Besitz der freien Reichstadt Frankfurt, wurde aber erst Anfang das 20. Jahrhunderts eingemeindet.

Wir lasen aus der 'Liebe der Wanderapothekerin', was ja wegen der 'Alten Apotheke' naheliegend war. Übrigens hat die 'Alte Apotheke' auch heuer im Vorfeld der Buchmesse eines ihrer Schaufenster mit Büchern und Plakaten a la Iny Lorentz gestaltet.

Nach zwei Dritteln der Lesung wurde eine Pause eingelegt, damit die Zuhörer sich stärken konnten. Auch wir erhielten etwas zu essen und konnten mit neuem Elan an die weitere Lesung gehen. In der Fragerunde erzählten wir einige Anekdoten aus unseren frühen Autorentagen, gaben einen Ausblick auf weitere Romane, und so verging die Zeit so schnell, dass alle zuletzt erstaunt auf die Uhr schauten und merkten, dass wir die Veranstaltung bereits um über eine Stunde überzogen hatten. Wir signierten natürlich auch die mitgebrachten Bücher der Zuhörer. Herr Hardt signierte zwei von ihm verfasste Bücher über Niederrad für uns, und erst nach einer Weile war der Abschied gekommen.

Gabi und Manfred hatten für diese Lesung spezielle Lesezeichen und Schlüsselanhänger gemacht, die sehr gerne (auch doppelt) entgegengenommen wurden. Diese Lesung war übrigens eine Einladungslesung und überraschend gut besucht. Einige Zuhörer reisten sogar von Kassel an, und das ist ja nicht gerade um die Ecke.

Wir bedanken uns bei Herrn Hardt und Frau Ludwig von der 'Alten Apotheke', vor allem aber bei Gabi und Manfred für diese schöne Veranstaltung.

Vor der Buchmesse ließen wir es uns bei Gabi und Manfred noch einmal gut gehen, trafen uns mit einem alten Clubfreund, den wir seit Jahren nicht mehr gesehen hatten, und bereiteten uns seelisch auf den Trubel der Buchmesse vor. Der begann bei uns bereits einen Tag früher mit zwei Interviews, eines davon bei uns im Wohnwagen. Am Mittwoch ging es dann in der Messe ansatzlos weiter. Ein Termin jagte den Nächsten und selbst unser traditionelles Treffen mit unserer polnischen Freundin Urszula Pawlik musste wegen eines eingeschobenen Interviews für unser Gefühl viel zu früh abgebrochen werden.

Der Donnerstag war für uns buchmessenfrei. Stattdessen ließen wir uns zum Flughafen kutschieren und flogen nach Berlin zur großen Diabetes Charity Gala der 'Deutschen Diabetes Hilfe'. Für uns war es eine besondere Freude, daran teilnehmen zu dürfen, da Iny selbst zu den von dieser Krankheit betroffenen Menschen gehört. Viele Prominente aus Politik, Film und Fernsehen, Sport und usw. hatten sich eingefunden, um bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Im Zentrum standen natürlich an Diabetes erkrankte Menschen und es war ergreifend, ihre Schicksale zu hören, aber auch, wie sie damit umgehen und trotz der Krankheit ihr Leben führen. Wir unterhielten uns mit einer jungen Sportlerin, die trotz Diabetes deutsche Meisterin im Tischtennis geworden war. Ein junger Mann hatte trotz Diabetes Typ 1 am Iron Man auf Hawaii teilgenommen, und die dreizehnjährige Madlin zeigte mit ihren Übungen im Bodenturnen, dass auch sie sich von dieser Krankheit nicht unterkriegen lassen will.

Es war eine wunderschöne Feier, in deren Rahmen Jennifer und Julien Fuchsberger den Thomas-Fuchsberger-Preis an Prof. Dr. Rüdiger Landgraf für besondere Verdienste um die Diabetes-Forschung verliehen.

Es wurde in dieser Nacht sehr spät, doch am nächsten Morgen riss uns der Wecker hoch. Es galt, rasch zu frühstücken, zusammenzupacken, und zum Flughafen zu fahren. Wir mussten nach Frankfurt zurück, denn auf der Buchmesse warteten bereits die nächsten Termine auf uns.

Gabi und Manfred holten uns vom Flughafen ab, versorgten uns in ihrer Wohnung mit einem bereits vorbereiteten Mittagessen, dann stürzten wir uns wieder in den Trubel der Messehallen. Wie schon am Mittwoch blieb kaum Zeit für Gespräche, denn es galt, rechtzeitig zum Stand und später zum Lesezelt zu kommen. Unser letzter Programmpunkt für diesen Tag war das Signierzeit. In all den Jahren vorher war es recht geräumig gewesen und ein Heizstrahler hatte für angenehme Wärme gesorgt. Heuer war das Signierzelt winzig, man saß weit vorne dem Wind ausgesetzt und den Heizstrahler hatte man sich auch gespart. So saßen wir im T-Shirt bei acht Grad mit den Zähnen klappernd vor unseren Fans und zitterten unsere Signatur in ihre Bücher.

Zurück am Droemer-Knaur-Stand sorgten Svea und Gerhard mit heißen Getränken dafür, dass wir wieder auftauten. Iny trank sogar heißen Ingwertee, obwohl sie Ingwer eigentlich nicht mag. Nach diesem Tag war es kein Wunder, dass wir sämtliche Abendtermine strichen und, als Gabi und Manfred uns zum Wohnwagen gebracht hatten, erst einmal die Heizung voll aufdrehten.

Unseren Bedenken zum Trotz waren wir am nächsten Morgen in der Lage, zur Buchmesse zu fahren. Bis zum frühen Nachmittag häuften sich auch an dem Tag die Termine. So gab es ein Interview am Stand und danach signierten wir kräftig. Danach hatten wir ein wenig Zeit und nützten diese, um uns mit einigen Leuten, vor allem aber mit Moni und Andi aus Bad Hersfeld zu unterhalten. Nach dem letzten Programmpunkt am Abend ging es dann wieder zum Wohnwagen zurück und nach einigen Stunden Schlaf stand der letzte Tag auf der Buchmesse an.

Diesmal hatten wir nur am Nachmittag Termine und dies nützte Elmar aus, um seinen Laptop herauszuholen und ein paar Seiten an unserem neuen Roman zu schreiben. Viel zu schnell für sein Gefühl musste er das Gerät jedoch wieder abschalten und mit Iny zusammen zur Messe fahren.

Es gab einige Gespräche bezüglich der Buchmesse in Leipzig, wir konnten endlich mit Carmen reden, die wir am Mittwoch schon einmal kurz gesehen hatten. Schließlich ging es zur ARD-Fernsehbühne. Es wurde ein sehr angenehmes Gespräch und für uns besonders erfreulich war, dass der Moderator, der Geschichte studiert hatte, erklärte, er hätte den historischen Fakten im 'Mädchen von Apulien' nachgespürt, und alles für richtig befunden.

Danach galt es, erneut zu signieren. Elmar war froh, dass er am Morgen noch einmal einen Stapel Autogrammkarten nachgesteckt hatte, sonst wären sie uns unweigerlich ausgegangen. Es wurde auch so knapp. Noch ein letztes Interview, dann war die Buchmesse Frankfurt 2016 für uns Vergangenheit.

Am Montagmorgen packten wir die Sachen, die wir für zwei Tage und eine Lesung benötigten, in unsere Koffer, ließen den Wohnwagen in Mörfelden zurück und machten uns auf den Weg nach Billerbeck. Wir kamen gut an, ruhten uns ein wenig aus und verbrachten dann einen sehr angenehmen Abend bei Evelyn Barenbrügge und Christine.

Der nächste Vormittag sah Elmar wieder einmal am Laptop. Zu lange hält er es ohne Schreiben nun einmal nicht aus. Nach einem Einkaufsbummel waren wir zu einem Gespräch mit Frau Bürgermeisterin Marion Dierks eingeladen und am Abend begann denn in der 'Alten Landwirtschaftsschule' die offizielle Premierenlesung aus 'Das Mädchen aus Apulien'.

Es war eine Lesung, wie wir sie uns nur wünschen können. Unsere Stimmen hatten sich trotz Buchmesse und Kälteschock im Signierzelt stabilisiert. Gabi hatte für diese Lesung hübsche Schlüsselanhänger mit einem Foto von uns gebastelt, ihr Mann Manfred weitere Lesezeichen gemacht, und das Publikum war einfach toll. So war es kein Wunder, dass die Veranstaltung erst sehr spät mit einem tosenden Applaus endete. Wir sind sehr dankbar, solche Augenblicke erleben zu können.

Frau Bürgermeister Dierks nahm uns das Versprechen ab, nach Billerbeck zurückzukehren und diese schöne, geschichtsträchtige Stadt in einer wärmeren Jahreszeit zu besuchen. Dieses Versprechen werden wir sicher nicht vergessen!

Unser Dank gilt Evelyn Barenbrügge, die diese Lesung organisiert hat und wir freuen uns für unsere Kolleginnen und Kolleginnen der Autorenvereinigung HOMER, die am 18. November in der 'Alten Landwirtschaftsschule' von Billerbeck die Gala mit der Verleihung des 'HOMER-Literaturpreises' feiern können und am 19. November die nun schon traditionelle 'Lange Lesenacht' bestreiten werden. Bedauerlicherweise werden wir nicht dabei sein können.

Am nächsten Morgen verließen wir Billerbeck, holten unterwegs unseren Wohnwagen ab und kamen in der Nacht zuhause an. Die letzte Lesereise dieses Jahres mit der darin integrierten Buchmesse war damit Vergangenheit.

Iny und Elmar Lorentz

Iny Lorentz auf der Buchmesse in Frankfurt

Info
von Iny und Elmar am 05-10-2016

Messetermine:
Iny Lorentz auf der Buchmesse in Frankfurt.

Freitag, 21.10.2016:

16:30 Uhr bis 17:00 Uhr im Lesezelt,

anschließend im Signierzelt.

Samstag, 22.10.2016:

12:30 Uhr bis 13:30 Uhr am Droemer-Knaur-Stand, Halle 3.1, Stand F89.

Live-Interview und Signieren.

18:30 Uhr bis 19:30 Uhr;

Lesung Open Books im Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt.

Sonntag, 23.10.2016:

15:30 Uhr bis 16:00 Uhr bei der ARD-Fernsehbühne, Forum, Ebene 0.

Skoutz-Award

Info
von Iny und Elmar am 01-10-2016

Zu unserer großen Freude wurde 'Die Liebe der Wanderapothekerin' von den Leserinnen und Lesern als einer von drei Romanen für die Short-List des Skoutz-Awards in der Kathegorie Crime nominiert.

Dafür bedanken wir uns herzlich, denn für uns ist die Meinung und das Urteil der Leser am wichtigsten. skoutz.de/skoutz-award-finalwahl-2016-jetzt-seid-ihr-gefragt/ 

Iny und Elmar Lorentz

Ruby O. Fee ist ‚Die Ketzerbraut‘

Bericht
von Iny und Elmar am 28-09-2016

Es gibt Tage, an denen schaltet man den Computer ein und sieht nur ein Dutzend Werbemails im E-Mail-Postfach. Am heutigen 16.09.2017 gab es jedoch drei E-Mails, die uns elektrisierten. Sie alle drehten sich um ein Thema. In Prag haben die Dreharbeiten für ‚Die Ketzerbraut‘ begonnen.

Wir sind ein wenig überrascht, denn unsere Agentur hatte bis zuletzt dicht gehalten. Allerdings freuen wir uns riesig darüber, unsere Veva auf dem Bildschirm erleben zu dürfen. Als Hauptdarstellerin wurde Ruby O. Fee gewonnen, die in der letzten Zeit bereits etliche grandiose Erfolge feiern konnte. Auch die übrige Casting-Liste ist mit ausgezeichneten Schauspielern bestückt. Hier freuen wir uns besonders auf Elena Uhlig, die in ‚Die Wanderhure‘ Mechthild von Arnstein gespielt hat.

Mehr ist hier zu erfahren:

www.presseportal.de/pm/6708/3431612 

Mit begeisterten Grüßen

Iny und Elmar Lorentz

Herbstahnen

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 15-09-2016

Die Tage werden kürzer und es bleibt länger dunkel. In den kühlen Nächten ist der Herbst bereits zu ahnen und in den Supermärkten stehen trotz der noch recht hohen Tagestemperaturen bereits Spekulatius und Lebkuchen als arg frühe Vorboten des Weihnachtsfestes in den Regalen.

In wenigen Tagen wird auch ein weiteres Buch von uns in den Regalen stehen, nämlich 'Das Mädchen aus Apulien':

Im Heiligen Römischen Reich herrscht Kaiser Friedrich II., gleichzeitig auch König von Sizilien und Herzog von Apulien. Ihm fällt die Verantwortung für die blutjunge Pandolfina de Montcoeur zu, die nach dem Tod ihres Vaters vor dessen Feinden fliehen musste. Pandolfina wünscht sich von Friedrich II. Rache. Schon bald muss sie jedoch erkennen, dass der Kaiser und König weitaus größere Probleme zu bewältigen hat, als gegen ihre Feinde zu ziehen. Zu ihrer größten Freude erlaubt Friedrich II. ihr, in Salerno Medizin zu studieren. Aber ihre Gegner liegen weiterhin auf der Lauer, um sie zu einer Ehe zu zwingen, in der sie nur noch eine Gefangene ist. Als dann Leonhard, der Sohn eines Gefolgsmanns des Kaisers in Apulien auftaucht, gerät Pandolfinas Leben endgültig aus dem Lot.

www.droemer-knaur.de/buch/1317352/das-maedchen-aus-apulien 



Neben Romanen schreiben wir auch gerne Kurzgeschichten. Ein paar davon spielen vor dem gleichen Hintergrund wie einige Romane, andere Geschichten stehen für sich allein. Bisher wurden diese Kurzgeschichten von unterschiedlichen Buch- und E-Book-Anbietern veröffentlicht. Jetzt hat Knaur sie gesammelt und bringt sie selbst heraus.

'Die Münze im Becher':

In dieser Kurzgeschichte besucht unsere frühere Wanderhure Marie mit ihren Kindern den Jahrmarkt von Dettelbach. Dabei erlebt ihr Sohn Falko ein seltsames Abenteuer.

www.droemer-knaur.de/ebooks/8745543/die-muenze-im-becher 



'Brautraub':

In dieser Geschichte ist unsere Marie schon älter und geht mit ihren Enkelinnen Flavia und Michaela auf Reisen. Unterwegs beobachten die beiden jungen Mädchen eine Entführung, die sie nicht so ohne Weiteres hinnehmen wollen.

www.droemer-knaur.de/ebooks/8745546/brautraub 



'Eine Wurst für Hasso':

Vevas Bruder Bartl und dessen Freund Benedikt werden des Mordes verdächtigt und sollen hingerichtet werden. Nur Ernst und sein Hund Hasso können ihnen noch helfen.

www.droemer-knaur.de/ebooks/9199853/eine-wurst-fuer-hasso 



'Nennt mich Julius':

Volcher, Sohn des Stammesfürsten Volkmar gerät in eine üble Intrige. Als auch sein Leben in Gefahr ist, wagt er einen verzweifelten Schritt.

www.droemer-knaur.de/ebooks/8745549/nennt-mich-julius 



'Der Ersatzbräutigam':

Reichsgräfin Juliane Ludowika von Ehrensfeld soll verheiratet werden. Die junge Dame hat jedoch einen eigenen Kopf und lässt sich nicht so ohne Weiteres verkuppeln.

www.droemer-knaur.de/ebooks/9199860/der-ersatzbraeutigam 



'In die eigenen Hände':

Die junge Ennel ist eine Hörige des Ritters Lodewik und wünscht sich nicht mehr, als frei zu sein. Doch als sie glaubt, am Ziel zu sein, kommt alles doch ganz anders.

www.droemer-knaur.de/ebooks/9199847/in-die-eigenen-haende 



'Ein Weihnachtsgeschenk für Käthe':

Nach dem Tod des Vaters besitzt Käthe nur noch zwei altersschwache Stuten und einen klapprigen Wagen. Als sie damit zu Weihnachten Fracht zur Hornburg bringen soll, gerät sie in Gefahr und erlebt ihren ganz eigenen Heiligen Abend.

www.droemer-knaur.de/ebooks/9199856/ein-weihnachtsgeschenk-fuer-kaethe 



Wir hoffen, dass diese Kurzgeschichten und noch ein paar andere auch einmal im Druck erscheinen werden. Das aber können wir selbst nicht entscheiden, sondern nur immer wieder beim Verlag die Rede darauf bringen.


Was gibt es sonst noch zu berichten? Der Titel für das nächste Hardcover ist mittlerweile gefunden. Es handelt sich zwar nicht um unseren Lieblingstitel, ist aber ein guter Kompromiss. Die Covergestaltung für die Druckausgaben der 'Wanderapothekerin' und der 'Liebe der Wanderapothekerin' ist im Laufen. Es werden erneut zwei sehr schöne Titelbilder sein. Außerdem ist ein weiterer Roman fertig geworden und zwei weitere auf dem Weg dorthin. Für Lesestoff in den nächsten Jahren ist damit gesorgt.

Für die nächsten Monate sind weitere Recherchereisen geplant, und dann kommt auch noch die Buchmesse in Frankfurt. Wir haben aber auch schon das nächste Jahr im Auge und da wird sich sicher noch einiges tun.

Jetzt aber zwickt es uns in den Fingern, weiterzuschreiben!

Iny und Elmar Lorentz

Unser jährliches Treffen mit Hannes

Bericht
von Iny und Elmar am 15-08-2016

Seit 2001 fahren wir einmal im Jahr zu unserem früheren Kollegen Hannes, der 2009 unsere Homepage eingerichtet hat und sie seitdem als Webmaster betreut.

In all den Jahren ist das Treffen nur einmal ausgefallen und es hat auch nur ein einziges Mal geregnet. Diesmal schüttete es zwar am Tag vorher wie aus Kübeln. Da der Wetterbericht aber steif und fest behauptete, es würde am Samstag schön, fuhren wir guten Mutes los.

Vorher riefen wir allerdings den Staumelder im Internet auf und verzichteten angesichts eines gemeldeten 13 Km langen Stau auf unserer geplanten Route darauf, die Autobahn zu benutzen. Stattdessen legten wir die gut 50 km bis Hannes Wohnort über Land zurück. Es ging besser als erwartet und so erreichten wir unser Ziel zehn Minuten früher als gedacht. In den vergangenen Jahren hatten wir wegen der durch das Ferienende in mehreren Bundesländern erzeugten Staus auch schon mal eine Stunde länger gebraucht.

Hatten wir uns früher nur getroffen, um einen schönen Nachmittag und Abend zusammen zu erleben, nimmt seit 2009 unsere Homepage einen wichtigen Teil unserer Gespräche ein. Hannes hat diese gestaltet und überrascht uns immer wieder mit Neuheiten, die sich geradezu als ideal erweisen. Nach einem kühlen Schluck an einem halbwegs warmen Tag präsentierte er uns auch diesmal seine Vorschläge. Wie immer waren sie sehr gut, doch mindestens einer erfordert eine gewisse Arbeitsleistung von uns und das braucht seine Zeit. Bis zum nächsten Treffen hoffen wir, dass wir diese aufbringen können.

Es bringt wenig, jetzt von allen Ideen zu erzählen, zumal wir ungern über ungelegte Eier sprechen, sondern lieber Ergebnisse vorstellen. Bei den Gesprächen mit Hannes, zu denen wenig später auch seine Ehefrau Petra hinzukam, ging es auch um die Romane, an denen wir gerade arbeiten, um Pläne für weitere Romane, sowie über die zurückliegenden und bevorstehenden Recherchereisen. Dabei berichtete Hannes, dass er heuer bis zum jetzigen Zeitpunkt in der Galerie bereits mehr Fotos eingebaut hätte als in den vorhergehenden Jahren.

Natürlich sprachen wir auch private Themen an, die hier jedoch wenig interessieren. Zuletzt wurden nach alter Tradition Würstchen, Fleisch und Mais auf den Grill gelegt. Schließlich waren wir nicht nur gekommen, um über die Homepage zu reden, sondern auch, um einen schönen Tag zu erleben.

Alles schmeckte ausgezeichnet und da auch der Abend nicht zu kühl wurde, verlebten wir stimmungsvolle Stunden. Irgendwann aber kam die Zeit des Abschieds. Wir verabredeten uns mit Petra und Hannes noch für unser Treffen im Winter, das nach alter Tradition bei uns stattfindet, und fuhren wohlgemut los. Da um die Zeit die Autobahnen frei waren, wollten wir sie diesmal benützen. Die Autobahnverwaltung hatte allerdings etwas dagegen, denn als wir die Auffahrt erreichten, war diese wegen einer Baustelle gesperrt. Uns blieb daher nur, erneut über Land zu fahren. Da aber auch hier die Straßen frei waren, kamen wir gut durch und erreichten unser Häuschen kaum langsamer, als wenn wir die Autobahn hätten benutzen können.

Hinter uns lag ein angenehmer Sommertag mit intensiven Gesprächen und einem ausgezeichneten Essen. Es war wie immer schön und wir freuen uns bereits auf das nächste Mal, das wir bei Petra und Hannes verbringen werden. Bis dorthin liegt aber noch sehr viel Arbeit vor uns.

Iny und Elmar Lorentz

Sommer 2016

Info
von Iny und Elmar am 04-08-2016

Es ist heute ein heißer Tag und wir grübeln, was wir für das Tagebuch in der Homepage schreiben können. Jetzt im Sommer sind unsere Aktivitäten recht eingeschränkt.

Es gibt keine Lesungen oder Signierstunden und auch keine größeren Events. Stattdessen genießen wir zwei ruhigere Monate, die uns nach dem strammen Programm des Frühjahrs mehr als willkommen sind.

Was gibt es daher zu berichten? Dass wir unsere Romane schreiben, ist eigentlich selbstverständlich. Auch sind wir Leute, die erst von Eiern schreiben, wenn sie ausgebrütet sind, und nicht bereits, wenn sie angedacht werden. Wir haben im Laufe unseres Lebens zu viel den Bach hinuntergehen sehen, um vorschnell Erfolgserlebnisse auszuposaunen. Natürlich gibt es ein paar Erfolgsmeldungen. So ist letztens in Polen 'Die List der Wanderhure' erschienen und in Tschechien 'Der weiße Stern'. Bei anderen Dingen warten wir, bis sie eingetreten sind.

Auf jeden Fall war das Jahr bisher sehr erfolgreich. Dies betrifft nicht nur uns, sondern auch 'Die Wanderhure' als Theaterstück. Thomas Luft und seine Truppe von Theaterlust haben im Spätwinter und im Frühjahr 2016 eine fulminante Tournee durch 29 Städte hingelegt, und im Herbst werden weitere 14 Städte in Österreich und Deutschland folgen.

Hier ist die Liste der Spielorte und der Termine, an denen sie gespielt werden:

Theaterlusttournee im Herbst 2016:

22.09.2016: Peine

23.09.2016: Geesthacht

24.09.2016: Lünen

25.09.2016: Lüdenscheid

26.09.2016: Witten

27.09.2016: Buxtehude

08.10.2016: Gersthofen

12.10.2016: Villach

13.10.2016: Steyr

14.10.2016: Eisenstadt

27.10.2016: Tuttlingen

28.10.2016: Balingen

29.10.2016: Landstuhl

Unsere Reise nach Island endete ebenfalls erfolgreich. Wir haben unsere Recherche vollständig durchführen können und sind mit zwei handschriftlichen Exposés zurückgekommen. Einen kleinen Bericht über die Reise ist auf der Homepage unter INFOS -> Reisen & Recherche zu finden:

www.inys-und-elmars-romane.de/infoN.php?&zkat=RR&zlfdnr=18 


Auch haben wir einige Fotos von dieser Reise von unserem Webmaster Hannes (taucht meistens als Pferdeknecht in unseren Romanen auf, aber langsam sollten wir ihn befördern) in die Galerie stellen lassen:

www.inys-und-elmars-romane.de/showBilder.php?&zjahr=2016&blfdnr=205 


Was gibt es sonst noch zu sagen? In Bälde werden die nächsten Lesungen eingetragen. Darunter ist auch bereits die Erste für das Jahr 2017. Außerdem wälzen wir weitere Pläne für 2017. Auch in dem Jahr gibt es einige Events, bei denen wir dabei sein wollen, zwei Buchmessen und natürlich unsere Recherchereisen. Diesmal werden wir aber weder mit dem Flugzeug in die Südsee fliegen noch mit einer Fähre nach Island fahren, sondern in angenehmer Nähe zu unserem Heimatort bleiben und endlich wieder unseren Wohnwagen benützen. Mit diesem werden wir drei andere Länder besuchen.

Unsere Romane für 2017 sind alle abgeliefert, die für 2018 werden bis Ende 2016 fertig sein, und wir richten unser Augenmerk bereits auf die Romane für 2019 und 2020. Unseren Leserinnen und Lesern wird der Lesestoff daher nicht so schnell ausgehen. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Die reichen noch für etliche Romane.

Was gibt es sonst noch zu sagen. Wir müssen bekennen, dass wir, wenn wir so richtig im Schreibfluss sind, oft vergessen, E-Mails zu beantworten. Dies ist keine Absicht, aber wenn wir in Gedanken mit unseren Heldinnen und Helden mitleiden, ist es oft schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

In wenigen Tagen steht wieder unser jährlicher Besuch bei unserem Webmaster Hannes an. Dabei werden wir natürlich auch über mögliche Neuerungen auf der Homepage sprechen. Hannes hat einige gute Ideen, doch lassen sich aus Zeitgründen leider nicht alle ausführen. Aber vielleicht klappt das eine oder andere doch.

Iny und Elmar Lorentz

Das erste halbe Jahr

Bericht
von Iny und Elmar am 12-06-2016

Zwar ist der Juni noch nicht ganz vorbei. Dennoch ziehen wir ein Resümee des ersten Halbjahres 2016. Fast könnte man zu der Überzeugung kommen, dass sich bei uns außer Lesungen und Signierstunden nicht viel ereignet hat, aber ganz so war es nicht.

Wir konnten sowohl das Manuskript für das Original-Taschenbuch und jenes für das HC, welche 2017 erscheinen sollen, fertigstellen und dem Verlag übergeben. Einen weiteren Roman, der für das Frühjahr 2018 eingeplant ist, haben wir im Rohtext fertig. Was also unsere Ablieferungstermine betrifft, sind wir gut im Rennen.


Mit 'Die Fürstin' und 'Der rote Himmel' schafften es Buch Nr. 36 und 37 von Iny Lorentz auf die Bestsellerliste. Das ist ein großer Vertrauensbeweis unserer Leserinnen und Leser und wir danken euch allen dafür.

Mit 'Dezembersturm' und 'Das wilde Land' wurden die Iny-Lorentz-Romane Nummer 17 und 18 in eine andere Sprache übersetzt. Insgesamt sind es jetzt 22 in verschiedene Länder übersetzte Romane. Wir freuen uns sehr darüber, zumal bald die Zahl 20 bei den übersetzten Iny-Lorentz-Romane überschritten sein wird.


Es gab in diesem Jahr bereits acht Lesungen und sieben Signierstunden. Das ist eine Zahl, die uns an die Substanz gegangen ist. Wir werden im nächsten Jahr ein wenig zurückschrauben müssen. Die erste Lesungsanfrage für 2017 ist bereits bei uns eingegangen und wird wohl auch positiv beschieden werden. Eine gewisse Präsenz bei unseren Lesern und Fans ist nun einmal wichtig.


Wichtig sind auch Recherchereisen. Auch sie wird es heuer geben. Die Haupt-Recherchereise für nächstes Jahr ist auch schon in Planung. Was 2018 kommt, wird man sehen.


Ein kurzer Ausblick auf das zweite Halbjahr 2013:

Anfang Oktober erscheint mit 'Das Mädchen aus Apulien' ein Roman aus der Zeit Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. Unsere Heldin Pandolfina wird dabei lernen, dass auch ein Kaiser gewissen Zwängen ausgeliefert ist und man auch mit 'Teutonen' auskommen kann. In deren Land verschlägt es sie nämlich.


Im Dezember erscheint das Taschenbuch 'Die steinerne Schlange'. Mit diesem Buch wird es sich entscheiden, ob es einen weiteren Roman aus dieser frühen Zeit geben wird, oder wir uns wieder mehr dem Mittelalter zuwenden sollen.


Ebenfalls im Dezember erlebt Gestaltwandlerkatze Laisa ihr letztes und größtes Abenteuer. Mit 'Festung der Götter' endet unsere Dämmerlandreihe um Laisa, Rogon, N'ghar, Tirah und ihren Freunden.


Nun zu den beiden letzten Signierstunden. Am 04.06.2016 ging es zu Weltbild nach Mühldorf. Kurz vor Erreichen der Stadt ging ein so heftiger Platzregen nieder, dass die Scheibenwischer kaum damit fertig wurden. Iny befürchtete, dass bei dem Wetter kaum Leute kommen würden. Zum Glück hörte der Regen auf, als wir vor dem Weltbildladen ankamen und sie konnte trockenen Fußes hineingehen. Elmar musste erst einmal kreisen, um einen Parkplatz zu finden, der nicht zu weit entfernt war. Wir hatten nämlich wenig Lust, am Abend meilenweit durch einen möglichen Platzregen zu laufen.

Als Elmar in den Laden kam, war Iny schon dabei, zu signieren. Mehrere Kunden hatten Bücher zurücklegen lassen, da sie selbst nicht vorbeikommen konnten, und die kamen als Erstes an die Reihe. Das Abebben des Regens machte sich bemerkbar, denn allmählich kamen die ersten Kunden herein, um Bücher zu kaufen und signieren zu lassen. Mit fortschreitender Zeit wurden es immer mehr und zuletzt hatte sich eine stattliche Anzahl um uns versammelt. Der Büchertisch war nicht nur mit unseren neuen Romanen bestückt, sondern auch mit vielen Älteren und so fanden etliche Leserinnen und Leser das eine oder andere Buch, das sie noch nicht kannten. Ein Herr mit Sehbehinderung fragte nach Hörbüchern. Ihm konnten ihm die Damen von Weltbild gleich weiterhelfen. Besonders schön war es, eine Dame wiederzusehen, die 2010 auf der Pilgerreise durch Irland, die wir als Recherchefahrt genutzt hatten, mit dabei war. Es wurde ein amüsantes Gespräch, in dem wir auch ein wenig über unsere eifrige Fremdenführerin sprachen, die gedroht hatte, jedem, der in Zukunft nicht eine bestimmte irische Butter kaufen würde, in der Nacht als Geist zu erscheinen.

Das Wetter hielt genauso lange, wie es halten musste. Als wir wieder im Auto saßen, fing es erneut zu regnen an. Eine schöne und muntere Signierstunde lag hinter uns und wir richteten unsere Gedanken auf die letzte Weltbildstation in Erding.


Am 11.06. regnete es leicht, als wir uns in unser Beerchen setzten, um nach Erding zu fahren. Wie bereits bei der Fahrt nach Augsburg leistete uns auch diesmal unsere Freundin Ingeborg Gesellschaft. Außerdem hatten wir uns mit unseren Freunden Yvonne und Uwe verabredet. Trotz Regen kamen wir gut in Erding an, doch dort gab es erst einmal ein Problem. Die Tiefgarage, die wir bei früheren Besuchen in der Stadt genutzt hatten, war zu. Wir mussten daher erst einmal eine andere Parkmöglichkeit in einer überfüllten Stadt suchen. Was wir nicht gewusst hatten: An diesem Samstag fand in Erding ein großes Jagdhornmusiktreffen mit über 800 Beteiligten statt. Das bemerkten wir auch, als wir essen wollen. In dem Lokal, in dem wir uns mit Yvonne und Uwe treffen wollten, gab es keinen freien Tisch mehr. Zum Glück kamen die beiden, während wir noch abschlägig beschieden wurden.

Ingeborg wusste jedoch Rat und so saßen wir kurz darauf in einem gemütlichen Gasthof und konnten ebenso gemütlich essen. Anschließend ging es zu Weltbild. Dort war bereits alles vorbereitet. In den nächsten gut anderthalb Stunden signierten wir Bücher und unterhielten uns mit unseren Fans und den Damen von Weltbild. Schließlich war das letzte Buch signiert und wir packten Autogrammkarten und Stifte wieder ein. Die Weltbild-Signiertour, die uns in sieben Städte geführt hatte, war vorbei. Wir verabschiedeten uns von den Weltbilddamen sowie von Yvonne und Uwe, und lenkten unser Beerchen heimwärts.

Wir sind aber für unsere Fans nicht verloren, denn im Herbst wird es noch zwei oder drei Lesungen geben. Wo und wann geben wir rechtzeitig bekannt.

Iny und Elmar Lorentz

Mai 2016 – Zweiter Teil

Bericht
von Iny und Elmar am 02-06-2016

Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass der Mai sich dem Ende zuneigt. Für uns war dieser Monat sehr aufreibend. Ein Termin hetzte den anderen, und wir fanden weniger Zeit zum Schreiben, als wir es gewünscht hatten. Es ging aber auch um unsere Fans und für diese nahmen wir die Anstrengungen gerne in Kauf.

Unsere nächste Lesung war für den 21.06.2016 auf Schloss Voitsberg in Ölsnitz im Vogtland anberaumt. Zu unserer Überraschung hatte man uns gebeten, nicht aus unseren aktuellen Romanen 'Die steinerne Schlange' oder 'Der rote Himmel' zu lesen, sondern aus einem Roman, der so nahe wie möglich in jener Zeit spielt, in der Schloss Voitsberg errichtet worden ist. Nach reiflicher Überlegung wählten wir 'Die Pilgerin', da sie diesem Datum am nächsten kam.

Erst im Lauf der Zeit bekamen wir mit, dass unsere Lesung im Rahmen der 'Krimitage Vogtland' stattfinden würde. Daher suchten wir natürlich die richtigen Stellen aus, die von Mord, Diebstahl und Raub handelten, so dass die Krimifreunde auch etwas davon hatten.

Das Ambiente des Lesungsortes war erlebenswert. Wer nach Ölsnitz kommt und das Schloss oben auf dem Berg in den Himmel ragen sieht, kann sich vorstellen, wie klein die Menschen sich damals im Vergleich zur Fürstenmacht gefühlt haben müssen. Wir kamen gut an, aßen in der Burgschenke eine Kleinigkeit, und machten uns dann auf dem Weg zum Vortragssaal. An diesem Abend würde es ein harter Kampf werden, das wussten wir, denn in Berlin fand zur gleichen Zeit das Endspiel um den Deutschen Fußballpokal zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München statt.

Die gleiche Konstellation hatten wir bereits vor ein paar Jahren. Damals lasen wir vor lauter Frauen und einem einzigen Mann. Diesmal wagten sich ein paar mehr Männer zu Iny Lorentz und auch die Zahl der erschienenen Frauen war erfreulich hoch. Es war etwas seltsam, aus einem Roman zu lesen, den wir auf den Monat genau vor zehn Jahren abgeschlossen hatten. Andererseits sind wir mit dem Text immer noch zufrieden, und das ist eine angenehme Erkenntnis.

Die auf Krimihandlung ausgerichtete Lesung kam beim Publikum gut an und wir durften neben 'Wanderhuren' und anderen Romanen auch etliche 'Pilgerinnen' signieren. In zweiten Teil der Lesung, die bei uns immer aus einem Frage-Antwort-Spiel mit den Zuhörern besteht, konnten wir neben anderen Informationen unsere nächsten Romane vorstellen und natürlich erzählen, wie es ist, wenn zwei Personen zusammen Romane schreiben. Schon zu Beginn unserer Karriere hatte unsere Agentin uns gefragt, wie unsere Ehe das aushalten würde. Bis jetzt hat es sie getan.

Wir haben im nahen Plauen übernachtet. Es ist eine hübsche Stadt, die eines längeren Aufenthaltes würdig gewesen wäre. Als wir wieder nach Hause fuhren, lagen acht Lesungen hinter uns. Früher sind wir mit dem Wohnwagen zu den Lesungen gefahren. Allerdings wurde es uns im Lauf der Zeit zu anstrengend, den Wohnwagen aufzustellen und am nächsten Tag weiter zu fahren. Auch lagen die Campingplätze oft ein ganzes Stück von den Lesungsorten entfernt und bedingten eine längere Anfahrt. Es machte uns auch keinen Spaß mehr, mit 80 Kilometer pro Stunde über die Autobahn zu zuckeln. Freunde von Hotels sind wir trotzdem keine geworden. Nachdem wir bei den Recherchereisen des letzten Jahres Hotels benützen mussten und uns auch heuer nichts anderes übrig bleibt, erklärte die bekennende Hotelhasserin Iny kategorisch, dass die Recherchereise 2017 wieder mit dem Wohnwagen oder gar nicht stattfinden würde.

Letzteres können wir unseren Lesern nicht antun, denn sie wollen je schließlich auch weiterhin unsere Romane lesen.

Nach Ölsnitz hatten wir ein paar Tage Pause, die mit viel Arbeit gefüllt waren. Am 27.05. ging es dann nach Landsberg am Lech in die dortige Weltbildfiliale, um mit Lesern und Fans zu reden und Bücher zu signieren.

Es waren noch Pfingstferien, das bemerkten wir bereits auf der Fahrt. Die sonst notorisch überlastete Autobahn war relativ leer. Auch bei der Parkplatzsuche in Landsberg hatten wir Glück, denn just vor der Weltbildfiliale war einer frei. Um nicht zu spät zu kommen, hatten wir genügend Zeitpuffer eingebaut, so dass uns die Gelegenheit blieb, nach der Begrüßung der Weltbildmitarbeiterinnen in einem netten Café eine Tasse Tee zu trinken. Nachdem wir in die Filiale zurückgekehrt waren, ging es ans Werk. Neben dem Signieren blieb genügend Zeit, um mit Lesern und Fans zu reden und ein wenig aus unserem schriftstellerischem Leben zu erzählen. Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre und wir bedauerten es, nicht länger bleiben zu können.

Wir mussten an diesem Tag jedoch noch weiter nach Fürstenfeldbruck, um auch in der dortigen Weltbildfiliale zu signieren. Auch in dieser ergab sich die Gelegenheit für interessante Gespräche und wir signierten natürlich nach Kräften. Wie in Landsberg blieben wir auch hier länger als vereinbart und verabschiedeten uns erst, als die Neugier der Leser gestillt war.

Mit der Fahrt nach Landsberg und Fürstenfeldbruck waren die Lesereisen und Signierstunden im Mai abgeschlossen. Im Juni folgen noch zwei Signierstunden, dann kommen ein paar ruhigere Monate, bis es um die Buchmesse in Frankfurt herum noch einmal mehrere Lesungen gibt.

Iny und Elmar Lorentz

Die Schöpfer der Wanderhure

Info
von Iny und Elmar am 16-05-2016

Im Allgemeinen ist es ja so, dass wir Bücher schreiben und andere sie lesen. Bei diesem Buch ist es jedoch anders. Es handelt nicht von fiktiven Romanfiguren, sondern von uns.

Drei Tage lang standen wir dem Journalisten und AZ-Redakteur Peter Lückemeier Rede und Antwort. Heraus kam das Buch 'Die Schöpfer der Wanderhure', in dem wir von unserem Werdegang als Schriftsteller, über unsere Arbeit und über uns Leben erzählen. Wer sich für das Autorenpaar hinter der Wanderhure, der Trettin-Trilogie, der Texas-Reihe und all unseren Romanen interessiert, wird hier einiges erfahren.

Iny und Elmar Lorentz

Mai 2016

Bericht
von Iny und Elmar am 16-05-2016

Wir hatten die Frühjahrsfahrt nach Stuttgart, Hannover, Iserlohn und Freiberg, sowie nach Kronach gerade hinter uns, da standen schon die nächsten Termine an. Es begann am 30.04. mit einer Signierstunde in der Weltbildfiliale in Nürnberg. Anschließend durften wir die Koffer für die Lesereise nach Flöha packen. Als wir losführen, lernten wir unterwegs, wie man den Verkehrsfluss bremsen kann, indem man vor einer Baustelle erst einmal von zwei Fahrspuren auf drei erweitert, und dann alles auf eine Spur zusammenführt.

Nachdem wir diesen Stau geschafft hatten, kamen wir gut vorwärts und erreichten unser Ziel mit nur einer geringen Verzögerung. Um uns bei Lesereisen nicht zu sehr zu verschleißen, reisten wir einen Tag eher an und verlebten einen gemütlichen Abend mit einem Buch in der Hand. Am nächsten Vormittag suchten wir zuerst die Buchhandlung auf, die den Büchertisch organisierte, und anschließend die Stadtbücherei Flöha. Nach angenehmen Gesprächen ging es ins Quartier zurück.

Am Abend waren wir dann rechtzeitig vor Ort, um vor der Lesung noch signieren zu können. Das Angebot wurde auch sofort angenommen und für eine gewisse Zeit sah es so aus, als müssten wir die Lesung ein wenig später beginnen. Wir vertrösteten schließlich jene, die noch eine Signatur warteten, auf die Pause, und konnten dann doch rechtzeitig loslegen. Die Lesung war sehr angenehm und die Pause lang genug, um die restlichen Signierwünsche zu erfüllen. Anschließend gab es wie immer die Fragerunde, sowie ein paar Gespräche mit Zuhörerinnen, dann ging es zum Hotel zurück. Am nächsten Tag brachte uns unser Beerchen wieder nach Hause.

Viel Erholung blieb uns allerdings nicht, denn bereits drei Tage später stand die Signierstunde in der Weltbildfiliale in Augsburg an. Diesmal fuhr unsere Freundin Ingeborg als moralische Unterstützung mit. Zudem hatten wir uns mit Yvonne und Uwe aus der Umgebung von Stuttgart verabredet, und sahen mit Freude, dass auch Silvia und ihr Mann Zeit gefunden hatten, zu kommen. Wir kennen die vier schon seit etlichen Jahren und es ist immer schön, sie wiederzusehen. Die Signierstunde selbst war recht munter und wir konnten uns dabei mit einigen Leserinnen und Lesern unterhalten. Die Fahrt nach Augsburg und zurück ging ohne Probleme vonstatten, so dass Ingeborg, die etliche Jahre in Augsburg gearbeitet hatte, seufzend meinte, so eine dreispurige Autobahn hätte sie sich in ihrer Zeit auch gewünscht.

Nach nur wenigen Tagen Pause ging es zur nächsten Lesung nach Lindenberg im Allgäu. Beim Aufbruch dorthin blickten wir besorgt zum Himmel, da er sich bedenklich zuzog. Trotzdem kamen wir zunächst gut voran. Dann aber standen vor einem Autobahntunnel die Ampeln auf Rot und es hieß zu warten. Nach einer Weile überlegten wir, in Lindenberg anzurufen, dass es vielleicht etwas später werden könnte. Da stellte sich heraus, dass Elmar sowohl die Kamera, wie auch das Handy vergessen hatte.

Zum Glück schalteten die Ampeln nach erklecklicher Zeit wieder auf grün. Wir hatten das Glück, relativ weit vorne zu stehen und kamen daher gut los. Allerdings öffneten sich bald darauf die Schleusen des Himmels und wir fuhren knapp zwei Drittel des Weges durch Starkregen. Unser Beerchen brachte uns aber gut nach Lindenberg. Nach leichten Problemen bei der Parkplatzsuche trafen wir dann in der Volksbank Lindenberg ein, in der die Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Wort gewandt' stattfand.

Frau Bero, die die Veranstaltungsreihe betreut, hatte ihren Erfahrungen nach für die Leute bestuhlt, die ihre Karten im Vorverkauf bestellt hatten, plus 30 Prozent, für jene, die sich spontan entschließen würden, zu kommen. Die Rechnung ging jedoch nicht auf, denn es kamen immer mehr Zuhörer und zuletzt übertraf die Zahl derjenigen, die an der Abendkasse bezahlten, sogar die der Vorbesteller.

Ein voller Saal ist für jeden Autoren schön. Vor allem freuten wir uns über eine 81jährige Dame, die Aufgrund ihrer Seeschwäche nicht mehr lesen kann, unsere Romane aber als Hörbuch genießt. Während wir noch vor der eigentlichen Lesung mit dem Signieren begannen, unterhielten wir uns mit ihr und ihrer Tochter, die sie zur Lesung begleitet hatten, und konnten ihr die Erscheinungstermine einiger neuer Hörbücher nennen.

Es war die letzte geplante Lesung aus der steinernen Schlange und wir brachten Gerhild, Julius, Quintus und die anderen Protagonisten des Romans noch einmal dem Publikum nahe. Nach einer kurzen Pause begann dann die Fragerunde, die erfreulich munter ausfiel und bei der sich zu unserer Freude auch die alte Dame mit den Hörbüchern beteiligte.

Als es schließlich zu Ende war, lag eine der schönsten Lesungen der letzten Zeit hinter uns. Lindenberg war wahrlich eine Reise wert. Die Rückfahrt führte zunächst wieder durch kräftigen Regen. Etwa fünfzig Kilometer vor der Heimat klarte es dann auf und wir kamen spät, aber zufrieden zuhause an.

Es blieb uns genau ein Tag zum Ausruhen, dann stand die Signierstunde bei der Weltbild-Filiale in Landshut an. Auch wenn die Stadt nicht direkt vor unserer Haustür liegt, war die Anfahrt mit einer knappen Stunde angenehm kurz und das Parkhaus im City Center Landshut hoch genug, um unserem Beerchen Obdach zu bieten. Frau Dubbels, die Filialleiterin hatte vor ein paar Jahren bereits in München eine Lesung für uns organisiert und tat alles, damit wir uns wohlfühlen konnten. Auch ihr Vater war wieder dabei und verteilte als Herold die Prospekte für die Signierstunde.

Es kamen daher etliche Leute, um Bücher zu kaufen und signieren zu lassen, und es gab dabei etliche angenehme Gespräche. Fotos wurden ebenfalls gemacht. Wir werden ein paar davon in die Galerie stellen. Als wir uns schließlich verabschiedeten, taten wir es mit dem Versprechen, irgendwann wiederzukommen. Die Heimfahrt ging noch rascher vonstatten als die Hinfahrt, so als hätte unser Beerchen Sehnsucht nach dem heimatlichen Stall. Lange aber wird er sich dort nicht ausruhen können, denn schon in wenigen Tagen geht es nach Ölsnitz im Vogtland zur nächsten Lesung.


Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Kronach

Bericht
von Iny und Elmar am 30-04-2016

Seit dem 26.02.2016 reist die Tourneetheatertruppe 'Theaterlust' durch die Lande, um in 29 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz 'Die Wanderhure' zu spielen.

Vom 22.04.2017 bis zum 24.04.2017 machte 'Theaterlust' in Kronach Station. Wir hatten die Uraufführung in Unterföhring gesehen, doch aufgrund familiärer Verbindungen in die Kronacher Gegend war klar, dass wir auch dorthin fahren würden. Unsere Freundin Ingeborg und Elmars Schwester waren mit von der Partie. Erstere war bei der Uraufführung krank gewesen und hatte die Wanderhure in Unterföhring nicht sehen können, und Elmars Schwester wollte neben der Aufführung auch Verwandte besuchen.

Als Erstes trafen wir gleich bei der Auffahrt zur Autobahn auf einen Megastau, der nichts Gutes erahnen ließ. Zum Glück konnten wir noch abbiegen und fuhren dann erst einmal über Land, bis wir wieder auf eine Autobahn trafen. Unsere geplante Ankunftszeit verschob sich daher ein wenig nach hinten. Wir kamen aber gut durch und trafen noch rechtzeitig zu einem späten Mittagessen ein.

Der Nachmittag gehörte erst einmal den Verwandten. Am nächsten Tag ging es nach Rödental, um ein paar Kleinigkeiten für Geburtstagsgeschenke zu kaufen. Am Nachmittag schaffte eine Kellnerin, uns alle zu taufen, indem sie das volle Tablett mit Getränken über den Tisch ausleerte. Iny hatte es am schlimmsten erwischt und so blieb uns nichts anderes übrig, als unser Quartier aufzusuchen und uns umzuziehen.

Langsam stieg die Spannung an. Wir brachen aber nicht deswegen etwas zu früh auf, sondern weil ein Umzug vorbereitet wurde und eine halbe Stunde später die Straße gesperrt worden wäre. Daher war der Kreiskulturraum in Kronach noch zu. Schon bald trafen jedoch Frau Lang, die Kulturreferentin des Landkreises Kronach, deren Ehemann, sowie das Buchhändlerpaar auf, das den Büchertisch aufstellte. Wir warteten, bis die ersten Zuschauer kamen und es galt, Bücher zu signieren. Dadurch versäumten wir den Einführungsvortrag von Thomas Luft, doch um unsere Fans nicht zu enttäuschen, verzichteten wir gerne.

Gerade noch rechtzeitig zum letzten Aufruf wurden wir mit dem Signieren fertig und nahmen unsere Plätze ein. Wir hatten vor etwa zwei Monaten die Uraufführung der 'Wanderhure' in Unterföhring erlebt und waren begeistert gewesen. Diesmal aber war es einfach grandios. Anja Klawun als Marie und die gesamte Truppe waren jetzt so richtig eingespielt und boten Theater vom Feinsten. Unser Dank gilt neben Anja Klawun auch Cécile Bagieu, Pia Kolb, Eva Wittenzellner, Stefan Rihl, Benjamin Hirt, Johannes Schön, Reinhold Behling und Gregor Eckert sowie Georg Karger, der das Schauspiel musikalisch untermalte. Es war ein Erlebnis, das Stück erneut zu sehen.

Die Theaterlusttruppe erntete den verdienten Applaus des Publikums, und als wir schließlich den Kreiskulturraum verließen, geschah dies mit dem Gefühl, dass sich dieser Ausflug nach Kronach mehr als gelohnt hatte.

Der nächste Tag begann mit der Besichtigung der oberen Stadt und endete mit einem Grillabend bei Elmars Cousin. Am Sonntag waren wir gemeinsam mit Anja Klawun, Thomas Luft und den übrigen Darstellern bei der Kulturreferentin des Landkreises Kronach, Frau Gisela Lang, zum Brunch eingeladen. Es war ein weiterer Höhepunkt unserer Fahrt und brachte angenehme Gespräche sowie gut schmeckende blaue Zipfel, die es vor allem Ingeborg angetan haben.

Als wir uns verabschiedeten, wussten wir, dass wir die Theaterlusttruppe auf jeden Fall noch einmal erleben wollen, sei es mit der Wanderhure oder mit einem anderen Stück.

Iny und Elmar Lorentz

Frühjahrsfahrt 2016

Bericht
von Iny und Elmar am 26-04-2016

Wie in den elf vergangenen Jahren fuhren wir auch heuer wieder zum DeLiA-Jahrestreffen. Im Vorfeld trafen noch zwei Lesungswünsche ein und die Anfrage, ob wir nicht einen Abstecher nach Stuttgart einlegen könnten, um bei einem Seminar für angehende SWR-Redakteure die Versuchskaninchen zu spielen.

Nach ein paar Mail-Wechseln stand das Programm und so steuerten wir unser Beerchen am 10.04.2016 nach Stuttgart.

Am Nachmittag trafen wir uns mit Yvonne und Uwe, die wir bereits vor Jahren bei einer Veranstaltung kennen und schätzen gelernt hatten. Es wurde ein sehr angenehmes Gespräch, nicht nur über Bücher.

Montag, den 11.04.2016 ging es am Vormittag zum SWR und dem Interview-Seminar für die Jung-Redakteure. Es war für uns sehr interessant zu vernehmen, welche Fragen sich die sieben jungen Damen und zwei Herren hatten einfallen lassen. Während des Seminars kam auch heraus, dass die Mutter einer der Jung-Redakteurinnen bereits eine Lesung mit uns veranstaltet hatte.

Um 13:00 Uhr war das Seminar zu Ende und wir stiegen in unser Beerchen, um nach Hannover zu fahren. Wir kamen ohne Stau durch und besuchten am nächsten Vormittag das Landesmuseum Hannover. Das Museum ist wunderschön und wir haben bedauert, nicht über genug Zeit zu verfügen, um uns alles ansehen zu können. Wir hätten liebend gerne zwei oder drei Tage darin verbringen können, doch das ließ unser straffer Terminplan nicht zu.

Am Abend fand unsere Lesung im Rahmen des Prähistorischen Salons im Landesmuseum statt. Herr Dr. Veil, der Oberkustos für Archäologie, zeigte uns zunächst einige seiner Prachtstücke, dann besprachen wir mit ihm, Herrn Wähler vom Niedersächsischen Verein für Urgeschichte und dem Archäologen Dr. Fündling den Ablauf der Lesung. Der Prähistorische Salon besteht seit 2011 und wird wissenschaftlich begleitet. Bei uns geschah dies durch Dr. Fündling von der RWTH Aachen. Er brachte den zahlreich erschienen Zuhörern die Zeit, in der 'Die steinerne Schlange' spielt, näher. Für uns war diese Art der Veranstaltung neu, bewies aber, dass sich Literatur und Wissenschaft bei der Präsentation alter Zeiten und Ereignisse ergänzen können. Es hat uns sehr gefallen und wir freuten uns auch, unsere Kollegin Carola Hagemann nach Jahren wiederzusehen. Seit dieser Lesung gibt es übrigen einen neuen Rekord beim Signieren. Eine Dame brachte 26 Iny-Lorentz-Romane mit. Während wir diese signierten, erfuhr sie, dass es bereits 27 im Druck erschienene Romane von uns gibt, und kaufte sich auch den Neuesten, um komplett zu sein.

Am nächsten Morgen stand die Etappe nach Iserlohn auf dem Programm. Wir nützen die Gelegenheit, um uns die Externsteine in Horn-Bad Meinburg anzusehen. Auch wenn es dort keine Funde aus frühgermanischer Zeit gibt, die man irgendwann verwenden könnte, so war das Felsmonument diesen Abstecher wert. Als wir am Nachmittag beim Literaturhotel Franzosenhohl in Iserlohn ankamen, trafen wir als Erstes auf Andrea Reichart, die Veranstalterin der diesjährigen DeLiA-Tage, und auf Lee Bauers, die Schatzmeisterin des Vereins, die von Elmar aufgrund ihrer Energie in Lee Powers umgetauft wurde. Beide hatten noch mit den letzten Vorbereitungen für das Treffen zu tun, trotzdem blieb nach Zeit für einen Kaffee und ein Gespräch.

Am nächsten Tag trafen im Lauf des Tages die meisten DeLiA-Mitglieder ein. Da wir einen großen Teil davon zuletzt bei den DeLiA-Tagen 2015 in Sulzbach gesehen haben, gab es natürlich genug Gesprächsstoff. Am Abend hieß es jedoch, in die Stadtbibliothek Iserlohn zur Eröffnungslesung der diesjährigen DeLiA-Tage zu fahren. Diesmal lasen Regina Gärtner aus ihrem Südsee-Australien-Roman 'Der Glanz von Südseemuscheln', Stefanie Gärtner aus 'Das Sternenboot', und wir aus 'Der rote Himmel'. Alle Lesungen kamen beim Publikum gut an und es gab danach auch etliche Signierwünsche. Iny durfte sogar ihre erste Veröffentlichung signieren, nämlich die Erzählung 'Die steinernen Krieger', die 1982 in der Fantasy-Anthologie 'Ashtaru der Schreckliche' bei Heyne erschienen ist.

Am Donnerstag schwärmten viele DeLiAs in die Umgebung aus, um in Schulen zu lesen. Es ist dem Verein ein starkes Anliegen, die Kinder zum Lesen zu bringen. Lesen fördert die Konzentration und erhöht die soziale Kompetenz, beides ist für den weiteren Lebensweg der Kinder wichtig. Wir blieben im Literaturhotel und unterhielten uns mit einigen Autorinnen, die keine Schullesungen hatten oder von diesen zurückkehrten. Auch dieser Austausch ist uns wichtig, da Autoren im Allgemeinen im stillen Kämmerlein vor sich hinschreiben und bei ihrer Umgebung nicht immer das richtige Verständnis für ihren Beruf erfahren. Außerdem fand eine Diskussionsrunde über die Ziele des Vereins in einer sich wandelnden Medienwelt statt.

Am Abend stand im Stadttheater Iserlohn die Gala mit der Preisverleihung der DeLiA auf dem Programm. Die DeLiA ist mit insgesamt 2.750 Euro datiert und zeichnet die drei von der Jury als beste Liebesromane des Jahres empfundene Romane aus. Der erste Platz ging an Fiona Blum für 'Liebe auf vier Pfoten', der Zweite an Stefanie Gerstenberger für 'Das Sternenboot' und der Dritte an Katrin Burseg für 'Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern'. Die Gala bot auch die Gelegenheit mit Leserinnen und Lesern zu sprechen und neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, die nur zur Gala kommen konnten.

Nachdem die meisten DeLiAs nach der Gala nicht so rasch ins Bett gekommen waren, nützten diese den Samstagvormittag zum Ausschlafen. Der geringe Rest, den der innere Wecker aus den Federn getrieben hatte, darunter auch wir, genoss ein entspanntes Frühstück mit angenehmen Gesprächen.

Nach dem Mittagessen kam Elmars Horror, nämlich die Mitgliederversammlung. Für ihn kommt das gleich nach dem Zahnarzt. Aber er musste tapfer durchhalten. Zur Belohnung gab es am Abend Gegrilltes und ein Hövels. Dazu kamen Gespräche mit Kolleginnen und Leserinnen, die teilweise schon seit Jahren zu den DeLiA-Tagen kommen, um Autorinnen und Autoren kennenzulernen und das eine oder andere Buch signieren zu lassen. Auch das macht DeLiA aus. Man begnügt sich nicht selbst, sondern öffnet sich auch Leserinnen und Lesern, die entweder so zu den Treffen kommen, aber auch Fördermitglieder werden können.

Am Abend wurde es dann noch einmal richtig rockig. Die DeLiAs sangen und tanzten in den Morgen hinein. Da noch eine Lesung vor uns lag, zogen wir uns zu gegebener Zeit zurück, um am Sonntag halbwegs ausgeschlafen nach Freiberg in Sachsen aufzubrechen. Während die eisenharten Sängerinnen und Tänzerinnen noch dem Tag entgegen schliefen, nahmen wir ihm Kreise anderer Frühaufsteher unser Frühstück ein. Nach ein paar letzten Gesprächen hieß es dann, Abschied von Iserlohn zu nehmen. Als wir in unser Beerchen stiegen, blickten wir auf schöne und angenehme Tage im Kreis der DeLiAs zurück.

Als wir losfuhren, streckte uns das Navi die ganz lange rote Zunge heraus. Die Anzeigen führten überall hin, nur nicht dorthin, wo wir hinwollten. Als wir uns angeblich mehrere hundert Meter von unserer Route entfernt mitten im Häusermeer Iserlohns befinden sollten, hielt Elmar an und programmierte das Ziel neu ein. Danach hatte sich das Navi beruhigt und führte uns tatsächlich nach Freiberg in Sachsen.

Wir waren schon ein paar Mal dort gewesen, um unsere Kollegin und Freundin Sabine Ebert zu besuchen, und so war die Stadt für uns nicht fremd. Nach ausreichend Schlaf fuhren wir in die Innenstadt, stellten unser Beerchen in einem Parkhaus ab und gingen zum 'Taschenbuchladen', von dem die Einladung an uns ergangen war. Wie der Zufall es wollte, fiel, als wir eintraten, unser Name. Eine Dame fragte die Buchhändlerin nach einem unserer Romane, den wir unter Mara Volkers geschrieben haben. Im selben Augenblick wurden wir erkannt und es entspann sich ein munteres Gespräch, bei dem wir der Dame weiterhelfen konnten.

Die Lesung selbst fand in der Nikolaikirche statt, die zu einem Veranstaltungsort umgebaut worden ist. Wir kamen früh genug an, um gleich die Bücher der ersten Zuhörer zu signieren. Es blieb auch ein wenig Zeit für kurze Gespräche und so verging die Zeit bis zur Lesung sehr schnell. Wie schon in Hannover lasen wir aus der 'steinernen Schlange'. Nachdem wir den Zuhörern vier Stellen vorgetragen hatten, wurde eine Pause eingelegt, in der sich alle mit Getränken versorgen konnten. Wir signierten wacker weiter, und als die Pause beendet war, antworteten wir auf die Fragen der Zuhörer und gaben einen Einblick in unser Autorenleben.

Es war eine sehr schöne Lesung, doch auch die schönsten Dinge gehen irgendwann einmal zu Ende. Zu vorgerückter Stunde verabschiedeten wir uns von unseren Zuhörern und kehrten ins Hotel zurück. Am nächsten Morgen wurden die Koffer in unser Beerchen geladen und es ging in die Heimat zurück. Allerdings nur für zwei Nächte, denn uns stand eine weitere Fahrt bevor.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse 2016 in Leipzig

Bericht
von Iny und Elmar am 25-03-2016

Bislang hatten wir die Buchmesse in Leipzig ein wenig stiefmütterlich behandelt, denn unser Jahreshöhepunkt ist das Hardcover im Herbst, und das kommt immer kurz vor der Frankfurter Buchmesse heraus.

Zwar erscheint jedes Jahr auch ein Original-Taschenbuch von uns, doch das erschien früher im Mai und das war für Leipzig zu spät. Dies änderte sich erst im letzten Jahr, als 'Das wilde Land' am 01.04. erschien und wir es auf der Buchmesse in Leipzig vorstellen konnten.

Heuer brachte Knaur mit 'Der rote Himmel' den vierten und letzten Band unserer Texas- oder Auswanderer-Reihe heraus und es war für uns eine Ehrensache, dieses Buch unseren Fans vorzustellen und zu signieren. Daher starteten wir am Mittwoch, den 16.03. unser Beerchen und lenkten es nach Norden. Im Gegensatz zu den letzten Fahrten, bei denen wir mehrmals in Riesenstaus geraten waren, kamen wir diesmal ausgezeichnet durch. Wegen der frühen Jahreszeit verzichteten wir auf unseren Wohnwagen und wählten ein strategisch günstig gelegenes Hotel.

Den ersten Abend verbrachten wir mit Lesen und gingen eher früh zu Bett, um Kräfte für die Messe zu sammeln. Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück los. Wenn wir ein Motto für unseren heurigen Messebesuch wählen müssten, wäre 'Begegnungen' die erste Wahl. Wir begegneten in diesen vier Tagen vielen alten Freunden und Bekannten. Von etlichen haben wir auch Fotos gemacht, die in der Galerie der Homepage zu sehen sind.

Es begann mit Claudia Senghaas und Armin Gmeiner vom Gmeiner Verlag, ging mit Burkhard Bierschenk vom Bookspot-Verlag weiter und endete noch lange nicht bei unseren Kolleginnen Nora Berger, Claudia Toman, der Agentin Diana Itterheim und Philipp Borowski. Wir waren aber nicht nur in Leipzig, um alte Freunde zu treffen. Unsere Fans hatten ein Recht darauf, uns am Stand von Droemer-Knaur anzutreffen und so hielten wir uns dort immer wieder längere Zeit auf, um Bücher zu signieren und mit unseren Lesern zu reden.

Natürlich gab es auch Gespräche mit unseren Verlagskollegen wie Nina George, Sebastian Fitzek, Markus Heitz und Tanja Kinkel. Am meisten freute wir uns, Elena Uhlig wiederzusehen, die in der Verfilmung der 'Wanderhure' Mechthild von Arnstein gespielt hat. Auch sie gehört nun zu den Droemer-Knaur-Autoren.

Mit Begegnungen ging es am nächsten Tag weiter. Noch auf dem Weg in die Halle trafen wir auf Wolfgang Brandt vom 'Geisterspiegel'. Wenig später kamen wir am Stand des Traumfänger Verlags vorbei und wechselten ein paar Worte mit Kerstin Gröper und kurz darauf ein paar mit Detlef Knut von der Edition Oberkassel. Nach einem Schwenk zum Stand von Susanne Kaspers 'Literaturschock' wandten wir uns wieder dem Droemer-Knaur Stand zu, um für unsere Leser da zu sein und zu signieren.

Zu unserer großen Freude war an diesem Tag auch Sabine Ebert erschienen, die am Vortag noch in München die Premiere der Verfilmung ihres Romans 'Das Geheimnis der Hebamme' miterlebt hatte. Michael Kobr und Volker Klüpfel waren natürlich auch da und brachten südländisches Urlaubsgefühl mit. Andere Freunde kamen am Droemer-Knaur Stand vorbei, so Carmen Vicari mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern, die bereits im Bauch der Mutter Buchmessen-Feeling mitbekommen hatten.

Am späten Nachmittag verließen wir die Messehallen, um uns umzuziehen und in die Innenstadt von Leipzig zu fahren, wo wir im Festsaal des Alten Rathauses den Zuhörerinnen und –hörern mit 'Der rote Himmel' den vierten und letzten Band unserer Texas-Reihe vorstellen durften. Anschließend lud uns Sabine Ebert in ihre Wohnung ein, wo wir bei Roibuschtee und interessanten Gesprächen noch zwei angenehme Stunden verbrachten.

Der Samstag brachte weitere Begegnungen. So trafen wir Evelyn Barenbrügge, Caren Benedikt, Iris Klockmann, Nadja und Claudia Beinert, Beate Maxian und etliche andere, die unser Gedächtnis im Augenblick nicht preisgeben will. Wir waren auch wieder mehrmals am Droemer-Knaur Stand, um Bücher zu signieren und Autogrammkarten zu verteilen, mussten aber zuletzt der Erschöpfung Zoll zahlen und die Messe eine Stunde vor Schluss verlassen, um uns im Hotel auszuruhen.

Im gleichen Hotel hatte auch Diana Hillebrand ein Zimmer gebucht, die Iny seit gefühlten Ewigkeiten von einer Schreibgruppe her kennt. Wir lernten dort auch die Kinderbuchautorin Susanne Leuders kennen und bildeten mit den beiden eine lebhafte Frühstücksgesellschaft.

Am Sonntag schafften wir es zum ersten Mal nicht, pünktlich zu Messebeginn in den Hallen zu sein, sondern kamen erst eine Viertelstunde später an. Eigentlich hatten wir an dem Tag noch einige Stände aufsuchen wollen, waren aber von den vergangenen Tagen so geschlaucht, dass wir zum Droemer-Knaur Stand krochen und diesen nur zu einem gemeinsamen Mittagessen mit Sabine Ebert verließen. An Arbeit mangelte es uns trotzdem nicht, denn es galt, viele Bücher zu signieren. Neben Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen wie Lena Falkenhausen, Sina Beerwald und Alexander Hartung gab es auch reichlich Gelegenheit, mit Fans zu reden. Alle freuten sich auf 'Der rote Himmel', doch es kam auch immer wieder die Frage nach einer möglichen Fortsetzung der 'steinernen Schlange' und einige wollten auch wissen, ob es weitere Abenteuer unserer Wanderhure Marie geben würde. Auch nach einem möglichen dritten Band mit der Wanderapothekerin Klara wurde gefragt.

Doch was kommt, wird die Zukunft erweisen. Im Herbst wird erst einmal unsere neue Heldin Pandolfina ihre Abenteuer im Apulien Kaiser Friedrichs II. erleben, bevor die Umstände sie dazu zwingen, in das kalte 'Land der Teutonen' zu ziehen, das sie nur aus den Texten des Tacitus kennt.

Für uns ging auf jeden Fall eine schöne, aber auch anstrengende Messe zu Ende. Sehr schön war, dass wir zuletzt noch Sandra Regnier begegnet sind. Bei allen anderen, die wir treffen wollten und nicht getroffen haben, bleibt uns nur die Hoffnung auf die Buchmesse in Frankfurt im Herbst oder auf nächstes Jahr in Leipzig.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure auf der Bühne

Bericht
von Iny und Elmar am 28-02-2016

Premiere in Unterföhring
2014 haben wir die ambitionierte Bühnenfassung der Wanderhure auf der Freilichtbühne der Stiftsruine Bad Hersfeld erleben dürfen und 2015 die begeisternde Aufführung auf Burg Runkelstein bei Bozen.

Schon bald bekamen wir mit, dass 'Die Wanderhure' auch 2016 auf die Bühne kommen würde.

Am 26.02.2016 war es dann so weit. Im großen Saal des Bürgerhauses Unterföhring bei München wurde die Premiere gefeiert. Für uns war es eine sehr angenehme Location, denn wir hatten nur etwa zwanzig Kilometer Anfahrt und mussten weder früh aufbrechen noch Koffer packen. Außerdem passte unser Beerchen in die Tiefgarage des Bürgerhauses. Bei anderen Events hatten wir oft lange nach einem passenden Parkplatz suchen müssen.

Gleich nach unserem Eintreffen hatten wir die Gelegenheit, mit Thomas Luft, den künstlerischen Leiter der Schauspielplattform Theaterlust, ein paar Worte zu wechseln. Anschließend galt es, mehrere Bücher und vor allem Programmhefte und Eintrittskarten zu signieren. Der Zuschauerandrang war erfreulich. Laut Aussage der Chefin des Bürgerhauses war 'Die Wanderhure' das bislang am besten ausgelastete Theaterstück in Unterföhring. Dies freute sowohl Thomas Luft wie auch uns.

Als die Aufführung begann, waren wir doch sehr gespannt, wie sich 'Die Wanderhure' auf der kleinen Bühne von den Adaptionen in den Freilichttheatern unterscheiden würde. Es gelang dem Ensemble von Theaterlust, mit einer geschickten Inszenierung unsere bereits hohen Erwartungen weit zu übertreffen. Anja Klawun, nach Alexandra Neldel, Andrea Cleven und Katharina Gschnell die vierte Schauspielerin, die wir als Marie erleben durften, spielte ausgezeichnet, ebenso ihre Kolleginnen und Kollegen Cécile Bagieu, Pia Kolb, Eva Wittenzeller, Stefan Rihl, Benjamin Hirt, Johannes Schön, Reinhold Behling und Gregor Eckert.

Sie alle, aber auch das ganze Team, das für Bühnenbild, Kostüme und alles andere verantwortlich war, hatte den begeisternden Applaus der Zuschauer am Ende des Stückes wahrlich verdient. Auch wir waren begeistern und freuen uns darauf, Anja Klawun und die Wanderhure auf ihrer Tournee noch einmal erleben zu dürfen.

Insgesamt spielt Theaterlust 'Die Wanderhure' auf dieser Tournee in 29 Städten in Deutschland, Österreich und einmal sogar in der Schweiz.


Der weitere Weg der Wanderhure:

Dienstag, 01.03.2016:
Stadttheater Wels, Kaiser-Josef-Platz 50-51, A-4600 Wels

Samstag, 05.03.2016:
Stadthalle, Am Seebach 2, 61169 Friedberg

Dienstag, 08.03.2016:
Stadttheater, Herzog-Leopold-Str, 17, A-2700 Wiener-Neustadt

Mittwoch, 09.03.2016:
Stadttheater, Homangasse 5, A-8700 Leoben

Donnerstag, 10.03.2016:
Kulturzentrum Oberschützen, Hauptplatz 8, A-7432 Oberschützen

Freitag, 11.03.2016:
Bürgerhaus Unterschleißheim, Rathausplatz 1,
85716 Unterschleißheim

Samstag, 12.03.2016:
Das Wormser Theater, Bahnhofstr. 6, 65747 Worms

Sonntag, 13.03.2016:
Theater der Obergrafschaft, 48456 Schüttdorf

Montag, 14.03.2016:
Theater an der Wilhelmshöhe, Willy-Brandt-Ring 44,
49808 Lingen (Ems)

Dienstag, 15.03.2016:
Stadthalle Rheine, Humboldtplatz 10, 48429 Rheine

Mittwoch, 16.03.2016:
Stadthalle Osterrode, Dörgestr. 28, 37520 Osterrode am Harz

Donnerstag, 17.03.2016:
Theater- und Konzertsaal, Ootmarsumer Weg 14, 48527 Nordhorn

Freitag, 18.03.2016:
Stadttheater Elmshorn, Klostersande 30, 25335 Elmshorn

Samstag, 19.03.2016:
Halephagen-Bühne, Konopkastr. 5, 21614 Buxtehude

Sonntag, 20.03.2016:
Kleines Theater am Markt, Waldstr. 16, 23812 Wahlstedt

Montag, 21.03.2016:
Elbeforum Brunsbüttel, Von-Humboldt-Platz 5, 25541 Brunsbüttel

Mittwoch, 23.03.2016:
TriBühne Norderstedt, Jörg-Peter-Hahn-Platz 1,
22846 Norderstedt

Dienstag, 12.04.2016:
Konzert- und Bühnenhaus, Bury-St.-Edmund-Str, 5,
47623 Kevelaer

Mittwoch, 13.04.2016:
Stadttheater Emmerich, Grollscher Weg, 46446 Emmerich a. Rhein

Donnerstag, 14.04.2016:
Theater Marl, Am Theater 1, 45765 Marl

Freitag, 15.ß4.2016:
Stadttheater Minden, Tonhallenstr. 3, 32423 Minden

Samstag, 16.04.2016:
Stadttheater Herford, Mindener Str. 11, 32049 Herford

Sonntag, 17.04.2016:
Parktheater Bergstraße, Promenadenstraße, 64625 Bensheim

Freitag, 22.04.2016 – Sonntag, 24.04.2016:
Kreiskulturraum, Siechenangerstr. 13, 96317 Kronach

Donnerstag, 28.04.2016:
Kultur- und Kongresshaus, Schlossplatz 9, CH-5000 Aarau

Samstag, 30.04.2016 – Sonntag, 01.05.2016:
Erholungshaus der Bayer AG, Nobelstraße 27, 51373 Leverkusen

Freitag, 06.05.2016:
Kulturzentrum Ritter-Hilprand-Hof, Köglweg 5,
82042 Taufkirchen

Mittwoch, 11.05.2016:
Haus der Kultur, Braunauer Str. 10, 84478 Waldkraiburg


Wir wünschen Theaterlust und ihrer Wanderhure viel Erfolg und allen Zuschauen ebenso viel Freude an diesem Stück


Iny und Elmar Lorentz

Das Literaturfestival in Bamberg

Bericht
von Iny und Elmar am 31-01-2016

In diesem Jahr begann unsere Lesesaison ungewohnt früh. Während wir uns sonst erst im Frühjahr auf den Weg gemacht hatten, brachen wir heuer am 26.01. auf, um nach Bamberg zu fahren.

Dort fand ein Literaturfestival statt, zu dem fast alle Größen der deutschen Literatur eingeladen worden waren. Die Liste der hochkarätigen Namen begann mit Herta Müller, reichte über Martin Walser, Doris Dörrie, Paul Maar, Tanja Kinkel, Konstantin Wecker, Donna Leon, bis zu Kirsten Boie, Zoë Beck und einigen anderen Autoren. Auch wir hatten eine Einladung erhalten und waren sehr gespannt, was uns dort erwarten würde.

Die Anfahrt nach Bamberg wurde zum déjà-vu-Erlebnis unserer letzten Fahrt zur Frankfurter Buchmesse. Wir gerieten erneut in einen Riesenstau und standen erst einmal für anderthalb Stunden. Laut der Radioinformation wurde der Verkehr bei der nächsten Abfahrt abgeleitet und die Ausweichstrecke war bereits vollkommen überlastet. Wir hatten jedoch Riesenglück, denn als wir diese Stelle erreichten, wurde die Autobahn gerade wieder freigegeben und zwar so knapp vor uns, dass sich eine stattliche Anzahl an Autofahrern noch zum Abbiegen eingeordnet hatten.

In der Folge kamen wir gut vorwärts und erreichten schließlich unser Hotel in Bamberg. Hier hatten wir uns mit Werner Kinkel, den Vater von Tanja Kinkel, verabredet, der uns zu einer Besichtigungstour durch Bamberg eingeladen hatte. Nach einem kleinen Mittagsimbiss ging es los. Werner Kinkel fuhr und führte uns zu den interessantesten Stellen der Stadt, Dabei erklärte er uns die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt besser, als jeder Stadtführer es hätte tun können. Die Tour dauerte gut zweieinhalb Stunden und ließ keine Wünsche offen. Wir bewunderten dabei das Geschick, mit dem Werner Kinkel sein Auto durch die engen Gassen der Stadt lenkte, die Elmar, wie er sagte, höchstens mit einem Smart befahren würde.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Werner Kinkel für diese Einführung in seine Heimatstadt.

Wir waren einen Tag eher angereist und hatten daher am Abend die Gelegenheit, Donna Leon live zu erleben. Sie ist eine quicklebendige alte Dame und wurde von Tanja Kinkel ausgezeichnet übersetzt. Donna Leon stellte ihr neues Buch 'Gondola' vor. Garniert wurde ihr Vortrag durch den Sänger Vincenzo Capezzuto und das Ensemble Il Pomo d'Oro, die venezianische Volksweisen spielten und sangen. Es war ein Erlebnis für uns und wir waren sehr froh, dabei gewesen zu sein.

Nach etwas zu wenig Schlaf und einem guten Frühstück schlenderten wir durch die Stadt, suchten dabei die Buchhandlung Hübscher auf, die sich sehr für dieses Literaturfestival engagiert hatte, und kauften ein paar Sachen ein. Am späten Nachmittag wurden wir vom Hotel abgeholt und zur Burg Altenburg in Bamberg gebracht, in deren Rittersaal wir lesen würden. Die Lesung selbst war, wie fast alle Veranstaltungen des Literaturfestivals Bamberg, restlos ausverkauft und die Bestuhlung im Rittersaal noch einmal kräftig verdichtet worden.

Bereits während der Mikrofonprobe begann das Signieren. Eine lange Schlange bildete sich und für eine gewisse Zeit sah es so aus, als könnte die Lesung nicht pünktlich beginnen. Wir schafften es aber gerade noch, rechtzeitig fertig werden. Beim Signieren hatten wir übrigens ein schönes Erlebnis. Eine Frau legt uns 'Die Rose von Asturien' vor und sagte, wie sehr sie sich freut, weil wir diesen Roman über ihre Heimat geschrieben haben. Sie stammt nämlich aus Asturien.

Der offizielle Teil begann mit der Begrüßung durch die Organisatorin Asli Heinzel, die auch gleich ein Gespräch mit uns führte, um die Zuhörer auf die Lesung einzustimmen. Dies war dann dem Beifall zufolge, den wir erhielten, auch gelungen.

Danach ging es ans Lesen. Wir hatten vier Stücke aus der steinernen Schlange ausgewählt und brachten dem Publikum unsere Heldin Gerhild sowie Julius und einige andere Protagonisten nahe. Anschließend kam noch eine Fragerunde, die etwas kürzer als sonst ausfiel, da viele Fragen bereits durch das Gespräch mit Frau Heinzel beantwortet worden waren.

Es war eine sehr schöne Veranstaltung im prachtvollen Rahmen des Rittersaals und hat uns viel Freude gemacht. Herzlichen Dank an Asli Heinzel und allen, die daran mitgewirkt haben. Es war einfach nur schön!


Iny und Elmar Lorentz

Rückblick und Vorausschau

Info
von Iny und Elmar am 11-01-2016

Weihnachten und Neujahr sind vorbei und das Jahr 2016 schon ein paar Tage alt. Diesmal war für uns während der Feiertage weniger Besinnlichkeit als vielmehr Arbeit angesagt.

So erhielten wir Mitte Dezember das Lektorat für 'Der rote Himmel', anschließend kamen die Druckfahnen für 'Die Liebe der Wanderapothekerin' und gleich darauf die Druckfahnen für 'Der rote Himmel'. Jetzt ist alles erledigt und die Romane können termingerecht erscheinen.

Was hat sich 2015 ereignet? Es gab ein Feuerwerk an Veröffentlichungen im Buch- und im eBook-Bereich. Dafür verantwortlich war zum einen die Tatsache, dass wir 2014 und 2015 je einen zusätzlichen Roman geschrieben haben. Der Erste ist bereits als eBook erschienen, der Zweite wird in Kürze in dieser Form zu haben sein. Dazu kamen die Neuauflagen der alten Eric-Maron-Titel 'Die Rebellinnen von Mallorca' (als 'Die Rebellinnen') und 'Die Fürstin' (unter dem gleichen Titel). Außerdem wurden mehrere Kurzgeschichten von uns als eBooks veröffentlicht. Ganz ist dieses Feuerwerk noch nicht erloschen, denn es wird sich noch im ersten Quartal 2016 fortsetzen.

Erschienen sind oder werden noch erscheinen:

Oktober 2015: Die steinerne Schlange (HC)

November 2015: Die Rebellinnen (TB, als Eric-Maron-Titel Die Rebellinnen von Mallorca)

Dezember: Der Sohn der Mätresse (eBook)

Dezember: Die List der Wanderhure (TB)

Drei Kurzgeschichten im eBook, alle im Dezember: Brautjagd, Nennt mich Julius und Die Münze im Becher

Im Januar: Tempel in Flammen (Fantasyroman unter dem Pseudonym Sandra Melli)

Februar: Die Fürstin (TB)

Februar: Die Liebe der Wanderapothekerin (eBook)

April: Der rote Himmel (TB)


Die Romane 'Die Wanderapothekerin', 'Die Liebe der Wanderapothekerin' und 'Der Sohn der Mätresse' werden in absehbarer Zeit im Printformat (TB) Bücher erscheinen. Die Kurzgeschichten gibt es vorerst nur als eBooks zu lesen.

Nach 'Der rote Himmel' wird es ein halbes Jahr dauern, bis das Hardcover im Herbst erscheint.


Soweit zu den Veröffentlichungen.


2015 haben wir die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt besucht, waren beim DeLiA-Jahrestreffen in Sulzbach und haben einige Lesereisen unternommen. Dazu kamen mehrere Recherchereisen. Eine führte uns nach Polen, bei der uns unsere polnische Freundin Urszula zu etlichen Stellen geführt hat, die für den Herbstroman 2017 wichtig waren. Dazu kamen eine Reise, die uns nach Schottland und Irland geführt hat, und eine Weitere, auf der wir die Weite der Südsee mit ihren Inseln kennengelernt haben. Auf all diesen Reisen haben wir eine Vielzahl an Eindrücken gewonnen und etliches an Material für künftige Romane besorgt.

Auch für 2016 sind mehrere Reisen geplant. Eine davon wird uns nach Island führen. Auch dieser Roman verfestigt sich in unseren Gedanken immer mehr.

Es sind auch heuer mehrere Lesereisen geplant. Den Anfang wird Bamberg machen, dann folgen Hannover, Freiberg in Sachsen und Flöha.

Bezüglich der Homepage werden wir ein paar zusätzliche Informationen einfügen. So wünschen sich viele unserer Leserinnen und Leser eine Auflistung der einzelnen Reihen oder jener Bücher, die zusammengehören, wie die Wanderhuren-Reihe, die Trettin-Trilogie, die Texasbände und nun auch die die beiden Romane um unsere Wanderapothekerin Klara. Wir überlegen noch, wie das Ganze so gestaltet werden kann, dass es unserem Webmaster nicht zu viel Arbeit aufhalst. Nicht, dass er schreiend davon läuft! Wir brauchen ihn noch länger.

Trotzdem bringen wir hier eine Auflistung der zusammengehörenden Bände:

Iny Lorentz:

Die Wanderhuren-Reihe in chronologischer Folge:

Die Wanderhure
Die Kastellanin
Das Vermächtnis der Wanderhure
Die List der Wanderhure
Die Tochter der Wanderhure
Töchter der Sünde

Die Rache der Wanderhure gehört nicht zur Reihe, sondern wurde nach dem Drehbuch zum gleichnamigen Film geschrieben.

Die Trettin-Trilogie:

Dezembersturm
Aprilgewitter
Juliregen


Die Texas-Reihe:

Das goldene Ufer
Der weiße Stern
Das wilde Land
Der rote Himmel


Die beiden Bände um die Wanderapothekerin:

Die Wanderapothekerin
Die Liebe der Wanderapothekerin


Nicola Marni:
Die Torsten-Renk-Reihe:

Die Tallinn-Verschwörung
Die geheime Waffe (als TB: Das Projektil)
Todesfahrt
Methan


Sandra Melli:

Stern der Göttin
Stolz der Kriegerin
Fluch des Magiers
Die List der Katzenfrau
Tempel in Flammen


Damit wünschen wir all unseren Freunden und Lesern ein glückliches neues Jahr und viel Spaß mit unseren Büchern.


Iny und Elmar Lorentz

Frohes Fest

Info
von Iny und Elmar am 24-12-2015

Wenn man aus dem Fenster rausschaut, dann möchte man es kaum glauben, aber es ist wieder soweit.

Weihnachtsbaum auf Tahiti

Wir wünschen all unseren Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2016

Indian summer

Bericht
von Iny und Elmar am 16-11-2015

Indian summer: So nennt man in den USA den sonnigen Spätherbst, der hier bei uns alten Weibern verbunden wird. Wir hatten heuer tatsächlich einen schönen Herbst.

Unsere letzte offizielle Tat dieses Jahres war eine Lesung im Rahmen von 'Stiftung Lesen' in der Grundschule Ebersberg. Diesmal aber ging es nicht um unsere eigenen Romane, sondern kindgerechter um Astrid Lindgrens 'Wir Kinder von Bullerbü'. Für uns war es wie eine Reise in die Vergangenheit, denn wir sind mit Lisa, Britta, Inga, Lasse, Bosse, Ole und Kerstin aufgewachsen. Kinder, wie die Zeit vergeht! Es war sehr schön und wir haben uns gefreut, den in zwei Gruppen aufteilten Kindern das ländliche Schweden Astrid Lindgrens näherzubringen.


Auch sonst können wir mit diesem Jahr zufrieden sein. Es ist abzusehen, dass wir alle Manuskripte, die wir uns für heuer vorgenommen haben, auch fertigbringen werden. Damit sind nicht nur die Romane für 2016, sondern auch die für 2017 bereits in trockenen Tüchern. Jetzt bleibt ein bisschen Zeit für uns selbst, bevor es dann mit neuen Heldinnen und Helden weitergeht.


2016 erscheint der vierte und letzte Band der Texas-Reihe unter dem Titel 'Der rote Himmel'. Mit diesem Roman heißt es auch, von Walther Fichtner, Nizhoni, Josef, Waldemar, Gretel und Diego Abschied zu nehmen.

www.droemer-knaur.de/buch/7774986/der-rote-himmel 

Es hat sehr viel Freude gemacht, die Abenteuer Walthers und seiner Familie zu schreiben. Doch nun richten wir unsere Gedanken in die Zukunft. Im Herbst 2016 erscheint ein neuer Mittelalterroman aus einer faszinierenden Epoche, und im Frühjahr 2017 können unsere Fans die Knaur-Taschenbuchausgabe der 'Wanderapothekerin' in Händen halten. Vorher erscheinen jedoch mit 'Die Liebe der Wanderapothekerin' neue Abenteuer Klara, Martha und Tobias im E-Book. Auch diesen Roman wird es in absehbarer Zeit als Knaur-Taschenbuch geben.

www.droemer-knaur.de/buch/8841361/die-liebe-der-wanderapothekerin 


In den letzten Wochen sind zwei Anthologien erschienen, in denen je eine Kurzgeschichte von uns zu finden ist. Bei 'Wehe, wenn der Krampus kommt', Herausgeber Werner Gerl, handelt es sich um eine Sammlung krimineller, äh Kriminalkurzgeschichten, während 'Morgestraich', von Jörg Weigand herausgegeben, sich mit dem Phantastischen beschäftigt.

www.allitera.de/books.php?action=einzelansicht&ISBN=978-3-86906-748-3&pubhouse=Allitera 

Ein Link auf die Anthologie 'Morgestraich' von Jörg Weigand ist derzeit noch nicht möglich. Sie erscheint im Schillinger-Verlag Freiburg.


Die Hauptrecherchereise für 2016 steht fest. Sie wird mit Sicherheit nicht kürzer sein als die heurige Recherchereise nach Polen. Auch sonst stehen uns einige Reisen bevor, hinter denen Ideen lauern, die ausgearbeitet werden wollen. Wir werden auf jeden Fall alles tun, damit unseren Fans der Lesestoff nicht ausgeht.

In diesem Sinne

Iny und Elmar Lorentz

Herbstfahrt 2015

Bericht
von Iny und Elmar am 27-10-2015

Es ist Tradition geworden, dass wir im Umfeld der Frankfurter Buchmesse eine Lesung machen. Heuer waren es gleich zwei, die erste einen Tag vor und die andere einen Tag nach der Buchmesse. Wie bereits in den letzten Jahren fuhren wir auch diesmal früher in die Umgebung von Frankfurt, um zwei Wochen im Wohnwagen zu verbringen.

Unsere Frankfurter Freunde Gabi und Manfred hatten auch heuer wieder ein interessantes Programm für uns zusammengestellt und wir freuten uns darauf. Bis zwei Tage vor der Abreise sah auch alles ganz gut aus. Dann aber streikten Elmars Bronchien. Nach einem Abstecher zur Apotheke und dem Einkauf etlicher Mittel fühlte er sich dann doch fit genug, um die Reise anzutreten.

Bis Nürnberg ging alles gut, dann aber wurde die Fahrt zum Fiasko. Iny hatte kaum das Steuer übernommen, da gerieten wir in einen Stau und übten uns im Daumendrehen. Es ging nichts mehr vorwärts. Irgendwann zwängte sich der Abschleppwagen durch das 'Rettungsgässlein', das mühsam gebildet wurde, und einige Zeit später ging es dann zäh fließend weiter. Wir konnten nicht einmal richtig aufatmen, denn da standen waren wir bereits im nächsten Stau und diesmal dauerte es noch länger, bis wir ihn hinter uns gebracht hatten. Nach einer Weile übernahm Elmar wieder das Lenkrad, kam dreizehn Kilometer weit und dann zum Stehen. Es war der dritte Stau und die Radiomeldungen berichteten von einer Verzögerung von 109 Minuten. Auf jeden Fall brauchten wir fast doppelt so lange nach Frankfurt wie üblich und waren schließlich froh, als wir den Campingplatz in Mörfelden erreichten und unseren Wohnwagen aufstellen konnten.

Die stressige Anreise hatte uns geschlaucht und so wurden die nächsten zwei Tage der Erholung gewidmet. Danach allerdings mussten wir raus. Gabi hatte eine Besichtigung von Burg Frankenstein bei Darmstadt organisiert, bei der uns der Historiker Dr. Kraft durch die Ruine führte und uns deren Geschichte wie auch die der Reichsfreiherren auf Frankenstein näherbrachte. Es war ein sehr interessanter Vortrag, bei dem auch die Rede auf Mary Shelley kam, der Autorin von 'Der neue Prometheus', sprich 'Frankensteins Monster'. Einige Leute behaupten steif und fest, Mary Shelley hätte die Anregung durch diese Burg erhalten, da sie auf einer Reise in der Nähe vorbeigekommen ist. Beweise dafür gibt es nicht, doch die Menschen glauben gerne an etwas, vor allem, wenn es den Tourismus fördert.

Da Elmar noch immer angeschlagen war, verschlankten wir unser geplantes Programm. Es wurden trotzdem einige schöne Tage mit kurzen Abstechern wie in die 'Alte Apotheke' in Frankfurt-Niederrad, die ein Schaufenster mit unserer 'Wanderapothekerin' und der 'Steinernen Schlange' dekoriert hatte. Wir waren auch ein paar Mal bei Gabi und Manfred zu Gast und verlebten angenehme Stunden mit ihnen. An dieser Stelle möchten wir unseren Dank für ihre herzliche Gastfreundschaft und für einiges ausdrücken, was sie für uns gemacht haben. So hat Manfred wunderschöne Lesezeichen für uns gestaltet und ein Fotobuch über unsere Polenreise gemacht, das wir auf der Buchmesse unserer polnischen Freundin und Reisebegleiterin durch Polen, Urszula Pawlik, überreichten.

Manfred übernahm auch den Fahrdienst für uns. So brachte er uns unter anderem zu der Lesung im Globus von Maintal. Nachdem wir uns im empfehlenswerten ASIAPALAST in Hanau gestärkt hatten, ging es ans Werk. Die Cafeteria im Globus war hübsch dekoriert und so machte uns das Lesen doppelt Freude. Es war ein netter Abend und die richtige Einstimmung auf die Buchmesse, die am nächsten Tag begann.

Da es wegen der Lesung am Abend etwas spät geworden war, trafen wir am Mittwoch nicht wie sonst beim Öffnen der Messe ein, sondern etwas später, und begaben uns ohne größere Umwege zum Stand von Droemer-Knaur. Als Erstes stach uns die 'Steinerne Schlange' ins Auge, und dann die Neuausgabe der 'Rebellinnen', die vor Jahren als 'Die Rebellinnen von Mallorca' unter dem Pseudonym Eric Maron erschienen ist. Endlich zählen auch Miranda und Soledad zu den Iny-Lorentz-Heldinnen.

Um 13:00 Uhr trafen wir uns mit Urszula Pawlik, um den Editionsplan für die polnischen Ausgaben der nächsten beiden Jahre zu besprechen. Natürlich ließen wir unsere gemeinsame Recherchereise durch Polen Revue passieren und übergaben Urszula das kleine Fotobuch, das Manfred und Gabi für uns erstellt hatten. Während auf Urszula danach der nächste Termin wartete, nutzten wir die Gelegenheit, uns in der Halle 3.1 ein wenig umzusehen, bevor wir die Buchmesse am Abend wieder verließen.

Donnerstag war Action angesagt. Auf uns warteten etliche Interviews und Fototermine, außerdem trafen wir eine Menge an Kolleginnen und Kollegen. Diesmal blieben wir von der Früh bis zum Schließen und gingen anschließend mit unserer Kollegin Diana Itterheim und ihrer Tochter Jessica essen.

Elmars schwankender Konstitution folgend legten wir am Freitag eine Messepause ein und ruhten uns im Wohnwagen aus. Am Abend stand der Presseempfang des Droemer-Knaur-Verlags auf unserer Liste. Es wurde recht nett, bis zu dem Augenblick, an dem wir uns in die Schlange vor der Garderobe einreihten und geschlagene 40 Minuten warten mussten, bis die Leute vor uns ihre Mäntel, Jacken usw. erhalten hatten. Die letzte S-Bahn, mit der wir hatten fahren wollen, war längst weg und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns ein Taxi zu suchen, das uns nach Mörfelden brachte.

Am Samstag ging es nach zu wenigen Stunden Schlaf wieder früh in die Buchmesse. Wie schon am Donnerstag wartete ein dichtes Programm auf uns, das sich nur durch die ausgezeichnete Betreuung durch Gerhard und Svea und deren Team am Droemer-Knaur-Stand durchstehen ließ. Sie versorgten uns mit Tee und Kaffee und kleinen Happen zwischendurch und waren eifrig dabei, uns immer wieder Sitzgelegenheiten am Stand zu verschaffen.

Am Sonntag konnten wir endlich ausschlafen. Allerdings waren wir durch unser Programm vom späten Vormittag bis Messeende eingespannt. Wie schon am Samstag stand vor allem der Kontakt mit den Fans an. Es gab Liveinterviews am Stand und im Lesezelt und mehrere Signierstunden, dazu natürlich immer wieder Gespräche mit Besuchern.

Als wir die Messe verließen und dabei noch einmal in die Halle 3.0 kamen, waren die Leute an den meisten Messeständen schon kräftig dabei, abzubauen. Es machte uns wehmütig, zu sehen, wie Plakate und Dekorationsmaterial abgerissen und in Container geworfen wurde, verriet es uns doch, dass die Buchmesse Frankfurt 2015 der Vergangenheit angehörte. Wir haben dort vier schöne Tage erlebt und freuen uns auf die Buchmesse 2016.

Sonst sind wir nach dem Ende der Messe immer nach Hause gefahren. Diesmal aber hatten wir für den Montag noch eine Lesung in Mosbach in Baden vereinbart. Daher ließen wir Montagmorgen unseren Wohnwagen in Mörfelden zurück und machten uns mit unserem Beerchen auf den Weg. Wir kamen gut an und fanden auf Anhieb sowohl die Mediathek, in der wir lesen sollten, wie auch anschließend das Hotel 'Zum Amtsstüble'. Das Zimmer, in dem wir einquartiert wurden, stellte sogar die bekennende Hotelhasserin Iny zufrieden. Wir verließen es aber rasch wieder, im in der Stadt zu Mittag zu essen. Auch hier hatten wir sehr viel Glück, denn es schmeckte ausgezeichnet.

Am Nachmittag legte Iny sich ein wenig hin, um Kraft für die Lesung zu tanken, während Elmar seinen Laptop nahm und ein wenig weiter arbeitete. Gegen 16:00 Uhr trafen Carmen und Andi aus Dossenheim samt ihren beiden Töchtern ein. Iny nutzte die Gelegenheit, von Andi ein paar Einstellungen bei ihrem Smartphone ändern zu lassen. Später am Nachmittag kehrten wir in das Restaurant zurück, in dem wie zu Mittag gegessen hatten, und aßen gemeinsam zu Abend. Es schmeckte allen und es kam eine angenehm fröhliche Stimmung auf. Diese hielt auch an, als wir in die Mediathek gingen.

Mittlerweile erschienen auch die ersten Zuhörerinnen und Zuhörer. Herr Wiegend von der Mediathek hatte bei der Bestuhlung gut geschätzt, musste aber dann doch noch ein paar Stühle mehr bereitstellen. Er kannte uns übrigens von früher, denn er war ebenso wie wir öfter bei den Tagen der Phantastik in Wetzlar gewesen. Wir unterhielten uns ein wenig über diese Zeiten, doch dann ging es ans signieren. Die Besucher waren zur Zufriedenheit des Buchhändlers sehr kauffreudig und so wurde der Stapel der steinernen Schlange rasch kleiner. Doch auch das wilde Land, der weiße Stern und das goldene Ufer fanden ihre Abnehmer.

Wir lasen diesmal aus der 'Steinernen Schlange'. Irgendwann mussten Carmen und Andi sich verabschieden, da ihr Nachwuchs allmählich Bettschwere verspürte. Es war schön, sie wieder gesehen zu haben und wir freuen uns auf das nächste Mal.

Nach dem Lesen gab es die obligatorische Fragerunde, die auch diesmal sehr munter verlief. Als wir schließlich Schluss machten, ging eine sehr schöne und angenehme Lesung zu Ende. Wir verabschiedeten uns von Herrn Wiegand und den übrigen Leuten aus der Mediathek und kehrten ins 'Amtsstüble' zurück.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück nach Mörfelden zurück, hingen unseren Wohnwagen an den Haken, und dann ging es Richtung Heimat. War die Fahrt nach Mörfelden von Staus geplagt, kamen wir diesmal ausgezeichnet durch. Hinter uns lagen zwei schöne Lesungen, eine interessante Buchmesse und viele, angenehme Gespräche.

Iny und Elmar Lorentz

Herbstblätter

Bericht
von Iny und Elmar am 03-10-2015

Die Buchmesse in Frankfurt:

Wir werden auch heuer wieder in Frankfurt sein. Unsere Hauptaktivitäten finden dabei am Samstag, den 17.10.2015 und Sonntag, den 18.10.2015 statt. Hier findet ihr unser offizielles Veranstaltungsprogramm für diese beiden Tage.

de.book-fair.com/fbf/programme/calendar_of_events/resultlist.aspx?PageRequestId=ab697b36-da8c-4784-a27f-a1fb0a13ac3e&searchterm=iny+lorentz&datefrom=2010-08-27+00%3a00%3a00.000 

Wir freuen uns auf eine schöne Buchmesse, auf die Treffen mit lieben Verlagsleuten und Kollegen und auf viele Leserinnen und Leser historischer Romane.




Lesungen:

An der Stelle wollen wir euch an die Lesungen in Maintal und Mosbach erinnern. Wer in der Nähe wohnt, Zeit hat und Lust, kann uns dort live erleben.

www.inys-und-elmars-romane.de/lesungN.php 




Neuigkeiten:

Die Zeit läuft nur so dahin. Mittlerweile ist das Jahr 2015 bereits zu dreiviertel Vergangenheit. In dieser Zeit ist einiges geschehen. Wir waren auf Reisen, haben recherchiert, Lesungen gemacht und natürlich geschrieben. Nun sind wir nicht die Leute, die es an die große Glocke hängen, wenn ein Roman beendet ist und einer neuer begonnen wird. Hießen die Helden Anfang des Jahres noch Klara und Tobias, waren es wenig später Moíra und Martin und jetzt sind wir bei Johanna und Adam angelangt.



Dabei sind die Leserinnen und Leser mit E-Book-Readern im Vorteil, denn sie werden Moíra und Martin bereits ab dem 16.11.2015 kennenlernen, während die Freunde bedruckten Papiers noch ein wenig warten müssen. In "Der Sohn der Mätresse" erleben Martin und die junge Irin Moíra ihr großes Abenteuer zur Zeit Ludwigs XIV. und stehen dabei einem Feind gegenüber, der ebenso listenreich wie skrupellos ist.

www.thalia.de/shop/de_buch_start/suche/?sq=der+Sohn+der+M%E4tresse&sswg=ANY×tamp=1443861969276 



Klara und Tobias werden einige von euch, die den E-Book-Reader vorziehen, bereits kennengelernt haben, denn Klara ist "Die Wanderapothekerin". Seit sie damals auf Wanderschaft ging, sind ein paar Jahre vergangen. Sie ist mit Tobias verheiratet, hat ein Kind, und könnte glücklich sein. Doch dann geraten sie und Tobias zwischen zwei streitende Parteien und Klara muss in "Die Liebe der Wanderapothekerin" alles wagen, um ihre Familie zu retten. Voraussichtlich werden "Die Wanderapothekerin" und "Die Liebe der Wanderapothekerin" 2017 als gedruckte Bücher erscheinen. Als E-Book gibt es im Dezember 2015 wie schon beim ersten Band einen Prolog, und in den ersten Monaten des Jahres 2016 die einzelnen Teile. Wer warten will, kann es ab dem 01.03.2016 auch als gesamtes E-Book erwerben.

www.droemer-knaur.de/buch/7950897/die-wanderapothekerin 

www.thalia.de/shop/de_buch_start/suche/?sq=die+liebe+der+wanderapothekerin&sswg=ANY×tamp=1443862240866 



Als E-Books bereits erschienen sind "Die Fürstin" und "Die Rebellinnen", die vor Jahren unter dem Pseudonym Eric Maron erschienen sind und jetzt endlich 'echte' Iny Lorentz Romane werden. Am 02,11.2015 erscheint "Die Rebellinnen" im Druck und am 01.02.2016 Februar 2016 folgt "Die Fürstin".

www.droemer-knaur.de/buch/8571819/die-rebellinnen 

www.droemer-knaur.de/buch/8571873/die-fuerstin 



In diesen Tagen erscheint mit "Die steinerne Schlange" der Roman, in dem wir bisher am weitesten in die Zeit zurückgegangen sind. Hier muss Gerhild im Schatten des Limes ihre Freiheit und die ihres Volkes gegen einen römischen Feldherrn verteidigen. Hier gibt es übrigens ab dem 01.12.2015 eine als E-Book erscheinende Kurzgeschichte, in der der römische Hilfstruppenoffizier Julius vorgestellt wird. Sie heißt "Nennt mich Julius" und erzählt, wie er zu den Römern gekommen ist.

www.droemer-knaur.de/buch/7956737/die-steinerne-schlange 

www.thalia.de/shop/de_buch_start/suche/?sq=nennt+mich+julius&sswg=ANY×tamp=1443862470910 



Da wir gerade bei Kurzgeschichten sind. Es gibt ab dem 02.12.2015 eine weitere, neue Kurzgeschichte von uns als E-Book. In "Brautraub" müssen sich Flavia und Michaela, die Enkelinnen der einstigen Wanderhure Marie, mit einem brutalen Entführer herumschlagen.

www.thalia.de/shop/de_buch_start/suchartikel/brautraub/iny_lorentz/EAN9783426439678/ID43879339.html?jumpId=1303425&suchId=a8b3f061-498c-423f-83a0-d08f3654bb44 



Erneut angeboten wird ab dem 02.12.2015 die Kurzgeschichte "Die Münze im Becher". Hier spielt Falko, Maries Sohn, die Hauptrolle.

www.thalia.de/shop/de_buch_start/suche/?sq=die+m%FCnze+im+becher&sswg=ANY×tamp=1443862662717 



Eine für unsere Leserinnen und Leser wohl ungewohnte Kurzgeschichte wird in der Anthologie "Wehe wenn der Krampus kommt" von Werner Gerl erscheinen. Es ist ein Band von Krimi-Kurzgeschichten, in der nicht nur wir, sondern etliche sehr bekannte Krimi-Autoren mitgeschrieben haben.

www.thalia.de/shop/de_buch_start/suche/?sq=wehe+wenn+der+krampus+kommt&sswg=ANY×tamp=1443862730204 



Am 01.12.2015 erscheint die Taschenbuchausgabe von "Die List der Wanderhure". Marie und Michel geraten in ein Abenteuer, in der Marie mehr als einmal zu einer List greifen muss, um nicht zu unterliegen.

www.droemer-knaur.de/buch/1317279/die-list-der-wanderhure 



Im Januar 2016 wird unsere "Dämmerlandreihe" unter dem Pseudonym "Sandra Melli" weitergeführt. Es erscheint Band fünf unter dem Titel "Tempel in Flammen". Einige werden es bereits vermuten, dass unsere Helden Laisa und Rogon ein wenig unsere Alter Egos sind. Diesmal haben sie einiges zu tun, um den Fallen des "Siebten Gottes" zu entgehen und zu verhindern, dass der heiligste Ort der Dämmerlande zur Ödnis wird.

"Tempel in Flammen" und die vorhergehenden Bände "Stern der Göttin", "Stolz der Kriegerin", "Fluch des Magiers" und "Die List der Katzenfrau" eignen sich übrigens gut für den lesenden Nachwuchs der Iny-Lorentz-Leserinnen und –Leser.

www.droemer-knaur.de/buch/1317269/stern-der-goettin 

www.droemer-knaur.de/buch/1317267/stolz-der-kriegerin 

www.droemer-knaur.de/buch/1317265/fluch-des-magiers 

www.droemer-knaur.de/buch/7784294/die-list-der-katzenfrau 

www.droemer-knaur.de/buch/7784297/tempel-in-flammen 




Damit wünschen wir all unseren Fans eine frohe Zeit (nicht nur) mit unseren Romanen.


Iny und Elmar Lorentz

Großbreitenbach

Bericht
von Iny und Elmar am 31-08-2015

Vor etwas mehr als zwei Jahren waren wir in Großbreitenbach, um für die Wanderapothekerin zu recherchieren.

Damals haben uns sowohl Heinz Liebermann vom Verein der Pflege der Olitätenwege in Thüringen, wie auch das Kreativ Museum Thüringer Wald sehr unterstützt. Bevor wir nach Hause fuhren, haben wir versprochen, eine Lesung in Großbreitenbach zu halten.

Heuer im August war es dann so weit. Wir füllten unser Beerchen mit dem Gepäck, luden auch unsere Lektorin ein und fuhren los. Zunächst kamen wir gut voran, aber kurz vor dem Ziel war eine Ortsdurchfahrt gesperrt und zwang uns zu einem Umweg. Unser Navi kam damit nicht mehr zurecht und gab zuletzt so widersprüchliche Anweisungen, so dass Elmar es kurzerhand abschaltete. Doch auch so fanden wir unseren Bestimmungsort und checkten im Hotel ein.

Nachdem wir uns ein wenig von der Fahrt durch die Tiefen des Thüringer Schiefergebirges mit seinen gewundenen Straßen erholt hatten, fuhren wir zum Kreativ-Museum und warteten davor auf unsere Gastgeber. Der Erste erschien auch bald und ließ uns ein. Im hinteren Teil des Geländes war eine alte Scheune renoviert und zum Veranstaltungsort umgebaut worden. Es war ein sehr schöner Lesungsort, und er wurde noch schöner, als der Verwalter des Museums – er mag uns verzeihen, dass wir uns seinen Namen nicht merken konnten – den Grill anschürte und die ersten Thüringer Bratwürste auflegte. Wir hatten Hunger und hungrig sind wir nicht zum Lesen zu gebrauchen.

Nach einer Bratwurst für Iny und zwei für Elmar ging es uns besser. Unterdessen waren immer mehr Zuhörerinnen und sogar ein paar Zuhörer eingetroffen. Zwei Herren von der Presse erschienen ebenfalls, stellten ihre Fragen, und erwiesen sich später als aufmerksame Zuhörer. Zu unserer großen Freude war auch Heinz Liebermann gekommen. Er trug extra für die Lesung die Tracht der Buckelapotheker und wurde von den Zuhörern mit großem Beifall empfangen.

Der Veranstaltungsraum füllte sich zusehends, denn es wollten viele Leute die Autoren sehen, die einen Roman über die Buckelapotheker aus dieser Gegend geschrieben haben. Zunächst führte uns die Lesung jedoch in eine ganz andere Weltgegend. Da 'Die Wanderapothekerin' bei Knaur bislang nur als E-Book erschienen ist und das Taschenbuch erst 2017 folgen wird, lasen wir aus Erstes aus unserem aktuellen Roman 'Das wilde Land' und brachten dem Publikum die Abenteuer unseres Helden Walther Fichtner, seiner Frau Nizhoni und ihrer Familie näher.

Wir konnten aber nicht nach Großbreitenbach kommen und nicht aus 'Die Wanderapothekerin' lesen. Daher trug Iny ein Stück daraus vor, und dann konnten wir allen die frohe Botschaft verkünden, dass es in Bälde eine Fortsetzung der 'Wanderapothekerin' geben würde. Elmar hatte sich eine Stelle aus dem Manuskript aufgesucht und gab diese zum Besten. Bei der anschließenden Fragerunde waren die Zuhörerinnen äußerst aktiv und stellten viele Fragen, die wir gerne beantworteten. Natürlich ging es immer wieder um die Wanderapothekerin, um die Recherche für diesen Roman und auch darum, wie wir auf dieses Thema gekommen waren. Es war insgesamt eine sehr angenehme Veranstaltung und eine der schönsten Lesungen überhaupt. An dieser Stelle an alle Beteiligten ein dickes Kompliment.

Eine Sache müssen wir noch erwähnen. Eine der Zuhörerinnen trug den Familiennamen Just, so wie im Roman unser Laborant Rumold Just, sein Sohn Tobias und im zweiten Band seine Schwiegertochter Klara. Darüber haben wir uns auch sehr gefreut.

Iny und Elmar Lorentz

Bozen 2015 -Die Wanderhure auf Schloss Runkelstein

Bericht
von Iny und Elmar am 06-07-2015

Im Juni 2014 durften wir die Uraufführung der 'Wanderhure' in Bad Hersfeld erleben. Heuer war die 'Wanderhure' nach Südtirol gezogen, in die Heimat Oswald von Wolkensteins, der 1415 am Konzil zu Konstanz teilgenommen und mit einem seiner spöttischen Kommentare erst den Anstoß für uns gegeben hat, diesen Roman zu schreiben.

Unweit von Bozen erhebt sich auf einem Höhenrücken Schloss Runkelstein. Die gut erhaltene Burg besitzt den größten profanen mittelalterlichen Freskenzyklus Mitteleuropas und ist bereits dadurch eine Reise wert. Uns führte jedoch etwas anderes dorthin. Alfred Meschnigg, ein erfahrener Theatermann und künstlerischer Leiter der Vereinigten Bühnen Bozens, brachte 'Die Wanderhure' auf Schloss Runkelstein. Wir hatten im Vorfeld bereits Fotos von den Proben gesehen und wussten, da müssen wir unbedingt hin. Unsere Freundin Ingeborg, unermüdliche Begleiterin auf vielen Reisen, war auch diesmal mit von der Partie.

Unser Beerchen brachte uns gut nach Bozen. Bereits am Abend trafen wir mit Alfred Meschnigg zusammen, der die Aufführung der 'Wanderhure' auf Burg Runkelstein erst ermöglicht hat. Es wurde ein angenehmes Gespräch, das uns noch mehr Lust auf die Aufführung machte.

Am nächsten Vormittag ging es erst einmal zu den Studios von Radio Tirol und Radio Südtirol und zu einem Interview mit Renate Holzner. Wir erzählten von dem Entstehen der Wanderhure und gaben auch einen kleinen Ausblick auf die Romane, die von uns heuer und im nächsten Jahr zu erwarten sind. Es geht ja bereits in einem Vierteljahr mit 'Die steinerne Schlange' los.

Mittlerweile zogen die Temperaturen rekordverdächtig an, so dass wir froh waren, uns am Nachmittag in unsere Zimmer zurückziehen zu können. Nach einem frühen Abendessen holte uns Alfred Meschnigg ab und brachte uns zum Schloss. Dort war ein Büchertisch aufgestellt und wir durften etliche Bücher signieren. Zwischendurch gab es ein weiteres Interview, viele der Schauspieler stellten sich vor und so verging die Zeit so rasch, dass wir gerade noch rechtzeitig unsere Plätze einnehmen konnten, bevor 'Die Wanderhure' begann.

Wir hatten durch die Bilder, die wir im Internet gesehen hatten, bereits sehr große Erwartungen. Es gelang jedoch Katharina Gschnell (Marie), Dagmar Peer (Mechthild von Arnstein), Renate Masoner (Hiltrud), Dolores Mair (Wina). Franz Braun (Ruppertus), Andrea Gallo (Hunold), Simon Schwarz (Michel), Franz Fulterer (Utz), Armin Mair (Jodokus, Sepp Dissertori (Dietmar von Arnstein), um nur ein paar stellvertretend für alle zu nennen, diese Erwartungen noch weit zu übertreffen.

Iny sagte hinterher, dass diese Aufführung genauso wäre, wie sie sich 'Die Wanderhure' als Theaterstück immer gewünscht hätte. Es war einfach großartig. Am liebsten würden wir alle dreiunddreißig Schauspielerinnen und Schauspieler nennen. Jeder von ihnen hat hervorragend gespielt. Für uns war es ein großes Erlebnis und dafür wollen wir allen danken, die daran beteiligt waren. Dazu gehören auch die Menschen neben der Bühne, die ebenfalls alles getan haben, damit 'Die Wanderhure' auf Schloss Runkelstein ein solcher Erfolg werden konnte.

Auch der Zuschauerzuspruch war gewaltig. Selbst die Treppe zwischen den beiden Zuschauerrängen war, um es mit unserer polnischen Freundin Urszula zu sagen, knallvoll. Etliche Zuschauer standen noch oberhalb der Zuschauertribüne auf dem Wehrgang und einige hatten sich sogar zwischen die Zinnen gesetzt. Ursprünglich waren zwanzig Aufführungen geplant. Wegen des großen Zuschauerandrangs wurden kurzerhand drei zusätzliche Aufführungen eingeschoben, und auch deren Karten waren blitzschnell ausverkauft. Dabei konnten viele Kartenwünsche nicht mehr berücksichtigt werden.

Nach der Aufführung saßen wir noch eine Weile mit den Akteuren zusammen und stießen auf eine gelungene 'Wanderhure' an.

In dieser Nacht kamen wir spät ins Bett und mussten am Morgen doch recht früh heraus. Wir hatten einen Termin mit Philipp Achamer, den Landesrat für Kultur Südtirols, der sich sehr zufrieden über den großen Erfolg der 'Wanderhure' zeigte. Danach kehrten wir nach Schloss Runkelstein zurück und lernten das Schloss und dessen Geschichte bei einer extra für uns organisierten Führung kennen. Runkelstein lohnt sich auch ohne Wanderhure!

Nach dem Mittagessen auf Runkelstein ging es nach Bozen zurück und wir verabschiedeten uns von Alfred Meschnigg, der uns während unseres Aufenthalts in der Stadt so lieb betreut hatte. Bei diesem Abschied kam bei uns ein wenig Wehmut auf, denn die Tage in Bozen waren wunderschön gewesen.

Iny und Elmar Lorentz

DeLiA in Sulzbach

Bericht
von Iny und Elmar am 03-06-2015

Eigentlich hatten wir zwei Wochen mit dem Wohnwagen ins Saarland fahren und dabei die DeLiA-Liebesromantage in Sulzbach besuchen wollen.

Elmars Operation machte uns einen Strich durch die Rechnung, so dass wir nur zu den DeLiA-Tagen fahren konnten und dabei im Alfa-Hotel übernachteten, wie wir es bereits während unserer Lesung am 17.04. getan hatten.

Die Anfahrt verlief trotz der gefühlten einhundert Baustellen mit zäh fließendem Verkehr halbwegs zufriedenstellend. Wir waren allerdings froh, als wir im Hotel ankamen. Um Kräfte zu sparen, waren wir bereits im Mittwoch angereist. Daher hatten wir Donnerstagvormittag noch frei. Es war Iny gelungen, Elmar davon abzubringen, seinen Laptop mitzunehmen, um diesen halben Tag zum Schreiben zu nutzen. Gelegentlich bekommt er nämlich Anfälle, nicht rechtzeitig mit einem Text fertig zu werden. Vergeudet war die Zeit trotzdem nicht, da wir beide uns lange über die nächsten Romane unterhalten konnten.

Am Donnerstagnachmittag verschaffte uns unser Navi eine Tour de Saarland, da wir auf seine Aussage verließen und prompt die Ausfahrt verpassten. Den Rat, auf der Hauptstraße zu wenden, ignorierten wir, da dies nur nach der Art von Knight Rider möglich gewesen wäre. Irgendwann erreichten wir dann doch die Hermann-Neuberger-Sportschule und trafen dort auch schon eine ganze Menge DeLiA-Mitglieder an.

Unzählige Hände wurden geschüttelt, jede Menge Wangen geküsst, und die ersten Gespräche geführt. Dabei wurden Hundemarken ... äh, an Bändern hängende Mitgliederkarten verteilt und geschaut, wer alles schon anwesend war. Der erste Programmpunkt der DeLiA-Tage war eine Podiumsdiskussion unter dem Motto 'Spitzensport trifft Spitzenliteratur'. Auf der einen Seite saßen schlanke und durchtrainierte Olympiateilnehmerinnen und –nehmer, auf der anderen nicht ganz so schlanke und durchtrainierte Autorinnen und Autoren. Es wurde eine sehr muntere Unterhaltung, die das Publikum doch das eine oder andere Mal zum Schmunzeln brachte. Eine Gruppe junger Damen führte uns dann vor, wie man in völliger Harmonie Gymnastik mit einem Ball machen kann.

Das Zuschauen machte hungrig und so kam das anschließende Büffet gerade recht. In munterer Runde wurde es noch recht lustig und irgendwann winkte der Bettzipfel so sehr, dass wir uns dem Ruf nicht mehr widersetzen konnten.

Freitagmittag brachte uns ein Shuttlebus zum Rathaus in Sulzbach. Bürgermeister Adam begrüßte die DeLiA-Mitglieder und gab einen kurzen, aber sehr interessanten Einblick in die Geschichte seiner Stadt. Als Höhepunkt des Besuches im Rathaus durften sich alle DeLiAs ins Goldene Buch der Stadt Sulzbach eintragen. Für uns alle war dies eine besondere Ehre und wir danken an dieser Stelle Herrn Adam und alle, die in Sulzbach mitgeholfen haben, diese DeLiA-Tage zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Hervorheben möchten wir hier Frau Thul, die unser saarländisches DeLiA-Mitglied Deana Zinßmeister bei der Organisation dieser Veranstaltung grandios zur Seite gestanden ist.

Nach dem Besuch im Sulzbacher Rathaus ging es zur Hermann-Neuberger-Sportschule zurück. Das Mittagessen stand an und danach gab es einen interessanten Vortrag über E-Books und E-Book-Verlage. Da Elmar etwas schwächelte und am Abend noch der Höhepunkt dieser DeLiA-Tage bevorstand, schwänzten wir den Vortrag und kehrten ins Hotel zurück, um uns eine Stunde auszuruhen. Rechtzeitig zur Gala mit der Feier des besten Liebesromans des Jahres 2014 erreichten wir die Aula in Sulzburg. In ihr hatten sich schon viele festlich gekleidete Leute eingefunden. Die DeLiA-Damen hatten sich schick gemacht, während wir wie immer gekleidet waren. Doch wie sagte Elmar: Ab einem gewissen Alter kann man sich eine gewisse Exzentrizität leisten.

Neben mehreren Pressevertretern waren auch etliche VerlagsmitarbeiterInnen erschienen und drückten ihren Autorinnen die Daumen. Unsere Cheflektorin und Programmleiterin bei Droemer-Knaur, Christine Steffen-Reimann, war besonders nervös, waren doch gleich drei ihrer Schützlinge nominiert worden.

Die Gala wurde ausgezeichnet moderiert und ebenso musikalisch untermalt. Alle nominierten Autorinnen und ihre Romane wurden vorgestellt, und schließlich machten Petra Schier, die Vorsitzende der Jury, und unsere Präsidentin Rebecca Michele sich daran, die Kuverts zu öffnen. Der dritte Platz ging an Beatrix Mannel-Gurian für den Roman 'Der Klang der blauen Muschel'. Zweite wurde Beate Rygiert mit dem Roman 'Das Lied von der unsterblichen Liebe'. Als Gewinnerin wurde schließlich Anette Dutton mit dem Roman 'Das geheime Versprechen' genannt. Unsere liebe Christine Steffen-Reimann strahlte danach wie der Morgenstern, zählten doch sowohl Anette Dutton wie auch Beate Rygiert zu ihren Autorinnen.

Es war eine sehr stimmungsvolle Feier und sie ging noch weiter. Wir unterhielten uns noch eine Weile mit Christine Steffen-Reimann, bis Elmars Kräfte nachließen und wir uns wieder zu unserem Hotel aufmachten. Nach Elmars Worten braucht man ab einem gewissen Alter ausreichend Schlaf und den bekamen wir im Gegensatz zu unseren DeLiA-Freundinnen, die die Nacht zum Tage machten und es trotzdem schafften, rechtzeitig zum Frühstück in der Hermann-Neuberger-Sportschule zu erscheinen. Dort wurde Punkt 09:00 Uhr abgeräumt und da hieß es sich zu sputen, um satt zu werden.

Am Samstag fand die Mitgliederversammlung statt, Elmars 'Lieblingsprogrammpunkt' bei solchen Veranstaltungen. Zum Glück lief alles sehr harmonisch ab, und es dauerte auch nicht allzu lange. Rebecca Michele, unsere langjährige Vorsitzende, trat zurück, doch gab es mit Andrea Reichart bereits eine würdige Nachfolgerin, die auch gleich die DeLiA-Tage 2016 in Iserlohn austragen wird.

Der Abend sah uns dann alle im Karree des Salzbrunnenhauses. Die lange Lesenacht begann, wobei der Andrang an interessierten Leserinnen und Lesern so groß war, dass die meisten DeLiAs im Freien bleiben mussten. Allerdings hätte Petrus die Heizung etwas höher schalten können. Es war nämlich für den vorletzten Tag des Wonnemonats Mai etwas arg frisch. Es lasen Heike Abidi, Anna Koschka, Susanne Oswald, Sandra Regnier, Britta Sabbag, Britt Reißmann, Beatrix Mannel und als letzte wir.

Mit uns endete auch das offizielle Programm der diesjährigen DeLiA-Liebesromantage. Zusammen mit etlichen Kolleginnen und Fans setzten wir uns noch in ein kleines Lokal, doch während die anderen fröhlich Cocktails und Ähnliches schlürften, beschieden wir uns mit Tee. Dabei hätte man durchaus das eine oder andere Glas auf Deana Zinßmeister, auf Sulzbach und auf DeLiA leeren können. Es waren wunderschöne Tage im Saarland. Unseren besten Dank an allen, die dieses Treffen ermöglicht haben. Wir werden Sulzbach stets in guter Erinnerung behalten.

Irgendwann kam der Abschied von den anderen DeLiAs und damit auch ein wenig Wehmut auf. Doch wir trösteten uns mit dem Ruf: "Nächstes Jahr in Iserlohn!"

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure kehrt zurück!

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 25-06-2015

Die Wanderhure kehrt zurück!
Wo: bei Sat 1
Wann: am 30.06.2015 um 20:15.
www.sat1.de/film/der-sat-1-filmfilm/die-wanderhure 
Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Bozen

Info
von Iny und Elmar am 27-05-2015

Vor vielen Jahren gab ein Ausspruch des Südtiroler Minnesängers Oswald von Wolkenstein für uns den Anstoß zur Wanderhure.

Wir haben unsere Marie auf dem Fernsehschirm gesehen und sie im letzten Jahr in Bad Hersfeld als Freilichttheateraufführung in der Stiftsruine erlebt.

Wir freuen uns sehr, dass Marie heuer in der Südtiroler Heimat Oswald von Wolkensteins aufgeführt werden kann. Ort des Geschehens wird Schloss Runkelstein bei Bozen sein, ein stilvoller Rahmen, da hier auch der der Wanderhure bekannte Kaiser Sigismund zu Gast war.

Die Fotos von den Proben, die wir bisher sehen durften, sind einfach toll! Doch seht hier selbst:


Die Hompage der 'Wanderhure' in Südtirol:

www.die-wanderhure.it/ 


Die Südtiroler 'Wanderhure' bei Facebook:

www.facebook.com/wanderhure 


Wir werden auf alle Fälle eine Aufführung besuchen und wünschen allen Beteiligen viel Freude und sehr viel Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz

Neues im Mai 2015

Info
von Iny und Elmar am 25-05-2015

Der Mai ist nicht nur gekommen, er ist auch bald schon vorbei. Zwar brachte dieses Jahr bereits einige schöne Ereignisse, aber ein paar Höhepunkte kommen noch.

Einer ist bereits in dieser Woche. Die Autorinnen und Autoren von DeLiA versammeln sich in Sulzburg im Saarland zu ihrem diesjährigen Treffen mit Lesungen, Workshops und der großen Gala mit der Verleihung des DeLiA-Preises für den besten Liebesroman des letzten Jahres.

Teilnehmende Autoren:

www.delia-liebesromantage.de/html/teilnehmer.html 

Programm:

www.delia-liebesromantage.de/html/programm.html 

Wer zufällig in der Nähe ist und Lust hat. DeLiA-Autorinnen und -Autoren beißen im allgemeinen nur selten und sind eigentlich immer für ein Autogramm oder ein kurzes Gespräch zu haben.

Iny und Elmar Lorentz

Die Frühjahrsfahrt

Bericht
von Iny und Elmar am 27-04-2015

Eine Lesereise ist eine Reise zu den Lesern und wie alle Reisen mit einer gewissen Anstrengung verbunden. Wir machen sie trotzdem immer wieder gerne, um unseren Fans die Gelegenheit zu geben, uns zu sehen, zu hören und Fragen zu stellen.

In diesem Jahr ist die Zeit dafür wegen anderer Termine so eingeschränkt, dass wir ein ausgedrucktes Manuskript zum Korrigieren auf die Reise mitgenommen haben und unsere Laptops, die uns sonst meist nur im Wohnwagen begleiten. Der nächste Ablieferungstermin brennt jedoch unter den Nägeln und da hieß es, keinen Arbeitstag zu verlieren. Den Wohnwagen konnten wir diesmal nicht mitnehmen, da es zu anstrengend gewesen wäre, ihn zu laden und dann innerhalb weniger Tage mehrfach zu versetzen. Zudem war die erste Fahrstrecke 700 km lang und das ist mit dem Anhänger am Haken an einem Tag nur mit einer Marathonfahrt zu schaffen. Dazu sind wir beide derzeit nicht in der Lage. Elmar kämpft noch immer mit den Nachwirkungen seiner Operation und Iny ist wieder einmal völlig überarbeitet.

Doch auch so können wir keine 700 km fahren und am Abend munter lesen und fröhlich sein. Wir fuhren daher einen Tag eher los und brauchten mit nur kurzen Pausen und einem Riesenstau bei Düsseldorf über neun Stunden bis nach Vreden im Münsterland. Dabei ist unser Beerchen wirklich kein lahmer Esel.

Der nächste Vormittag galt der Arbeit, anschließend suchten wir die Stadtbücherei in Vreden, wurden dabei aber von nagelneu aussehenden Schildern und den Ratschlägen einiger Passanten in die Irre geführt. Als wir schließlich vor einer Baugrube strandeten und nicht mehr weiter wussten, erbarmte sich ein älterer Herr unser und fuhr mit dem Fahrrad voraus. In der Bücherei erfuhren wir, dass diese ausgelagert worden war und längst in ihre renovierten Räume hätte zurückkehren sollen. Daher wiesen die Schilder bereits auf den neuen Standort der Bibliothek hin.

Wenigstens hatten wir etwas von der Innenstadt in Vreden gesehen. Jetzt aber ging es erst einmal über die nahe niederländische Grenze. In Erinnerung an unsere erste gemeinsame Urlaubsfahrt vor 33 Jahren gab es zu Mittag Pannekoeken. Iny bekam einen mit Apfel und Elmar einen mit Speck.

Der Nachmittag sah uns wieder über das Manuskript gebeugt, bzw. am Computer. An der Stelle ein dickes Lob an das Personal des Hotels Meyerink. Eigentlich hatten sie ein Zimmer im dritten Stock für uns reserviert, zu dem es aber keinen Aufzug gab. Daher quartierten sie uns sofort auf ein Erdgeschosszimmer im Nebengebäude um, damit Iny nicht die Treppen steigen musste. Außerdem schaffen sie es, das Abendessen vor der Lesung trotz der knappen Zeit, die zur Verfügung stand, rechtzeitig auf den Tisch zu stellen.

Da wir mittlerweile wussten, wo wir lesen würden, kamen wir rechtzeitig an und begannen auch schon bald, die ersten Bücher zu signieren. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, auch gleich Bücher für Mütter, Töchter, Freundinnen, Ehemänner usw. zu kaufen und signieren zu lassen. Schließlich wurde das Signieren vorerst unterbrochen und die Lesung begann. Wir lasen aus 'Das wilde Land' und ließen die Zuhörer an ein paar Abenteuer unseres Auswanderers Walther Fichtner und seiner zweiten Frau Nizhoni teilhaben. Nach einer Pause, in der wir wieder signierten, konnten die Zuhörer Fragen an uns stellen. Man soll nicht meinen, die West-Westfahlen besäßen keinen Humor. Es wurde eine sehr amüsante Angelegenheit und so viel mit unseren Zuhörern gelacht haben wir selten.

Etwas weniger amüsant wurde dann die Rückfahrt zum Hotel. Das Zentrum von Vreden ist erst vor kurzem völlig neu gestaltet worden und damit war unsere Navigatorin, die uns immer sagt, wie wir fahren sollten, völlig überfordert. Sie wollte unbedingt, dass wir die Pfosten, mit denen die neue Fußgängerzone abgesperrt ist, über den Haufen fahren und uns zwischen den Leuten, die in dieser lauen Nacht noch flanierten, hindurchschlängeln sollten. Erst als Elmar stur eine Straße entlang fuhr, ohne auf ihre Anweisungen zu achten, kam sie endlich zur Vernunft und brachte uns zum Hotel.

Am nächsten Vormittag lud Elmar unser Gepäck wieder in den Beeren, denn es ging nach dem Frühstück weiter ins Saarland. Aufgrund des durch eine Baustelle erzeugten Riesenstaus bei Düsseldorf und Mettmann missachteten wir zunächst sämtliche Anweisungen unserer Navigatorin und wechselten, so rasch es ging, auf die linke Rheinseite über. Zuerst meckerte das Navi noch, dann begriff es unsere Absicht und brachte uns nach über 400 km gut ins Alfa-Hotel von St. Ingbert-Sengscheid. Dort hätten wir ebenfalls ohne Aufzug im dritten Stock übernachten sollen, wurden aber problemlos ins Erdgeschoss umgesiedelt.

Der nächste Vormittag sah uns wieder an der Arbeit. Auch nach dem Mittagessen und einem kleinen Spaziergang ging es weiter. Es sollte sich schließlich lohnen, das Manuskript und die Laptops mitgeschleppt zu haben. Um 17:00 Uhr holte uns dann unsere Kollegin Deana Zinßmeister ab und brachte uns nach Dudweiler. Vor der Lesung war eine Signierstunde in der Buchhandlung am Dudweiler Markt eingeplant, die erstaunlich gut angenommen wurde. Die Lesung selbst fand in der Filiale der Volksbank statt. Neben dem Chef der Volksbank, dessen Namen uns leider entfallen ist, war auch Herr Adam, der Bürgermeister von Sulzbach anwesend. Unsere Lesung war nämlich eine der Vorablesungen für die DeLiA-Tage in Sulzbach/Saar, die vom 29.05.-31.05.2016 stattfinden. Vor uns hatten bereits Kerstin Gier, Inga Lindström und Eva Völler gelesen.

www.delia-liebesromantage.de/ 

Deana schrieb in einem Facebook-Posting, wir hätten Dudweiler gerockt. Ganz so war es sicher nicht, doch es war eine schöne Lesung mit einem begeisterungsfähigen Publikum, das wir uns auch am 30.05.2015 bei unserer Lesung in Sulzbach wünschen. Uns hat es auf jeden Fall gefallen. Deana brachte uns schließlich auch zum Alfa-Hotel zurück. Herzlichen Dank für alles, Deana! Du bist einfach großartig.

Am nächsten Tag lag die kürzeste Etappe unserer Lesereise vor uns. Wir fuhren vom Saarland nach Sinsheim mit seinem ebenso bekannten Ortsteil Hoffenheim. Es war Samstag – Bundesligazeit! - und Bayern München war dort zu Gast. Für uns hieß dies erst einmal, uns in eine endlose Autoschlange einzureihen, und sie rechtzeitig wieder zu verlassen, um in die Hoteleinfahrt zu kommen. Unser Zimmer war im Hotel Bär gebucht, lag im 4. Stock, aber hier gab es einen Aufzug. Das Hotel machte seinem Namen alle Ehre, denn es war voller Teddybären.

Nach dem Mittagessen setzte Elmar sich wieder an seinen Laptop, während Iny das Manuskript zur Hand nahm und es korrigierte. Am Abend gab es einen kleinen Spaziergang und dann ging es ins Bett. Die beiden vorhergegangenen Lesungen hatten uns doch geschlaucht.

Am nächsten Tag hatten wir frei. Dies hieß, wir saßen über dem Manuskript (Iny) oder am Laptop (Elmar). Am Nachmittag sahen wir uns dann doch den Ort an und warfen dabei einen Blick auf die Stiftskirche Sunnisheim, in der wir lesen würden. Den Abend nützten wir, um über einige weitere Buchprojekte zu diskutieren.

Den nächsten Morgen begannen wir azyklisch. Nach dem Frühstück gingen wir erst einmal in den Ort und suchten die Buchhandlung Doll auf, um uns vorzustellen. Kurz vor dem Mittagessen waren wir dann doch wieder in unserem Zimmer bei der Arbeit und unterbrachen diese nur, um unsere hungrigen Mägen zu füllen. Am Abend ging es dann zur Stiftskirche hoch. Wir hatten uns Zeit genommen, um bereits vor der Lesung zu signieren, und es wurde begeistert aufgenommen. Übrigens haben wir an diesem Ort einen neuen Iny-Lorentz-Signier-Rekord aufgestellt. Eine Besucherin brachte sechzehn Romane von uns mit und immer, wenn sich eine kleine Lücke zwischen den anderen Signierwünschen ergab, wurde rasch eines davon eingeschoben.

Die Lesung selbst war wie die beiden anderen sehr angenehm. Unsere Stimmen hielten durch und die Stimmung war vor allem bei der Fragerunde recht ausgelassen. So machen Lesereisen Spaß! Nach einem letzten Zusammensitzen mit Herrn Gaude von der Buchhandlung Doll und mehreren Damen, die die Lesung mit organisiert hatten, ging es dann ins Bett. Am nächsten Morgen war Elmar wieder dabei, unseren Beeren (manchmal auch Bärchen genannt) zu laden. Nach dem Frühstück hieß es Abschied vom Bären (dem Hotel) zu nehmen und es ging heimwärts. Die Fahrt verlief für uns sehr gut. Allerdings war die Gegenfahrbahn auf gut 50 Kilometer ein einziger Parkplatz. Etliche Kilometer weit standen die LKW sogar in zwei Reihen vor irgendetwas an, das wir nicht gesehen haben. Dagegen war selbst der Stau auf unserer Hinfahrt bei Düsseldorf-Mettmann harmlos. Der Gedanke, einmal selbst in einem solchen Megastau zu stecken, ist erschreckend.

Nicht erschreckend war allerdings unsere Lesereise und wir bedanken uns bei allen, die dabei mitgeholfen haben, dass sie so gut gelungen ist.

Iny und Elmar Lorentz

Sag die Wahrheit am 11.05.2015

Info
von Iny und Elmar am 07-05-2015

Sag die Wahrheit am 11.05.2015

Am 11.05.2015 um 22:00 Uhr ist Iny Lorentz bei Sag die Wahrheit im SWR zu Gast.

Das engagierte 'Sag Die Wahrheit-Rateteam' (Kim Fisher, Pierre M. Krause, Ursula Cantieni und Mike Krüger), muss dabei herausfinden, wer unter drei Kandidatinnen Iny Lorentz ist. Zwei sind 'Schwindlerinnen', nur eine ist echt! www.swr.de/sag-die-wahrheit/-/id=13831220/h72dfn/ 

Frühlingserwachen

Info
von Iny und Elmar am 31-03-2015

Das erste Quartal des Jahres 2015 liegt hinter uns. Noch bläst der Wind kalt über das Land, doch die ersten Knospen sprießen und im Garten strecken die Krokusse ihre Köpfe aus der Erde. Auch wenn es derzeit ein wenig stürmisch ist, scheint der Winter langsam zu weichen. Vor allem aber gibt es einige Neuigkeiten, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Das goldene Ufer:

Am 05.04.2015 strahlt das ZDF um 20:15 Uhr den Spielfilm 'Das goldene Ufer' aus, der nach Motiven unseres gleichnamigen Romans gedreht worden ist.

presseportal.zdf.de/pm/das-goldene-ufer/ 



Den Film gibt es natürlich auch als DVD, damit man sich Giselas und Walthers Abenteuer unabhängig von Sendeterminen ansehen kann.

www.universumfilm.de/component/search/?searchword=das%20goldene%20ufer&searchphrase=all&limit=0 



Der Knaur-Verlag bringt auch diesmal eine Filmausgabe mit schönen Fotos aus dem Film auf den Markt.

www.droemer-knaur.de/buch/8484498/das-goldene-ufer 





Sag die Wahrheit:

Am 11.05.2015 spielt Iny Lorentz bei der beliebten Sendung 'Sag die Wahrheit' des SWR eine Rolle. Die Sendung wird um 22:00 Uhr ausgestrahlt.

www.ufa.de/produktionen/show/sag_die_wahrheit/ 





Das wilde Land:

Mittlerweile ist mit 'Das wilde Land' der dritte Teil unserer vierbändigen Texas-Reihe erschienen. Die Abenteuer unseres Auswanderers Walther Fichtner gehen weiter und diesmal mischt auch die neue Generation kräftig mit.

www.droemer-knaur.de/buch/7790136/das-wilde-land 





Die Wanderhure in Südtirol:

Im letzten Jahr wurde 'Die Wanderhure' in der Stiftsruine von Bad Hersfeld als Theaterstück aufgeführt. Heuer kann man unsere 'Marie Schärer' auf Schloss Runkelstein bei Bozen in Südtirol bewundern. Wir freuen uns sehr und werden, wenn es sich einrichten lässt, dabei sein.

www.die-wanderhure.it/ 





Eric Maron wird Iny Lorentz:

Heuer geht ein lang gehegter Wunsch von uns in Erfüllung. Vor etlichen Jahren hat Knaur zwei unserer Romane aus verlagspolitischen Gründen unter dem Pseudonym Eric Maron veröffentlicht. Nun endlich können sich Charlotte, Miranda und Soledad zu den anderen Iny-Lorentz-Heldinnen wie Marie, Lea, Giulia usw. gesellen. Die beiden Romane erscheinen zunächst als E-Books, doch wird später auch eine Iny-Lorentz-Taschenbuchausgabe geben.

Eric Maron – 'Die Fürstin' wird zu: Iny Lorentz – 'Die Fürstin'.

Eric Maron – 'Die Rebellinnen von Mallorca' wird zu: Iny Lorentz – 'Die Rebellinnen'.

www.droemer-knaur.de/buch/8526609/die-fuerstin 

www.droemer-knaur.de/buch/8526607/die-rebellinnen 





Lesungen:

Im April finden drei Lesungen statt:

15.04.2015 in Vreden

17.04.2015 in Saarbrücken-Dutweiler

20-04.2015 in Sinsheim





Heimatromane:

Vor vielen Jahren hat Elmar eine Reihe bayrischer Heimatromane geschrieben. Unsere rührige Agentin hat dafür gesorgt, dass diese Heftromane unter dem Pseudonym Anni Lechner als E-Books bei Weltbild erschienen sind. Wer Freude an nicht ganz krachlederner Unterhaltung hat, sollte sich diesen Link ansehen.

www.weltbild.de/suche/anni%20lechner 





Kurzgeschichten:

Im Lauf der Jahre haben wir einige Kurzgeschichten unter Iny Lorentz oder Mara Volkers geschrieben. Die Anthologien, in denen sie erscheinen sind, sind mittlerweile längst vergessen. Nicht vergessen hat die Kurzgeschichten allerdings unsere äußerst aktive Agentin. Daher erscheinen einige dieser Kurzgeschichten jetzt im E-Book-Format bei Amazon:

www.amazon.de/Ersatzbr%C3%A4utigam-Kindle-Single-Iny-Lorentz-ebook/dp/B00PUR1PES/ref=sr_1_25?s=books&ie=UTF8&qid=1427799765&sr=1-25 

www.amazon.de/Ein-Weihnachtsgeschenk-K%C3%A4the-Kindle-Single-ebook/dp/B00PYURMZC/ref=sr_1_31?s=books&ie=UTF8&qid=1427799794&sr=1-31 

www.amazon.de/Tag-Teufels-Kindle-Single-ebook/dp/B00QMF2QHM/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1427799833&sr=1-2 



Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse in Leipzig

Bericht
von Iny und Elmar am 21-03-2015

Heuer war Leipzig für uns wieder eine Reise wert. Homer, der Verein für historische Literatur, hielt dort im Umfeld der Buchmesse seine Jahresversammlung ab und da wollten wir nicht fehlen. Am Mittwoch, den 11.03.2015 luden wir unsere Koffer in unser Beerchen, holten unsere Freundin Ingeborg ab, die nach mehreren Jahren Abstinenz wieder Buchmessenluft schnuppern wollte, und fuhren los.

Unterwegs legten wir einen kurzen Zwischenstopp bei Elmars Verwandten in Kronach ein. Dort wurden uns die besten Bratwürste der Welt aufgetischt. Man kann auch Coburger, Kulmbacher oder Nürnberger Bratwürste essen, aber die Kronacher sind eben unerreicht.

So gestärkt ging es dann nach Leipzig weiter. Ingeborg erwies sich dabei als schlechte Prophetin. Sie hatte frühlingshaftes Wetter vorhergesagt. Am Nordpol hätte es auch gestimmt. Hier aber mussten wir unsere Winterjacken aktivieren, die wir für den Notfall doch mitgenommen hatten. Den ersten Abend hatten wir noch für uns, gingen aber bald zu Bett, um am nächsten Morgen pünktlich zu Messebeginn in den Hallen zu sein.

Am Donnerstag, den 12.03.2015 standen etliche Termine auf unserem Notizzettel. Uns blieb gerade noch die Zeit, den Stand von 'Homer' aufzusuchen und mit Caren Benedikt, Katja Ezold und Carmen Vicari ein paar Worte zu wechseln, bevor wir zu Droemer-Knaur wechselten. Dort eröffneten wir den Reigen der moderierten Gespräche mit der einer Lesung am Stand. Bei solchen Lesungen wurden die ganze Buchmesse über Autoren des Verlags präsentiert. Anschließend ging es weiter zur Signierstunde in der Messebuchhandlung. Wie auch schon am Droemer-Knaur-Stand hatten wir dort einiges zu tun. Iny meinte zuletzt, sie würde ihre Hand nicht mehr spüren. Dabei wartete bereits die E-Book-Lounge mit einem weiteren moderierten Gespräch, einer kurzen Lesung und Signieren auf uns.

Als auch das hinter uns lag, war der Nachmittag bereits fortgeschritten und wir hatten Hunger. Es war aber nicht leicht, an etwas Essbares aufzutreiben. Die Restaurants im Untergrund schlossen gerade und oben war auch der letzte Stehtisch besetzt. Schließlich fanden wir ganz hinten in der Halle 5 noch einen Imbissstand, bei dem es Bouletten und Leberkäse und vor allem freie Plätze gab.

Durch die Sucherei war die Zeit knapp geworden und wir mussten uns sputen, um den Termin mit unserer Agentin einzuhalten. Auch danach hieß es, sich zu beeilen, denn um 19:00 Uhr stand die Gemeinschaftslesung mit Kerstin Gröper und Ulf Schiewe im Ägyptischen Museum an. Angesichts der Menschenmassen, die auf die Straßenbahn warteten, orderten wir ein Taxi. Die Straßen Richtung Innenstadt waren verstopft, doch dem Fahrer gelang es, uns gerade noch rechtzeitig zum Ägyptischen Museum zu bringen. Dort hatten sich bereits zahlreiche Zuhörer eingefunden und warteten auf den Beginn der Lesung.

Abgehetzt nahmen wir unsere Plätze ein und waren froh, nicht als Erste lesen zu müssen. Dies durfte Kerstin Gröper tun, die dem Publikum mit 'Der scharlachrote Pfad' die Crow und die Lakota-Sioux näherbrachte. Ulf Schiewe folgte mit 'Die Rache des Normannen', und schließlich lasen wir aus 'Das wilde Land' und stellten dabei Walther Fichtner und dessen Familie bei ihren weiteren Abenteuern in Texas vor. Eine muntere Fragerunde folgte, in die wir alle vier eingebunden waren. Der Abend wurde von Caren Benedikt ausgezeichnet moderiert und fand sehr viel Anklang. Wieder im Hotel machten unsere Mägen uns darauf aufmerksam, dass wir zwar ein spätes und nicht allzu üppiges Mittagessen eingenommen hatten, aber das Abendessen noch fehlte. Dies holten wir nach und danach ging es ins Bett.

Am nächsten Tag hatten wir zum Glück nur wenige Termine und konnten daher einen kurzen Rundgang durch die Hallen machen. Auch mit dem Mittagessen ging es diesmal besser, da wir zur rechten Zeit in eines der Restaurants kamen. Nachdem wir mit einigen Kollegen gesprochen und unseren letzten Termin hinter uns gebracht hatten, zogen wir uns zurück, um uns für die Abendlesung zu erholen. Diese fand außerhalb von Leipzig im Ort Wermsdorf und dort im Schloss Hubertusburg statt. Hier begann unser Kampf mit dem Navi. Es akzeptierte die Hausnummer nicht, so dass wir nur die Straße eingeben konnten. Auf die Weise, so dachten wir, würden wir das Schloss schon finden.

Zuletzt standen wir in einer Seitenstraße vor einer Schranke und wussten nicht weiter. Das Schloss lag ein Stück entfernt und war nur über Parkwege zu erreichen. Zu dem Zeitpunkt war es noch hell genug, aber der Gedanke, diese unbeleuchteten Wege in der Nacht gehen zu müssen, war nicht gerade angenehm. Als wir schließlich auf der Vorderseite des Schlosses ankamen, sahen wir als Erstes das Auto unserer lieben Kollegin Caren Benedikt stehen. Deren Navi hatte sie richtig zum Schloss geleitet. Da noch Zeit blieb, schlug Caren vor, ihr Mann solle mit Elmar zu dessen Wagen fahren und ihn dann zum Schloss leiten. Das wurde dann auch durchgeführt, doch zeigte nun Carens Navi, wie man Autofahrer veräppelt. Vom Schloss zu unserem Beerchen mussten wir über sieben Kilometer zurücklegen. Von dort zum Schloss war es gerade mal etwas mehr als ein Kilometer.

Auf jeden Fall stand das Beerchen jetzt dort, wo wir es brauchten, und das war doch einiges wert. Unsere Kollegin Silvia Stolzenburg wurde von ihrem Navi ebenfalls zu jener Schranke geführt, doch ihr blieb nicht mehr die Zeit, sich zum Schloss lotsen zu lassen. Das Publikum wartete bereits im Schlosssaal und sie war als Erste mit Lesen an der Reihe. Diesmal moderierte unser Kollege Gerhard Loibelsberger und brachte mit seinem Wiener Charme die Leute in Stimmung.

Silvia erzählte in 'Der Teufelsfürst' von dem jungen Prinzen Vlad Draculea aus der Walachei, der für spätere Generationen zum Vorbild des Grafen Dracula wurde. Anschließend hetzte Caren Benedikt in 'Die Kerzenzieherin' die junge Novizin Ellin durch Hagelsturm und Todesgefahr, und zuletzt ließen wir unsere Heldin Frauke aus 'Flammen des Himmels' vor einem penetranten Inquisitor fliehen. Es war eine sehr schöne Lesung, nach der es eine kleine Stärkung und interessante Gespräche gab. Unsere Begleiterin Ingeborg, die zuerst mit großem Unmut mit ihren Schuhen die Parkwege entlang gestöckelt war, verliebte sich förmlich in das Schloss und war noch am Tag danach voll des Lobes für diese Veranstaltung.

Auch der schönste Abend geht einmal zu Ende. Für uns hieß dies, nach Leipzig zurückzufahren. Diesmal machte das Navi seinen Namen wenigstens Ehre und wir kamen gleichzeitig mit Caren Benedikt beim Hotel an. Auf unseren erstaunten Blick hin meinte sie trocken, dass ihr Mann gefahren wäre. Sie selbst pflegt nämlich einen etwas rasanteren Fahrstil.

Am nächsten Vormittag gab es für die Droemer-Knaur-Autoren, die dem Verein Homer für Historische Romane angehören, ein Frühstück am Droemer-Knaur-Stand. Droemer-Knaur hatte extra ein großes Banner dafür anfertigen lassen, dass hier auf der Homepage in der Galerie zu bewundern ist. Da für 12:00 Uhr die Mitgliederversammlung von Homer in Auerbachs Keller anberaumt war, hieß es jedoch bald, erneut ein Taxi zu besteigen, um rechtzeitig hinzukommen.

Für Homer stand ein hübscher Nebenraum zur Verfügung. Auch der große Saal war prachtvoll renoviert worden. Dadurch hatte man gewisse Schwierigkeiten, sich den düsteren, verrauchten Keller so vorzustellen, wie ihn Dr. Faustus und Mephisto laut J. W. von Goethe vorgefunden haben sollen. Auf jeden Fall war das Essen ausgezeichnet und der Raum stellte einen angenehmen Rahmen für die Mitgliederversammlung eines Vereins von Autoren historischer Romane dar.

Langsam strebte alles auf den großen Höhepunkt des Homer-Treffens hin, nämlich die Gala am Abend mit der Preisübergabe für die besten historischen Romane in mehreren Kategorien und eine Kurzgeschichte. Ort des Geschehens war das Panometer, eine riesige, kreisrunde Halle, an deren Wänden die Völkerschlacht bei Leipzig in einem monumentalen Gemälde verewigt war. Die Preisübergabe wurde von Nicole Köster und Dr. Herbert Antl sehr stimmungsvoll gestaltet und es gab dabei so manche Freudenträne. Nach der Veranstaltung trafen sich etliche Homer-Autorinnen und Autoren sowie die meisten Preisträger noch in einem Lokal.

Sonntagmorgen fiel es uns schwer, aus dem Bett zu steigen und in Badezimmer zu gehen. Eigentlich hatten wir noch zwei bis drei Stunden zur Buchmesse gehen wollen. Bei Elmar, der mit dem Handicap einer erst kurz zurückliegenden Operation angereist war, waren jedoch die Kraftreserven aufgebraucht. Daher mussten wir zu unserem Bedauern auf den Messebesuch verzichten. Unser Beerchen trug uns dann ohne Murren nach Hause, und als er um Punkt 17:00 Uhr in seinem Stall abgestellt wurde, war die Leipziger Buchmesse 2015 für uns Vergangenheit.

Iny und Elmar Lorentz

'Das goldene Ufer' im ZDF

Info
von Iny und Elmar am 10-03-2015

Heute haben wir die Erlaubnis erhalten, davon zu berichten.

Am 05.04.2015 strahlt das ZDF um 20:15 Uhr den Film 'Das goldene Ufer' aus, der nach Motiven unseres gleichnamigen Romans gedreht worden ist.
Informationen über den Film bietet das Presseportal des ZDF:

presseportal.zdf.de/pm/das-goldene-ufer/ 

Iny und Elmar Lorentz

Buchmesse Leipzig 2015

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 06-03-2015

In wenigen Tagen wird in Leipzig die Buchmesse 2015 eröffnet. In diesem Jahr sind wir wieder dabei und so gibt es mehrere Gelegenheiten, uns zu treffen.

Es sind der Stand von HOMER, der Vereinigung von Autoren historischer Romane und der Droemer-Knaur-Stand. Wir haben auch ein paar Termine auf der Messe sowie Lesungen in Leipzig und Wernsdorf. Dieser Ort liegt ein Stück östlich von Leipzig und wir werden dort im Schlosssaal von Hubertusburg lesen.


Die Stände auf der Buchmesse:

Halle 3, B206: Stand von Droemer-Knaur.
Halle 5, B309: Droemer-Knaur-EBook-Lounge.
Halle 5, B415: Stand von Homer.
Halle 5, A101: Messebuchhandlung.


Die Termine:

Donnerstag, 12.03.2015:

11:30 Uhr: sind wir am Droemer-Knaur-Stand.

13:00 Uhr: signieren wir in der Messebuchhandlung 'Das wilde Land'

14:30 Uhr: lesen wir in der Droemer-Knaur-EBook-Lounge aus 'Das wilde Land'.

19:00 Uhr: Gemeinschaftslesung mit Kerstin Gröper und Ulf Schiewe im ägyptischen Museum Leipzig, Goethestraße 2.


Freitag, 13.03.2015:

19:00 Uhr: Gemeinschaftslesung mit Silvia Stolzenburg und Caren Benedikt im Schlosssaal Hubertusburg, 04797 Wernsdorf


Samstag, 14.03.2015:

An diesem Tag sind wir wegen der Mitgliederversammlung von Homer nur kurz auf dem Messegelände.

18:00 Uhr: Preisverleihungsgala im Panometer, Richard-Lehmann-Str. 114 in Leipzig.


Ob wir Sonntag noch mal kurz auf die Messe gehen, wird sich anhand unserer Konstitution entscheiden. Wenn ja, sind wir Vormittags noch am Homer-Stand und am Stand von Droemer-Knaur zu finden.


Die Eintrittspreise für die Lesungen bzw. die Homergala können wir leider nicht nennen.


Wir wünschen allen Besuchern und auch uns eine schöne Buchmesse und freuen uns auf viele, interessante Begegnungen.

Iny und Elmar Lorentz

Sag die Wahrheit

Bericht
von Iny und Elmar am 06-02-2015

Das neue Jahr ist mittlerweile schon über einen Monat alt und unser letzter Tagebucheintrag stammt noch von vor Weihnachten. Aber es ist nicht so, dass sich in der Zeit nichts getan hätte. Wir waren unterwegs und haben natürlich weiter gearbeitet. Aber von Fangopackungen für die überanstrengten Knochen zu berichten ist nicht unbedingt das Wahre. Freuen wir uns über die Bilder von Venedig, die wir unseren Webmaster Hannes in die Galerie stellen lassen, und wenden uns 'Sag die Wahrheit' zu.

'Sag die Wahrheit' ist eine erfolgreiche Quizsendung des SWR und eine sehr Amüsante dazu. Dafür trägt natürlich das Rateteam, aber auch die Auswahl der "Die Wahrheit Sprechenden" und ihrer Schwindler sehr viel bei. Wir hatten für Iny die Einladung als "Wahrheit Sprechende" erhalten und traten am 02.02.2015 frohgemut die Reise nach Baden Baden an. Das Wetter war von eher bescheidener Art. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt und es schneite immer wieder. Zu Beginn waren es noch kleine und einzelne Flocken, doch je mehr wir uns der schwäbischen Alp näherten, umso stärker wurde der Schneefall. Die Sicht war schlecht und die Straßenverhältnisse mahnten ein vorsichtiges Fahren an. Auf unserer Seite der Autobahn kam es zu mehreren, allerdings kürzeren Staus, auf der Gegenseite durch einen Lkw-Unfall jedoch zu einem Megastau, der denjenigen, die darin gefangen waren, als Vorstufe der Hölle vorgekommen sein muss. In den Nachrichten war später von über 80 km Stau auf dieser Seite die Rede.

So erreichten wir Baden Baden mit einer gewissen Verspätung, die uns, da wir früh genug aufgebrochen waren, nichts ausmachte. Hotels sind vor allem für Iny eine diffizile Sache, doch diesmal gab es nicht viel auszusetzen. Es handelte sich um ein Gebäude mit viel Stuck, Antiquitäten und geschmackvoller Einrichtung. Zudem waren die Angestellten sehr freundlich. Da das Hotel in der Innenstadt liegt, gab es nur Kurzzeitparkplätze. Elmar musste daher unser Beerchen in eine etwas entferntere Tiefgarage bringen und dann durch einen kurzen Schneesturm zum Hotel zurückstapfen.

Nach einem kleinen Abendimbiss begaben wir uns in den Saal, in dem das Redaktionsteam die Teilnehmer des Ratespiels empfing und mit ihren Aufgaben vertraut machte. Iny lernte dabei ihre beiden "Schwindlerinnen" Heidi und Bettina kennen, die vorgeben mussten, ebenfalls Iny Lorentz zu sein.

Da die ersten Teams bereits um 08:00 Uhr morgens zum Sendezentrum mussten, hieß es nicht zu spät zu Bett zu gehen. Iny war für einen späteren Aufnahmetermin vorgesehen und so konnten wir ausschlafen. Das Frühstück nahmen wir zusammen mit Heidi und Bettina ein. Es gab noch einen Informationsaustausch, denn hieß es auch für uns, zusammen mit unserer 'Betreuerin' Astrid zum Sendezentrum des SRW aufzubrechen.

Obwohl es nicht unser erster Besuch bei einem Fernsehsender war, waren wir erneut beeindruckt von dem umfangreichen technischen Equipment, das hier geboten wurde. Zuerst gab es einen kurzen Einblick in das, was in den nächsten Stunden geschehen würde. Anschließend kam der Kleidungscheck, da Iny und ihre 'Schwindlerinnen' ähnliche T-Shirts tragen sollten.

Nach dem Mittagessen begannen die Proben. Schließlich mussten die 'Schwindlerinnen' so authentisch wie möglich wirken. Auch sollte dadurch die Nervosität der beteiligten Personen gemindert werden. Während Elmar im Aufenthaltsraum sitzen und zuschauen durfte, wie eine andere Gruppe für 'Sag die Wahrheit' aufgenommen wurde, waren Iny, Heidi und Bettina zuerst in der Garderobe, um sich für ihre Aufnahme anzuziehen, wurden dann in der Maske fernsehgerecht geschminkt und anschließend für einen kleinen Videoclip gefilmt.

Dann war es so weit. Das Rate-Team mit Kim Fisher, Ursula Cantieri, Mike Krüger und Pierre M. Krause nahm seine Plätze ein und dann begann es. Während Michael Antwerpes die drei 'Iny Lorentz' ankündigte, saß Elmar im Zuschauerbereich und sah zu, wie die Ratefüchse sich ans Werk machten, die echte Iny Lorentz von den Falschen zu unterscheiden.

Es war sehr lustig und wir werden gerne an diese Aufzeichnung zurückdenken. Während der Aufnahmen gab es weitere Höhepunkte, die wir nicht verraten dürfen, um den Fans dieser Sendung nicht die Überraschung zu nehmen. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß dabei und grüßen von hier nach Baden Baden mit dem Wunsch, dass dieser Sendung, ihrem Moderator Michael Antwerpes und dem Rateteam mit Kim Fisher, Ursula Cantieri, Mike Krüger, Pierre M. Krause und allen anderen, die dabei mitwirken, noch viele Jahre ein großer Erfolg beschieden sein wird. Vor allem aber bedanken wir uns bei Astrid, die sich während der Zeit in Baden Baden um uns gekümmert hat. Wir lernten dort auch Jérôme Eckmeier kennen, einen Spitzenkoch besonderer Art, der einen ganz speziellen Leckerbissen auf den Tisch brachte.

Die Rückfahrt verlief im Gegensatz zur Hinreise völlig ohne Probleme und rundete einen äußerst angenehmen Aufenthalt in den SWR-Studios perfekt ab.

Iny und Elmar Lorentz

Frohes Fest

Info
von Iny und Elmar am 25-12-2014

Seit vorgestern werden die Tage wieder länger, die Nächte kürzer und im Kalender steht für heute Heiliger Abend. Die letzten Einkäufe sind getätigt, alle Geschenke gekauft, Karten geschrieben und E-Mails mit guten Wünschen verschickt. Bei Temperaturen von über zwölf Grad plus und strahlendem Sonnenschein gerät man in Gefahr, statt 'Frohe Weihnachten' 'Frohe Ostern' zu schreiben, und wundert sich darüber, dass die Schokoladenfiguren in den Geschäften rot sind und Zipfelmützen tragen anstelle stattlicher Löffel.

Allerdings wäre Ostern 2015 im Augenblick kein gutes Datum, denn bis dorthin muss Elmar noch einen Roman im Rohtext schreiben und Iny einen überarbeiten. Auch ist der Winter noch nicht vorbei. Im Internet machen Horrormeldungen von einem Temperatursturz um die 30 Grad die Runde. Ein bisschen kälter kann es ja ruhig werden, aber bitte in dezenterem Rahmen.

Wir verabschieden und an dieser Stelle von dem Jahr 2014 und wünschen all unseren Leserinnen und Lesern und allen Freunden und lieben Kollegen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches und erfülltes neues Jahr. 2015 sehen wir uns wieder.

Bis dorthin beste Grüße

Iny und Elmar Lorentz

Neues zum Jahresschluss

Info
von Iny und Elmar am 15-12-2014

Gemäß unserer Devise 'Altes bewahren und Neues ausprobieren' erscheinen bei Amazon mehrere unserer Kurzgeschichten als eBooks. Teilweise handelt es sich um Storys, die bereits vor Jahren in Anthologien erschienen sind, andere wurden überarbeitet und ausgebaut, aber mindestens eine davon ist neu.

Es handelt sich dabei um:


Der Ersatzbräutigam


Ein Weihnachtsgeschenk für Käthe


Der Tag des Teufels

Die Veröffentlichung weiterer Kurzgeschichten ist in Planung.


Iny und Elmar Lorentz

Das Jahr 2014

Bericht
von Iny und Elmar am 15-12-2014

Langsam neigt sich dieses Jahr seinem Ende zu. Weihnachten liegt vor uns und bringt hoffentlich ein wenig Besinnlichkeit in unser aller Leben, während wir zu Sylvester das alte Jahr verabschieden und das neue willkommen heißen werden.

Wie in jedem Jahr gab es auch 2014 schöne Stunden und wir konnten uns über viele Dinge freuen. Natürlich blieb auch der Ärger nicht aus, aber auch der gehört zum Leben. In der Summe überwiegt jedoch das Angenehme.

Wir wollen jetzt nicht alles, was geschehen ist, im Einzelnen aufführen. Das kann man im Tagebuch nachlesen.

Alle in diesem Jahr erschienenen Iny-Lorentz-Bücher haben es auf die Harenberg-Bestellerliste (auch Spiegel-Bestsellerliste) geschafft, darunter sogar die Filmausgabe der 'Pilgerin'. 'Der weiße Stern' und 'Die List der Wanderhure' erreichten jeweils Platz 5. Dafür ein ganz dickes Dankeschön an all unsere Leserinnen und Leser!

Jetzt ist ein wenig Ruhe angesagt, bevor es im neuen Jahr weitergeht. 2015 werden wir wieder einmal auf der Buchmesse in Leipzig sein. Außerdem steht im Juni eine längere Recherchereise an. Schließlich gilt es, Material für weitere Romane zu sammeln. Wir werden uns auch wieder mit unseren Kolleginnen und Kollegen von HOMER und DeLiA treffen, die eine oder andere Lesung machen, und natürlich weitere Romane schreiben.

Eine kleine Aussicht auf 2015:

Bereits Anfang April erscheint mit 'Das wilde Land' der dritte Teil unserer Texas-Reihe. Unser Auswanderer Walther Fichtner und seine Familie werden darin weitere Abenteuer erleben.

Im Herbst wagen wir uns als Iny Lorentz einen Ausflug in eine neue Zeitepoche, können aber noch keinen Titel nennen, und im Winter wird die Taschenbuchausgabe der 'List der Wanderhure' erscheinen.

Unter dem Namen Sandra Melli kommt im Spätherbst Band fünf der Dämmerland-Reihe heraus. Hier werden die Katzenfrau Laisa und ihre Mitkämpfer noch einmal richtig gefordert.

Jetzt aber freuen wir uns erst einmal auf ein schönes und hoffentlich friedliches Jahr 2015.


Iny und Elmar Lorentz

Weimar und Erfurt oder Die Schlangen im Paradies

Bericht
von Iny und Elmar am 03-12-2014

Von Anfang Mai bis Mitte Oktober sind wir gerne mit dem Wohnwagen unterwegs, doch im November ist es dafür zu kalt. Daher hatten wir bislang um die Zeit nur selten Lesungen, für die wir länger hätten unterwegs sein müssen. Heuer aber sollten wir an einem Tag in Erfurt und am nächsten in Weimar lesen. Das bedeutete für uns, im Hotel zu übernachten. Da die beiden Städte nur 25 km auseinanderliegen, beschlossen wir, sie von einer Unterkunft aus zu machen, und wählten aus bestimmten Gründen ein hochgelobtes Hotel in Weimar aus. Wie unsere Freundin und Lektorin Ingeborg, mit der wir schon etliche Recherchereisen gemacht hatten, uns schon öfter erklärt hat, gäbe es in jedem Paradies Schlangen. Da sie uns auch diesmal begleitete, teilten wir diese mit ihr.

Der Aufenthalt in Weimar selbst war recht angenehm. Am ersten Tag hatten wir mit Steffen Knabe, dem Verleger des Knabe-Verlags, einen ortskundigen Führer, der uns die interessantesten Stellen seiner Heimatstadt zeigte und auch unsere Fragen geduldig beantwortete. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür.

Hatten sich die Paradiesschlangen über Tag noch zurückgehalten, biss dafür die Erste am Abend zu. Das Hotelrestaurant, in dem wir essen wollten, war wegen einer geschlossenen Gesellschaft für uns Tabu. Also durften wir unsere Jacken holen und uns in der Kälte auf die Suche nach einer anderen Futterkrippe machen. Zum Glück gab es in der Nähe einige, die boten, was wir suchten.

Am nächsten Vormittag streiften wir auf eigene Faust durch Weimar und sahen uns einige Orte an, die uns wichtig erschienen. Aber auch der Weihnachtsmarkt, der gerade auf dem Marktplatz aufgebaut wurde, war sehenswert. Diesen hatte man mit weitaus mehr Liebe und Fantasie aufgebaut, als wir es in unserer Gegend je erlebt hatten. Leider war er noch nicht eröffnet.

Am Nachmittag ging es nach Erfurt. Dort stand unsere erste Lesung an. Vorher aber streiften wir durch diese Stadt. Am Domplatz war ein ähnlich schöner Weihnachtsmarkt aufgebaut wie in Weimar und wir bedauerten, dass auch dieser noch nicht eröffnet war. So sahen wir uns den Dom an und gingen über die Krämerbrücke, die nur von der daneben liegenden Rathausbrücke als echte Brücke erkannt werden kann. Zum Abendessen hatten wir uns mit unseren Verlagskolleginnen Nadja und Claudia Beinert verabredet, die an dem Abend in Weimar in derselben Buchhandlung ihr neues Buch vorstellten, in der wir am Tag darauf lesen würden. Es war ein schönes Treffen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit den reizenden Zwillingen.

Die Lesung in Erfurt wurde von Buch Stapp organisiert und fand in der Bibliothek am Domplatz statt. Alles war bestens vorbereitet. Am meisten freute es uns jedoch, dass Moni von Buecher-Loewe und ihr Ehemann Andi aus Bad Hersfeld sich auf den Weg nach Erfurt gemacht hatten. Es blieben uns nur ein paar Minuten, um uns zu unterhalten, dann mussten wir wie versprochen mit dem Signieren beginnen. Die Zuhörer kamen reichlich, so dass rasch noch weitere Stühle aufgebaut werden mussten, und nachdem wir ein paar Stellen aus 'Die List der Wanderhure' gelesen hatten, entspann sich eine muntere Fragerunde.

Auch die schönste Lesung endet einmal. Wir verabschiedeten uns von den Veranstaltern sowie von Moni und Andi und kehrten in unser Hotel in Weimar zurück. Dort hatte die Paradiesschlange inzwischen all ihre Freunde und Freundinnen eingeladen. Durch eine Veranstaltung im Hotel gab es auf dem Parkplatz keine freien Plätze mehr. Wir mussten unser Beerchen auf einen der Zufahrtswege abstellen und den Autoschlüssel abgeben, damit er beiseite gefahren werden konnte, wenn jemand den Parkplatz verlassen wollte. Wegen der Veranstaltung gab es auch keine Möglichkeit, sich noch für eine halbe Stunde in eine Ecke zu setzen und den Abend bei einem Glas Bier, Wein oder Tee ausklingen zu lassen. Die Sehnsucht nach unserem Wohnwagen wurde immer größer.

Am Tag darauf stand unsere Lesung in Weimar an. Zunächst aber streiften wir durch die schöne Residenzstadt des Fürstentums Sachsen-Weimar-Eisenach und sahen uns einige Teile an, die wir an den ersten beiden Tagen noch nicht hatten besichtigten können. Selbstverständlich stand auch Goethes Wohnhaus auf unserer Liste, und das nicht nur wegen des einstigen Bewohners, sondern auch um die Bauweise und die Einrichtung kennenzulernen. Da das Restaurant im Hotel für das Abendessen wegen der großen Veranstaltung zweiter Teil erneut ausfiel, suchten wir uns ein Lokal in der Nähe der Residenzbuchhandlung 'Die Eule', in der wir lesen würden, und legten schließlich die letzten Meter dorthin zurück. In der Buchhandlung unterhielten wir uns mit den ersten Zuhörern, signierten Bücher und verteilten Autogrammkarten. Die Lesung selbst war wieder sehr angenehm und die anschließenden Fragen gut gestellt. Jemand fragte uns, wie wir es aushalten würden, immer wieder ähnliche oder gleiche Fragen zu hören. Es ist aber wirklich von Lesung zu Lesung verschieden, wie die Zuhörer ihre Fragen stellen, und es macht eigentlich immer Spaß, darauf zu antworten.

Einmal wurden die Anwesenden besonders aufmerksam, als wir nämlich über 'Die Wanderapothekerin' sprachen, die bei Knaur bisher nur als E-Book erschienen ist. Der Ort, wo dieser Roman beginnt und endet, liegt nicht weit von Weimar entfernt und so bedauerten es etliche Leute, dass sie noch einige Zeit auf das Taschenbuch warten müssen.

Steffen Knabe vom Knabe-Verlag ließ es sich nicht nehmen, uns lesen zu hören und erwies sich mit seiner Lebensgefährtin anschließend als Retter in der Not, denn da die Paradiesschlangen immer noch im Hotel lauerten, wusste er ein Lokal, in dem wir noch eine Kleinigkeit zusammen trinken konnten, um die Anspannung, die so eine Lesung mit sich bringt, abbauen zu können. Als wir schließlich in unser Hotel zurückkehrten, wurde dort noch immer kräftig gefeiert.

Zum Glück waren die Fenster unseres Zimmers halbwegs schalldicht. Doch als wir etwas Sauerstoff hereinlassen wollten, wallte uns der Rauch von Zigarren, Zigarillos und Ähnlichem so stark aus dem Innenhof entgegen, dass wir das Fenster sofort wieder schließen mussten. Das war uns selbst beim Campen zwischen eifrigen Grill-Fans noch nie passiert. Rückblickend kann man sagen, dass das Hotelzimmer halbwegs gute Betten besaß. Es gab auch ein brauchbares Frühstück, auch wenn es in dem Frühstückszimmer kalt war und zog. Über etliche andere Punkte waren wir ebenfalls nicht gerade erfreut. Man kann sagen, die Paradiesschlangen hatten hier im Hotel größeren Spaß als wir.

Die Reise selbst war sehr schön und in mehrfacher Sicht erfolgreich. Es gab zwei Lesungen mit vielen netten Zuhörern, dazu haben wir vieles gesehen und konnten uns auch einige Sachbücher besorgen, die wir schon bald verwenden werden.

Als wir am nächsten Tag in die Heimat aufbrachen, war die Lesesaison 2014 zu Ende. Die erste Lesung in 2015 ist so gut wie in trockenen Tüchern, und die eine oder andere wird noch dazu kommen. Jetzt aber gilt es erst einmal, weiterzuschreiben und unsere Heldinnen und Helden auf ihren Abenteuern zu begleiten.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Krumbach

Bericht
von Iny und Elmar am 09-11-2014

Die Lesung in Wehr lag kaum hinter uns, da stand auch schon die nächste Lesung in Krumbach an. Angesichts der auf der Fahrt nach Wehr gemachten Erfahrungen planten wir diesmal einen entsprechenden Zeitpuffer ein, und hatten extremes Pech. Es gab keinen einzigen Stau, die LKW, die vor uns fuhren, ließen sich leicht überholen, und so kamen wir gut eine Stunde vor dem geplanten Zeitpunkt ein. Eine zusätzliche Pause hat aber auch ihr Gutes, denn wir nutzten die Gelegenheit, uns bei einem Glas Tee über unsere nächsten Romane zu unterhalten.

Später aßen wir zu Abend und nahmen anschließend das letzte Stück Weg zum Veranstaltungsort in Angriff. Die Damen der VHS dekorierten bereits die Bühne, die Mikrofone wurden getestet, und ebenso die Beleuchtung, da weder wir noch die Zuhörer geblendet werden sollten. Inzwischen erschienen auch die ersten Leute und es war bald abzusehen, dass die vorbereitete Bestuhlung nicht ausreichen würde. Während im Hintergrund noch immer Stühle gebracht wurden, stelle die Organisatorin uns den Zuhörern vor. Wir bedanken uns für die Einladung und begannen nach ein paar Erklärungen zum Roman mit unserer Lesung. Vorher hatten wir bereits eifrig Bücher signiert und das taten wir auch während der Pause, die wir nach dem Lesen einlegten.

Anschließend beantworteten wir Fragen und erzählten Anekdoten aus unserem Schriftstellerleben. Es war wie immer ein recht munteres Gespräch mit den Zuhörern und wohl für alle interessant, wie uns die Reaktionen bewiesen. Alle blieben bis zum Schluss und der Applaus hinterher war weit mehr als nur wohlwollend. Wir haben eine schöne und runde Veranstaltung erlebt und schieden mit einem guten Gefühl aus Krumbach.

Auf dem Nachhauseweg lernten wir wieder einmal die Mysterien unseres Navigationssystems kennen. Auf der Hinfahrt hatten wir die Adresse des Gasthofes eingegeben, in dem wir zu Abend essen wollten, und wurden über die Augsburger Autobahn geleitet. Den Rückweg traten wir von der zwei Kilometer entfernten Mittelschule an und wurden in eine ganz andere Richtung gewiesen. Als das Navi aber forderte, wir sollten bei einer abbiegenden Vorfahrtsstraße geradeaus in einen Feldweg hineinfahren, streikten wir. Es mag der kürzeste Weg gewesen sein, aber wir hatten keine Lust, evtl. irgendwo im Wald zu landen und vom Abschleppdienst gerettet werden zu müssen. Wir kamen aber auch so nach Hause, diesmal über die Lindauer Autobahn, und erneut ohne jeden Stau.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Wehr

Bericht
von Iny und Elmar am 03-11-2014

Nach der Lesung ist vor der Lesung. Kaum waren wir aus Würzburg zurückgekommen, ging es bereits nach Wehr. Für die Anfahrt standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Da war zum einen die Autobahn über Stuttgart bis Basel, die allerdings einen ziemlichen Umweg erforderte, oder aber eine anderes Stück Autobahn und etwa 200 km Bundesstraße.

Wir entschieden uns für Letzteres. Abgesehen von einem Stau bei München, der uns etwa eine halbe Stunde kostete, kamen wir auf der Autobahn gut voran. Auf der Bundesstraße sah es allerdings anders aus. Vor uns rollten Kolonnen von Lkws und wegen des dichten Gegenverkehrs war es fast unmöglich, zu überholen. Wenn man mit dreißig Stundenkilometern hinter einem Lkw-Zug mit Anhänger eine Anhöhe hinaufkriechen muss, kommt wahrlich Freude auf. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit erreichten wir dennoch unbeschadet unser Ziel. Uns blieb noch eine kurze Zeit, um uns ein wenig von der Fahrt zu erholen, dann ging es zur Mediathek in Wehr. Wie üblich kamen wir früher an und konnten uns noch ein wenig mit den Damen von der Mediathek und der Buchhändlerin unterhalten, bevor die ersten Zuhörer erschienen. Der Hinweis, dass wir bereit wären, schon vor der Lesung zu signieren, fruchtete auch hier.

Punkt 20:00 Uhr aber hieß es, von Maries und Michels Abenteuern in 'Die List der Wanderhure' zu berichten und anschließend Fragen zu beantworten. Es wurde auch diesmal eine schöne Veranstaltung, die den Aufwand der Anreise voll und ganz lohnte. Die Zuhörer gingen begeistert mit und stellten viele Fragen. Daher dauerte es seine Zeit, bis das letzte Wort gesprochen und das letzte Buch signiert war. Zu bereits vorgerückter Stunde verabschiedeten wir uns und fuhren am nächsten Tag entspannt nach Hause zurück. Diesmal wählten wir eine andere Route. Die war zwar auch nicht schneller, aber wir bekamen dadurch neue Eindrücke, und die sind für Schriftsteller wichtig.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Würzburg

Bericht
von Iny und Elmar am 03-11-2014

Der Herbst ist für uns die Zeit der Lesereisen. Nach zwei Lesungen in Frankfurt und der Mehrfachlesung in Traunstein gibt es diesmal nach Unterfranken in die Gegend, in der wir unsere Marie und ihr Kibitzstein angesiedelt haben. Hugendubel in Würzburg hatte uns eingeladen und wir folgten gerne diesem Ruf.

Nach einer recht angenehmen Fahrt erreichten wir Würzburg und konnten sogar noch ein wenig ausruhen, bis wir zum Hugendubel aufbrachen. Obwohl wir eine gute halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn dort ankamen, waren bereits etliche der bereitgestellten Stühle besetzt. Die Zahl der Zuhörer wuchs weiter, und als wir unsere Plätze einnahmen, waren alle Stühle vergeben und viele Leute mussten sich mit einem Stehplatz begnügen.

Im Ablauf der Veranstaltung gab es eine interessante Änderung. Sonst lesen wir zunächst mehrere Stellen aus dem jeweiligen Roman vor und beantworten anschließend die Fragen der Zuhörer. Diesmal war es genau umgekehrt, denn der Moderator und die Zuschauer stellten uns zuerst die Fragen, die wir gerne beantworteten, und danach lasen wir aus unserem neuesten Werk. Da wir uns in der Heimat unserer Marie befanden, war es kein Wunder, dass die Zuhörer nach Kibitzstein und dessen Vorbildern fragten. Unser Vortrag schien den Leuten zu gefallen, denn danach warteten viele darauf, Bücher signieren zu lassen. Zuletzt sah es so aus, als würden uns die Autogrammkarten ausgehen. Iny meinte schon, dass Elmar sich die Adressen aufschreiben müsse, um den Interessenten die Karten schicken zu können. Sie reichten aber gerade noch aus und man sah Elmar förmlich aufatmen.

Der Abend klang in einem typischen Würzburger Restaurant aus und wir konnten auf eine schöne und stimmungsvolle Lesung zurückblicken.

Iny und Elmar Lorentz

Einladung nach Traunstein

Bericht
von Iny und Elmar am 28-10-2014

Kalendervorstellung, Gemäldeausstellung und Autorenlesung in Traunstein

Seit mehreren Jahren gestaltet der Traunsteiner Künstler Walter Niederberger einen Kalender mit Motiven seiner Heimatstadt Traunstein, dessen Erlös der neuen Orgel der Pfarrkirche St. Oswald zugutekommt. Die Vorstellung des neuen Kalenders ist immer ein großes Fest. Daher freuten wir uns sehr, dass wir auch heuer wieder dazu eingeladen worden waren.

Zuerst trafen wir uns mit unseren Kolleginnen Angelika Schwarzhuber, Rike Stienen und deren Mann bei Walter und seiner Frau, die unter dem Pseudonym Nora Berger entzückende Romane schreibt. Nach ein paar fröhlichen Stunden suchten wir das Kulturzentrum auf und betrachteten als Erstes die dort ausgestellten Bilder, welche Walter ebenfalls zu Gunsten der Orgel von St. Oswald verkaufte. Uns stach sofort ein Gemälde ins Auge, das wir anschließend mit vollem Einsatz gegen andere Kaufinteressenten verteidigten.

Nach den Ansprachen, die Walter, der Oberbürgermeister Christian Kegel und der Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl hielten, begann die Lesung mit Nora Berger und dem 'Fluch der Zuckerinsel'. Das Schöne an Mehrfachlesungen ist, dass man mehr Kolleginnen und Kollegen zuhören kann, andererseits sind die Stücke, die gelesen werden, so kurz, dass man gerne mehr hören würde. Nora machte ihre Sache auf jeden Fall ausgezeichnet. Nach ihr brachten uns Richard Kerler und Gunter Kasper das 'Geheimnis Chiemgau' näher. Darin befasste sich der erfolgreiche Sachbuchautor Kerler mit der näheren Umgebung seiner Heimatstadt und so berichteten beide Autoren von Dingen, die es vor der Haustür gibt, ohne dass man sie wirklich kennt.

Angelika Schwarzhuber entführte uns ebenfalls ins ländliche Bayern und erzählte von 'Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück'. Es war eine recht heitere Lesung und sorgte für allerhand Gelächter im Saal. Den Abschluss machten wir mit zwei kurzen Stellen aus der 'List der Wanderhure'.

Anschließend gab es noch eine Fragerunde, bei der Richard Kerler den Spieß umdrehte und die Anwesenden nach einigen Stellen fragte, die er und Gunter Kasper im 'Geheimnis Chiemgau' aufgelistet hatte.

Nach mehreren Gesprächen im kleineren Kreis kam für uns zu später Stunde der Abschied und wir konnten mit 'unserem Bild' im Gepäck in die Heimat aufbrechen. Schon nach wenigen Kilometern bereitete uns ein gewisser 'Gonzalo' Ärger. Es handelte sich um den ersten Herbststurm dieses Jahres, der mit Orkanstärke durch das Land fegte und sich in wolkenbruchartigen Regenfällen und schier von allen Seiten am Wagen rüttelnden Windböen manifestierte. Er riss er das Herbstlaub und kleine Zweige von den Bäumen und verstreute seine Fracht über die Autobahn. Die Fahrspuren wurden entsprechend glitschig und so war Schleichfahrt angesagt. Die wunderschöne Veranstaltung in Traunstein war das aber mehr als wert!

Iny und Elmar Lorentz

Frankfurter Buchmesse 2014

Bericht
von Iny und Elmar am 18-10-2014

Vor dreiunddreißig Jahren sind wir zum ersten Mal nach Frankfurt zur Buchmesse gefahren. Seitdem haben wir das Mekka der Bücherfreunde immer wieder besucht. Wir haben dort viele schöne Augenblicke erlebt, aber auch, vor allem in früheren Zeiten, einige weniger Schöne. Doch Frankfurt war immer eine Reise wert gewesen.

Auch heuer lenkten wir unser Gespann auf den Campingplatz in Mörfelden, der seit ein paar Jahren unseren Stützpunkt für den Besuch der Buchmesse bildet. Wie so oft sind wir ein paar Tage früher angereist, um unsere Freunde Gabi und Manfred zu besuchen und um zu lesen. Die Lesung am Montag vor der Buchmesse in der Umgebung von Frankfurt ist bei uns fast schon Tradition geworden.

Diesmal kam eine weitere Lesung im Vorfeld dazu, und die hatte Manfred organisiert. Sie fand in der Hauptwerkstatt der VGF, der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, statt. Vorher gab es für uns eine Führung durch die große Halle, in der U- und Straßenbahnwagen repariert werden, und wir bekamen einen Eindruck von der umfangreichen Organisation, die ein solches Werk benötigt. Um effektiv zu arbeiten. Nach der Besichtigung machten wir uns an die bereits angesprochene Lesung vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VGF plus Begleitung und anschließend gab es für uns ein besonderes Highlight. Wir durften unter der Aufsicht eines Fahrlehrers der VGF mit einem Trambahnzug je eine Runde auf der Teststrecke des Betriebsgeländes drehen. Der Abend war sehr informativ und bewies uns die hohe Verantwortung, die die Fahrer von Tram- und U-Bahnen tragen. Andere Fahrzeuge können ausweichen, doch diese sind an ihre Schienen gebunden und wenn z. B. ein Lkw verkehrswidrig abbiegt, kann es leicht zu einem schweren Unfall kommen.

An dieser Stelle wollen wir uns bei Manfred bedanken, der den herrlichen Abend erst ermöglich hat, und auch bei Gabi, die ihm tatkräftig geholfen hat.

Samstag haben wir die beiden besucht, ihre Kochkünste genossen und uns über viele Dinge unterhalten. Die für Montag geplante Lesung war dabei ein besonderes Gesprächsthema, denn Gabi und Manfred hatten auch diese organisiert und das Team der Buchhandlung Erhardt und Kotitschke beraten. Eine der Damen aus der Buchhandlung war ebenfalls anwesend und informierte uns aus erster Hand über die Vorbereitungen.

Nach einem Ruhetag am Sonntag war es dann am Montag, den 06.10. so weit. Wir fuhren mit unserem Beerchen zum S-Bahnhof, stiegen dort in die S7 ein und strebten Frankfurt-Niederrad zu. Gabi und Manfred holten uns auch diesmal am S-Bahnhof ab. Zuerst suchten wir ihre Wohnung auf, wo wir uns bei ein paar Tassen Tee, Windbeuteln und Krapfen unterhielten. Später ging es weiter zum Abendessen, bis es Zeit wurde, die Niederader Stadtteilbibliothek aufzusuchen. Dort sahen wir zu, wie der Raum sich zunehmend füllte, und signierten bereits die ersten Bücher. Dazu verteilten wir unsere Autogrammkarten und die Lesezeichen, die Manfred extra für diesen Abend hergestellt hatte.

Bald waren alle Plätze besetzt und es begann das, was jeden Autoren bei einer Lesung entzückt: Es wurden weitere Stühle aufgestellt und der Durchgang wurde enger und enger. Am Ende hatte sich eine überraschend große Zahl an Zuhörern eingestellt, darunter auch mehrere aus Unterfranken, das nicht gerade um die Ecke liegt. Am weitesten war Bryn Savage angereist, denn sie kam aus Seattle im US-Bundesstaat Washington an der Pazifikküste. Sie wollte die Buchmesse besuchen und ließ es sich nicht nehmen, unsere Lesung mitzuerleben.

Nach der Einleitung und einer kurzen Vorstellung ging es los. Wir lasen mehrere Stücke aus der 'List der Wanderhure' und Gabi kreierte dabei für uns 'das Mikrofon im Glas'. Das Mikro wurde einfach in ein großes Wasserglas gesteckt und das erfüllte seinen Zweck ebenso gut wie ein Mikrofonständer. Es war übrigens ein ausgezeichnetes Mikrofon, mit dem wir sehr gut zurechtkamen.

Nach dem Lesen gab es eine Pause, in der die Zuhörer sich mit kleinen Leckerbissen und Getränken stärken konnten. Für uns galt das nicht, denn wir durften nach Kräften signieren. Die anschließende Fragerunde wurde sehr lebhaft und wir erzählten einige Anekdoten aus unserer Autorenlaufbahn. Die Zeit floss nur so dahin und so kam das Ende der Veranstaltung viel zu schnell. Es war eine wunderbare Lesung. Wir danken Gabi und Manfred, aber auch der Buchhandlung Erhardt und Kotitschke, der Stadtteilbücherei Niederrad und den Damen von CoLibri herzlich dafür, dass sie uns diese schöne Lesung ermöglicht haben.

Anschließend brachte uns der Shuttle-Service von Manfred wieder zu unserem Beerchen am P&R-Parkplatz Niederrad. Es gab noch ein kurzes Gespräch, das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen, dann entschwanden die beiden wundervollen Menschen unserem Blickfeld.

Am Dienstag konnten wir uns ausruhen und letzte Vorbereitungen treffen, dann ging es am Mittwochmorgen zur Buchmesse. Unser erster Termin war für 13:00 Uhr anberaumt, daher blieb am Vormittag Zeit, durch die Gänge zu schlendern, uns Bücher anzusehen und mit Leuten, die wir kannten, ein kurzes Gespräch zu führen. Um 13:00 setzten wir uns mit Moni und Andi von Buecherloewe.de zusammen. Wir kannten die beiden bereits von früheren Buchmessen und hatten uns auch in Bad Hersfeld mit ihnen getroffen. Nach einem Interview mit Radio Rheinwelle kam unser Termin mit unserer polnischen Freundin Urszula. Hierbei ging es nicht nur um die nächsten, für Polen geplanten Übersetzungen, sondern auch um die Recherchereise nach Polen, die wir zusammen mit Urszula unternehmen wollen. Um die Zeit wurde es beim Droemer-Knaur-Stand recht eng, denn Helmut Kohl erschien, um seine neueste Biografie vorzustellen.

Der Donnerstag galt vor allem dem Zusammentreffen mit Kolleginnen und Kollegen von DeLiA, HOMER und Syndikat sowie Gesprächen mit einigen Verantwortlichen bei Droemer-Knaur bezüglich unserer nächsten Projekte. Zum Abschluss hatten wir uns mit Diana und Jessica Itterheim zum Abendessen verabredet und verbrachten einige angenehme Stunden mit den beiden. Der Freitag war mit Terminen übersät. Zuerst aber lernten wir die S-Bahn Frankfurt von ihrer 'besten' Seite kennen. Durch fehlende Durchsagen verpassten wir wie etliche andere S-Bahn-Reisende die vom falschen Gleis abfahrende S-Bahn nach Frankfurt und mussten auf die Nächste warten. Die hatte reichlich Verspätung und so kamen wir abgehetzt und zeitlich so knapp in der Buchmesse an, dass wir gerade noch einen Schluck Wasser trinken konnten, bevor unser erster Termin begann.

Dem folgte der nächste, der übernächste und so weiter, so dass wir am Abend schließlich mit hängenden Ohren dasaßen und am liebsten zum Wohnwagen gefahren wären, um uns ins Bett zu legen. Wir hatten jedoch eine Einladung zu Perry Rhodans Galaktischem Forum erhalten und wollten unbedingt hin. Es wurde eines der Highlights der Messe. Wir trafen Freunde, die wir seit mehr als dreißig Jahren kennen und die wie wir damals ihre ersten Schritte im Fandom gemacht hatten. Als wir das erste Mal auf die Uhr sahen, war es bereits sehr spät. Wir kamen daher zu entsprechend vorgerückter Stunde ins Bett und beschlossen, am Samstag erst einmal auszuschlafen. So gegen Mittag trafen wir wieder in den Messehallen ein und erlebten am Droemer-Knaur-Stand einen Andrang wie noch nie. Innerhalb kurzer Zeit hatten Sebastian Fitzek, Daniel Holbe, die Schauspielerin Julia Fischer sowie der Rapper MC Fitti und einige andere erfolgreiche Autoren ihre Auftritte am Stand. Das Publikumsinteresse war entsprechend hoch.

Wir waren als letzte an der Reihe und fanden ebenfalls viele interessierte Zuhörer vor. Als Neuheit durften die Verlage diesmal bereits am Samstag Bücher verkaufen, und dies hieß für alle, kräftig zu signieren. Der für unser Gefühl reichlich bemessene Vorrat an Autogrammkarten schwand immer mehr und wir waren schließlich froh, dass sie uns nicht ausgingen. Da wir am Sonntag jedoch noch im Signierzelt sein würden, mussten wir auf unsere eiserne Reserve im Wohnwagen zurückgreifen. Vorher aber gingen wir mit Julia Fischer und zwei Damen vom Verlag essen, verabschiedeten uns aber bald, da doch eine gewisse Erschöpfung durch die Buchmesse zu spüren war.

Am Sonntag verließen wir uns nicht auf die S-Bahn, sondern fuhren mit unserem Beerchen zum Messeparkhaus und kamen nach erfreulich kurzer Zeit an. Vor unserem ersten Termin signierten wir Autogrammkarten, dann ging es zum Lesezelt, wo wir gemeinsam mit Volker Klüpfel und Michael Kobr interviewt wurden, wie je zwei Autoren gemeinsam Bücher schreiben. Nicht zuletzt durch eine kurze Lesung aus Kommissar Kluftingers neuestem Fall wurde es eine sehr amüsante Stunde. Anschließend ging es ins Signierzelt. Sowohl die beiden Kluftinger-Autoren wie auch wir hatten gut zu tun. Unsere Autogrammkarten schwanden erneut, und obwohl wir am Vormittag eine Menge davon vorbereitet hatten, mussten wir zwischendurch immer wieder neue signieren. Als wir schließlich zum Stand zurückkehrten, war der dicke Packen, den Elmar vor unserer Fahrt nach Mörfelden in den Wohnwagen gebracht hatte, fast aufgebraucht.

Eigentlich wollten wir uns nur noch verabschieden. Es kamen jedoch immer wieder Fans zum Droemer-Knaur-Stand, kauften ein Buch und baten um eine Signatur. Diese Leute wollten wir nicht enttäuschen und durften als kleine Zugabe sogar den ersten neuen Dämmerlandroman 'Die List der Katzenfrau' als 'Sandra Melli' signieren. Nach einem Dankeschön an das Team am Droemer-Knaur-Stand verabschiedeten wir uns und verließen die Buchmesse mit dem Gefühl, dass es wieder einmal sehr schön gewesen war. Natürlich haben wir nur mit der Hälfte der Leute geredet, mit denen wir es gerne getan hätten, und mit etlichen anderen nur ein paar Worte gewechselt. Doch gibt es ja auch die Frankfurter Buchmesse 2015. Außerdem werden wir 2015 zum ersten Mal seit etlichen Jahren wieder auf der Buchmesse in Leipzig sein.

Iny und Elmar Lorentz

Stuttgart, Eltville, Paris und Orscholz

Bericht
von Iny und Elmar am 27-09-2014

Die Herbstreise 2014

Manche Reisepläne schreiben sich fast von selbst. Als wir für das Homer-Leseevent in Eltville zusagten, stellten wir fest, dass es eine ausgezeichnete Möglichkeit wäre, von dort aus nach Paris weiterzufahren. Unsere liebe Kollegin Nora Berger und ihr Ehemann Walter hatten nämlich angeboten, uns die Stadt zu zeigen. Kaum hatten wir für Paris geplant, erreichte uns eine Anfrage der Villa Cloef in Orscholz bezüglich einer Lesung. Gut, sagten wir, aber das geht nur auf unserer Rückreise von Paris. Dies ließ sich vereinbaren und so hatten wir eine Dreietappenreise vor uns. Zuletzt kam auch noch ein Zwischenstopp in Stuttgart mit Lesung und Signierstunde im Kaufhof hinzu.

Die Strecke nach Stuttgart, die in vergangenen Jahren wegen vieler Baustellen ein Schreckgespenst für Autofahrer gewesen war, legten wir diesmal ohne Probleme zurück und kamen daher viel zu früh im Kaufhof an. Wir nutzten die freie Zeit zum Essen und einem Gespräch mit der für uns zuständigen Abteilungsleiterin. Anschließend setzten wir uns mehr als eine halbe Stunde vor Beginn der Lesung auf unsere Plätze und signierten die ersten Bücher. Eine Dame war vor Kurzem pensioniert worden und hatte als Abschiedsgeschenk 'Die List der Wanderhure' erhalten. Diese wurde natürlich besonders signiert und wir unterhielten uns eine Weile mit ihr. Zu Beginn der Lesung stellte uns der Droemer-Knaur-Außendienstmitarbeiter Matthias den Zuhörern vor und stellte uns auch gleich einige Fragen, um die Neugier der Zuhörer zu stillen. Anschließend lasen wir mehrere Szenen aus der 'List der Wanderhure' vor, signierten zwischendurch immer wieder und beantworteten Reporterfragen. Es war eine angenehme Veranstaltung in einem schön gestalteten Rahmen, die uns viel Spaß gemacht hat. Natürlich kamen wir nicht so bald fort wie geplant, da immer wieder Leserinnen und Leser erschienen, um Bücher signieren zu lassen. Irgendwann aber war es dann doch vorbei und wir stiegen wieder in unser Beerchen, um nach Eltville weiterzufahren.

Nach Stuttgart hineinzukommen, war leicht gewesen, hinauszukommen hingegen schwer. Der Verkehr staute sich an etlichen innerstädtischen Baustellen und unsere prognostizierte Ankunftszeit in Eltville schob sich immer weiter nach hinaus. Als wir Stuttgart endlich hinter uns gelassen hatten, nervte uns das Navi mit sinnlosen Meldungen, die uns wünschen ließen, wieder wie früher mit Karte zu fahren.

Schließlich erreichten wir dann doch Eltville, checkten im Hotel ein und suchten das Lokal auf, in dem sich bereits etliche Homer-Autoren und Freunde versammelt hatten. Wir schlossen uns der fröhlichen Runde an, kamen aber an diesem Tag doch noch zu einer halbwegs vertretbaren Zeit ins Bett. Beim Frühstück am nächsten Morgen setzten wir uns mit Joël Tan zusammen und verbrachten die nächsten Stunden mit einem munteren Gespräch. Am Nachmittag trafen wir uns mit anderen Autoren in einem Café, ließen uns Latte macchiato schmecken und genossen das gesellige Beisammensein.

Am Abend folgte die Lesung unter dem Motto 'Schwerter, Schicksal, dunkle Zeiten' im Keller der kurfürstlichen Burg, der einen sehr passenden Rahmen abgab. Joël Tan, Claudia und Nadja Beinert, Marita Spang, Caren Benedikt und Daniel Wolf lasen je ein Stück aus ihren neuesten Romanen. Es war eine der besten Gruppen-Lesungen, die wir bislang miterlebt haben, und fand entsprechend begeisterte Zuhörer.

Nach der Lesung machte sich bei einigen Autorinnen und Autoren der Hunger bemerkbar, doch wir begriffen rasch, dass es zu später Stunde nicht leicht war, in Eltville noch etwas zu Essen zu bekommen. Der Wirt eines griechischen Lokals, der gerade schließen wollte, erbarmte sich schließlich unser und so kamen die hungrigen Mägen doch noch zu ihrem Recht.

Unterdessen waren auch Nora Berger und ihr Mann Walter in Eltville eingetroffen und hatten im selben Hotel wie Joël Tan und wir eingecheckt. Daher wurde es am Samstag ein sehr amüsantes Frühstück und wir mussten uns zuletzt beeilen, um rechtzeitig zur Stadtführung zu kommen. Bei dieser lernten wir die schönsten Stellen und vor allem die Geschichte von Alta Villa, wie Eltville einst hieß, kennen, und wandelten auf den Spuren von Johannes Gutenberg, der dort einige Jahre seiner Jugend verbracht hatte.

Der Abend sah uns dann im Kurfürstensaal der kurfürstlichen Burg. Gerit Bertram, Petra Schier, Regina Gärtner, Nicole Steyer, Nora Berger und wir führten die Zuhörer in vergangene Welten voller 'Pesthauch und Blütenduft', wie die Lesung diesmal hieß. Es war ebenfalls wunderschön, doch hinterher fanden wir keinen freundlichen Wirt mehr, der unseretwegen die Sperrstunde verlängerte. Daher musste uns ein Apfel als Abendessen reichen.

Nach dem Frühstück am Sonntag verabschiedeten wir uns von Joël Tan und die Fahrt zu unserem nächsten Ziel begann.

Paris war für uns zwar keine Messe, aber wenigstens eine Reise wert. Iny war in früheren Jahren schon mehrfach dort gewesen, Elmar allerdings noch nicht, und das wollten wir nachholen. Als Glücksfall erwies sich, dass Nora Berger und ihr Mann sich bereit erklärt hatten, uns durch die Stadt zu führen. Wir erlebten daher sechs herrliche Tage in ihrer Gesellschaft, in denen wir kreuz und quer durch Paris schweiften, dabei etliche Museen besuchten und sehr viel Lokalkolorit tankten. Wir hatten nicht nur mit Nora und Walter Glück, sondern auch mit dem Wetter. Es war sommerlich warm und der einzige Regen fiel am Abend vor unserer Abreise, während wir in einem Café nahe unseres Hotels saßen. Es hörte jedoch bald auf und so kamen wir trocken in unser Zimmer zurück.

An der Stelle bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei Nora und Walter, die nicht nur ihre Zeit für uns geopfert haben, sondern auch freundlicherweise auf unsere Sonderwünsche eingegangen sind. Es war einfach wundervoll mit euch!

Während Nora und Walter noch ein paar Tage in Paris bleiben konnten, hieß es für uns Abschied zu nehmen. Unser Weg führte uns weiter nach Orscholz im Saarland. Der erste Eindruck dort war eine Straßensperre wegen eines Umzuges sowie ein gewaltiger Regenguss, der uns im Auto nichts ausmachte, dafür aber den Teilnehmern der Festlichkeit umso mehr. Die meisten wurden pitschnass und einer meinte, dass er in seinen dreißig Jahren bei dem Umzug kein so schlechtes Wetter erlebt hätte. Wir hofften, dass es am nächsten Abend bei unserer Lesung besser sein würde, und meldeten uns im Hotel an.

Nach dem Frühstück am darauffolgenden Morgen spazierten wir zum Aussichtspunkt der berühmten Orscholzer Saarschleife. Gut 25 Jahre früher waren wir schon einmal dort gewesen und wunderten uns, wie schnell die Zeit vergangen war. Als dann der Abend kam, begaben wir uns ins Cloef Atrium, in dem die Lesung stattfand. Wie meistens kamen wir fast eine Stunde früher und signierten die ersten Bücher. Eine Dame hatte 'Die List der Wanderhure' und die Karte für die Lesung zum Geburtstag erhalten und war eine gute Stunde bis Orscholz unterwegs gewesen. Wir unterhielten uns ein wenig mit ihr, signierten weiter und sahen zu, wie der Saal sich immer mehr füllte. Selbst aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg waren Leute erschienen, um uns lesen zu hören.

Wir stellten zunächst mehrere Stellen aus der 'List der Wanderhure' vor und beantworteten dann nach einer Pause die Fragen der Anwesenden. Es wurde recht munter gefragt und wir berichteten die eine oder andere Anekdote aus unserem Autorenleben. Schließlich war die Neugier der meisten Zuhörer gestillt und die Veranstaltung wurde beendet. Wir blieben jedoch noch ein wenig und unterhielten uns noch mit ein paar Leuten. Es war eine sehr schöne Lesung in entspannter Atmosphäre und wir werden gerne wieder ins Saarland kommen. Dies wird bereits im Frühjahr 2015 der Fall sein, wenn sich die DeLiA-Autorinnen und -Autoren zu ihrem großen Jahrestreffen versammeln, und vielleicht schon vorher bei einer Lesung im Vorfeld der DeLiA-Tage.

Am nächsten Tag brachte uns unser Beerchen brav nach Hause. Aufgrund der langen Fahrt und der drei Stationen hatten wir diesmal in Hotels übernachtet. Jetzt aber freuen wir uns darauf, unseren Wohnwagen anzuspannen und nach Frankfurt zu fahren. Die Buchmesse ruft.

Iny und Elmar Lorentz

Herbstzeit

Bericht
von Iny und Elmar am 10-09-2014

Mittlerweile fallen die ersten Haselnüsse und Kastanien von Sträuchern und Bäumen und an so manchem Morgen legt der Herbstnebel seinen grauen Schleier über das Land. Die Zeit ist schnell vergangen. Uns ist es fast, als würden wir aufschauen und merken, dass wir bereits an den Romanen arbeiten, die wir gestern noch als Übernächste machen wollten. Es war bisher ein aufregendes Jahr und noch ist es nicht vorbei. Wir haben große und ergreifende Augenblicke erlebt, sei es bei Homer in Heidenheim, bei DeLiA in Büsum, in Prag am Set des goldenen Ufers oder der Uraufführung der Wanderhure in Bad Hersfeld. Auch unsere Nordatlantikreise war sehr schön und sehr fruchtbar, brachte sie doch etliche neue Ideen und Anregungen für mögliche Romane und weitere Recherchefahrten.

Schon in dieser Woche werden wir in Stuttgart und Eltville sein, und übernächste Woche in Mettlach-Orscholz an der großen Saarschleife. Auch taucht in der Ferne bereits die Buchmesse auf, und dort wird es wieder im Vorfeld eine Lesung geben.

Oktober, November und Dezember sind noch mehrere Lesungen geplant. Teilweise stehen die Termine schon hier auf unserer Homepage, bei Dreien aber liegen uns noch keine genauen Informationen vor. Sobald wir mehr wissen, werden wir die Lesungen umgehend eintragen lassen.



Was gibt es sonst Neues?


Iny Lorentz:


Die List der Wanderhure:

Inzwischen ist 'Die List der Wanderhure' erschienen. Es handelt sich dabei um keinen Folgeroman für 'Töchter der Sünde', sondern um den eingeschobenen Band vier der Wanderhurenreihe.

Die neue, chronologische Reihenfolge der Romane lautet daher:

Nr. 1: Die Wanderhure Nr. 2: Die Kastellanin Nr. 3: Das Vermächtnis der Wanderhure Nr. 4: Die List der Wanderhure

In diesen vier Romanen ist unsere Marie die Hauptperson.

Nr. 5: Die Tochter der Wanderhure

Hier ist Maries und Michels Tochter Trudi die Hauptperson.

Nr. 6: Töchter der Sünde

Dieser Roman erzählt die Abenteuer von Maries und Michels Sohn Falko.


Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass 'Die List der Wanderhure' bereits in der Auslieferungswoche auf Platz 14 der Spiegelbestsellerliste gekommen ist.

In der darauf folgenden Woche wird 'Die List der Wanderhure' auf Platz 5 stehen!

Wir sind überwältigt und danken all unseren Lesern für diesen Vertrauensbeweis.



Flammen des Himmels:

Im Dezember wird das Taschenbuch von 'Flammen des Himmels' erscheinen und zeigt das verzweifelte Bestreben unserer Heldin Frauke, in einer von Fanatismus und Hass geprägten Umwelt zu überleben.



Sandra Melli:


Die Seelendiebin:

An der Stelle wollen wir auf unseren Roman 'Die Seelendiebin' hinweisen, der unter Sandra Melli, unserem zweiten Pseudonym bei Knaur erschienen ist. Die Seelendiebin spielt in einem sagenhaften China und erzählt die Geschichte der Kurtisane Jin Mau und des Fürstensohnes Tie Hu.


Die List der Katzenfrau:

Ebenfalls bei Knaur erscheint in wenigen Wochen 'Sandra Mellis' vierter Band der Dämmerlandreihe unter dem Titel 'Die List der Katzenfrau'. Hier berichten wir weiter über unsere Helden Laisa und Rogon und ihren verzweifelten Kampf gegen Gayyad, den Feind aller Völker der Dämmerlande.



Anni Lechner:

Weltbild bringt mittlerweile alte Heimatromane von uns als E-Books heraus. Uns hat es damals sehr viel Spaß gemacht, diese Romane zu schreiben. Es handelt sich um kurze Geschichten in alpenländischer Umgebung mit Liebe, Intrigen und Abenteuern.



Damit wünschen wir unseren Fans und Freunden einen schönen und angenehmen Herbst!

Iny und Elmar Lorentz


Das DeLiA-Treffen in München

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2014

Das DeLiA-Treffen in München
oder
Die Reise nach Jerusalem

Einmal im Jahr findet mit den Liebesromantagen das große Treffen der DeLiA-Autorinnen und Autoren statt. Das ist immer eine große Sache mit sehr vielen Teilnehmern, bei der zu wenig Zeit bleibt, sie alle kennenzulernen. Aber es gibt dafür die kleinen, schnuckligen Treffen unter dem Jahr. Am Sonntag, den 06.07.2014 fand eines dieser Regionaltreffen in München statt. Erschienen waren Ursi Breidenbach, Heike Abidi, Alana Falk, Theresia Graw, Jeanette Sanders, Doris Strobl, Beatrix Mannel mit Ehemann und wir beide.

Die Terrasse des Cafés war ziemlich voll, doch wir wollten nicht in den Gastraum gehen, und setzten uns daher an die beiden letzten freien Tische. Die Runde füllte sich zusehends und es wurde über alles Mögliche geredet. Nach einer Weile stieg die Sonne hinter den Kastanien hoch und heizte uns kräftig ein. Wir rückten kurz entschlossen unsere beiden Tische mehr in den Schatten. Es wurde gegessen, getrunken und weitergeredet. Dann holte uns die Sonne erneut ein. Wir rückten noch ein Stück, und als eine Viertelstunde später ein Nebentisch frei wurde, wechselten wir blitzschnell dorthin.

Wer nun denkt, dies wäre das Ende gewesen, täuscht sich. Die Sonne verfolgte uns weiterhin unerbittlich. Wir rückten so weit in den Schatten, wie es nur ging, und spotteten bereits über die Reise nach Jerusalem, die wir hier veranstalteten. Erst am nächsten, frei gewordenen Tisch hatten wir endlich unsere Ruhe. Ein paar von uns meinten, dass man hier vielleicht doch ein paar Sonnenschirme mehr hätte aufstellen können. Es kann allerdings auch sein, dass sich der Wirt sagt, wer schwitzt, trinkt mehr, und das ergibt mehr Verdienst.

Auf jeden Fall war es ein schönes und amüsantes Treffen und wir freuen uns darauf, es wiederholen zu können.

Iny und Elmar Lorentz

In Ramstein-Miesenbach

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2014

Eigentlich war geplant, dass wir im Mai während der Rückfahrt aus Büsum einen Abstecher nach Ramstein-Miesenbach machen und dort lesen würden. Da jedoch der Press-Day für 'Das goldene Ufer' in Prag vorverlegt wurde, mussten wir die Lesung verschieben. Am 02.07. ergab sich die Gelegenheit, sie nachzuholen. Bei der Abfahrt regnete es und für eine gewisse Strecke fühlten wir uns an die Fahrt nach Waldburg erinnert. Ab Stuttgart klarte es dann auf und es kam sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an Burg Trifels vorbei. Dort wurden zu Zeit der Staufer ebenfalls für eine gewisse Zeit die Reichsinsignien verwahrt. Außerdem erinnert die Gegend an Richard Löwenherz, der dort einige Zeit als unfreiwilliger Gast verbracht hatte.

Durch den Regen zu Beginn und mehrere Staus kamen wir später an als erhofft und konnten gerade noch im Hotel einchecken. Dann ging es bereits weiter zum Haus des Bürgers. Dort hatten wir uns mit Frau Leiner von der Stadtbibliothek verabredet und führten mit ihr während des Abendessens ein interessantes Gespräch. Da der Kellner eher wie eine Schnecke als wie ein Blitz servierte, waren wir froh, dass der Saal, in dem wir lesen sollten, im gleichen Haus untergebracht war, sonst wären wir auch noch zu spät zur Lesung gekommen.

Im Saal hatte sich bereits eine erwartungsfrohe Zuhörerschaft eingefunden. Frau Leiner stellte uns vor, dann versetzten wir die Leute in das Texas des Jahres 1830 und ließen sie am Leben Walthers, Giselas und Nizhonis teilhaben. Unser Vortrag wurde sehr gut aufgenommen und anschließend berichteten wir über unsere Reise nach Prag zum Set des 'Goldenen Ufers' und nach Bad Hersfeld zur Welturaufführung der 'Wanderhure' auf der Freilichtbühne in der Stiftsruine.

Natürlich gab es auch viele Fragen, die wir gerne uns ausführlich beantworteten. Auch nach dem offiziellen Ende der Lesung blieb noch ein harter Kern an Zuhörern und es ergaben sich einige angenehme Gespräche. Daher kamen wir erst recht spät ins Bett. Der nächste Morgen begann dadurch etwas arg früh, aber die gute Stimmung der Lesung wirkte noch nach und so fuhren wir frohgemut los. Zum Glück zeigte das Schicksal ein Einsehen, denn wir gerieten nur in einen einzigen, relativ kurzen Stau und kamen ohne Probleme nach Hause.

Iny und Elmar Lorentz

Auf der Waldburg

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2014

Kaum von Bad Hersfeld und der Uraufführung der Wanderhure auf der Freilichtbühne der Stiftsruine zurückgekehrt, stand bereits der nächste Termin an. Es ging zum Mittelaltermarkt nach Waldburg. Wir hatten mit Herrn Schäfer vom 'Verein der Freunde der Waldburg', der diesen Markt veranstaltete, vereinbart, am Sonntag, den 29.06., dort zu lesen. Da wir auf einem Mittelaltermarkt nicht nur aus einem Roman über Texas um 1836 lesen wollten, nahmen wir auch 'Flammen des Himmels' mit, das zeitlich besser passte.

Wir wollten gemütlich über den Markt schlendern, einen Met trinken und anschließend lesen. Der Himmel wollte es jedoch anders. Als wir Sonntagvormittag in unser Beerchen stiegen, goss es wie aus Kübeln. Unsere Hoffnung, es könnte auf Waldburg zu besser werden, schwand, je näher wir unserem Ziel kamen. Die Kübel, aus denen es schüttete, wurden immer größer. In Waldburg angekommen, berichtete Herr Schäfer uns, dass es am Tag vorher noch herrlichstes Wetter gewesen wäre. Auch wäre der Besuch auf dem Markt gigantisch gewesen. Nun aber strömten die Besucher nur als dünnes Rinnsal durch die Marktgassen.

Auch Elmar sah sich die Stände an, doch ihm fehlte bei diesen Umständen die Lust auf Met. Stattdessen brachte uns ein Mitglied des Vereins auf die namensgebende Waldburg, wo wir zuerst essen und danach an einer Burgführung teilenehmen konnten. An diesem Ort wurden zur Zeit Kaiser Friedrichs II. für eine gewisse Zeit die Reichsinsignien verwahrt. Der Verein der Freunde der Waldburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Krone, Zepter, Reichsapfel und die Heilige Lanze als Repliken auf der Burg auszustellen, und so konnten wir sie dort bewundern.

Als dann die Zeit der Lesung nahte, waren wir in Sorge, dass nur ein paar Zuhörer den Elementen trotzen würden. Zu unserer Freude füllte sich der Saal zusehends und es kam eine recht stattliche Zahl zusammen. Wie geplant lasen wir zuerst ein Stück aus 'Der weiße Stern', um dann mit unseren Zuhörern in das Münster des frühen 16. Jahrhunderts überzuwechseln. Es wurde eine sehr angenehme Lesung, die in der üblichen Fragerunde mündete. Selbst nach deren Ende blieben noch etliche Fans und es ergab sich die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen.

Den erhofften Abschlussspaziergang über den Markt verhinderte nicht nur das Wetter, sondern auch die Tatsache, dass die Standbetreiber langsam ihre Sachen zusammenräumten. Das Ende des Marktes war nahe, und damit für uns auch der Abschied aus Waldburg, dass wir liebend gern bei besseren Wetterbedingungen kennengelernt hätten.

Iny und Elmar Lorentz

Bad Hersfeld

Bericht
von Iny und Elmar am 01-07-2014

Die Wanderhure in der Stiftsruine
Nach bislang fünf und demnächst sechs Romanen und drei Filmen hat unsere Marie auf der Freilichtbühne in der Stiftsruine von Bad Hersfeld ein neues Wirkungsfeld betreten. Für uns war es bereits im Vorfeld klar, dass wir Marie in die Stiftsruine begleiten würden. Da sich schon vor der Welturaufführung mehrere Termine ankündigten, sind wir ein paar Tage früher angereist.

Als Erstes trafen wir uns mit Moni und Andi, die wir bei der Buchmesse in Frankfurt kennengelernt hatten, und verbrachten einen angenehmen Nachmittag mit ihnen im Café Landlust. Sowohl Moni und Andi als auch die Besitzerin des Cafés gaben uns einige Tipps, die sich in den nächsten Tagen als wertvoll erwiesen.

Bei einem Ausflug in die Umgebung von Bad Hersfeld haben wir nicht nur viel Landschaft, sondern auch eine malerische Burg kennengelernt. Doch wir hatten nicht lange Zeit für romantische Orte, denn mit einem Interview bei der Hersfelder Zeitung begann die Einstimmung auf die Uraufführung der Wanderhure. Als Nächstes folgte eine ungewöhnlich stark besuchte Signierstunde in der Hoehlschen Buchhandlung, Zweigstelle City Galerie. Am Montag danach standen wir vor der imposanten Kulisse der Stiftsruine dem Rundfunk Meissner RFM Rede und Antwort. Es war ein sehr lebhaftes Gespräch, das uns sehr viel Spaß gemacht hat.

Am nächsten Tag hatten wir ein Interview mit dem Hessischen Rundfunk und kurz darauf trafen unsere Agentin Lianne, unserer Filmagentin Isabel sowie unserer Cheflektorin Christine ein. Die Aufregung war allen anzumerken, und so war es kein Wunder, dass sich das Gespräch beim gemeinsamen Abendessen zumeist um die bevorstehende Uraufführung der 'Wanderhure' drehte.

Den Mittwochvormittag verbrachte jeder nach seinem Gusto, sei es beim Friseur, bei einer Massage im Kurzentrum oder – wie wir – vor dem Laptop. Bei aller Euphorie über unsere Marie auf der Freilichtbühne wollen auch die neuen Romane geschrieben werden. Außerdem war es die beste Gelegenheit, die eigene Nervosität in geregelte Bahnen zu lenken. Am frühen Nachmittag traf Iris Klockmann ein – eine ganz liebe Kollegin – und da gab es natürlich viel zu bereden. Kurze Zeit später stießen unser Trauzeuge Günter und dessen Lebensgefährtin zu uns, die es sich ebenfalls nicht nehmen lassen wollten, 'Die Wanderhure' auf der Bühne zu erleben.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um uns dort mit Lianne und Isabel zu treffen. Unterwegs kamen uns Carmen und Andi entgegen, die schon oft Lesungen von uns besucht hatten und ebenfalls auf die Bühnenfassung der 'Wanderhure' gespannt waren. Wir setzten unseren Weg gemeinsam fort, bis schließlich Herr Lauke vom renommierten Bühnenverlag Ahn & Simrock und unsere Agentin Lianne zum traditionellen Abendessen am 'Verlegertisch' baten. Außer Frau Chory und Herrn Lauke von Ahn & Simrock, Lianne und Isabel nahmen auch Gerold Theobald, der Bühnenautor der 'Wanderhure', der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele Holk Freytag, unsere Cheflektorin Christine, Liannes Ehemann Christian und wir teil. Das Essen war exquisit, nur konnten wir ihm in unserer Anspannung nicht ganz die Ehre erweisen, die es verdient hätte. Uns drängte alles in die Stiftsruine. Zwar hatten wir diese bereits drei Tage vorher bei einer Aufführung von Felix Mendelson-Bartholdys 'Elias' durch die Sinfonia Silesia Katowice und dem Bad Hersfelder Chorverein kennengelernt. Es war jedoch etwas anders, sie jetzt mit dem Gedanken zu betreten, dort in wenigen Minuten unsere Marie zu erleben.

Die Stiftsruine Bad Hersfeld stellt eine imposante Kulisse dar, aber die Nächte darin können sehr kalt sein. Die Zuschauer hatten zumeist gut vorgesorgt. Auch wir waren mit Decken und Sweatshirts ausgerüstet und anders als die Akteure auf der Bühne Wind und Wetter nicht so stark ausgeliefert. Nicht zuletzt deshalb hatten wir gebetet, dass es an diesen Abend nicht regnen würde. Am Nachmittag war noch ein Wolkenbruch über Bad Hersfeld niedergegangen, doch gegen 18:00 Uhr klarte es auf, und es ließ sich sogar noch die Sonne blicken. Es blieb auch trocken, doch die Temperaturen sanken bis auf sieben Grad. Wir bewunderten die Schauspielerinnen und Schauspieler, die teilweise sehr leicht bekleidet ihre Rolle spielten und auch völlig darin aufgingen.

Das Theaterstück war einfach phänomenal. Wir vergaßen ganz die Kälte und die Leute um uns herum und sahen nur noch das Geschehen auf der Bühne. Andrea Cleven lebte die Marie mit einer Leidenschaft, die uns fast die Tränen in die Augen trieb. Julian Weigend, der mit Ruppertus die gleiche Rolle spielte, die er bereits im Film eingenommen hatte, verblüffte uns erneut damit, dass ein so liebenswürdiger Mensch einen so infamen Charakter spielen kann. Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler waren ausgezeichnet. In den Gesprächen am nächsten Morgen hatte fast jeder, mit dem wir sprachen, seinen eigenen Favoriten. Gleichgültig, ob Hanka Mark als Hiltrud, Oda Pretzschner als Mechthild von Arnstein, Lorris A. Blazejewski als Michel, Britta Boehlke als Bertha, Stephan Ullrich als Dietmar von Arnstein, uns begeisterten einfach alle.

Nach dem Ende des Theaterstücks erhielten alle Akteure den ihnen zustehenden Applaus einschließlich stehender Ovationen. Auch wir durften zusammen mit Gerold Theobald auf die Bühne und brachten dort unsere Glückwünsche an. Es war einfach überwältigend. Dies sagten wir auch in die Mikrophone, die uns anschließend hingehalten wurden. Wir waren schon mit großen Erwartungen nach Bad Hersfeld gekommen, denn diese Freilichtbühne gilt als Bedeutendste in Deutschland. Was aber Andrea Cleven, Julian Weigend und alle anderen Schauspielerinnen und Schauspieler geboten haben, war unvergleichlich. Wir wollen an dieser Stelle auch nicht Janusz Kica vergessen, den Regisseur der Bad Hersfelder 'Wanderhure'. Er, aber auch alle anderen angefangen von Holk Freytag und Gerold Theobald über die Schauspieler bis hin zu all den fleißigen Menschen im Hintergrund haben uns einen unvergesslichen Abend geschenkt.

Am nächsten Vormittag durften wir uns im historischen Sitzungssaal im Beisein von Bürgermeister Thomas Fehling ins Goldene Buch der Stadt Bad Hersfeld eintragen und werden dort für immer neben den Namen großer, bedeutender Menschen stehen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure jetzt auch in den USA !

Info
von Iny und Elmar am 06-06-2014

Die Wanderhure jetzt auch in den USA !
Die Wanderhure hat jetzt auch die Vereinigten Staaten erreicht!
Die Titelbilder des Buches und der beiden Hörbuchausgaben können auf dieser Homepage unter -> Werke -> Iny Lorentz -> Die Wanderhure bewundert werden.

Drehschluss!

Info
von Iny und Elmar am 05-06-2014

Drehschluss!
Die Dreharbeiten für 'Das goldene Ufer' in Prag sind abgeschlossen!
Wir danken allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz.

Zwar wissen wir, dass noch viel Arbeit bis zur endgültigen Fertigstellung des Films geleistet werden muss, freuen uns aber jetzt schon darauf, ihn zu sehen.

Iny und Elmar Lorentz

DeLiA in Büsum

Bericht
von Iny und Elmar am 28-05-2014

Wir sind Mitglieder mehrerer Autorenvereinigungen wie Homer und dem Syndikat, aber auch bei DeLiA, der Vereinigung der Liebesromanautorinnen und –autoren. Das heurige Jahrestreffen von DeLiA fand in Büsum statt, und das liegt für uns am anderen Ende der Republik.

Wegen der langen Anreise entschlossen wir uns, den Wohnwagen anzuhängen und vorher noch ein paar Tage Urlaub zu machen. Zwei Dinge dämpften jedoch die Urlaubsstimmung. Zum einen war das Wetter zunächst eher bescheiden. Wir kamen nicht einmal trocken in das weniger als 300 Meter entfernte Restaurant und zum Zweiten schneite uns ein Lektorat für einen unserer Romane ins Haus, das ganz dringend gemacht werden musste. Da das Wetter nicht gerade zu langen Ausflügen und Wanderungen einlud, blieben wir meistens im Wohnwagen und kamen mit dieser Arbeit gut voran.

Mehrere andere DeLiA-Mitglieder waren ebenfalls eher angereist und tauschten sich in Facebook über das schlechte Wetter aus. Als es jedoch auf die DeLiA-Tage zuging, besserte es sich und wir konnten wieder durch Büsum streifen. Am Mittwoch begegneten wir Kate Sunday und am Donnerstag trafen wir uns mit Sigrid Kopatzki, Sylvia Filz, Andrea Reichart, Micaela Jary und Petra Schier zu einer kleinen Vorfeier im Café Knüppel.

Donnerstag begannen schließlich die DeLiA-Tage. Am Nachmittag versammelten sich alle im Hotel zur Alten Post und es zeigte sich, dass sehr viele Mitglieder dem Ruf nach Büsum gefolgt waren. Wir sahen etliche bekannte und auch neue Gesichter, und die ersten Stunden vergingen wie im Flug. Nach dem Abendessen begann der erste, offizielle Programmpunkt der DeLiA-Tage mit einer Lesung in der Gemeindebücherei. Dort gab es eine ausgezeichnete alkoholfreie Bowle und dann lasen Sandra Regnier, Charly von Feyerabend, Claus Karst, Britta Orlowski und Kate Sunday aus ihren Werken.

Am Freitag mussten einige DeLiAs früh aufstehen, denn es standen Schullesungen an. Dafür ausgewählt worden waren Kerstin Gröper, Heike Abidi, Thomas Jeier, Andrea Reichart und Kyra Dittmann. Der Rest konnte ausschlafen. Mittag fand in der Kreissparkasse Büsum eine Signierstunde mit Kerstin Gier, Eva Völler, Ursi Breitenbach, Constanze Wilken und uns statt. Dann ging es auch schon zum Mittagessen und der anschließenden Mitgliederversammlung in die Alte Post. Bei so vielen versammelten DeLiAs und einigen interessanten Programmpunkten benötigte die Mitgliederversammlung ihre Zeit, und es musste zuletzt etwas Gas gegeben werden, damit sie vor dem Abendessen beendet war.

Am Abend fand die große Lesenacht im Kurhaus statt. Beteiligt waren Elisabeth Büchle, Patricia Mennen, Kerstin Gier, Angelika Schwarzhuber, Tania Krätschmar und wir. Es war eine sehr schöne – und als Kerstin las – auch eine lustige Veranstaltung. So lernten wir bei Kerstin 'Rasierspaß Ken' kennen, sprich Barbies Freund mit Dreitagebart. Nicht wenige hielten ihn für Kerstins Erfindung. Aber es gibt ihn wirklich! Nach der Lesung suchten einige DeLiAs die nächste offene Kneipe. Wir hingegen kehrten zu unserem Wohnwagen zurück, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

Der Samstag begann für die meisten DeLiAs mit einer Kutterfahrt oder einer Wattwanderung. Wir schwänzten beide und legten letzte Hand an unser Lektorat. Am Nachmittag folgten mehrere Workshops. So referierten Sandra Thoms, Eva Völler und Petra Schier über 'Schreiben und Veröffentlichen', Jeanine Krock sprach über 'Let's Talks About Sex' und Nicole Steyer über 'Lesungen selbst organisieren'.

Da an dem Abend die Gala mit anschließendem Büffet stattfand, fiel das Abendessen für die meisten aus. Wir suchten trotzdem das Café Knüppel auf und nahmen eine Kleinigkeit zu uns. Anschließend ging es wieder in den gut gefüllten Kursaal, in dem Andrea Reichart ganz professionell die Gala moderierte. Wir konnten noch mit ein paar Damen von verschiedenen Verlagen sowie mit einigen DeLiAs reden. Zum Ende der eigentlichen Gala, also leider zum Beginn des gemütlichen Teils mussten wir den Saal verlassen und zu unserem Wohnwagen zurückkehren, weil wegen der nächsten Reise nach Hause fahren mussten.

Am nächsten Morgen holte uns der Wecker viel zu früh aus dem Schlaf. Es galt für uns, die Strecke von Büsum nach Hause an einem Tag zu schaffen. Dies gelang uns trotz der Beschränkungen, die der Wohnwagen mit sich bringt, und als wir diesen am späten Abend abstellten und die letzten Meter zu unserem Häuschen zurücklegten, war das Abenteuer Büsum Vergangenheit und das Abenteuer Prag lag vor uns.

Iny und Elmar Lorentz

Drehstart von "Das goldene Ufer"

Info
von Iny und Elmar am 01-05-2014

Pressemitteilung

Drehstart von "Das goldene Ufer" – Ulrike Folkerts, Miriam Stein, Volker Bruch und Walter Sittler in einem historischen Liebesfilm für das ZDF

In Prag fiel in der vergangenen Woche die erste Klappe für den historischen Liebesfilm "Das goldene Ufer" (Arbeitstitel). Der mit aufwändigen, zeitgenössischen Kostümen produzierte Film basiert auf der erfolgreichen Romanvorlage von Iny Lorentz. Zur prominenten Besetzung gehören Miriam Stein, Volker Bruch, Ulrike Folkerts, Walter Sittler, Hans-Peter Hallwachs, Rolf Kanies, Michael Mendl und andere. Regie führt Christoph Schrewe (ZDF-Reihe "Borgia") nach einem Drehbuch von Benjamin Hessler und Florian Oeller. "Das goldene Ufer" erzählt die Geschichte der beiden Kriegswaisen Gisela (Miriam Stein) und Walther (Volker Bruch) im deutschen Vormärz. Die adelige Vorherrschaft sieht schweren Zeiten entgegen – die politische Aufklärung und der bürgerliche Ruf nach Chancengleichheit stehen vor der Tür. Nach wie vor gelten dennoch die Regeln von Oben und Unten, von von Geburtsrecht und lebenslanger Knechtschaft. Und inmitten dieser Verhältnisse begehrt die Jugend auf. Es ist das Jahr 1825 auf dem Gut der Grafenfamilie von Rennitz im Königreich Hannover: Gisela und Walther, die vor 10 Jahren als Waisenkinder nach Gut Rennitz kamen, verdingen sich dort inzwischen als Hausmagd und Knecht. Doch Gisela weiß, dass das Leben mehr zu bieten haben muss als einen Tag ohne Demütigungen durch die Gräfin von Rennitz (Ulrike Folkerts) und die Hoffnung auf einen zweiten Sack Stroh zum Schlafen. Sie glaubt an ein Recht auf Glück und Selbstbestimmung, und versucht unter Einsatz ihres eigenen Lebens, einem verfolgten Knecht zu helfen, der aus Hunger einen Laib Brot gestohlen hat. Walther dagegen bekommt die Chance, im bestehenden System aufzusteigen: Als der Graf (Walter Sittler) erkennen muss, dass der Adel nicht mehr wie selbstverständlich privilegiert behandelt wird, versieht er Walther mit einer neuen Aufgabe und schickt ihn zu Vertragsverhandlungen auf die Holzmesse nach Göttingen – sehr zum Unmut seines Sohnes Diebold (Trystan Pütter), der im Wetteifern um die Gunst des Vaters einen heimtückischen Plan schmiedet. Walther und Gisela müssen sich entscheiden, ob ihre Zukunft im Ideal eines demokratischen Deutschlands oder unter der Geißel der Aristokratie liegt. Oder ob sich ihre Wünsche in ihrer Heimat gar nicht erfüllen können…."Das goldene Ufer" ist eine Andreas Bareiss Produktion der TV60Film im Auftrag des ZDF, Produzenten sind Andreas Bareiss und Sven Burgemeister. Die Redaktion beim ZDF haben Heike Hempel und Anna Bütow. Gedreht wird bis Anfang Juni 2014 in Prag und Umgebung. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
twitter.com/ZDF
Fotos von den ersten Drehtagen sind erhältlich über
ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über ??? Mainz, 30. April 2014

Homer in Heidenheim

Bericht
von Iny und Elmar am 30-04-2014

Das Festival der historischen Literatur

Vor fast genau einem Jahr traf sich eine Gruppe Autorinnen und Autoren in Ulm, dort eine Vereinigung für historische Romane zu gründen. Niemand von denen, die damals dabei waren, konnte ahnen, wie rasch das damals gesetzte Pflänzlein wachsen und gedeihen würde.

Mittlerweile zählen fast vierzig Autorinnen und Autoren zu Homer, und die meisten davon waren beim ersten Jahrestreffen dabei. Die Zahl der anwesenden Autoren war jedoch noch höher. Homer vergab nämlich in fünf Kategorien Preise für die besten historischen Romane des Jahres, und so hatten viele der Nominierten den Weg nach Heidenheim angetreten.



Auch wir beluden unser Beerchen, der den Dicken als Fahrzeug abgelöst hatte, und fuhren mit unserer Freundin Ingeborg nach Heidenheim. Zwar hielten uns noch die Nachwirkungen einer hartnäckigen Bronchitis in den Klauen, aber wir wollten das Jahrestreffen um nichts in der Welt versäumen. Da wir einen Tag eher anreisten, trafen wir uns am Abend mit Silvia Stolzenburg, die diesen Event organisiert hatte, deren Ehemann und Dr. Herbert Antl zum Essen und einem angeregten Gespräch.

Den nächsten Vormittag streiften wir zu dritt durch Heidenheim und testeten auf dem Weg von Schloss Hellenstein in die Innenstadt unsere Konstitution. Danach benötigten wir dem Nachmittag zur Regeneration. Am Abend ging es dann zum Marsstall des Schlosses und zum ersten Höhepunkt des Treffens, nämlich der Preisverleihung für die besten historische Romane. Diese Veranstaltung wurde von Dr. Herbert Antl und seiner Assistentin Caren Benedikt meisterhaft moderiert. Für das Rahmenprogramm sorgten die Württemberger Ritter e.V., die auch das Catering übernahmen und nicht nur ausgezeichnete Schnittchen, sondern auch Suppen nach mittelalterlichen Rezepten anboten. Außerdem musizierten sie im Burghof und bewiesen in Schaukämpfen ihre Künste. Die musikalische Umrahmung der Preisverleihung bestritt Eva-Ruth Landys, die zum Klang ihrer Gitarre die famose Bandbreite ihrer Sangeskunst zum Besten gab.

Die Gewinner des Goldenen Homer 2014 sind:

Heidi Rehn für 'Die Liebe der Baumeisterin' Silvia Stolzenburg für 'Der Teufelsfürst' Daniel Wolf für 'Das Salz der Erde' Oliver Pötzsch für 'Der Hexer und die Henkerstochter' Guido Dieckmann für 'Schleichendes Gift'


Geehrt wurden weiterhin Martina Sahler (Weiße Nächte, weites Land), Claudia und Naja Beinert (Die Herrin der Kathedrale), Friederike Schmöe (Das geheime Wissen der Zofe), Ulf Schiewe (Das Schwert des Normannen), (Die Hure Babylon), Gerhard Loibelsberger (Todeswalzer).

Zu unserer großen Überraschung wurden auch wir auf die Bühne gerufen und erhielten den Goldenen Ehrenpreis für unsere Verdienste um den historischen Roman, was Iny zu dem Ausruf "Ihr Verrückten!" hinriss.

Während auf dem Burghof von Schloss Hellenstein die Fackeln erloschen, feierten wir im Hotel weiter, bis unsere Konstitution ein scharfes Halt befahl und uns in unser Zimmer zwang.

Am Samstagvormittag trafen die HOMER-Mitglieder sich zunächst zur Mitgliederversammlung, die sich durch einige interessante Diskussionen auszeichnete, aber ebenso schnell wie erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Es folgte das Mittagessen im Stattgarten, das sich sehr weit in den Nachmittag hineinzog. Dort waren nicht nur die Homer-Mitglieder anwesend, sondern auch viele Gäste vom Vorabend, und es gab lange, interessante Gespräche. Der restliche Nachmittag diente dazu, unseren arg stotternden Motoren etwas Ruhe zu gönnen. Am Abend fand nämlich im Schlosshotel nach dem Motto 'speise und lausche' die Lesung der Preisträger statt.

Ein mittelalterliches Menü und ausgezeichnete Lesungen ließen diesen Programmpunkt zu einem Genuss werden. Erneut führte Herbert Antl gekonnt durch das Programm, diesmal assistiert von Nicole Köster, die ihren Part ebenfalls ausgezeichnet hinter sich brachte. Es lasen: Heidi Rehn aus 'Die Liebe der Baumeisterin', Daniel Wolf aus 'Das Salz der Erde' und Gerhard Loiblsberger aus 'Todeswalzer'. Für die musikalische Untermalung sorgte erneut Eva-Ruth Landys, die das Piano ebenso meisterhaft beherrschte wie am Vorabend die Gitarre.

In den Pausen gab es wieder viele Gespräche. Wir begrüßten alte Freude und lernten neue kennen, und kehrten am Ende der Veranstaltung mit vielen schönen Eindrücken in unser Zimmer zurück. Andere hielten länger durch, aber wir waren eben nicht voll auf dem Damm.

Der nächste Tag begann mit einer großen Sorge. Die Bronchitis hatte sich bei uns auf die Stimmen ausgewirkt und wir hatten Angst, bei unserer eigenen Lesung im Museum im Römerbad nur krächzen zu können. Um dagegen zu wirken, verdarben wir uns die Mägen mit Halspastillen und machten uns mit Ingeborg und Iris Klockmann auf den Weg zum Ort des Geschehens. Es regnete, nachdem es die Tage vorher schön gewesen war, doch wir fanden glücklicherweise einen nahe gelegenen Parkplatz. Den Lesereigen begann Ulf Schiewe mit 'Das Schwert des Normannen'. Es folgte Eva-Ruth Landys mit 'Stadt der Schuld' und Regina Gärtner mit 'Unter dem Südseemond'. Alles drei lasen ausgezeichnet und wir befürchteten bereits, zu sehr dagegen abzufallen. Zu unserer Erleichterung hielten unsere Stimmen bei 'Der weiße Stern' jedoch durch. Es war der letzte Programmpunkt dieses Jahrestreffens und viele verabschiedeten sich, um in ihre Heimat zurückzukehren. Eine kleine Gruppe, zu der auch wir gehörten, entschloss sich, noch gemeinsam zu Mittag zu essen.

Wir waren mit als erste nach Heidenheim gekommen und gehörten mit zu den Letzten, die diese schöne Stadt wieder verließen. Hinter uns lagen schöne, inspirierende Tage und die frohe Erkenntnis, dass Homer sich in einer überraschend guten Weise entwickelt hatte. Unser Dank gilt Silvia Stolzenburg, Eva-Ruth Landys, Caren Benedikt, Nicole Köster, Herbert Antl und allen anderen, die dafür gesorgt haben, dass es ein so schönes Treffen geworden ist.

Iny und Elmar Lorentz

Neues im April

Info
von Iny und Elmar am 07-04-2014

Die ersten drei Monate des Jahres sind bereits Vergangenheit. Wir aber wollen weniger nach hinten als vorne schauen. Der April bringt mit den Homer-Literaturtagen einen weiteren Höhepunkt in diesem Jahr.

Etliche ausgezeichnete Autorinnen und Autoren historischer Romane werden in Heidenheim zusammenkommen und es finden natürlich auch Lesungen statt.

Mehr Infos bei: blog.homer-historische-literatur.org

Und hier auf der Homepage bei Lesungen!





Lesungen:

Mittlerweile stehen auch die ersten Lesungen für das Jahr 2014 fest. Die entsprechenden Informationen sind auf dieser Homepage unter 'Lesungen' zu finden.




Neue Romane:


Die Wanderapothekerin:

Uns haben in den letzten Wochen viele Anfragen von Leserinnen und Lesern erreicht, ob dieser bislang nur als E-Book erschienene Roman auch einmal in gedruckter Form vorliegen würde.

Wir können all unsere Leser beruhigen: 'Die Wanderapothekerin' wird selbstverständlich auch als Buch herauskommen werden. Unklar ist allerdings noch, wann dies geschehen wird. Vorerst aber dürfte 'Der weiße Stern' und die weiteren Abenteuer Walther Fichtners und seiner Familie in Texas die Wartezeit auf 'Die Wanderapothekerin' erträglich werden lassen.




Der weiße Stern:

Mit 'Der weiße Stern' ist der zweite Band der Abenteuer unserer Auswandererfamilie Fichtner erschienen. Dieses Buch stellt für uns ein kleines Jubiläum dar. Es hat es nämlich auf Anhieb auf die Harenberg-Bestsellerliste (Spiegel-Bestsellerliste) geschafft und ist damit die 30. Buchausgabe eines Iny-Lorentz-Romans auf dieser Liste. Ohne unsere treuen Leser hätten wir das nicht geschafft! Ganz lieben Dank! Wir versprechen euch, auch in Zukunft spannende und emotionale Romane zu schreiben!

Mit diesem Roman ist die Geschichte um Walther Fichtner und seiner Familie noch lange nicht zu Ende erzählt. Es geht noch zwei Bände weiter und wir werden dabei noch einige markante Ereignisse der texanischen und amerikanischen Geschichte miterleben.



Damit wünschen wir all unseren Leserinnen und Lesern eine schöne Zeit, frohe Ostern und viel Spaß mit unseren Romanen!

Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten

Lesung
von Iny und Elmar am 02-03-2014

Was gibt es Neues?
Nach den aufregenden Monaten bis zur Ausstrahlung der 'Pilgerin' beim ZDF läuft das Leben für uns derzeit wie ein sanft fließender Strom. Dennoch gibt es einiges zu berichten.

Iny Lorentz, Die Wanderapothekerin:

Zusammen mit Droemer-Knaur haben wir uns ins kalte Wasser gewagt und einen Roman geschrieben, den es vorerst nur als E-Book zu kaufen gibt. Es handelt sich dabei um 'Die Wanderapothekerin', die von unserer Heldin Klara Schneidt erzählt. Klara macht sich Anfang des 18. Jahrhunderts mit ihrem Reff voller Arzneimittel auf eine lange und gefährliche Wanderung durch die deutschen Lande. Der Roman erschien zunächst mit einem Prolog und sechs Teilen als E-Book-Serial und danach zur Gänze als E-Book. Wann es eine Printausgabe der 'Wanderapothekerin' geben wird, ist derzeit noch ungeklärt.

Link auf:
www.droemer-knaur.de/ebooks/7950897/die-wanderapothekerin



Mara Volkers:

Die vier Mara Volkers Romane 'Die Reliquie', 'Die Tochter der Apothekerin', "Die schwarze Königin' und 'Die Tore der Geister' sind bei Weltbild als E-Books erschienen.

'Die Reliquie' und 'Die Tochter der Apothekerin' gehören zu unseren mittelalterlichen 'Teufelsromanen', bei denen die himmlischen und höllischen Mächte für die Menschen sehr real sind und in das Geschehen mit eingreifen.

Im Gegensatz dazu sind 'Die schwarze Königin' und 'Die Tore der Geister' moderne Fantasy-Romane, die hier und heute spielen.

Link auf:
www.weltbild.de/9/mara+volkers



Anni Lechner:

Weiter geht es mit E-Books! Vor vielen Jahren hat Elmar Heimatromane für Bastei geschrieben. Jetzt bringt Weltbild die Ersten davon als E-Book-Sammelbände zu je drei Romanen heraus.

Link auf:
www.weltbild.de/9/anni+lechner



Die Wanderhure:

Die Wanderhure hat es auf die Bretter geschafft, die die Welt bedeuten, und wird heuer im Rahmen der Bad Hersfelder Festspiele auf der dortigen Freilichtbühne aufgeführt. Wir freuen riesig darüber und werden natürlich einmal dabei sein und zuschauen.

Link auf:
www.bad-hersfelder-festspiele



Was gibt es sonst noch zu berichten? Wir arbeiten gerade an dem Lektorat für den vierten Roman der Dämmerlandreihe und gehen die Druckfahnen der 'Seelendiebin' durch. Es sind Arbeiten, die man als Autor hasst, weil sie einem auf dem normalen Schreibrhythmus reißen. Zum andern ist es ein Wiedersehen mit alten Freunden und man erinnert sich gerne an die langen Stunden, die man beim Schreiben gemeinsam mit ihnen verbracht hat.

Link auf:
www.droemer-knaur.de/die-seelendiebin



Lesungen:

Noch gibt es keine genauen Termine, doch man wird uns Ende April bei den Homer-Literaturtagen in Heidenheim, Mitte Mai bei den Liebesromantagen von DeLiA in Büsum und am 30.06. auf dem Mittelalterfest in Waldburg erleben können.

Iny und Elmar Lorentz

Das Jahr 2014 beginnt

Info
von Iny und Elmar am 11-01-2014

Wir schreiben das Jahr 2014 und es gibt vieles, über das wir uns freuen konnten und noch freuen werden.
So ist im Dezember das Taschenbuch der 'Feuertochter' erschienen und schaffte es auf Anhieb auf die Bestsellerliste. Es handelt sich dabei um das 28. Buch (Hardcover und Taschenbuch zusammengerechnet) von Iny Lorentz, das es auf die Liste geschafft hat. Ohne unsere Fans wäre dies nie geschehen. Herzlichen Dank dafür!

Am 05.01. und 06.01. lief im ZDF die Verfilmung unserer 'Pilgerin' als Zweiteiler mit großem Erfolg. Am 05.01. musste sich der erste Teil nur den beiden Tatortfolgen geschlagen geben, während der zweite Teil am 06.01. sogar Tagessieger bei den Quoten wurde. Unseren Eindruck von dem Film ist in 'Verfilmungen' nachzulesen. Für uns waren es bewegende 180 Minuten, in denen wir den Weg unserer 'Tilla' auf dem Bildschirm verfolgen konnten. Josefine Preuß hat ihre Sache ausgezeichnet gemacht, ebenso Jacob Matschenz, Volker Bruch, Friedrich von Thun, Dietmar Bär und all die anderen. Auch den Regisseur Philipp Kadelbach dürfen wir nicht vergessen, und vor allem nicht den Produzenten Benjamin Benedict, der seit dem Erscheinen des Buches an die 'Pilgerin' geglaubt hat und nun durch den Erfolg des Films belohnt wurde.

Knaur hat übrigens eine Filmausgabe der 'Pilgerin' mit tollen Fotos aus dem Film herausgebracht. Es handelt sich dabei um den Originalroman und nicht um eine Nacherzählung des Films!

Auch die nächsten Romane werfen bereits ihre Schatten voraus. So erscheint von Ende Januar bis Mitte Februar 'Die Wanderapothekerin' als E-Book-Serial in sechs Teilen. Ende Februar kommt 'Die Wanderapothekerin' im Ganzen als E-Book heraus. Bis es hier eine Printausgabe gibt, wird es noch ein wenig dauern. Vorerst also kann man die Abenteuer Klara Schneidts auf ihrem abenteuerlichen Weg von Thüringen durch die deutschen Lande nur elektronisch verfolgen.

Achtung: Der Prolog der 'Wanderapothekerin' kann kostenlos als E-Book herabgeladen werden!

Bis zum 1. April ist noch ein wenig hin. Zu diesem Termin erscheint der zweite Band unserer vierbändigen Texas-Reihe als Original-Taschenbuch bei Knaur. In 'Der weiße Stern' nimmt das Schicksal unseres Auswandererehepaares Walther und Gisela Fichtner eine unerwartete Wendung. Ein alter Feind taucht auf und in Tejas sind die amerikanischen Siedler immer mehr mit den mexikanischen Behörden unzufrieden. Als dann General Antonio Lopez de Santa Ana in Mexiko die Macht an sich reißt, scheint die Konfrontation unausweichlich.

Band drei der Texasreihe wird im Frühjahr 2015 und Band vier im Frühjahr 2016 erscheinen!

Im Januar erscheint bei Goldmann mit 'Methan' der vierte Thriller um unseren Geheimdiensthelden Torsten Renk als Taschenbuch. Torsten und seine Kollegin Henriette von Tarow stehen vor einer Herausforderung, die kaum zu bewältigen ist, zumal alle möglichen Geheimdienste der Welt jeweils ihr eigenes Süppchen kochen wollen.


Iny Lorentz bei Facebook!

Die modernen Zeiten machen auch vor uns nicht halt. Daher gibt es jetzt eine eigene Iny-Lorentz-Facebook-Seite. Wer Lust hat, kann sie anklicken, ansehen, was es dort alles gibt, und uns eine Nachricht schicken.

Iny und Elmar Lorentz

Frohe Weihnachten

Info
von Iny und Elmar am 25-12-2013

Wir wünschen all unseren Lesern frohe Weihnachten und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2014

Neuigkeiten:

Vergesst nicht. Am 05.01. und 06.01.2014 sendet des ZDF um jeweils 20:15 'Die Pilgerin 1' und 'Die Pilgerin 2' mit Josefine Preuß in der Hauptrolle der Tilla Willinger.

Mittlerweile ist bei Knaur auch das Taschenbuch unseres Irland-Romans 'Feuertochter' erschienen. Ebenfalls bei Knaur erschienen ist das Filmbuch zur 'Pilgerin' mit etlichen Filmfotos und Josefine Preuß aus Tilla auf dem Cover. Seit ein paar Tagen kann der Prolog zu unserem Roman 'Die Wanderapothekerin' kostenlos als eBook abgerufen werden. Die Teile 1 – 6 dieses Romans werden ab dem 31.01.2014 als eBooks veröffentlicht. Ende Februar 2014 erscheint dann der gesamte Roman als eBook-Ausgabe.

Eure Iny und Elmar Lorentz

Mord auf Bestellung - Der Krimitag in München

Bericht
von Iny und Elmar am 11-12-2013

Am 08.12. hält das Syndikat, die Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz traditionell ihren 'Krimitag' mit Lesungen in weit über zwanzig Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab. Die Münchner Veranstaltung fand im 'Provisorium – Kunstbar und Lesesaal' statt, einer Location, die ihrem Namen alle Ehre machte.

Der Beginn der Lesung war auf 20:15 Uhr festgesetzt, das Treffen der beteiligten Autoren auf 19:30 Uhr. Wir waren wie in 90% der Fälle überpünktlich, aber dennoch nicht die Ersten. Der Rest tauchte ebenfalls bald auf und dann galt es erst einmal, den Raum zu bestuhlen. Allmählich kamen auch die Zuhörer und so konnte das Ganze programmgemäß beginnen. Werner Gerl, der zusammen mit Angela Esser die Organisation des Münchner Krimitags übernommen hatte, begrüßte die Gäste und erklärte, wie alles ablaufen würde. Zuerst gab es drei kurze Lesungen, danach konnten sich die Zuhörer in Listen eintragen, welche Autoren an ihrem Tisch hören wollten.

Die Lesungen für alle Anwesenden begann mit Roland Krause und einer Szene aus 'Fuchsteufelswild'. Danach bewies Andreas Föhr mit 'Totensonntag', dass nicht jeder Polizeibeamte mit Sprengstoff umgehen kann. Als Dritte las Iny ein Stück aus unserer Story 'Rattengift', die in der Anthologie 'Bitterer Nachgeschmack' von Claudia Senghaas mit Iny Lorentz erschienen ist.

Danach war eine Pause willkommen. Werner Gerl teilte die Autoren auf und so konnten die Tischlesung beginnen. Wir hatten zuerst Bedenken, wie es dann sein würde, wenn fünf Autorinnen und Autoren gleichzeitig in einem Raum lesen würden, doch es ging recht gut. Zwar gab es einen gewissen Geräuschpegel, aber die Gäste konnten dem jeweils lesenden Autor gut folgen.

An diesem Teil des Krimitags beteiligten sich Leonhard Michael Seidl mit 'Novemberlicht', Janet Clark mit 'Rachekind', Uwe Gardein mit 'Kater Kaspar und die Fliegen', Angela Esser mit 'Todesengel', Werner Gerl mit 'Wiesnwache', Veronika Rusch mit 'Todesgabe', Frank Schmitter mit 'Der Tote von der Isar' und Roland Krause mit 'Der Glanz von M'. Außerdem las Elmar aus 'Methan', dem vierten Roman mit den Abenteuern von Henriette von Tarow und Torsten Renk.

Es war eine recht angenehme Veranstaltung und wir freuten uns, einige Syndikatsmitglieder zu sehen, die nicht so oft zu den Treffen in München kommen können. Der Erlös der Lesung wurde an des 'Münchner Sicherheitsforum e.V.' gespendet und soll ein Projekt zugunsten traumatisierter Heimkinder unterstützen.

Dafür haben wir es gerne gemacht.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung im Café Kitchenette in München

Bericht
von Iny und Elmar am 09-12-2013

Seit etlichen Jahren findet jeden ersten Dienstag im Monat eine Literaturlesung im Café Kitchenette in Sendling statt. Für den Dezembertermin hatte die Organisatorin Diana Hillenbrand uns eingeladen. Wir kennen Diana seit mehr als zehn Jahren und sagten sofort zu, als ihre Anfrage kam. Als es am 03.12.2014 soweit war, fuhren wir etwas früher nach München, um noch ein paar Weihnachtseinkäufe zu machen. Wir merkten aber rasch, dass wir die Stadt in der von Hektik geprägten Vorweihnachtszeit nicht mehr gewöhnt waren, und stiegen, kaum dass wir unsere Liste abgearbeitet hatten, in die U-Bahn, um zum Harras zu fahren. Von dort war es nicht mehr weit bis zum Café Kitchenette.

Da wir uns beeilt hatten, um den Menschenmassen in der Innenstadt zu entkommen, waren wir viel zu früh dran. Zuerst erholten wir uns mit Tee von dem Trubel in der Stadt und aßen etwas später eine Kleinigkeit. Bald kam auch Diana herein und im Gespräch mit ihr verging die Zeit sehr schnell. Dabei durften wir bereits das erste Buch signieren. Ein junger Mann, der zufällig ins Kitchenette gekommen war, fand dies als gute Gelegenheit, ein kleines Weihnachtsgeschenk für seine Mutter zu besorgen.

Gegen 19:00 Uhr begann das Team des Kitchenette, weitere Stühle in den Raum zu schaffen und es erschienen die ersten Zuhörer. Es gelang den jungen Damen, den beschränkten Raum des Cafés so optimal zu nutzen, das Elmar fast versucht war, die Anwesenden bei Beginn der Lesung als Sardinen in der Dose zu begrüßen.

Zur Lesung war auch Martina vom Knaur-Verlag gekommen, die unsere unter dem Pseudonym Sandra Melli erscheinenden Fantasy-Romane betreut. Vor der Lesung konnten wir allerdings nur ein paar Worte mit ihr wechseln, denn Punkt 19:30 Uhr begrüßte Diana die Anwesenden, stellte uns kurz vor, und dann ging es los.

Wie immer lasen wir abwechselnd ein paar Stellen aus dem Roman, in diesem Fall aus 'Flammen des Himmels'. Diana hatte uns gebeten, nicht zu lange zu lesen, um den Anwesenden ausreichend Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen. Doch als wir aufhören wollten, kam von verschiedener Seite die Bitte, ob wir nicht noch ein Stückchen lesen könnte, weil es doch gerade so spannend wäre. Nachdem sich auch der Rest der Zuhörer entsprechend äußerte, erfüllten wir diesen Wunsch und so ging es eben etwas später in die Fragerunde. Das Team des 'Kitchenette' verzeiht uns hoffentlich, dass es dadurch Überstunden machen musste.

Irgendwann waren die Fragen zur Zufriedenheit aller beantwortet und das Signieren begann. Neben 'Flammen des Himmels' war diesmal die Filmausgabe der 'Pilgerin' mit den Fotos von Set sehr beliebt. Dabei unterhielten wir uns noch ein wenig mit einigen Leuten, sprachen anschließend auch noch mit Martina über den nächsten Sandra Melli-Roman und verließen das Kitchenette gerade noch rechtzeitig, bevor uns dessen Team mit dem Besen auskehren konnte.

Es war eine sehr schöne Veranstaltung, ein wenig anders als sonst, aber sehr gelungen. Liebe Diana, du hast mit seinen Literaturabenden im Kitchenette etwas Feines geschaffen.

Iny und Elmar Lorentz


Lesung im MIRA-Einkaufszentrum in München

Bericht
von Iny und Elmar am 27-11-2013

Es gibt Lesungen, zu denen man weit anreisen muss, und solche, die recht schnell zu erreichen sind. Die Lesung bei Weltbild im MIRA-Einkaufszentrum in München gehört für uns zu den Letzteren. Wir fuhren mit dem Dicken die paar Kilometer zur Endhaltestellte der U2, stiegen dort ein und erreichten 35 Minuten später die U-Bahn-Station Dülferstraße. Da das MIRA-EKZ einen eigenen U-Bahn-Eingang besitzt, erreichten wir die dortige Weltbildfiliale ohne jeden Stress. Hier gab es ein fröhliches Wiedersehen, denn wir trafen einige Leute aus der vor einem Jahr geschlossenen Filiale in der Innenstadt wieder.

Der Vater der Filialleiterin war extra aus Österreich angereist, um uns als mittelalterlicher Herold gekleidet anzukündigen. Leise Mittelaltermusik klang aus den Lautsprechern, als wir uns eine gute halbe Stunde vor der eigentlichen Lesung auf unsere Plätze setzten und ein paar Autogrammkarten vorschreiben wollten. Die bereitgestellten Stühle waren bereits zum größten Teil besetzt. Kaum sahen uns die Leute mit dem Schreibstift in der Hand, kamen auch schon die Ersten und fragten, ob wir ihre Bücher signieren würden. Das taten wir natürlich und so wurde die Schlange vor dem Tisch immer länger.

Der 'Herold' bat schließlich die Leute, bis nach der Lesung zu warten, und so konnte die Lesung beginnen. Wir lasen aus 'Flammen des Himmels' und gaben zuletzt noch eine kleine Kostprobe aus 'Fluch des Magiers', dem dritten Band unserer Dämmerlandreihe zum Besten. Zumindest ein paar Zuhörer hatten Interesse an diesem Fantasy-Roman und seinen beiden Vorgängern.

Anschließend eröffnete der 'Herold' den Fragenteil, der recht munter verlief. Eine junge Dame nutzte die Chance, Antworten für ihre Klassenarbeit zu erhalten. Besonders freute es uns, die 'Pilgerin' ankündigen zu können, die am 05.01 und 06.01. jeweils um 20:15 Uhr als Zweiteiler vom ZDF ausgestrahlt wird. Auch daran war das Interesse sehr groß, und wir wurden natürlich gefragt, wie uns die Hauptdarstellerin Josefine Preuß, die bereits bei 'Türkisch für Anfänger' und 'Adlon' brilliert hat, gefallen würde. Da wir den Film selbst noch nicht gesehen haben, konnten wir nur unseren Eindruck über mehrere im Internet gezeigte Fotos wiedergeben, und der war sehr positiv.

Anschließend galt es, die zweite Halbzeit des Signierens durchzustehen. Wir haben bislang selten bei einer Lesung so viele Bücher signiert wie hier. Mögen alle Leser ihre Freude daran finden! Als das letzte Buch signiert war, unterhielten wir uns noch mit ein paar Zuhörern und einigen Leuten des Weltbildteams. Danach galt es, Abschied zu nehmen. Die U-Bahn und unser Dicker brachten uns gut nach Hause. Hinter uns lag eine sehr schöne Lesung, an die wir gerne zurückdenken werden.

Iny und Elmar Lorentz


Bei DAS! in Hamburg

Bericht
von Iny und Elmar am 24-11-2013

Für uns war es eine angenehme Überraschung, als wir vom NDR die Einladung zur Sendung DAS! erhielten. Am 15.11.2013 machten wir uns zusammen mit Patricia von der Pressestelle des Droemer-Knaur-Verlags auf den Weg nach Hamburg. Wir kamen gut an, bezogen unser Hotel und holten erst einmal das Mittagessen nach. Wenig später hieß es dann aber schon, zu den NDR-Studios aufzubrechen.

Dort angekommen wurden wir erst einmal in den Gästeraum geführt und mit Tee versorgt. Eine junge Dame des NDR erklärte uns, was es mit der Sendung DAS! auf sich hätte und nannte uns das weitere Programm des Nachmittags und Abends. Wenig später erklärte uns eine Redakteurin die einzelnen Beiträge der Sendung, damit wir von den genannten Themen nicht zu sehr überrascht wurden.

Nachdem wir gut aufgeklärt waren, ging es weiter zur Maske. Während genug Make-up aufgetragen wurde, um Elmars Angstschweiß zu verbergen, lernten wir auch Hinnerk Baumgarten kennen, der an diesem Abend durch die Sendung DAS! führen würde. Er begann sofort, uns mit einigen amüsanten Bemerkungen auf die Sendung einzustimmen. Wir lächelten freundlich und wurden schließlich an den Ort des Geschehens geführt. Noch lief eine andere Sendung, doch bei uns stand das Testsitzen auf dem roten Sofa an, wie auch auf den Stühlen jenes Studioteils, der kunstvoll im mittelalterlichen Stil aufgebaut war.

Eine mahnende Stimme meldete, dass es noch eine Minute bis zur Sendung dauern würde. Dann begann es. Hinnerk Baumgarten begrüßte die Fernsehzuschauer und danach uns als seine Gäste. Wir hatten uns vorgenommen, ruhig zu bleiben und klar und deutlich zu sprechen. Vor allem mussten wir die Kamera ignorieren, die neugierig auf uns gerichtet war.

Der erste Bericht brachte eine kleine Pause für uns, allerdings nur für kurze Zeit. Doch mittlerweile hatten wir uns an die Umgebung gewöhnt und waren selbst neugierig darauf, was sich im hohen Norden der Republik so tut. Die Abwechslung zwischen Gespräch und Bericht war recht angenehm, da man immer wieder ein wenig verschnaufen konnte.

Trotz der Livesendung herrschte eine gute Stimmung, etwas angespannt zwar, aber doch angenehm. Es fiel uns daher leicht, uns einzugliedern und zu erzählen. Sehr hübsch war auch der 'mittelalterliche' Teil im Fackelschein. Wir hätten dort noch gut und gerne ein Stündchen länger bleiben können.

Irgendwann aber war die Sendung vorbei. Ein allgemeines Aufatmen war zu vernehmen, und nachdem wir noch ein wenig mit den Leuten vom Drehteam geredet hatten, hieß es, ins Taxi zu steigen und ins Hotel zu fahren. Dort saßen wir noch eine Weile mit Patricia zusammen und ließen die Anspannung verrauchen.

Für den nächsten Vormittag hatten wir uns mit unseren Kolleginnen Iris (ein Teil von Gerit Bertram) und Melanie Metzenthin verabredet. Es klappte auch ausgezeichnet und so konnten wir noch gut zwei Stunden in der Hotellobby zusammensitzen und reden. Als uns das Taxi zum Flughafen brachte, schieden wir von Hamburg mit einem sehr guten Gefühl.

Iny und Elmar Lorentz

Die Pilgerin - Neuer Link bei Verfilmungen

Info
von Iny und Elmar am 16-11-2013

www.zdf.de/Die-Pilgerin/Ultreia-auf-ins-Abenteuer

Iny Lorentz beim NDR

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 10-11-2013

Am Freitag, 15. November 2013, 18:45 bis 19:30 Uhr, sind wir beim NDR zu Gast, angekündigt als:

Iny Klocke und Elmar Wohlrath alias Iny Lorentz, Autorenpaar "Flammen des Himmels"



Wer mag, kann uns dort live erleben.



Iny und Elmar Lorentz

Traunstein – Vernissage und Lesung

Bericht
von Iny und Elmar am 09-11-2013

Walter Niederberger – Nora Berger – Iny Lorentz

Vor ein paar Monaten fragte Nora Berger uns, ob wir bereit wären, bei einer Vernissage Ihres Ehemannes Walter Niederberger zu Gunsten des Papst-Benedikt-Orgelwerkes in St. Oswald eine Lesung zu machen. "Für so liebe Menschen wie euch machen wir das gerne", war unsere Antwort, und so sah uns der Nachmittag des 05.11.2013 auf dem Weg nach Traunstein im Chiemgau.

Dort angekommen wartete als Erstes ein von Nora vorbereiteter Imbiss auf uns. Vor einer Lesung müssen wir nämlich satt und zufrieden sein. Walter war ebenfalls da, musste dann aber ins Kulturzentrum hinüber gehen, um die Aufstellung seiner Bilder zu überwachen. Schon zum zweiten Mal hat er Bilder mit Traunsteiner Motiven zu einem sehenswerten Kalender zusammengefasst und diesen zu Gunsten des Orgelwerkes St. Oswald verkauft.

Wir unterhielten uns unterdessen mit Nora und Wolfgang Mayr, den Verleger des Federfrei-Verlages in Linz, in dem Noras neuester Roman 'Tödliches Dîner in Paris' erschienen ist. Ebenfalls anwesend war Noras Freundin Daisy aus Paris, die Vorsitzende einer französischen Literatenvereinigung, die es sich nicht hatte nehmen lassen, anlässlich der Vernissage-Lesung nach Traunstein zu kommen.

Allmählich wurde es auch für uns Zeit, das Kulturzentrum aufzusuchen. Dort war schon einiges los. Da wir ein paar Autogrammkarten vorsignieren wollten, setzten wir uns an den Lesetisch. Kaum sahen einige Leute uns mit Stift und Karten hantieren, kamen sie auch schon, um ihre Bücher signieren zu lassen. Dies ging in munterer Reihenfolge, bis die Veranstaltung offiziell begann. Es hatte sich alles eingefunden, was in Traunstein Rang und Namen hatte, von Oberbürgermeister Kösterke angefangen über den Altoberbürgermeister Fritz Stahl und den zweiten Bürgermeister bis hin zu etlichen Sponsoren des Orgelwerkes St. Wolfgang.

Walter Niederberger begrüßte die Anwesenden, übergab das Mikrofon an den Oberbürgermeister weiter, der ebenso ein paar Grußworte sprach wie auch sein Vorgänger im Amt. Während der gesamten Zeit ruhten Augen auf Walters Bildern. Eines, das uns gefiel, hatte leider schon der Oberbürgermeister für sich reklamiert.

Als Erste las Nora. Sie entführte uns mit ihrem Roman 'Tödliches Dîner in Paris' in die Hauptstadt der Franzosen. Der Aufenthalt dort war für ihre Protagonistin allerdings nicht gerade angenehm, was ja auch schon der Titel des Buches ankündigte. Anschließend steckten wir den Himmel in Flammen, äh lasen aus 'Flammen des Himmels'.

Anschließend beantworteten wir alle drei die Fragen, die zahlreich aus dem Publikum kamen. Es wurde ein amüsanter Abend, der schließlich in netten Gesprächen mündete. Unsere Kollegin Rike Stienen war mit ihrem Mann erschienen und hatte einen prachtvollen, selbst gebackenen Kuchen mit den Titeln der beiden Romane mitgebracht. Bei diesem Anblick bedauerte Elmar, dass er die Kamera mal wieder zu Hause gelassen hatte. Auf jeden Fall war es wunderschöner Abend für uns und ein ertragreicher für das Orgelwerk St. Oswald, das hoffentlich bald die neue Orgel für die Traunsteiner Pfarrkirche stiften kann.

Iny und Elmar Lorentz

DIE WANDERHURE in BAD HERSFELD

Info
von Iny und Elmar am 07-11-2013

DIE WANDERHURE

2014 in

BAD HERSFELD


Der Vorverkauf für die Festspiele 2014 in Bad Hersfeld beginnt!

Wer die Wanderhure auf der Freilichtbühne in Bad Hersfeld nicht verpassen will, sollte sich rechtzeitig seine Eintrittskarte sichern. Sie ist erhältlich bei:

Bad Hersfelder Festspiele Am Markt 1 36251 Bad Hersfeld

Die Wanderhure - Bad Hersfelder Festspiele

Iny und Elmar Lorentz

Der Herbst

Info
von Iny und Elmar am 03-11-2013

Während draußen die Blätter von den Bäumen fallen, freuen wir uns über mehrere schöne Bücher, die uns der Herbst beschert hat, und richten unsere Gedanken auf die Romane, die in den nächsten Monaten erscheinen werden.

Was kommen wird:

DIE WANDERAPOTHEKERIN von Iny Lorentz: Dieser Roman erzählt von Klara, die nach dem Verschwinden ihres Vaters und ihres Bruders ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt und als Wanderapothekerin durch die Lande zieht. Ihr Weg führt von ihrer thüringischen Heimat viele Meilen in die Fremde und sie muss dabei nicht nur viele Abenteuer bestehen, sondern auch erkennen, dass ihr Herz einem jungen Mann gehört, den ein armes Mädchen wie sie eigentlich nie erringen kann. Die Wanderapothekerin erscheint im Februar 2014 als sechsteilige E-Book-Reihe beim Knaur Verlag. Den Prolog zu diesem Roman gibt es im Dezember 2013 als kostenloses E-Book.

METHAN von Nicola Marni: Hier erleben wir die Abenteuer der beiden Geheimagenten Henriette von Tarow und Torsten Renk auf einer Reise in den hohen Norden mit. Ihnen steht ein Feind gegenüber, der keine Skrupel kennt, und der die Gegnerschaft der einzelnen Geheimdienste gnadenlos ausnützt, um seine Ziele zu erreichen. Methan erscheint im Januar als Taschenbuch beim Goldmann Verlag

FEUERTOCHTER von Iny Lorentz: Die junge Irin Ciara kämpft für die Befreiung ihrer Heimat vom englischen Joch. Da die Iren jedoch wissen, dass ihr Mut allein nicht ausreicht, um die Truppen Königin Elisabeths von England zu schlagen, hoffen sie auf Hilfe durch deutsche Söldner. Hier sieht Ciara den Mann wieder, dem sie einst ihr Herz geschenkt hat. Doch schon bald stellt sich ihr die Frage, ob sie Simon von Kirchberg wirklich vertrauen kann. Feuertochter erscheint im Dezember 2013 als Taschenbuch beim Knaur Verlag

DIE PILGERIN von Iny Lorentz: Der Roman über die Abenteuer unserer Pilgerin Tilla auf ihrer Reise nach Santiago de Compostela wurde für das ZDF verfilmt. Diese Ausgabe ist mit vielen Bildern aus dem Film ausgestattet und zeigt auf dem Titelbild die Hauptdarstellerin Josefine Preuß. Die Pilgerin mit den Filmbildern erscheint im Dezember 2013 beim Knaur Verlag.

Was bereits herausgekommen ist:

FLUCH DES MAGIERS von Sandra Melli: In den Dämmerlanden herrscht das Chaos. Die verfeindeten Anhänger der sechs Götter geben keine Ruhe und im Hintergrund zieht der große Feind seine Fäden. Erneut muss Laisa ausziehen, um den fragilen Frieden zu bewahren und ihr wird dabei alles abverlangt. Unterdessen entwickelt Rogon von Andhir unerwartete Fähigkeiten, die der schwarze Evari Tharon benützt, um einen alten Fluch zu brechen. Doch so leicht ist der zweifarbige Feind nicht zu besiegen. Fluch des Magiers ist als Quality Paperback beim Knaur Verlag erschienen.

FLAMMEN DES HIMMELS von Iny Lorentz: Die Feuer der Scheiterhaufen sollen die Seelen der Ketzer reinigen und alle wieder in den Schoß der einen Kirche zurückführen. So will es zumindest der Inquisitor Jacobus von Gerwardsborn. Er greift auch in das Schicksal der jungen Frauke Hinrichs ein, bis dieser nichts anderes übrig bleibt, als nach Münster zu flüchten, der Stadt, die den Weissagungen der Wiedertäufer zufolge als neues Jerusalem auserkoren ist. Doch statt dem Himmelreich herrscht dort die Hölle und für Frauke geht es ums Überleben, umso mehr, als sie dort Lothar trifft, der ihr einmal das Leben gerettet hat. Doch nun steht er auf der Seite des Feindes und sie weiß nicht, ob sie nun den Befehlen des Königs von Neu-Jerusalem folgen soll, oder ihrem Herzen. Flammen des Himmels ist als Hardcover beim Knaur Verlag erschienen.

BITTERER NACHGESCHMACK von Claudia Senghaas und Iny Lorentz: Dreizehn namhafte Autorinnen und Autoren haben für diese Anthologie über Giftmorde quer durch die Jahrhunderte geschrieben und dabei ein kleines Juwel geschaffen. Mit dabei ist auch Dirk Maruhn, unser hinkender Detektiv aus 'Juliregen' mit einem interessanten Fall. Bitterer Nachgeschmack ist als Quality Paperback beim Gmeiner Verlag erschienen.

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern frohe Stunden mit unseren Romanen und Kurzgeschichten, und können mitteilen, dass auch im Frühjahr und im Herbst 2014 spannende Romane von uns erscheinen werden.


Iny und Elmar Lorentz

Die Herbstfahrt

Bericht
von Iny und Elmar am 20-10-2013

Jedes Jahr wirft die Buchmesse in Frankfurt ihre Schatten voraus. Wir brechen meistens eine gute Woche vorher auf und machen unterwegs noch ein paar Lesungen. Heuer begann es mit einem Abstecher nach Baden-Württemberg. Wir stellten unseren Wohnwagen auf einem strategisch günstig gelegenen Campingplatz ab und fuhren am frühen Nachmittag des 01.10.2013 nach Rottweil. Dort trafen wir uns mit dem zuständigen Außendienstmitarbeiter von Droemer-Knaur, Matthias, auf einem bestimmten Parkplatz und wanderten durch die Altstadt zur dortigen Buch Greuter-Filiale. Die wunderschön renovierten Fassaden der Häuser mit ihren bemalten Erkern, die wir unterwegs sahen, ließen es Elmar bedauern, seine Kamera im Wohnwagen zurückgelassen zu haben.

Bei Buch Greuter in Rottweil war alles für die Signierstunde vorbereitet. Plakate in den Schaufenstern, sowie Werbeständer vor dem Geschäft lockten die Iny-Lorentz-Fans an, so dass wir bereits zwanzig Minuten vor dem vereinbarten Termin mit dem Signieren beginnen konnten. Es wurde eine stimmungsvolle Veranstaltung mit interessanten Gesprächen und vielen Büchern, die es zu signieren galt. Anschließend fuhren wir mit Matthias noch nach Singen zu einer Lesung.

Der 03.10. sah uns auf der Autobahn nach Frankfurt. Bis zur Buchmesse war es zwar noch eine knappe Woche hin, doch hatten wir im Vorfeld mehrere Termine vereinbart. Der Erste war schon am 04.10., ein Besuch bei unserer Kollegin Ednor Mier in Idstein, zu dem auch unsere Knaur-Mitstreiterin Nicole Steyer stieß. Während Iny und Nicole bei Ednor blieben, nützte Elmar die Gelegenheit, sich von Ednors Ehemann Jürgen die Überreste des Limes und eines in der Nähe befindlichen Kastells, sowie den Nachbau eines römischen Wachturms zeigen zu lassen. Hier noch einmal unseren besten Dank an Jürgen für seine Geduld und seine vielen Informationen. Es war ein sehr schöner Besuch und wir freuen uns sehr, Ednor und Jürgen, aber auch Nicole wiedergesehen zu haben.

War die Besichtigung bei Idstein aus dem Augenblick heraus geboren worden, so hatten wir die Fahrt zur Salburg am 05.10. schon länger geplant. Allerdings hätten wir uns besseres Wetter gewünscht, denn es regnete in Strömen. Trotzdem war es ein interessanter Ausflug in eine Zeit, die um Jahrhunderte vor unseren Romanen liegt, und die voller Mythen und Geschichten schwingt. Trotz des Regens blieben wir länger in der Salburg als geplant und beschlossen den Tag mit Mulsum, fremdartig gewürzter Wurst und Käse nach alten Rezepten.

Am nächsten Tag regnete es zum Glück nicht mehr so stark und so stand unserem Treffen mit Gabi und Manfred in Frankfurt nichts mehr im Wege. Wir hatten bereits im Vorjahr einen angenehmen Tag mit den beiden verbracht und freuten uns, sie wiederzusehen. Es war auch diesmal rundum schön, besonders der Besuch im Chinesischen Garten, und als wir uns am Abend trennten, verabredeten wir, am Dienstag gemeinsam eines der Museen in Frankfurt anzusehen.

Der Montag stand im Zeichen der Lesung in Langen. Es ist mittlerweile schon ein wenig Tradition, dass wir am Montag vor der Buchmesse im Umfeld von Frankfurt eine Lesung machen. Diesmal war unser Anfahrtsweg erfreulich kurz. Als wir die Litera-Buchhandlung in Langen betraten, gab es noch eine amüsante Begebenheit. Elmar stellte sich vor, doch die Dame an der Kasse war mit ihren Gedanken ganz wo anders und fragte, ob er etwas bestellt hätte und es abholen wollte. "Nein", antwortete Elmar. "Ich soll heute Abend hier lesen!"

Dann erst fiel der berühmte Groschen und es galt, eine erschrockene Buchhändlerin zu beruhigen. Schließlich fressen wir keinen, nur weil er uns nicht auf Anhieb erkennt. Bevor die Lesung begann, gingen wir mit der Inhaberin essen. Während dieser Zeit wurde die Buchhandlung umgebaut und die Stühle für die Zuhörerinnen und –hörer aufgestellt. Diese trafen dann auch bald ein und es wurde recht eng, oder wie die Inhaberin der Buchhandlung es nannte, sehr kuschelig.

Die Lesung selbst ging vor einem aufmerksamen Publikum vonstatten, und danach wurden munter Fragen gestellt. Erst zu später Stunde löste sich die Veranstaltung auf und wir konnten mit einem guten Gefühl zu unserem Campingplatz in Mörfelden zurückfahren.

Am nächsten Tag trafen wir uns wie abgemacht mit Gabi und Manfred. Wir besuchten zunächst das Archäologische Museum in Frankfurt und ließen den Besuch mit Kaffeetrinken bei Gabi und Manfred ausklingen. Es war sehr entspannend und wir machten mit beiden aus, uns auch im nächsten Jahr im Vorfeld der Buchmesse zu treffen.

Mittwoch, 09.10.2013: Die Buchmesse beginnt. An diesem Tag hatten wir bis auf ein wichtiges Gespräch am Abend keine Termine und nutzten dies, um durch die Reihen zu schlendern, interessante Sachbücher anzusehen und Kataloge mitzunehmen. Am Abend fand dann der genannte Termin statt und wir sind gespannt, was sich aus diesem Gespräch entwickelt.

Donnerstag, 10.10.2013 – Sonntag, 13.10.2013: Ab Donnerstag wurde unser Freiheitsdrang durch verschiedenste Termine eingeschränkt. Trotzdem gelang es uns, etliche Kolleginnen und Kollegen zu treffen und mit ihnen zu reden. Auch wenn die Zeit immer recht knapp ist, gehört dies doch mit zu den angenehmsten Seiten der Buchmesse. Wir hatten uns im Vorfeld notiert, an welchen Ständen sich befreundete Autorinnen und Autoren zu welcher Zeit aufhielten. Leider zeigte es sich, dass einige dieser Termine mit unseren eigenen kollidierten und wir nicht hingehen konnten.

Der Samstagvormittag sah uns dann am Stand des Gmeiner-Verlags, wo wir mit dem Verleger Armin Gmeiner und unserer Mitherausgeberin Claudia Senghaas auf die Krimianthologie 'Bitterer Nachgeschmack' anstießen. Ebenfalls am Stand waren unsere Mitautorinnen und -autoren Deana Zinsmeister, Nora Berger, Gerit Bertram und Petra Gabriel, die mit ihren Geschichten mit zum Gelingen des Buches beigetragen haben.

Samstagnachmittag war eine Lesung im Kunstverein Frankfurt am Römer anberaumt. Da eine Lesung dort vor zwei Jahren nicht unbedingt zu unseren Highlights zählt, fuhren wir mit Magendrücken hin. Die Zuhörer waren jedoch überraschend zahlreich, und das nicht nur wegen Gabi und Manfred, die mit drei weiteren Personen zu der Lesung gekommen waren. Auch das Interesse des Publikums war hoch, so dass wir die für die Lesung anberaumte Zeit ein wenig überzogen und froh waren, dass bis zur nächsten Veranstaltung eine halbe Stunde Pause anberaumt worden war.

Später gab es ein gemeinsames Abendessen mit Tanja Kinkel, Nina George, Jens Kramer und Rainer Witt, sowie zwei Damen vom Verlag, bei dem allen anzusehen war, dass sie sich freuten, das Ende der Buchmesse nahen zu sehen, dies gleichzeitig ein wenig auch bedauerten. Es wurde recht lustig. Tanja berichtete so anschaulich von ihrer letzten Recherchereise und den Abenteuern, die sie dabei erlebt hat, dass es allen schien, als wären wir mit dabei gewesen.

Die letzte Nacht unserer Reise verging viel zu rasch. Da die S-Bahn um die Zeit jedoch nur alle Stunden verkehrte, mussten wir aus den Betten und uns fertigmachen. Nach einem Kaffee beim Verlag zur Stärkung ging es ins Signierzelt. Die Temperaturen lagen im einstelligen Bereich und so kämpften wir zu Beginn mit steifen Fingern. Es gab allerdings genug zu tun, so dass unsere Finger rasch wieder geschmeidig wurden. Wie immer war es im Signierzelt eine schöne Sache.

Da wir bereits am Samstag am Stand signiert hatten, glaubten wir, unser letzter Programmpunkt, nämlich ein kurzes Interview und Signierstunde am Stand, würde wegen geringen Besuchs bald enden. Wir hatten uns aber getäuscht, denn der Andrang war ziemlich groß. Dadurch dauerte es länger als vorgesehen und auch hinterher wurden wir noch ein paarmal gebeten, Bücher zu signieren. Wir taten es gerne, doch schließlich war für uns die Zeit gekommen, der Buchmesse 2013 in Frankfurt ade zu sagen.

In Erinnerung bleiben sehr viele nette Gespräche mit Fans und Kollegen, gut besuchte Veranstaltungen und das Gefühl, dass die Buchmesse auch nach 32 Jahren für uns nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Iny und Elmar Lorentz

Iny und Elmar Lorentz a.d. Frankfurter Buchmesse

Lesung
von Iny und Elmar am 09-10-2013

Sonntag, 13.10.2013:



12:30 Uhr: Signierstunde am Droemer-Knaur-Stand, Halle 3.1, F89



11:30 Uhr: Signierstunde beim Agora Lesezelt, Freigelände zwischen den Hallen 3 und 4





Samstag, 12.10.2013:



15:30 Uhr: Lesung Open Books, Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44





10:00 Uhr: Moderiertes Interview, gemeinsam mit Carla Federico, Dromer-Knaur-Stand, Halle 3.1, F89



Jubiläumstour Dreifach Historisch

Bericht
von Iny und Elmar am 27-09-2013

Knaurs historische Lesereise von 17.-19. September 2013


mit

Tanja Kinkel - Verführung
Carla Federico – Die Rosen von Montevideo
Iny Lorentz - Das goldene Ufer



Vor fünfzig Jahren brachte Knaur sein erstes Taschenbuch auf den Markt. Um dieses Jubiläum zu feiern, legte der Verlag heuer acht Taschenbücher in einer Jubiläumsedition auf. Zu den Autoren dieser Jubiläumsbände zählen neben drei Krimi- und zwei Sachbuchautoren auch Tanja Kinkel, Carla Federico und wir. Die Pläne des Droemer-Knaur-Verlags gingen jedoch noch weiter, denn bereits im Vorfeld wurde eine Lesereise quer durch Deutschland geplant und drei Städte ausgewählt, in denen Dreifach Historisch gelesen werden sollte.

Wir freuten uns darauf, mit so namhaften Kolleginnen wie Tanja Kinkel und Carla Federico zusammen das Programm zu bestreiten, hatten aber auch Angst vor der anstrengenden Reise. Vor allem die Anfahrt am Dienstag, den 17.09. hatte es in sich, galt es doch von München aus bis nach Stade zu fahren. Dazu kam, dass die Lesung dort bereits um 19:00 Uhr beginnen sollte und der Zeitrahmen für diese Fahrt extrem knapp war.

Die ersten Schwierigkeiten ergaben sich bereits zu Beginn. Um München herum herrschte der übliche Stau, so dass Margareta, die Organisatorin der Jubiläumstour und unser Fahrer Gerhard bereits mit einer halben Stunde Verspätung bei uns ankamen. Auch von uns aus ging es nicht glatt weiter. Erst ein ganzes Stück hinter München löste sich der Stau allmählich auf, so dass Gerhard den Wagen auf die vorgesehene Reisegeschwindigkeit beschleunigen konnte.

Da es jedoch nicht möglich war, diese dauerhaft einzuhalten, kamen wir später als erhofft in Stade an. Wir hatten gerade noch die Zeit, uns umzuziehen, dann ging es zu Thalia in Stade. Dort hatte man für 100 Leute Stühle bereitgestellt, doch zeigte sich schon bald, dass diese nicht ausreichen würden. Während wir noch ein paar Worte mit Tanja Kinkel und Carla Federico, sowie der Moderatorin Anja Goerz wechselten, suchte das Thalia-Personal alle Sitzmöglichkeiten zusammen, die es dort gab. Sogar die fünf Stühle im Aufenthaltsraum, auf denen wir gesessen waren, wanderten nach unten. Schließlich hatten sich gut 150 Zuhörerinnen und Zuhörer versammelt und warteten gespannt auf die Lesung aus den drei historischen Jubiläumsbänden von Knaur.

Anja Goerz moderierte die Veranstaltung und stellte Tanja, Carla und uns vor. Tanja las aus 'Verführung', einen biographischen Roman über die Sängerin Angiola Calori und deren Beziehung zu Giacomo Casanova. Bei Carla ging es jenseits des Atlantischen Ozeans mit ihrer Heldin Rosa de la Vegas in 'Die Rosen von Montevideo' weiter, und wir ließen die Zuhörer an den Abenteuern von Walther und Gisela in 'Das goldene Ufer' teilhaben.

Es war eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung, für die sich die weite Anreise gelohnt hatte. Anschließend saßen wir noch kurz zusammen. Da es jedoch am nächsten Morgen zu früher Stunde weiterging, winkte schon bald der Bettzipfel. Trotzdem entging unser Wecker in der Früh nur knapp dem Schicksal, gegen die Wand gepfeffert zu werden.

Nach dem Frühstück hieß es, die Koffer zu packen und weiterzufahren. Unser nächstes Ziel war Dresden. Unterwegs sahen wir auf der Gegenfahrbahn die Folgen eines schweren LKW-Unfalls. Die Autobahn war gesperrt und die im Stau steckenden Autos wurden rückwärts zur nächsten Ausfahrt geleitet. Es war ein eigenartiges Gefühl, plötzlich die Fahrzeuge auf der anderen Seite in dieselbe Richtung fahren zu sehen wie wir selbst. An der Stelle danken wir unseren Chauffeuren für ihr verantwortungsvolles Fahren.

In Dresden angekommen hatten wir diesmal ein wenig Zeit, um uns auszuruhen, bevor es zu Thalia am Dr.-Külz-Ring 2 ging. Hier war der Publikumszuspruch etwas geringer als in Stade. Dafür aber trafen wir Katja, eine Bloggerin, die wir bereits seit einigen Jahren kennen, und konnten ein paar Sätze mit ihr wechseln.

Die Lesung selbst verlief ähnlich wie die in Stade. Anja Goerz moderierte, Tanja, Carla und wir lasen, und die Zuhörer lauschten gespannt. Wie schon am Vorabend war es eine runde Sache und es machte uns Freude, mit zwei so ausgezeichneten Kolleginnen wir Tanja und Carla zu lesen.

Auf dem Rückweg zum Hotel lernten wir die Tücken des Navis kennen, der unseren Fahrer Gerhard unbedingt an einer Kirche vorbei auf eine durch eine Baustelle gesperrte Straße leiten wollte. Zum Glück war Gerhards Orientierungssinn gut genug, um das Hotel auch ohne Navi zu finden.

Nach einer Kleinigkeit zu essen und einem letzten Schluck ging es ins Bett. Am Morgen wurde wieder das Schauspiel 'Mein Feind, der Wecker' aufgeführt. Das Frühstück brachte uns dann wenigstens soweit auf Touren, dass wir ins Auto einsteigen und Richtung Pforzheim fahren konnten.

In Pforzheim gab es für uns eine Premiere. Zum ersten Mal lasen wir erneut in derselben Buchhandlung. Im April 2008 waren wir schon einmal bei Thalia in Pforzheim gewesen. Hatten wir damals allein gelesen, so geschah es diesmal mit unseren beiden Mitstreiterinnen Tanja und Carla sowie Anja, die auch hier die Moderation übernahm.

Der Publikumszuspruch war erfreulich groß und es mussten ebenfalls weitere Stühle aufgestellt werden. Die Besucher erhielten zur Begrüßung einen 'mittelalterlichen' Cocktail. Hingegen mussten wir uns mit Wasser begnügen. Das war vielleicht auch gut so, denn sonst wäre die Lesung wohl arg vergnügt geworden. Jeder von uns gab noch einmal alles, damit die Zuhörer ihren Spaß hatten, und wie auch schon in Stade und im etwas geringeren Maße in Dresden, galt es hinterher erneut, viele Bücher zu signieren. Einige hatten frühere Romane von uns aus ihrer Sammlung mitgebracht, doch meistens kauften die Leute die drei Romane, aus denen gelesen worden war, und schritten von Autorin zu Autorin, um die begehrte Widmung zu erhalten.

Als schließlich das letzte Buch signiert war, machte sich bei uns Erleichterung aber auch eine gewisse Wehmut breit. Es war eine schöne Lesereise mit ebenso liebenswerten wie ausgezeichneten Kolleginnen gewesen. Margareta hatte die Fahrt exzellent geplant und alles getan, damit wir sie durchstehen konnten.

Nach der Lesung saßen wir ein letztes Mal zusammen. Als wir dann zu Bett gingen, wussten wir, dass es am nächsten Vormittag heimwärts gehen würde. Bei der Rückfahrt steuerte Gerhard erneut umsichtig und gekonnt den Wagen. Allerdings kamen wir auch diesmal wieder an einem schweren Unfall auf der Gegenfahrbahn vorbei, der eine mehrstündige Sperrung der Autobahn notwendig machte. An der Stelle wünschen wir allen, ob Iny-Lorentz-Fans oder nicht, allzeit eine glückliche Fahrt!

Iny und Elmar Lorentz

August 2013

Info
von Iny und Elmar am 16-08-2013

Die Dreharbeiten für die "Pilgerin" neigen sich dem Ende zu!

Für Josefine Preuß, die in der "Pilgerin" die Hauptrolle der Tilla Willinger spielt, ist ihrer Facebook-Seite zufolge die letzte Klappe gefallen.

www.facebook.com/josefinepreuß

Jetzt sind wir natürlich auf den Film gespannt. Im Internet waren bereits ein paar Bilder zu sehen, die vielversprechend sind.







Der zehnte Iny Lorentz Roman in Polen!

Mit 'Die Rose von Asturien' ist der zehnte Iny Lorenz Roman in Polen beim Sonia Draga Verlag erschienen. Wir freuen uns über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Sonia Draga, die sich auch weiterhin fortsetzen wird. Mit 'Feuertochter' ist bereits der elfte Iny Lorentz Roman in Polen angekündigt!








Die Anthologie "Bitterer Nachgeschmack" ist erschienen! Herausgeber: Claudia Senghaas mit Iny Lorentz Im Gmeiner Verlag – ISBN: 978-3-8392-1468-8

Giftmorde durch die Jahrhunderte bieten die Autorinnen und Autoren Caren Benedikt, Nora Berger, Gerit Bertram, Ella Danz, Guido Dieckmann, Petra Gabriel, Susan Hastings, Edna Schuchardt, Armin Öhri, Heidi Rehn, Friederike Schmöe, Deana Zinßmeister und Iny und Elmar Lorentz,

www.Bitterer Nachgeschmack






"Flammen des Himmels"

Nicht mehr lange, denn erscheint unser neuester historischer Roman bei Knaur

www.Flammen des Himmels






"Fluch des Magiers"

Bevor der Winter kommt, macht sich unsere Fantasyheldin Laisa in den Dämmerlanden auf die Socken, um dem großen Feind das Handwerk zu legen. Ihr Verbündeter Rogon bekommt es hingegen mit dessen Flüchen zu tun.

www.Fluch des Magiers





Es sind noch einige Romane in Arbeit, doch ist es noch zu früh, um darüber zu sprechen. Auf jeden Fall könnt ihr euch auch im Jahr 2014 auf Iny Lorentz Romane freuen.

Iny und Elmar Lorentz


Benefiz-Lesung in Bad Wiessee

Bericht
von Iny und Elmar am 03-07-2013

zu Gunsten der vom Hochwasser geschädigten Buchhändler


Die große Flutkatastrophe in diesem Frühjahr hat neben unzähligen anderen Betroffenen auch viele Buchhändlern geschädigt. Aus diesem Grund haben spontan in ganz Deutschland Autoren Benefiz-Lesungen zu Gunsten dieser betroffenen Buchhändlern abgehalten.

Auch wir beteiligten uns an einer Benefiz-Lesung, und zwar in Bad Wiessee am Tegernsee. Dort hatte unsere Kollegin Micaela Jary Frau Ilmberger von der gleichnamigen Buchhandlung dafür gewonnen. Ort der Veranstaltung war der Lesesaal im Haus des Gastes. Außer Micaela Jary und uns sollte noch Inge Löhnig lesen. Kurzfristig erhielten wir jedoch noch Verstärkung durch Felicitas Mayall, die es sich nicht nehmen ließ, ebenfalls Ihr Scherflein für die hochwassergeschädigten Buchhändler beizutragen.

Die Lesung begann um 20:15 Uhr und brachte mit den beiden Krimiautorinnen Inge Löhnig und Felicitas Mayall sowie den in 19. Jahrhundert spielenden Romanen von Micaela Jary und uns eine recht bunte Mischung, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. So las Inge Löhnig aus Kommissar Dünnforts neunten Fall 'Verflucht seiest du', Felicitas Mayall begab sich ins sonnige Italien, wo Commissario Angelo mit 'Zeit des Skorpions' seinen achten Fall zu lösen hatte. Micaela Jary schickte uns in 'Sehnsucht nach Sansibar' zu einer Schiffstaufe nach Hamburg und anschließend auf die im Titel stehende Insel. Bei uns marschierten Walther und Gisela in 'Das goldene Ufer' im Jahre 1815 auf Waterloo zu und befanden sich anschließend im Schloss ihres Gönners Graf Renitz.

Es war eine sehr schöne Lesung mit einem ausgesuchten Publikum, das von Frau Ilmberger und deren Team auch fleißig Bücher kaufte und diese von den jeweiligen Autorinnen signieren ließen. Daher kamen etliche hundert Euro zusammen, die in der Spendenbox landeten. Angesichts der hohen Schäden durch das Hochwasser mag dies nur eine symbolische Summe sein, doch sie zeigt die Verbundenheit zwischen den Autoren, die die Romane schreiben, und den Buchhändlern, die diese verkaufen. Für uns war es eine Selbstverständlichkeit, dabei gewesen zu sein. Alle Autorinnen lasen selbstverständlich ohne Honorar. Micaela Jary reiste dafür extra aus Berlin an. Auch das ist ein Einsatz, dem Anerkennung gebührt.

Iny und Elmar Lorentz

Homer - Stammtisch in Ulm

Bericht
von Iny und Elmar am 26-06-2013

Wie schon im Februar berichtet, haben sich etliche Autoren zusammengefunden und Homer gegründet, eine Gemeinschaft, die für den unterhaltenden Historischen Roman eintritt. Einige in Norddeutschland lebende Homer-Autoren haben sich bereits zu einem Stammtisch in Hamburg zusammengefunden. Am 22.06.2013 war dann schließlich die Südschiene an der Reihe. Als Treffpunkt wurde Ulm bestimmt, die Stadt, in der Homer am 01.02. dieses Jahres gegründet worden war.

Im Vorfeld war es nicht ganz sicher, ob auch wir daran würden teilnehmen können. Die Arbeit türmt sich vor uns auf, zudem schneiten uns auch noch Druckfahnen mit einem äußerst knappen Rücksendungstermin ins Haus. Die Freude, einige Homerautoren wieder zu sehen und Neue kennen zu lernen, war aber dann doch größer als alle Bedenken.

Der Vormittag des 22.06. galt aber erst einmal der Suche nach neuen Sachbüchern, die wir für die Recherchen für einen der nächsten Romane benötigen. Daher kamen wir erst etwas später als die anderen in Ulm an und suchten dort erst einmal nach einem Parkplatz in der Nähe des Treffpunkts. Dank der regen Bautätigkeit in der Stadt stimmte unsere Karte nicht mehr und so waren wir froh, überhaupt ein Parkhaus zu finden, dessen Anzeige nicht 0 freie Parkplätze ankündigte. Wir hatten daher ein ganzes Stück zu gehen, um das Lokal zu erreichen, in dem sich die anderen Homer-Autoren zusammengefunden hatten. Auf jeden Fall lernten wir dabei Ulm noch ein wenig besser kennen.

Iny entdeckte die anderen als Erste, während Elmar noch in die andere Richtung schaute, und dann ging es erst einmal ans Begrüßen. Außer uns waren gekommen: Silvia Stolzenburg, Eva-Ruth Landys, Cornelia Haller, Burkhart Bierschenk und Thilo Scheurer sowie mehrere Ehepartner von anwesenden AutorInnen und Thilos Sohn.

Da das Wetter mitspielte, konnten wir auf einer Terrasse an der noch immer recht hochgehenden Donau sitzen und den Ausblick genießen. Es wurde sehr schön, oft sehr lustig, aber gelegentlich auch ernst. Fast jeder Autor hatte einen Schuh, der ihn drückte, und freute sich über einen guten Rat oder wenigstens Anteilnahme. Auch konnten einige Erfolge verkündet werden, sei es sehr schöne Rezensionen, neue Bücher oder die Fertigstellung eines Romans. Der eine oder andere erzählte auch einen Schwank aus seiner Jugend und so verrann die Zeit wie in nu.

Um 18:30 Uhr wechselten wir das Lokal und setzten die Runde in anderer Umgebung fort. Irgendwann wurde es dann Zeit für uns, aber auch ein paar andere, aufzubrechen. Ein wenig Wehmut kam auf, aber auch die Vorfreude auf ein Wiedersehen, das sicher erfolgen wird.

Das Treffen war ein voller Erfolg und wir hoffen, auch beim nächsten Stammtisch wieder dabei sein zu können.

Iny und Elmar Lorentz

Josefine Preuß ist 'Die Pilgerin'!

Info
von Iny und Elmar am 10-06-2013

Ein neuer Film nach einem unserer Romane wird gedreht!

Mehr unter Verfilmungen!


Iny und Elmar Lorentz

Neues von der 'Wanderhure'

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 05-06-2013

Am 25.06.2014 feiert 'Die Wanderhure' bei den Bad Hersfelder Festspielen ihre Uraufführung. Wir freuen uns riesig, dass unsere Marie es nach dem Fernsehbildschirm nun auch auf die "Bretter" schaffen wird, die die Welt bedeuten. Besonders schön ist es, dass dies auf der Freilichtbühne in der Stiftsruine von Bad Hersfeld geschieht. Bad Hersfeld ist schließlich für seine ausgezeichneten Aufführungen berühmt und so ist es für uns eine große Ehre, dass 'Die Wanderhure' dort gespielt wird. Wir werden selbstverständlich im nächsten Jahr dabei sein und die Premiere im wunderbaren Ambiente der Stiftsruine genießen.

Es ist Frühling

Info
von Iny und Elmar am 30-05-2013

Die Überschrift soll kein Scherz sein, denn kalendermäßig herrscht derzeit Frühling. Der hat bloß noch nicht gemerkt, dass er eigentlich an der Reihe ist. Statt dass der Mai seinen Namen als Wonnemonat Ehre macht, regnet es und es ist mindestens um zehn Grad zu kalt.


Trotzdem ist es an der Zeit, wieder einmal etwas ins Tagebuch zu schreiben. Da ist zum Ersten der Hinweis, dass seit fast einem Jahr wieder ein neuer Eintrag bei 'Reisen und Recherche' zu finden ist. Zwar haben wir auch im letzten Jahr einige Recherchefahrten unternommen, doch waren dies eher Kurztrips oder fielen mit irgendwelchen Veranstaltungen zusammen. Andere Reisen galten nicht bestimmten Romanen, sondern der Suche nach möglichen neuen Schauplätzen. Diesmal aber gab es wieder eine lange Reise und damit einen neuen Bericht.


Es gibt auch wieder neue Cover zu bewundern. Die ungarischen Belegexemplare der 'Tochter der Wanderhure' und der 'Töchter der Sünde' sind eingetroffen und vervollständigen die Seiten mit den entsprechenden Romane.


Anfang Mai ist 'Das goldene Ufer' erschienen, der erste Roman der vierbändigen Reihe um den deutschen Auswanderer Walther Fichtner. Es handelt sich dabei eines der acht Bücher, die zum 50jährigen Jubiläum von Knaur-Taschenbuch erschienen sind oder noch erscheinen werden. Für uns war es eine große Freude, nach unserer Rückkehr aus Italien zu sehen, dass 'Das Goldene Ufer' auf der Bestsellerliste nach Harenberg bis auf Platz 3 und bei der GFK-Bestsellerliste sogar bis auf Platz 2 gekommen ist. Für diesen Vertrauensbeweis bedanken wir uns von ganzem Herzen bei all unseren Lesern!


Mittlerweile sind auch die Herbst-Winter-Vorschauen der Verlage erschienen. Dabei sind natürlich auch ein paar Bücher von uns.

August 2013:

Bitterer Nachgeschmack eine Krimi-Anthologie im Gmeiner Verlag. Herausgeber Claudia Senghaas und Iny Lorentz.

Über Giftmorde durch die Jahrhunderte schreiben: Caren Benedikt, Nora Berger, Gerit Bertram, Ella Danz, Guido Dieckmann, Petra Gabriel, Susan Hastings, Ednor Mier, Armin Öhri, Heidi Rehn, Friederike Schmöe, Deana Zinßmeister und Iny Lorentz.


Oktober 2013:

Flammen des Himmels Knaur Verlag Von Iny Lorentz

In dem von Wiedertäufern beherrschten Münster beginnt für Frauke Hinrichs der Kampf ums Überleben. Nicht nur die Belagerungstruppen des Bischofs bringen für sie Gefahr. Da ist auch Lothar, von dem sie weiß, dass er auf der Seite der Feinde steht, und dem doch ihre Liebe gilt.


November 2013:

Fluch des Magiers Knaur Verlag Von Sandra Melli

Der Kampf um die Dämmerlande geht weiter. Der Katzenkriegerin Laisa steht eine große Aufgabe bevor, die erfüllt werden muss, wenn der Feind nicht siegen soll. Doch auch Rogon, Prinz von Andhir und Streuner in einer Person muss Dinge vollbringen, an denen die größten Magier aller sechs Farben gescheitert sind.


Dezember 2013:

Feuertochter Knaur Verlag Von Iny Lorentz

Das Taschenbuch des Romans um die junge Irin Ciara Ní Corra und ihr Kampf um die Freiheit, den die beiden deutschen Söldner Simon und Ferdinand von Kirchberg unterstützen sollen.


Januar 2014

Methan Goldmann Verlag Von Nicola Marni

Das Taschenbuch über den vierten Auftrag Torsten Renks und seiner Kollegin Henriette von Tarow, der zu einer heißen Sache im Eis des Nordens wird.



Wir wünschen uns allen schöneres Wetter und euch viel Freude beim Lesen!

Iny und Elmar Lorentz

DeLiA in Iserlohn

Bericht
von Iny und Elmar am 30-04-2013

Nach dem langen und kalten Winter waren wir froh, bei bestem Wetter nach Iserlohn fahren zu können, wo heuer die DeLiA-Liebesroman-Tage stattfinden sollten. Diesmal war es etwas Besonderes, denn vor genau zehn Jahren haben mehrere Autorinnen DeLiA gegründet. Da wir nur kurz danach zu dieser Gruppe gestoßen sind, war es auch für uns ein zehnjähriges Jubiläum.

Ausnahmsweise sind wir diesmal nicht mit dem Wohnwagen nach Iserlohn gefahren, sondern haben uns wie die meisten angereisten DeLiA-Mitglieder im Literaturhotel Franzosenhohl eingenistet. Es war ein angenehmes Nest, malerisch im Wald gelegen, voller Bücher und damit ein idealer Treffpunkt für Leute, die Bücher schreiben.

Da wir für den Donnerstagvormittag ein Interview mit der Iserlohner Kreiszeitung vereinbart hatten, sind wir bereits am Mittwoch angereist. Wir hatten uns fest vorgenommen, früh ins Bett zu gehen und auszuschlafen, um die folgenden Tage durchstehen zu können. Allerdings wurde nichts daraus, denn unsere Autorenkolleginnen Micaela Jary und Petra Schier trafen ebenfalls am Mittwoch ein, und so verquatschten wir uns mit ihnen und der Autorin Andrea Reichart, die die Organisation der Liebesroman-Tage übernommen hatte. Statt früh kamen wir daher recht spät ins Bett.

Am nächsten Morgen hieß es sich sputen, um rechtzeitig in die Redaktion der IKZ zu kommen. Das Interview war sehr angenehm und unsere Interviewerin, Frau Merkel (nein, nicht die Angela), gab uns noch einen ausgezeichneten Tipp fürs Mittagessen. Auf dem Weg zum Restaurant kamen wir an einem allerliebsten Laden vorbei, der uns magisch anzog. Elmar durfte danach einen großen Karton zum Dicken schleppen, während Iny vorausging und im Lokal auf ihn wartete.

Als wir anschließend ins Literaturhotel Franzosenhohl zurückkehrten, waren bereits etliche DeLiA-Autoren und -Autorinnen angekommen. Zugegeben, die Zahl der Autoren war ein wenig geringer als die der Autorinnen, dafür aber waren etliche Ehemänner und Lebensgefährten von Autorinnen mitgekommen, so dass das man(n) sich nicht so einsam fühlen musste. Nur um ein paar Autoren und Autorinnen zu nennen: Thomas Jeier, Jo Kramer, Eva Völler, Kerstin Gier, Britta Sabbag, Deana Zinßmeister, Heidi Rehn, Lee Bauer, Nicole Steyer, Sandra Regnier, Jutta Plössner, Rebecca Michele, Sophia Farago, Frauke Scheunemann, Tania Kretschmar, Angeline Bauer, Doris Strobl, Nicole Walter, Martine André, Nicole Steyer, Britta Orlowski, Beatrix Mannel und noch viele andere, die uns hoffentlich nicht steinigen werden, weil wir sie nicht genannt haben. Auf alle Fälle waren es sehr viele!

Vor lauter Begrüßen und Reden flog die Zeit nur so dahin. Daher kamen wir beinahe zu spät zum Essen und mussten uns anschließend sputen, um rechtzeitig in die Stadtbücherei im alten Rathaus von Iserlohn zu gelangen. Der Bürgermeister der Stadt hat dort die DeLiA-Liebesroman-Tage eröffnet und anschließend begann die Lesung von Micaela Jary mit 'Die Bucht des blauen Feuers'. Eva Völler stellte danach in humorvoller Weise dar, warum man sich besser nicht mit Mutti anlegt. Das Buch heißt auch 'Leg dich nicht mit Mutti an'. Nach einer kurzen Pause waren wir an der Reihe und lasen zum ersten Mal aus 'Das goldene Ufer'. Danach gab es noch einige Fragen an die beteiligten Autorinnen (und Elmar), wir alle signierten Bücher und unterhielten uns noch mit etlichen Zuhörern. Es war bereits spät, als wir zum Literaturhotel Franzosenhohl zurückkehrten, und auch dort kamen wir nicht gleich ins Bett.

Am Freitag mussten einige Autorinnen und Autoren sehr früh aufstehen, denn es standen Lesungen in Schulen an, die sehr viel Anklang gefunden haben. Wir blieben im Franzosenhohl und unterhielten uns mit einigen Kolleginnen und Kollegen. Nach einem raschen Mittagessen ging es erneut zur Stadtbücherei. Eva Völler, Micaela Jary und Beatrix Mannel hielten dort einen Workshop über das Schreiben von Büchern ab, den wir nicht versäumen wollten. Er war selbst für uns noch informativ und für die Anwesenden, die sich überlegen, vielleicht selbst einmal einen Roman zu verfassen, sehr lehrreich.

Das Abendessen musste diesmal ausfallen, denn es ging zum Parktheater und zum Höhepunkt der Liebesroman-Tage, nämlich zur Gala und der Verleihung der Delia, des Deutschen Liebesroman-Preises. Das Parktheater bot ein wunderbares Ambiente und wir konnten im Foyer als Erstes die Geburtstagstorte für DeLiA bewundern. Eine Sängerin und ein Musiktrio umrahmten den Abend, während Sophia Farago die Gala in gekonnter Manier moderierte. Die Delia für den besten Liebesroman des Jahres 2012 ging schließlich an Jennifer Benkau für ihren Roman 'Dark Canopy'. Den zweiten Preis gewann Stefanie Gerstenberger mit 'Oleanderregen' und dritte wurde Nicole C. Vosseler mit 'Das Herz der Feuerinsel'. Den Preis für das beste Cover des Jahres gewann das Buch 'Naschmarkt' von Anna Koschka.

Nach der Siegerlesung begann für die hungernden Autorinnen und Autoren der Ansturm auf das Büffet. Es schmeckte ausgezeichnet und es wurde auch jeder satt. Anschließend schnitten Rebecca Michele und Sophia Farago gemeinsam die Geburtstagstorte an und die hatte es in sich. So manche auf ihre schlanke Linie bedachte Dame seufzte, konnte aber trotzdem nicht wiederstehen, sich ein Stück davon zu holen.

Wir kamen nicht gerade früh ins Literaturhotel Franzosenhohl zurück und so wurde auch diese Nacht recht kurz. Am nächsten Tag regnete es, doch das hielt uns nicht davon ab, noch einmal in das Stadtzentrum zu fahren und den bereits erwähnten Laden erneut zu besuchen. Immerhin stehen in den nächsten Monaten unsere Geburtstage an und hier hatten wir die beste Chance, einige schöne Geschenke zu besorgen.

Das Mittagessen nahmen wir wieder im Literaturhotel Franzosenhohl ein, und dann kam die Pflicht, nämlich die jährliche Clubversammlung. Elmar hasst solche Veranstaltungen und drohte bereits im Vorfeld damit, aus DeLiA auszutreten, um der Versammlung zu entgehen. Aber er blieb trotzdem im Verein und kam mit. Allerdings wurde die Versammlung von Rebecca Michele (der scheidenden Vorsitzenden des Vereins) und Sophia Farago (ihrer Nachfolgerin) souverän geleitet und so schafften wir es sogar pünktlich zum Abendessen.

Einige DeLiAs mussten sich beeilen, denn es begann die lange Lesenacht, in der etliche Autorinnen und Autoren aus ihren neuesten Romanen lasen. Wir hätten gerne zugehört, doch war der Ansturm zu den Lesungen so groß, dass Andrea Reichart, die Organisatorin der Liebesroman-Tage uns und die anderen DeLiAs bat, dem normalen Publikum den Vortritt zu lassen. Wir setzten uns daher ins Hotelfoyer, unterhielten uns mit den anderen und signierten immer mal wieder Bücher.

Da wir am nächsten Morgen früh aufbrechen wollten, kamen wir diesmal einen Hauch früher ins Bett als die Nächte vorher, hatten aber erneut viel zu wenig Schlaf. Nach dem Frühstück und letzten, angenehmen Gesprächen, hieß es dann, Abschied zu nehmen. Hinter uns lagen wunderschöne Tage, wir haben lieb gewonnene Freundinnen wiedergesehen, neue kennengelernt und freuen uns auf die DeLiA-Liebesroman-Tage 2014.

Herzlichen Dank an Andrea Reichart für die ausgezeichnete Organisation, an die Stadt Iserlohn für ihre exzellente Gastfreundschaft und an alle Iserlohner, die den Aufenthalt in ihrer Stadt zu einem Erlebnis werden ließen.

Iny und Elmar Lorentz

Frühling ?

Bericht
von Iny und Elmar am 29-03-2013

Draußen vor dem Fenster liegt Schnee, die Temperaturen kratzen mittags ganz leicht die untersten Plusgrade und anstelle von Ostergefühlen kommt Weihnachtsstimmung auf. Es fehlt nur noch, dass man sich in den Geschäften wundert, weshalb die Schokoladennikoläuse statt Mützen so lange Ohren haben.

Ein Blick auf die Homepage zeigt, dass wir während der letzten acht Wochen in eine Art Winterschlaf verfallen sind. Das ist auch kein Wunder beim derzeitigen Wetter. Allerdings ist der Winter auch eine eher ruhige Zeit, in der sich nicht viel ereignet. Wir haben die meiste Zeit brav am Computer gesessen und geschrieben. Im Februar haben wir uns ein paar Tage Urlaub gegönnt, in den Elmar mehrere Ziegelsteine an Sachbüchern mitgenommen und gelesen hat. Außerdem haben wir unsere Kollegin Nora Berger und deren Mann besucht und waren bei der Münchner Premiere vom 'Heute bin ich blond', der Verfilmung des bei Dromer-Knaur erschienenen Buches gleichen Titels von Sophie van der Stap. In den nächsten drei, vier Wochen kommen noch einige Besuche und Besprechungen hinzu, aber nichts, über das sich wirklich zu schreiben lohnt.

Sehr gefreut haben wir uns über die Niederländische Ausgabe der Wanderhure (de Wandelhoer). Außerdem erhielten wir ein Vorabexemplar von 'Das goldene Ufer'. Dieser Roman wird Anfang Mai erscheinen und gehört zu den acht Bänden, die zum fünfzigjährigen Jubiläum von Knaur Taschenbuch als Sonderedition herausgegeben werden.

Damit wünschen wir all unseren Leserinnen frohe Weih... äh fröhliche Ostern. Möge der Osterhase euch viele schöne Eier bescheren!

Iny und Elmar Lorentz

Autorengruppe HOMER - Historische Literatur

Bericht
von Iny und Elmar am 07-02-2013

Am 01.02.2013 trafen sich mehrere Autorinnen und Autoren historischer Romane in der Stadt Ulm, um offiziell eine neue Autorenvereinigung zu gründen.

HOMER ist ein Zusammenschluss von Autoren historischer Romane, der vor allem den Kontakt zu Leserinnen und Lesern pflegen will. Daher begann die offizielle Geschichte HOMERs auch mit einer Lesung bei Gondrom-Thalia in Ulm. Silvia Stolzenburg, Micaela Jary, Ulf Schiewe, Eva-Ruth Landys, Caren Benedikt und wir boten dabei den Zuhörern die ganze Bandbreite historischer Romane. Dazu gab es interessante Fragen und Kommentare, sowie die Gelegenheit zu Gesprächen mit allen Autoren.

Am nächsten Morgen folgte auf die Kür die Pflicht. Die Statuten von HOMER mussten besprochen und ein Vorstand gewählt werden. Doch auch diese trockene Angelegenheit war irgendwann erledigt und so konnten wir noch ein wenig zusammensitzen und uns unterhalten.

Während die meisten Autorinnen und Autoren am Lauf des Samstags wieder nach Hause fahren mussten, blieben wir bis Sonntag und sahen uns ein wenig in der Stadt um. Immerhin war Ulm ein wichtiger Etappenort für unsere 'Pilgerin' und so freuten wir uns sehr, hier noch einmal den Spuren unserer Heldin Tilla folgen zu können.

Es war ein wunderschönes und harmonisches Treffen und wir glauben, mit der Gründung von HOMER den richtigen Schritt für den historischen Roman getan zu haben.

Der Link zur Autorengruppe Homer:

HOMER-Historische-Literatur

Iny und Elmar Lorentz

Signierstunde im Globus Mühldorf

Bericht
von Iny und Elmar am 01-02-2013

In diesem Jahr begann für uns die Lese- und Signiersaison 2013 etwas früher als sonst im Jahr und zwar beim Globus in Mühldorf am Inn. Dort hatten wir bereits vor ein paar Jahren eine Signierstunde abgehalten und freuten uns, dass es am 25.01. eine Wiederholung gab. Diesmal fuhr auch unsere Agenturlektorin Ingeborg mit und so wundert es nicht, dass wir unterwegs über unsere neuen Romanprojekte sprachen.

Aufgrund der winterlichen Verhältnisse hatten wir einen Zeitpuffer eingeplant, kamen aber gut vorwärts und daher zu früh an. Elmar nutzte gleich die Gelegenheit, ein paar Sachen einzukaufen, während Ingeborg und Iny sich die Zeit im Gespräch vertrieben.

Kurz darauf erschien auch schon Herr Gilbert, der diesmal die Signierstunde initiiert hatte, und führte uns in die Buchabteilung. Dort stand schon alles bereit, so dass wir nur noch unsere Signierstifte auspacken mussten. Es ging auch gleich los. Einige Leser waren bereits bei unserer ersten Signierstunde dabei gewesen und freuten sich auf unsere Autogramme in ihren neuen Romanen. Elmars Schwester, weitere Verwandte und einige Bekannte kamen vorbei und so verging die Zeit mit Reden und Signieren wie im Flug. Ehe wir uns versahen, war die Signierstunde auch schon vorüber. Wir blieben aber noch etliche Minuten sitzen, um auch eventuellen Nachzüglern die Chance auf ein Autogramm zu geben. Wie erwartet tauchten auch Leute auf und waren sehr erleichtert, und noch anzutreffen.

Zwanzig Minuten nach dem offiziellen Ende der Signierstunde flaute es aber dann doch ab. Bevor wir uns jedoch verabschiedeten, wurden noch einige Fotos gemacht und Herr Gilbert bedankte sich für unser Kommen. Wir haben es gerne getan und bedanken uns bei ihm für seine ausgezeichnete Betreuung.

Der Heimweg verlief ohne Probleme. Ingeborg und wir setzten unser Gespräch vom Nachmittag fort und beratschlagten, welche Themen wir als Nächstes in Angriff nehmen sollten. Ideen haben wir einige, doch jetzt müssen wir uns überlegen, wohin die nächste Recherchereise gehen wird. Zwar gibt es bereits einen Trend, doch welchen, soll hier noch nicht verraten werden.

Iny und Elmar Lorentz

Sat1 Gold startet mit 'Die Wanderhure'

Info
von Iny und Elmar am 01-02-2013

Am 13.01.2013 um 13:10 Uhr wurde bei Sat1 die Wiederholung der 'Wanderhure' ausgestrahlt. Wir saßen natürlich rechtzeitig vor dem Fernsehgerät, konnten den Film aber wegen einer Verabredung nicht ganz ansehen. Die Chance kam jedoch nur wenige Tage später. Am 17.01.2013 um 20:15 Uhr startete der Sat1 Spartensender Sat1 Gold sein Programm und der erste Beitrag, der gesendet wurde, war die 'Wanderhure'. Gleich anschließend ging es mit der 'Rache der Wanderhure' weiter.

Wir freuten uns sehr, unsere 'Marie' erneut in Aktion zu sehen und bedanken uns noch einmal bei allen, die dies ermöglicht haben.

Iny und Elmar Lorentz

Kommissar Pascha

Bericht
von Iny und Elmar am 16-01-2013

Am 11.01.2013 sind wir nach München gefahren, um eine Lesung unseres Agentur- und Verlagskollegen Su Turhan in München mitzuerleben. Dabei nützten wir auch gleich die Gelegenheit, unser neuestes Manuskript in die Agentur zu bringen. Es handelte sich dabei um Teil zwei unserer Auswandererreihe um Walther Fichtner und seine Familie. Unsere Filmagentin Isabel wollte ebenfalls zu Su Turhans Lesung und so fuhren wir gemeinsam nach Bogenhausen zu der malerischen Altbauwohnung, in der sie in halb privatem Rahmen stattfinden sollte. In diesen Räumen wurde Literatur fühlbar, denn bereits der Großvater des jetzigen Besitzers hat dort schon Autorenlesungen und literarische Salons veranstaltet.

Su Turhan ist nicht nur Autor, sondern auch ein mehrfach preisgekrönter Regisseur, und so hatten sich auch etliche Leute aus dem Filmgeschehen zur Lesung eingefunden. Auch der Knaur-Verlag war mit mehreren Damen und einem Herrn vertreten. Dazu kam noch eine Reihe von Bücherfreunden, so dass es in der nicht gerade kleinen Wohnung ganz schön voll wurde. Irgendwo in der Menge befand sich auch Su Turhan, der angesichts des Andranges immer nervöser wurde. Es war schließlich seine Premierenlesung als Autor.

Isabel machte ihm auf ihre unnachahmliche Art und Weise Mut, um dann selbst mit einigen Filmschaffenden Gespräche zu führen. Wir unterhielten uns mit einigen Besuchern sowie unseren Bekannten aus dem Verlag und suchten uns dann langsam einen guten Platz. Hier müssen wir die Organisation lobend erwähnen, denn es war für ausreichende Bestuhlung gesorgt, für Getränke, und für gute Laune. Diese steigerte sich noch, als die Lesung begann und Su Turhan uns seinen Kommissar Pascha alias Zeki Demirbilek vorstellte. Demirbilek, ein Münchner Kriminalbeamter türkischer Abstammung mit einer Vorliebe für Bier und Schweinsbraten, hatte sich nicht nur mit einigen aufzuklärenden Mordfällen herumzuschlagen, sondern auch mit neidischen Kollegen und seinem aufmüpfigen Nachwuchs. Bei den Mordfällen unterstützten ihn die beiden Kriminalbeamtinnen Vierkant und Cengiz. Die anderen Probleme hatte er selbst zu lösen.

In der Pause gab es zwar Bier, aber keinen Schweinsbraten, sondern türkische Spezialitäten und weitere interessante Gespräche. Viel zu früh für die meisten die Glocke uns wieder auf unsere Plätze zurück und Kommissar Pascha wurde mit neuen Mordfällen konfrontiert. Es musste jedoch keiner traurig sein, weil er seine Unterhaltung hatte unterbrechen müssen, denn nach dem Ende der Lesung gab es noch genug Gelegenheit, um miteinander zu reden.

Isabel und Iny stießen mit dem sichtlich erleichterten Su Turhan an, während Elmar sich mit Wasser begnügen musste. Unser Dicker wartete am P&R Parkplatz auf uns und der mag nur von nüchternen Leuten gefahren werden. Dafür aber durfte Elmar aber für Iny eine Portion der ausgezeichneten Buchteln mit Vanillesoße besorgen, die von der Gastgeberin gebacken worden waren.

Kurz darauf schlug für uns die Stunde des Abschieds. Wir bedanken uns bei Su Turhan und den Gastgebern für eine absolut gelungene Veranstaltung und wünschen Kommissar Pascha viel Erfolg!

Die Daten zum Buch:

Su Turhan

Kommissar Pascha

Ein Fall für Zeki Demirbilek

ISBN: 978-3-426-51191-6


Iny und Elmar Lorentz

Ausblick auf 2013 und Rückschau auf 2012

Info
von Iny und Elmar am 07-01-2013

2012 liegt hinter uns. Es war ein aufregendes Jahr mit vielen Höhen und wenig Tiefen. Herausragend war natürlich die Ausstrahlung der beiden Filme 'Die Rache der Wanderhure' und 'Das Vermächtnis der Wanderhure' bei Sat1. Doch auch einige andere Ereignisse konnten sich sehen lassen. So sind in Polen die Iny-Lorentz-Romane acht und neun erschienen. Die Wanderhure wurde ins Niederländische übersetzt und 'Die Rose von Asturien' ins Spanische. Dies freut uns ganz besonders, spielt die 'Rose' doch zum überwiegenden Teil in Spanien. Weiter erschienen in Spanien die Taschenbücher der 'Wanderhure' und der Kastellanin. In Tschechien wurde die 'Pilgerin' übersetzt und auch aus Ungarn gibt es neue Iny-Lorentz-Romane zu vermelden.

2012 gab es auch wieder mehrere Lesungen: in Meißen, Borna, Grassau, Hochheim, Lichtenfels, Ingolstadt und Leutkirch.

Es sind auch wieder einige Romane erschienen: 'Vampirjagd' bei Piper, 'Todesfahrt' bei Page&Turner sowie 'Die Rache der Wanderhure – Das Buch zum Film' und 'Feuertochter' von Iny Lorentz. Dazu kommt noch 'Stolz der Kriegerin' von Sandra Melli bei Knaur. Zu unserer Überraschung wurden unsere Anni-Lechner-Romane 'Neues Glück im Kreiental', Hotel Edelweiß' und 'Die Berghebamme' bei Weltbild in einer schönen Ausgabe neu aufgelegt.


2013 wird alles ein wenig ruhiger ablaufen. Die Verfilmungen sind vorbei, es werden weniger Romane erscheinen, und da wir eine längere Recherchereise geplant haben, gibt es nur eine kleine Anzahl an Lesungen.

Der Beginn war jedoch schon einmal gut. Die Taschenbuchausgabe von 'Töchter der Sünde' erreichte Platz Nummer zehn auf der Harenberg-Bestsellerliste und ist damit insgesamt das fünfundzwanzigste unter Iny Lorentz erschienene Buch, das es auf die Bestsellerliste geschafft hat. Wir bedanken uns bei unseren Leserinnen und Lesern für ihre Treue und versprechen, auch weiterhin spannende und emotionale Bücher zu schreiben.

Als nächster Roman erscheint bereits im Mai 'Das goldene Ufer'. Es handelt sich um den ersten Band einer vierteiligen Romanreihe über die Auswanderfamilie Fichtner, die Deutschland verlassen muss, um jenseits des Ozeans ein neues Leben zu beginnen.




Ein Wort zu Facebook:

Hier gibt es etwas Grundsätzliches zu sagen. Wir sind weder unter unseren eigenen Namen noch als Iny Lorentz bei Facebook angemeldet. Als wir uns vor einiger Zeit anmelden wollten, ging dies nicht, da sich bereits andere Leute den Namen Iny Lorentz bei Facebook für sich in Anspruch genommen haben.

Die Facebook-Seiten unter dem Namen Iny Lorentz haben daher mit uns nichts zu tun. Weder wissen wir, wer sie eingerichtet hat, noch haben wir irgendwelchen Einfluss darauf.


Iny und Elmar Lorentz

Weihnachten 2012

Sonstiges
von Iny und Elmar am 22-12-2012

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!

Iny und Elmar Lorentz

Der Abschied der Wanderhure

Bericht
von Iny und Elmar am 24-11-2012

Es war Dienstag, der 13.11.2012, und damit der Tag, an dem SAT1 und der ORF mit 'Das Vermächtnis der Wanderhure' den dritten und letzten Teil der Wandhurentrilogie ausstrahlen würden. Die Produzenten Andreas Bareiss und Sven Burgemeister hatten aus diesem Anlass zu einer Filmparty in München eingeladen. Daher machten wir uns zusammen mit unserer Agenturlektorin Ingeborg auf den Weg nach München, um mit der Produktionsfirma, SAT1, dem Droemer-Knaur-Verlag und unserer Agentur den Abschluss der Trilogie zu feiern.

Als wir das urige Restaurant erreichten, in dem die Party steigen sollte, fanden wir ein ausgelassenes Völkchen vor. Alle waren froh, dass die Arbeit von mehr als drei Jahren ihren Höhepunkt gefunden hatte. Gleichzeitig aber machte sich eine eigenartige Stimmung breit. Nach diesem Film würden viele Leute ihre eigenen Wege gehen und von den Mühen und Anstrengungen der Dreharbeiten nur noch Erinnerungen bleiben.

Wir freuten uns sehr, Alexandra Neldel noch einmal zu sehen und ihr für ihre fulminante Darstellung unserer Marie zu danken. Götz Otto war ebenfalls gekommen und ließ sich noch einmal als König Sigismund feiern. Während der nächsten halben Stunde wurden wir sehr vielen Leuten vorgestellt, die an der Filmtrilogie mitgewirkt haben, und bekamen etliche Anekdoten vom Dreh zu hören.

Bald aber wurde der Raum dunkel und die Leinwand hell. Der Film begann und noch einmal versanken alle in eine vergangene Zeit, um Maries Abenteuer im 'Vermächtnis der Wanderhure' mitzuerleben. Unseren persönlichen Eindruck von dem Film haben wir bereits beschrieben. Doch obwohl ihn bereits gesehen hatten, schlug er uns erneut mit seiner Wucht und seiner Rasanz in den Bann.

Als der Film zu Ende war, klang Jubel auf. Alle waren begeistert und gratulierten Alexandra Neldel, Götz Otto, der Drehbuchautorin Carolin Hecht sowie den Produzenten und den Vertretern von SAT1 zu dem gewaltigen Abschluss einer grandiosen Trilogie. Auch wir erhielten einige Glückwünsche dafür, die Figur der Wanderhure geschaffen zu haben. Am meisten freuten sich unsere Agentin Lianne und unsere Filmagentin Isabel, die lange darauf hingearbeitet hatten, 'Die Wanderhure' verfilmt zu sehen. Jetzt sind es drei Filme geworden, einer schöner als der andere.

Wir danken Alexandra Neldel und allen Schauspielerinnen und Schauspielern dafür, ebenso Andreas Bareiss und Sven Burgemeister, sowie SAT1, die diese drei Filme ermöglicht haben, und gedenken Bernd Burgemeister, der an diesen Stoff glaubte und leider seine Verwirklichung nicht mehr erleben durfte.

Mit großer Liebe aber verneigen wir uns vor unserer Agentin Lianne, vor unserer Agenturlektorin Ingeborg und vor Isabel, ohne deren segensreiches Wirken 'Die Wanderhure' weder als Buch noch als Film Wirklichkeit geworden wäre.


Die Quoten:

Die beiden ersten Filme hatten die Latte sehr hoch gehängt. Uns war jedoch allen klar, dass ein dritter Film diese Quoten niemals würde erreichen können. Trotzdem kam 'Das Vermächtnis der Wanderhure' in Deutschland auf die sehr erfreuliche Zahl von über fünfeinhalb Millionen Zuschauer und einem Marktanteil von über achtzehn Prozent.

In Österreich sahen sogar über 25 Prozent der Fernsehzuschauer 'Das Vermächtnis der Wanderhure'.

Wir danken allen Zusehern und hoffen, es hat euch allen Spaß gemacht!

Iny und Elmar Lorentz

Der Sommerferienleseklub

Bericht
von Iny und Elmar am 23-11-2012

Lesen ist eine wichtige soziale Kompetenz, die man den Kindern unbedingt nahebringen muss. Dafür ist es wichtig, dass ihnen das Lesen auch Freude macht und diesem Zweck dient der Sommerferienleseklub, der von vielen Büchereien ausgerichtet wird. Die Kinder werden angehalten, in den Ferien ihre freie Zeit nicht nur vor dem Fernseher zu verbringen oder beim Spiel zu genießen, sondern auch zu lesen. Krönender Abschluss des Sommerferienleseklubs ist stets die Verleihung der Urkunden für die teilnehmenden Schüler, sowie die dazugehörige Tombola, denn wer liest, soll auch etwas gewinnen.

In diesem November wurden wir von Frau Zimmermann von der Gemeindebücherei Wörth eingeladen, an dieser Abschlussfeier teilzunehmen, den Schülern ein wenig über unsere Tätigkeit aus Schriftsteller zu erzählen und ein paar Seiten aus einem unserer Jugendbücher vorzulesen.

Dieser Einladung sind wir gerne gefolgt und waren sehr überrascht, zu sehen, wie viele Kinder in den Sommerferien den Weg zur Bücherei gefunden haben. Außer uns waren auch Ulli Wenger, Moderator beim Bayerischen Rundfunk, und ein Ehepaar eingeladen, das mit den Kindern Vorleserunden veranstaltet und dabei die Freude am Lesen weckt. Der Ehemann las eine hübsche kleine Gesichte vor, die bei allen Anklang fand, und berichtete dann zusammen mit seiner Frau von den Anfängen der Lesepatenschaft und der Freude, die es macht, gemeinsam mit den Kindern zu lesen.

Auch Ulli Wenger machte es sichtlich Spaß, den Schülern von seiner Arbeit zu berichten, und musste dabei so manche Frage beantworten, wie es denn beim Rundfunk so sei. Als wir an die Reihe kamen, las Elmar eine Szene aus 'Merani und die Schlange unter dem Meer' vor, während Iny anschließend von ihm assistiert die Fragen beantwortete, die uns gestellt wurden. Unsere Freundin und Agenturlektorin Ingeborg war ebenfalls mitgekommen und konnte den Kindern und anwesenden Erwachsenen einen kurzen Einblick in ihre Arbeit geben.

Nach dieser Einführung durfte Wörths Bürgermeister Borgo Schwerstarbeit leisten. Zuerst galt es, allen teilnehmenden Schülern ihre Urkunden zu überreichen, und anschließend musste er die Preise für die Tombola ziehen, und es gab sehr viele Preise!

Den Abschluss bildeten noch einige Gespräche mit einigen Lesern, dem Bürgermeister und den Damen der Bücherei. Als wir dann nach einem gemeinsamen Abendessen nach Hause fuhren, waren wir sehr zufrieden über die Begeisterung der Schüler für das Lesen und wünschen ihnen ein schönes und erfolgreiches Schuljahr und im nächsten Sommer einen ebenso erfolgreichen Sommerferienleseklub!

Iny und Elmar Lorentz

Bambi-Nominierung für 'Rache der Wanderhure'

Info
von Iny und Elmar am 07-11-2012

Auf Erfolgskurs: SAT.1-Quotenhit "Die Rache der Wanderhure" für den Publikums-BAMBI nominiert

07.11.12 | 11:16 Uhr | Unterföhring (ots) - Mehr als acht Millionen Zuschauer fühlten im Februar 2012 mit Alexandra Neldel alias Marie Schärer, die sich in "Die Rache der Wanderhure" auf die Suche nach ihrem tot geglaubten Ehemann Michel (Bert Tischendorf) machte.

Unterföhring (ots) - Mehr als acht Millionen Zuschauer fühlten im Februar 2012 mit Alexandra Neldel alias Marie Schärer, die sich in "Die Rache der Wanderhure" auf die Suche nach ihrem tot geglaubten Ehemann Michel (Bert Tischendorf) machte. Seit heute können die Fans der von Andreas Bareiss und Sven Burgemeister produzierten Trilogie unter Bambi.de sowie telefonisch unter 01371-36 60-02 für "Die Rache der Wanderhure" in der Kategorie "TV Movie des Jahres" abstimmen. Es bleibt spannend bis zur letzten Minute: Erst während der BAMBI-Live-Sendung am 22. November um 21.30 Uhr endet die Voting-Phase. Schon kommenden Dienstag, um 20.15 Uhr, geht es für die Fans der SAT.1-TV-Saga in "Das Vermächtnis der Wanderhure" zusammen mit Marie auf eine neue abenteuerliche Reise ins Land der Tataren ...

Alle Informationen zu "Das Vermächtnis der Wanderhure" finden Sie unter www.presse.sat1.de.

Leutkirch

Info
von Iny und Elmar am 31-10-2012

Der Tag nach der Lesung in Ingolstadt galt der Regeneration unserer Stimmbänder. Immerhin stand uns noch eine ganz besondere Veranstaltung bevor. Imre Török, der Vorsitzende des VS, hatte uns im Namen der Stadt Leutkirch im Allgäu eingeladen, im Rahmen der Reihe 'Literatur im Rathaus' zu lesen. Für uns war es daher eine Ehrensache, diesen Termin nicht wegen Husten uns Halsschmerzen sausen zu lassen.

Erneut mussten Tabletten helfen. Die Stimmprobe am Vormittag ging dann auch schon ganz gut. Iny hustete zwar noch arg, doch wir hatten die Hoffnung, dies bis zum Abend mit Medikamenten in den Griff zu kriegen. Daher setzten wir uns guter Dinge in unseren Dicken und nahmen den Weg nach Leutkirch in Angriff. Die Fahrt verlief reibungslos und wir fanden dort auf Anhieb eine günstig gelegene Tiefgarage, in die unser Dicker passte.

Mit Imre Török hatten wir das Café 'Blauer Affe' als Treffpunkt ausgemacht. Auf dem Weg dorthin gewannen wir einen ersten Eindruck von der malerischen Altstadt von Leutkirch. Auch der 'Blaue Affe' befindet sich in einem jener schönen, alten Gebäude, die den besonderen Reiz des Stadtzentrums ausmachen. Nachdem Imre Török zu uns gestoßen war, ließ es sich bei Tee und Latte macchiato wunderbar reden. Um 17:30 Uhr ging es eine Hausnummer weiter ins Restaurant 'Goldene Krone', das extra für uns eine halbe Stunde früher öffnete, damit wir vor der Lesung noch etwas essen konnten. Mittlerweile war auch Herr Maucher, der Kulturreferent der Stadt Leutkirch, zu uns gestoßen und erzählte uns einiges über seine Heimatstadt und frühere Lesungen im Rahmen von 'Literatur im Rathaus'.

Zu gegebener Zeit begaben wir uns in den Bocksaal des Heimatmuseums, in dem unsere Lesung stattfinden sollte. Die Buchhändlerin stapelte bereits unsere Romane auf ihren Tisch und die ersten Zuhörerinnen trafen ein. Nach der Mikrofonprobe ging es daher gleich ans Signieren. Anschließend eröffnete Herr Maucher die Veranstaltung und danach stellte Imre Török uns mit so lobenden Worten vor, dass wir rote Ohren bekamen. Nun galt es, den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, sagten wir uns, und begannen die Lesung. Dabei berichteten wir auch von unserer Recherche in Irland und dem historischen Hintergrund, in den wir die Geschichte um Ciara und ihren Freunden eingebettet hatten.

Die anschließende Fragerunde war wie immer recht lebhaft, und da unsere Stimmen glücklicherweise hielten, konnten wir auch munter Antwort geben. Als Imre Török die Veranstaltung zu später Stunde beendete, waren wir froh, nach Leutkirch gekommen zu sein, aber auch sehr erleichtert, weil alles geklappt hatte. Wir signierten noch die letzten Bücher, unterhielten uns noch ein wenig mit Imre Török und mehreren Besuchern und verabschiedeten uns schließlich mit dem festen Willen, nach Leutkirch zurückzukehren und uns die Stadt richtig anzusehen.

Iny und Elmar Lorentz

Das Vermächtnis der Wanderhure – Der Film

Bericht
von Iny und Elmar am 29-10-2012

Irgendwie ist es heuer seltsam gelaufen. Bei den beiden ersten Filmen (Die Wanderhure und Die Rache der Wanderhure) waren wir jeweils am Set und konnten mit den Schauspielern und Leuten aus dem Drehteam reden, und das gab uns das Gefühl, unmittelbar dazuzugehören. Diesmal aber klappte es mit dem Set-Besuch nicht und so stellte sich eine Distanz zu dem Film ein, die sich auch durch die zwei Trailer, die wir im Internetauftritt von Sat1 sehen konnten, nicht auflösen ließ.

Wir wussten, dass es einen neuen Regisseur sowie einige neue Akteure gab, hatten aber nicht den geringsten Anhaltspunkt, in welche Richtung sich der Film entwickeln würde. Umso gespannter waren wir, als unsere Filmagentin Isabel uns während der Buchmesse in Frankfurt einlud, den Film Ende Oktober in ihrem Büro in der Agentur anzusehen. Die große Frage für uns war, ob der Film es schaffen würde, das hohe Niveau seiner beiden Vorgänger zu halten, oder ob er sie sogar noch übertraf, um zu einem furiosen Finale der Wanderhurenfilme zu werden.

Obwohl wir von der Drehbuchautorin Carolin Hecht und dem neuen Regisseur Thomas Nennstiel viel Gutes gehört hatten, fuhren wir doch mit einer gewissen Skepsis in die Agentur, um dort in Isabels Büro vor dem Fernsehgerät Platz zu nehmen. Isabel hatte den Film bereits gesehen und wartete nun gespannt darauf, wie er auf uns wirken würde.

Die ersten Bilder waren bereits eindrucksvoll und bewiesen eine ausgezeichnete Kameraarbeit. Je länger der Film dauerte, umso mehr zog er uns in seinen Bann. Teilweise wurde die Spannung so stark, dass sie kaum auszuhalten war. Fast von Anfang an war zu sehen, dass sich das ganze Filmteam von den Schauspielern angefangen bis zum letzten Assistenten noch einmal gesteigert hatte. Waren bereits 'Die Wanderhure' und 'Die Rache der Wanderhure' großartige Filme gewesen, so toppte das 'Vermächtnis' sie noch einmal.

Als schließlich das Fernsehgerät ausgeschaltet wurde, sahen wir die Augen Isabels und unserer Agentin Lianne fragend auf uns gerichtet. Zuerst konnten wir kaum etwas sagen, so sehr hatte der Film auf uns gewirkt. Alexandra Neldel war, was eigentlich kaum mehr möglich schien, noch großartiger gewesen. Aber auch alle anderen Akteure wie Götz Otto, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Julie Engelbrecht (Hulda von Hettenheim) und Florence Kasumba (Alika) hatten uns voll und ganz überzeugt.

Erst nach etlichen Minuten waren wir in der Lage, Einzelheiten anzusprechen, wie die herrlichen Schauplätze, an denen gedreht worden war, die prachtvollen Kostüme der Schauspieler, die ganze Aufmachung des Films, und die mitreißende Handlung, die einfach begeistern muss.

Noch während wir in den wunderschönen Bildern des Films schwelgten, kam bei uns ein Hauch von Wehmut auf. Drei Filme lang hatten wir zusehen können, wie eine überragende Alexandra Neldel unsere Marie verkörperte, und dabei sie und viele andere interessante und liebenswerte Menschen kennengelernt. Wir wollen ein paar davon stellvertretend für alle nennen.

Die Produzenten: Andreas Bareiss, Sven Burgemeister und Josef Aichholzer.

Die Drehbuchautorinnen und –autoren: Gabriele Kister (Wanderhure), Carolin Hecht (Vermächtnis) sowie Thomas Wesskamp und Dirk Salomon (Rache). Die Regisseure: Hansjörg Thurn (Wanderhure und Rache) und Thomas Nennstiel (Vermächtnis). Die Schauspielerinnen und Schauspieler: Elena Uhlig, Thure Riefenstein, Lili Gesler, Julian Weigend und Gregor Seberg (Wanderhure) Esther Schweins, Xenia Assenza, Michael Markfort, Johannes Krisch, Daniel Roesner (Rache). Julie Engelbrecht, Florence Kasumba, Talessa Allegra Scheithauer, Ill-Young Kim, Michael Steinocher und Oliver Stritzel (Vermächtnis).


Vor allem aber gilt unser Dank und unsere Anerkennung jenen Vier, die in allen drei Filmen mitgewirkt haben, nämlich Alexandra Neldel (Marie), Nadja Becker (Hiltrud), Bert Tischendorf (Michel) und seine Majestät Sigismund alias Götz Otto.

Wir wünschen Euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Wann immer wir euch in anderen Rollen sehen werden, wird unser erster Gedanke sein: "Ihr seid bei der Wanderhure dabei gewesen!"



Iny und Elmar Lorentz

Ingolstadt

Bericht
von Iny und Elmar am 28-10-2012

Wir waren bereits angeschlagen zur Buchmesse gekommen und hatten uns dort noch einen kräftigen Nachschlag an Buchmessengrippe geholt. Die ganze Woche war es daher unklar, ob wir überhaupt in der Lage wären, die beiden letzten Lesungstermine in diesem Jahr wahrzunehmen. Durch den massiven Einsatz von Medikamenten ging es dann doch. Der Dicke brachte uns gut nach Ingolstadt und zu einem Restaurant, das uns empfohlen worden war. Er war eine gute Wahl, denn nach dem Essen fühlten wir uns besser und konnten mit einer gewissen Hoffnung, diesen Abend durchzustehen, das DK-Forum im Gebäude des Donaukuriers aufsuchen.

Dort war bereits alles für die Lesung vorbereitet, und so freuten wir uns doppelt, dass wir nicht hatten absagen müssen. Nachdem auch die Mikrophonprobe geklappt hatte, stand als Erstes ein Interview mit einem Regionalsender auf dem Plan. Während dieser Zeit trafen immer mehr Zuhörer ein, so dass wir wenig später anfangen konnten zu signieren. Es wurden viele Bücher vom Büchertisch gekauft, aber einige Leserinnen brachten auch ihre eigenen Bücher mit, die uns erneut zeigten, wie viele unterschiedliche Ausgaben von unseren Romanen es bereits gibt.

Nachdem der Chefredakteur des Donaukuriers den Abend eröffnet hatte, konnten wir beginnen. Immer im Fokus der Kamera lasen wir mehrere Stellen aus der 'Feuertochter' und erklärten dabei unsere Motivation, diesen Roman zu schreiben. Gleich anschließend ging es mit der Fragerunde weiter, in der wir nicht nur die Fragen beantworteten, die uns gestellt wurden, sondern auch ein wenig über unseren Werdegang und unser Leben als Schriftstellerehepaar erzählten. Zu später Stunde beendete Frau Seitfeld vom Donaukurier die Veranstaltung, doch blieben wir, bis das letzte Buch signiert war, und unterhielten uns dabei noch mit einigen Leserinnen und einer sehr netten Reporterin des Donaukuriers.

Zufrieden und erleichtert, weil wir die Lesung gut hinter uns gebracht hatten, verabschiedeten wir uns schließlich und fuhren nach Hause zurück. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir diese schöne Veranstaltung hätten absagen müssen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse 2012

Bericht
von Iny und Elmar am 21-10-2012

Die Buchmesse 2012 in Frankfurt begann am 10.10.12. Doch schon am Tag vorher machten wir uns auf den Weg, um unsere neue Anfahrtsroute auszuprobieren. Außerdem wollten wir uns mit Gaby und Manfred treffen und mit ihnen den Nachmittag verbringen. Allerdings gab es ein Problem. Der direkte Weg zum S-Bahnhof war wegen umfangreicher Bauarbeiten gesperrt. Doch dank des Rates unseres freundlichen Campingplatzbesitzers fanden wir einen Weg, der uns zum Park&Ride-Platz brachte.

In Frankfurt angekommen, testen wir das Umsteigen von unserer S-Bahn (oberirdisch) zu den innerstädtischen S-Bahnen (unterirdisch) und machten uns dann auf den Weg zum Treffpunkt. Wir waren etwas zu früh dran, aber das galt auch für Gaby und Manfred, und saßen wir bald in einem hübschen Café, tranken Latte macchiato und Tee, und aßen dort später auch zu Abend. Es wurde ein schöner Nachmittag mit zwei lieben Menschen, und als wir uns von ihnen verabschiedeten, waren wir sehr positiv auf die Buchmesse eingestimmt.

Am nächsten Morgen ging es dann los. Die S-Bahn fuhr für Leute aus dem Umland von München überraschend pünktlich und auch sonst kamen wir gut zum Messegelände. Wir hatten gerade unsere Jacken abgegeben, als wir plötzlich eine bekannte Stimme hinter uns hörten. Es war unsere Cheflektorin bei Goldmann, bei dem unsere Nicola-Marni-Thriller erscheinen. Der Weg in die Halle 3 bot Zeit für ein angenehmes und informatives Gespräch. Kaum hatten wir uns verabschiedet, stellten wir fest, dass wir den Lübbe-Stand erreicht hatten, suchten Lübbe Audio auf und betrachteten dort erfreut die Präsentation der 'Feuertochter'. Wir wechselten einige Worte mit mehreren Damen von Lübbe-Audio sowie ein paar Herren, die wir aus alter Zeit kannten, tranken Latte macchiato, um dann zum Stand des Gmeiner-Verlags weiterzugehen. Dort wurden wir ebenfalls herzlich empfangen, ebenso dann bei Goldmann, bei dem es ebenfalls Latte macchiato gab, und schließlich bei Droemer-Knaur selbst.

Unser wichtigster Termin an diesem Tag war das Gespräch mit unserer polnischen Freundin Urszula Pawlik über den weiteren Editionsplan für die nach Polen übersetzten Iny-Lorentz-Romane. Im nächsten Jahr gibt es mit dem zehnten, in Polen erscheinenden Roman ein kleines Jubiläum, das wir möglicherweise in Breslau mitfeiern werden. Am Abend fand dann noch eine Signierstunde im Hugendubel im Steinweg statt.

Die nächsten Tage galten Gesprächen mit Verlagsleuten, vielen Kolleginnen und Kollegen, natürlich auch mit Buchhändlern und Fans. Dazu mussten wir uns Interviews stellen. Zwischendurch sind wir durch die Gänge gestreift immer auf der Suche nach neuen Sachbüchern, die uns zuriefen, dass sie unbedingt gekauft werden wollten. Es wurde diesmal eine recht lange Liste, die wir in den nächsten Tagen unserer heimischen Buchhändlerin übergeben werden. Hoffen wir, dass uns diesmal Überraschungen wie letztes Jahr erspart bleiben. Damals war ein Buch angeblich Ende November lieferbar, doch dauerte es bis zum April, bis es endlich auf den Markt kam.

Der Sonntag wurde noch einmal arbeitsintensiv, denn zuerst hatten wir im Signierzelt auf dem Freigelände anzutreten, um dort kräftig zu signieren. Anschließend kam dann unser Auftritt am Stand von Droemer-Knaur mit Liveinterview, einer kurzen Lesung und ebenfalls sehr viel Signieren. Kurz vor 15:00 Uhr verabschiedeten wir uns und fuhren mit der S-Bahn zu unserem Übernachtungsort zurück, machten dort den Wohnwagen reisefertig und steuerten heimwärts. Eine sehr angenehme Buchmesse war für uns zu Ende gegangen.

Iny und Elmar

Flörsheim

Bericht
von Iny und Elmar am 19-10-2012

Nach 17 Jahren auf dem gleichen Campingplatz hatten wir uns zur Buchmesse in Frankfurt für einen Wechsel entschieden. Der neue Campingplatz war zwar verkehrsmäßig schlechter angebunden als der Alte, bot aber genügend andere Vorteile, um dies auszugleichen.

Für unsere erste Aktion benötigten wir die S-Bahn noch nicht, sondern steuerten unseren Dicken nach Flörsheim. Dort war für den Montag vor der Buchmesse eine Lesung aus 'Feuertochter' geplant. Wir kamen gut hin und parkten vor der Stadtbücherei. An diesem Tag wurde diese jedoch nur für die Lesung geöffnet und so standen wir erst einmal vor verschlossenen Toren. Kurz entschlossen machten wir uns auf dem Weg, um ein Restaurant zu finden, in dem wir zu Abend essen konnten. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn bedauerlicherweise haben die meisten Lokale in Flörsheim am Montag Ruhetag. Wir fanden aber trotzdem ein gutes Restaurant und machten uns zum angegebenen Treffpunkt zur Stadtbücherei auf. Dort herrschte bereits nach kurzer Zeit reger Betrieb und so begannen wir umgehend damit, Bücher zu signieren und die Interviewfragen einer Journalistin zu beantworten.

Der Saal füllte sich zusehends und die Schlange der Zuhörer, die ein Buch signiert haben wollten, riss nicht ab. Um 20:00 Uhr mussten wir die noch wartenden Leser auf die Zeit nach unserer Lesung vertrösten. Nachdem uns Frau Schneider von der Stadtbücherei kurz vorgestellt hatte, ging es ins Irland des 16. Jahrhunderts und zu Ciaras und Ferdinands Abenteuern. Die Stücke, die wir ausgewählt hatten, fanden sichtlich Anklang, und als wir dann zum Frageteil übergingen, herrschte eine fröhliche Stimmung im Saal. Uns wurden viele Fragen gestellt und natürlich wollten unsere Zuhörer etwas über den dritten Film mit unserer Wanderhure hören. Hier mussten wir sie leider enttäuschen, denn heuer hat es mit dem Set-Besuch nicht geklappt und so besitzen wir nur die offiziellen Informationen, die Sat1 ins Internet gestellt hat. Wir sind selbst gespannt auf den Film, glauben aber, dass auch er so spannend und mitreißend sein wird wie 'Die Wanderhure' und 'Die Rache der Wanderhure'.

Gegen 22:00 Uhr beendete Frau Schneider schließlich die Fragerunde und es galt noch einmal, Bücher zu signieren. Yvonne, eine junge Buchhändlerin, hatte gleich mehrere unserer Romane mitgebracht und fragte, ob wir ihr weitere auf der Buchmesse signieren würden. Das sagten wir gerne zu und verabschiedeten uns, nachdem die letzte Unterschrift geleistet war, von den Zuhörern und kehrten zu unserem Campingplatz zurück.

Iny und Elmar Lorentz

Im Saarland

Bericht
von Iny und Elmar am 17-10-2012

Die Tage nach der Premierenlesung der 'Feuertochter' in Lichtenfels brauchten wir, um gesundheitlich wieder auf die Beine zu kommen. Dann aber hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und fuhren los. Die Strecke ließ sich problemlos bewältigen und so erreichten wir gegen Abend den Campingplatz in Schönenberg-Kübelberg, der direkt an der Grenze zum Saarland gelegen die besten Voraussetzungen für unsere Aktionen dort bot.

Für die erste 'Aktion' mussten wir den Campingplatz nicht einmal verlassen. Wir hatten uns dort mit Carmen und Andi verabredet, für die wir von ein paar Jahren die 'Hochzeitslesung' in Mannheim gemacht hatten. Mit von der Partie war auch das Ergebnis dieser Hochzeit, ein putzmunteres Wesen, das den Papa bereits um den noch recht kleinen Finger wickeln konnte. Es wurde ein ebenso angenehmer wie kurzweiliger Nachmittag und Abend mit Gesprächen nicht nur über Kinder und Bücher.

Am nächsten Vormittag nahmen wir die Gelegenheit wahr, unsere Kollegin Deana Zinßmeister zu besuchen und uns von ihr ihren neuesten Roman 'Pestzeichen' signieren zu lassen. Carmen hatte uns ebenfalls ein Buch mitgegeben, in dem eine noch leere Seite auf eine Signatur von Deana wartete. Natürlich redeten wir viel über Bücher, Recherche und andere artverwandte Themen, aßen ausgezeichnet zu Mittag und ließen uns zusammen mit Deana von einer Journalistin interviewen. Bevor wir uns verabschiedeten, verabredeten wir uns für die Buchmesse und bedauerten, dass wir Deana nicht zu ihrem Abendtermin begleiten konnten.

Der nächste Morgen begann für uns sehr früh. Es stand eine Signierstunde beim Globus in Homburg-Einöd an. Mit Hilfe eines unerbittlichen Weckers gelang es uns, rechtzeitig dort einzutreffen. Bereits vor dem offiziellen Beginn warteten etliche Leser auf uns und so begannen wir auch gleich mit dem Signieren. Einige Fans hatten einen Anreiseweg von über einhundert Kilometer auf sich genommen, um uns zu sehen. Besonders gefreut haben wir uns über Alexandra, die wir bereits aus dem Internet kannten und die nicht nur unseren neuen Roman signieren ließ, sondern auch die in der Ukraine erschienene Ausgabe der 'Tatarin'. Elmar las auch ein Stück aus 'Feuertochter', während Iny mehr das Gespräch mit den anwesenden Fans übernahm.

Wie meistens verfloss die Zeit viel zu schnell. Nachdem wir noch die Bücher von ein paar Nachzüglern signiert hatten, hieß es für uns wieder, in unseren Dicken zu steigen und zum Campingplatz zurückzufahren. Dort verräumten wir schon das meiste im Wohnwagen, weil wir am nächsten Morgen in die Nähe von Frankfurt fahren mussten, wo am Montag, 08.10., die Lesung in Flörsheim anstand und am 10.10. die Buchmesse beginnen würde.

Iny und Elmar Lorentz

Premiere in Lichtenfels

Bericht
von Iny und Elmar am 17-10-2012

Immer, wenn es auf die Buchmesse zugeht, machen wir uns auf eine kleine Lesereise, um den Kontakt zu unseren Lesern zu suchen und ihnen unseren neuesten Roman vorzustellen. Heuer begann unsere Herbstreise in Lichtenfels in Oberfranken und mit uns fuhr das erste, druckfrische Exemplar der 'Feuertochter', das wir für diese Fahrt vom Verlag erhalten hatten. Allerdings hatten wir auch einen Beifahrer von der Art, die keiner mag. Elmars Hals kratzte und tat weh. Nachdem wir den Campingplatz in Bad Staffelstein erreicht hatten, führte uns unser erster Weg in eine Apotheke, um Medikamente zu besorgen.

Am nächsten Morgen hatten sich Elmars Beschwerden verschlimmert. Da auch Iny kränkelte, sah uns die Apotheke bald wieder. Elmar meine schließlich im bitteren Spott, dass wir mehr Geld für Arzneien ausgeben würden als fürs Essen. Es lohnte sich aber, denn bis zum Abend waren unsere Stimmen wieder so weit in Ordnung, dass wir lesen konnten.

Wir machten uns rechtzeitig auf den Weg und parkten unseren Dicken in einer Seitenstraße. Nachdem wir in einem ausgezeichneten Griechen zu Abend gegessen hatten, gingen wir zur Buchhandlung Schulze, in der die Lesung stattfinden sollte. Dort waren bereits die Stühle für die Zuhörer aufgestellt. Allerdings reichten diese nicht, so dass die Damen der Buchhandlung noch weitere bringen mussten.

Die Veranstaltung bot Elmar auch die Gelegenheit, einige Cousinen und Verwandte zu begrüßen, die es sich nicht hatten nehmen lassen, nach Lichtenfels zu kommen. Wir signierten auch gleich die ersten Bücher und kamen mit einigen Leuten ins Gespräch. Diese baten wir, ihre Fragen im Anschluss an unsere Lesung zu stellen, weil die Antworten sicher für mehr Leute interessant sein dürften.

Die Lesung begann und wir brachten den Zuhörern unsere Heldin Ciara, aber auch Ferdinand von Kirchberg und andere Protagonisten aus 'Feuertochter' nahe. Nach einer knappen Stunde endete dieser Teil und die Fragerunde begann. Die Journalisten der örtlichen Presse nützten die Gelegenheit aus, ebenfalls ihre Fragen zu stellen. Da auch die Zuhörer munter fragten, machte es allen Spaß und die Zeit flog nur so dahin.

Zu später Stunde signierten wir erneut. Auffallend war, dass vor allem unser neuester Roman 'Feuertochter' gekauft wurde, und das in einer sehr großen Zahl. Die beiden engagierten Buchhändlerinnen hatten dies aber auch verdient. Ihnen und allen Teilnehmern gilt unser herzlichster Dank für die schöne Veranstaltung. Wir sind sehr gerne in Lichtenfels gewesen.

Iny und Elmar Lorentz

Sommerende

Info
von Iny und Elmar am 17-09-2012

Ein Blick auf den letzten Eintrag im Tagebuch zeigt uns, dass es höchste Zeit ist, mal wieder etwas von uns hören zu lassen. Immerhin hat sich in den letzten Monaten einiges ereignet, über das sich zu berichten lohnt.


Da ist zum Ersten die Verfilmung von 'Das Vermächtnis der Wanderhure'. Leider war es für uns diesmal aus Zeitgründen nicht möglich, das Set zu besuchen. Umso gespannter sind wir auf den fertigen Film, den wir hoffentlich bald zu sehen bekommen. Es wird auch ein gewisser Abschied von Alexandra Neldel, Nadja Becker, Bert Tischendorf und Götz Otto sein, die in allen drei Filmen der Wanderhurenreihe mitgespielt haben. Sie waren ein großartiges Team und wir freuen uns sehr, dass sie unsere Buchcharaktere verkörpert haben.


In den letzten Monaten sind auch einige neue Bücher erschienen:


Page&Turner brachte mit 'Methan' das vierte Abenteuer unseres Geheimagenten Torsten Renk und das Dritte mit seiner Kollegin Henriette von Tarow. Auch unsere Computerspezialistin Petra Waitl ist natürlich wieder mit von der Partie.

Bei Goldmann erschien mit 'Projektil' die Taschenbuchausgabe von 'Die geheime Waffe'. Es handelt sich hier um den zweiten Auftrag für Torsten Renk und den Ersten, den er mit Henriette von Tarow bestreiten muss.


Unsere Wiener Vampire erlebten bei Piper mit 'Vampirjagd' ihr zweites Abenteuer und müssen sich darin erneut Feinden aus der Dunkelheit erwehren.


Weltbild brachte dieser Tage unsere drei Heimatromane 'Neues Glück im Kreiental', Hotel Edelweiß' und 'Die Berghebamme' als sehr schön gestaltete Hardcoverausgaben im Dreierpack heraus.


Bei Knaur war es im Sommer etwas ruhig, da der Roman zum Film 'Die Rache der Wanderhure' bereits im Februar erschienen ist und unser neues Hardcover 'Feuertochter' erst im Oktober auf den Markt kommt.

Dann geht aber auch hier die Post ab, denn 'Das Vermächtnis der Wanderhure' wird kurz vor der Ausstrahlung des Films als schön gestaltete Ausgabe mit einem Filmcover und ausgezeichneten Fotos erscheinen.

Dazu steht im Dezember die Taschenbuchausgabe von 'Töchter der Sünde' an.

Ebenfalls im Dezember erscheint mit "Stolz der Kriegerin' das zweite Abenteuer mit unserer Fantasykatzenfrau Laisa.


Mit 'Feuertochter' beginnt eine neue Zeit bei unseren historischen Romanen. Diese erscheinen ab da in einem neuen Cover-Design, das richtungsweisend für alle weiteren Iny-Lorentz-Romane sein wird. Wir freuen uns darauf und sind sehr gespannt darauf, wie sie unseren Lesern gefallen werden.


Iny und Elmar Lorentz

Passau und der Deutsche Fantasy Preis

Bericht
von Iny und Elmar am 20-06-2012

Es war fast auf den Tag 41 Jahre her, seit Elmar von einem Freund nach Passau mitgenommen worden war, um Gustav Gaisbauer, Franz Schröpf und die anderen Mitglieder der Passauer SF- und Fantasy-Gruppe kennenzulernen. Seit dem ist sehr viel Wasser die Donau hinabgeflossen, doch die Verbindung zu den alten Freunden hat den Wirren der Zeit standgehalten.

Als wir diesmal nach Passau aufbrachen, war es gleichzeitig eine Fahrt in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft, denn wir wollten den Aufenthalt dort ausnützen, um für einen unserer nächsten Romane zu recherchieren. Wie oft bei Recherchereisen begleitete uns auch diesmal unsere Agenturlektorin Ingeborg. Sie hatte vorgeschlagen, bereits am Mittag in Passau zu sein und uns das Orgelkonzert im Stephansdom anzuhören, denn dort steht der Welt größte Kirchenorgel. Anschließend nahmen wir die Gelegenheit wahr, Passau vom Wasser aus zu betrachten und stiegen an Bord eines der Rundfahrtschiffe. Im Gegensatz zu Meißen machte Elmars Kamera keine Sperenzchen und so konnte er einige interessante Stellen fotografieren.

Nach der Dreiflüssefahrt streiften wir durch die Stadt, um uns einige Stellen genauer anzusehen, und suchten schließlich das Lokal auf, in dem schon etliche Passau-Cons stattgefunden hatten. Die ersten Con-Besucher waren bereits eingetroffen und es entspann sich eine muntere Unterhaltung, bei der etliche Anekdoten aus vergangenen Zeiten zum Besten gegeben wurden. Unweigerlich kam dabei die Rede auch auf Freunde, denen es nicht vergönnt ist, noch einmal unter uns zu weilen, und es machte sich ein wenig Wehmut breit, die sich aber gegen den strahlenden Sonnenschein und den wunderbar milden Abend glücklicherweise nicht durchsetzen konnte.

Neben den Passauer Freunden Roswitha und Gustav Gaisbauer, Franz Schröpf, Gabriel Nemeth sowie Armin Würfel waren auch Hubert Straßl alias Hugh Walker, Eduard Lukschandl, Alfred Vejchar und etliche andere Mitglieder des alten Fandoms erschienen. Dazu kam Michael Haitel, der gewissermaßen die neue Generation verkörpert.

Galt der erste Abend dem geselligen Beisammensein und dem Schwelgen in alten Zeiten, begann für uns der Samstag mit einer zweistündigen Stadtführung durch eine junge, sehr kompetente Dame im historischen Gewand, die uns Passau so fröhlich und munter näherbrachte, dass man sich in die entsprechende Zeit versetzt fühlte.

Als wir wieder ins Con-Lokal zurückkamen, fand dort gerade die Mitgliederversammlung des EDFC e.V. statt. Im Anschluss daran erfolgte die Verleihung des Deutschen-Fantasy-Preises an uns. Es war ein bewegender Moment, hatten diesen Preis doch bereits Wolfgang Jeschke, Prof. Dr. Herbert W. Franke, Carl Amery, Herbert Rosendorfer und andere Persönlichkeiten entgegengenommen.

Für uns war es die Bestätigung dafür, uns nicht nur auf historische Romane zu konzentrieren, sondern auch unseren Wurzeln in der Fantasy treu geblieben zu sein. So sind neben der 'Wanderhure' und den anderen Iny-Lorentz-Romanen auch 'Die Reliquie', 'Die Braut des Magiers', 'Die Tochter der Apothekerin', 'Die Schwarze Königin', und 'Die Tore der Geister' vom Mara Volkers erschienen. Ein weiterer Mara-Volkers-Roman wird unter dem Titel 'Vampirjagd' noch in diesem Sommer erscheinen.

Unter dem Pseudonym Diana Wohlrath sind die beiden Jugend-Fantasy-Romane 'Der Feuerthron' und 'Merani und die Schlange unter dem Meer' von Hanser Kinderbuch verlegt worden. Mit Sandra Mellis Roman 'Stern der Göttin' sind wir zu Knaur zurückgekehrt. Es ist der erste Band einer Reihe, dessen zweiter Band 'Stolz der Kriegerin' in diesem November erscheinen wird.

Fantastisch ging es dann auch weiter, denn Alfred Vejchar hielt einen Dia-Vortrag die Covergestaltung fantastischer Literatur und zeigte dabei nicht nur moderne Titelbilder, sondern ging auch auf die Anfänge im 19. Jahrhundert zurück.

Ein Highlight war auch der darauf folgende Diavortrag des Künstlers Franz Berthold über seine Illustrationen und Titelbilder im fantastischen Bereich. Dabei stellte sich heraus, dass Franz Berthold auch das Titelbild jener Anthologie gestaltet hat, in der Elmars erste Kurzgeschichte bei Goldmann erschienen ist. Ein weiteres seiner Bilder faszinierte unsere Begleiterin Ingeborg so sehr, dass sie das Original sofort gekauft hätte. Leider aber war es schon vergeben.

Nach interessanten und lehrreichen Stunden und dem Abendessen führte Robert Christ uns wieder in die Vergangenheit zurück. Seit Jahrzehnten hat er auf den Fan-Treffen und Cons gefilmt und die alten Aufnahmen in Super-8 und auf Videokassetten auf die neuen Speichermedien überspielt. Es war ein wenig eigenartig, gute Freunde, die jetzt nicht mehr sind, so jung und begeistert zu erleben. Wir merkten anhand dieser Bilder aber auch, dass seit diesen Aufnahmen etliche Jahre ins Land gegangen waren. Ein wenig bedauerten wir, dass etliche Leute, die wir damals gut gekannt hatten, irgendwann aus dem Fandom verschwanden und nichts mehr von sich hatten hören lassen. Nach einigen davon wurde von uns und anderen Anwesenden gefragt. Doch selbst Gustav, der noch die meisten Kontakte von uns allen hat, konnte oft nur mit den Achseln zucken. Das Leben ist ein steter Fluss und es treibt den einen dorthin und den anderen eben in eine ganz andere Richtung.

Daher endete dieser schöne Abend erneut mit einem gewissen Bedauern über die Vergänglichkeit des Augenblicks, aber auch mit dem Gefühl, dass jeder sein Leben in die eigenen Hände nehmen und das Beste daraus machen muss.

Da wir am nächsten Vormittag wieder nach Hause fahren wollten, verabschiedeten wir uns schließlich von den Anwesenden und kehrten in unser Hotel zurück. Am Sonntag packten wir unsere Koffer, um nach dem Frühstück aufbrechen zu können. Bevor wir jedoch den Dicken bestiegen, kam Gustav, um sich noch einmal in aller Ruhe von uns zu verabschieden. Es war ein schöner Augenblick, und als wir anschließend aufbrachen, taten wir es mit einem guten Gefühl. Wir hatten noch einmal auf die Wurzeln unserer Karriere als Schriftsteller geblickt und gleichzeitig die Zukunft im Auge behalten.

Iny und Elmar Lorentz

Borna im Sachsenland

Bericht
von Iny und Elmar am 20-06-2012

Das Literaturfest in Meißen war für uns vorbei. Unser Verlag hatte aber noch eine Lesung in Borna für uns vereinbart. Der Weg von Coswig-Kötiz zum Campingplatz in Colditz war knapp einhundert Kilometer lang und ließ sich gemütlich zurücklegen. Von Colditz waren es noch einmal knapp dreißig Kilometer bis Borna, die ebenfalls auf guten Straßen zurückzulegen waren. In Borna angekommen meldeten wir uns zuerst bei der Tucholsky-Buchhandlung und machten uns anschließend auf die Suche nach etwas Essbaren. Dies gestaltete sich etwas schwierig, da die meisten Restaurants erst zu der Zeit öffneten, in denen wir bereits im Bürgerhaus 'Goldener Stern' sein wollten. Wir fanden gerade noch rechtzeitig eine chinesische Imbissstube und machten uns dann bei den ersten Tropfen des Abendregens zum Veranstaltungsort auf.

Der Vorverkauf für die Lesung hatte sich laut der Buchhändlerin sehr gut angelassen und so hofften wir auf eine stattliche Zahl an Zuhörern. Der Saal war so auf Zuwachs bestuhlt worden, dass uns etwas flau im Magen wurde. Immerhin sollte die Lesung um 18:30 Uhr begonnen und um die Zeit sitzen viele Leute noch beim Abendessen oder machen gerade Feierabend.

Doch der Saal füllte sich zusehends und schließlich mussten noch weitere Stühle herangeschafft werden. Wie es aussah, ließen etliche Frauen ihre Männer vor den Fernsehgeräten sitzen und Fußball-EM schauen, während sie selbst zur Lesung kamen. Wir begannen auch gleich mit dem Signieren und sofort bildete sich eine lange Schlange vor uns, so dass wir uns sputen mussten, um rechtzeitig mit dem Lesen beginnen zu können. Wie in Meißen lasen wir aus 'Töchter der Sünde'. Die ausgewählten Textstellen kamen bei den Zuhörerinnen und Zuhörern (es gibt auch Männer, die keine Fußballfans sind) gut an und anschließend kam die übliche Fragestunde, die diesmal etwas länger als sechzig Minuten dauerte.

Die Zuhörer waren voll dabei und so wurde es ein äußerst angenehmer Abend, der uns viel Freude bereitet hat. Eine der anwesenden Damen arbeitete früher als Übersetzerin und schrieb uns den Titel der Wanderhure auf Hindi auf. Während der Fragestunde und beim anschließenden Signieren ergab sich die Gelegenheit zu einigen, leider nur kurzen Gesprächen, die uns deutlich zeigten, wie wichtig der Kontakt mit unseren Lesern für uns ist.

Borna war eine der schönsten Lesungen der letzten Jahre und es passte einfach alles. Sogar der Regen hatte, als wir uns von den Damen der Tucholsky-Buchhandlung verabschiedeten, wieder aufgehört und unser Dicker brachte uns sicher zum Campingplatz Colditz zurück. Die sehr nette Betreiberin dieses Campingplatzes war übrigens samt einer Freundin ebenfalls bei der Lesung und wir unterhielten uns nach unserer Rückkehr noch eine Weile mit ihr, bevor es schließlich zu Bett ging.

Als wir am nächsten Morgen nach Hause aufbrachen, geschah es mit einer gewissen Wehmut und der Überlegung, ob wir nicht doch wieder mehr Lesungen machen sollten. Unsere Zeit und vor allem die Kraft sind nicht unendlich und so werden wir uns wohl auch in Zukunft auf eine kleine Anzahl an Lesungen beschränken müssen. Nach Sachsen fahren wir aber wieder gerne.

Iny und Elmar Lorentz

Das Literaturfest in Meißen

Bericht
von Iny und Elmar am 20-06-2012

Wie schon 2010 und 2011 gelang es uns auch heuer wieder, das Literaturfest in Meißen in unseren Terminplan einzutragen. Daher machten wir uns am 07.06.2012 frohgemut auf den Weg und erreichten von ein paar kleinen Staus abgesehen problemlos unseren Campingplatz in Coswig-Kötiz. Lange konnten wir uns dort aber nicht aufhalten, denn wir hatten uns mit unserer Kollegin Micaela Jary verabredet, die an diesem Tag lesen würde.

Wenn man einen Ort bereits kennt, ist die Tatsache, dass man weiß, wo man parken kann, von Vorteil. Aus diesem Grund waren wir ziemlich schnell bei unserem Treffpunkt am Markt. Nebenbei konnte Elmar Micaela per Handy zu einem Parkplatz lotsen, so dass auch sie bald zu uns stieß.

Der Meißener Marktplatz ist durch sein Ambiente ein Schmuckstück, das zum Verweilen einlädt. Dort kann man auf den Terrassen der Restaurants ausgezeichnet essen und miteinander reden. Da Micaela bis zu ihrer Lesung noch ein wenig Zeit hatte, taten wir vor allem Letzteres ausgiebig. Anschließend ging es nach Sansibar. Natürlich nicht in der Realität, sondern in Micaelas Roman 'Sehnsucht nach Sansibar'. Es war eine sehr schöne Lesung und aufgrund der Zuhörerzahl auch sehr erfolgreich. Weniger erfolgreich hingegen war Elmars Versuch, Fotos zu machen. Der Akku seiner Kamera hatte sich entladen und das Ladegerät lag nutzlos zuhause herum. Jetzt hoffen wir, dass wenigstens einer der Leute, die uns Bilder versprochen haben, diese auch schickt.

Da Micaela das erste Mal in Meißen gelesen hatte, war sie über die ausgezeichnete Stimmung überrascht und versprach im nächsten Jahr wiederzukommen. Nach der Lesung setzten wir uns noch für ein Stündlein zusammen, dann hieß es Abschied zu nehmen, weil Micaela noch an diesem Abend nach Berlin zurückfahren musste.

Unser Heimweg bis zum Campingplatz in Coswig-Kötiz war kürzer als der ihre. Allerdings lagen unsere beiden Lesungen noch vor uns. Am Freitag begann der Tag mit dem Besuch einer Journalistin der Sächsischen Zeitung auf dem Campingplatz, um uns zu interviewen. Es wurde ein nettes Gespräch und auch ein schöner Artikel, den wir am Samstag in der Zeitung nachlesen konnten.

Freitagnachmittag waren wir das erste Mal an der Reihe. Wir hatten uns entschlossen, in Meißen nicht nur als Iny Lorentz aus ‚Töchter der Sünde zu lesen‘, sondern auch unseren Fantasyroman ‚Stern der Göttin‘ vorzustellen, den wir unter dem Pseudonym Sandra Melli verfasst hatten. Da Droemer-Knaur an diesem Abend drei junge Autoren präsentieren wollte und dafür die ‚Droemer-Knaur-Fantasybühne‘ aufgestellt hatte, bildeten wir sozusagen das Vorprogramm. Unsere Lesung war gut besucht, wurde aber durch einige kräftige Windböen beeinträchtigt. Nichtsdestotrotz hielten die meisten Zuhörer durch, um Laisas Abenteuern zu lauschen.

Anschließend trafen wir uns mit der Termonia-Autorin Renate Doms und deren Mann zu einem Gespräch, um dann nach dem Abendessen noch kurz einer unserer Droemer-Knaur-Kollegin auf der Droemer-Knaur-Fantasybühne zuzuhören. Danach kehrten wir zum Campingplatz zurück, um neue Kräfte zu sammeln. Immerhin stand uns noch unsere Lesung als Iny Lorentz bevor.

Für den Samstagnachmittag hatten wir uns mit Iris Klockmann und Peter Hoeft verabredet, die unter dem gemeinsamen Pseudonym Gerrit Bertram historische Romane schreiben. Zu unserer Freude war auch Peters Ehefrau Gislind mit von der Partie, und das nicht nur wegen ihrer Kamera, die im Gegensatz zu Elmars Apparat funktionierte. Sie versprach uns ebenfalls, einige Bilder zu schicken.

Iris und Peter alias Gerrit und ihr Bertram lasen aus ihrem neuen Roman 'Das Gold der Lagune' und das ausgezeichnet. Da wir ein schönes Plätzchen auf einer der Restaurantterrassen ergattert hatten, konnten wir hinterher nicht nur gemeinsam zu Abend essen, sondern auch den weiteren Lesungen auf dem Marktplatz lauschen.

Um 19:00 Uhr war es dann bei uns so weit und wir brachten den zahlreichen Zuhörern mit 'Töchter der Sünde' Maries Sohn Falko Adler und dessen Abenteuer nahe. Danach galt es noch zu signieren, bevor wir uns zusammen mit Iris, Gislind und Peter, sowie Petra Schier, die mittlerweile zu uns gestoßen war, noch auf einen Tee (Iny) und ein alkoholfreies Bier (Elmar) zusammensetzten. Es wurde eine muntere Runde und wir alle bewunderten Petras wunderschönes mittelalterliches Gewand. Petra Schier war ebenso wie Micaela Jary das erste Mal in Meißen und ebenso begeistert von der Atmosphäre der Stadt und der Stimmung bei den Lesungen.

Zu leicht vorgerückter Stunde verabschiedeten wir uns von Petra, Iris, Gislind und Peter sowie von Meißen, und fuhren zum Campingplatz zurück. Hinter uns lagen eine wunderschöne Veranstaltung, nette Gespräche und drei rundum gelungene Tage.

Iny und Elmar Lorentz

DeLiA 2012 – Die Liebesromantage in Grassau

Bericht
von Iny und Elmar am 16-05-2012

Am 10.05.2012 fanden in Grassau im Chiemgau die Liebesromantage des Vereins zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur e.V., auch kurz und knackig DeLiA genannt, statt. Für uns war es eine recht kurze Fahrt von etwa einer Stunde. Andere Kolleginnen und Kollegen kamen hingegen aus Hamburg, Hannover und sogar aus Italien. So war es kein Wunder, dass wir zu den Ersten zählten, die in Grassau eintrafen. Die frühe Zeit war allerdings beabsichtigt, denn um 17:00 Uhr stand ein Interviewtermin mit einer Reporterin des Bayerischen Rundfunks an.

Vorher aber begrüßten wir Kerstin Gier, Eva Völler, Angeline Bauer und Micaela Jary, die mit uns zusammen der Dame vom BR Rede und Antwort stehen mussten. Nach einem Latte Macchiato zum Eingewöhnen war es dann so weit. Es wurde ein interessantes Gespräch, das alle Facetten von Liebe in der Literatur umfasste. Die Autorinnen und Autoren von DeLiA schreiben ja nicht nur über Beziehungskisten, sondern von Thrillern über Historische Romane bis hin zu Jugend- und Kinderbüchern beinahe alles, in dem Liebe im weitesten Sinne vorkommt.

Nach dem Interview trafen in rascher Folge weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf und es wurde ein recht bunter Abend. Da man sich teilweise ein Jahr oder länger nicht gesehen hatte, gab es viel zu erzählen.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Der Vormittag war nämlich König Ludwig II. gewidmet, dessen Liebe vor allem stattlichen Schlössern galt. Bereits um 09:00 Uhr fuhr unser Schiff von Prien aus nach Herrenchiemsee. Angeline Bauer, die Organisatorin der Liebesromantage in Grassau, bemühte sich redlich, ihre Flöhe zu hüten, doch vier Teilnehmerinnen schafften es nur durch ein gnädiges Zuwarten des Kapitäns, noch mitgenommen zu werden, und zwei kamen mit einem anderen Schiff nach.

Wir kannten Herrenchiemsee und das Königsschloss von früheren Besuchen, nahmen aber trotzdem an der Führung teil und entdeckten neue, interessante Aspekte an dem Bayernkönig, der so gerne in der Vergangenheit lebte und sich doch immer wieder mit seiner eigenen, moderneren Zeit auseinandersetzen musste.

Das Mittagessen nahmen wir auf der Insel Frauenchiemsee ein und fuhren anschließend nach Prien zurück. Um 15:00 Uhr begannen in der Bücherei Grassau sowie im kleinen Heftersaal die Schreibseminare.

Rebecca Michele referierte über das Recherchieren für den Historischen Roman und Charlotte Thomas erklärte den Zuhörerinnen und Zuhörern, wie ein spannender Roman entsteht. Parallel dazu berichtete Petra Schier, wie man sein Buch im Internet bewerben kann, und Victor Glass stellte Electronic Publishing am Beispiel "Kindle" vor.

Um möglichst viel von den Seminaren mitzunehmen, trennten wir uns und tauschten hinterher unsere Eindrücke aus.

Das Abendessen fand in einer Pizzeria statt, die man sowohl für die Flexibilität bei der Tischgestaltung, wie auch die rasche Zubereitung der Speisen loben muss. Dadurch kamen wir alle rechtzeitig zu den Lesungen im Großen Heftersaal, in dem bereits eine zahlreiche Zuhörerschaft auf die Vortragenden wartete.

Es begann Heidi Rehn mit 'Gold und Stein', gefolgt von Angeline Bauer mit 'Die Niemalsbraut'. In beiden Lesungen ging es um dramatische Geburten, so dass Kerstin Gier mit ihrer Lesung aus 'Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner' gerade die richtige Entspannung bot. Marie Cristen kehrte mit 'Blutfluch' wieder ins Mittelalter zurück, während Britta Sabbag in 'Pinguinwetter' ihre Heldin am Morgen nach einer heftig durchzechten Nacht erwachen ließ. Anschließend las Iny aus 'Töchter der Sünde' und Petra Schier bildete mit 'Die Gewürzhändlerin' den Abschluss einer ebenso interessanten wie spannenden Lesenacht.

Da die einzelnen Beiträge jeweils 20 Minuten umfassten, kamen wir noch zu einer halbwegs brauchbaren Zeit ins Bett. Für die Hardcore-DeLiAs fing hingegen der Abend erst so richtig an. Die Folgen waren am nächsten Morgen bei der Hauptversammlung des Vereins zu sehen. Hier musste starker Kaffee so manche graue Zelle in Schwung bringen. Aber dies gelang auch und gegen Mittag waren alle Tagesordnungspunkte abgehandelt.

Der Nachmittag galt wieder den Lesungen. Eigentlich hätte eine Literadtour stattfinden sollen. Hier aber legte der Wettergott ein recht barsches Veto ein. Hatten wir bei unserem Besuch auf Herrenchiemsee am Vortag noch bei 30 Grad geschwitzt, polterte nun mit Pankratius der erste Eisheilige über das Land und sorgte für erfrischende 7,5 Grad und reichlich Segen von oben.

Die Veranstaltung wurde kurzerhand in den kleinen Heftersaal verlegt und unsere Organisatorin Angeline Bauer ließ uns die Radtour zu den einzelnen Leseorten in der Fantasie erleben. Bei jeder 'Station' wurde gelesen, und zwar von Elisabeth Büchle aus 'Goldsommer', von Victor Glass aus 'Rudolf Diesel', von Christopher Ross aus 'Der Ring der McCallums' und von Charlotte Thomas aus "Das Erbe der Braumeisterin'.

Parallel fanden in der Bücherei ebenfalls Lesungen statt. So las Nora Berger aus 'Königsberger Klopse mit Champagner, Michelle Raven aus 'Ghostwalker – Tag der Rache', Katryn Berlinger aus 'Die Meeresflüsterin' und Rebecca Michele aus 'Die Tote von Higher Barton'.

Anschließend trafen sich Autoren und Leser bei Kaffee und ausgezeichnetem Kuchen in der Bücherei Grassau. Es wurde ein recht munteres Treiben, bei dem so manche Frage beantwortet werden musste und etliche Bücher zu signieren waren.

Allmählich machte sich Spannung breit. Die große Gala mit der Verleihung des DeLiA-Literaturpreises 2012 näherte sich und so entschwanden viele Teilnehmer in Richtung ihrer Hotels, um sich aufzuhübschen. Wir zogen uns auch um, blieben aber bei unserem gewohnten Look mit Hose, T-Shirts mit Tiermotiven und Weste, den wir in der Öffentlichkeit immer tragen.

Der Große Heftersaal war voll, als wir dort eintraten. Patricia von der Presseabteilung des Knaur-Verlags hatte jedoch zwei Plätze eisern für uns verteidigt und so konnte der feierliche Abend beginnen. Für den musikalischen Teil war die A-cappella-Gruppe der 5 vor 12 zuständig, die die Zuhörer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Durch den Galaabend selbst führte unsere Kollegin und Kabarettistin Sophia Farago, die auch die nominierten AutorInnen und deren Bücher vorstellte. Alle Nominierten waren bis auf eine Ausnahme anwesend, die sich allerdings mit gutem Grund entschuldigt hatte, und harrten der Verkündung der aus Micaela Jary, Petra Schier, Petra A. Bauer und Sophia Farago bestehenden Jury.

Dritte Preisträgerin wurde Susanne Falk mit ihrem Roman 'Das Wunder von Treviso'. Den zweiten Preis errang Elisabeth Büchle mit 'Goldsommer'. Strahlende Siegerin wurde jedoch Susanne Goga mit dem Roman 'Die Sprache der Schatten'.

Als die Preisverleihung zu Ende war, wurden kleine Happen, neudeutsch Fingerfood genannt, sowie Verschiedenstes zu trinken gereicht. Es ergaben sich etliche Gesprächsrunden und schließlich wurde es im Foyer so eng, dass man schon eine gut geölte Sardine sein musste. Als Hering wäre man schon zu dick gewesen. Die 5 vor 12 ließen sich noch zu einer schmissigen Zugabe überreden, danach aber ergriffen wir die Flucht. Bei dem Gedränge, das herrschte, musste die Veranstaltung einfach ein grandioser Erfolg gewesen sein.

Der Sonntagmorgen bedeutete auch den Abschied von Grassau. Vorher aber trafen sich die noch anwesenden Teilnehmer der DeLiA-Tage im Nebenraum eines Gasthofes zum Frühschoppen. Auch hier gab es noch einmal ein breites Programm. So spielten 'D'vier Buam' aus Unterwössen mit ihren Ziehharmonikas auf, die teilweise größer waren als sie selbst, Pfarrer Rupert Rigam las Gedichte im Schnubiglbairisch, und Eva Völler aus ihrem Roman 'Leg dich nicht mit Mutti an'. Der Clou aber waren die Schuhplattler vom Trachtenverein Grassau. Angeline Bauer erklärte dabei, dass die Meinung, das Schuhplattln wäre vom Balztanz der Auerhähne abgeleitet, völlig falsch sei, denn wann habe man je einen Auerhahn gesehen, der sich auf seine Schenkel und Schuhsohlen geklopft hätte.

Der Frühschoppen war ein würdiger Abschluss wunderbarer DeLiA-Tage und dennoch herrschte eine gewisse Wehmut. Immer mehr Teilnehmer verabschiedeten sich, um ihren Zug zu erreichen oder selbst nach Hausa zu fahren. Auch für uns wurde es schließlich Zeit, Ade zu sagen und in den Dicken zu steigen.

Angeline, herzlichen Dank für die schönen Tage in Grassau! Besser als du kann man es nicht machen.


Iny und Elmar Lorentz

Neues im Mai

Bericht
von Iny und Elmar am 08-05-2012

Man will kaum glauben, wie die Zeit vergeht. Das Jahr hat kaum angefangen, da schaut man auf den Kalender und es ist schon Mai. Nach zwei etwas ruhigeren Monaten gibt es nun wieder Neues zu verkünden:



Der blaue Panther:

Andreas Bareiss und Sven Burgemeister erhalten den Bayerischen Fernsehpreis für die Produktion "Die Rache der Wanderhure"

Obwohl diese Ehrung uns nicht persönlich betrifft, freuen wir uns riesig für Andreas Bareiss und Sven Burgemeister. Sie haben den Blauen Panther (das Symbol des Bayerischen Fernsehpreises) mehr als verdient. Ihre Leistung wurde von der Jury als "herausragend zu würdigen" bezeichnet! Auch haben sie mit der Auswahl der Stoffe "den richtigen produzentischen Riecher für eine neue Farbe in der deutschen TV-Landschaft bewiesen".

Unsere Gratulation gilt nicht nur unseren beiden Produzenten, sondern dem gesamten Team von TV60 von den Drehbuchautoren, den Schauspielern, dem Regisseur angefangen bis zum Casting und der letzten Hilfskraft am Set.

Andreas und Sven, wir sind stolz auf euch!

Das Vermächtnis der Wanderhure – Film:

Mittlerweile haben auch die Dreharbeiten zum "Vermächtnis der Wanderhure" begonnen. Wer sich die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises im Bayerischen Fernsehen angesehen hat, konnte bereits einen Blick auf einen Teil des Sets erhaschen.

Wir wünschen allen Beteiligten ein gutes Gelingen und freuen uns auf einen spannenden, grandiosen Film!



Methan:

Inzwischen ist bei Page & Turner mit "Methan" unser vierter Thriller mit dem Geheimagenten Torsten Renk und seiner Kollegin Henriette von Tarow erschienen. Die beiden erleben wieder ein hochdramatisches Abenteuer. In den Roman sind ein paar kleine Details unserer Recherchereise mit eingeflossen, wenn auch natürlich nicht im Actionteil.




Projektil:

Im Juni erscheint bei Goldmann die Taschenbuchausgabe unseres Thrillers "Die geheime Waffe" unter dem neuen Titel "Projektil". Es handelt sich dabei um das zweite Abenteuer unseres Geheimagenten Torsten Renk und das Erste, bei dem ihm seine Kollegin Henriette von Tarow zur Seite steht. Ist er zunächst noch skeptisch, was sie betrifft, so belehrt Henriette ihn schon bald eines Besseren. Dies ist auch gut so, denn sie stehen einem Feind gegenüber, der keine Gnade kennt.




Vampirjagd:

Im Juni 2012 erscheint bei Piper mit "Vampirjagd" die Fortsetzung des Romans "Die schwarze Königin". Erneut müssen sich unsere Wiener Vampire einem unheimlichen Feind stellen und sehen sich zusätzlich einer weiteren Herausforderung gegenüber, die ihre Existenz gefährden kann. Daniela und ihre Freunde müssen bis über die Grenzen ihrer Möglichkeiten gehen, und selbst dann ist es nicht gewiss, ob es ihnen gelingt, sich gegen die Gefahr aus dem Nichts zu behaupten.




Feuertochter:

Mittlerweile steht auch der Titel für das bei Knaur erscheinende Iny-Lorentz-Hardcover im Herbst fest. Der Roman heißt "Feuertochter" und spielt in Irland zu einer Zeit, als die Iren sich wieder einmal gegen die englische Herrschaft auflehnen. Die junge Irin Ciara ist eine glühende Patriotin und sehnt die Freiheit für ihre Heimat aus ganzem Herzen herbei. Doch schon bald begreift sie, dass es auch um ihre eigene Freiheit geht und diese ebenso schwer zu erreichen ist wie die ihrer Insel. Spannung und Liebe sind wie bei allen Iny-Lorentz-Romanen gewährleistet.




Stolz der Kriegerin:

Im November erscheint der zweite Fantasyroman unserer Dämmerlandsaga um die Heldin Laisa. Sie erhält erneut einen wichtigen Auftrag, von dessen Ausgang es abhängt, ob der brüchige Frieden zwischen den beiden verfeindeten Seiten des Großen Stromes bewahrt werden kann. Der Feind im Dunkeln sammelt jedoch bereits seine Scharen, um nicht nur Laisa, sondern auch das mächtigste Reich der Dämmerlande zu vernichten. Doch Laisa ist nicht auf sich allein gestellt. Rogon, der Prinz von Andhir, verlässt seine Heimat, um Abenteuer zu erleben, und die bekommt er gleich richtig serviert.

Das Bayerische Jahrtausend

Info
von Iny und Elmar am 20-03-2012

Eine Sendereihe des Bayerischen Rundfunks


In zehn Sendungen zu je 45 Minuten stellt das Bayerische Fernsehen zehn Jahrhunderte in zehn Städten mit unterschiedlicher Entwicklung vor. Jede Sendung befasst sich mit einer besonderen geschichtlichen Epoche anhand der jeweiligen Stadt.

Die Sendetermine im Bayerischen Fernsehen. Ausstrahlung jeweils um 22:00 Uhr:

31.03.2012: 11. Jahrhundert: Bamberg
02.04.2012: 12. Jahrhundert: Würzburg
03.04.2012: 13. Jahrhundert: Regensburg
04.04.2012: 14. Jahrhundert: Straubing
05.04.2012: 15. Jahrhundert: Nürnberg
08.04.2012: 16. Jahrhundert: Augsburg
09.04.2012: 17. Jahrhundert: Ingolstadt
10.04.2012: 18. Jahrhundert: Erlangen
11.04.2012: 19. Jahrhundert: Fürth
12.04.2012: 20. Jahrhundert: München

Die Sendungen werden wiederholt in BR-Alpha jeweils samstags ab dem 21.04. um 20:15 Uhr.



Der Bayerische Rundfunk hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das letzte Jahrtausend anhand der Entwicklungen in den oben genannten Städten mit Informationen und Spielszenen zu dokumentieren. In jeder dieser Städte wurde recherchiert und gedreht. Außerdem fand jeweils eine Vorpremiere statt, in der geladene Gäste den Film über die entsprechende Stadt erleben konnten.

Zu unserer großen Freude wurden unsere Filmagentin Isabel, unsere Agenturlektorin Ingeborg und wir von der Stadt Erlangen für die Vorpremiere über das 18. Jahrhundert eingeladen. Am 16.03.2012 brachen wir vier kurz vor Mittag nach Erlangen auf. Auf uns wartete nicht nur die Vorpremiere am Abend, sondern auch eine eigens für uns organisierte Stadtführung. Vorher aber galt es, einen passenden Parkplatz zu finden und zu Mittag zu essen. Isabel hatte für 13:30 Uhr einen Tisch bestellt, und Punkt 13:30 Uhr setzten wir uns an denselben. Dabei stand unser Dicker einige hundert Meter entfernt auf einem für die Rückfahrt äußerst günstig gelegenen Parkplatz.

Nach dem Essen ging es zur Hugenottenkirche, wo wir uns mit Frau May vom Erlanger Fremdenverkehrsamt und unserer Stadtführerin Frau Klopfer trafen. In den nächsten zwei Stunden brachte Frau Klopfer uns Erlangen und dessen Geschichte nahe und würzte den Rundgang mit einigen Anekdoten. Die Stadtführung endete schließlich vor einem Café, auf dessen Terrasse wir die restliche Zeit bis zur Premiere verbrachten.

Die Premiere des Films über das 18. Jahrhundert in Erlangen fand im Markgrafentheater statt, dem letzten Barocktheater in Süddeutschland, in dem noch Stücke aufgeführt werden. Wie bei solchen Anlässen üblich, wurden einige Reden gehalten. Schließlich wurde das Licht gedimmt und der Film begann mit den Hugenotten, die Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth ins Land gerufen hatte, um an dieser Stelle die Idealstadt Christian-Erlang zu gründen. Gezeigt wurden auch die Probleme, welche die Ankunft der Glaubensflüchtlinge für die Bewohner der nur einen Steinwurf entfernten Altstadt Erlangens mit sich brachte. Diese mussten nicht nur die Neuankömmlinge in ihre Häuser aufnehmen und verköstigen, sondern auch noch beim Bau der neuen Stadt mithelfen, und das ohne jeden Lohn oder andere Vergünstigungen.

Auch die Friedrich-Alexander-Universität wurde entsprechend gewürdigt, ebenso der ganzen Entwicklung der 'Franzosenstadt', die bald auch Einheimische anzog und einen rasanten Aufschwung nahm.

Für unser Gefühl viel zu schnell waren die 45 Minuten um und nach letzten Ansprachen ergab sich die Gelegenheit, mit einigen der Macher dieser Filmreihe zu reden, bevor zu vorgerückter Stunde der Abschied kam und unser braver Dicker uns wieder nach Hause brachte.

Es war ein schöner und interessanter Ausflug, den wir sehr genossen haben und wir danken der Stadt Erlangen sehr herzlich für diese Einladung.

Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten

Info
von Iny und Elmar am 11-03-2012

Miroque, das Magazin für lebendige Geschichte Nr. 9 (II/2012), erschienen im März 2012, enthält neben einen Bericht über 'Die Rache der Wanderhure' mit Bildern vom Film auch ein Interview mit uns, sowie eine exklusiv für Miroque geschriebene Kurzgeschichte um unsere Wanderhure Marie.

Miroque Nr. 9 ist in vielen Zeitschriftengeschäften und Mittelalterläden zu beziehen, sowie über

VK Histomedia GmbH Albertstraße 20 46049 Oberhausen


Iny und Elmar Lorentz

Die Rache der Wanderhure - Unterschiede Film-Buch

Info
von Iny und Elmar am 06-03-2012

Wer sowohl den Film gesehen wie auch das Buch zum Film gelesen hat, konnte erkennen, dass mehrere Szenen aus dem Buch im Film fehlen und ein paar andere umgeändert worden waren. Der Grund dafür liegt darin, dass das Manuskript bereits vor Beginn der Dreharbeiten beim Verlag abgeliefert werden musste. Unser Ausgangsmaterial für das Buch bestand aus der dritten Fassung des Drehbuches, die auch dem Regisseur als Grundlage übergeben worden ist. Nun besitzt ein Regisseur einen gewissen Freiraum für die Umsetzung des Drehbuchs. Immerhin ist er dem Produzenten und dem Verlag für den Film verantwortlich und nicht den Drehbuchautoren.

In Großen und Ganzen hat Hansjörg Thurn sich an das Drehbuch gehalten. Auch wurden Szenen gedreht, die später herausgefallen sind. Wer sich das Making of auf der DVD der 'Rache der Wanderhure' anschaut, wird Ausschnitte aus solchen Szenen entdecken. Doch was von dem gedrehten Material schlussendlich verwendet wird, entscheidet der Regisseur in Zusammenarbeit mit dem Cutter, sprich der Person, die die einzelnen Teile des Films aneinander setzt. Beide müssen die ihnen vorgegebene Sendezeit im Auge behalten. Aus diesem Grund mussten ganze Szenen ausgelassen und andere verkürzt oder zusammengefügt werden. Dadurch ergaben sich Änderungen, die auch eine neue Motivation der handelnden Personen bedingten.

Der größte Unterschied zum Drehbuch und zum Buch ist das Ende von Janus Suppertur. Es war im Drehbuch ganz anders beschrieben und hätte auch einige Minuten mehr Sendezeit erfordert als die von Hansjörg Thurn gewählte Variante. Uns gefällt das neue Ende auch sehr gut und wir bedauern, dass wir diese Wendung nicht früh genug kannten, um sie im Buch zum Film umsetzen zu können.

Iny und Elmar Lorentz

Die Quote

Info
von Iny und Elmar am 05-03-2012

Was für ein Buch die Verkaufszahl, ist für einen Fernsehfilm die Zuschauerquote. Mit ihr steht und fällt vieles. So war es schon bei der 'Wanderhure'. Wäre die Quote des Films schlecht gewesen, hätten wir eben nur einen verfilmten Roman gehabt und keinen weiteren. Zum Glück wurde der Film bei seiner Ausstrahlung 2010 mit 31,3 % ein Riesenerfolg. Das war aber keine Garantie dafür, dass auch 'Die Rache der Wanderhure' ihre Zuschauer finden würde. Aus diesem Grund war die Anspannung beim Sender, dem Produzenten, der Filmcrew, unseren beiden Agentinnen und natürlich auch bei uns größer als beim ersten Film, denn immerhin hatte Sat1 bereits angekündigt, auch 'Das Vermächtnis der Wanderhure' verfilmen zu wollen.

In unseren schlimmsten Alpträumen sahen wir 'Die Rache der Wanderhure' zu einem totalen Flop werden, als dessen Folge Sat1 sämtliche Vorbereitungen für das 'Vermächtnis' abbrechen würde. Daher begann das eigentliche Zittern nach der Ausstrahlung. Unsere Filmagentin Isabel versprach, uns am 29.02.2012 sofort anzurufen, sobald sie die Zahlen hätte. Gleichzeitig gab jeder seinen Tipp ab, der teilweise mehr von der Hoffnung als der wahren Erwartung beeinflusst wurde. Am höchsten tippte Isabel selbst mit 7,5 Millionen Zuschauer in Deutschland, während wir uns mit 6,1 und 6,5 Millionen begnügten. Alle drei Zahlen lagen über der magischen Grenze, die für Sat1 als Erfolg gelten konnte.

Am 29.02.2012 klingelte bereits sehr früh das Telefon und holte Elmar aus dem Badezimmer. Als er abhob, war am anderen Ende eine begeisterte Isabel. "Wir haben 8,1 Millionen!", meldete sie. "Das sind 25,3 Prozent insgesamt und 27,0 Prozent bei der für Sat1 werberelevanten Gruppe!"

Elmar brauchte einen Augenblick, um die Nachricht zu realisieren. Dann aber freute er sich königlich. Der zweite Film mit unserer Wanderhure Marie hatte es geschafft, eine Zuschauerzahl zu erreichen, die im Vorfeld niemand für möglich gehalten hätte. Der Albtraum mit dem Abbruch des 'Vermächtnisses' war nicht Wirklichkeit geworden. Schon im April werden sich Alexandra Neldel, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Götz Otto und die anderen wieder in Prag versammeln und ans Werk gehen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei und uns, dass wir wieder einen Tag beim Set dabei sein dürfen.

Die für uns ebenfalls wichtige Quote in Österreich betrug mit 842.000 Zuschauern 29 Prozent! Wie schon bei der 'Wanderhure' hatten die Zuseher vom ORF auch diesmal die Nase leicht vorne.

Wir bedanken uns bei allen, die zu diesem gewaltigen Erfolg beigetragen haben und freuen uns auf einen weiteren grandiosen Film!

Iny und Elmar Lorentz

Die Ausstrahlungsparty

Bericht
von Iny und Elmar am 04-03-2012

Schon 2010 hatte der Droemer-Knaur-Verlag anlässlich der Ausstrahlung des Films 'Die Wanderhure' eine gelungene Party einen Tag vor dem Beginn der Buchmesse in Frankfurt veranstaltet. Diesmal fand die Ausstrahlungsparty in München statt. Eingeladen waren viele Verlagsangestellte, unsere Agentinnen, die Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon samt ihren Partnerinnen, einige Fans, die die Teilnahme im Preisausschreiben gewonnen hatten, und natürlich wir.

Gleich zu Beginn schockierte Elmar die Chefin der Lizenzabteilung, als er auf die Frage hin, wie lange wir für die Fahrt gebraucht hätten, zwei Stunden nannte. Iny war es dann überlassen, zu erklären, dass in diese Zeit auch ein kleiner Einkaufsbummel in München eingeschlossen gewesen wäre.

Wir lernten auf jeden Fall einige neue Droemer-Knaur-Leute kennen, ließen uns von unserer Agentin mit Getränken und Fingerfood versorgen und unterhielten uns den Anwesenden, bis unsere Pressedame Patricia ihre Ansprache begann und wir dann auch noch von unserer Cheflektorin über den grünen Klee gelobt wurden. Dies erinnert uns gerade daran, dass unser nächster Iny-Lorentz-Roman in Irland spielen wird. Zum Glück war das Licht gedimmt, so dass niemand sah, wie rot wir bei dem Lob wurden.

In den nächsten 120 Minuten verfolgten alle gespannt Maries und Michels Abenteuer auf der Leinwand. Obwohl wir den Film schon zweimal gesehen hatten, fieberten wir auch diesmal mit. Elmar konstatierte zuletzt erleichtert, dass Janus Suppertur zum Stachelschwein gemacht worden war. Die Begeisterung war einhellig und wir konnten uns vor Glückwünschen kaum retten.

Zu unserer Erleichterung kamen nun die eingeladenen Fans, um ihre Bücher signieren zu lassen. Zweien von ihnen gelang es, die Din-A3-großen Filmplakate als Souvenir zu ergattern. Wir nahmen uns Zeit, die an uns gestellten Fragen zu beantworten und erläuterten auch die unterschiedlichen Anforderungen, die an einen Roman und einen Film gestellt werden. Es herrschte eine herrlich entspannte Atmosphäre, die es einem schwer machte, sich zu verabschieden. Mehrere Leute, die bereits kurz nach Ende des Films hatten gehen wollen, saßen anderthalb Stunden später noch immer dort. Für uns war es wunderschön, den Film mit den Menschen zusammen anzusehen, die ihn im Grunde erst ermöglicht hatten, wie unsere Agentin Lianne Kolf, unsere Filmagentin Isabel, unserer Cheflektorin Christine Steffen-Reimann und alle die anderen, die mitgeholfen haben, dass unsere 'Wanderhure' und die anderen Iny-Lorentz-Romane hübsch in Buchdeckel verpackt in den Buchhandlungen die Leser erreichen.

Als wie uns schließlich schweren Herzens von der restlichen Runde trennten, lag nur noch ein großes Fragezeichen vor uns und dies betraf die Zuschauerquoten in Österreich und Deutschland. Doch die konnten wir an diesem Abend noch nicht erfahren.

Iny und Elmar Lorentz

Bei Tietjen und Hirschhausen in Hannover

Bericht
von Iny und Elmar am 04-03-2012

Gerade aus Wien zurück packten wir unseren Koffer frisch für den nächsten Morgen. Es würde nach Hannover zur Talkshow von Bettina Tietjen und Dr. Eckart von Hirschhausen gehen. Als das Taxi uns zum Flughafen brachte, wartete bereits Patricia Kessler vom Knaur-Verlag auf uns, die uns in die Leinestadt begleiten sollte. Auch an diesem Morgen stieg der Aluminiumvogel zeitgerecht auf und brachte uns ohne Probleme nach Hannover.

Kurz darauf kamen wir im Hotel an und vertrieben uns die Zeit, bis der Fahrdienst uns zu den Studios des NDR bringen würde, mit einem guten Mittagessen. Als wir schließlich vor den Studios ankamen, wurden wir ähnlich wie in Wien bereits vor der Tür von Menschen erwartet, die Autogramme von uns haben wollten. Wir stellten uns auch für ein paar Fotos bereit und dann ging es postwendend in die Maske. Im Aufenthaltsraum lernten wir anschließend die anderen Talkshowgäste kennen. Bettina Tietjen und Eckart von Hirschhausen hatten eine illustre und vor allem sehr nette Schar eingeladen, die einen interessanten Abend versprach.

So war die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt erschienen, der Journalist Hajo Schumacher, Oliver Kalkofe, dessen Wortwitz einem stets Vergnügen bereitet, sowie der Kabarettist Bill Mockrigde, der ein fester Bestandteil der 'Lindenstraße' ist. Dazu stießen noch der Sänger Stefan Gwildis und Jan Becker, der Mann des Wunderbaren.

Nach einer kurzen Vorbesprechung ging es ins Studio. Dort warteten bereits die Zuschauer und spendeten allen Talkshowgästen lebhaften Beifall. Die beiden Gastgeber Tietjen und von Hirschhausen waren ebenso gut gelaunt wie vorbereitet und führten uns durch zwei Stunden mit interessanten Gesprächen, zu deren Höhepunkten der neue Song zählte, den Stefan Gwildis vortrug, sowie ein Pendelexperiment, mit dem Jan Becker uns die Macht der Gedanken präsentierte.

Auch wir wurden zu unserer Arbeitsweise und natürlich zur 'Rache der Wanderhure' befragt und gaben munter Antwort. Gerade, als die Veranstaltung so richtig Fahrt aufgenommen hatte, mussten Bettina Tietjen und Eckart von Hirschhausen uns abrupt bremsen. Die zwei Stunden der Talkshow waren um, ohne dass es einem von uns so lange vorgekommen wäre.

Mit einem Bier oder einem Schluck Wein und leckeren Kanapees klang der Abend schließlich aus. Wir mussten erneut ein paar Autogramme geben, dann ging es zurück ins Hotel. Die Nacht war arg kurz, aber zu unserer Freude hob das Flugzeug am nächsten Tag planmäßig ab und brachte uns nach München zurück. Als wir die Vorhalle des Münchener Flughafens betraten, sahen wir eine große Anzahl zumeist jugendlicher Menschen, die dort in einer dichten Traube standen und begriffen, dass diese auf einen richtigen Star warteten. Wir selbst verabschiedeten uns von unserer Begleiterin Patricia, stiegen ins Taxi und waren kurz darauf zuhause. Hinter uns lagen eine interessante Reise und ein Zusammentreffen mit interessanten Personen, denen man nicht jedem Tag begegnet.

Iny und Elmar Lorentz

22.02.2012: An der schönen blauen Donau

Bericht
von Iny und Elmar am 02-03-2012

Kaum war die Premiere der 'Rache der Wanderhure' vorbei, galt es, den Koffer zu packen und zum Flughafen zu fahren, um nach Wien zu fliegen. Josef Aichholzer, der österreichische Koproduzent des Films und der ORF hatten angeregt, dass wir im Vorfeld der Ausstrahlung auch in unserem Nachbarland Präsenz zeigen sollten. Immerhin hatte die 'Wanderhure' als Film in Österreich die grandiose Zuschauerquote in Deutschland noch einmal getoppt. Nicht zuletzt aus diesem Grund war es für uns eine große Freude, der Einladung nach Wien Folge leisten zu können.

Das Wetter spielte mit und man glaubt es kaum, sogar das Flugzeuge startete planmäßig. In Wien wurden wir vom Fahrdienst der ai-Film abgeholt und saßen im selben Auto, mit dem schon Alexandra Neldel zu den Drehorten gefahren worden war. Im 7. Wiener Bezirk angekommen, bezogen wir unser Zimmer und hatten dann ein wenig Zeit, durch die Stadt zu schlendern, die wir in den letzten Jahren bereits mehrmals bei den Recherchen für 'Die schwarze Königin' und 'Vampirjagd' besucht hatten.

Am späten Nachmittag trafen wir uns mit Josef Aichholzer zu einem gemütlichen Essen. Anschließend schritten wir nach angenehmen Gesprächen zur Tat. Es war eine Lesung mit Signierstunde bei Thalia in der Mariahilferstraße geplant. Als wir dort eintrafen, warteten bereits Autogrammjäger vor der Tür der Buchhandlung auf uns und gaben uns beinahe das Gefühl, Stars zu sein. Es wurden Fotos geschossen und wir mussten ein kurzes Interview geben, dann saßen wir auf dem Podium und berichteten den Zuhörern erst einmal, wie es dazu gekommen war, dass wir eine Filmfassung unserer Kastellanin geschrieben haben. 'Die Rache der Wanderhure' ist ein Seitenzweig und gehört nicht in die offizielle Reihe der Wanderhurenbände mit 'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die Tochter der Wanderhure' und 'Töchter der Sünde'.

Natürlich lasen wir auch aus dem Buch und signierten anschließend etliche Bücher. Es gab hier auch einen besonderen Gast, nämlich Roswitha, die wir durch das Internet kennengelernt hatten und die in einem wunderschönen Mittelaltergewand gekommen war. Sie wurde wahrscheinlich noch öfter fotografiert als wir.

Nach dem Ende Veranstaltung unterhielten wir uns noch mit Josef Aichholzer und einem Herrn vom ORF, der uns unser schlechtes Namensgedächtnis verzeihen möge, sowie mit den Leitern der Thaliafiliale. Roswitha und einige andere Zuhörer blieben ebenfalls bis zum Schluss und so ging der Abend stimmungsvoll zu Ende.

Den nächsten Morgen nützten wir zu einem kurzen Einkaufsbummel durch die Mariahilferstraße, dem allerdings der Gedanke an unseren eh schon überfüllten Koffer ein rasches Ende bereitete, und dann ging es wieder zum Flughafen. Wie schon auf dem Herflug stieg der Flieger planmäßig in die Luft und kam pünktlich an. Zuhause erwarteten uns die Nachricht von einem weiteren Telefoninterview und die Erkenntnis, dass nach dem Flug in unserem Fall kurz vor dem Flug war.

Iny und Elmar Lorentz

20.02.2012: Die Premiere

Bericht
von Iny und Elmar am 02-03-2012

Fand die Premiere der 'Wanderhure' im Jahr 2010 wegen des Münchner Oktoberfestes in Berlin statt, so lud Sat1 diesmal in das G.O.P-Theater nach München ein. Die am Projekt beteiligten Personen trafen sich allerdings schon vorher in einem in der Nähe gelegenen Hotel, um sich in aller Ruhe auf den großen Augenblick vorbereiten zu können.

Wir hatten die Fahrt nach München ausgenützt, um in unserer Agentur das Manuskript des im Herbst erscheinenden historischen Romans abzuliefern und fuhren dann mit unserer Agentin Lianne und unserer Filmagentin Isabel zum Treffpunkt. Dort konnten wir gleich als Erstes Nadja Becker (Hiltrud) und Ill-Young Kim (Marat) begrüßen. In rascher Folge trafen dann auch Esther Schweins, Julian Weigend, Bert Tischendorf und natürlich Alexandra Neldel ein. Es blieb genug Zeit, um mit allen ein paar Worte zu wechseln, obwohl etliche Reporter um uns herumschwirrten und sich immer wieder jemand zum Interview herauspickten. Die Produzenten Andreas Bareiss, Sven Burgemeister, Josef Aichholzer und der Regisseur Hansjörg Thurn waren selbstverständlich auch da, ebenso die beiden Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon. Dazu kamen Größen von Pro Sieben/Sat1 und dem ORF, sowie weitere Leute, die etwas darstellten, aber die wir uns nicht alle merken konnten.

Zu gegebener Zeit wurden die Anwesenden gebeten, das Lokal zu wechseln, und es ging zum G.O.P-Theater in Maximilianstraße. Der rote Teppich war ausgerollt und die Fotografen warteten bereits auf Alexandra und die anderen Schauspieler. Wir mussten uns mit Thomas Wesskamp und Dirk Salomon zusammen ebenfalls den Blitzlichtern stellen und fanden uns wenig später in einem Interview wieder.

Lianne und Dirk sorgten dafür, dass wir auch gleich etwas zu trinken bekamen, während Isabel uns unzähligen Leuten vorstellte. Die Räumlichkeiten im G.O.P-Theater waren sehr schön und boten eine sehr gute Sicht auf die große Leinwand. Sat1-Geschäftsführer Joachim Kosack hielt eine kurze Einführungsrede, und dann ging es los.

Hörte man zuerst noch das gelegentliche Rascheln der bereitgestellten Chips-Tüten, wurde es bald immer stiller im Saal. Alle starrten gebannt auf die Leinwand, auf der Alexandra als Marie eine ebenso ausgezeichnete Leistung bot wie auch die anderen Akteure. Die Drehorte waren von feinsten und der Film selbst spannend und ergreifend zugleich. Der Beifall der geladenen Zuschauer war entsprechend groß und steigerte sich noch, als die Produzenten, der Regisseur und die Akteure die Bühne betraten. Die Drehbuchautoren und wir wurden ebenfalls nach vorne gerufen und durften uns ein wenig in dem Applaus sonnen. Dabei freuten wir uns sehr, dass Nolwenn Leroy, die den Titelsong zur Rache der Wanderhure gesungen hat, ebenfalls anwesend war, und von den Zuschauern begeistert empfangen wurde.

Anschließend gab es Häppchen und es wurde immer wieder auf den Film angestoßen. Michael Brandner, der in der 'Wanderhure' den Grafen Keilburg gespielt hatte, war von der 'Rache der Wanderhure' genauso begeistert wie wir. Wir haben es sehr bedauert, dass er und etliche andere hervorragende Schauspieler nach der 'Wanderhure' ausscheiden mussten. Auch bei der 'Rache der Wanderhure' würden wir gerne jede Schauspielerin und jeden Schauspieler auch im nächsten Film sehen. Doch die Geschichte um unsere Wanderhure Marie muss weitergehen und wir werden beim 'Vermächtnis der Wanderhure' viele gute Freunde wiedersehen und neue kennenlernen.

Für uns war es ein Genuss, bei der Premiere dabei sein zu dürfen, und ein großes Geschenk der Glückgöttin, diesen Film erleben zu dürfen. Herzlichen Dank, Alexandra, Nadja, Esther, Götz, Bert, Julian und alle anderen. Ihr seid wieder einmal wunderbar gewesen!

Iny und Elmar Lorentz

Die Rache der Wanderhure kommt zu uns

Bericht
von Iny und Elmar am 16-02-2012

Die Tage sind seit Neujahr bereits länger geworden, die Temperaturen allerdings auf eisige Tiefen gesunken. Schnee war angesagt, sowie Sturm und Glätte. Elmars besorgter Blick fiel daher am 15.02.2012 immer wieder nach draußen und er maß die weiße Pracht, die in steter Beharrlichkeit vom Himmel rieselte. Schließlich war es kein normaler Tag, denn wir erwarteten heiß ersehnte Gäste. Andreas Bareiss, der Hauptproduzent der 'Rache der Wanderhure', hatte versprochen, an diesem Tag zu uns zu kommen und den Film mit uns gemeinsam anzusehen. Mit ihm wollte unsere Agentin Lianne kommen.

Doch würde es an diesem Tag überhaupt möglich sein?, fragten wir uns. In den Nachrichten wimmelte es nur so von Horrormeldungen über den Straßenzustand und der Schneefall dachte nicht im Geringsten daran, aufzuhören.

"Er kommt nicht!", prophezeite Elmar düster.

"Andreas ist Filmproduzent und braucht ein Auto, mit dem er notfalls auf einem verschlammten Feldweg zum Set fahren kann", versuchte Iny ihn zu beruhigen. "Außerdem dürfte die Autobahn jetzt geräumt sein, und von der Ausfahrt sind es bloß ein paar Kilometer bis hierher."

Elmar verzichtete wohlweislich darauf, zu wetten, sondern zog sich gegen 16:00 Uhr warm an, griff zur Schneeschaufel und machte sich daran, sowohl die Zufahrt zu unserer Garage wie auch unseren Außenparkplatz von Schnee zu befreien. Anschließend holte er den Dicken aus der Garage, um mit diesem unsere Agenturlektorin Ingeborg von ihrer Wohnung abzuholen. Danach war auch er optimistischer. Wenn er mit unserem Dicken durchkam, würde es auch Andreas Bareiss schaffen.

Nur wenig später war Andreas auch schon da. Wie angekündigt hatte er Lianne und diese einen kleinen Imbiss mitgebracht. Obwohl die Ungeduld kaum mehr zu ertragen war, wurde erst einmal gegessen und miteinander angestoßen. Danach durfte Elmar die DVD-Hülle öffnen und die DVD in den Recorder einlegen. Er war arg nervös, schaffte es aber doch.

Während die ersten Filmsequenzen auf dem Bildschirm erschienen und Nolwenn Leroys zauberhafte Stimme erklang, senkte sich Stille über unsere kleine Fernsehecke. Alle, selbst Andreas, der den Film ja schon gesehen hatte, blickten gespannt auf das Fernsehgerät. Obwohl wir das Drehbuch kannten, war es ein ergreifendes Gefühl, zum Leben erwachte Fantasie zu erleben und Alexandra Neldel, Esther Schweins, Nadja Becker und alle anderen in Bestform zu sehen.

War 'Die Wanderhure' bereits ein überzeugend gelungener Film gewesen, so hatten die Macher diesmal noch eine kräftige Schippe drauf gelegt. Alexandra Neldel war wunderbar, Ester Schweins und die anderen Darstellerinnen zum Küssen und die männlichen Schauspieler mit Bert Tischendorf und Götz Otto an der Spitze eine Klasse für sich. Die Minuten vergingen, ohne dass wir es gewahr wurden. Als das Ende kam, saßen wir still auf unseren Plätzen und waren von der Wucht des Films überwältigt. Nach der 'Wanderhure' und unserem Besuch beim Set in Tschechien hatten wir viel erwartet. Doch dieses Ergebnis hätte niemand vorhersagen können. Hier waren absolute Profis mit ihrem ganzen Können und ihrem vollen Herzen am Werk gewesen und hatten etwas geschaffen, das einmalig ist.

Wir danken Andreas Bareiss dafür, dass er uns diesen wundervollen Abend ermöglicht hat und freuen uns riesig auf die Ausstrahlung am 28.02.2012.

Wer die Bücher um unsere Wanderhure Marie liebt, wird auch diesen Film lieben!

Iny und Elmar Lorentz

Iny u.Elmar Lorentz am 24.2. bei 'Talk in Hannover

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 12-02-2012

Am Freitag, 24. Februar 2012 um 22:00 Uhr begrüßen Bettina Tietjen und Dr. Eckart von Hirschhausen folgende Gäste bei Talk in Hannover:

Den Schauspieler und Kabarettisten Bill Mockridge, den Sänger Stefan Gwildis, den Gedankenleser und Magier Jan Becker, die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, sowie Iny Klocke und Elmar Wohlrath alias Iny Lorentz

Vorschau 2012

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 17-01-2012

Das Krachen der Böller zum Jahreswechsel ist verhallt und die Raketenkaskaden erloschen. Wir schreiben das Jahr 2012. Laut einigen 'Propheten' soll heuer ja die Welt untergehen. Wir glauben da nicht so recht daran und haben daher bereits mit den Planungen für die Romane begonnen, die 2013 erscheinen sollen. Auch sonst steht uns in diesem Jahr einiges bevor. Da ist zum einen:




Der Film "Die Rache der Wanderhure":

Das erste große Highlight kommt am 28.02.2012 um 20:15 Uhr auf Sat1, nämlich der Film "Die Rache der Wanderhure"!

Wir freuen uns schon riesig darauf und hoffen, wie bei der Verfilmung der "Wanderhure" auch hier vorher eine DVD zu erhalten. Auf jeden Fall aber werden wir am 28.02.2012 vor dem Fernsehgerät sitzen und mit unserer Marie mit fiebern. Wir durften bereits einen neun Minuten langen Trailer sehen und sind begeistert. Das ganze Filmteam von Produzenten angefangen über die Drehbuchschreiber, den Regisseur, die Akteure und die ganzen, wichtigen Helfer haben im Vergleich zum ersten Film "Die Wanderhure" noch mal eine kräftige Schippe draufgelegt.




2012 erscheinen auch wieder einige Romane aus unserer Feder:

01: "Die Rache der Wanderhure"

Erscheinungstermin Buch: 26.01.2012 Erscheinungstermin Hörbuch: 17.02.2012 Erscheinungstermin DVD: 29.02.2012


Da die Verfilmung der 'Kastellanin' weitaus stärker von der Vorlage abweicht, als bei 'Die Wanderhure', wurde an uns der Wunsch herangetragen, ob wir nicht aus dem Drehbuch des Films einen eigenständigen Roman schreiben könnten. Unsere Begeisterung hielt sich anfangs in engen Grenzen. Zu verrückt schien uns der Gedanke, einen Roman nach einem Drehbuch zu schreiben, das seinerseits nach einem Roman von uns geschrieben worden ist. Es kostete unserer Agentin viele gute Worte, um uns überhaupt soweit zu bringen, dass wir die Möglichkeit ins Auge fassten. Unsere Bedingungen standen aber von vorneherein fest: Nur wenn uns das Drehbuch der beiden Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon außerordentlich gefällt, werden wir es tun.

Unsere Filmagentin besorgte uns das Treatment des Films, damit wir schon frühzeitig über die geplanten Änderungen im Vergleich zur 'Kastellanin' informiert wurden, und dann warteten wir auf das Drehbuch. Da sich bei der ersten und zweiten Fassung durch die Mitwirkung des Senders, der Produzenten und des Regisseurs noch entscheidende Änderungen ergeben konnten, beschlossen wir, erst die dritte Fassung des Drehbuchs zu lesen und uns dann zu entscheiden, ob wir das Abenteuer wagen oder es lassen sollen.

Das Drehbuch kam schließlich, wurde von Elmar gelesen und dann von uns zusammen mit Isabel und unserer Agenturlektorin Ingeborg diskutiert. Elmar war von Anfang an Feuer und Flamme, diese emotionale, spannende, und abenteuerliche Geschichte umzusetzen. Bei Isabel war es von vorneherein klar, dass sie es wollte, und so warteten wir vor allem auf Ingeborgs Urteil. Gegen ihren Rat hätten wir es nicht gemacht.

Doch auch Ingeborg war dafür und so konnte das Werk beginnen. Der Zeitrahmen dafür war äußerst eng, da Sat1 inzwischen den Sendetermin des Films um mehrere Monate vorgezogen hatte. Allerdings sind wir ein eingespieltes Team und besaßen mit dem Drehbuch eine Vorlage, an die wir uns halten konnten. Elmar konnte dabei auch auf alte Erfahrungen zurückgreifen, hatten wir doch vor längerer Zeit bereits drei Begleitbücher zu Fernsehserien geschrieben.

Auf jeden Fall wurden wir rechtzeitig fertig und so kann 'Die Rache der Wanderhure' termingerecht erscheinen.




02: "Methan"

Erscheinungstermin: 23.04.2012


'Methan' ist der vierte Thriller mit unserem Helden Torsten Renk und seiner Kollegin Henriette von Tarow. Als die beiden den Auftrag erhalten, einem vagen Verdacht nachzugehen, stellt sich für sie zunächst die Frage, ob sie jetzt einen gemütlichen Urlaub verleben oder in ein neues Abenteuer geraten würden. Die Antwort erhalten sie sehr schnell und bevor sie sich versehen, müssen sie all ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einsetzen, um den Tod zu entgehen.




03: "Projektil" (Die geheime Waffe)

Erscheinungstermin: 10.06.2012


Bei 'Projektil' handelt es sich um die Taschenbuchausgabe unseres zweiten Thrillers mit Torsten Renk, der unter dem Titel 'Die geheime Waffe' als Klappenbroschur erschienen ist. Nachdem Torsten Renk seinen letzten Auftrag vergeigt hat, erteilt sein Chef ihm den Befehl, seine neue Kollegin Henriette von Tarow auszubilden. Torsten ärgert sich fürchterlich darüber und versucht alles, um Henriette wieder loszuwerden. Doch als sie sich plötzlich in einen äußersten gefährlichen Einsatz wiederfinden, lernt er seine Kollegin bald zu schätzen.




04: "Vampirjagd"

Erscheinungstermin: 18.06.2012


'Vampirjagd' ist der zweite Roman mit unserer Wiener Vampirin Daniela und deren Freunde. Kaum hat der Vampir-Club den Kampf mit der 'Schwarzen Königin' im letzten Moment zu seinen Gunsten entschieden, da taucht eine neue Gefahr wie aus dem Nichts auf. Für Daniela und ihren Partner, dem über 200 Jahre alten Vampir Urban brechen harte Zeiten an, zumal sich noch jemand drittes einmischt, von dem keiner weiß, auf welcher Seite er steht.




05: "Dezembersturm"

Erscheinungstermin: 06.09.2012


Dabei handelt es sich um eine Sonderausgabe des ersten Bandes unserer Trettin-Trilogie, die in diesem Herbst herausgegeben wird.




06: "Ciara"

(Arbeitstitel. Wie das Buch wirklich heißen soll, steht noch nicht fest)

Erscheinungstermin voraussichtlich Oktober


Im Herbst wird natürlich auch wieder das jährliche Iny-Lorentz-Hardcover erscheinen. Es spielt in einem Land, das bis jetzt noch in keinem unserer Romane behandelt wurde. Uns hat es sehr viel Freude bereitet, ihn zu schreiben. Eine stolze Frau und ein junger Krieger sehen sich einem Abenteuer gegenüber, das ihnen alles abverlangt, und selbst dann ist es nicht sicher, wohin ihr Weg führen wird.




07: "Stolz der Kriegerin"

(Voraussichtlicher Titel, steht noch nicht ganz fest)

Erscheinungstermin Winter 2012


Mit 'Stern der Göttin' hat unsere Heldin Laisa die Dämmerlande betreten und sehr rasch gemerkt, dass es sich um eine sehr gefährliche Gegend handelt. Nachdem sie sich ein wenig eingewöhnt hat, schickt Khaton, der weiße Evari, sie erneut auf die feindliche Seite des Großen Stromes. Es gilt, den Eid eines Königs zu erfüllen, doch gibt es sehr viele Leute, die genau das verhindern wollen. Allerdings steht Laisa nicht allein gegen ihre Feinde, denn in einem kleinen Land im Norden ist ein junger Mann aufgebrochen, um Abenteuer zu erleben. Ob er allerdings erwartet hat, dass diese so heftig werden würden, ist zu bezweifeln.




Lesungen:

Nach zwei Jahren, in denen wir doch etliche Lesungen bestritten haben, müssen wir heuer leider kürzer treten. Bis jetzt ist nur eine einzige Lesung festgelegt, und zwei bei den Liebesromantagen von DeLiA in Grassau im Chiemgau. Der Termin ist der 11.05.2012 und außer uns werden weitere ausgezeichnete Autorinnen und Autoren bei diesem Ereignis lesen.

Es ist möglich, dass wir im Juni eine kleine Lesereise machen. Auch im Herbst wollen wir im Vorfeld der Buchmesse auf Lesereise gehen, doch gibt es hier wie dort noch keine konkreten Pläne. Wir warten auf die Anfragen, die an Droemer-Knaur gerichtet werden und entscheiden gemeinsam mit dem Verlag, wohin unser Weg uns führen wird.



Allgemeines:

Mittlerweile ist auch die Taschenbuchausgabe der "Ketzerbraut' erschienen und hat es bis auf Platz 8 der Harenberg-Taschenbuch-Bestsellerliste geschafft. Dies ist ein wunderbarer Beginn des neuen Jahres und wir danken allen unseren Lesern dafür.

Iny und Elmar Lorentz

Frohe Weihnachten 2011

Sonstiges
von Iny und Elmar am 24-12-2011

Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr!


Iny und Elmar Lorentz

Mordlust in Weiß-blau

Bericht
von Iny und Elmar am 12-12-2011

Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof


Am 08.12. fanden deutschlandweit Krimitage der Autorenvereinigung 'Syndikat' statt. In München wurde er im Gasthaus 'Schlachthof' abgehalten, einem passenden Ort für eine finstere Veranstaltung über Mord und Todschlag.

Da Iny indisponiert war, musste Elmar diesmal allein gehen. Im 'Schlachthof' angekommen, herrschte dort die übliche Hektik vor so einer Veranstaltung. Immerhin sollte den Zuhörern einiges geboten werden. Da war zum einen die Band 'Schorsch und de Bagasch', die für die musikalische Umrahmung sorgen, und zum anderen elf Autoren, die ihre Texte vortragen sollten.

Das wichtigste Requisit neben dem Mikrofon war daher die Eieruhr, die jedem Lesenden die gleiche Zeitspanne zumaß. Vorher aber spielte die Band und dann gab es die Begrüßung durch die beiden Moderatoren Marc Ritter und Werner Gerl, sowie die von Angela Esser, der Mrs. Syndikat in München. Außerdem sprach Herr von Miller von der 'Münchner Tafel' ein Grußwort. Der Erlös dieser Veranstaltung sollte nämlich nicht in die Taschen der Akteure wandern, sondern als Spende an die 'Münchner Tafel' gehen.

Daher war es äußert erfreulich, dass sich so viele Zuhörer eingefunden hatten. Der Schankkellner schleppte immer wieder weitere Stühle herein und schon bald musste das Essen weitergereicht werden, da seine Kollegin nicht mehr durchkam.

Die Stimmung im Raum war phänomenal. Dies lag zum einen an den Liedern, die Schorsch mit seinen beiden Begleitern zum Besten gab, aber auch an den vorgetragenen Texten. Alle Autorinnen und Autoren lasen ausgezeichnet und boten den Zuhörern ein breites Spektrum an menschlicher Verworfenheit und krimineller Energie.

Es lasen (in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet):

Martin Arz, Angela Esser, Andreas Föhr, Christiane Franke, Werner Gerl, Sabine Kornbichler, Inge Löhnig, Marc Ritter, Anna Schneider, Ingeborg Struckmeyer und Elmar aus dem Nicola-Marni-Thriller 'Todesfahrt'.

Erwähnen sollte man auch, dass einer der vorgesehen Lesenden durch Krankheit ausgefallen ist und unsere Kollegin Christiane Franke, die von der Waterkant zu Besuch nach München gekommen ist, ihn dankenswerterweise ersetzt hat.

Dabei war auch Frau Adler vom Droemer-Knaur-Verlag, die neben Elmar auch Andreas Föhr und Marc Ritter als Droemer-Knaur-Autoren begrüßen konnte.

Es war ein fabelhafter Abend und wir bedauern es sehr, dass Iny nicht mit dabei sein konnte.

Iny und Elmar Lorentz

Vernissage von Silvia Philipp in Augsburg

Bericht
von Iny und Elmar am 12-12-2011

Gelegentlich ist es ganz gut, mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und etwas anderes zu sehen. Am 03.12.2011 war dies der Fall. Unsere Freundin Silvia Philipp, eine international anerkannte Künstlerin, hatte uns zu ihrer neuesten Vernissage in die Stadtbücherei Augsburg eingeladen. Der Titel "Im Namen der Fuggerin" deutete bereits an, dass es um Geld gehen würde. Silvia war im historischen Kostüm von Augsburg nach Bonn, Frankfurt und Rom gereist, um die Menschen auf die derzeitige Eurokrise anzusprechen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie die Frauen der Fugger zu ihrer Zeit mit Geld umgegangen sind.

Zusätzlich zu den ausgezeichneten Fotos der "Fuggerin", die Silvia in den oben genannten Städten hatte aufnehmen lassen, hatte sie auch in der Vergangenheit der echten Fuggerinnen recherchiert und herausgebracht, dass mehrere Frauen der Fugger nach dem Tod ihrer Ehemänner das Vermögen der Familie nicht nur beinahe drei Jahrzehnte verwaltet, sondern auch kräftig vermehrt hatten. Schulden, wie sie derzeit viele europäische Staaten quälten, hatten die Fuggerinnen nicht.

Uns bot die Vernissage nicht nur die Gelegenheit, Silvia, ihren Mann und ihre Söhne wiederzusehen und die Ausstellung zu bewundern. Wir führten auch ein interessantes Gespräch mit der Historikerin und Sachbuchautorin Dr. Martha Schad. Außerdem hatten wir vorher noch den Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz besucht, der zu den schönsten in Deutschland zählt und uns einen Vorgeschmack auf das kommende Weihnachtsfest gab.

Es war ein absolut gelungener Abend, der uns viel Freude gemacht hat.

Iny und Elmar Lorentz

Laisa in "Stern der Göttin"!

Bericht
von Iny und Elmar am 30-11-2011

In diesen Tagen ist ein lang gehegter Traum wahr geworden. Zwanzig Jahre nach ihrer 'Geburt' halten wir das erste Abenteuer unserer Heldin Laisa in den Händen. Die ersten Ideen für die Dämmerlande sind zwar schon 1986 entstanden, doch dauerte es einige Jahre, bis sie über das Anfangsstadium hinauskamen. Wir hatten eine grobe Karte entworfen, kannten einige wichtige Städte, Landmarken und Länder wie die Heilige Stadt Edessin Dareh, den Großen Strom Toisserech und die bedeutenden Reiche T'wool und Thilion. Aber irgendwie fehlte uns der letzte, zündende Funke für eine gute Geschichte.

Dieser kam 1991 während eines Urlaubs in Ungarn. Wir hatten uns gerade jeder einen Langos und einen Becher Tokajer zum Abendessen geholt. Da saß sie plötzlich zwischen uns. Sie war groß, oder besser gesagt lang aufgeschossen, besaß ein blaugraues Fell und einen langen Schwanz, der nervös zuckte. Ihr Gesicht war ziemlich kätzisch, doch irgendwie wirkte sie auch menschlich. Nur langsam begriffen wir, dass wir eine Gredh'een vor uns hatten, eine Katzenfrau aus unserer eigenen Fantasiewelt.

"Ich heiße Laisa", sagte sie mit gut akzentuierter Stimme.

"Angenehm", antwortete einer von uns, wer, wissen wir heute nicht mehr. Da sie so hungrig auf unsere Langos starrte, fragten wir sie, ob sie Hunger hätte.

Laisa nickte. "Ich hätte nichts gegen eine kleine Zwischenmahlzeit einzuwenden!"

Für Elmar hieß das, sie zu den einzelnen Imbissbuden zu führen und zu fragen, was sie haben wollte. Ein Langos war es dann doch nicht. Stattdessen wählte sie einen ganzen Fisch und ein halbes Dutzend Wachteln. Zahlen durfte Elmar. Den Tokajer, den wir ihr anboten, lehnte sie ab und wollte stattdessen Milch. Da es die hier nicht gab, musste Elmar einen Lebensmittelladen suchen und eine Packung holen.

Laisas Tischmanieren waren ebenso gewöhnungsbedürftig wie ihr Appetit. Der war nämlich äußerst groß. Auf Messer und Gabel verzichtete sie und zerfetzte ihr Essen lieber gemütlich mit ihren scharfen Zähnen. Als sie endlich satt war, sah sie uns mit schief gelegtem Kopf an.

"Habt ihr vielleicht Arbeit für mich?"

Wir sahen uns gegenseitig an. Eine Katzenfrau mit einem so großen Magen würde unsere Haushaltskasse sprengen. Da kam Elmar die rettende Idee. "Wir hätten einen Job für dich. Er ist aber nicht ganz ungefährlich!"

"Und was soll ich machen?", fragte sie.

"Die Dämmerlande erkunden. Es gibt dort sicher leckere Sachen zu essen", schlug Elmar vor.

"Und was soll daran gefährlich sein?", klang es verwundert zurück.

"Nun, die Menschen haben sechs verschiedene magische Farben und jeweils drei hassen die anderen drei. Hast du eigentlich eine magische Farbe?" Noch während Laisa den Kopf schüttelte, berührte Iny sie und rief: "Sie ist weiß!"

"Also eine von der Goldenen Seite. Na ja, solange du nicht nach T'wool reist, wird dir nicht viel passieren", erklärte Elmar der Katzenfrau.

Laisa ließ ein leises Fauchen hören. "Mich interessiert aber dieses T'wool. Ich will unbedingt hin!"

"T'wool ist schwarz und das ist deine Gegenfarbe. Allein schon die Landschaft dort würde dir Schmerzen bereiten!"

Elmars Warnung ging ins Leere, denn Laisa lachte nur darüber.

"Ich halte was aus", sagte sie, und war auf einmal verschwunden.

Als wir nach ihr suchten, entdeckten wir sie in einem abgelegen Teil unserer Welt und bei weitem nicht mehr so mutig, wie sie eben noch getan hatte. Was Laisa dann erlebte, ist in "Stern der Göttin" nachzulesen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Gold

Bericht
von Iny und Elmar am 26-11-2011

Bei der Buchmesse in Frankfurt schwang es bereits als Gerücht im Raum: Das Hörbuch der Wanderhure habe die magische Grenze von 100.000 verkauften Exemplaren überschritten und würde dafür vom Bundesverband der Deutschen Musikindustrie mit dem 'Goldenen Hörbuch', dem Äquivalent der 'Goldenen Schallplatte' ausgezeichnet.

Am 22.11.2011 war es dann soweit. Wir packten unsere Koffer, begaben uns zum Flughafen und warteten erst einmal. München wurde seinem Ruf, einer der pünktlichsten Flughäfen Deutschlands zu sein, wieder einmal voll gerecht. Als wir endlich den Flug hinter uns hatten und das Hotel in Köln erreichten, meinte Elmar bissig: "Wenn wir, anstatt zum Flughafen zu fahren, ins Auto gestiegen wären, hätten wir das Rennen nur ganz knapp verloren!"

Unsere Agentin Lianne, die mit uns nach Köln geflogen war, musste dort erst einmal ihre Termine verschieben, die sie für diesen Nachmittag gemacht hatte. Daher wurde es für sie richtig stressig. Während wir wenigstens noch die Zeit hatten, eine Kleinigkeit zu essen und uns ein paar Minuten zu erholen, sauste sie sofort los und schaffte es auch nicht mehr, rechtzeitig zurück zu sein, um mit uns gemeinsam zu Lübbe-Audio fahren zu können.

Obwohl wir so lange wie möglich auf sie gewartet hatten, erreichten wir das Gelände des Lübbe-Verlags gerade noch rechtzeitig und wurden von Herrn Sieper, dem Leiter von Lübbe-Audio, seiner Stellvertreterin Frau Kaiser und Frau Sieckmann von der Presseabteilung begrüßt. Es freute uns besonders, auch Anne Moll, die außer "Die Wanderhure" auch viele andere Hörbücher von uns gesprochen hat, zu treffen und mit ihr reden zu können.

Die meisten Gäste waren bereits eingetroffen und so mancher Blick galt dem ausgezeichneten Büffet, das im hinteren Teil des Foyers aufgebaut wurde. Doch bevor es an die Teller ging, wurde es erst einmal richtig feierlich.

Während Klaus Kluge in Vertretung des Verlegers Stefan Lübbe das Podium erstieg, tauchte auch Lianne abgehetzt auf und freute sich über das volle Glas, das ihr der aufmerksame Cateringservice in die Hand drückte. Dann begann Klaus Kluge sichtlich zufrieden, den Grund für das kleine Fest zu erläutern.

Es gab drei Preise zu verleihen.

Der Impala Sales Award in Gold ging an Jason Darks "John Sinclair – Der Anfang"!

Die Goldene Schallplatte erhielt das Hörbuch zu "Eisfieber" von Ken Follet!

Und

Eine Goldene Schallplatte ging an das Hörbuch "Die Wanderhure" von Iny Lorentz!

Während bei der Vorstellung von Jason Darks "John Sinclair" die Cover von über 80 Hörspielen dieser Reihe gezeigt und mit gerechtfertigtem Stolz die enormen Auflagenzahlen genannt wurden, spielte man bei Ken Folletts "Eisfieber" eine Szene des nach diesem Roman gedrehten Filmes ein. Bei der "Wanderhure" aber gab es eine Live-Lesung von Anne Moll, die deutlich zeigte, weshalb sie eine so begehrte Hörbuchinterpretin ist.

Durch seine frühere Position als Marketing-Leiter bei Droemer-Knaur konnte Klaus Kluge sich einen großen Anteil an dem Erfolg der "Wanderhure" zumessen, und er zeigte sich sehr zufrieden, dass er nun auch bei Lübbe diesen Riesenerfolg des Hörbuchs verkünden konnte. Wir waren sehr stolz, aber auch gerührt, als wir zusammen mit Anne Moll die 'Goldene Schallplatte' entgegen nahmen. Eine Kopie wurde auch Ulrich Glatz von Weltbild als Anerkennung dafür übergeben, dass ein beträchtlicher Teil der 100.000 'Wanderhuren-Hörbücher' über die Ladentische der Weltbildfilialen gegangen ist.

Es schlossen sich die obligatorischen Fotos an sowie ein kurzes Interview, währenddessen die übrigen Gäste bereits das Büffet belagerten. Es war aber genug für alle da und auch für jeden Geschmack. Während des Essens wurde nur wenig geredet, doch anschließend fand sich Elmar in trauter Runde mit Anne Moll und Kerstin Kaiser, während Iny sich zunächst mit Marc Sieper und Klaus Kluge unterhielt. Die Gesprächspartner wechselten noch mehrmals, bis schließlich ein wunderschöner Event zu Ende ging.

Wir baten unsere Gastgeber noch, uns die aufwändig gestaltete 'Goldene Schallplatte' zuzuschicken, da sie einfach zu groß für unsere Koffer war, verabschiedeten uns anschließend und kehrten mit Lianne zusammen in unser Hotel zurück. Da wir noch viel zu aufgewühlt waren, um ins Bett gehen zu können, setzten wir uns noch eine Stunde zusammen und ließen den Abend Revue passieren.

Am nächsten Tag brachte uns das Flugzeug punktgenau zur geplanten Zeit nach München. Unser Kurzausflug nach Köln war vorbei, nicht aber die Erinnerung an eine schöne Feier in einem sehr angenehmen Kreis.

Unser Dank gilt dem Lübbe-Verlag und hier besonders den Damen und Herren von Lübbe-Audio für die Einladung und vor allem all unseren Lesern und "Hörern", die es erst ermöglicht haben, dass wir diese Trophäe erhalten konnten.


Iny und Elmar Lorentz

internationale Krimitag am 08.12.2011 Schlachthof

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 19-11-2011

Im Schlachthof - Zenettistraße 9 in 89337 München

Syndikat - Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur A.I.E.P. Mordlust in weiß-blau - Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof Mordlust in weiß-blau Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof/Ox Die Lust am literarischen Mord ist ungebremst. Mittlerweile wird zur Freude der Krimileser in jedem Herrgottswinkel und im heruntergekommensten Saustall des Freistaats gemeuchelt, dass das Blut fließt wie das Bier auf der Wiesn. Bei einem Großevent wie dem Krimitag des Syndikats, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, müssen folglich auch die bayerischen Meister der Spannung mitmischen. Das organisierte literarische Verbrechen ruft erstmals zu Ehren seines Hausheiligen, des Schweizer Krimi-Pioniers Friedrich Glauser, einen Krimitag aus, der u.a. auch in Wien und in Köln groß gefeiert wird. Bei  dem Münchner Event gibt es Lesungen von Bestsellerautoren, Lokalgrößen und Newcomern. Martin Arz, Angela Eßer,  Andreas Föhr, Werner Gerl, Inge Löhnig, Sabine Kornbichler, Iny Lorentz, Harry Luck, Marc Ritter, Anna Schneider und Ingeborg Struckmeyer werden aus ihren neuesten Werken etwas vortragen. Ferner sind bunte Aktionen rund ums Buch geplant. Den Erlös spendet das Syndikat an die Münchner Tafel. Für den musikalischen Rahmen sorgen Schorsch & de Bagasch, die bereits ab 19.30 Uhr aufspielen. Die Lesungen beginnen um 20 Uhr. Viele weitere Infos finden Sie auch unter www.krimitag.com und www.das-syndikat.com

Trotz der Ankündigung als Iny Lorentz werden wir aus dem Nicola-Marni-Thriller ‚Todesfahrt‘ lesen!

Bad Aibling: Lesung im Romantic-Hotel Lindner

Lesung
von Iny und Elmar am 19-11-2011

Vor einigen Monaten fragte unsere Kollegin Petra Balzer (Die Hoffnung von Tabarca, Die Reben von Scala Dei) bei uns an, ob wir nicht gemeinsam mit Heidi Rehn eine Lesung im Romantic-Hotel Lindner in Bad Aibling bestreiten könnten. Da wir Petra und Heidi mögen, gab es für uns kein langes Nachdenken und so sagten wir sofort zu. Am 11.11.11 war es dann so weit. Wir brachen gemeinsam mit unserer Freundin und Agentur-Lektorin Ingeborg nach Bad Aibling auf, fanden auf Anhieb das Hotel und nicht ganz so auf Anhieb einen passenden Parkplatz für unseren Dicken.

Wir waren als Erste da und wurden umgehend in den sehr stimmungsvollen Saal geführt, in dem die Lesung stattfinden sollte. Bevor es aber so weit war, wollten wir zu Abend essen. Während andere Autorinnen und Autoren bei Lesungen vor Aufregung nichts über die Lippen bringen, müssen wir es tun, um den Magen zu beruhigen. Während wir es uns noch schmecken ließen, trafen auch Petra und Heidi ein. Beide wollten zunächst nichts essen, wurden aber durch unser Beispiel dann doch dazu animiert, zumindest eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen.

Beim Erscheinen der erwartungsfrohen Zuschauer nahmen wir unsere Plätze ein und signierten die ersten Bücher. Kurz darauf begann die Lesung. Wir waren als Erste an der Reihe und gaben zwei Stücke aus den 'Töchtern der Sünde' zum Besten.

Nach einer kurzen Pause folgte Heidi Rehm mit Texten aus 'Hexengold', dem zweiten Abenteuer ihrer Wundärztin Magdalena. Laut Ingeborg, die es wissen muss, passten Heidi und wir bei der Lesung ausgezeichnet zusammen. Auch das Publikum schien so zu empfinden, denn danach kamen viele interessierte Fragen, die Heidi und wir ausführlich beantworteten. Danach wurde erneut signiert und letzte Fragen im persönlichen Gespräch gestellt.

Anschließend setzten Ingeborg, Heidi, Petra und wir uns noch ein knappes Stündchen zusammen, sprachen über die vergangenen Jahre, aber auch über Zukunftspläne. Es war ein angenehmer Abschluss eines gelungenen Abends, der uns viel Freude gemacht hat. Zu sehr später Stunde verabschiedeten wir uns von Heidi und Petra und fuhren mit unserem Dicken nach Hause. Hinter uns lag eine schöne Lesung in einem wunderbaren Rahmen und mit einem Publikum, wie man es sich nur wünschen kann.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse in Krakau

Bericht
von Iny und Elmar am 09-11-2011

Im Mai 2010 hatte uns Frau Sonia Draga, die Besitzerin das gleichnamigen Verlags, zur Warschauer Buchmesse eingeladen und wir durften dort ein paar wunderschöne Tage verleben. Daher gab es für uns kein Zögern, als Sonia Draga uns dieses Jahr zur Buchmesse nach Krakau einlud. Wir sollten diese Zusage nicht bereuen, auch wenn der Beginn der Reise sich äußerst chaotisch anließ. Unser Flugzeug sollte am Donnerstag, den 03.11.2011 um 06:35 in München starten. Wir waren rechtzeitig vor Ort, doch es tat sich nichts. Auf Elmars Nachfragen an einen Nebenschalter erfuhren wir schließlich, dass der Flug ausgefallen sei. Auf Lautsprecherdurchsagen oder Bildschirmanzeigen zur Information der Passagiere hatten wir vergeblich gewartet.

Unsere polnischen Gastgeber waren vom Ausfall des Fluges frühzeitig informiert worden und versuchten verzweifelt, uns auf die Maschine nach Kattowitz umzubuchen, so dass wenigstens der halbe Tag gerettet worden wäre. Doch hier bewies die Lufthansa erneut ihre bereits bei unserer Irlandreise vor gut einem Jahr gezeigte 'Kundenfreundlichkeit und Flexibilität' und stellte sich stur. Die einzige Alternative, die man anbot, war ein Flug nach Krakau am späten Nachmittag. Notgedrungen gingen wir darauf ein und Urszula Pawlik, die uns bereits in Warschau betreut hatte, musste das gesamte für diesen Tag geplante Programm absagen. Zwei Termine konnten schließlich am Samstag Freitag und Samstag nachgeholt werden, doch die geplante Lesung im ausverkauften Kulturhaus in Gleiwitz war nicht mehr zu retten.

Am späten Nachmittag hob die Maschine wirklich ab. Sicher war es auch diesmal nicht gewesen, da eine der beiden Landebahnen durch eine über die Landebahn hinausgeschossene Maschine blockiert wurde und deswegen fast siebzig Flüge ausfielen. Nach dem Ausfall des Morgenflugs hat man es jedoch nicht gewagt, auch noch den Nachmittagsflug nach Krakau zu annullieren. Eine gehörige Verspätung hatten wir trotzdem.

Daher waren wir froh, als wir endlich in Krakau angekommen waren und Urszula Pawlik und Barbara, die Assistentin von Sonia Draga, uns willkommen hießen. Beide waren von den vergeblichen Mühen um einen Alternativflug und der sinnlosen Warterei nicht weniger genervt als wir. Barbara brachte uns ins Hotel, das sich für uns Hotelhasser als brauchbar erwies. Den einzigen Programmpunkt, der von der Planung noch übrig geblieben war, stellte das Abendessen in der Altstadt von Krakau dar. Ein Spaziergang über den großen Markt gab uns bereits den ersten Eindruck von der ebenso prachtvollen wie lebendigen Metropole Südpolens. Das Essen selbst war ausgezeichnet und das Restaurant mit seiner Gewölbedecke herrlich mittelalterlich.

Nach dem Essen und einer angenehmen Unterhaltung mit Urszula Pawlik war die Zeit gekommen, ins Hotel zurückzufahren, um sich für den beiden kommenden Tage auszuruhen.

Nach dem Frühstück am Freitagmorgen wurde der erste der am Donnerstag ausgefallene Programmpunkt nachgeholt, nämlich ein Interview mit einer Reporterin der zweitgrößten Tageszeitung Polens. Danach ging es hurtig ins Stadtzentrum, wo wir das neue Museum der Geschichte der Stadt Krakau besuchten, das unter dem großen Marktplatz eingerichtet worden war. Früher gab es dort unzählige Keller, die teilweise noch vorhanden und in den Museumskomplex mit einbezogen worden waren. In Jahrelangen Ausgrabungen hatten die Archäologen wahre Schätze ans Tageslicht geholt, darunter sogar die niedergebrannten Fundamente von Holzhäusern, die während des Mongolensturms zerstört worden waren. Urszula Pawlik hatte uns eine sehr kompetente Führerin besorgt, die zudem sehr gut deutsch sprach, und so tauchten wir tief in die Geschichte der einstigen Hauptstadt Polens ein, die auch ein bedeutender Handelsknotenpunkt gewesen war.

Nach dem Mittagessen in einem ausgezeichneten Restaurant wurde es dann ernst. Wir waren ja schließlich nicht zur Sightseeingtour nach Krakau gekommen, sondern zur dortigen Buchmesse. Barbara erwartete uns am Eingang des Messegeländes und führte uns auf kürzestem Weg in die Halle zum Sonia-Draga-Stand. Nachdem wir Frau Draga und ihre Crew begrüßt hatten, ging es mit dem nächsten Interview weiter. Urszula Pawlik übersetzte wie immer auf dieser Reise die Fragen und Antworten und so kamen wir gut voran. Zwischendurch und anschließend galt es, die Signierwünsche unserer polnischen Fans zu erfüllen. Anders als in Warschau vor anderthalb Jahren hatten wir diesmal genug Autogrammkarten mitgenommen.

Zum Signieren wurden uns alle sieben bisher in Polen erschienenen Iny-Lorentz-Romane gereicht. Damit weist Polen die höchste Zahl an Iny-Lorentz-Übersetzungen auf. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn nach 'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die Tochter der Wanderhure', 'Die Feuerbraut', 'Die Tatarin' und 'Die Pilgerin' werden noch weitere unserer Romane bei Sonia-Draga verlegt.

Diesmal wurde die Premiere der 'Pilgerin' gefeiert, was uns natürlich riesig gefreut hat. Immerhin handelt es sich dabei um den zehnten Iny-Lorentz-Roman, der in eine andere Sprache übersetzt worden ist.

Kurz vor Feierabend haben wir uns noch ein wenig in der Halle umgesehen. Auch wenn wir der polnischen Sprache nicht mächtig sind, war es doch eine schöne Sache für uns, die Bücher zu betrachten. Wir haben dabei auch einige Übersetzungen deutscher Kolleginnen und Kollegen entdeckt, so Sabine Ebert (ebenfalls Sonia-Draga, Charlotte Link (Sonia-Draga), Ines Thorn und noch einige mehr.

Nachdem die Buchmesse für diesen Tag geschlossen hatte, verabschiedete Frau Draga sich, um an einer Sitzung des polnischen Verlegerverbandes teilzunehmen, und wir folgten unserer geduldigen Begleiterin Urszula Pawlik in die Krakauer Innenstadt. In der Tuchhalle wurden zwar schon etliche Stände geschlossen, dennoch gelang es uns, noch ein paar Mitbringsel zu erstehen. Das Abendessen war erneut vorzüglich und danach führte Urszula uns durch das nächtliche Krakau zur Wawel-Burg. Es war ein stimmungsvoller Abend, der uns mit vielen neuen Eindrücken ins Hotel zurückkehren ließ.

Der nächste Tag galt bis zur Zeit unseres Rückflugs nach München voll und ganz der Buchmesse. Zunächst wurde ein weiteres, am Donnerstag ausgefallenes Interview nachgeholt, dann kräftig signiert und noch ein weiteres Interview gegeben. Es war irrsinnig viel los und wir steckten mittendrin. Dadurch kamen wir natürlich um einiges später fort als geplant, doch schien uns der Zeitpuffer ausreichend für ein spätes Mittagessen mit Frau Draga, deren Lebensgefährten und Urszula. Urszula hatte dafür ebenfalls eines ihrer Lieblingslokale in Krakau ausgesucht und wir wurden auch hier nicht enttäuscht. Das Essen schmeckte, die Stimmung war ausgezeichnet und es entspann sich eine angeregte Unterhaltung, die zu unser aller Bedauern viel zu bald beendet werden musste, damit wir noch rechtzeitig zum Flughafen kamen. Hier setzte Urszula ihre Ortskenntnisse ein, um den Staus auf den Hauptstraßen zu entgehen und so schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum Einchecken.

Vorher verabschiedeten wir uns von Frau Draga und Urszula und bedauerten, nicht länger in dieser wunderschönen Stadt bleiben zu können. Wir nahmen uns aber fest vor, in absehbarer Zeit nach Krakau zu fahren und uns all das anzusehen, was uns diesmal entgangen ist.

Der Flug begann mit einer kleinen Verspätung, die allerdings bis München wieder aufgeholt war. Dort wartete ein Taxi aus unserem Wohnort auf uns und kurz darauf war die Reise zur Buchmesse nach Krakau für uns vorbei.

Wir bedanken uns bei Frau Draga sehr herzlich für die Einladung und bei Urszula für die liebevolle Betreuung.


Dziekuje und do widzenia!


Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse in Frankfurt

Bericht
von Iny und Elmar am 29-10-2011

Im Herbst 1981 fragte uns ein befreundeter Buchhändler, ob wir nicht Lust hätten, mit ihm zur Buchmesse nach Frankfurt zu fahren. Wir sagten sofort ja, denn es gab einen besonderen Anreiz für uns. Kurz zuvor hatte ein Herausgeber Inys erste Kurzgeschichte für eine Anthologie bei Heyne akzeptiert und wir sahen Frankfurt als Chance an, Kontakte für weitere Veröffentlichungen zu knüpfen. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten gelang uns dies auch. Vor allem aber machte uns die ungeheure Menge an Büchern, die wir in Frankfurt sahen, Mut. Bei einer solchen Masse musste doch auch für uns ein Plätzchen zu finden sein.

Seitdem sind dreißig Jahre vergangen und unsere Romane haben mittlerweile ihre Verlage und Leser gefunden. Obwohl wir inzwischen gut zwei Dutzend Mal auf der Buchmesse waren, hat sie für uns nichts von ihrer Faszination verloren. Anders als 1981 suchen wir heute keine Verlage mehr, in denen wir veröffentlichen können, sondern forschen nach neuen Sachbüchern für die Recherche und freuen uns, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und uns mit diesen auszutauschen.

Auch heuer trafen wir eine ganze Menge Autorinnen und Autoren, angefangen von A wie Rebecca Abe bis Z wie Deana Zinßmeister. Bei einem guten Latte macchiato entspannen sich dabei recht interessante Gespräche. Natürlich gab es für uns auch etliche Termine. Einer davon war das Treffen mit Urszula Pawlik, unserer 'Entdeckerin' in Polen. Wir unterhielten uns über die Pläne des Sonia-Draga-Verlags bezüglich unserer weiteren Übersetzungen. Immerhin steht in wenigen Tagen die Premiere des siebten Iny-Lorentz-Romans in Polen an. Auch sonst war es ein ebenso angenehmes wie informatives Gespräch.

Die Tage in Frankfurt vergingen wahnsinnig schnell. Auf einmal war der Samstag da, der Tag, an dem wir am Droemer-Knaur-Stand für Fans zur Verfügung standen. Prompt stellte sich heraus, dass Elmar die neuen Autogrammkarten im Wohnwagen liegen gelassen hatte. Wir verteilten die paar, die wir so noch dabei hatten, und sammelten von jenen, die keine Karten erhalten hatten, Zettel mit ihren Adressen ein, um ihnen Autogrammkarten zuschicken zu können. Dies ist mittlerweile geschehen und wir hoffen, damit einigen Leserinnen Freude bereitet zu haben.

Am späten Samstagnachmittag trafen wir auf der Fahrt zum Campingplatz Rebecca Gable, die uns fröhlich erklärte, dass für sie die Buchmesse für dieses Jahr zu Ende sei. Anders als sie hatten wir noch einen Termin am Sonntag im Signierzelt. Als dieser hinter uns lag, haben wir uns von den Droemer-Knaur-Leuten verabschiedet uns sind das letzte Mal in diesem Jahr zum Campingplatz zurückgefahren. Der Wohnwagen war bereits gepackt und wir mussten ihn nur noch anhängen. Tief in der Nacht erreichten wir schließlich unsere Heimat, sahen den Berg Post, der auf uns wartete, und die vielen Mails, und begriffen sofort: Der Alltag hat uns wieder!


Iny und Elmar Lorentz

Rache der Wanderhure ist im Kasten

Info
von Iny und Elmar am 17-10-2011

Seit Sonntag, den 16.10.2011 um 01:45 ist DIE RACHE DER WANDERHURE abgedreht! Wir bedanken uns bei Andreas Bareiss und dem ganzen Team für die geleistete Arbeit und freuen uns auf einen hervorragenden Film!


Iny und Elmar Lorentz

Hochheim am Main

Bericht
von Iny und Elmar am 11-10-2011

Am 10.10.2011 führte uns die letzte Lesung vor der Buchmesse nach Hofheim am Main. Idyllisch zwischen dem Fluss und vielen Weinbergen gelegen, übt die Stadt einen besonderen Reiz aus, dem auch wir uns nicht entziehen konnten. Gerne hätten wir mehr gesehen, doch die Zeit reichte nur für einen kurzen Spaziergang. Dann aber wandten wir uns dem Hofheimer Hof zu, einem altehrwürdigem Gebäude, das bereits viele illustre Gäste gesehen hatte. Dort trafen wir unsere Freundin Susanne, die maßgeblich an dem Zustandekommen der Lesung mitgewirkt hatte. Kurz darauf konnten wir auch ihren Ehemann Hendrik begrüßen.

Nach einem ausgezeichnetem Essen und einer angeregten Unterhaltung ging es dann in die Unterwelt. Der Ort für die Lesung war der alte Gewölbekeller, der ein ausgezeichnetes Ambiente für die Lesung bot, zumal er kaum jünger war als die Zeit, in der unser Roman spielt. Wir lasen aus unserem neuesten Roman 'Töchter der Sünde'. Vorher konnten wir noch einen Herrn begrüßen, den wir in Mannheim beim Perry-Rhodan-Welt-Con kennengelernt hatten. Leider lässt uns hier unser Namensgedächtnis im Stich. Wir freuten uns aber sehr, ihn zu sehen, und ebenso sehr über die Fotos aus Mannheim, die er uns mitgebacht hatte. Besten Dank dafür!

Nach den einleitenden Worten von Frau Schneider von der Buchhandlung Eulenspiegel begann die Lesung. Iny kämpfte bei ihrem ersten Part ein wenig mit ihrer Stimme, so dass Elmar für sie übernahm, aber sie konnte ihren zweiten Teil wie gewohnt zum Besten geben.

Nach der Lesung gab es eine Pause, in der die Zuhörer Getränke ordern konnten. Meist war es der gute Wein, der in dieser Gegend gekeltert wurde. Uns aber blieb nur Wasser, denn wir wollten ja noch die Fragen beantworten. Außerdem musste Elmar unseren Dicken ja auch noch zum Campingplatz lenken.

Die Fragestunde war wie immer recht lebhaft. Es machte den Leuten sichtlich Spaß, mehr über uns und unsere Arbeitsweise zu erfahren. Als die Veranstaltung zu später Stunde zu Ende ging, waren alle sichtlich zufrieden. Wir waren es ebenfalls. Nachdem wir uns von Susanne und Hendrik, Frau Schneider von der Buchhandlung Eulenspiegel und unserem Bekannten vom Perry-Rhodan-Con verabschiedet hatten, war unsere kleine Herbstlesereise beendet.


Iny und Elmar Lorentz

Die Rache der Wanderhure - Der erste Trailer

Bericht
von Iny und Elmar am 09-10-2011

Wie bereits bekannt, durften wir die Dreharbeiten zu 'Die Rache der Wanderhure' in Prag besuchen. Es war ein einmaliges Erlebnis, das bei uns allerdings einen kleinen Wehmutstropfen hinterließ. Da wir einige Interviews geben mussten, konnten wir die Dreharbeiten nur gut eine Stunde lang verfolgen. Schon dabei war zu erkennen, dass es ein ganz besonderer Film wird. Zudem hat Andreas Bareiss von TV60 uns mehrere Fotos von den Aufnahmen gezeigt, die unsere Spannung haben wachsen lassen.

Nach Prag fuhren wir mit dem Wunsch nach Hause, wie bei 'Die Wanderhure' den Film vor der Ausstrahlung auf DVD sehen zu können. Dann bekamen wir ein unerwartetes Geschenk, das uns große Freude bereitet hat: Wir erhielten eine E-Mail mit einem neun Minuten langen Trailer der 'Rache', und das mitten in unserer Lesereise, auf der wir große Probleme hatten, überhaupt ins Internet zu kommen, da die Netze abseits der Städte mehr aus Löchern denn aus Sendeleistung zu bestehen scheinen.

Iny gelang es jedoch, den Trailer auf unseren Laptop zu laden und nach wenigen Mouseklicks konnten wir ihn anschauen. Unsere Augen wurden immer größer. Wir sahen Bilder von einer ungeheuren Wucht und so emotional, dass Iny die Tränen kamen und es Elmar kalt den Rücken hinunterlief. Nie hätten wir erwartet, dass die noch unvertonten Sequenzen uns so berühren würden. Hatte uns bereits 'Die Wanderhure' hellauf begeistert, so war es wunderbar, Alexandra Neldel erneut als Marie zu sehen, nun aber als Kastellanin, die nicht an den Tod ihres Mannes glauben mag. Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler waren ausgezeichnet, wie Esther Schweins als Isabelle de Melancourt, Nadja Becker als Hiltrud und Xenia Assenza als Janka. Bert Tischendorf übertraf sich als Michel ein weiteres Mal. Auch kann es für unsere Geschichte keinen besseren König geben als Götz Otto. Auch Daniel Roesner als Michels Freund Thomas bewies in dem Trailer sein Können.

Wir haben auch noch weitere Schauspieler gesehen, darunter mehrere, bei denen wir sehr stolz sind, dass Andreas Bareiss und SAT1 sie für diesen Film gewonnen haben. Was den Drehort angeht, so gibt es für einen solchen Film wohl kein besseres Land als Tschechien.

Allerdings hinterließ der Trailer erneut eine Portion Wehmut bei uns, denn jetzt fällt es uns noch schwerer, auf den ganzen Film zu warten.


Iny und Elmar Lorentz

In Schöneck-Oberdorfelden

Lesung
von Iny und Elmar am 09-10-2011

Unsere kleine Herbstlesereise hatte am 04.10.2011 in Erkelenz begonnen. Am 06.10.2011 führte uns unser Weg nach Schöneck-Oberdorfelden im Südosten Hessens. Der Förderverein der Büchereien in Schöneck Leselust e.V. hatte uns in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, aber bereits im Vorfeld vor zu großen Erwartungen bei den Zuhörerzahlen gewarnt, da die Menschen dort nicht leicht für Lesungen zu motivieren wären.

Wir erwarteten daher eine eher geringe Zahl an Besuchern, doch bewies bereits die Bestuhlung im Dorfgemeinschaftshaus, dass sich mehr Leute angemeldet hatten als gedacht. Schon bald reichten die Sitzplätze nicht mehr aus und es mussten weitere Stühle aufgestellt werden. Als Autor sieht man das natürlich gerne.

Ebenfalls freuten wir uns, dass unsere Freunde Carmen und Andi es sich nicht hatten nehmen lassen, auch bei dieser Lesung dabei zu sein. Sie sind bis jetzt jedesmal gekommen, wenn wir in der Nähe ihres Heimatortes gelesen haben, und wollten diesmal die 'Töchter der Sünde' hören.

Nach den einführenden Worten einer Dame des Fördervereins der Schönecker Bibliotheken begann die Lesung, in der wir den Zuhörerinnen und Zuhörern unsere Helden aus 'Töchter der Sünde' näher brachten. Nach einer Pause, in denen die Anwesenden sich stärken konnten, ging es dann mit dem bei uns üblichen Frage-Antwort-Spiel weiter. Wir berichteten dabei aus unserem Leben als Autoren, gaben ein paar Anekdoten zum Besten und signierten fleißig Bücher.

Es war ein sehr schöner Abend, den wir gerne in Schöneck-Oberdorfelden verbracht haben. Wir bedanken uns bei den Mitgliedern des Fördervereins der Schönecker Bibliotheken und können sagen, dass es ihnen ausgezeichnet gelungen ist, die Leute zum Kommen zu motivieren.


Iny und Elmar Lorentz

Töchter der Sünde

Bericht
von Iny und Elmar am 07-10-2011

... Premierenlesung in Erkelenz


Der 04.10.2011 war der offizielle Erscheinungstermin der 'Töchter der Sünde' und gleichzeitig der Beginn unserer kleinen Herbstlesereise. Unsere erste Station war Erkelenz und wir freuten uns sehr, dort die Premierenlesung aus dem fünften Band der Wanderhuren-Reihe halten zu können.

Der Veranstalter Volker Postupa von VP Trading hatte mit dem Veranstaltungsraum des Gartencenters Müller-Platz einen perfekten Leseort gefunden und mit der Inhaberin zusammen alles ausgezeichnet organisiert.

Wir kamen wie immer früher, um uns anzumelden, und suchten uns dann ein Lokal, in dem wir Abendessen konnten. In den Veranstaltungsraum zurückgekehrt, sahen wir, dass bereits die ersten Zuhörer vor der Tür warteten. Es wurden immer mehr und so füllte sich der Saal zusehends. Auch diesmal haben wir bereits vor der eigentlichen Lesung Bücher signiert. Mehrere Zuhörer entschuldigten sich, weil sie ältere Iny-Lorentz-Bücher von zuhause mitgebracht und nicht die 'Töchter der Sünde' gekauft hatten, und wir erklärten ihnen, dass wir auch diese Romane gerne signieren würden. Im Übrigen wurden sehr viele 'Töchter' gekauft. Aber auch unsere anderen Romane fanden reißenden Absatz, da so manche Leserin und so mancher Leser ihre Sammlung vervollständigen wollten.

Ein weiteres Mal waren auch diesmal mit Großmutter, Mutter und Tochter drei Generationen einer Familie erschienen. Es wurden natürlich Fotos gemacht, und dann begann die Lesung. Eine Dame von VP Trading stellte uns vor, und dann lernten die Zuhörer Falko Adler, seine Freunde Hilbrecht und Giso, die Äbtissin Elisabeth, die temperamentvolle Contessa Francesca und weitere Helden unseres Romans kennen. Wir lasen wie immer um die 55 Minuten und beantworteten nach einer kurzen Pause, in der die Zuhörer sich stärken konnten, die an uns gestellten Fragen. Für uns war es ein sehr gelungener Abend mit einem überraschend zahlreichen Publikum und einer ausgezeichneten Organisation. Es war schön, in Erkelenz zu lesen.


Iny und Elmar Lorentz

50 Jahre Perry Rhodan – Weltcon 2011

Bericht
von Iny und Elmar am 05-10-2011

oder

Besuch bei den Wurzeln

Im Jahre 1962 kaufte eine Kölner Schülerin bei einer Klassenfahrt in Berlin zwei Hefte einer SF-Romanserie, die sie derart in ihren Bann zog, dass sie diese etliche Jahre lang eifrig las. Später trat sie in einen der über 500 Perry-Rhodan-Fanclubs ein, die es damals in Deutschland gab, kam darüber mit dem SFCD e.V. in Kontakt und schloss sich schließlich dem EDFC e.V., dem Ersten Deutschen Fantasy-Club an. Dort kam es kurz darauf zu einer schicksalshaften Begegnung.

Elmar kaufte seinen ersten Perry-Rhodan-Roman mit vierzehn, trat zwei Jahre später ebenfalls in einen Perry-Rhodan-Fanclub ein und wurde im Lauf der Zeit von einem Clubkameraden zum Fantasy-Club gelotst. Dort traf er irgendwann mit Iny zusammen und unsere gemeinsame Geschichte begann.

Ohne die Perry-Rhodan-Serie hätten wir uns vielleicht nie kennen gelernt. Auch die Wurzeln unseres Schreibens fußen dort, denn Elmar hat seine erste Fanstory im Clubmagazin seines Perry-Rhodan-Clubs veröffentlicht.

Auch wenn neue Interessen Perry Rhodan in den Hintergrund treten ließen, so denken wir gerne an jene Zeit zurück. Daher freuten wir uns sehr, als Klaus N. Frick, der Chefredakteur von Perry Rhodan beim Pabel-Verlag uns zur 50-Jahr-Feier der Romanserie nach Mannheim einlud, und sagten spontan zu.

Am Freitag, den 30.09.2011 erreichten wir kurz vor 16:00 Uhr den Rosengarten in Mannheim, in dem der Event stattfinden sollte, und suchten erst einmal ein Parkhaus, das hoch genug war, damit unser Dicker hineinfahren konnte, ohne zum Cabrio zu werden. Im dritten Anlauf gelang es uns schließlich, etwas passendes zu finden. Zum Glück war der Weg zum Rosengarten nicht weit, so dass wir das Veranstaltungszentrum in wenigen Minuten erreichen konnten.

Es war kurz vor der Öffnung der Türen und eine große Anzahl an Fans wartete bereits darauf, eingelassen zu werden. Als dies geschah, bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern, an denen die Teilnehmer registriert wurden und ihre Ausweise für den Weltcon erhielten. Als geladenen Gästen wurde uns das Privileg zuteil, von Hermann Ritter, ebenfalls vom Pabel-Verlag, umgehend in Empfang genommen und mit Ausweis und Contasche versorgt zu werden. Die Contasche erhielt alles mögliche Informationsmaterial, sowie das Conbuch, in dem neben einer kurzen Beschreibung der Gäste, Referenten und natürlich der Perry Rhodan-Autoren auch viel über die Romanserie selbst zu erfahren war.

Das offizielle Programm begann um 18:00 Uhr, allerdings war die Zeit bis dorthin viel zu kurz, um sich die Ausstellung „50 Jahre Perry Rhodan, sowie die Stände der anwesenden Perry Rhodan-Clubs, wie auch der Händler ansehen zu können. Daher verschoben wir die Besichtigung der meisten Stände auf später.

Um 18:00 Uhr erfolgte der offizielle Conauftakt durch Rüdiger Schäfer, Mike Hillenbrand und Klaus N. Frick und um 18:15 ging es in einem von Rüdiger Schäfer moderierten Gespräch mit den Witwen der ersten Autoren und des ersten Titelbildzeichners weit in die Vergangenheit der Romanserie zurück.

Uns blieb nicht die Zeit, alles mit anzuhören, denn um 19:00 Uhr teilte sich das Programm. Während im Hauptsaal Perry-Rhodan-Autoren über ihre Arbeit an der Serie und die Einschränkungen sprachen, die dabei zu berücksichtigt werden mussten und später ein Vortrag Rainer Kreskens von der ESA folgte, führte unser Weg in den Roten Salon. Dort begann die Lesenacht Phantastisches Mannheim und als erste von vielen Autoren waren wir an der Reihe.

Nun sind wir nicht gerade Autoren, für die sich die Leser von SF-Romanen groß interessieren. Trotzdem strömten trotz des erstrangigen Parallelprogramms erstaunlich viele Leute zu uns. Einige waren, wie wir im Gespräch erfuhren, sogar extra wegen uns zu dieser Lesenacht erschienen. Eine davon war Carmen, anlässlich deren Heirat vor anderthalb Jahren wir die Hochzeitslesung in Mannheim abgehalten hatten.

Wir machten beim Lesen Multitasking und brachten kurze Textpassagen als Iny Lorentz, Mara Volkers und Nicola Marni zum besten.

Nach uns lasen mit Kai Meyer, Bernd Prplies, Ju Honisch, Christoph Dittert, Christoph Hardebusch, Christoph Marzi, Hartmut Kasper, Uschi Zietsch, Andreas Eschbach, Oliver Plaschka und Markus Heitz Spitzenautoren des phantastischen Genres.

Das Ende des Abends erlebten wir allerdings nicht mehr, da wir der Anziehungskraft unserer Betten im Wohnwagen irgendwann nicht mehr widerstehen konnten

Der Samstag sah uns zu vormittäglicher Stunde wieder vom Campingplatz in Hemsbach ins nahe Mannheim fahren. Da wir inzwischen wussten, wo wir unseren Dicken abstellen konnten, waren wir schnell im „Raumschiff“ Rosengarten. Dort blätterten Arnd Ellmer, Michael Nagula und Eckhard Schwettmann zuerst in den Perry-Rhodan-Chroniken, bis dann der Countup to 50 begann und der Weltcon 2011 von Klaus N. Frick offiziell eröffnet wurde.

Anschließend gab es ein Riesenprogramm, bei dem wir bedauerten, nicht überall dabei sein zu können. Andreas Eschbach hielt die Eröffnungsrede für den Con, es folgte ein SF-Literarisches Qintett, während sich in anderen Räumen Fototermine mit Perry Rhodan-Autoren und Signierstunden abwechselten und es die sehenswerte Ausstellung 50 Jahre Perry-Rhodan zu besichtigen gab. Wir nahmen jetzt auch die Gelegenheit war, uns die einzelnen Stände genauer anzusehen, unterhielten uns mit etlichen Leuten, und wurden immer wieder aufgefordert, zu signieren. Bei WerkZeugs gab es sogar Iny-Lorentz-Romane zu kaufen! Ein Conteilnehmer war darüber sehr glücklich, denn seine Tante hatte an dem Tag Geburtstag. Als einer eifrigen Iny-Lorentz-Leserin konnte er ihr unseren neuesten Roman mit Signatur als Geschenk mitbringen.

Um 13:20 Uhr waren wir bei einem weiteren Programmpunkt beteiligt. Rüdiger Schäfer stellte Hans Kneifel, einen der bekanntesten Perry-Rhodan-Autoren und Autor historischer Romane und uns die Frage, welchen Unterschied und welche Gemeinsamkeiten es zwischen Perry Rhodan und Historischen Romanen gäbe. Für den Autor überwiegen die Gemeinsamkeiten, nämlich gründliche Recherche und disziplinierte Arbeit am Roman. Auch für die Roman-Serie selbst sind die irdische Historie und die verschiedenen Kulturen als Grundstock für einen stimmigen Hintergrund unabdingbar. Hans Kneifel wies dabei auf die von ihm geschriebenen Atlan-Zeitabenteuer hin, für die er nicht weniger Recherchen betreiben musste als für seine eigenen historischen Romane.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Teilweise gab es in vier Sälen gleichzeitig Programm. Das meiste drehte sich natürlich um die Perry-Rhodan-Serie und deren Ableitungen. Daneben gab es wissenschaftliche Vorträge von Repräsentanten der ESA, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Arbeit einem so großen und interessierten Publikum vorzustellen. Die ESA hatte sogar eine kleine Ausstellung auf dem Con aufgebaut.

Die Programmdichte war teilweise so groß, dass wir uns ausklinken mussten und uns bei Kaffee oder Tee mit Autorenkollegen und Freunden aus alter Zeit unterhielten. Als der Abend fortschritt, tauchten auch immer mehr Fans in Kostümen aus der Perry-Rhodan-Serie auf. Plötzlich mischte sich eine Vulkanierin der Sternenflotte unter die Kostümierten und wurde zum Anlass etlicher erstaunter Kommentare.

Abschluss des Programms an diesem Tag war die Prämierung der besten Kostüme mit entsprechender Preisverleihung. Während dies geschah, entfleuchten wir in Richtung Campingplatz, um wenigstens eine Mütze Schlaf zu finden. Schließlich gab es auch noch den Sonntag zu überstehen.

Dieser begann um 09:00 Uhr mit Programm in drei Sälen. Wir schwänzten allerdings einige Punkte und besichtigten die phantasievoll aufgemachten Club-Stände, unterhielten uns mit Dieter Wengenmayer vom Perry-Rhodan-Stammtisch München, den wir gelegentlich besuchen, trafen weitere alte Freunde und zu guter letzt Hermann Urbanek, den Herausgeber der ersten Anthologie, in der je eine Kurzgeschichte von uns, und zwar von Iny, erschienen ist. Die Kurzgeschichtensammlung trägt den Namen ‚Ashtaru der Schreckliche‘ und wurde damals vom Heyne-Verlag herausgegeben. Wir hatten Hermann einige Jahre nicht mehr gesehen und so gab es einiges zu erzählen. Außerdem verabredeten wir uns mit Hermann, ihn in Wien zu besuchen, da wir bald eine Recherchereise dorthin machen werden.

Langsam neigte sich der Con dem Ende zu. Es gab noch eine Signierstunde der Perry-Rhodan-Autoren, die durch den großen Andrang der Fans dreimal so lange dauerte wie ursprünglich geplant. Dadurch verschob sich das restliche Programm immer mehr nach hinten. Auch die Versteigerung von Gegenständen, die mit der Perry-Rhodan-Serie zu tun haben, wurde wegen der Begeisterung der Fans um einiges länger als erwartet.

Vor dem Rosengarten fuhren bereits die ersten LKW vor, um die Con-Requisiten abzuholen, doch mussten die guten Leute warten, bis zu später Nachmittagsstunde Klaus N. Frick mit seiner letzten Amtshandlung den Con für beendet erklären konnte.

Bevor auch wir den Rosengarten in Richtung Campingplatz verlassen konnten, signierten wir noch einige Bücher und verabschiedeten uns von den Freunden und Kollegen, die ebenfalls bis zum Schluss geblieben waren.

Als wir schließlich im Dicken saßen und Mannheim hinter uns zurückblieb, dachten wir sehr zufrieden, aber auch ein wenig wehmütig an den Perry-Rhodan-Weltcon 2011 zurück. Klaus N. Frick und alle, die an der Vorbereitung beteiligt waren, haben ausgezeichnete Arbeit geleistet! Wir haben viele alte Freunde wiedergetroffen, ebenso etliche von uns geschätzte Kollegen wie Christoph Hardebusch, Christoph Lode, Markus Heitz, Uschi Zietsch, Uwe Anton, Arnd Ellmer, Michael Nagula und Michael Wittmann. Auch konnten wir neue Kollegen kennenlernen wie Frank Borsch, Hubert Haensel, Christian Montillon, Hans Kneifel, Verena Themsen, sowie Andreas Eschbach, Frank Schätzing und Kai Meyer.

Unser Dank gilt Klaus N. Frick für die Einladung zum Weltcon, Hermann Ritter für die Betreuung, sowie den vielen Con-Helfern, ohne die diese Veranstaltung niemals stattfinden hätte können. Sie kamen von vielen Perry-Rhodan-Clubs und –Stammtischen und haben das ihre getan, damit alle Teilnehmer und damit auch wir ein so tolles SF-Fest erleben konnten.


Iny und Elmar Lorentz

Fazit August 2011

Info
von Iny und Elmar am 11-08-2011

Neuigkeiten:

Mittlerweile sind die ersten sieben Monate des Jahres 2011 vergangen. Für uns ist dies eine gute Gelegenheit, ein kurzes Fazit zu ziehen und einen gewissen Ausblick auf die kommenden Monate zu geben.

2011 sind bisher die Taschenbuchausgabe von "Die Rose von Asturien" und mit "Juliregen" der Abschlussband der Trettin-Trilogie erschienen. Während "Die Rose von Asturien" in der Taschenbuchbestsellerliste einen ausgezeichneten 9. Platz erreichte, war "Juliregen" noch um einen Hauch besser und stand auf Platz 8.

Ohne das Vertrauen unserer Leser wäre dies nicht möglich gewesen. Unseren besten Dank dafür! Wir werden alles tun, um auch weiterhin gute Romane für Euch schreiben zu können.

Zusätzlich gab es ein paar Lizenzausgaben bei Weltbild und dem Club, über die wir uns auch sehr gefreut haben, sowie weitere Übersetzungen.

In Tschechien sind bislang "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Kastratin", und "Die Goldhändlerin" von Iny Lorentz erschienen, dazu "Die Reliquie" von Mara Volkers und "Die Tallinn-Verschwörung" von Nicola Marni.

Auch in Polen sind Iny-Lorentz-Romane sehr beliebt. Bis jetzt wurden "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Feuerbraut" und "Die Tatarin" übersetzt.


Weitere Buchaussichten:

In wenigen Tagen wird mit "Todesfahrt" der dritte Thriller mit dem Helden Torsten Renk bei Page & Turner erscheinen. Selbstverständlich sind Henriette von Tarow und Petra Waitl wieder mit von der Partie.

Im Oktober gibt es gleich zwei neue Bücher von uns, zum einen mit "Töchter der Sünde" von Knaur den fünften Band der Wanderhuren-Reihe und mit "Die Tore der Geister" den zweiten Urban-Fantasy-Roman bei Piper.

Im September 2011 erscheint bei Knaur eine Sonderausgabe der "Feuerbraut" und im Dezember 2011 die Taschenbuchausgabe der "Ketzerbraut".

Im Dezember wird auch einer unserer großen Träume war. Unsere Heldin Laisa erlebt bei Knaur in dem Fantasy-Roman "Stern der Göttin" ihre ersten Abenteuer in den Dämmerlanden. Laisa und ihre Freunde begleiten uns persönlich seit über zwanzig Jahren und es war stets unser Wunsch, über sie zu schreiben.


Filmaussichten:

"Die Wanderhure" hat den Filmpreis DIVA für den erfolgreichsten Fernsehfilm des Jahres 2010 gewonnen.

Am 02.08.2011 gewann "Die Wanderhure" auch den 8. Quotenmeter-Fernsehpreis als bester Fernsehfilm.

Beides macht uns natürlich sehr stolz, auch wenn es weniger unser Verdienst ist als der der Macher des Films.

Erwähnen wollen wir selbstverständlich auch, dass Alexandra Neldel, die in "Die Wanderhure" unsere Marie spielt, für ihre Rolle in "Bollywood lässt Alpen glühen" den 8. Quotenmeter-Fernsehpreis als beste Schauspielerin in der Kategorie Miniserie/Film/Special erhalten hat! Wir gratulieren Alexandra Neldel herzlich zu diesem Erfolg.

Die weiteren Filmaussichten sind günstig. Bereits Anfang des Jahres ist bekannt geworden, dass der Bayerische Filmförderungsfond und die Filmförderung Berlin-Brandenburg die Fortsetzung der "Wanderhure" mit durchaus achtbaren Summen bezuschussen werden. Der zweite Film der "Wanderhuren-Reihe" ist an unseren Roman "Die Kastellanin" angelehnt und wird den Titel "Die Rache der Wanderhure" tragen. Laut Facebook-Eintragungen einiger Schauspieler werden die Dreharbeiten Ende August 2011 beginnen. Ob wir zu einem Setbesuch wie bei der "Wanderhure" eingeladen werden, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Wir würden uns natürlich riesig darüber freuen.


Aussichten auf Events und Lesungen:

Noch ist unser Programm für den Herbst nicht vollständig, doch kristallisieren sich bereits einige Termine heraus. Ein Höhepunkt wirkt sicher der Perry-Rhodan-Weltcon zur 50-Jahrfeier der Romanserie sein, der vom 30.09.2011 – 02.10.2011 in Mannheim stattfindet. Da unsere Wurzeln auch im Perry-Rhodan-Fandom liegen, freuen wir uns sehr, zu dieser Convention eingeladen worden zu sein.

Link auf PR-Con


Am 06.10.2011 werden wir in Schöneck und am 10.10.2011 in Hochheim lesen.

Selbstverständlich sind wir auch wieder bei der Frankfurter Buchmesse und werden dort am Samstag, 15.10.2011 um 15:00 Uhr am Stand von Droemer-Knaur sein.


Romanvorschläge:

Immer wieder erhalten wir Briefe mit Vorschlägen zu Themen oder Personen, über die wir Romane schreiben sollen. Zu Beginn haben solche Briefe und E-Mails immer beantwortet und uns für das Interesse bedankt, aber auch stets erklärt, dass es für uns nicht möglich ist, diese Vorschläge aufzugreifen. Wir schreiben weder biographische Romane noch über Themen, die nicht in unsere Arbeitsweise passen. Zudem stehen wegen der notwendigen Recherche unsere Planungen für historische Romane bis zum Jahr 2016 fest.

Wir bitten um Verständnis, dass wir auf solche Vorschläge nicht mehr antworten können.

Anfragen um Autogrammkarten und Signaturen werden wir natürlich weiterhin gerne beantworten.


Herzliche Grüße

Iny und Elmar Lorentz

Mörderischer Attersee

Bericht
von Iny und Elmar am 10-07-2011

Literaturfestivals haben einen ganz besonderen Reiz. Man kann lieb gewordene Kolleginnen und Kollegen wiedertreffen und Neue kennenlernen – und findet fast immer ein ebenso sachkundiges wie begeisterungsfähiges Publikum. Als uns Beate Maxian zum Krimifestival 'Mörderischer Attersee' einlud, war es daher keine Frage, ob wir zusagen sollten.

Donnerstag, den 30.06. morgens hingen wir also den Wohnwagen an unseren Dicken und brachen frohgemut auf. Das gute Gefühl hielt jedoch wenige Minuten an, dann wurde unser Vorwärtsdrang durch einen großen, in unserem Wohnort ungewohnten Stau gehemmt. In der Nacht waren schwere Wolkenbrüche niedergegangen und die Eisenbahnunterführung, bei der der Weg zur Autobahn beginnt, war überschwemmt und gesperrt. Den Autofahrern blieb nur eine einzige Ausfallstraße aus unserem Ort und auf der gab es stockenden Verkehr. Daher haben wir trotz des Wohnwagens Schleichwege benutzt und gelangten auf uns teilweise unbekannten Landstraßen zur übernächsten Autobahnauffahrt.

Auch unterwegs regnete es immer wieder heftig und so waren wir schließlich froh, als wir nach gut zweihundert Kilometer Fahrt unser Ziel erreichten und unseren Wohnwagen auf dem Campingplatz aufstellen konnten. Hier zeigte es sich, dass die Anschaffung von regendichten Hosen keine überflüssige Ausgabe gewesen war. Kurz darauf saßen wir im Wohnwagen, schauten auf das grün bis grau schimmernde Wasser des Attersees hinaus und genossen einen entspannten Nachmittag mit einigen mitgenommenen Büchern.

Am nächsten Morgen packten wir erst einmal unsere Laptops aus, um ein wenig zu arbeiten. Anschließend fuhren wir nach Attersee am Attersee, um uns dort mit Beate Maxian, der Veranstalterin des Krimifestivals zu treffen. Das Rendezvous klappte auf Anhieb und da es nun doch zu regnen aufhörte, gelangten wir trockenen Fußes auf die MS 'Vöcklabruck', die zu einer Dreifachlesung auf dem Attersee auslaufen sollte.

Hier lernten wir auch gleich die beiden Kolleginnen kennen, die gemeinsam mit Beate Maxian lesen sollten, nämlich Gabriele Dichler und Claudia Rossbacher, sowie die Literaturwissenschaftlerin Dr. Leonore Biber und die Ehemänner aller drei lesenden Damen, von denen uns aber nur Jeff Maxian und Hannes Rossbacher namentlich im Gedächtnis geblieben sind.

Attersee war der Heimathafen der 'Vöcklabruck'. Daher musste sie erst über den See nach Schörfling fahren, von wo aus die Lesefahrt starten sollte. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, mit Frau Dr. Biber, den drei Autorinnen und deren Begleiterin zu reden. Nachdem die 'Vöcklabruck' in Schörfling ihre Passagiere aufgenommen hatte, begrüßte Beate Maxian die Zuhörer und übergab an Gabriele Dichler, die den literarischen Abend mit einer Lesung aus ihrem Roman 'Glutnester' begann. Anschließend las Claudia Rossbacher aus 'Steirerblut' und den Abschluss machte Beate Maxian mit 'Tödliches Rendezvous'. Alle drei Romane hörten sich äußerst spannend an und wurden exzellent vorgetragen.

Nachdem die 'Vöcklabruck' ihre Passagiere wieder in Schörfling abgeladen hatte, kehrte sie mit dem Kernteam um Beate Maxian und uns nach Attersee zurück und wir ließen den Tag gemeinsam im stilvollen Litzlberger Keller ausklingen.

Der Parkplatz des Litzlberger Kellers war auch der Treffpunkt für den nächsten Tag, an dem wir mit unserer Lesung an der Reihe waren. Obwohl wir etwas später als sonst aus den Betten kamen, arbeiteten wir ein wenig an unseren aktuellen Manuskripten und machten uns am Nachmittag bei wolkenbruchartigen Regenfällen auf den Weg. Der nasse Segen von oben wurde immer schlimmer und so bogen wir schließlich in einem kräftigen Graupelschauer in den Parkplatz des Litzlberger Kellers ein.

Beate Maxian erschien kurz darauf und lotste uns nach Schörfling, wo wir zuerst zu Abend aßen und dann zur Galerie Zwach wanderten, in der schon etliche der größten Geister Österreichs aus ihren Werken gelesen haben. Während alles für unsere Lesung vorbereitet wurde, trafen bereits die ersten Zuhörer ein. Darunter war auch ein Ehepaar aus Mecklenburg-Vorpommern, das am Attersee Urlaub machte und die Gelegenheit wahrnahm, uns zuhören zu können.

Der Raum füllte sich zusehends und schließlich war es an uns, unsere Zuhörer zu unterhalten. Da es sich um ein Krimifestival handelte, teilten wir die Lesung auf und lasen zuerst zwei Stellen aus 'Die geheime Waffe', die wir unter dem Pseudonym Nicola Marni geschrieben haben, und gingen anschließend zu 'Juliregen' von Iny Lorentz über, nahmen aber Szenen, in denen eine Nebenfigur – der Detektiv Dirk Maruhn – der Handlungsträger war.

Bei dieser Lesung lernten wir auch eine Besonderheit der von Beate Maxian organisierten Festivals kennen, nämlich das Catering für die Gäste. Es gab Bier, Wein und Leberkäse für die Zuhörer und stilles Wasser für uns. Erst als der Leseteil zu Ende war und das beliebte Frage- und Antwortspiel begann, konnten wir uns einen gespritzten Roten leisten (für Nichtösterreicher Rotwein mit Wasser vermischt).

Wie schon auf der 'Vöcklabruck' wurden im Anschluss mehrere Bücher unter den Zuhörern verlost und da diesmal niemand aussteigen musste, umlagerten die Gäste den Cateringstand. Bei Getränken und Leberkäsesemmeln wurde geredet und gelacht. Dies dauerte seine Zeit, so dass wir auch an diesem Tag nicht gerade früh ins Bett kamen.

Am nächsten Morgen blieb keine Zeit, die Laptops auszupacken. Es war eine Matinee-Lesung in der Gärtnerei Irran in Schörfling angesagt. Beate Maxian holte uns wieder an dem Parkplatz des 'Litzlberger Kellers' ab und lenkte Nicola Förg und uns auf verschlungenen Pfaden um Schörfling herum zur Gärtnerei. Im Ortszentrum fand nämlich ein Trachtenfest statt und die Straßen waren gesperrt.

Das Erste, was wir dort sahen, war der Cateringstand. Auch diesmal wurde wieder Bier, Wein und Wasser ausgeschenkt. Glühwein wäre angebrachter gewesen, denn das Thermometer zeigte alles andere als sommerliche Temperaturen. Die Weißwürste und Brezen waren daher als Brennstoff mehr als willkommen.

Aus Witterungsgründen fand die Lesung nicht wie geplant im Freien, sondern in einem Treibhaus statt. Es begann Erich Weidinger mit einer Kurzgeschichte und einem Kapitel des Romans, an dem er gerade arbeitet, danach führte Nicola Förg uns in das Geheimnis Allgäuer Schrotkuren und Pflanzenkunde ein. Beide Lesungen waren spannend, aber auch amüsant und gefielen uns sehr.

Die Temperaturen taten dies nicht und so löste sich die Gesellschaft nach einem letzten Ansturm auf den Cateringstand allmählich auf. Wir verabschiedeten uns von Beate Maxian, ihrem Mann, sowie dem Ehepaar Rossbacher. Da wir denselben Weg hatten, nahmen wir Frau Dr. Leonore Biber mit zum 'Litzlberger Keller', in dessen Gästehaus sie wohnte. Dort nahmen wir ein spätes Mittagessen ein und unterhielten uns noch eine Weile mit Frau Dr. Biber, einer ebenso interessanten wie faszinierenden Persönlichkeit.

Am späten Nachmittag war dann für uns das Krimifestival am Attersee zu Ende. Wir kehrten zum Campingplatz zurück, ließen den Tag ausklingen und fuhren am nächsten Tag nach Hause. Hinter uns lag ein schönes und angenehmes Festival, für uns zu den Highlights dieses Jahres zählt.


Iny und Elmar Lorentz

Beim Lit-Night-Dinner Club

Info
von Iny und Elmar am 22-06-2011

Kaum waren wir aus Meißen zurück, stand bereits der nächste Termin an. YOTTA-TV hatte uns am 14.06.2011 abends zur Lit-Night-Dinner Club in Strombergs*KUTCHiiN eingeladen. Gespannt, was uns dort erwarten würde, machten wir uns auf dem Weg nach München. Dort trafen wir uns aber zunächst mit Patricia und Ira von der Pressestelle des Knaur-Verlags, die uns ins KUTCHiiN begleiten wollten. Es blieb noch Zeit für einen Latte macchiato und ein Stück Kuchen, sowie ein angenehmes Gespräch, bevor es ernst wurde.

Als wir im KUTCHiiN ankamen, trafen gleichzeitig mit uns auch Volker Klüpfel und Michael Kobr ein, die berühmten Väter des nicht weniger berühmten Allgäuer Ermittlers Kluftinger. Florian Wagner, der Moderator der Sendung, empfing uns gleich an der Tür und führte uns alle an unseren Tisch. Um uns herum wurden die Vorbereitungen für die Sendung getroffen, doch wir stärkten uns erst einmal mit einem kühlen Getränk. Mittlerweile stieß auch der Dritte (oder eigentlich fünfte) im Bunde zu uns, nämlich der Tatortkommissar Stefan Deininger in seiner Zweitgestalt als Autor und Schauspieler Gregor Weber.

Die nächste Zeit verbrachten wir entweder in der Maske oder beim Anlegen der Head Sets. Bei Ersterem fiel mir ein Spruch meines ehemaligen Kollegen Peter ein, der spaßeshalber gemeint hatte, es gäbe keinen schöneren als ihn, es sei denn, dieser wäre geschminkt.

Mittlerweile füllte sich Strombergs*KUTCHiiN zusehends und wir blickten in viele erwartungsfrohe Gesichter. Dies mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass auf allen Tischen je eine Ausgabe von Michael Kobrs und Volker Klüpfels neuesten Roman 'Schutzpatron', Gregor Webers 'Feindberührung' und unser 'Juliregen' auslag. Die Bücher fanden sehr rasch neue Freunde.

Nach der Suppe ging es dann los. Florian Wagner erklomm das Podium und moderierte die Sendung an. Als Erstes konnte er gleich verkünden, dass die Sendung ausverkauft war. Danach waren wir an der Reihe, ihm Rede und Antwort zu stehen. Es wurde ein sehr interessantes, aber auch amüsantes Interview über unsere Arbeit und unseren neuen Roman 'Juliregen', der hier der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Michael Kobr und Volker Klüpfel kamen nach dem Hauptgang dran und erwiesen sich erneut als ein perfekt aufeinander eingespieltes Team, das sich die Bälle wunderbar zuspielte. Dabei ließen sie ihren berühmten Allgäuer Charme aufblitzen, der auch Kluftiger zu eigen ist.

Die Nachspeise folgte, und dann wurde Gregor Weber auf das Podium gerufen. Nach einigen interessanten Sätzen zu seinem Roman 'Feindberührung' gab es einen Anschlag auf ihn. Da er bereits ein Buch über das Kochen geschrieben hatte, ernannte Holger Stromberg ihn kurzerhand zu seinem Assistenten bei der Kreierung einer besonderen Spezialität. Während die beiden fachsimpelten, durfte Florian Wagner die meiste Arbeit machen. In nur sieben Minuten entstand hier eine Leckerei, die manche für etwas gewöhnungsbedürftig halten dürften, nämlich Salamistücke im Zuckermantel, der, bevor er erstarrte, in scharfen Pfeffer gewälzt wurde. Es war auf alle Fälle eine heiße Sache.

Nach dem offiziellen Ende der Sendung begann die eigentliche Arbeit für die beteiligten Autoren. Die anwesenden Gäste nutzen nämlich die Gelegenheit, um die Bücher signieren zu lassen. Es waren sehr viele Leute und sehr viele Bücher. Selbst Michael Kobr und Volker Klüpfel und wir kamen dabei ins Schwitzen. Aber trotzdem fanden wir dabei auch die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen mit unseren anwesenden Kollegen, sowie anderen Gästen, bis irgendwann ein Blick auf die Zeiger der Uhr uns mahnte, dass es Zeit wäre, aufzubrechen. Wir verabschiedeten uns von den anderen, sowie wie von Florian Wagner und dem YOTTA-Team und machten uns auf den Heimweg.

Ein ebenso interessanter wie spannender Abend ging damit zu Ende.


Iny und Elmar Lorentz


Die Sendung kann man im Internet noch einen guten Monat über einen der beiden Links aufrufen:

Lit-Night-Dinner Club
Lit-Night-Dinner Club

Das Literaturfest in Meißen

Info
von Iny und Elmar am 22-06-2011

Im letzten Jahr hatte uns das Literaturfest in Meißen so gut gefallen, dass wir diesmal die Einladung für das Literaturfest 2011 ohne großes Überlegen annahmen. Schon im Vorfeld hatten wir uns einige Lesungen ausgesucht, denen wir zuhören wollten, und machten uns daher am Donnerstag, den 09.06.2011 erwartungsfroh auf den Weg. 470 km mit dem angehängten Wohnwagen zurückzulegen dauert seine Zeit. Als wir am späten Nachmittag auf dem Campingplatz ankamen, hatten sich dort schon etliche Camper eingefunden. Pfingsten stand bevor und die Leute wollten hier feiern. Wir fanden trotzdem noch ein schönes Plätzchen. Freitag und Samstag füllte sich der Campingplatz dann zusehends. Überraschend, aber auch angenehm war jedoch die Tatsache, dass weder gelärmt noch scharf gezecht wurde.

Freitag war für uns der erste Tag auf dem Literaturfest. Doch bevor wir nach Meißen aufbrechen konnten, galt es erst einmal, Fleißarbeit zu leisten. Kurz vor unserer Abfahrt waren uns nämlich die Druckfahnen für 'Töchter der Sünde' ins Haus geschneit. Da man in Verlagskreisen zu denken scheint, ein Autor würde weder Sonn- noch Feiertage kennen, war der Ablieferungstermin so kurz gehalten, dass wir unser geplantes Pfingstprogramm über Bord werfen und uns bis zum frühen Nachmittag mit den Druckfahnen beschäftigen mussten. Erst danach konnten wir mit unserem Dicken die paar Kilometer nach Meißen zurücklegen und uns dort auf einer der Restaurantterrassen auf dem Marktplatz etwas zu Essen bestellen. Einen Vorteil hatte unser Sitzplatz, denn so konnten wir die Lesungen auf der dortigen Lesebühne verfolgen.

Noch während wir uns im Herz von Meißen umsahen, trafen wir auch schon unseren ersten Kollegen, nämlich Peter Hoeft, den männlichen Teil des Autorenduos Gerit Bertram. Dessen Partnerin Iris Klockmann traf kurz danach ein, und als dann auch noch die Fantasy-Autorin Renate Doms und Steffen Knabe, der Inhaber des Knabe-Verlags, zu uns stießen, stand einer angenehmen Gesprächsrunde nichts mehr im Weg. Für Iris und Peter galt es aber bald, ihre geplante Lesung der 'Goldspinnerin' zu halten. Sie machten ihre Sache ausgezeichnet und so konnten wir gemütlich mit einem Glas Bier auf ihren Erfolg anstoßen. Zu später Stunde trennten wir uns von unseren Gesprächspartnern und kehrten zum Campingplatz zurück.

Der nächste Tag sah uns wieder über Druckfahnen gebeugt, bevor wir uns wieder auf den Weg machen konnten. Unser erstes Anlaufziel war die Lesebühne am Tuchmachertor, wo Corinna Bomann aus ihrem Kinderfantasyroman 'Lilienpakt' las. Danach galt es sich für die eigene Lesung zu stärken. Um 18:00 war es dann auf der Lesebühne am Marktplatz so weit. Von dröhnendem Schlag der Glocken von St. Afra angekündigt warteten wir erst einmal, bis diese wieder verstummten. Dann aber gab es für 'Die Ketzerbraut' kein Halten mehr. Wir hatten anderthalb Stunden für uns, abzüglich der zwölf Minuten Glockengeläut, und nützten dies aus, um unseren Zuhörern auch eine kleine Kostprobe aus unserem Nicola-Marni-Thriller 'Die geheime Waffe' zu geben. Sehr positiv fanden wir, dass die angekündigten Regenschauer ausblieben und daher sowohl unser Publikum, wie auch wir selbst trocken blieben.

Wir hatten schon vorher ein wenig signiert und signierten hinterher auch noch etliche Bücher, bis wir uns dann mit Renate Doms und Steffen Knabe in eine Gastwirtschaft zurückzogen und den Tag ausklingen ließen.

Am nächsten Tag gab es erneut Druckfahnen zum Frühstück und Mittagessen. Da wir einen gewissen Stand erreichen wollten, konnten wir diesmal erst später nach Meißen fahren. Wir kamen aber noch rechtzeitig, um Ulf Schiewe zu erleben, der auf der Lesebühne Marktplatz aus seinem neuesten Roman 'Die Contessa' las. Anschließend ging es gleich weiter zum Tuchmachertor, um Renate Doms zuzuhören. Diese las in Meißen nicht nur aus ihren eigenen Romanen, sondern trug dem Publikum auch bekannte Romane nicht anwesender Autoren vor. Wie alle anderen, die wir gehört haben, machte auch sie ihre Sache sehr gut und uns Appetit auf das von ihr vorgestellte Buch.

Da wir nur eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen hatten, galt es dann, für das leibliche Wohl zu sorgen. Sehr schön war, dass wir auf dem Weg zum Lokal auf Iris Kammerer trafen und diese gleich mit uns mitkam. Immerhin sollte sie in der Gaststätte, die wir uns ausgesucht hatten, aus ihrem Roman 'Die Blutsäule' lesen. In weiser Voraussicht hatten Renate Doms, Ulf Schiewe, dessen Ehefrau, sowie wir beide uns fünf Plätze für die Lesung reservieren lassen. Der Raum war nämlich proppenvoll, so dass zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten.

Anschließend gab es noch ein Glas Wein auf dem sommerlichen Marktplatz, das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen, und ein wenig Wehmut, dass Meißen 2011 für uns nun zu Ende ging. Es war wie bereits im letzten Jahr eine wundervolle Atmosphäre, dazu gab es sehr schöne Lesungen und die Gelegenheit, einige Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen und neue kennenzulernen.

Wir freuen uns auf das Lesefest Meißen 2012!


Iny und Elmar Lorentz

Besuch bei Sabine Ebert

Bericht
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Da wir die beiden letzten Lesungen dieser Reise von einem Campingplatz aus machen konnten, blieb uns ein Fahrtag erspart. Dies bot uns die Gelegenheit für einen Besuch bei Sabine Ebert in der traditionsreichen Silberstadt Freiberg. Wir hatten mit Sabine im Vorfeld einen Treffpunkt ausgemacht, an dem wir unseren Dicken parken konnten. Dies gelang auch und so konnten wir sie kurz darauf in unsere Arme schließen.

Das Wetter hatte sowohl ihr wie auch uns gewisse Sorgen bereitet, denn es hatte während der Anfahrt mehrmals leicht geregnet und die Wolkenformationen ließen nichts Gutes erwarten. Doch als wir in Freiberg ankamen, schien die Sonne und versprach einen angenehmen Nachmittag. Dies nützten wir gleich zu einem kleinen Rundgang durch Freiberg aus. Unterwegs konnten wir mehrmals sehen, dass sich die Wünsche von Investoren nicht immer mit den Anforderungen eines sinnvollen Denkmalsschutzes vereinbaren lassen und Letzterer dabei meistens verliert.

Wir unterbrachen den Rundgang, um in einem Café einen Latte macchiato zu trinken und einen Freiberger Bauernhasen zu essen. Hatte Sabine sich bis dahin als Fremdenführerin betätigt und uns die schönen Seiten ihrer Heimatstadt gezeigt, wandte sich das Gespräch jetzt mehr beruflichen Dingen zu. Wir klopften gemeinsam die neuesten Trends bei historischen Romanen ab, hechelten ein wenig den Verlag durch, mit dem wir alle derzeit mehr als zufrieden sind, und erkannten zuletzt, dass wir bei zwei unserer für das Jahr 2013 geplanten Projekte zeitmäßig gar nicht so weit auseinanderliegen.

Nach dem Latte macchiato ging es in Sabines Domizil, in dem wir unseren Erfahrungsaustausch bei ein paar Tassen Tee und Othello-Kekse fortsetzten. Sabine zeigte uns dabei auch mehrere Gewänder aus verschiedenen Zeiten, die sie bei Lesungen trägt. Sie besitzt eine hübsche Sammlung und jedes Einzelne steht ihr gut. Wir selbst bleiben ja bei Lesungen unseren seit vielen Jahren gepflegten Stil treu, der bereits zu unserem Markenzeichen geworden ist.

Als wir schließlich zum Abendessen aufbrachen, hatte sich der Himmel wieder verdüstert und die ersten Tropfen fielen herab. Während Iny im Restaurant einen Tisch belegte, suchten Sabine und Elmar eiligen Schrittes einen Souvenirladen auf, um Ansichtskarten zu besorgen. Anschließend durfte Elmar diese mit flinken Fingern ausfüllen, bevor die böhmische Ente die Arbeit unterbrach. Nach dem Abendessen wurden die Karten fertiggeschrieben und auf dem Weg zum Parkplatz in den Briefkasten geworfen.

Als wir das Lokal verließen, brachte Elmars Bemerkung, es würde nicht mehr regnen, Sabine darauf, dass sie ja ihren Schirm vergessen hatte. Nachdem sie ihn rasch geholt hatte, konnten wir unseren Rundgang durch Freiberg abschließen. Bei unserem Dicken angekommen, schieden wir mit einer gewissen Wehmut von unserer liebenswerten Freundin und Kollegin und hoffen, sie bald wiederzusehen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Lichtenstein

Lesung
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Unsere Frühjahrslesereise neigte sich dem Ende zu. Es lag nur noch die Lesung in Lichtenstein lag vor uns und so machten wir uns am 20.05. nachmittags auf den Weg in diese Stadt. Dort angekommen ergab sich allerdings das Problem, einen Parkplatz in der Nähe der Stadtbibliothek zu finden. Die Straße war eine einzige Baustelle und das vorhandene Parkhaus für unseren Dicken um fünf Zentimeter zu niedrig. Ein paar Straßen weiter fanden wir schließlich ein Plätzchen, wanderten dann zur Bibliothek zurück und beobachteten dabei misstrauisch den Himmel, der sich bedrohlich schwarz färbte.

Nachdem wir uns bei den Damen der Stadtbibliothek vorgestellt hatten, beschlossen wir, mit ihnen gemeinsam Abendessen zu gehen. Bereits auf dem Weg zum Restaurant zuckten die ersten Blitze über den Himmel. Kaum waren wir drinnen, brach das Gewitter so richtig los. Es war fast so wie bei unserer ersten Lesung in Dornstetten. Auch da hatte es bei Abendessen gewaltig gekracht und geschüttet.

Als wir dann aber zu dem Ort aufbrachen, an dem die Lesung stattfinden sollte, hatte der Himmel sich wieder beruhigt und es fielen nur noch einige vereinzelte Tropfen vom Himmel. Die Lesung selbst fand in der Aula des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft und Sozialwesen statt. Dort wartete bereits Frau Hisslinger, die Leiterin der Bibliothek, auf uns, die die letzten Vorbereitungen getroffen hatte. Nach der Mikrophonprobe unterhielten wir uns mit ihr, bis dann die ersten Zuhörer erschienen und es deren Signierwünsche zu erfüllen galt.

Allmählich füllte sich der Saal, und nachdem wir fünf Minuten zugegeben hatten, weil mehrere Zuhörer verspätet eintrafen, begann die Lesung. Wir ließen erneut Veva, Ernst, Haselegner, Ritter Gigging und Doktor Portikus vor unseren Zuhörern entstehen. Anschließend gab es eine Pause, in der diese sich stärken konnten und wir signieren durften. Die darauffolgende Fragerunde wurde erneut sehr lebhaft und wir konnten so einiges erzählen.

Zum Abschluss galt es noch einmal, Bücher zu signieren. Wir unterhielten uns noch mit einigen Zuhörerinnen, dem Buchhändler und den Damen der Stadtbibliothek Lichtenstein, dann war diese Lesereise für uns zu Ende.

Das Fazit der gesamten Reise:

Es war unsere bisher erfolgreichste Lesereise!

Wir haben wunderbare Liebesromantage in Rathenow erlebt und viele angenehme Gespräche mit lieben Kolleginnen geführt.

Die Reise hat uns durch bisher noch nicht bewusst wahrgenommene Landschaften geführt und viele neue Eindrücke beschert.

Außerdem konnten wir wieder Sabine Ebert besuchen.

Allerdings war diese Lesereise ziemlich anstrengend und so fühlen wir den heftigen Wunsch nach Urlaub in uns. Es wird jedoch ein wenig dauern, bis wir diesen werden nachgeben können. Jetzt gilt es erst einmal, all das aufzuarbeiten, was sich während der Reise an Post und anderen Dingen angesammelt hat. Doch schon bald werden wir erneut aufbrechen, und zwar zum Literaturfestival in Meißen. Außer uns lesen dort lesen einige Kolleginnen und Kollegen, bei denen wir uns freuen, sie wiederzusehen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Mittweida

Lesung
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Nach der Lesung ist vor der Lesung heißt ein altes Schriftstellerwort und so war es auch bei uns. Erneut hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und verließen die Landschaft um Aschersleben, um nach Sachsen zu fahren, wo die beiden letzten Lesungen dieser Reise anstanden. Da beide Leseorte weniger als fünfzig Kilometer voneinander entfernt lagen, suchten wir uns einen günstig gelegenen Campingplatz, von aus wir sowohl Mittweida wie auch Lichtenstein erreichen konnten.

Den Beginn machte Mittweida. Hier war der Leseort nicht im Vorfeld festgelegt worden, um flexibel auf das Zuhörerinteresse reagieren zu können. Eine Information am Vortag besagte, dass dieses sehr hoch sei und man daher die Bürkelhalle der Fichtelschule ausgewählt hätte. Wir fanden die Schule auf Anhieb und stellten unseren Dicken dort ab, um dann die Stadtbibliothek aufzusuchen. Der Empfang war sehr herzlich und es gab so interessante Gespräche, dass wir uns hinterher sputen mussten, um vor der Lesung noch etwas in den Magen zu bekommen. Erfreulicherweise lag ein ausgezeichnetes Lokal direkt auf dem Weg zurück zur Fichtelschule.

Als wir dort ankamen, wurde der Hausmeister vermisst, der die Bürkelhalle aufschließen sollte. Elmars Vorschlag, im Schulhof zu lesen, da sich die Regenwolken verzogen hätten, musste allerdings nicht in die Tat umgesetzt werden, weil der Hausmeister doch rechtzeitig erschien und uns den Weg in die Halle öffnete.

Auch hier begannen wir gleich im Vorfeld mit dem Signieren. Elmars Kommentar, wir würden das tun, um später früher Feierabend machen zu können, wurde mit Gelächter aufgenommen. Wir hatten auch hinterher gut zu tun, da es zum einen sehr viele Zuhörer waren und ein Teil davon erst kurz vor der Lesung eingetroffen war. Die Bürkelhalle stellte ähnlich wie die Kapelle in Ascherleben einen sehr guten Rahmen für eine Lesung aus einem historischen Roman dar. Ein Tontechniker sorgte dafür, dass die Mikros richtig eingestellt wurden und so konnten wir so richtig mit Vevas und Ernsts Abenteuern loslegen.

Nach dem Leseteil ging es dann ans Fragen und Erzählen. Auch hier ging es recht munter zu und die eine oder andere Anekdote aus unserem Schriftstellerleben sorgte für Gelächter. Uns hat es in Mittweida auf jeden Fall sehr gefallen, und als wir uns von der Bibliotheksleiterin Frau Knobloch verabschiedeten, blickten wir auf einen gelungenen Abend zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Aschersleben

Lesung
von Iny und Elmar am 25-05-2011

Noch ganz von den Eindrücken des rundum gelungenen DeLiA-Treffens erfüllt fuhren wir am nächsten Morgen weiter zu unserem nächsten Leseort Aschersleben. Das Wetter war ein wenig regnerisch geworden, doch kamen wir gut durch und biwakierten auf einem nahegelegenen Campingplatz. Am 16. Mai lenkten wir den Dicken in die Stadt und hatten das Glück, rasch einen Parkplatz zu finden. Da immer wieder einige Tropfen vom Himmel fielen, zogen wir unsere Regenjacken an und wanderten in Richtung Kreisbibliothek. Die letzten Informationen, die wir erhalten hatten, klangen ein wenig verwirrend, denn es hieß, wir würden in einer Kapelle lesen.

Diese Kapelle erwies sich jedoch als Teil des Bibliothekskomplexes. Bevor wir diesen betraten, fiel unser Bild auf ein Plakat mit der Ankündigung unserer Lesung. Darüber war ein Streifen mit der Aufschrift „ausverkauft“ geklebt. Für uns war das erfreulich, aber auch eine Verpflichtung, unseren Lesern das zu bieten, was sie von uns erwarteten.

Uns erwartete jedoch erst einmal ein Latte macchiato im mittelalterlich geschmückten Lesecafé der Bibliothek und ein Gespräch mit der Leiterin Frau van Teek. Auch andere Damen der Bibliothek kamen dazu und sprachen uns auf einige Punkte an, die ihnen am Herzen lagen. Wir antworteten so gut es ging und verwiesen sonst auf die Fragerunde, die sich stets an unsere Lesungen anschließt.

Nach einem leichten Abendessen in der Stadt ging es dann los. Zuerst spielten mehrere Musiker gekonnt mittelalterliche Weisen, während wir im Lesecafé erste Signierwünsche erfüllten. Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Lesung nahmen wir dann unsere Plätze ein und signierten weiter. Zu erwähnen ist, dass sämtliche Damen der Kreisbibliothek Ascherleben, aber auch zwei Damen der Stadtbibliothek Egeln, die ebenfalls erschienen waren, mittelalterlich gewandet waren und zusammen mit dem hübsch dekorierten Lesecafé und der Musik einen wunderschönen Rahmen für die Lesung boten.

Wir sahen aus wie immer, T-Shirts mit aufgedrucktem Motiv, Trekkinghosen und festes Schuhwerk, um sicher auf den Beinen zu stehen. Elmar hatte dazu noch eine seiner Mützen auf, ohne die er sich selten sehen lässt.

Wir lasen wie auf der gesamten Reise mit Ausnahme von Rathenow aus der Ketzerbraut und stellten uns anschließend den Fragen der zahlreich erschienenen Zuhörer. Eine Dame kam vor Beginn der Veranstaltung zu uns, um ihre Bücher signieren zu lassen und sagte, sie hätte leider keine Karte mehr bekommen und würde nun warten, ob jemand, der eine hätte, verhindert sein würde. Wie wir später erfuhren, war eine andere Dame ohne ihre erkrankte Begleiterin erschienen und so konnte sie doch noch an der Lesung teilnehmen.

Natürlich stellten wir uns den zahlreichen Fragen und beantworteten auch einige der Punkte, auf die uns bereits die Damen der Bibliothek angesprochen hatten. Zu später Stunde ging es dann zu Ende. Es galt, noch einige Bücher zu signieren, dann verabschiedeten wir uns von Frau van Teek und ihrem Team sowie den Damen aus Egeln und kehrten zufrieden und mit neuen Eindrücken versehen zu unserem Campingplatz zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Die DeLiA-Tage 2011 in Rathenow

Bericht
von Iny und Elmar am 23-05-2011

Kaum war die Lesung in Rostock Vergangenheit, galt es, den Wohnwagen erneut anzuhängen und den Dicken nach Rathenow zu steuern. Dort sollten die Liebesromantage 2011 der Autorenvereinigung DeLiA stattfinden. Wir hatten bereits 2009 in Rathenow gelesen und eine sehr hilfsbreite Buchhändlerin angetroffen, die uns bei einem plötzlich auftretenden Problem sofort geholfen hatte. Dazu hatten sich so viele Zuhörer angemeldet, dass die Lesung in einen größeren Saal verlegt werden musste.

Schon im Vorfeld waren wir überzeugt, dass Rathenow und das Havelland sich als idealer Platz für die Liebesromantage erweisen würden, und unser Gefühl trog uns nicht. Unsere Kollegin Britta Orlowski hatte alles ausgezeichnet organisiert und die Stadt Rathenow, den Landkreis Havelland und Radio Berlin-Brandenburg mit ins Boot geholt.

Am Donnerstag, den 12.05.2011 fuhren wir am Nachmittag nach Semlin. Dort nächtigten die meisten angereisten Autoren und deren Begleitung in einem ansprechend aufgemachten Hotel. Hier war das Hallo groß, hatten sich doch etliche DeLiAs ein ganzes Jahr lang nicht gesehen. Andere waren seit den Liebesromantagen in Linz in Österreich neu zu uns gestoßen und so lernten wir weitere Kolleginnen kennen. Es fand sich eine exklusive Auswahl deutschsprachiger Autorinnen ein, so Kerstin Gier, deren Edelsteintrilogie neue Maßstäbe gesetzt hatte, die Bestsellerautorin Charlotte Thomas, unsere Verlagskolleginnen Heidi Rehn, Tania Kretschmar, Katryn Berlinger und Corina Bomann und viele andere. Am meisten freuten wir uns, unser Fernmitglied Jutta Plössner begrüßen zu können, die in diesem Jahr den langen Flug aus ihrer Wahlheimat Kanada nach Deutschland unternommen hatte.

Es dauerte eine Weile, bis wir alle bereits anwesenden Kolleginnen begrüßt hatten. Auch der Himmel weinte vor Freude. Als wir gegen 18:30 Uhr in den Optikpark von Rathenow aufbrachen, in dem ein illuster besetzter Leseabend geplant war, schien jedoch bereits wieder die Sonne.

Die Lesungen fanden in drei Sälen der Städtischen Musikschule im Optikpark statt. Als Erstes gab es eine Jugendbuchlesung mit unserer Starautorin Kerstin Gier. Sie las aus "Rubinrot". Ihr folgten Beatrix Gurian, die aus "Liebesfluch" und Corina Bomann, die aus "Der Lilienpakt" las.

Weiter gab es eine zeitgenössische Lesung mit Rosita Hoppe aus "Das Glück fährt Taxi", Tania Kretschmar las aus "Winterherz", Stefanie Gerstenberger aus "Magdalenas Garten", Edda Minck aus "Ausgeträllert", Michelle Raven aus "Auf lautlosen Schwingen" und erneut Kerstin Gier aus "In Wahrheit wird von mehr gelogen!"

Selbstverständlich wurde in einen weiteren Saal aus historischen Romanen gelesen. Da Bettina Hennig kurzfristig verhindert war, las die DeLiA-Vorsitzende Rebecca Michele aus deren Roman "Luise, Königin aus Liebe". Petra Schier las aus "Das silberne Zeichen", Brigitte Janson wurde zur "Tortenbäckerin", Heidi Rehn las aus "Die Wundärztin", bevor Janine Krock mit "Wind der Zeiten" eine Premierenlesung darbrachte. Zu guter Letzt kamen wir mit "Aprilgewitter" dran. Wir hatten diesen Roman gewählt, weil darin die Gastgeberstadt Rathenow erwähnt wird.

Das Zuhörerinteresse war erfreulich. Jeder der drei Säle war gut gefüllt und es gab anschließend etliche Signierwünsche. Wir wurden auch von etlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Lesung im Jahre 2009 angesprochen und allenthalben war die Freude zu merken, dass so viele gute Autorinnen den Weg nach Rathenow gefunden hatten.

Anschließend setzten wir uns alle noch in ein kleines Restaurant, dem schon bald die Stühle ausgingen. Es gelang jedoch, für jeden eine Sitzgelegenheit zu organisieren. Außerdem ging es mit den Getränken und Speisen recht flott. Gesättigt und mit gestilltem Durst verabschiedeten wir uns zu vorgerückter Stunde von den anderen und suchten unseren Campingplatz auf.

Am nächsten Morgen galt es, mit dem Wecker aufzustehen, denn es stand eine Signierstunde in der Buchhandlung Tieck an. Obwohl wir uns beeilten, waren uns Petra Schier, Katryn Berlinger und die anderen uns bereits zuvorgekommen. Die Buchhändlerin begrüßte uns erleichtert, denn sie hatte gehört, dass Iny nach der Lesung in Rostock ihre Stimme verloren und am Vortag bei der Lesung nur ein paar Worte zur Begrüßung hatte krächzen können, während Elmar den Lesepart übernehmen musste.

Daher hatte die Dame Angst, wir könnten ausfallen. Dies war aber nicht der Fall. Wir signierten, was die Stifte hergaben, unterhielten uns mit Leserinnen und Lesern, sowie interessierten Schülern, die mehr über Autoren wissen wollten. Eine Dame, die vor zwei Jahren unsere Lesung miterlebt hatte und auch am Vortag dabei gewesen war, schenkte uns als Andenken an Rathenow zwei Gläser mit selbstgemachter Marmelade. Besten Dank dafür, denn es freut uns immer, wenn wir anderen Menschen mit unseren Lesungen ein paar schöne Stunden bereiten können.

Der Andrang in der Buchhandlung Tieck war so groß, dass wir uns hinterher beeilen mussten, um noch rechtzeitig zur Verleihung des DeLiA-Literaturpreises 2011 für den besten deutschsprachigen Liebesroman zu kommen. Wer die DeLiA kennt, weiß, dass der Begriff Liebesroman für die Mitglieder sehr weit gespannt ist. So hat vor zwei Jahren Britt Reißmann mit einem Krimi gewonnen und im letzten Jahr Lena Falkenhagen mit einem historischen Roman. Daher waren wir sehr gespannt, wer in diesem Jahr die süße kleine Statue und den Scheck über 1.000 Euro erhalten würde.

Vorher aber gab es noch Sekt, Orangensaft und etwas zum Naschen und natürlich die Reden, die zu so einem Anlass gehören. Unsere 2. Vorsitzende Petra Last eröffnete den Reigen mit einer gelungenen Ansprache, die den Wert der Liebe in Geschichte und Kultur treffend beschrieb. Ihr folgte Hans-Jürgen Lemle, der erste Beigeordnete der Stadt Rathenow, der ebenfalls der Liebe eine Hymne sang, sowie eine Vertreterin des Landkreises Havelland.

Dann wurde es langsam ernst. Brigitte Jonson, die Vorsitzende der Jury nannte noch einmal alle nominierten Romane und hielt dann die Laudatio auf die Gewinnerin Nina George, deren Roman "Die Mondspielerin" den Preis zugesprochen wurde. Nina George bedankte sich in einer emotionalen Rede und las dann den Beginn des Romans vor, der so ganz anders ist, als viele Leute sich einen Liebesroman vorstellen. Wir haben ja bereits auf die große Bandbreite der Romane hingewiesen, in denen Liebe eine große Rolle spielt.

Nach der Gratulationsrunde und den unvermeidlichen Pressefotos ging es dann zum etwas verspäteten Mittagessen und hinterher zur ebenfalls verspäteten Havelfahrt mit der MS ‚Sonnenschein'. Auf dem Schiff konnten sich die DeLiAs und ihre Gäste in der schönen Landschaft neue Anregungen holen, miteinander reden oder sich einfach nur entspannen. Wir unterhielten uns angeregt mit unserer Kollegin Nora Berger, die von Elmars Berliner Weiße mit Waldmeister so begeistert war, dass sie ebenfalls eine probieren musste.

Durch die Verspätung war die Zeit für das Abendessen ein wenig geschrumpft, aber schafften wir es dennoch, rechtzeitig fertig zu werden, und fanden uns erneut im Optikpark Rathenow ein. Hier nahm Radio Berlin-Brandenburg die Talkshow ‚Talk im Park' auf, zu der diesmal Iny und unsere DeLiA-Gewinnerin Nina George eingeladen worden waren. Inys Stimme war ihren eigenen Worten zufolge noch immer ruiniert, doch ausgezeichnete Tontechniker und ein Headset sorgten dafür, dass sie deutlich zu verstehen war. Zu der Talkrunde zählten auch die Schauspielerin Gerit Kling, Beppo Pohlmann von den Gebrüdern Blattschuss, sowie mit Joachim Mertens von dem Rathenower Unternehmen Optotec und dem Finanzexperten Edgar Most zwei Männer, die viel über Umgestaltung der ehemaligen DDR-Wirtschaft und die dabei gemachten Fehler erzählen konnten. Es war für uns sehr interessant, ihnen, aber auch Gerit Kling und Beppo Pohlmann zuzuhören.

Die Moderatorin Marina Ringel leitete die Runde mit der leichten Hand, die lange Erfahrung verriet, und machte die Veranstaltung zu einem Erlebnis. Der krönende Abschluss waren denn mehrere Lieder Beppo Pohlmanns, bei denen auch der beliebteste Berlinsong aller Zeiten "Kreuzberger Nächte" nicht fehlen durfte.

Während sich im Anschluss daran die meisten DeLiAs noch einen kleinen Absacker in ihrem Hotel in Semlin gönnten, zog es uns zu unserem Wohnwagen und in unser Bett. Am nächsten Morgen standen wir etwas zäh auf und versäumten dadurch auch den ersten Workshop im VHS-Gebäude von Petra Last. Dafür aber nahmen wir am anschließenden Workshop von Deana Zinßmeister teil. Dieser wurde so gut besucht, dass aus anderen Räumen Stühle herbeigebracht werden mussten.

Den darauf folgenden Workshop von Charlotte Thomas kannten wir bereits, und da der von Beatrix Gurian abgehaltene Workshop für ein jugendliches Publikum bestimmt war, setzten wir uns ab und fuhren zu dem Lokal, in dem nach dem Mittagessen die Mitgliederversammlung von DeLiA stattfinden sollte. Dies tat sie auch und zwar in jener harmonischen Weise, die für DeLiA typisch ist.

Ein kurzes Gewitter ging genau zu der Zeit nieder, in der die Neuwahl unseres Vorstandes erfolgte, doch war dies kein schlechtes Omen. Rebecca Michele wurde als 1. Vorsitzende bestätigt, Petra Last als 2. Vorsitzende und Heide John als Schriftführerin. Nur bei der Pressesprecherin gab es einen Wechsel von Bettina Hennig zu Micaela Jary. Allerdings war dieser bereits im Vorfeld abgesprochen und ging daher absolut glatt über die Bühne. An dieser Stelle wollen wir Bettina für die geleistete Arbeit danken und wünschen ihrer Nachfolgerin Micaela viel Erfolg.

Danach war der offizielle Teil der Liebesromantage vorbei. Die ersten DeLiAs verabschiedeten sich, doch die meisten fuhren noch mit nach Semlin zum Abendessen. Irgendwann kam dann auch für uns die Zeit des Abschiednehmens. Elmar meinte noch, er könne nicht alle DeLiAs an seine Brust drücken, musste es aber dann doch tun. Danach waren für uns drei herrliche Tage vorbei.

Liebe Britta, herzlichen Dank für deine Arbeit. Es war einfach grandios!

Unser Dank gilt auch der Stadt Rathenow und dem Landkreis Havelland, die sich als wunderbarer Gastgeber der DeLiA-Tage erwiesen haben, sowie allen Rathenowern und Havelländern, die so zahlreich zu den Lesungen, Signierstunden und Workshops gekommen sind.

An alle DeLiAs, die unterschiedlichen Gründen nicht nach Rathenow kommen konnten: Wir haben euch vermisst!


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Rostock

Lesung
von Iny und Elmar am 18-05-2011

Bereits vor ein paar Jahren hatten wir die Anfrage bekommen, in Rostock zu lesen. Doch irgendwie kam immer etwas dazwischen, und so dauerte es bis zum Mai 2011, bis wir uns auf den Weg an die Ostsee machen konnten. Als erstes suchten wir uns einen Campingplatz in der Nähe, stellten unseren Wohnwagen ab und machten uns am Tag der Lesung zur Thalia-Filiale in der Breiten Straße auf.

In Rostock brauchte unser Dicker ein Plätzchen, auf dem er parken konnte. Ein Parkhaus lag besonders günstig, allerdings benötigte Elmar seine ganze Geschicklichkeit, den Wagen durch das extrem enge Parkhaus zu rangieren. Schließlich aber stand unser Dicker gut und wir wanderten durch die Innenstadt dem Ort des Geschehens zu. Der Empfang bei Thalia war herzlich. Rasch standen zwei Gläser Latte Macchiato vor uns und Frau Röwekamp nahm sich die Zeit, sich zu uns zu setzen und mit uns zu reden. Mit als erstes erfuhren wir, dass die Zahl der Anmeldungen einen neuen Rekord für eine unserer Lesungen bedeuten würde. Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als wir nach dem Abendessen zurückkehrten und die endlosen Stuhlreihen vor uns sahen. Es war schön zu sehen, wie viele Leute kommen würden, um uns zu hören. Die Reihen füllten sich rasch und bald schon stand eine Schlange vor unserem Tisch, um Bücher signieren zu lassen.

Frau Röwekamp hatte uns nicht zu viel versprochen. Gut zweihundert Zuhörer bedeuteten für uns einen neuen Rekord. Auch hatte sie die Begeisterungsfähigkeit ihrer Rostocker richtig eingeschätzt. Es wurde eine wunderbare Lesung mit einer sehr angenehmen Frage- und Diskussionsrunde. Wir erzählten aus unserem Leben als Schriftsteller, gaben einige Anekdoten zum Besten und signierten am Schluss munter weiter. Übrigens durften wir in Rostock für die zweite Irmela während dieser Reise signieren. Beide kannten allerdings die Feuerbraut noch nicht, und diesem Umstand konnten wir rasch abhelfen.

Als es zu später Stunde zu Ende ging, bedankten wir uns bei Frau Röwekamp für die freundliche Aufnahme und schieden mit dem Versprechen, irgendwann wieder nach Rostock zu kommen und aus einem neuen Roman zu lesen. Allerdings werden wir dann ein anderes Parkhaus wählen. Um unseren Dicken wieder ins Freie zu bringen, waren erneut Elmars Rangierkünste gefragt. Es klappte jedoch alles und so erreichten wir zwanzig Minuten später unseren Campingplatz und sind jetzt sehr zufrieden damit, dass es mit der Lesung in Rostock endlich geklappt hat.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Lüneburg

Lesung
von Iny und Elmar am 08-05-2011

Kaum war die Lesung in Dornstetten hinter uns, hieß es für uns, quer durch die gesamte Republik nach Lüneburg zu fahren, weil dort die nächste Lesung anstand. Mit dem Auto allein ist diese Strecke in einem guten halben Tag zu schaffen. Aber wir hatten den Wohnwagen am Haken und durften ein eher gemächliches Tempo einschlagen. Zudem mussten wir uns nach der Lesung ausschlafen, um nicht zu erschöpft in Lüneburg anzukommen. Daher konnten wir erst im Lauf des Vormittags in Dornstetten aufbrechen und rollten die nächsten Stunden über die deutschen Autobahnen nach Norden.

Aus diesen Gründen erreichten wir die Lüneburger Heide am übernächsten Tag. Der Campingplatz lag ein paar Kilometer außerhalb der Stadt und bot uns die Ruhe, die wir brauchten, um ein wenig arbeiten, uns aber auch ein wenig zu erholen. Zur Entspannung gehörte es auch, beim Bauern Spargel zu besorgen und daraus ein leckeres Mittagessen zu bereiten. Da wir mit der Arbeit an den laufenden Romanen eigentlich ausgelastet waren, kam noch das Lektorat für 'Töchter der Sünde' mit dem Etikett Dringend dazu. Diesen Job hatten wir eigentlich erst nach unserer Rückkehr erledigen wollen, doch das war dem Verlag zu spät.

Trotz dieser unerwarteten Zusatzarbeit durften wir den eigentlichen Zweck unseres Aufenthalts nicht vergessen, nämlich die Lesung in der Buchhandlung am Markt in Lüneburg. Wir fuhren in die Stadt, meldeten uns in der Buchhandlung und sahen uns anschließend noch ein wenig in Lüneburg um. Nach einem guten Abendessen kehrten wir in die Buchhandlung zurück und unterhielten uns mit Herrn Orthey, den Besitzer. Schon bald erschienen die ersten Zuhörerinnen und Zuhörer und es galt, eine Menge Signierwünsche zu erfüllen. Auch der Veranstaltungsraum füllte sich und so konnten wir um 20:00 Uhr mit Veva, Ernst, sowie deren Freunden und Widersachern loslegen. Mit seiner Interpretation des angetrunkenen Ernst Rickingers amüsierte Elmar die Anwesenden sichtlich, doch auch sonst fanden die von uns ausgewählten Romanteile Gefallen.

Auch hier gab es eine kleine Pause, in der die Gäste sich stärken konnten und wir signierten, dann begann wieder der munterte Fragenreigen, der zu unseren Lesungen einfach dazu gehört. Es wurde auch hier recht spät und als wir uns von Herrn Orthey und seinem Team verabschiedeten, konnten wir mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Fahrt nach Lüneburg für uns voll und ganz gelohnt hatte.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Dornstetten

Lesung
von Iny und Elmar am 08-05-2011

Alle Jahre wieder kommt der Frühling und mit ihm auch unsere erste Lesereise des Jahres und diesmal sollte sie uns durch die gesamte Republik führen, angefangen von Dornstetten im Schwarzwald. Die letzten Tage vor der Fahrt vergingen wie im Flug und es gelang uns gerade noch rechtzeitig, mit unseren Vorbereitungen fertigzuwerden. Am 28.04.2011 hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und fuhren gen Westen. München, Augsburg, Ulm und Stuttgart blieben hinter uns zurück und wir erreichten nach einer recht entspannten Fahrt den Campingplatz von Dornstetten.

Nachdem wir den Wohnwagen aufgestellt hatten, fuhren wir ins Stadtzentrum und suchten die Stadtbibliothek, in der wir am nächsten Tag lesen sollten. Frau Wössner von der Stadtverwaltung führte uns an den Ort des Geschehens und erklärte uns, dass sie uns bei der Lesung betreuen würde. Wir verabredeten uns mit ihr zum Abendessen vor der Lesung und kehrten zum Wohnwagen zurück.

Am nächsten Tag holten wir zunächst unsere Laptops heraus, um ein wenig zu arbeiten. Immerhin würde diese Lesereise fast vier Wochen dauern und so lange dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen. Am Abend trafen wir uns dann mit Frau Wössner und zwei ihrer Kolleginnen zum Abendessen und brachen anschließend zur Bibliothek auf. Nach der Mikrophonprobe und einem Schluck Wasser zum Anfeuchten der Stimmbänder trafen auch schon die ersten Zuhörer ein. Wir zückten auch gleich unsere Stifte und begannen mit dem Signieren.

Die Lesung begann pünktlich um 20:00 Uhr. Wir lasen aus der Ketzerbraut und sind sicher, unsere Zuhörer gut unterhalten zu haben. Nach dem Lesungsteil gab es eine Pause, in der die Gäste sich mit Getränken stärken konnten, während wir erneut signieren mussten. Die Buchhändlerin hatte eine gute Auswahl an unseren Romanen mitgebracht und so kamen einige der Anwesenden mehrmals zu uns an den Tisch, um ein weiteres Buch signieren zu lassen. Nicht wenige, die Aprilgewitter gekauft hatten, besorgten sich anschließend noch Dezembersturm, um mit dem ersten Band der Erlebnisse unserer Lore von Trettin beginnen zu können. Auch wurden bei dieser Lesung überraschend viele Ketzerbräute verkauft. Obwohl wir bereits vor der Lesung und in der Pause signiert hatten, gab es auch nach dem Fragenteil noch einiges für uns zu signieren.

Der Fragenteil selbst war außergewöhnlich munter und als schließlich die Runde aufgelöst wurde, konnten wir auf eine der schönsten Lesungen der letzten Jahre zurückblicken. Wir verabschiedeten uns noch von Frau Wössner und ihren Kolleginnen, dann winkten die Betten in unserem Wohnwagen. Es war doch ziemlich spät geworden und wir hatten am nächsten Tag etliche Kilometer zurückzulegen.


Iny und Elmar Lorentz

Schullesung in Waldkraiburg

Lesung
von Iny und Elmar am 01-04-2011

... und Signierstunde beim Globus in Mühldorf/Inn


Gelegentlich führt einem der Zufall auf ganz eigene Wege. Eine von Elmars Großnichten besucht die Realschule in Waldkraiburg und so kam der Kontakt zu ihrer Lehrerin zustande. Diese fragte an, ob wir bereit wären, vor zwei Jahrgängen der Schule zu lesen und aus unserem Leben als Autoren zu erzählen. Da Elmars Verwandte ihren Großonkel gerne einmal live erleben wollte, sagten wir zu und machten uns an am 22.03.2011 zu sehr früher Stunde auf den Weg.

Die B12 Richtung Passau war schon immer eine Höllenstrecke und hat sich, seit sie von LKW-Mautflüchtlingen als Ausweichstrecke der Salzburger Autobahn entdeckt worden ist, noch um einige Grade verschlimmert. Da wir azyklisch fuhren, war der Verkehr auf unserer Fahrspur noch erträglich, doch auf der Gegenfahrbahn fuhren die Autos über viele Kilometer fast Stoßstange an Stoßstange. Auf halber Strecke landeten wir in einem Stau. Ein Unfall mit einem LKW und einem PKW hatte unsere Fahrspur blockiert. An der Stelle wollen wir ein Lob an die Besonnenheit der Autofahrer auf der anderen Fahrspur aussprechen, die immer wieder anhielten, damit die Autos, die in unsere Richtung unterwegs waren, die Unfallstelle passieren konnten. Auch wir schafften es nach einer gewissen Zeit, die Trümmer zu umfahren.

Trotz dieses Zwischenfalls erreichten wir unser Ziel früh genug und meldeten uns im Sekretariat der Schule. Die Lesung selbst fand im Theater statt, das zum Schulkomplex gehörte, und sollte in vier Etappen von jeweils einer Stunde stattfinden. Für den jüngeren Jahrgang hatten wir Stellen aus "Der Feuerthron" und "Merani und die Schlange unter dem Meer" vorgesehen. Das fand die Lehrerin eine gute Wahl, weil es gerade in dieser Altersstufe viele begeisterte Fantasyleser gäbe.

Unsere letzte Erfahrung mit einer Lesung in einer Schule lag mehr als zweieinhalb Jahrzehnte zurück und so waren wie sehr gespannt, wie die Kinder und Jugendlichen reagieren würden. Wir wurden mehr als positiv überrascht, denn alle vier Gruppen, insgesamt über 400 Schülerinnen und Schüler, folgten aufmerksam der Lesung und nahm, als es darum ging, Fragen an uns zu stellen, sehr munter daran teil. Wir hatten daher einiges zu tun, um den Informationshunger zu stillen.

Hatten wir bei den jüngeren Schülern aus unseren Fantasykinderbüchern gelesen, gaben wir bei den älteren mit "Aprilgewitter" einen Einblick in die damaligen sozialen Verhältnisse in Berlin, und berichteten mit der "Ketzerbraut" über den Beginn der Reformation in Deutschland und deren Bekämpfung in Bayern.

Als wir uns kurz vor 13:00 Uhr von der Lehrerin verabschiedeten, waren wir sehr erfreut, so viel Aufmerksamkeit bei den Schülern gefunden zu haben, und hoffen, dass jetzt noch einige mehr als vorher den Weg in die Schulbibliothek finden werden.

Nach dem Ende der Schullesung in Waldkraiburg fuhren wir nach Mühldorf am Inn zu einer Signierstunde beim Globus-Warenhaus. Auch hier hatte ein privater Kontakt zu diesem Besuch geführt. Die Tochter eines Schulkameraden von Elmar hatte ihn organisiert. Wir kannten den Globus bereits von früheren Verwandtenbesuchen und freuten uns, dort unsere Bücher signieren zu können.

Die Globus-Leitung hatte für uns Unterstützung in Form der Mittelaltergruppe Pienzenauer Schlosswacht besorgt, die in ihren Rüstungen und ihrer nach alten Vorbildern gefertigten Kleidung durch das Warenhaus wanderten und die Kunden auf die Signierstunde aufmerksam machten. Auch wurde immer wieder ausgerufen, dass Iny Lorentz signieren würde. Und das durften wir nicht zu knapp. Da bereits die ersten Leser anstanden, haben wir eine Viertelstunde früher mit dem Signieren angefangen und dann ging es eine gute Stunde im flotten Tempo weiter. Nicht wenige Leser kauften zuerst ein Buch, erinnerten sich dann, dass sie eigentlich auch noch das eine oder andere kleine Geschenk brauchen könnten, und kehrten zurück, um noch weitere Bücher zu kaufen.

Trotz flotten Signierens konnten wir uns mit einigen Lesern, Angestellten des Warenhauses und natürlich den Mitgliedern der Pienzenauer Schlosswacht unterhalten. Nachdem wir noch die Bücher von ein paar Nachzüglern signiert hatten, kam der Abschied und wir fuhren auf der stark frequentierten B12 wieder nach Hause. Natürlich waren auch Elmars Schwester und die übrigen Verwandten dabei gewesen und wir hätten sie nach der Signierstunde gerne zuhause besucht. Doch an diesem Tag stand noch ein dritter Termin auf unserem Kalender und den durften wir um Himmels willen nicht versäumen. Unser Droemer-Knaur-Verleger feierte einen runden Geburtstag und da war es selbstverständlich, dass wir uns in die Reihe der Gratulanten einreihten und ihm unsere Glückwünsche überbrachten.


Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten und Hosenrollen

Info
von Iny und Elmar am 29-03-2011

Die Rose von Asturien:

Mittlerweile ist die Taschenbuchausgabe der Rose von Asturien erschienen. Mehr als erfreulich ist für uns, dass sie auf Anhieb auf Platz 17 der Harenberg-Bestsellerliste (Spiegel-online) eingestiegen ist. In der zweiten Woche kletterte sie noch höher und erreichte Platz 9. Das ist ein großer Erfolg, für den wir all unseren Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen danken.

Das TB der Rose ist das zwanzigste Iny-Lorentz-Buch, das es auf die Harenbergliste geschafft hat. Sieben Romane waren sowohl als Hardcover wie auch als Taschenbücher auf der Liste, dazu kommt das erst im letzten Jahr erschienene HC der "Ketzerbraut", sowie fünf Taschenbuch-Originalausgeben. Auch das ist ein Erfolg, den wir unseren Leserinnen und Lesern zu verdanken haben.



Frauen in Männerkleidung:

Einige unserer Romane wie "Die Kastratin" oder "Die Goldhändlerin" handeln von Frauen, die sich als Männer verkleiden. Obwohl es über die Jahrhunderte hinweg genügend Vorbilder dafür gibt, wurde in einzelnen Lese-Foren im Internet immer wieder behauptet, dass Frauen unmöglich als Männer auftreten hätten können. Diese Leserinnen stellen der Findigkeit und der Intelligenz ihres Geschlechts damit aber ein verdammt schlechtes Urteil aus und zeigen sehr deutlich, wie wenig sie sich mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Wir wollen hier mal ein Beispiel aus dem 18. Jahrhundert anführen. Es geht hier um Johanna Sophia Kettner, Tochter eines bayrischen Braumeisters, die sich in den Kleidern ihres Bruders bei einem österreichischen Regiment anwerben ließ. Später wurde sie zum Korporal befördert und bewies in der Schlacht bei Piacenza großen Einsatz und Mut. Als sie schließlich mit Fieber ins Lazarett kam, wurde dort ihr wahres Geschlecht entdeckt. Der Regimentskommandeur Oberst Alexander von Wallis soll danach in etwa gesagte haben: "Was, sie ist eine Amazon? Ich wünschte mir, dass alle meine Soldaten von solcher Herzhaftigkeit wären wie dieses junge Weib!"

Ähnliche Beispiele findet man von den Kreuzzügen bis zur Royal Navy in England, den Befreiungskriegen gegen Napoleon und sogar noch im Amerikanischen Bürgerkrieg. In den Niederlanden gibt es mehr als einhundert Akteneinträge über Frauen, die im Lauf der Zeit als Männer entlarvt wurden. Eine Frau wurde erst als Mann erkannt, nachdem sie eine andere Frau geheiratet hatte und diese die Scheidung beantragte, weil sie begriffen hatte, dass ihr "Mann" eben kein Mann war.

Bei der Beschäftigung mit dem Thema bekommen wir direkt Lust, wieder einmal einen Roman mit einer Hosenrolle zu schreiben.


Iny und Elmar Lorentz

Als Gast in Augsburg

Bericht
von Iny und Elmar am 19-03-2011

Unsere Kollegin Rebecca Abe hatte uns für den 17.03.2011 zur Premiere ihres neuen Romans "Im Labyrinth der Fugger" nach Augsburg eingeladen. Uns lockte nicht nur das Wiedersehen mit einer sehr sympathischen Autorin, sondern auch die Aussicht, noch einmal Stellen aufsuchen zu können, die bei unserer "Ketzerbraut" eine Rolle gespielt haben.

Allerdings zeigte es sich, dass es nicht unbedingt ideal ist, wenn man vom Schreibtisch aufsteht und sich umgehend zum Aufbruch fertigmacht. Elmar hatte zwar die Einladung und den Stadtplan mitgenommen, aber die Kamera vergessen. Dabei wollten wir ein paar Fotos machen, nicht nur von Rebecca Abe, sondern auch den Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls den Weg nach Augsburg angetreten hatten wie Helene Köppel und Angelika Lauriel, oder dort wohnten wie Silvia Philipp und Dieter Walter.

Es wurde jedoch auch ohne Kamera ein wunderschöner Abend. Zuerst einmal umrundeten wir die Augsburger Altstadt, um einen möglichst nahen Parkplatz zu finden. Es regnete nämlich junge Hunde und Katzen. Danach aßen wir eine Kleinigkeit und tauchten anschließend in der Buchhandlung im Fuggerpaleis auf, um Rebecca und die anderen zu begrüßen. Das alte Gewölbe und die mächtigen Säulen der Buchhandlung erinnerten uns an jene Zeiten, in denen Veva und Ernst aus der Ketzerbraut an dieser Stelle geweilt haben.

Die Veranstaltung begann mit Musik, dargebracht von einer Flötistin und einem Gitarrenspieler, und dann begann Rebecca aus ihrem Roman zu lesen. Sie hatte sich extra Stellen ausgesucht, mit denen die zahlreich erschienenen Zuhörer ihre Hauptheldin Anna Fugger, aber auch deren Umfeld am besten kennenlernen konnten. Für uns war es angenehm, mal jemand anderen bei der "Arbeit" beobachten zu können. Um es vorweg zu sagen: Rebecca hat sich ausgezeichnet geschlagen und durfte sich nach der Lesung die Finger wund schreiben, so groß war der Andrang für eine Signatur im Buch.

Es war selbstverständlich, dass wir uns ebenfalls eine signierte Ausgabe des "Labyrinths der Fugger" besorgten. Zwischendurch unterhielten wir uns mit Helene Köppel und deren Ehemann, mit Silvia Philipp, Dieter Walter und anderen Gästen. Der Abend klang schließlich in einem italienischen Restaurant aus. Er hätte noch viel länger dauern können, doch die Uhr lief leider schneller als von uns allen gewünscht und so löste sich die Runde zu sehr später Stunde auf. Wir verabschiedeten uns von den anderen, kehrten zu unserem T5 zurück und sahen einer Nachtfahrt durch einen Starkregen entgegen, die unser Dicker jedoch bravurös meisterte.

Es war ein sehr angenehmer Abend und wir wünschen Rebecca viel Erfolg mit ihrem Roman.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in München Allach-Untermenzing

Lesung
von Iny und Elmar am 18-03-2011

Am zweiten März sind wir zur zweiten Lesung in diesem Jahr aufgebrochen. Unser Ziel war die Filiale Allach-Untermenzing der Stadtbibliothek München. Wir brauchten kaum mehr als eine halbe Stunde bis dorthin. Da die Pfarrer-Grimm-Straße in eine Baustelle verwandelt worden war, mussten wir uns dort erst einmal einen Parkplatz suchen. Anschließend galt es, die Stadtbibliothek zu finden. Die war in einem größeren Gebäudekomplex untergebracht und wir fingen natürlich am falschen Ende mit der Suche an.

Als wir den Eingang entdeckt hatten, konnten wir uns in der Bibliothek melden und hatten danach noch Zeit, vor der Lesung in ein Lokal zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen. Einige Kolleginnen und Kollegen sagen, sie könnten vor einer Lesung nichts zu sich nehmen, doch bei uns ist es genau umgekehrt. Wir brauchen etwas im Magen, um uns beim Lesen wohlzufühlen.

Das war dann auch bei dieser Lesung der Fall. Obwohl an dem Tag ein eisiger Wind pfiff und es wegen der Baustelle keine Parkplätze in der Nähe gab, kamen erfreulich viele Leute. Etliche unsere Fans hatten ihre eigenen Bücher zum Signieren mitgebracht und es gab auch einen Büchertisch. Der Buchhändler hatte aber nur die Ketzerbraut dabei, das Buch, aus dem wir gelesen haben. Ein paar davon konnte er verkaufen, doch er hätte ein besseres Geschäft machen können, wenn er ein paar Taschenbücher von uns dabeigehabt hätte. Bei anderen Lesungen sind vor allem die TB's weggegangen wie geschnitten Brot und uns taten hinterher die Handgelenke vom Signieren weh.

Die Lesung ging ebenso glatt über die Bühne wie sonst auch. Diesmal befand sich eine Dame aus unserer Agentur unter den ZuhörerInnen und bescheinigte uns hinterher, dass wir unsere Sache gut gemacht hätten.

Nach der eigentlichen Lesung kam wie immer die Fragerunde, die für uns nicht weniger interessant ist als für unsere Zuhörer, denn wir bekommen dabei viel Feedback von unserer Leserschaft. Den Anwesenden scheinen unsere ausführlichen Antworten gefallen zu haben, denn es sind alle bis zum nicht gerade frühen Schluss geblieben. Anschließend haben wir uns noch mit einigen Leserinnen und dem Bibliothekspersonal unterhalten, dann sind wir wieder in unseren Dicken gestiegen und nach Hause gefahren. Als wir die Türe unserer Hütte endlich hinter uns schließen konnten, waren wir uns einig, einen schönen, wenn auch anstrengenden Abend erlebt zu haben.


Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Rom

Info
von Iny und Elmar am 08-02-2011

Immer wieder gibt es Informationen, die zwar nichts uns direkt betreffen, aber doch im weiteren Sinne mit unseren Romanen zu tun haben. So findet vom 07.04 – 09.04. in Rom das 6. Symposion für Autoren, Regisseure, Produzenten und Redakteure statt mit dem Titel:

"Vergeltung im Film – von Rache bis Vergebung"

Schauplatz der Veranstaltung ist der Konferenzraum im Collegio Teutonico in der Vatikanstadt. Veranstalter ist TOP: Talente e.V.(T:T) Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie in Kooperation mit der Katholischen Fernseharbeit.

Neben Programmpunkten wie:

"Rache, Vergeltung und Vergebung in der christlichen Bibel"

"Vergebung – Psychologisch gedeutet am Gleichnis vom barmherzigen Vater und den beiden verlorenen Söhnen"

"Das Recht des Stärkeren? Vergeltung im Film - Zivilcourage"

"Töte jeden, der dir im Weg steht, selbst wenn es Gott persönlich ist – Von Mördern und Rächerinnen in Kill Bill und Dogville"

und anderen wird auch über:

"Untat und Rache in der Literaturverfilmung Die Wanderhure" referiert.

Gabriele Kister, die Drehbuchautorin der Wanderhure und die Filmagentin Isabel Schickinger werden diesen Vortrag halten. Wir wünschen ihnen dabei viel Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Raisting am 04.02.2011

Lesung
von Iny und Elmar am 08-02-2011

Die erste Lesung des Jahres 2011 fand ausnahmsweise sehr früh im Februar statt. Da die Wetterverhältnisse mitspielten, war es für uns kein Problem, hinzufahren und gut wieder zurückzukommen. Die Lesung wurde von Frau Christine Rothwinkler vom Bücherexpress Rothwinkler organisiert und fand im Gasthaus zur Post in Raisting statt. Für uns hatte es den Vorteil, dass wir zuerst in aller Ruhe zu Abend essen konnten, bevor es ernst wurde. Die Lesung selbst war ausverkauft. Die drei Stühle, die leer blieben, waren den grassierenden Viren geschuldet.

Da die Lesung in einer Gastwirtschaft stattfand, war für das leibliche Wohl der Zuhörer gesorgt und das eifrige Bedienungspersonal beeilte sich mit dem Servieren, damit die Lesung pünktlich beginnen konnte. Wir nützten die Zeit bis dorthin, um die ersten Bücher zu signieren. Zwar lasen wir aus dem bei Page & Turner erschienenen Nicola-Marni-Roman "Die geheime Waffe", aber es gab auch Iny-Lorentz-Romane zu kaufen und etliche Leute nützen dies aus. Doch auch "Die geheime Waffe" und "Die Tallinn-Verschwörung" fanden viele Fans.

Nachdem der letzte Braten aufgetischt und das letzte Bier/Wasser/Limo/etc. verteilt worden war, begann die Lesung. Für uns war es eine schöne Sache, als Nicola Marni auftreten zu dürfen. Wir hatten vier Stellen aus dem Roman ausgesucht, wobei vor allem Elmar an der Reaktion der Zuhörer merkte, dass bei den Abenteuern unserer Helden Henriette von Tarow und Torsten Renk eine Menge unterschwelliger Humor verborgen sein muss.

Obwohl einige Leute noch ihre Speisen vor sich hatten, blieb es bewundernswert still. Eine Kollegin hat vor ein paar Jahren bei einer Lesung in einem Restaurant gegen das Klirren des Bestecks anlesen müssen. Das ist uns erspart geblieben. Zur Belohnung für die Zurückhaltung gab es dann fünfundzwanzig Minuten Pause, damit neue Getränke und der Nachtisch geordert werden konnten, dann begann die Frage- und Diskussionsrunde. Diese ging recht munter von statten. Auch haben wir so einige Erlebnisse als Schriftsteller zum Besten gegeben. Amüsant zu beobachten war ein junger Mann, der zu Beginn der Lesung aussah, als hätte seine Freundin ihn gegen seinen Willen mitgeschleppt. Bereits während der Lesung wurde er immer interessierter und gehörte schließlich zu jenen, welche die meisten Fragen stellten. Auch kaufte er für seine Freundin sowohl "Die geheime Waffe" wie auch den neuesten Iny-Lorentz-Roman.

Für uns war diese Lesung sehr angenehm und ein ausgezeichneter Beginn der neuen Saison. Hoffen wir, dass es so weitergeht.


Iny und Elmar Lorentz

Eine DIVA für die Wanderhure!

Info
von Iny und Elmar am 27-01-2011

Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibt es bereits etwas Erfreuliches zu berichten. Am 25.01.2011 wurde "Die Wanderhure" im Rahmen der Verleihung des Medienpreises DIVA im Bayerischen Hof in München mit dem deutschen Movie-Preis für den erfolgreichsten Fernsehfilm des Jahres 2010 ausgezeichnet. Die grandiose Hauptdarstellerin Alexandra Neldel hat es sich nicht nehmen lassen, diesen Preis persönlich entgegen zu nehmen.

Ebenfalls mit einer DIVA geehrt wurden Zucchero (DIVA Musik Merit Award 2011), Michael Bully Herbig (DIVA Movie Merit Award 2011), Götz George (DIVA Movie Merit Award 2011), Michel Piccoli (DIVA Lifetime Achievement Award 2011), Edita Abdielski (Talent oft he Year 2010), Anna Fischer (Schauspielerin des Jahres 2010), Herbert Knaup (Schauspieler des Jahres 2010), Feo Aladağ (Regieleistung des Jahres 2010), Unheilig (Music Artist oft he Year 2010), Hans Hass (DIVA Earth Award 2010), sowie Avatar (Deutscher Kinopreis und Deutscher Video-Preis)

Wir gratulieren allen Geehrten und freuen uns mit Sat1 und dem Wanderhurenteam über diesen Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz

Weihnachtsgruss

Sonstiges
von Iny und Elmar am 21-12-2010

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr!


Iny und Elmar

Unser Fazit für 2010

Info
von Iny und Elmar am 21-12-2010

Für uns war 2010 das ereignisreichste Jahr unserer Karriere mit zwei herausragenden Höhepunkten. Zum einen war da am 05.10.2010 die Ausstrahlung der "Wanderhure" auf Sat1 mit grandiosen 9,87 Millionen Zuschauern, was einer Quote von 31,3 Prozent entspricht. In Österreich sahen den Film auf ORF mehr als 960.000 und damit 34 Prozent der Fernsehzuschauer. Dazu kamen noch 250.000, die die "Wanderhure" in Österreich auf Sat1 gesehen haben. Nicht gezählt sind die Zuseher in Bayern, die "Die Wanderhure" auf ORF angesehen haben.

Der zweite Höhepunkt war im Frühjahr unser Besuch der Buchmesse in Warschau. Wir möchten uns noch einmal bei unserer polnischen Verlegerin, Frau Sonia Draga für die Einladung und bei Frau Urszula Pawlik für die ausgezeichnete Betreuung bedanken. Es war einfach wunderschön!

2010 brachte allerdings auch sehr viel Arbeit mit sich. Wir hatten vorher noch nie so viele Lesereisen und dazu kamen etliche ungeplante Abstecher, wie z.B. nach Hamburg zum Pressetag von Sat1 für "Die Wanderhure", nach Berlin zur Premiere des Films mit allen Stars wie Alexandra Neldel, Götz Otto, Julian Weigand, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Lili Gesler und anderen sowie eine Fahrt nach Wien zum ORF. Trotz einer Vielzahl an Interviewterminen und anderen Events konnten wir jedoch alle für dieses Jahr geplanten Manuskripte rechtzeitig fertigstellen.

Unsere 2010 erschienenen Bücher haben uns ebenfalls sehr viel Freude bereitet. Mit dem Taschenbuch der "Tallinn-Verschwörung" (Nicola Marni bei Goldmann) und den Iny-Lorentz-Romanen "Dezembersturm", "Aprilgewitter", "Die Wanderhure", "Die Kastellanin, "Die Tochter der Wanderhure" und "Die Ketzerbraut" haben es heuer sieben unserer Romane auf die Harenberg-Bestsellerliste geschafft. In Österreich schaffte es die "Die Wanderhure" auf die Schwarzer-Liste und in Polen kam "Die Tochter der Wanderhure" auf die Bestsellerliste.

Insgesamt haben es bis Ende 2010 in Deutschland 20 unserer Bücher auf die Harenberg-Liste geschafft, darunter sieben sowohl als HC- wie auch als TB-Ausgabe.

Es gab auch wieder etliche Auslandsübersetzungen, so z.B. in Frankreich, Polen, Tschechien, Ungarn, und was uns auch sehr freut, in Rumänen mit der "Braut des Magiers" von Mara Volkers. Pünktlich zu Weihnachten erhielten wir die ukrainische Übersetzung der "Tatarin" als ein sehr schön aufgemachtes Buch mit einer Premiere für uns, nämlich die ersten Innenillustrationen in einem unserer Romane.


Romane von uns wurden bisher in folgenden Ländern übersetzt:

Polen, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Russland, Ukraine, Italien, Spanien, Portugal und Rumänien.


Bisher wurden folgende Romane von uns in andere Sprachen übersetzt:

Von Iny Lorentz:

"Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Kastratin", "Die Goldhändlerin", "Die Tatarin", "Die Löwin" und "Die Feuerbraut".

Von Mara Volkers: "Die Reliquie" und "Die Braut des Magiers".

Die Übersetzung weiterer Iny-Lorentz-Romane ist geplant, ebenso die Übersetzung des Nicola-Marni-Romans "Die Tallinn-Verschwörung" ins Tschechische.


Unsere Auflagenzahl im deutschsprachigen Raum beträgt derzeit über 7.000.000 Bücher (nachzulesen im Stern 49/2010).

Die guten Nachrichten sind aber noch nicht zu Ende. Aufgrund des großen Erfolges der Wanderhure als Film hat Sat1 beschlossen, eine Fortsetzung zu diesem Roman zu produzieren.


2010 war damit unser erfolgreichstes Jahr überhaupt!

Das Gleiche hatten wir auch schon 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 gedacht. Jetzt fragen wir uns, wie das noch weitergehen soll.



Der Ausblick für 2011:

Bei Knaur werden von Iny Lorentz mit "Juliregen" (Juli) der Abschlussband unserer Trilogie um Lore von Trettin und Nathalia von Retzmann, sowie mit "Die Töchter der Sünde" (Oktober) der fünfte Band der Wanderhurenreihe erscheinen.

Ebenfalls wird bei Knaur mit im Herbst mit "Der Stern der Göttin" ein von uns sehr lange gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Das ist allerdings kein Iny-Lorentz-Roman.

Bei Piper erscheint im Oktober der Mara-Volkers-Roman "Die Tore der Geister".

Page & Turner wird den dritten Band um Torsten Renk herausbringen.

DTV veröffentlicht in seiner Reihe Hanser den Diana-Wohlrath-Roman "Merani und die Schlange unter dem Meer".


Es gibt auch wieder Lesungen. Die Erste ist gleich am 04.02. in Raisting, und zwar lesen wir aus dem Nicola-Marni-Roman "Die geheime Waffe". Weiter geht es am 29.04. in Dornstetten, dann aber als Iny Lorentz und unserem neuesten Hardcover "Die Ketzerbraut". Aus dem gleichen Roman lesen wir auch am 16.05. in Aschersleben.

Einige weitere Lesungen sind in der Planungsphase.

Wir werden auch heuer wieder mehrere Autorentreffen besuchen.

Auch hoffen wir auf eine Einladung zu einem der Drehorte, so wie es 2009 bei der "Wanderhure" geschah.


Auf jeden Fall wird 2011 ein sehr arbeitsreiches Jahr!


Eure

Iny und Elmar

Neue Gestaltung der Rubrik Aktuelles

Info
von Iny und Elmar am 06-12-2010

Unser Webmaster Johannes hat die Rubrik Aktuelles neu gestaltet. Ab sofort sind dort die Links zu unseren vorangekündigten Romanen bei den Internetauftritten der entsprechenden Verlage zu finden. Sie können sich dort informieren, welche Romane von uns im Lauf der nächsten Monate erscheinen werden!

Buchpremiere Ketzerbraut

Info
von Iny und Elmar am 06-12-2010

Es ist für einen Autor immer ein besonderer Augenblick, wenn ein neues Buch erscheint. So war es auch bei uns mit der Ketzerbraut. Bei diesem Roman gab es jedoch ein Bonbon extra, nämlich eine Buchpremiere im Ratskeller von München. Noomi Rohrbach vom Knaur Verlag hatte alles bestens organisiert und so machten wir uns am späten Nachmittag wohlgemut auf den Weg. Allerdings gingen wir nicht direkt zum Veranstaltungsort, sondern erst einmal in ein Schuhgeschäft. Wenn man wie wir am Schreibtisch sitzt, ist es recht angenehm, warme Hausschuhe an den Füßen zu haben.

Trotz dieses Abstechers waren wir die Ersten vor Ort und konnten ungestört das Ambiente des angemieteten Saales genießen. Allerdings irritierten wir den Kellner, der nicht so früh mit Gästen berechnet hatte, uns aber dann doch bediente.

Kurze Zeit später erschien Noomi Rohrbach mit den ersten Damen vom Verlag. Die Mikrofonanlage wurde aufgebaut und ausprobiert. Hier zeigte es sich, dass eines der beiden Mikros die Eigenschaft hatte, laut zu knacken und zu knarzen und daher stillgelegt werden musste. Das andere Mikrofon aber reicht vollkommen aus.

Mittlerweile füllte sich der Saal. Wir freuten uns besonders, unsere Droemer-Knaur-Kollegen Tanja Kinkel, Heidi Rehn und Ulf Schiewe sowie die sehr engagierte Buchhändlerin unserer Gemeinde, Frau Recknagel begrüßen zu können. Elmars Ex-Kollege Frithjof Stadie war ebenso erschienen wie etliche interessierte Fans. Außerdem gaben uns Thomas Wesskamp und Dirk Salomon, die Drehbuchautoren für die Fortsetzung der Wanderhure, mit Wolfgang Limmer ein weiterer Drehbuchautor sowie der Schauspieler Gerd Silberbauer die Ehre, mit uns das Erscheinen der Ketzerbraut zu feiern.

Zuerst wurden Prosecco und Schnittchen gereicht, dazu Wein, Bier, Säfte und Wasser. Dann aber wurde es zusehends ernst. Noomi Rohrbach begrüßte die Gäste, danach sprach unsere Cheflektorin Christine Steffen-Reimann über unsere frühen Tage bei Knaur und über "Die Ketzerbraut". Anschließend waren wir an der Reihe. Wir hatten uns zwei Stellen des Romans ausgesucht, doch als danach der Ruf Zugabe erscholl, entschloss Elmar sich, noch eine kurze Szene vorzulesen, die er willkürlich durch Aufschlagen des Buches bestimmte.

Laut Aussage unserer Agentin, die gerade noch rechtzeitig mit anderen Damen aus der Agentur erschienen war, haben wir unsere Sache gut gemacht. Nun aber ging es daran, Fragen beantworten. Noomi Rohrbach hatte etliche Punkte zusammengestellt, die sie von uns wissen wollte, auch nahm das Publikum selbst an der Fragerunde teil. Natürlich mussten wir auch kräftig signieren und in privaten Gesprächen Rede und Antwort stehen. Hier waren vor allem die beiden genannten Drehbuchautoren daran interessiert, mit uns zu sprechen. Bei einem Gläschen Wein verging die Zeit sehr schnell und die meisten Teilnehmer waren irgendwann gezwungen, aufzubrechen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Bei uns dauerte es diesmal ein wenig länger, doch schließlich ging auch dieser Tag für uns zu Ende. Wir haben eine sehr schöne Feier erlebt und interessante Gespräche geführt. Unser Dank gilt Noomi Rohrbach und den anderen Damen von Droemer-Knaur, die diese Buchpremiere auf die Beine gestellt haben, und allen unseren Gästen, die mit uns unseren neuesten Roman gefeiert haben.


Iny und Elmar

Lesung in Dettelbach

Lesung
von Iny und Elmar am 07-11-2010

Die Lesung in Dettelbach

oder

In der Heimat der Wanderhure


Es ist jetzt fast drei Jahrzehnte her, da haben wir auf Einladung von Inys Arbeitskollegen Günter, der kurz darauf einer unserer Trauzeugen wurde, das malerische Städtchen Dettelbach am Main besucht. Damals wussten wir noch nicht, welche Bedeutung diese Gegend einmal für uns haben würde. Da es uns dort gefiel, sind wir noch öfters hingefahren, durch Weinberge gewandert und haben pittoreske Orte besucht. Als Hobby haben wir schon damals Informationen über diese Orte und ihre Geschichte gesammelt und konnten viele Jahre später bei der Sache nach einer neuen Heimat für unsere Wanderhure Marie darauf zugreifen. Außerdem fanden wir dort am Main mit der Vogelsburg unser Vorbild für die Burg Kibitzstein und die Ortschaft Schnepfenbach brachte uns auf die Vogelnamendörfer des imaginären Reichslehens, das an Marie und Michel gegangen war.

Mehrere Recherchereisen in diese Gegend schlossen sich an und am 30.10.2010 fuhren wir erneut dorthin, diesmal allerdings nicht auf der Suche nach neuen Abenteuern für Marie und deren Familie, sondern zu einer Lesung. Es war ein schöner Tag, die Sonne schien, und auf der Autobahn fuhren einige Leute wie die Henker. Etwa auf halben Weg gerieten wir unversehens in einen Stau. Grund war ein Unfall mit etlichen beteiligten Fahrzeugen, der zwei Folgeunfälle nach sich gezogen hatte. Zum Glück sah es so aus, als wäre hauptsächlich viel Blech zerstört worden und keine Menschen schwer zu Schaden gekommen.

Es dauerte einige Zeit, bis wir die Stelle hinter uns gelassen hatten und weiterfahren konnten. In Dettelbach angekommen suchten wir Günter auf, der uns nicht nur Obdach geboten, sondern auch die Lesung initiiert hatte. Kaffee, ein ausgezeichneter Käsekuchen und später noch eine fränkische Brotzeit stellten unser inneres Gleichgewicht wieder her und so betraten wir am Abend wohlgemut das Rathaus von Dettelbach, in dessen historischen Festsaal unsere Lesung stattfinden sollte.

Günter war voller Ehrgeiz, den bisherigen Zuhörerrekord bei einer unserer Lesungen zu brechen und hatte entsprechend die Werbetrommeln gerührt. Ganz schaffte er sein Vorhaben nicht, doch es war auf jeden Fall die am besten besuchte Lesung dieses Jahres und eine der schönsten, die wir je erlebt haben. Alles, was in Dettelbach Rang und Namen hatte,, war erschienen. Bürgermeister Reinhold Kuhn erwies uns die Ehre, uns das Goldene Buch der Stadt für eine Eintragung vorzulegen, und blieb, was bei Politikern eher selten ist, während der gesamten Lesung vor Ort.

Dem Anlass entsprechend lasen wir zuerst aus der Wanderhure und dann ein kurzes Stück aus der Ketzerbraut. Schon vor dem Beginn der Lesung hatten wir Bücher signiert und taten dies auch in der Pause, während die Zuhörer sich mit Frankenwein und Teilchen stärken konnten. Zwanzig Minuten später begann die Frage- und Diskussionsrunde, die sich vor allem um zwei Dinge drehte, zum einen unsere und Maries Verbindung zu Dettelbach und seinem Umland sowie um den Film, den die meisten der Anwesenden gesehen hatten. Nicht wenigen von ihnen wäre es recht gewesen, wenn die Fortsetzung auch in Dettelbach gedreht werden würde, doch das zu versprechen, lag außerhalb unserer Möglichkeiten.

Zum Schluss der Veranstaltung gaben wir noch einen Ausblick auf das nächste Jahr, das mit "Juliregen" den Abschluss der Trilogie um Lore von Trettin und ihrer Freundin Nathalia bringt. Außerdem stellten wir den derzeit nur mit einem Arbeitstitel versehenen fünften Band um unsere Marie und deren Familie vor und gingen kurz auf die beiden Romane ein, die unter den Pseudonymen Nicola Marni und Mara Volkers erscheinen werden. Zu sehr später Stunde endete schließlich die Diskussionsrunde mit Klavierklängen und einem Glas Wein.

Am nächsten Tag besuchten wir zusammen mit Günter und seiner Lebensgefährtin Würzburg, standen im Schatten der Festung Marienberg, die in Maries Leben eine große Rolle spielt, und genossen einen der letzten Spätsommertage dieses Jahres. Als wir schließlich nach Hause aufbrachen, taten wir dies mit einer gewissen Wehmut, aber auch voller Freude auf die Romane, die vor uns liegen.


Iny und Elmar Lorentz

Wien

Bericht
von Iny und Elmar am 29-10-2010

Kaum hatten wir nach fünf Wochen in der Fremde die Heimat erreicht, stand bereits die nächste Fahrt an. Diesmal war Wien unser Ziel, denn der ORF hatte uns zu einer Literatursendung eingeladen. Wir beschlossen, etwas mehr daraus zu machen als nur hin zu rasen, die Sendung aufzunehmen und wieder heimzufahren. Wer von unseren Fans "Die Schwarze Königin" gelesen hat, weiß, dass Wien die Heimat Danielas und Urban Lasskys und der anderen Vampire des dortigen Clubs ist. Zwar kannten wir Wien von früheren Reisen, doch diesmal wollten wir uns aus aktuellem Grund auf den Spuren unserer Protagonisten begeben.

Es war ein eigenartiges Gefühl. Wenn man einen Roman aus einem längst vergangenen Jahrhundert schreibt, weiß man bei Recherchen vor Ort die Zeit zwischen sich und seinen Protagonisten. Hier jedoch konnten wir uns im Kaffeehaus vorstellen, die Türe würde aufgehen und Daniela, Urban oder Dilia hereinkommen und sich an den Nebentisch setzen. Auch in der U-Bahn hatten wir diese Empfindung, und bei unseren Streifzügen durch die Stadt schritten unsere Freunde immer unsichtbar neben uns her.

Erst als wir uns dem zweiten Zweck dieser Fahrt, nämlich der Fernsehaufnahme bei ORF näherten, traten unsere Vampire in den Hintergrund, denn es galt, die Ketzerbraut vorzustellen. Die Aufnahmen wurden am Sonntag in der Thalia-Filiale in der Mariahilferstraße gemacht, die bereits mehrfach als Rahmen für diese Sendung gedient hatte. Das Ausnahmeteam ging sehr professionell vor und Frau Zink, die Moderatorin der Sendung, hatte sich bestens vorbereitet. Daher wurde es ein ebenso interessantes wie angenehmes Gespräch und wir bedauern nur, dass wir den ORF selbst nicht empfangen können.

Zu sagen ist noch, dass wir mit dem Wetter Glück hatten. Es blieb an den Tagen, die wir für unsere Recherchen verwendeten, trotz gegenteiliger Wettervorhersagen trocken. Erst als wir nach erfolgter Fernsehaufnahme unseren Dicken bestiegen, um nach Hause zu fahren, öffneten sich die Schleusen des Himmels und bescherten uns eine Regenfahrt in die Nacht hinein.


Iny und Elmar Lorentz

Die lange Reise,Teil 6: Die Buchmesse in Frankfurt

Info
von Iny und Elmar am 21-10-2010

Obwohl wir erst sehr spät ins Bett gekommen waren, klingelte uns der Wecker am nächsten Morgen gnadenlos aus den Federn. Wegen eines Fototermins bei Focus mussten wir um 09:00 Uhr bei der Buchmesse sein. Dem Schatten der Wanderhure konnten wir aber auch jetzt nicht entkommen. Der Film war ausgestrahlt worden und nun ging es darum, wie viele Leute ihn angesehen hatten. Davon hing sehr viel ab, am wenigsten noch für uns, doch sehr viel für unsere Agentin Lianne, unsere Filmagentin Isabel, die Produzenten, Drehbuchautoren, Schauspielerinnen und Schauspieler, und vor allem für Sat1 und den ORF, die das Risiko auf sich genommen hatten, so viel Geld für die Verfilmung unseres Romans auszugeben.

Isabel hatte versprochen, uns die Quoten durchzugeben, sobald sie diese erfahren würde. Als wir mit der U-Bahn Richtung Messe fuhren, hatte Elmar das Handy eingesteckt. Auf einmal klingelte es. Es war Isabel und sie fragte "Sitzt du?" Elmar bejahte und erhielt den Rat, sich auch noch festzuhalten. Dann brach es aus Isabel heraus.

"Wir haben 32,4 Prozent! Das war noch nie da!"

Im ersten Augenblick war Elmar baff, dann rief er Iny durch den halben U-Bahn-Wagen zu "Es ist Isabel. 32,4 Prozent!"

"Was?", klang es fassungslos zurück.

Elmar wiederholte die Meldung und bedankte sich bei Isabel für die Information. Doch kaum war das Gespräch beendet, meldete sich das Handy erneut. Diesmal war Petra Hinteneder von Sat1 am Apparat und meldete uns das gleiche Ergebnis. Ihrer Stimme war gleichermaßen die Freude über die Quote wie auch Erleichterung anzumerken, dass die Wanderhure ein solcher Erfolg geworden war. Petra Hinteneder schloss mit den Worten, dass es für die Kastellanin gut aussähe, dann verabschiedete sie sich und wir blieben mit unseren wirbelnden Gedanken allein.

Kurz darauf erreichten wir das Messegelände. Patricia Kessler vom Knaur Verlag verfrachtete uns in ein Taxi, das uns zum Fototermin brachte. Als wir dann eine knappe Stunde später zur Messe zurückkehrten, wurden wir am Knaur-Stand mit überschäumender Begeisterung und einem schäumenden Getränk begrüßt. Sat1 schickte ein weiteres Aufnahmeteam aus, um unsere Freude über den Riesenerfolg zu dokumentieren. Außerdem gratulierten uns sehr viele Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreter anderer Verlage aus ganzem Herzen. Nicht wenige hofften, dass die Wanderhure sich erneut als Türöffner erweisen würde. Viele Verlage haben Autoren historischer Romane, die es wert sind, verfilmt zu werden. Wir drücken allen die Daumen.

Als wir an diesem Tag die Messe verließen, kam ein weiteres Telefoninterview dazu, das diesmal Elmar im U-Bahnhof führte. Der Abend war einer der Partys gewidmet, die die Buchmesse begleiten. Auch hier erhielten wir viele Glückwünsche und trafen unsere Agentinnen Lianne und Isabel wieder. Erstere war immer noch fassungslos, hatte sie doch befürchtet, die Wanderhure würde die 20 Prozent nicht erreichen und die Fortsetzung damit unter den Tisch fallen. Isabel hingegen strahlte über das ganze Gesicht und berichtete fröhlich, wie sie an die Zahlen gekommen war. Ihr Informant war einer der beiden Drehbuchautoren gewesen, die für das Drehbuch der Kastellanin ins Auge gefasst worden waren. An diesem Abend erschien es uns allen sehr wahrscheinlich, dass er und sein Kollege es schreiben würden.

Nach einer weiteren zu kurzen Nacht ging es dann wieder zur Buchmesse. Diesmal ließ uns unser Terminkalender etwas mehr Zeit als am Vortag und wir konnten im Internet die ersten Berichte über die Wanderhure lesen. Am meisten interessierte uns natürlich die ORF-Quote in Österreich. Wir konnten kaum glauben, was wir da lasen. Sie war noch besser als in Deutschland, nämlich 34 Prozent. Zuletzt stieß Elmar noch durch Zufall auf eine Meldung, in der es hieß, Sat1 habe grünes Licht für die Verfilmung der Kastellanin gegeben.

Mit solchen Nachrichten ließ es sich leicht zum Knaur-Stand gehen. Ein Kaffee brachte uns wieder halbwegs auf die Beine, damit wir den Termin mit Frau Pawlik vom Verlag Sonia Draga anständig hinter uns bringen konnten. Frau Pawlik hatte uns für den polnischen Markt entdeckt und uns im Mai bei unserem Besuch auf der Buchmesse in Warschau mustergültig betreut. Von ihr erfuhren wir, dass bald die Tatarin auf Polnisch erscheinen würde und weitere Übersetzungen geplant seien. Auch gab sie sich der Hoffnung hin, dass einer der polnischen Fernsehsender den Wanderhuren-Film ankaufen und ausstrahlen würde.

Gespräche mit Verlagsleuten, Kolleginnen, Kollegen und Fans rundeten unser Tagesprogramm ab. Der Abend sah uns wieder auf einer Verlagsparty. Diesmal hatte Lianne endgültig begriffen, was geschehen war, und berichtete, dass sie am Vortag die Quote für einen Tippfehler gehalten und nicht geglaubt hätte. Jetzt aber war auch sie wieder oben auf und sprudelte nur so vor Energie, dass wir uns eine Möglichkeit wünschten, ein wenig davon für uns abzuzapfen. Die Müdigkeit durch die kurzen Nächte machte sich doch immer mehr bemerkbar.

Am nächsten Morgen dauerte es daher etwas, bis wir erwachten, und so erreichten wir die Messe erst gegen Mittag. Da wir diesen Tag von Terminen freigehalten hatten, gab es hier keine Probleme. Allerdings schränkte es die Zeit, in der wir auf die Suche nach neuen Sachbüchern gehen wollten, arg ein. Zum Glück kennen wir die interessanten Verlage, so dass es uns erspart blieb, die einzelnen Reihen entlang zu laufen, um nach ihnen zu suchen. Auf jeden Fall kam eine hübsche Liste von Sachbüchern zusammen, darunter auch weiteres Material für die nächste Taschenbuchtrilogie, die auf Dezembersturm, Aprilgewitter und Juliregen folgen soll. Am Abend fand der Presseempfang von Droemer-Knaur statt, bei dem wir natürlich nicht fehlen durften. Die Folge war eine weitere Nacht, in der wir zu sehr später Stunde ins Bett kamen.

Der Samstag war unser Hauptarbeitstag. Das Publikum strömte auf die Messe und wir mit ihm. Allmählich merkten wir die Anstrengungen. Trotzdem galt es, sich noch einmal zusammenzureißen. Ein paar Kaffee am Knaur-Stand halfen uns dabei, dann ging es auch schon an das erste Interview. Gleich darauf kam das Zweite, diesmal live am Stand vor unseren Fans. Da es an dem Tag in den Hallen noch keine Bücher zu kaufen gab, hatten viele ihre eigenen Exemplare mitgebracht, um sie signieren zu lassen. Unser Vorrat an Autogrammkarten schmolz dabei wie Butter in der Sonne. Nach dem Signieren ist vor dem Signieren, heißt es so schön, denn kaum waren wir am Stand fertig, mussten wir uns beeilen, um zum Signierzelt zu kommen. Dort standen die Fans bereits in einer langen Schlange an und so machten wir uns sofort ans Werk. Da im Signierzelt Bücher verkauft werden durften, schmolzen die Wanderhuren, Aprilgewitter und so weiter immer mehr dahin, bis schließlich alle verkauft waren. Zum Leidwesen der Fans und auch unserem eigenen Bedauern gab es noch keine Ausgaben der Ketzerbraut zu kaufen. Die wenigen Vorabexemplare, die Knaur mit auf die Messe genommen hatte, waren am Stand in einem Glaskasten ausgestellt, der fest verschlossen war.

Nachdem das letzte Buch signiert war, hatten wir eine gute halbe Stunde Luft, um uns etwas zu Essen zu besorgen. Für ein Restaurant reichte die Zeit nicht und vor den meisten Ständen bildeten sich so lange Schlangen, dass wir schließlich den Stand mit den wenigsten wartenden Leuten wählten. Es war nicht unbedingt die beste Wahl, doch was will man machen, wenn der Magen sehr laut und vernehmlich knurrt. Hungrig lesen wir nämlich nicht besonders gerne, und es stand noch die Lesung im Lesecafé von Buch aktuell an. Um den Zuhörern den Mund wässrig zu machen, hatte Knaur uns für die Ketzerbraut eintragen lassen. Vor der Lesung wurde uns eines der gehüteten Vorabexemplare ausgehändigt. Mit dem Zurückgeben nach der Lesung gab es allerdings Probleme, da sich das Buch in Elmars Rucksack nicht mehr auffinden ließ. Seltsamerweise steht seit unserer Rückkehr von der Buchmesse eine Ketzerbraut in unserem großen Trophäenschrank. Wie die wohl dahin gekommen sein mag?

Nach dem Lesecafé kehrten wir zum Knaur-Stand zurück und verabschiedeten uns von dem Verlagsangestellten und dem Servicepersonal, das schon seit Jahren bei der Buchmesse aushilft, und verließen anschließend das Messegelände müde, aber auch sehr zufrieden. Da uns der Sonntag diesmal frei gehalten worden war, konnten wir am nächsten Morgen unseren Wohnwagen anhängen und nach Hause fahren.

In Erinnerung werden bleiben ein wunderschöner Filmabend, die Nachricht von einer grandiosen Zuschauerquote, die Gespräche mit vielen Kolleginnen und Kollegen sowie die Begegnung mit etlichen Fans.


Iny und Elmar Lorentz

Die lange Reise, Teil 5 Im Schatten d. Wanderhure

Bericht
von Iny und Elmar am 20-10-2010

05.10.2010, 6:30 Uhr: Nach entschieden zu wenig Schlaf krochen wir aus den Betten. Es galt erneut, den Campingplatz zu wechseln. Unser Ziel war Frankfurt-Heddernheim, unser Quartier auf der Buchmesse seit 1996. Der Beginn der Fahrt war wenig erfreulich, denn nach wenigen hundert Metern steckten wir im ersten Stau. Ein zweiter und ein dritter folgten und erst, als wir Köln hinter uns gebracht hatten, ging es rascher vorwärts. Plötzlich aber klingelte unser Handy. Sat1 Bayern war am Apparat und fragte um ein Interview an. Wir einigten uns schließlich auf den Campingplatz in Frankfurt-Heddernheim und konnten nur hoffen, in keinen weiteren Stau zu geraten, um rechtzeitig dort zu sein. Kurz darauf meldete sich ein Münchner Radiosender. Da es unmöglich war, auf die Schnelle ins Studio zu kommen, wurde das Interview per Handy geführt. Während Iny redete, fuhr Elmar unseren Dicken so sanft, wie es nur ging, um das Motorgeräusch so gering wie möglich zu halten.

Wir kamen gut durch, erreichten den Campingplatz zur richtigen Stunde, und sahen uns kurz darauf dem Sat1-Team gegenüber. Es waren Profis, die wussten, worauf es ankommt. Innerhalb einer Dreiviertelstunde waren die Aufnahmen im Kasten und wir wieder unsere eigenen Herren.

Allmählich stieg unser Adrenalinspiegel an. Für den Abend hatte Knaur eine Filmparty für Verlagsangestellte, unsere Agentin Lianne, unsere Filmagentin Isabel und über zwanzig Fans aus der Umgebung organisiert. Wir waren natürlich auch eingeladen und machten uns daher zu früher Abendstunde auf dem Weg. Die "Fabrik" in Frankfurt entpuppte sich als uriges Lokal mit Gewölbe und Kamin. Kaum waren wir eingetreten, wurden wir auch schon von Verlagsmitarbeitern, Lianne und Isabel umringt. Während die Knaur-Mitarbeiter und –größen sich freuten, weil der erhoffte Tag gekommen war, wirkte Lianne seltsam kleinlaut. Sie zog uns in eine stille Ecke und erklärte, dass Sat1 die erwartete Mindestquote für den Film auf zwanzig Prozent festgesetzt hätte. "Das haben sie in den letzten Jahren nur zweimal erreicht", setzte Lianne mit Grabesstimme hinzu.

Wir versuchten sie aufzurichten und erklärten, dass wir mit mindestens zweiundzwanzig Prozent rechnen würden. Elmar steigerte sich noch auf fünfundzwanzig Prozent, ohne damit besonders ernst genommen zu werden. Trotz dieser Nachricht wollten wir uns diesen Abend nicht verdrießen lassen und begrüßten erst einmal die bereits eingetroffenen Fans, die bei Knaur die Teilnahme an diesem Abend gewonnen hatten. Danach gab es ein ausgezeichnetes Abendessen und schmackhafte Getränke. Auch in der Hinsicht war das Lokal eine gute Wahl gewesen. Allmählich aber näherte sich die Zeit, an der Alexandra Neldel und all die anderen auf dem Bildschirm zu sehen sein würden und die bis dato recht angeregte Unterhaltung schrumpfte zu einem Flüstern, das schließlich ganz erlosch.

Obwohl wir den Film schon etliche Male gesehen hatten, wurden wir auch diesmal wieder in seinen Bann gezogen und stimmten in den Schlussapplaus ein, der spontan nach der letzten Szene ausbrach. Die Begeisterung bei unseren Fans, den Verlagsleuten und auch unseren Agentinnen war einhellig. Jemand meinte, dass wir jetzt doch sehr stolz auf uns sein müssten, doch Elmar antwortete, stolz könnten jene sein, die diesen Film gemacht haben. Er selbst sei sehr dankbar dafür und voller Freude, dass der Film so schön geworden war.

Für unsere Fans gab es noch jeweils die Filmausgabe der Wanderhure, die übrigens mit dem Originalroman identisch ist und nur durch die Filmfotos und einen kleinen Bericht aus unserer Feder ergänzt wurde. Natürlich mussten wir signieren und standen den Anwesenden Rede und Antwort, so gut es ging. Als wir schließlich aufbrachen, war die Nacht bereits weit fortgeschritten, doch in unseren Gedanken sahen wir noch immer Alexandra Neldel als die Wanderhure. Es war ein schöner Abend und wir freuen uns sehr, dass wir ihn mit lieben Menschen hatten verbringen können.


Iny und Elmar Lorentz

Die lange Reise Teil 4: Lesung in Erkrath

Lesung
von Iny und Elmar am 19-10-2010

In Schobüll hatten wir uns an die frischen Temperaturen des Nordens und den steifen Seewind gewöhnt. Doch als wir wieder nach Süden aufbrachen und schließlich Düsseldorf erreichten, empfing uns ein warmer Spätsommertag, der schließlich in einen Bilderbuchabend mündete, den wir am Unterbacher See von Herzen genossen. Allerdings waren wir nicht zum Vergnügen da, sondern um am nächsten Tag in der Stadtbücherei Erkrath-Hochdal zu lesen. Es war der 04.10.2010, der Tag vor der Ausstrahlung der Wanderhure, und unser Nervositätspegel stieg langsam an. Es war ganz gut, dass wir nicht aus diesem Roman lesen mussten, sondern aus Aprilgewitter. Vorher aber gingen wir mit Frau Schendekehl vom Förderverein der Bibliothek und einer weiteren Dame essen. Ein voller Magen beruhigt nun einmal die Nerven mehr als ein leerer. Frau Schendekehls Begleiterin, deren Namen uns leider entfallen ist, berichtete dabei, dass sie für die Lesung extra ihre Mutter aus Koblenz hätte holen müssen.

Für uns war dies natürlich ein zusätzlicher Ansporn, und als wir wieder die Stadtbibliothek erreichten, war die Dame auch schon anwesend und wir führten ein angeregtes Gespräch mit ihr. Die Lesung selbst verlief angenehm. Elmars Froschjäger (Halspastillen) zeigten Erfolg, so dass er laut genug lesen konnte, und Iny war so gut wie immer.

Nach einer Pause, die von den Zuhörerinnen und Zuhörern zur Stärkung und von uns zum signieren benutzt wurde, begann die Fragerunde. Nach den üblichen Fragen nach unserer Arbeitsweise, unserem Werdegang und unseren weiteren Projekten kam die Sprache zwangsläufig auf den Film. Die meisten Anwesenden hatten den 05.10.2010 bereits rot im Kalender angestrichen und nahmen die Chance wahr, von uns etwas mehr über den Film und seine Entstehung zu erfahren. Als eine Dame die Besetzungsliste hörte, rief sie ergriffen: "Was? Götz Otto, der bei James Bond mitgespielt hat, spielt auch mit!" Wir konnten ihr sagen, dass nicht nur die Rolle König Sigismunds mit Götz Otto, sondern auch jede andere Rolle mit ausgezeichneten Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt worden sei.

Die Unterhaltung wurde sehr lebhaft uns so dauerte es, bis Frau Schendekehl die Veranstaltung als beendet erklären konnte. Wir unterhielten uns noch kurz mit der alten Dame aus Koblenz, verabschieden uns dann, und kehrten auf den Campingplatz zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Die lange Reise Teil 3: Bei d Wanderhure i. Berlin

Bericht
von Iny und Elmar am 13-10-2010

Der Abstecher nach Berlin war eigentlich nicht geplant. Doch während unserer Reise erreichte uns plötzlich die Einladung von Sat1, an der Premiere der Wanderhure in Berlin teilzunehmen. So schnell wie diesmal haben wir wohl selten unsere Pläne geändert und zugesagt. Unsere bisherigen Erfahrungen mit Berliner Campingplätzen und den langen Anfahrtszeiten ins Zentrum hielten uns davon ab, mit dem Wohnwagen hinzufahren. Daher wählten wir für die eine Nacht ein Hotel und ließen unser rollendes Arbeits-, Schlaf-, und Wohnzimmer in Schobüll zurück.

Die Fahrt nach Berlin verlief ohne Probleme. Auf dem Weg zum Hotel gab es jedoch eine Begegnung der besonderen Art, denn wir benützten die selben Straßen, auf denen Lore in unserem Roman Aprilgewitter ausgefahren ist und für den Bruchteil eines Augenblicks sahen wir statt der Autos Kutschen und Reiter, die uns lächelnd begrüßten.

Wir kamen früh genug im Hotel an, um gemütlich essen und uns etwas erholen zu können. Unsere Filmagentin Isabel holte uns pünktlich ab und brachte uns in ein weiteres Hotel, in dem sich die Maske befand. Dort saßen bereits Alexandra Neldel und Elena Uhlig und fieberten dem großen Auftritt am Abend entgegen. Auch wir überließen uns kurz den geschickten Händen der Visagistinnen, und gingen dann in die Lobby zu Isabel und Frau Hinteneder von Sat1. Bei den beiden saß eine ausnehmend hübsche junge Dame und begrüßte uns mit den Worten. „Ich sehe jetzt zwar anders aus, aber ich bin Hiltrud!“

Wir hätten Nadja Becker aber auch so erkannt und freuten uns, sie zu sehen. In rascher Folge trafen nun auch Bert Tischendorf, Götz Otto und Julian Weigend, die Produzenten Andreas Bareiss und Sven Burgemeister, der Regisseur Hansjörg Thurn, Gabriele Kister, die das Drehbuch für die Wanderhure geschrieben hat, sowie etliche maßgebliche Leute von Sat1 ein. Außerdem lernten wir endlich Andreas Bareiss Geschäftspartnerin Gloria Burkert kennen, die ebenfalls großen Anteil an dem Gelingen der Verfilmung hat. Es war eine angenehme Runde, die sich hier zusammengefunden hatte, und doch war die Anspannung vor der großen Premiere in der Astor Film Lounge zu spüren. Die wenigen Schritte dorthin legten wir zu Fuß zurück. Alexandra Neldel, Götz Otto und die anderen waren es gewohnt, im Blitzlichtgewitter der Fotografen auf dem roten Teppich zu stehen, doch für uns war es ein seltsames Gefühl. Die Menge der Fotografen, die sich hier versammelt hatte, überraschten alle, und so dauerte es einige Zeit, bis wir entlassen wurden und die Astor Film Lounge betreten konnten.

Mit einem Schluck Met, ein paar Knabbereien und einigen interessanten Gespräche mit Premieregästen brachten wir die restliche Zeit bis 20:00 Uhr hinter uns und nahmen anschließend unsere Plätze ein. Herr Kosack von Sat1 hielt eine kurze Ansprache, dann wurde es im Saal dunkel und auf der Leinwand erschienen die ersten Bilder der Wanderhure. Es war ein grandioses Gefühl, die Personen, denen wir mit diesem Roman Leben eingehaucht hatten, nicht wie bisher auf dem Fernsehgerät, sondern auf der großen Kinoleinwand zu erleben. Fasziniert verfolgten wir Maries Weg von der Konstanzer Bürgerstochter bis hin zur Wanderhure, die ihre verlorene Ehre wiedererlangen will und dies zuletzt auch schafft.

Der Beifall am Ende war gewaltig und er wurde auch nicht leiser, als Herr Kosack schließlich alle Darstellerinnen und Darsteller, sowie alle für den Film maßgeblichen Leute nach vorne auf die Bühne rief. Für uns war es ein großes Erlebnis, neben einer fabelhaften Alexandra Neldel (Marie), neben Elena Uhlig (Mechthild von Arnstein), Nadja Becker (Hiltrud), Lili Gesler (Madeleine), Agatha Taffertshofer (Berta), Bert Tischendorf (Michel), Julian Weigend (Ruppertus), sowie Götz Otto, der einen grandiosen König Sigismund spielte, stehen zu dürfen.

Ihnen allen, aber auch Hansjörg Thurn, Gabriele Kister, Gloria Burkert, Andreas Bareiss, Sven Burgemeister und allen anderen, die mitgeholfen haben, dass ein Traum Wahrheit geworden ist, gilt unser innigster Dank.

Ein großes Kompliment wollen wir auch dem großartigen Berliner Premierenpublikum aussprechen. Sie haben den Film mit offenen Herzen angenommen und diesen Abend erst so richtig zu einem ganz besonderen Abend gemacht. Es gibt keine Stadt, in der wir diese Premiere lieber erlebt hätten als bei euch in Berlin.

Nach dem Film war der Abend noch lange nicht zu Ende. Berliner feiern gerne und wir haben uns ebenso gerne angeschlossen. Dabei konnten wir noch etliche angenehme Gespräche führen. So erzählte Agathe Taffertshofer, dass es der Traum jeder Schauspielerin und jedes Schauspielers wäre, einmal bei einem so saftigen „Historienschinken“ dabei zu sein und dass sie ihre Rolle als Berta trotz gelegentlicher Diskussionen mit den Ziegen voller Begeisterung gespielt hätte. Sie berichtete auch, dass Hansjörg Thurn extra Schlammlöcher graben ließ, durch die sie mit ihrem Ziegenwagen fahren mussten.

Es wurde sehr spät, doch irgendwann winkte auch uns der Bettzipfel. Wir verabschiedeten uns von all den Menschen, die uns bereits in Fót bei Budapest, spätestens aber hier in Berlin ans Herz gewachsen sind, und teilen mit ihnen die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Marie, Michel, Hiltrud und König Sigismund.

Am nächsten Tag verließen wir nach einem letzten, angenehmen Gespräch mit Frau Hinteneder Berlin und fuhren nach Schobüll zurück. Statt im Grand Hotel Esplanade wartete unser Bett im Wohnwagen auf uns, sowie weitere Aufgaben, die es zu bewältigen galt.


Iny und Elmar Lorentz

Die lange Reise Teil 2: Im Norden

Bericht
von Iny und Elmar am 12-10-2010

Die Lesung in Tostedt:

Nach der Criminale hieß es für uns am Montagmorgen, zu früher Stunde aufzubrechen und nach Norden zu fahren. Am Abend stand die Lesung in Tostedt in Niedersachsen an. Vorher aber wollten wir uns noch mit unserer Kollegin Caren Benedikt und deren Mann treffen und mit ihnen zu Abend essen.

Wir erreichten Tostedt früh genug, um alles in die Reihe zu bringen. Nach einem ausgezeichneten Abendessen und einem interessanten Gespräch fuhren wir zur Gemeindebücherei und wurden dort von Frau Scheibel begrüßt. Diese war zunächst ein wenig in Sorge wegen der relativ geringen Vorbestellungen, wurde dann aber vom Zustrom der Leserinnen (und drei Lesern) überrascht und musste erst einmal für weitere Stühle sorgen, da die bereitgestellten bei weitem nicht ausreichten.

Wir lasen aus Aprilgewitter, mussten vorher aber mit dem Gerücht aufräumen, wir würden Lore von Trettins Abenteuer zu einer zwölfbändigen Serie ausbauen. Dieser Irrtum ist wahrscheinlich wegen der Titel mit den Monatsnamen aufgekommen. Da haben wohl einige Leute gedacht, da es zwölf Monate gibt, wird es auch zwölf Romane geben. Wir belassen es aber bei der Trilogie.

Doch zurück zu Tostedt. Es wurde ein schöner Abend und wir durften dabei etliche Aprilgewitter signieren. Die Buchhändlerin hatte nur diesen Roman dabei und bedauerte es anhand der Nachfragen sichtlich, nicht auch Dezembersturm und die Wanderhuren-Reihe mitgebracht zu haben.

Zu später Stunde war auch diese Lesung vorbei, und am nächsten Tag mussten wir erneut den Wohnwagen anhängen. Doch es wurde diesmal keine lange Fahrt, da es nur gut 110 Km weiter nach Schleswig-Holstein ging. Dies gab uns die Chance, eine Werkstatt aufzusuchen und bei unserem Dicken einen Sensor austauschen zu lassen, der unterwegs den Geist aufgegeben hatte.

Die Lesung in Henstedt-Ulzburg:

Am 15.09.2010 kam dann die nächste Lesung in Henstedt-Ulzburg. Wir waren sehr gespannt darauf, denn von Frau Breitschädel von der dortigen Gemeindebibliothek war der Anstoß zu dieser Lesereise in den Norden gekommen. Die Gemeindebücherei von Henstedt-Ulzburg und die Buchhandlung, die den Büchertisch organisierte, befanden sich im gleichen Gebäude, und so schauten wir erst einmal in das Buchgeschäft. Just an dem Tag war die Filmausgabe der Wanderhure mit dem Cover und den Bildern vom Film eingetroffen, und da wir dort in einer Reihe mit Alexandra Neldel, Götz Otto und Bert Tischendorf abgebildet sind, wurden wir im Laden sofort erkannt.

Nach einem kleinen Abendessen begaben wir uns in die Gemeindebücherei. Hier war bereits alles für die Lesung vorbereitet. Da Elmar sich bei der Criminale einen Virus eingefangen hatte, war er ein wenig in Sorge, ob seine Stimme durchhalten würde, doch gab es hier keine Schwierigkeiten. Auch die anschließende Fragerunde hielt er erstaunlich gut durch. Viele Fragen galten natürlich dem Film, dessen Ausstrahlungszeitpunkt sich ja immer mehr näherte. Eine Dame hatte Julien Weigend bereits live erlebt hatte und war begeistert, ihn als den Schurken Ruppertus wiedersehen zu können. Auch Alexandra Neldels Part als Marie wurde mit großem Wohlwollen aufgenommen. Natürlich wollten die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer auch wissen, wie es mit Lore weitergehen würde. Wir konnten hier auf den Abschlussband der Trilogie hinweisen, der im Sommer nächsten Jahres erscheinen wird. Zu später Stunde löste sich schließlich die Runde auf und nach einem letzten Gespräch mit Frau Breitschädel und deren Kollegin verließen wir Henstedt-Ulzburg mit dem guten Gefühl, dass die Reise in den Norden sich gelohnt hatte.


Die Lesung in Trappenkamp:

Tags drauf am Donnerstag, den 16.09.2010 stand die nächste Lesung auf dem Programm. Trappenkamp rief, und wir waren bereit, diesem Ruf zu folgen.

Wie fast immer bei Lesungen fahren wir den entsprechenden Ort etwas früher an, melden uns bei den Veranstaltern, und fragen nach einem Lokal, in dem wir zu Abend essen können. So war es auch diesmal. Frau Petersen von der Bücherei in Trappenkamp nannte uns ein gutes Restaurant, meinte dann aber etwas besorgt, dass die Anmeldungen für die Lesung zwar für ihre kleine Gemeindebibliothek sehr gut wären, aber wahrscheinlich nicht unseren Vorstellungen entsprechen würde. Wir beruhigten sie dahingehend, dass die genannte Zahl durchaus akzeptabel wäre, und machten uns auf dem Weg, um zu essen. Da bis zur Öffnung das Lokals noch ein paar Minuten blieben, gingen wir unterwegs in einen Supermarkt, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Dabei entdeckten wir die ersten Funkzeitschriften, die die Woche mit dem 05.10.2010 abdeckten, und sahen natürlich sofort nach, wie die Wanderhure darin angekündigt wurde. Wir waren mehr als zufrieden, den Film in allen Fernsehzeitungen besonders herausgehoben oder sogar als Tipp des Tages zu finden.

Nach dem Essen kehrten wie in die Bücherei zurück und signierten die Bücher der Zuhörerinnen und Zuhörer, die nun in immer größerer Zahl eintrafen. Frau Petersens Vorhersage wurde um mehr als ein Drittel übertroffen und sie ließ es sich nicht nehmen, dies mit ihrer Kamera zu dokumentieren.

Die eigentliche Lesung ging sehr gut über die Bühne und nach einer Pause, in der die Anwesenden sich stärken konnten, während wir weiter signierten, begann eine muntere Fragerunde, bei der natürlich auch der Film eine bedeutende Rolle spielte. Zu später Stunde wurden schließlich die letzten Bücher signiert und noch einige Gespräche im kleineren Kreis geführt. Eine Dame erzählte, sie würde gerne ihre Memoiren schreiben, fühle sich aber bereits zu alt dafür. Wir rieten ihr, das Ganze langsam und mit Pausen anzugehen, um sich nicht zu erschöpfen. Auch wir würden einen Roman nicht an einem Tag schreiben, sondern die entsprechende Zeit dafür brauchen. Nach einem letzten Schluck Wasser verabschiedeten wir uns schließlich von Frau Petersen und ihren Kolleginnen und verließen Trappenkamp. Hinter uns lag eine gelungene Veranstaltung und die Bestätigung, wie wichtig und wertvoll der Kontakt zu unseren Lesern ist.

Besuch bei Gerit Bertram:

Bis zur nächsten Lesung hatten wir ein paar Tage Zeit, die wir zum Schreiben verwenden wollten, und für Ausflüge. Ein ausgedehntes Sturmgebiet mit heftigen Regenschauern schränkte unsere Pläne stark ein, doch dies hinderte uns nicht, am Samstag unsere Kollegen Iris und Peter zu besuchen, eine Autorin und ein Autor, die ähnlich wie wir zusammenarbeiten und mit „Die Goldspinnerin“ eben ihren ersten Roman unter Gerit Bertram herausgebracht hatten.

Es wurde ein recht angenehmer Nachmittag und Abend. Wir tauschten uns über Verlage aus, besprachen den gerade herrschenden Trend bei historischen Romanen, tranken Kaffee, später auch ein Schlückchen Wein und ein Bier, und ließen uns zunächst Kuchen und am Abend einen kräftigen Eintopf schmecken. Bevor wir schließlich schieden, verabredeten wir uns für die Buchmesse und für einen Gegenbesuch der beiden bei uns im Spätherbst.


Die Lesung in Lauenburg:

Am Montag, den 20.09.2010, fuhren wir nach Lauenburg zur nächsten Lesung. Bei der dortigen Stadtbücherei angekommen, sahen wir zwar die Plakate, die auf unsere Lesung hinwiesen, fanden die Bibliothek selbst aber verschlossen vor. Eine Dame in der im selben Gebäude untergebrachten Weingartenschule wies uns schließlich den Weg in die Aula. Dort waren der Bibliotheksleiter, Herr Patzner, und einige andere Leute gerade dabei, alles für die Lesung vorzubereiten. Von ihnen erfuhren wir, dass so viele Karten im Vorverkauf weggegangen waren, dass die Lesung von der Bücherei in die Aula der Schule verlegt werden musste. Zwar hatten Herr Patzner und seine Crew Schilder aufgehängt, die den Weg weisen sollen, allerdings waren diese für Ortsfremde wie uns nicht eindeutig zu interpretieren. Daher eilte Herr Patzner immer wieder zur Bibliothek, um die Leute, die dort warteten, in die Aula zu weisen.

Wir hatten erst einmal genug zu tun, um Bücher zu signieren. Dabei zeigte es sich, dass wir ein weiteres Mal drei Generationen, nämlich Großmutter, Mutter und Tochter als Zuhörer hatten. Für uns ist das immer ein schönes Zeichen, wenn unsere Romane von Menschen gleich welchen Alters gelesen werden. Bei einer der Lesungen in Schleswig-Holstein erzählte eine Dame, sie hätte ihrer sich gelangweilt fühlenden 80-jährigen Tante die Wanderhure zum Lesen gegeben. Die alte Dame hätte das Buch in Rekordgeschwindigkeit ausgelesen und umgehend die Frage gestellt: „Gibt es da noch was?“

So schnell, wie diese Dame liest, können wir natürlich nicht schreiben, aber wir haben ja immerhin einen hübschen Vorlauf mit bisher vierzehn Iny-Lorentz-Romanen (einschließlich der im Oktober erscheinenden Ketzerbraut), zwei wie Iny-Lorentz-Romane geschriebene Eric Maron-Romane und unsere übrigen Pseudonyme.

Die Lesung selbst war wie alle im Norden sehr schön, was nicht zuletzt an der ausgezeichneten Mikrophonanlage lag, da unsere Stimmen den kühlen und regnerischen Tagen der letzten Zeit Tribut zollen mussten. Wir hielten aber gut durch und als wir zu später Stunde aufbrachen, taten wir dies mit dem Bewusstsein, eine schöne Zeit mit unseren Leserinnen und Lesern verbracht zu haben. Der Männeranteil war in Lauenburg übrigens bei dieser Leserreise am höchsten!

Der darauffolgende Morgen brachte den nächsten Ortswechsel mit sich. Allerdings mussten wir auch diesmal nicht allzu weit zu fahren. Nach zwei Stunden erreichten wir unseren letzten Campingplatz im Norden und hatten erst einmal einen freien Tag für uns.


Die Lesung in Bredstedt:

Am Donnerstag, den 23.09.2010 fuhren wir etwas früher nach Bredstedt, um uns mit Herrn Kreise, dem Vertreter von Droemer-Knaur in Schleswig-Holstein zu treffen. Nach einen angenehmen Gespräch beim Abendessen brachen wir dann zur Bücherei auf. Waren die bisherigen Lesungen auf dieser Reise sehr gut besucht worden, so pendelte sich die Zuhörerzahl diesmal in einem bescheideneren Rahmen ein, was allerdings der Stimmung keinen Abbruch tat. Besonders freuten wir, unseren alten Freund Bernd aus dem Fantasyclub wiederzusehen, bei dem wir vor vielen Jahren Mitglied gewesen waren. Da wegen der Lesung wenig Zeit blieb, sich auszutauschen, verabredeten wir uns für einen der folgenden Tage, um dann auch ein wenig in der Vergangenheit zu schwelgen.

Die Lesung selbst fand ein gutes Echo und der Nachschlag, sprich das Beantworten der Fragen der Teilnehmer, wurde recht munter. Wir erzählten über uns, über unsere Romane, über unsere weiteren Pläne, und natürlich über die Verfilmung der Wanderhure. Als sich der Kreis auflöste, brachen wir Bernd, der mit dem Zug angereist war, mit unserem Dicken nach Hause und kehrten auf den Campingplatz in Schobüll zurück. Die Lesereise nach Norden war damit vorbei. Vor uns lagen mehrere freie Tage, die wir zur Erholung nutzen wollten. Die hatten wir auch nötig, denn sechs Lesungen so kurz hintereinander kosten doch Kraft. Außerdem mussten wir uns wieder um unsere laufenden Projekte kümmern, die auch nicht vernachlässigt werden dürfen.

Ein Ereignis warf jedoch bereits seinen Schatten voraus, und das war die Premiere der „Wanderhure“ in Berlin.


Iny und Elmar Lorentz

Die lange Reise Teil 1: Die Criminale

Bericht
von Iny und Elmar am 10-10-2010

Schon im Vorfeld war uns klar, dass 2010 ein heißer Herbst für uns werden würde. Wir hatten geplant, Anfang September die Criminale, das Jahrestreffen der deutschsprachigen Krimiautoren in der Nordeifel besuchen und anschließend eine Lesereise nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen machen. Kurz vor der Buchmesse in Frankfurt stand eine weitere Lesung in Erkrath bei Düsseldorf an, und dann kam die Buchmesse selbst.

Als wir am 05.09.2010 aufbrachen, lagen fünf volle Wochen mit Auto und Wohnwagen vor uns. So lange waren wir seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr unterwegs gewesen und wir fragten uns natürlich, wie wir diese Zeit überstehen würden. Ein Zurück gab es jedoch nicht.

Die ersten beiden Tage in der Nordeifel waren privaten Verpflichtungen gewidmet und danach führte uns unser Weg am 08.09.2010 nach Schleiden-Gemünd im Landkreis Euskirchen, um uns bei der Criminale anzumelden. Nach einem ersten Beschnuppern der bereits angereisten Krimiautoren ging es dann nach Kommern bei Mechernich. Dort fand im Rheinischen Freilichtmuseum die Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Criminale statt. Es wurde eine in allen Belangen gelungene Sache, spritzig, humorvoll und ein wenig skurril, so, wie man es von Krimiautoren erwarten kann.

Freitag und Donnerstag gab es für uns Autoren Fortbildungskurse an verschiedenen Orten, die zumeist von Leuten abgehalten wurden, die zur Verwaltung des Landkreises Euskirchen, aber auch des Landes Nordrhein-Westfahlen gehörten. Für uns war das alles sehr neu und natürlich auch interessant zu sehen, wie wichtig die Criminale von der Gegend, in der sie stattfand, genommen wurde.

Natürlich fanden auch etliche Lesungen statt. Immerhin waren mehr als 180 Krimiautorinnen und –autoren zusammengekommen, und so hatten wir die Qual der Wahl. Wir entschieden uns schlussendlich für eine Lesung während einer Schifffahrt auf dem Rurstausee, bei der zwei Autorinnen lasen, die wir unbedingt persönlich kennenlernen wollten. Mit Ulrike Renk hat Iny bereits seit einigen Jahren in Mailkontakt gestanden, ohne dass sich die Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen ergeben hatte, und Beate Maxian wird von der gleichen Agentin vertreten wie wir selbst.

Doch auch zwischen all den Veranstaltungen war es sehr schön, Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen oder neue kennenzulernen. Edda Mink und Petra Schier sind hier zu nennen, aber auch Sabine Klewe, Ilka Stitz, Elke Schwab, Rebecca Gablé und viele andere. Als Autor hat man nur selten die Gelegenheit, so lange unter seinesgleichen zu sein, und das wurde intensiv genutzt.

Auch wir waren für eine Lesung eingetragen, und zwar im Wildfreigehege Hellenthal. Es war die letzte Lesung bei der Criminale und prompt spielte uns das unbeständige Eifelwetter einen Streich. Eigentlich hätten wir zusammen mit Elke Schwab und Alexander Pfeiffer unter freiem Himmel am Lagerfeuer lesen wollen, doch der einsetzende Regen vertrieb uns in die Gastwirtschaft des Wildparks. Die war aber recht urig eingerichtet und stellte einen ausgezeichneten Rahmen für eine Lesung dar. Wie fast alle Lesungen bei der Criminale war auch diese sehr gut besucht und die Zuhörer kamen auf ihre Kosten.

Als wir uns gegen 20:00 Uhr verabschiedeten, war die Criminale 2010 für uns Vergangenheit. Es war eine schöne Veranstaltung in angenehmer Atmosphäre und machte Appetit auf die Criminale 2011 in Mönchengladbach


Iny und Elmar Lorentz

Pressetermin in Hamburg

Info
von Iny und Elmar am 25-08-2010

Wir hatten eine Reise nach Irland gebucht und unsere Gedanken galten bereits der grünen Insel und den Stellen, die wir dort aufsuchen wollten. Da schneite uns kurzfristig von Sat1 eine Einladung zu einem Pressetermin in Hamburg ins Haus, und das ausgerechnet für den gleichen Tag, an dem wir nach Dublin fliegen wollten.

Bedauernd sagten wir zunächst ab. Dann aber machte unsere Filmagentin Isabel den Vorschlag, wir könnten die Flüge doch umbuchen lassen und über Hamburg nach Irland fliegen. Etliche Telefongespräche und E-Mails später war alles erledigt. Wir brauchten nur noch unsere Sachen zu packen und uns am 12.08.2010 auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Der Flug nach Hamburg verlief planmäßig und glatt, ebenso die Taxifahrt zum Hotel. Als wir dort beim Einchecken gleich auf Petra Hinteneder von Sat1 trafen, waren wir auch in dieser Hinsicht angekommen.

Amüsant war, dass die Dame an der Rezeption wegen unserer T-Shirts glaubte, wir wären ein Schamanenpaar. In gewisser Weise sind wir dies auch, nämlich Schamanen des geschriebenen Wortes.

Der Abend begann mit einem Platzregen und einer angenehmen Überraschung. Alexandra Neldel war ebenfalls bereits eingetroffen und so saßen wir in gemütlicher Runde zusammen und ließen den Film und unseren Besuch bei Dreh in Ungarn Revue passieren. Außerdem wünschten wir uns alle genug Zuschauer bei der Ausstrahlung, damit Alexandra nach der Wanderhure vielleicht auch die Kastellanin darstellen kann.

Zu später Stunde verabschiedete Alexandra sich. Wir saßen noch ein wenig mit Petra Hinteneder zusammen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Mit der Gemütlichkeit war es am nächsten Tag jedoch vorbei. Wir hatten sieben Termine auf unserer Liste und mussten der versammelten Presse Rede und Antwort stehen. Die meistgestellte Frage war natürlich, wie uns der Film gefallen habe. Die Antwort war, dass wir einfach begeistert von der Umsetzung unseres Romans und von der grandiosen Leistung der Schauspieler sind.

In einer kleinen Pause sprachen wir noch mit Götz Otto, doch dann wurde es für uns langsam Zeit, zum Flughafen aufzubrechen, um den Flug nach Dublin zu erwischen. Viel Zeit blieb uns nicht mehr, doch konnten wir uns noch von Alexandra verabschieden. Während wir unser Pensum bei diesem Pressetermin erfüllt hatten, stand ihr noch ein langer Nachmittag bevor. Dafür wünschten wir ihr alles Gute und verließen das Hotel in dem Bewusstsein, trotz aller Journalistenfragen etliche ebenso angenehme wie aufregende Stunden verbracht zu haben.

Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten vom August 2010

Info
von Iny und Elmar am 11-08-2010

In wenigen Tagen ist für uns die Sommerpause endgültig vorbei. Eine wirkliche Pause war es ja nicht. Schließlich mussten wir ganz normal weiterschreiben, und unser Terminkalender war auch nicht gerade leer. Wir hatten auch mehrfach Verlagsgrößen von Droemer-Knaur zu Gast, die sich bei uns "Die Wanderhure" angesehen haben. Alle waren von dem Film begeistert und bewunderten vor allem Alexandra Neldel in der Rolle der Marie. Einige Besucher kannten sie bis jetzt nur aus Vorabendserien und waren sehr erstaunt zu sehen, was für eine ausgezeichnete Charakterdarstellerin sie ist.

             DIE WANDERHURE – Der Film
In den nächsten Tagen haben wir die große Freude, Alexandra Neldel, aber auch Nadja Becker, Elena Uhlig, Bert Tischendorf, Götz Otto, Thure Riefenstein und den Regisseur Hanjörg Thurn in Hamburg wiederzusehen. Dies ist für uns auch die Gelegenheit, allen für einen wundervollen Film zu danken.
Laut unseren letzten Informationen läuft "Die Wanderhure" am
           05.10.2010

           um

           20:15 Uhr

           bei

           SAT1



Iny Lorentz:

Mit "Aprilgewitter" ist der zweite Teil der Trilogie um Lore von Trettin und ihre Freundin Nathalia erschienen. Der Roman steht mittlerweile seit sechs Wochen auf der Bestsellerliste. Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern für diesen grandiosen Erfolg!

Rechtzeitig zur Buchmesse und zum Film wird es eine Sonderausgabe von "Die Wanderhure" geben. Auf dem Cover ist die unvergleichliche Alexandra Neldel als Marie zu sehen. Dazu gibt es Bilder aus dem Film und einen kleinen Beitrag von uns über den Weg der Wanderhure Marie von der ersten Idee über das Buch bis hin zum fertigen Film.

Vergessen wollen wir auch nicht das Iny-Lorentz-HC des Jahres. Am 22.10.2010 erscheint "Die Ketzerbraut" und führt uns in eine der interessantesten Zeiten unserer Geschichte ein.

Inzwischen ist auch die tschechische Ausgabe der Tochter der Wanderhure erschienen. Es ist der sechste Iny-Lorentz-Roman, der ins Tschechische übersetzt worden ist.

Nicola Marni:

Hier steht das zweite Abenteuer von Torsten Renk an. Auch diesmal hat unser Held es mit hartgesottenen Schurken zu tun, die über Leichen gehen, um ihr Ziel zu erreichen. Außerdem erwarten ihn einige Überraschungen in seiner Dienststelle. Der Roman heißt "Die geheime Waffe" und erscheint am 27.09.2010 bei Page & Turner.



Mara Volkers:

Hier ist vor kurzem bei Piper mit "Die schwarze Königin" unser erster Urban-Fantasy-Roman erschienen. Er spielt in Wien und bringt uns die Mitglieder eines ganz exklusiven Clubs nahe, die in der Stadt des Walzers und der Lipizzaner allerdings wenig Sinn für Touristenherrlichkeit aufbringen können.



Weitere Aussichten:

Die Arbeiten an den Romanen für 2011 gehen planmäßig voran. Bei Iny Lorentz wird im Sommer 2011 der Abschlussband der Trilogie um Lore von Trettin und Nathalia von Retzmann unter dem Titel "Juliregen" erscheinen. Darin gibt es ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten.

Der dritte Roman über Torsten Renk ist mittlerweile fertig und ebenfalls für 2011 eingeplant.

Bei Mara Volkers haben wir inzwischen den zweiten Urban-Fantasy-Roman geschrieben. Allerdings ist uns hier der Erscheinungstermin noch nicht bekannt. Übrigens wird mit "Die Reliquie" der erste Band unserer Teufelstrilogie in einer sehr schönen Ausgabe bei Piper wieder aufgelegt.

Damit wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern weiterhin viel Vergnügen beim Lesen.



Iny und Elmar

alias

Iny Lorentz
Nicola Marni
Mara Volkers
Diana Wohlrath

Lesung in Haag in Oberbayern

Lesung
von Iny und Elmar am 24-06-2010

Auch wenn das Wetter derzeit noch nicht darauf hindeutet, so nähert sich langsam doch die Ferienzeit und wir wollen in den nächsten Wochen ein wenig kürzer treten. Nun stand noch die letzte Lesung dieser recht arbeitsreichen Frühjahrssaison auf dem Plan. Diese fand in der katholischen Bücherei des Marktes Haag in Oberbayern statt. Für uns bedeutete das eine angenehm kurze Anreise und keinerlei Übernachtung, da wir hinterher nach Hause fahren konnten.

Frohgemut machten wir uns am 18.06.2010 Nachmittag auf den Weg, holten unsere Freundin Ingeborg ab und richteten die Nase unseres Dicken ostwärts. Wie immer am Freitag um die Zeit herrschte ein reger Feierabendverkehr und wir waren bald froh, einen genügend großen Zeitpuffer eingeplant zu haben. Daher kamen wir gerade noch rechtzeitig an. Nein, nicht zum Lesen, sondern erst einmal, um zu essen. Hungrig lesen wir nämlich nicht so gerne, außerdem unterhalten wir uns gerne mit jemand aus dem Veranstalterteam, um uns ein wenig warm zu reden.

Kurz vor 19:00 Uhr kamen wir dann im Pfarrsaal von Haag an, haben uns auf unsere Plätze gesetzte und begonnen, die ersten Bücher zu signieren. Mit der Zeit füllte sich der Raum und es stellten sich immer mehr Leute in die Schlange, um sich eine Widmung in ihr Buch schreiben zu lassen. Da Elmars Schwester mit einem Auto voll Bekannten aus ihrem Heimatdorf erschienen war, fand diese Lesung unter den kritischen Augen von Verwandten statt.

Da immer noch ein paar Bücher zu signieren waren, ging die Lesung selbst mit ein paar Minuten Verspätung los. Wir lasen aus Dezembersturm, wofür das kühle und regnerische Wetter eine passende Kulisse bildete, und erzählten von den Bedingungen, unter denen die Rettung der Überlebenden der "Deutschland" stattfand, und von den Folgen für die Schifffahrt.

Nach einer Pause, bei der sich alle stärken konnten bis auf uns, denn wir mussten wieder Bücher signieren, folgte eine recht muntere Fragerunde. Die Zuhörer wollten wissen, wie es mit Lore, Nathalia und Fridolin weitergeht, und da konnten wir auf Aprilgewitter verweisen, das in wenigen Wochen erscheinen wird, und auf den dritten Band der Trilogie, an dem wir gerade arbeiten.

Natürlich gab es auch Fragen zur Verfilmung der Wanderhure, die wir gerne und ausführlich beantworteten. Es war ein ebenso interessanter wie angenehmer Abend, der uns viel Spaß gemacht hat. Als wir schließlich das Zeichen zum Ende gaben, war die Zeit bereits fortgeschritten. Elmars Schwester und ihre Begleiterinnen verabschiedeten sich nun ebenfalls, und auch wir stiegen nach letzten Gesprächen in unseren Dicken und lenkten ihn Richtung Heimat.

Auch wenn derzeit auf unserer Homepage keine neuen Lesungen stehen. Es sind bereits wieder welche geplant, und die werden uns in einen Teil unseres Landes führen, in dem wir bislang noch nicht gelesen haben. Dann aber wird der Dezembersturm einem Aprilgewitter gewichen sein.

Iny und Elmar

Sachsen 2010

Bericht
von Iny und Elmar am 21-06-2010

Im Frühjahr dieses Jahres erreichte uns die Anfrage, ob wir bei dem vom 08.06.2010-13.06.2010 stattfindenden Literaturfest in Meißen teilnehmen könnten. Allerdings wollten wir nicht einfach nach Sachsen hochrasen, lesen, und wieder verschwinden. Daher beschlossen wir, ein paar Tage früher anzureisen und so wie in jenen Zeiten, in denen wir noch arbeiten gingen, einen kleinen Schreiburlaub zu machen. Dies hieß für uns, am Vormittag zwei bis drei Stunden zu schreiben, und uns den Rest des Tages etwas anzusehen.

Auch wollten wir bei dieser Reise unsere Verlags-Kollegin Sabine Ebert in Freiberg besuchen. Etliche E-Mails gingen hin und her, in denen Sabine uns auf ihre Lesung in Altzella bei Nossen aufmerksam machte. Das, was sie darüber berichtete, machte uns neugierig, und so fuhren wir am Freitag, den 04.06. frühmorgens los. Ziel war der Campingplatz in Kleinröhrsdorf, der uns zwar längere Anfahrtswege nach Nossen, Freiberg und Meißen bescherte, aber auch ausgezeichnete Facilities und vor allem Ruhe. Zuhause werden wir derzeit nämlich von Baulärm geplagt und das macht die Arbeit nicht immer zum Vergnügen.

Wir kamen gut an und konnten unseren Wohnwagen mit Hilfe einiger Platznachbarn auf den Stellplatz schieben. Das Auto war uns keine Hilfe, denn der Boden war durch die starken Regenfälle der vorhergegangenen Tage so aufgeweicht, dass die Räder durchdrehten. Ein wenig hatten wir Angst, das Wetter könnte regnerisch bleiben und unser Platz sich in eine Schlammwüste verwandeln. Doch an dem Tag blieb es trocken und so brachen wir am späten Nachmittag nach Altzella auf. Dort angekommen mussten wir Sabine nicht einmal suchen, denn wir stießen direkt auf sie. Es blieb eine halbe Stunde Zeit, sich hinzusetzen, eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Während Sabine anschließend die Vorbereitungen für ihre Lesung traf, schlenderten wir über das Klostergeländer, unterhielten uns mit der Buchhändlerin und einigen Fans, und stiegen schließlich die Treppe in den Saal hoch, in dem Sabine lesen würde.

Diese hatte uns nicht zu viel versprochen. Es wurde eine runde Sache mit Lesung, Harfenspiel und zwei mittelalterlich gewandeten Gruppen, die den Zuhörern einen Einblick in die Kleidungssitten jener Zeit gaben. Allerdings braucht man, um so etwas auf die Beine zu stellen, etliche willige Helfer. Diese hatte Sabine bei dem Verein Kultur in Nossen, kurz KUNO genannt, gefunden.

Anschließend gab es noch ein Feuerspektakel, von dem wir aber nur den Anfang mitbekamen, da der lange Anfahrweg nach Sachsen seinen Tribut forderte und wir uns zurück zum Campingplatz und in unsere Betten sehnten. Es wäre ein vollends geglückter Tag geworden, hätte nicht die Speicherkarte unserer Kamera zuletzt den Dienst aufsagt. Leider waren damit alle in Altzella geschossenen Fotos im Nirwana entschwunden.

Zu erwähnen ist noch, dass uns zwei Tage vor unserer Abfahrt die Druckfahnen für die "Schwarze Königin", die bei Piper erscheinen wird, ins Haus geschneit sind. Diese mussten wir unterwegs durchsehen und im Computer Notizen machen, damit die Änderungen nach unserer Rückkehr sofort auf elektronischen Weg zum Verlag gehen konnten. Dort hatte man nämlich nur noch einen Tag, um sie einzutragen.

Der Samstag sah uns daher mit den Druckfahnen beschäftigt. Auch Sonntag ackerten wir diese durch, fuhren aber am Nachmittag nach Radebeul, um uns das Karl-May-Museum anzusehen. Wir fanden es sehr interessant, aber auch lehrreich, sowohl was die Ausstellung über die nordamerikanischen Indianer, aber auch Karl Mays Leben selbst betraf.

Montag gab es nach dem Frühstück Druckfahnen und nach dem Mittagessen Presse. Unsere Kollegin Bettina Hennig ("Luise, Königin aus Liebe") arbeitet für die Neue Post und hatte wegen eines Interviews bei uns angefragt. Unser Vorschlag, dies in der Nähe von Dresden im Wohnwagen zu machen, hatte sie begeistert aufgenommen, und so saßen wir mit ihr und einem Fotoreporter zusammen und beantworteten ihre Fragen. Hinterher wurden noch Fotos geschossen, dann verabschiedeten sich die beiden und wir kehrten zu unseren Druckfahnen zurück.

Für Dienstag hatten wir unseren Besuch bei Sabine Ebert in Freiberg geplant. Das Wetter versprach durchwachsen zu werden, trotzdem hofften wir, es würde Sabine und uns gelingen, die ins Auge gefasste Stadtführung durchzuführen. Wir schafften es auch, allerdings vertrieb uns einsetzender Regen mehrfach in ein Cafe oder Restaurant. Es war trotz des nassen, himmlischen Segens ein Nachmittag in einer wunderbaren Atmosphäre und als wir uns verabschiedeten, drückten wir Sabine sämtliche Daumen für die letzten, wenigen Seiten, die sie noch am vierten Hebammen-Roman zu schreiben hatte.

Der Mittwoch sah uns bei tropischen Temperaturen in Dresden. Zwar blieb auch hier ein kräftiger Schauer nicht aus, doch den überstanden wir unter dem großen Schirm eines Biergartens und ließen uns derweil das Essen schmecken.

Auch der Donnerstag zählte zum touristischen Programm, denn wir unternahmen mit einem der sächsischen Seitenraddampfer eine Schifffahrt auf der Elbe durch das Elbsandsteingebirge. Dabei fachsimpelten wir über Dezembersturm und die Rettung der Passagiere der 'Deutschland' durch den Seitenradschlepper 'Liverpool', der noch kleiner als dieser Ausflugsdampfer gewesen ist.

Am Freitag, denn 11.06.2010 begann auch für uns das Literaturfest in Meißen. Nach dem obligatorischen Druckfahnenkorrigieren brachen wir vom Campingplatz auf, fuhren nach Meißen, und suchten dort erst einmal nach einem Parkplatz. Als einer gefunden war, kam unser Handy zu Ehren. Wir hatten uns nämlich mit Heidi Rehn ("Die Wundärztin") verabredet und mussten diese erst finden. Auf dem Weg zum Treffpunkt stießen wir aus Zufall auf Renate Doms ("Geschichten aus dem Wuddelwald") und deren Verleger Steffen Knabe. Kurz darauf stieß auch Heidi hinzu und wir setzten uns am Markt zu fünft unter einem großen Sonnenschirm, aßen, tranken und hörten den von dem Meißener Landrat Arndt Steinbach gelesenen "Geschichten aus dem Schlaraffenland" zu.

Um 19:00 Uhr war Heidi mit ihrer Lesung aus "Die Wundärztin" an der Reihe. Sie machte ihre Sache ausgezeichnet und begeisterte uns und die zahlreich erschienenen Bücherfreunde. Ein kleiner Umtrunk beschloss schließlich den lauen Sommerabend, dann kehrten wir zu unserem Campingplatz zurück.

Samstagmorgen erledigte Elmar den Rest seiner Arbeit an den Druckfahnen. Am frühen Nachmittag brachen wir wieder nach Meißen auf, stellten dort unseren Dicken ab, und schlenderten durch die Stadt. An vielen Stellen wurden Lesungen gehalten, doch wir konzentrierten uns auf vor allem auf den Markt, da wir dort selbst lesen würden. Zuerst aber meldeten wir uns bei den Organisatoren an, warfen einen kurzen Blick auf den Büchertisch, und entdeckten dabei auch ein Buch unserer langjährigen Freundin Uschi Zietsch. Noch während Iny sagte, dass wir Uschi unbedingt zu einem Buchtausch überreden müssten, betraten wir ein Lokal, und sahen Uschi vor uns. Wir hatten uns zwar das Programm des Literaturfestes besorgt, trotzdem war uns entgangen, dass auch Uschi dort lesen würde. Umso größer war die Freude, sie hier zu sehen.

Als wir uns dann wieder dem Markt annäherten, um selbst zu lesen, trafen wir in rascher Folge auf Susan Hastings ("Der Wollhändler", "Der schwarze Magier"), Tanja Kinkel und deren Vater, sowie Ulf Schiewe ("Der Bastard von Tolosa") und dessen Frau. Zeit, lange mit allen zu reden, blieb leider nicht, denn das Programm rief uns auf die Lesebühne.

Im Gegensatz zu den vorhergegangenen Tagen war es am Samstag kühl und regnerisch. Wir hatten jedoch Glück und konnten in einer Regenpause lesen. Erst als es hinterher ans Signieren ging, wurden die himmlischen Schleusen wieder geöffnet. Allerdings konnten wir uns unter das Zeltdach des Bücherstandes retten und dort die Bücher der Fans signieren, die in einer erstaunlich langen Schlange anstanden.

Für Tanja Kinkel, die nach uns lesen musste, war der Regen unangenehm. Zwar war sie selbst halbwegs geschützt, und auch der größte Teil der Zuhörer konnten sich unter zwei großen Schirmen zusammendrängen. Trotzdem blieb dem einen oder anderen nichts anderes übrig, als den eigenen Regenschirm aufzuspannen, oder sich unter den seines Nachbarn zu flüchten.

Der Regen, aber auch der Hunger, trieb uns zusammen mit Heidi Rehn in ein Lokal. Nachdem wir uns gestärkt hatten, wagten wir uns wieder ins Freie, um die Lesung Julia Freidanks mitzuerleben, die die Abenteuer der "Gauklerin von Kaltenberg" zum Besten gab und die Zuhörern neben dem Text auch mit ihren Fähigkeiten im Schwertkampf und ihrer ausgezeichneten Singstimme begeisterte.

Später am Abend hatte Dorit Kostall für die Autoren des Autorenforums Montsegur einen Tisch in einem Lokal reservieren lassen. Auch uns verlockte es, hinzugehen, doch ein Blick auf die Uhr hielt uns davon ab. Wir mussten am nächsten Morgen früh aufbrechen, damit Iny zu Hause die Zeit hatte, die Änderungen für die Druckfahnen zu kontrollieren und sie per E-Mail an den Piper-Verlag zu schicken.

Hinter uns blieben eine schöne Stadt und ein ebenso schönes Literaturfest zurück, dass uns sehr viel Spaß gemacht hat. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werden wir gerne wieder in Meißen lesen. Wer weißt, vielleicht sogar auch aus dem Roman, dessen Druckfahnen uns nach Sachsen begleitet haben.

Iny und Elmar

Neuigkeiten vom 17.06.2010

Info
von Iny und Elmar am 16-06-2010

Und wieder gibt es gute Nachrichten zu vermelden. So hat es das Taschenbuchausgabe „Die Tallinn-Verschwörung“ auf Platz 36 der Bestsellerliste geschafft. Für uns ist dies ein Riesenerfolg auf dem hart umkämpfen Thrillermarkt, und zudem der erste Roman mit einem anderen Pseudonym als Iny Lorentz, mit dem wir auf die Liste gelangt sind. Insgesamt haben wir dies jetzt mit zwölf Romanen geschafft, elf unter Iny Lorentz, einen unter Nicola Marni. Außerdem ist es das achtzehnte Buch, da von unseren Iny-Lorentz-Hardcovern auch die Taschenbuchausgaben auf die Harenberg-Bestsellerliste gekommen sind.

Damit können wir mehr als zufrieden sein und bedanken uns bei all unseren Fans für das Vertrauen, das sie uns erwiesen haben und hoffentlich auch in Zukunft erweisen.

Wir sind aber nicht nur in Deutschland erfolgreich. Die im Mai erschienene Polnische Ausgabe „Die Tochter der Wanderhure“ ist in Polen auf Anhieb auf Platz 34 der dortigen Bestsellerliste eingestiegen, und ist damit den Spuren von „Die Wanderhure“ und „Die Kastellanin“ gefolgt.

Die Tochter der Wanderhure war übrigens unser fünfter Roman, der nach Polen übersetzt worden ist. Im Herbst wird der sechste erscheinen. Damit steht Polen an der Spitze der Übersetzung von Iny-Lorentz-Romanen.

Mittlerweile liegt auch das Lesen der die Druckfahnen von „Die Schwarze Königin“ bei Piper hinter uns. Damit kann der Roman zum vorgesehenen Zeitpunkt erscheinen. Es ist ein Roman, wie ihn unsere Leser bisher nicht von uns kennen. Doch um kontinuierlich gut schreiben zu können, ist Abwechslung für uns unabdingbar. „Die Schwarze Königin“ hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir würden uns freuen, wenn dies auch bei unseren Leserinnen und Lesern so herüberkommt.

Eure

Iny und Elmar

DeLiA 2010 in Linz

Bericht
von Iny und Elmar am 07-06-2010

Nach tagelangem sorgenvollen Blick auf die Wettervorhersage machten wir uns am 27.05.2010 bei Regenwetter auf den Weg nach Linz zu den Liebesromantagen von DeLiA, der Vereinigung der deutschsprachigen Liebesroman-Autorinnen und –Autoren. Schon im Vorfeld waren die Erwartungen an dieses Ereignis enorm gewachsen, doch das Wetter schien uns einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Allen Wetterberichten zum Trotz klarte es jedoch kurz vor Linz auf und wir vermochten unseren Wohnwagen auf dem Campingplatz aufzustellen, ohne durchweicht zu werden. Auch als wir uns zu dem vereinbarten Treffpunkt im Stadtzentrum aufmachten, blieb wider Erwarten alles trocken.

Es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue Mitglieder von DeLiA kennenzulernen. Es blieb jedoch nicht viel Zeit für Unterhaltungen, denn am Abend war eine Lesung bei Thalia in der Landstraße anberaumt und wir wollten vorher noch eine Kleinigkeit essen. In einem kleinen Café in der Nähe wurden wir schließlich fündig und erlebten gleich etwas Amüsantes. Wir hatten bereits unsere Namensschilder angesteckt, und so wurde Iny von einer Angestellten im Café gefragt, ob sie wirklich die Iny Lorentz wäre. Die Frau ist ein großer Fan unserer Romane und freute sich sehr, uns zu sehen. Wir gaben ihr und einer Freundin Autogrammkarten und hatten gleichzeitig den Ort gefunden, an dem wir an den beiden folgenden Tagen vor Beginn der eigentlichen Veranstaltungen einen schnellen Latte macchiato trinken konnten.

Danach ging es weiter zu Thalia. Dort war bereits alles für die Lesung vorbereitet und wir konnten unsere Österreichpremiere feiern. Wir hatten zwar schon in Italien und Belgien gelesen, aber noch nie in der Alpenrepublik. Gewünscht war Dezembersturm und wir gaben einen kleinen Einblick in die Abenteuer Lores, Natis und Fridolins, bis dann die Fragerunde begann. Elmar stellte neben unseren Iny-Lorentz-Romanen auch die neuesten, unter anderen Pseudonymen veröffentlichten Werke vor. In dem Augenblick meldete sich eine ältere Dame und erklärte, sie würde eben "Die Tallinn-Verschwörung" lesen und sei vollkommen begeistert davon. Ihr Lob fiel bei den übrigen Zuhörern auf fruchtbaren Boden, denn in der Folge durften wir ebensoviele Tallinn-Verschwörungen signieren wie Dezemberstürme.

Als wir nach der Lesung die Thalia-Filiale verließen, glänzte der Gehsteig nass, doch die Schleusen des Himmels waren bereits wieder geschlossen. Gemeinsam mit Edda Minck, die uns zu Thalia begleitet hatte, gingen wir zu dem kleinen Lokal, an dem sich die nach Linz gekommenen DeLiA-Mitglieder nach den einzelnen Lesungen treffen wollten. Es lasen ja nicht nur wir, sondern eine ganze Reihe zumeist bekannter Autorinnen, unter anderem Kerstin Gier, Charlotte Thomas, Marie Cristen, Ricarda Martin, Angeline Bauer, Gabriele Galvani, Britta Sabbag, Irene Seydlitz, Nora Berger, Katerina Timm, Brigitte Johann, Renate Orner, Katryn Berlinger und Tania Krätschmar. Einige von ihnen befanden sich bereits im Lokal und grübelten über der Speisekarte. Hier bewahrheitete sich das Wort, dass Deutschland und Österreich nichts mehr trennt als die gemeinsame Sprache. Im Besonderen ging es hier um Frankfurter Würstel mit Gebäck. Während heiß diskutiert würde, ob damit nun Haselnussringe oder Blätterteigtaschen gemeint wären, brachte unser einheimisches Mitglied und Veranstalterin der DeLiA-Tage Ingeborg Rauchberger die Erleuchtung. In Österreich wird dasjenige Gebäck genannt, was in unseren Breitengraden je nach Landstrich als Brötchen, Semmel, Rundstück oder Schrippe bekannt ist.

Nach einiger Zeit verließen wir die fröhliche Runde, deren Sitzfleisch stärker ausgeprägt war als das unsere, um zum Campingplatz zurückzukehren. Nach einer viel zu kurzen Nacht rief uns der Wecker aus unseren Träumen und wir mussten uns sputen, um noch rechtzeitig zu unserem Latte macchiato und danach zu der anberaumten Pressekonferenz zu kommen. Auch hier hatte Ingeborg Rauchberger, die als Sophia Farago Regency-Romane und als Sophie Berg amüsante Gegenwartsromane schreibt, alles exzellent vorbereitet. Es wurde eine recht muntere Fragerunde, bei der außer Sophia und uns auch Kerstin Gier und Rebecca Michele, die Präsidentin von DeLiA den Journalisten Rede und Antwort standen.

Anschließend begann das touristische Programm. Es begann mit einer Stadtrundfahrt, für die den versammelten DeLiAs samt Anhang ein kleiner, gelber Zug zur Verfügung stand. Danach ging es mit der steilsten Straßenbahn Europas auf den Pöstlingsberg. Dort tauchten wir der Grottenbahn in eine illuminierte Märchenwelt ein, die wir erst wieder verließen, als uns der Hunger ins Restaurant trieb. Die Stadt Linz hatte sich großzügig gezeigt und uns zum Essen eingeladen. Als Gastgeberin fungierte Frau Dr. Christine Dolezal, die Vizebürgermeisterin von Linz.

Kaum hatten wir uns gestärkt, scheuchte uns das Programm in einen Nebensaal des Restaurants. Dort fand die Jahresversammlung von DeLiA statt, die diesmal erfreulich flott von der Bühne ging. Allerdings war dies kein Wunder, denn wir mussten zu einer ganz bestimmten Zeit mit der Pöstlingsbahn wieder in die Stadt hinunterfahren, um rechtzeitig zum Galaabend mit der Verleihung der Delia für den besten Liebesroman des Jahres 2009 zu kommen.

Hier zeigte sich, wie Ingeborg Rauchberger eine solche Veranstaltung zu organisieren versteht. Es war ihr nicht nur gelungen, die VKB-Bank als Sponsor für den Galaabend zu gewinnen. Die Feier selbst fand auch im Veranstaltungscenter der VKB-Bank statt, und zwar in denselben Räumen, in denen Frau Dr. Ingeborg Rauchberger vor genau zehn Jahren zu Oberösterreichs Managerin des Jahres 2000 gewählt worden war. Der Galaabend kann im Grunde nur mit einem einzigen Wort beschrieben werden: grandios! Die 300 Sitze waren bis auf den Letzten gefüllt und es waren etliche Vertreterinnen der weiblichen politischen und unpolitischen Prominenz des Bundeslandes Oberösterreich erschienen, aber auch viele Herren in feinem Zwirn. Dr. Albert Wagner, der Direktor der VKB-Bank, hielt selbst die Eröffnungsrede. Anschließend begrüßte die stellvertretende Landtagspräsidentin die Gäste, die DeLiAs und natürlich unsere neun für den Preis nominierten Autorinnen Marie Cristen, Isrun Lorenz, Lena Falkenhagen, Edda Minck, Charlotte Thomas, Corinna Kastner, Stefanie Gerstenberger, Tania Kretschmar und Beate Rygiert.

Auch das Rahmenprogramm war vom feinsten. Die Sängerin Elisabeth Jahrmann trug zum Programm passende Lieder vor und bezauberte damit ebenso wie die Dame am Klavier die Zuhörer, Ingeborg Rauchberger brillierte als Moderatorin und stellte unter anderem mit Kerstin Gier die Königin des amüsanten Liebesromans vor. Kerstin gab auch gleich eine Kostprobe ihres Könnens und bot einen weiteren Höhepunkt dieses Abends. Auch wir wurden von Ingeborg Rauchberger aufs Podium gebeten und interviewt. Hier ging es vor allem um die Verfilmung der Wanderhure und deren österreichische Geburtshelfer, von dem Koproduzenten und Oscar-Gewinner Josef Aichholzer angefangen über die SchauspielerInnen Agathe Taffertshofer, Julian Weigend, Gregor Seberg und Miguel Herz-Kestranek bis hin zu den Drehorten auf Burg Rappottenstein in Niederösterreich und Schloss Tratzberg in Tirol.

Die bekannte oberösterreichische Autorin Monika Krautgartner gab einen Einblick in die Mundartdichtung ihrer Heimat, und zwischen den einzelnen Autoren trat immer wieder Elisabeth Jahrmann auf, um uns in die Welt der Musik zu entführen. Allmählich wurde es jedoch ernst. Als Erstes wurden die Sieger des Kurzgeschichtenwettbewerbs gekürt. Ingeborg Rauchberger hatte mit maximal 100 Einsendungen gerechnet, doch es wurden über 800 darauf. Die Gewinnerin erhielt einen Scheck und die Gewissheit, dass ihre Geschichte in der renommierten österreichischen Frauenzeitschrift 'Welt der Frau' veröffentlicht wird.

Nach einem weiteren Lied erreichte die Spannung schließlich ihren Siedepunkt. Die neun nominierten Autorinnen wurden aufs Podium gebeten und erhielten erst einmal kleine Geschenke. Wie bei der Oscar-Verleihung wurden dann die Kuverts geöffnet. Den dritten Platz erreichte Corinna Kastner mit dem Fantasy-Roman "Die geheime Kammer". Zweite wurde Stefanie Gerstenberger mit "Das Limonenhaus" und Gewinnerin Lena Falkenhagen mit "Die Lichtermagd". Neben der Statue der DeLiA, etwas zierlicher und hübscher als der Oscar, konnte Lena auch das Preisgeld in Höhe von 1.000,- € und den frenetischen Applaus der Anwesenden entgegennehmen. Natürlich musste sie aus ihrem Siegerroman vorlesen. Sie wählte eine ebenso interessante wie kurze Szene, um die Zeit bis zur Eröffnung des Büffets nicht zu lang werden zu lassen.

Die nächsten Stunden vergingen mit Essen, Trinken und vielen, angenehmen Gesprächen. Irgendwann verabschiedeten wir uns, holten unseren Dicken aus dem Parkhaus und steuerten den Campingplatz an.

Der Samstag begann ebenfalls viel zu früh, doch ein Latte macchiato in unserem Café brachte den Kreislauf wieder in Schwung und so kamen wir halbwegs munter in das Barockhäuschen am Dom, das DeLiA für die Workshops zur Verfügung gestellt worden war.

Zuerst trug unsere Ingeborg Rauchberger alias Sophia Farago und Sophie Berg mit dem ihr eigenen Charme und Witz ihre Gedanken und Anekdoten zur Organisation der DeLiA-Liebesromantage vor.

Anschließend berichtete Gabriela Galvani über die Geschichte des historischen Romans. Wir wussten es, aber für andere war es neu, dass die deutsche Autorin Benedikte Naubert Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten historischen Romane geschrieben hat. Ihre Werke wurden auch nach Frankreich und England übersetzt. Dort kam ein schottischer Jurist damit in Berührung und beschloss, ebenfalls historische Romane zu schreiben. Er tat es so erfolgreich, dass er heutzutage als der Erfinder des historischen Romans gilt, wurde später als Sir Walter Scott geadelt und lebte schließlich in einem schottischen Schloss.

Nach dem Mittagessen referierte Angeline Bauer über das Thema, "Wie schaffe ich es, meine Welt zu verlassen und in die Welt meiner Figuren einzusteigen". Es war ein sehr interessanter Vortrag, der nicht zuletzt beim überraschend zahlreich erschienenen Publikum großen Anklang fand.

Im nächsten Workshop brachte Ulrike Dietmann den Zuhörern nahe, wie man die handelnden Personen eines Romans mit Leben, sprich mit Emotionen erfüllt, damit sie glaubhaft wirken.

Monika Krautgartner hatte ihren Workshop "Literarisches Blindgängertum im Umgang mit Eros, Sex und der Liebe" genannt. Es wurde eine recht amüsante Diskussion daraus, in der etliche der anwesenden Autorinnen ihre eigenen Erfahrungen zu diesem Thema einbrachten.

War Monika Krautgartners Workshop bereits humorvoll, war es dann ein Genuss zu hören, wie Kerstin Gier ihre Lesungen unterhaltsam gestaltet. Sie sprach aus der Erfahrung von über 100 Lesungen und gab dabei auch Einblicke über den Kontakt zu Lokaljournalisten. Am Ende waren alle Zuhörer der Meinung, dass ein Vortrag über die Begegnung mit Lokaljournalisten das ideale Thema für Kerstin bei den Liebesromantagen 2011 wäre.

Zwischendurch gab es Buchverlosungen und Gespräche mit Kolleginnen und Fans. Insgesamt waren die Workshops alle sehr gut gelungen und erwecken Vorfreude auf die im nächsten Jahr.

Haben wir bereits erwähnt, dass auch an diesem Tag die angekündigten Regenschauer überall fielen, nur nicht in Linz? Wir haben keine Ahnung, welche Verbindungen Ingeborg Rauchberger spielen hat lassen, um den Liebesromantagen so schönes Wetter zu garantieren, aber sie müssen unglaublich gut gewesen sein.

Der Abend brachte dann mit einer Schifffahrt auf der Donau noch einmal touristisches Programm, das gleichzeitig dem geselligen Beisammensein diente. Das Wetter war herrlich, der Wein ausgezeichnet und das Büffet liebevoll zusammengestellt. Wir saßen mit Corinna und Jörg Kastner, Birgit Fuchs, deren Ehemann sowie Andrea Klier an einem Tisch, sahen die Ufer der Donau an uns vorbeiziehen, und sprachen über Gott und die Welt und vor allem über Verlage.

Zu später Stunde kehrte unsere "Apollo" in den Winterhafen von Linz zurück. Auch hier gab es eine – für die davon betroffenen Personen nicht ganz so amüsante - Anekdote. Die meisten Teilnehmer sind mit dem Taxi zum Winterhafen gefahren, und mindestens ein Taxifahrer hatte keine Ahnung, wo dieser liegt. Nicht auf den Mund gefallen meinte eine Kollegin, dass es den Winterhafen in Linz auch im Sommer gäbe. Wir selbst hatten keine Probleme, da mit unserem Dicken zur Anlegestelle gefahren sind, weil wir von dort aus schneller den Campingplatz erreichen konnten. Mehrere KollegInnen hatten jedoch auch bei der Abfahrt wieder mit den ausgezeichneten Straßenkenntnissen der Linzer Taxifahrer zu kämpfen, die nicht einfach begreifen wollten, dass es auch Ende Mai noch einen Winterhafen geben könnte.

Der Sonntag kam und damit der Abschied. Wir hatten uns noch zum Frühstück mit den anderen AutorInnen verabredet, führten dabei letzte Gespräche, signierten Bücher und ließen Bücher signieren. Es war ein gehöriger Tropfen Wehmut dabei, als sich immer mehr Leute verabschiedeten, um zum Bahnhof oder dem Flugplatz zu gelangen. Auch für uns hieß es bald, von Linz zu scheiden. Wir kehrten zum Wohnwagen zurück, hingen diesen an den Dicken und machten uns auf den Heimweg. Doch kaum hatten wir die Autobahn erreicht, begann der Himmel, der drei Tage lang wunderbar dicht gehalten hatte, wolkenbruchartig zu weinen, so als wäre er traurig, all die AutorInnen, die sich in Linz versammelt hatten, aus dieser schönen Stadt scheiden zu sehen.

Es war wunderschön. Danke Ingeborg/Sophia/Sophie für diese herrlichen Tage!

Wir freuen uns auf die Liebesromantage 2011 in Rathenow!

Iny und Elmar

Neuigkeiten 2010

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 26-05-2010

Das Frühjahr ist für uns heuer besonders aufregend. Einige interessante Reisen wie z.B. der Besuch der Buchmesse in Warschau liegen bereits hinter uns, und weitere stehen uns noch bevor. Doch auch sonst gibt es einige Neuigkeiten zu berichten.


Iny Lorentz:

Hier kommt ein ganz heißer Sommer und Herbst auf uns zu. So erscheinen im August und im November nicht nur "Aprilgewitter" und "Die Ketzerbraut". Knaur bringt auch eine Sonderausgabe von "Die Wanderhure" mit einem neuen Cover und Bildern aus dem Film auf den Markt. Außerdem gibt es eine Hörbuchfassung der Filmversion, gelesen von der Hauptdarstellerin Alexandra Neldel bei Lübbe-Audio. Natürlich erscheinen auch "Aprilgewitter" und "Die Ketzerbraut" als Hörbücher bei Lübbe-Audio. Ihre Stimmen leihen dafür Anne Moll und Anuk Ens. Als besonderer Leckerbissen gibt es zudem im November den Film "Die Wanderhure" auf DVD.

Bei diesen Neuigkeiten geht fast ein wenig unter, dass das TB "Die Wanderhure" mittlerweile die 34. Auflage erreicht hat und auch etliche weitere unserer Romane in den letzten Wochen neue Auflagen erreicht haben.

Mittlerweile sind wir dabei, den dritten Band der Geschichte um Lore und Fridolin von Trettin und ihrer Freundin Nathalia zu schreiben. Auch das Hardcover für 2011 ist bereits im Werden.


Nicola Marni:

Hier ist in diesem Monat bei Goldmann die TB-Ausgabe von "Die Tallinn-Verschwörung" herausgekommen. Damit unser MAD-Agent Torsten Renk keine Langeweile schiebt, wird er im September "Die geheime Waffe" suchen. Ein dritter Band ist bereits fertig und abgeliefert.


Diana Wohlrath:

Mit dem im März bei Hanser erschienenen Roman "Merani und die Schlange unter dem Meer" finden die Abenteuer im Archipel von Runia, die mit "Der Feuerthron" begonnen haben, ihren Abschluss. Im April ist "Der Feuerthron" auch in einer sehr schönen TB-Ausgabe bei DTV erschienen.


Mara Volkers:

Hier wird sich in den nächsten Monaten einiges ereignen. Doch fangen wir mit einer sehr erfreulichen Nachricht an. Nach "Die Reliquie", die in Tschechien übersetzt worden ist, gibt es nun auch bei "Die Braut des Magiers" eine ausländische Ausgabe. Dieser Roman ist unter dem Titel "Mireasa Magului" in Rumänien erschienen. Damit wurden Romane von uns bis jetzt in neun andere Sprachen übersetzt. Wir sind sehr gespannt, welches die zehnte Sprache sein wird.

"Die Reliquie" und "Die Braut des Magiers" zählen zusammen mit "Die Tochter der Apothekerin" zu unserem Teufelszyklus im historischen Umfeld. Diese Romane sind bei Bastei-Lübbe erschienen. Doch Mara Volkers neue Heimat wird in Zukunft bei Piper sein. Auch unsere drei Teufelsromane werden hier ein neues Plätzchen finden.

Im Juli erscheint bei Piper mit "Die schwarze Königin" unser erster Urban-Fantasy-Roman. Dieser spielt in der heutigen Zeit in Wien und zeigt die fantastischen Seiten dieser Stadt auf. Ein weiterer Roman ist bereits abgeliefert.


Auch sonst ist alles im grünen Bereich. Wir freuen uns auf unsere nächsten Romane und auf etliche schöne Belegexemplare für unseren Trophäenschrank. Allen unseren Fans wünschen wir weiterhin viel Vergnügen beim Lesen!

Iny und Elmar

alias
Iny Lorentz
Nicola Marni
Mara Volkers
Diana Wohlrath

Das Schlossfest in Fronberg

Bericht
von Iny und Elmar am 24-05-2010

Noch ganz von den Eindrücken unserer Reise nach Warschau erfüllt, machten wir uns am Sonntag, den 16.05.2010, auf dem Weg nach Schwandorf in der Oberpfalz. Unsere Filmagentin Isabel Schickinger hatte uns zum mittelalterlichen Fest auf Schloss Fronberg eingeladen, und uns gefragt, ob wir für eine kurze Lesung und eine Signierstunde zur Verfügung ständen. Obwohl uns die Anstrengungen der Reise nach Warschau noch in den Knochen steckten, wollten wir ihr diesen Gefallen tun.

Die Fahrt selbst verlief reibungslos. Im Schwandorfer Ortsteil Fronberg ergaben sich jedoch Schwierigkeiten. Unser unserem aus dem Internet ausgedruckten Plan zeigte nämlich die zweite Abzweigung als Anfahrweg zu Schloss Fronberg an. Tatsächlich aber hätten wir die erste Seitenstraße nehmen müssen, und so brauchten wir ein bisschen, bis wir auf Isabel und Baron Hubertus von Breidbach-Bürresheim, den Schlossherrn von Fronberg, trafen, und von diesem zum Ort des Geschehens gelotst wurden.

Das Wetter war zum Glück trocken, die Temperaturen ließen allerdings zu wünschen übrig. Für einen Tag Mitte Mai war es ehrlich gesagt saukalt. Uns taten die vielen Leute leid, die in mittelalterlichen Gewändern das Fest feierten. Doch diese hielten eisern durch und es hüllten sich nur wenige in Felle oder einen zusätzlichen Mantel. Wir hingegen zogen uns etwas wärmer an, und kehrten erst mal ins Schloss zurück. Eine Autofahrt macht hungrig und bei diesem Fest wurde einiges an Leckerbissen geboten. Isabel und unsere Begleiterin Ingeborg gingen auch gleich auf Einkaufstour und kurz darauf labten wir uns an ungarischem Gulasch, ungarischem Langosch, Spareribs und Feuerspießen, die allerdings recht harmlos waren. Dabei hätten wir bei den herrschenden Temperaturen durchaus ein wenig Feuer brauchen können.

Doch die Stärkung reichte auch so aus, um uns hinaus in die Kälte zu wagen. Dort hatten sich inzwischen etliche Besucher des Festes eingefunden und besichtigen das im Schlosspark errichtete mittelalterliche Lager. Es gab auch einiges zu kaufen und so liefen bald viele kleine Nachwuchsritter und –amazonen mit Spielzeugschwertern und –hellebarden herum. Auch Elmar zückte seinen Geldbeutel für ein paar hübsche Kleinigkeiten. Ansonsten bewunderten wir das pittoreske Lagerleben und die Leute, die sich in historischer Gewandung zusammengefunden hatten, um ihrem Hobby zu frönen und mal wieder in mittelalterlicher Umgebung zu feiern.

Einige alte Gewerbe wurden vorgeführt und erregten das Interesse der Zuschauer, unter denen auch wir uns befanden. Es ist doch etwas anderes, historische Trachten in Bildbänden zu sehen, oder sie wie hier an lebenden Menschen bewundern zu können. Für uns hätte sich der Ausflug auch ohne die Lesung gelohnt, doch wurde bereits das große Zelt für uns umgeräumt und Angela Breu, die Präsidentin des Vereins Manus Draconis Fronbergensis und Mitorganisatorin des Festes bediente sich der modernen Technik eines Lautsprechers, um zu verkünden, dass die Wanderhure gekommen sei. Wir hatten danach bei einer Lesung selten so viele männliche Zuhörer wie hier.

Eigentlich hatten wir ja aus der Rose von Asturien lesen wollen, doch fügten wir uns dem Wunsch der meisten Anwesenden, und liehen uns von der Buchhändlerin eine Wanderhure aus, um aus dieser vorzutragen. In warme Sweatshirts gehüllt und einen Heizstrahler im Rücken machten wir uns schließlich ans Werk. Die Lautsprecheranlage war ausgezeichnet. Dies erwies sich als Vorteil, da das Zelt voll war und die Leuten, die davor stehen blieben, auch noch mithören konnten.

Nach dem Vorlesen begann eine rege Diskussion, in deren Verlauf wir doch etliche Zuhörer mit der Nachricht überraschen konnten, dass die Wanderhure bereits verfilmt worden sei und im Oktober bei Sat1 ausgestrahlt werden würde.

Es war eine schöne Veranstaltung mit äußerst angenehmer Atmosphäre und es dauerte eine Weile, bis die letzten Fragen beantwortet, und noch länger, bis die letzten Bücher signiert waren. Angela Breu versorgte uns anschließend noch mit Kaffee und Kuchen, und während um das Zelt herum das Fest weiterging, unterhielten wir uns mit Baron Hubertus von Breidbach-Bürresheim, einigen aktiven Mittelalterfans sowie einigen Gästen. Ehe wir uns versahen, verging die Zeit wie im Flug und das Ende des mittelalterlichen Treibens kam heran. Während die Leute bereits fleißig ihre Zelte und Stände abbauten, bedankten wir uns bei Angela Breu und Baron Hubertus für die Einladung zu diesem Fest und dann hieß es, Abschied zu nehmen. Waren wir zu dritt gekommen, ging es nun zu viert zurück, denn Isabel fuhr mit uns nach München. Für sie galt es, am nächsten Tag wieder in der Agentur zu sein. Wir hingegen mussten uns erst einmal von der Reise nach Warschau und der Fahrt nach Schwandorf-Fronberg erholen.

Iny und Elmar Lorentz

Von einem Brautpaar, Dampfschiffen und Rosen

Lesung
von Iny und Elmar am 02-05-2010

Eine Lesereise im April
Hatte der März uns bereits drei Lesungen beschert, so standen im April gleich fünf an. Diesmal allerdings konnten wir unser Schneckenhaus mitnehmen, sprich den Wohnwagen anhängen, und mussten nicht andauernd Koffer schleppen. Die erste Lesung war für Montag, den 19.04.2010 geplant. Wir machten uns aber bereits am Freitag auf die Reise, denn am Samstag, den am 17.04.2010 trat unsere Freundin Carmen mit ihrem Freund Andi vor den Traualtar und da wollten wir nicht fehlen. Schon Tage vorher schauten wir immer wieder auf die Wettervorhersage. Zuerst war Regen angesagt, aber die Prognose wurde mit jedem neuen Tag besser, und als wir uns vor der malerischen Kirche von Dossenheim einfanden, strahlte die Sonne fast so sehr wie unser Brautpaar. Es war angenehm warm, fast schon frühsommerlich, und besser kann eine Ehe eigentlich nicht beginnen. Es wurde ein wunderschöner, romantischer Tag, den wir lange in Erinnerung behalten werden. Carmen und Andi waren ein prachtvolles Brautpaar, und als sich die Festgäste nach der Trauung auf der Strahlenburg in Schriesheim einfanden, sorgten die herrliche Aussicht, wohlschmeckender Kuchen und ein exzellentes Brautmahl für beste Laune.

Der Tag endete spät für uns, und als wir irgendwann nach Mitternacht in unser rollendes Häuschen zurückkehrten, geschah dies mit den besten Wünschen für das Brautpaar. Möge es ebenso glücklich werden, wie wir es seit über 28 Jahren sind.

Der Sonntag war von uns als einziger, freier Tag dieser Reise gedacht gewesen, denn an den anderen Tagen mussten wir entweder lesen oder von einem Leseort zum anderen fahren. Knaur war allerdings anderer Meinung und hatte uns kurz vor der Abfahrt die Druckfahnen von "Aprilgewitter" geschickt, die wir kontrollieren sollten. Damit hieß es für uns, bei herrlichstem Wetter im Wohnwagen zu sitzen und zu arbeiten.

Montag fand dann die erste Lesung in Mannheim statt. Veranstaltungsort war die dortige Clubfiliale, doch waren auch aus Ludwigshafen und Weinheim Clubmitarbeiterinnen gekommen, um uns zu hören. Auch unser Brautpaar war mit von der Partie und erhielt einen Ehrenplatz, der mit zwei großen Herzen geschmückt war. Die Zuhörerreihen in der Clubfiliale waren gut gefüllt und alle lauschten angespannt den Abenteuern von Maite und Ermengilda sowie von Lore und Nathalia. Nach dem Lesen begann die Fragerunde, die sehr munter verlief und sich neben allgemeinen Fragen zu unseren Schreiben vor allem um die Verfilmung der Wanderhure drehte. Wir konnten allen nur sagen, dass wir den besten Eindruck von den Schauspielern und dem Regisseur gewonnen hatten und uns sehr auf die Ausstrahlung bei Sat1 freuen. Die Veranstaltung endete zu fortgeschrittener Stunde und wir verabschiedeten uns vom Clubteam und unserem Brautpaar, um zum Campingplatz zurückzukehren. Wir müssen wohl nicht extra erwähnen, dass es vorher noch viele Dezemberstürme, Wanderhuren und andere Romane von uns zu signieren galt.

Dienstag, der 20.04.2010 war Reisetag. Wir hatten die Strecke bis Magdeburg vor uns, doch fiel uns das Aufstehen an diesem Tag etwas schwer, denn schließlich waren wir spät ins Bett gekommen. Als unser Gespann endlich rollte, waren wir neugierig, wie sich die Verkehrsverhältnisse entwickeln würden. Wir hatten jedoch Glück und kamen ohne Stau durch. Unser neuer Campingplatz lag in Colbitz nahe Magdeburg, da wir von dort aus die beiden nächsten Leseorte anfahren konnten.

Der Mittwochvormittag sah uns wieder Druckfahnen lesend im Wohnwagen. Am Nachmittag brachen wir nach Magdeburg aus und ließen uns erst einmal in der Nähe des Veranstaltungsortes in einem Lokal das Essen schmecken. Die Lesung selbst fand im Foyer der Stadtsparkasse Magdeburg statt, die bereits mehrmals als Sponsor für kulturelle Ereignisse aufgetreten war. Es war alles auf das Beste vorbereitet und wir konnten unsere Heldinnen aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" einem zahlreich erschienenen Publikum vorstellen. Vorher hab es jedoch noch einen kleinen Irrtum zu berichtigen. Der Leiter der Stadtbücherei Magdeburg war bei seiner Vorbereitung auf diesen Abend auf eine alte Zahl unserer verkauften Bücher gestoßen und nannte zwei Millionen Exemplare. Wir konnten ihn dahin gehend korrigieren, dass es mittlerweile fast sieben Millionen sind.

Nach der Lesung wurden auch hier viele Fragen gestellt, die wir nach bestem Wissen beantworteten. Das Interesse der Anwesenden war so groß, dass es ebenfalls sehr spät wurde. Zum Glück für uns und unsere Zuhörer hatten wir bereits vor der Lesung kräftig signiert, sonst hätte es noch länger gedauert. Als wir zum Campingplatz zurückfuhren, taten wir dies mit dem Gefühl, dass sich die Reise nach Sachsen-Anhalt bereits mit dieser ersten Lesung gelohnt hatte.

Es mag an der Vulkanaschewolke gelegen haben, oder einer anderen meteorologischen Ursache, denn hatten wir bislang auf unserer Reise angenehme Temperaturen erlebt. Doch nun stürzte das Thermometer in der Nacht um etliche Grad ab und es wurde frisch. Am nächsten Morgen mussten wir den Wohnwagen heizen. Allerdings blieb uns nicht lange Zeit, uns dort aufzuhalten, denn wir fuhren schon bald nach Magdeburg ins MDR-Studio, um live bei MDR um 12 dabei zu sein.

Nach der Sendung hatten wir noch ein wenig Zeit, um uns auf die Lesung in Haldensleben vorzubereiten, dorthin zu fahren und eine Kleinigkeit zu essen. Die Lesung selbst fand in einem Hotelsaal statt und wurde von der Firma Konsum – Optimal Kauf vor allem für eigene Mitarbeiter organsiert. Allerdings hatten sich auch viele andere Interessierte um Karten beworben, so dass der Saal brechend voll war und trotzdem etliche Leute leer ausgegangen waren. Die Lesung selbst verlief, wie alle anderen auf dieser Reise, sehr angenehm, und als wir nach einer ausgiebigen Fragerunde zum Wohnwagen zurückkehrten, diskutierten wir darüber, wem die Veranstaltung mehr Spaß gemacht hatte, den Zuhörern oder uns selbst.

Der nächste Morgen begann mit einem Blick auf das Thermometer, das erfrischende 4,9 Grad anzeigte. Obwohl wir an diesem Tag mit dem Wohnwagengespann etwa 600 km fahren mussten, wurde erst einmal die Heizung eingeschaltet, damit uns das Müsli nicht in den Schüsseln einfror. Dann ging es los. Bis auf einen Stau etwa 50 km vor unserem Ziel Stuttgart hatten wir Glück und kamen ausgezeichnet durch. Die Durchfahrt durch Stuttgart erforderte ebenfalls eine gewisse Geduld, doch schließlich erreichten wir den Campingplatz im Stadtteil Bad Cannstatt – und fanden uns im Schatten eines Riesenrades wieder. Gleich nebenan wurde auf dem Cannstatter Wasen das Frühlingsfest abgehalten. Dies versprach nicht gerade eine angenehme Nachtruhe und wir dachten mit Grauen daran, wie früh wie am nächsten Morgen aus den Betten steigen mussten. Nach einer kurzen Erholungspause entschlossen wir uns, selbst das Frühlingsfest zu besuchen und ein wenig Urlaubsgefühl zu tanken. Wir schlenderten gut zwei Stunden über das ausgedehnte Gelände, aßen an einem Stand zu Abend und fuhren zum Abschluss mit dem Riesenrad. Als wir in den Wohnwagen zurückkehrten, schliefen wir trotz des nahen Rummelplatzes ziemlich schnell ein, und wurden am nächsten Morgen durch den Wecker wieder ins normale Leben eines Schriftstellerpaares zurückgeholt, das um 09:00 Uhr morgens die Erste von zwei Lesungen an diesem Tag zu halten hatte.

Als wir unser Auto im Ortsteil Münchingen der Stadt Korntal-Münchingen abstellten, waren wir doch ein wenig besorgt und fragten uns, wer um 09:00 Uhr morgens kommen würde, um uns zuzuhören. Die Veranstaltung war als Frühstückslesung geplant, eine Neuheit für uns, und so waren wir entsprechend neugierig. Als wie den Saal betraten, starrten wir verblüfft auf die vielen Tische und Stühle. Mehrere Damen der beiden Stadtteilbüchereien von Münchingen und Korntal waren bereits dabei, das Frühstück vorzubereiten. Der Menge an Käse, Wurst und anderen leckeren Dingen nach schienen sie ja viele Teilnehmer zu erwarten.

Wir erfuhren rasch, dass "nur" für die Leute gedeckt worden war, die ihre Karten im Vorverkauf erstanden hatten, und für das Veranstalterteam. Auch für uns waren zwei Plätze reserviert, so dass wir uns vor der eigentlichen Lesung noch mit Kaffee und einem Brötchen stärken konnten. Auch die zahlreich erschienenen Zuhörer ließen sich das Frühstück schmecken und warteten anschließend gesättigt auf Maite, Ermengilda und Konrad aus der Rose von Asturien, von deren Abenteuern wir berichteten. Es wurde ein angenehmer Vormittag, der wie immer in einer lebhaften Fragerunde mündete. Als wir uns schließlich verabschiedeten, taten wir es mit dem Bewusstsein, nicht nur gut gefrühstückt, sondern auch eine ganze Menge Zuschauer unterhalten zu haben.

Ein wenig Sorge machte uns jedoch das Durchhaltevermögen unserer Stimmen, die nach vier Lesungen so kurz hintereinander erste Protestschreiben verfassten. Warmer Tee und grässlich schmeckende Halspastillen sorgten jedoch im Verein mit einer ausgezeichneten Mikrophonanlage in Holzgerlingen dafür, dass auch die fünfte und letzte Lesung auf dieser Reise gut vonstatten ging. Wie in Korntal und Münchingen zeichneten auch hier zwei Bibliotheken, und zwar aus Weil im Schönbuch und aus Holzgerlingen für die Organisation verantwortlich. Veranstaltungsort war die Stadthalle in Holzgerlingen, die zwar durch Bauzäune, die sie umgaben, etwas abweisend wirkte, sich aber doch erstaunlich füllte.

Uns freute besonders, dass Yvonne und ihr Ehemann Uwe, die wir bereits bei einer anderen Veranstaltung kennengelernt hatten, gekommen waren. Auch unser Brautpaar vom 17.04.2010 hatte die Anfahrt von Ludwigshafen nicht gescheut. Andi wurde vom Hausmeister des Komplexes auch gleich zum Beleuchter und Bediener der Mikrophonanlage ernannt, hatte aber aufgrund der ausgezeichneten Vorbereitung wenig zu tun.

Die Lesung selbst und die anschließende Fragerunde und Diskussion verliefen ausgezeichnet, und als wir uns zu bereits vorgerückter Stunde von dem Veranstaltungsteam, sowie von Carmen, Andi, Yvonne und Uwe verabschieden konnten, waren wir mehr als erleichtert, alles so gut hinter uns gebracht zu haben. Es folgte der Rückweg nach Stuttgart-Bad Cannstatt mit einem weiteren Erfolgserlebnis. Aufgrund des Frühlingsfestes wurde das Tor des Campingplatzes später geschlossen als üblich und so gelang es uns, gerade noch rechtzeitig mit unserem Dicken hineinzukommen.

Am nächsten Morgen hieß es, alles zusammenzupacken und nach Hause zu fahren. Vorher aber hatte Iny noch ein amüsantes Erlebnis. Während Elmar den Wohnwagen fahrbereit machte und an das Auto ankoppelte, ging sie nach vorne, um die Rechnung zu zahlen. Da wir auf Campingplätzen, auf denen wir uns wohlgefühlt haben, gerne ein Buch als kleines Dankeschön zurücklassen, hatte sie eine Tochter der Wanderhure dabei. Die Dame an der Rezeption sah das Buch und rief überrascht aus, sie hätte die ersten drei bereits gelesen. Nun besitzt sie auch noch den vierten Band der Wanderhurenreihe und wir freuen uns, ihn ihr geschenkt zu haben.

Danach aber hieß es für uns in die Heimat zu fahren, und als wir ein paar Stunden später unseren Heimatort erreichten und den Wohnwagen abstellten, war eine schöne, aber auch anstrengende Lesereise zu Ende gegangen.

Iny und Elmar

Zeitreise

Bericht
von Iny und Elmar am 16-04-2010

Es gibt Tage im Leben, an denen man an jene Orte zurückkehrt, die einem einmal wichtig gewesen waren, und sich dort mit alten Freunden trifft. Wenn dann das Gespräch auf vergangene Zeiten kommt, merkt man erst so richtig, wie oft der Zufall im Leben Regie geführt hat. So war es auch diesmal bei uns bei unserer Fahrt in die Nähe von Passau.

Für Elmar war es eine Reise von 39 Jahren in die Vergangenheit. Vor vierzig Jahren war Elmar noch Mitglied eines kleinen Science-Fiction Clubs gewesen, der aber zu dem Zeitpunkt, um den es nun ging, sanft entschlafen war. Durch Zufall traf Elmar im Frühjahr 1971 beim Einkaufen in der Stadt die Mutter eines ehemaligen Mitgliedes des Clubs und ließ sie Grüße an ihren Sohn ausrichten. Kurze Zeit später tauchte dieser auf dem Bauernhof auf, auf dem Elmar lebte, und fragte ihn, ob er nicht Lust hätte, mit nach Passau zu fahren und dort andere SF- und Fantasy-Fans kennenzulernen.

Kurz entschlossen fuhr Elmar mit und ahnte dabei nicht, dass sein Leben sich mit dieser Fahrt in einer Weise ändern würde, wie er es nie für möglich gehalten hätte. Bisher eher am Rand der Fangemeinschaft angesiedelt, kam er mit aktiven Fans in Kontakt, lernte wenig später Autoren wie Hugh Walker und Clark Darlton kennen und schrieb eine Menge an Kurzgeschichten in den clubeigenen Magazinen. Vor allem aber – und das war wohl das Entscheidende – traf er dort ein paar Jahre später auf Iny. Was daraus geworden, sieht man heute in den Buchhandlungen.

Einige Zeit waren wir beide zusammen im SF- und Fantasy-Fandom aktiv, doch irgendwann gewannen andere Dinge im Leben Priorität. Der Kontakt nach Passau blieb trotz aller unterschiedlichen Interessen erhalten und gelegentlich haben wir einige Leute wiedergesehen. Seit dem letzten gemeinsamen Treffen waren jedoch etliche Jahre vergangen. Mal passte ein Termin nicht in die Planung, dann verhinderten unvorhergesehene Ereignisse ein Wiedersehen.

Anfang April war es dann jedoch wieder so weit und die Reise in die Vergangenheit konnte stattfinden. Ort des Treffens war das idyllisch gelegene Heim von Hugh Walker in der Nähe von Passau und der harte Kern der damaligen Gruppe hatte sich angekündigt. Uns überfiel ein nostalgisches Gefühl, als wir den Berg hochfuhren und nach der letzten Kurve Hughs Haus über uns auftauchte.

Hugh Walker, ein bekannter deutscher Fantasy- und Horrorautor, saß auf seiner Terrasse und genoss die Sonne. Da jedoch der Wind noch immer kalt blies, zogen wir uns bald ins Haus zurück. Bald tauchten dann auch die übrigen Veteranen aus alten Fanzeiten auf, so Gustav Gaisbauer, seit vielen Jahren der Vorsitzende des Ersten Deutschen Fantasy-Clubs e.V., seine Ehefrau Roswitha und der Illustrator, Grafiker und Comiczeichner Gabriel Nemeth. Auch Franz Schröpf, der Herausgeber der Fanzines (Fan-Magazine), in denen etliche unserer frühen Kurzgeschichten vor vielen Jahren erschienen sind, war mit dabei und für einige Stunden waren Alter und graue Haare vergessen und wir fühlten uns wieder wie in jenen Tagen, in denen wir noch jung und Fans gewesen waren.

Es wurde ein wunderschöner Nachmittag und Abend, und als wie spät in der Nacht wieder nach Hause fuhren, diskutierten wir über die Zufälle des Lebens. Wäre Elmar damals nicht mit dem anderen Fan aus seiner Kreisstadt nach Passau gefahren, hätten wir uns vielleicht nie kennengelernt und es hätte Iny Lorentz, Nicola Marni, Mara Volkers und Diana Wohlrath niemals gegeben.

Iny und Elmar

Die erste Lesereise in 2010

Lesung
von Iny und Elmar am 02-04-2010

Ausnahmsweise fand unsere erste Lesereise in diesem Jahr bereits im März statt. Für uns hieß dies, auf unseren gewohnten Wohnwagen zu verzichten und in Hotels zu übernachten. Das ist etwas, was wir im Allgemeinen zu vermeiden suchen.

Da die erste Lesung in Holzwickede am Sonntag, den 21.03.2010 bereits um 17:30 Uhr beginnen sollte und wir die ganze Anfahrt vor uns hatten, mussten wir sehr früh aus dem Bett, um rechtzeitig anzukommen. Immerhin wollten wir vorher auch noch etwas essen, um nicht mit knurrenden Magen und entsprechend schlechter Laune vor dem Publikum zu sitzen. Um es gleich zu sagen: Es klappte alles. Die Autobahnen waren relativ frei und wir kamen trotz immer wiederkehrender Regenschauer gut voran. Zu unserer Erleichterung hörte der Regen kurz vor Holzwickede auf und wir konnten sowohl trockenen Fußes zum Essen wie auch zum Schulzentrum gehen, in dessen Forum die Lesung stattfinden sollte. Hier gab es allerdings ein kleines Problem, denn das Schulzentrum war ziemlich ausgedehnt und wir hatten keine Ahnung, in welches Gebäude wir mussten. Die Rettung nahte jedoch in Form zweier Damen, die uns sahen und meinten, wir hätten wohl den gleichen Weg. Da sie sich auskannten, erreichten wir das Forum und konnten unsere Plätze einnehmen.

Uns wurde Wein angeboten, doch zur Erfrischung musste erst mal ein Glas Wasser reichen. Schließlich wollten wir lesen und uns nicht betrinken. Zu Beginn galt es jedoch erst einmal, hart zu arbeiten. Wir hatten mit den Veranstaltern extra vereinbart, dass wir früher kommen und Bücher signieren, damit die Zuhörer nach der Lesung nicht noch warten mussten, bis sie an die Reihe kamen. Da das Forum gut gefüllt war, gab es einen größeren Ansturm und wir mussten einen Teil der Leute dann doch auf die Pause und das Ende der Lesung vertrösten.

Im Vorfeld war an uns der Wunsch herangetragen worden, auch aus der Wanderhure zu lesen, da dieses Buch nicht zuletzt durch die Verfilmung durch Sat1 wieder an Aktualität gewonnen hat. Diesen Gefallen erfüllten wir gerne und so präsentierten wir neben Lore und Nati aus "Dezembersturm" und Maite und Ermengilda aus "Die Rose von Asturien" auch unsere Marie und deren Freundin Hiltrud.

In der Pause galt es, weitere Signierwünsche zu erfüllen, und danach begann eine lebhafte Fragerunde, in der die Zuhörerinnen und Zuhörerinnen neben den üblichen Fragen nach unserer Arbeitsweise auch mehr über den Film "Die Wanderhure" erfahren wollten. Wir berichteten von unserer Reise zu den Dreharbeiten nach Ungarn und konnten erneut bestätigen, wie zufrieden wir mit Alexandra Neldel und den übrigen Schauspielern waren.

Irgendwann geht auch der schönste Abend zu Ende, und als wir uns von dem Publikum und den Veranstaltern trennten, taten wir dies mit einem äußerst zufriedenen Gefühl.

Nach der Lesung war hier allerdings auch vor der Lesung, denn es ging bereits am nächsten Tag in Hagen weiter. Hier war die Anreise um einiges kürzer und so blieb uns noch die Zeit für einen Spaziergang durch die Innenstadt. Die Lesung selbst fand in der großzügig gestalteten Stadtbibliothek statt, und auch hier trafen wir eher ein, um erste Signierwünsche zu erfüllen.

Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der eigentlichen Lesung wurde die Leiterin der Stadtbibliothek nervös, da noch eine größere Gruppe von Zuhörern fehlte, die ihre Karten im Vorverkauf erstanden hatten. Doch als Iny das Buch zur Hand nahm und ihren Text las, waren die Stühle wie durch Zauberhand besetzt.

Auch hier waren wir gebeten worden, aus der Wanderhure zu lesen und so kamen Marie und Hiltrud erneut zu Ehren. Zuerst aber hörten die Anwesenden von Maites beherztem Eingreifen bei der Rettung von Ermengilda. Danach kam unsere Marie an die Reihe, und zuletzt erlebte Lore den Schrecken eines Schiffsbruchs im Dezembersturm.

Da etliche Leute sehr knapp vor Beginn der Lesung erschienen waren, mussten wir in der Pause noch einiges signieren. Mit dem Hinweis, dass wir nach der Veranstaltung nicht sofort verschwinden würden, konnten wir schließlich in die Fragerunde gehen, die sich natürlich stark um den Film "Die Wanderhure" drehte. Doch auch sonst wurden viele Fragen gestellt, die wir nach bestem Wissen und Gewissen beantworteten, bis schließlich der öffentliche Nahverkehr der Veranstaltung ein Ende bereitete. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer mussten die letzten Busse in ihre Stadtviertel erreichen. Wir signierten noch einige Bücher, dann fiel auch für uns der Vorhang und wir verabschiedeten uns von den Damen der Stadtbücherei Hagen mit einem herzlichen Dank für diesen angenehmen Abend.

Damit wartete noch die letzte Lesung auf uns, diesmal in der Buchhandlung Bollinger in Oberursel. Wir kannten Frau Bollinger, eine sehr engagierte Buchhändlerin bereits von den in Oberursel stattfindenden Jahrestreffen einer Autorengruppe und brauchten daher keinen Stadtplan, um dorthin zu finden.

Die Runde der Zuhörer war etwas kleiner als bei den beiden vorhergehenden Lesungen, aber sehr interessiert, und so entspann sich bereits im Vorfeld ein lebhaftes Gespräch. Natürlich wurde auch dort wieder kräftig signiert, da die diesmal nur aus Damen bestehende Zuhörerschaft kräftig Bücher kaufte.

Die Lesung begann trotzdem pünktlich und diesmal standen nur unsere beiden neuesten Iny-Lorentz-Romane im Fokus. Erneut berichteten wir von Maite und Ermengilda, um dann auf Lore, Nathalia und Fridolin überzugehen.

Eine Pause gab es diesmal nicht, dafür aber für jeden ein Glas Wein, und dann stellten die anwesenden Damen ihre Fragen. Es wurde teilweise recht amüsant, und während wir über unseren Ungarntrip zum Wanderhuren-Dreh berichteten und auf den in diesem Sommer scheinenden Roman "Aprilgewitter" hinwiesen, in dem Lore und Nathalia weitere Abenteuer zu bestehen haben, verging die Zeit wie im Flug. Zu bereits recht später Stunde löste sich die muntere Runde auf. Nach dem Signieren der letzten Bücher verabschiedeten wir uns von Frau Bollinger und eine interessante und angenehme Lesereise näherte sich ihrem Ende.

Wer uns ebenfalls live erleben will, kann dies am 19.04.2010 in Mannheim, am 21.04.2010 in Magdeburg, am 22.04.2010 in Haldensleben und am 24.04.2010 morgens in Korntal-Münchingen oder am Abend in Holzgerlingen tun.


Iny und Elmar Lorentz

Ende der stillen Zeit

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 16-03-2010

Auch wenn vor dem Haus und auf den Dächern noch Schnee liegt und es heute ein wenig geschneit hat, so zeugt ein Blick auf den Kalender, dass die stille Zeit für uns jetzt zu Ende geht. Die erste Lesereise steht bevor, am 21.03.2010 in Holzwickede, am 22.03.2010 in Hagen und am 23.03.2010 in Oberursel. Wir freuen uns darauf, neue Orte kennenzulernen und uns wieder mit unseren Leserinnen und uns mit Lesern austauschen zu können.

Mittlerweile ist mit "Merani und die Schlange unter dem Meer" unser zweites Jugendbuch unter dem Pseudonym Diana Wohlrath bei Hanser erschienen. Es sieht einfach klasse aus, und das nicht nur wegen des tollen Covers. Der Verlag hat auch die Karten, die Elmar vorgezeichnet hat, wunderbar umsetzen lassen und ein richtiges Schmuckstück geschaffen. Uns selbst hat es viel Spaß gemacht, die Geschichte um den Feuerthron in diesem Band zu Ende bringen zu können.

In wenigen Tagen wird bei DTV die Taschenbuchausgabe unseres ersten Diana Wohlrath Hanser-Jugendbuches "Der Feuerthron" erscheinen. Wir sind schon ganz gespannt darauf, das Buch in Händen zu halten und zu dem Hardcover von Hanser in unseren Trophäenschrank stellen zu können.

In diesem Trophäenschrank landete diese Woche auch eine neue Hörbuch-Sonderausgabe von "Die Pilgerin" von Iny Lorentz.

Trotz der über hundertfünfzig Original- und Lizenzausgaben unserer Bücher ist in diesem Schrank noch genug Platz, so zum Beispiel für die bei Goldmann im Mai erscheinende Taschenbuchausgabe unseres Thrillers "Die Tallin-Verschwörung" von Nicola Marni. Torsten Renk, unser Agent im Auftrag der Kanzlerin, hat aber heuer im Herbst noch einmal kräftig zu tun, denn er muss "Die geheime Waffe" finden. Wir haben gestern zum ersten Mal das Cover gesehen. Es ist, um einen Ausdruck einer Verlagsmitarbeiterin zu verwenden, rattenscharf!

Bei Iny Lorentz erwartet unsere Leserinnen und Leser mitten im Sommer ein "Aprilgewitter". Es handelt sich dabei um den zweiten Band der Trilogie um die Freundinnen Lore von Trettin und Nathalia von Retzmann im Berlin gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Im Herbst erscheint ein weiteres Hardcover von Iny Lorentz. Auch von diesem haben wir das Titelbild bereits gesehen und finden, dass es wunderbar in die Reihe der Iny-Lorentz-Faltenwurf-Cover passt, die mittlerweile ja zu einem Trend bei den historischen Romanen geworden sind.

Auch als Mara Volkers waren wir nicht untätig. Bei Piper wartet "Die schwarze Königin" darauf, auf ihre Opfer losgelassen zu werden.

Unsere anstehenden Arbeiten gehen uns wie gewohnt flott von der Hand. Zwei weitere Romane sind vor Kurzem abgeliefert worden, werden allerdings erst 2011 erscheinen. Jetzt sind wir dabei, zwei weitere Manuskripte für 2011 fertigzustellen. Die müssen zum Glück erst Ende dieses Jahres abgeliefert werden, und so lange werden wir auch daran arbeiten.

Mittlerweile eilen unsere Gedanken bereits ein wenig voraus, denn jeder Roman, den wir schreiben wollen, muss lange vorher festgelegt und recherchiert werden. Die Arbeit wird uns daher so schnell nicht ausgehen.

Im Herbst wird es für alle Iny Lorentz-Fans ein besonderes Schmankerl geben. Es geht nicht nur um den Film allein, der für Oktober 2010 eingeplant ist. Aber mehr dürfen wir an dieser Stelle nicht verraten.

Eure

Iny Klocke
und
Elmar Wohlrath
alias Iny Lorentz, Nicola Marni, Mara Volkers und Diana Wohlrath

Heusweiler im Februar

Bericht
von Iny und Elmar am 02-03-2010

Nicht jede Fahrt, die wir unternehmen, gilt der Recherche, einer Lesung oder einem Autorentreffen. So war es auch in diesem Februar. Unsere Kollegin Deana Zinßmeister hatte uns zur Buchpremiere ihres neuesten Romans "Die Gabe der Jungfrau" ins Saarland eingeladen. Wir freuten uns darauf, einmal ohne jede Verpflichtung fahren zu können, umso mehr, da es sich bei Deana um eine sehr sympathische Autorin handelt und wir bereits vor anderthalb Jahren bei der Premiere ihres Romans "Das Hexenmal" dabei gewesen waren.
Jene Premiere fand allerdings im Sommer statt und wir waren mit dem Wohnwagen unterwegs gewesen. Das war diesmal wegen der herrschenden Temperaturen weniger empfehlenswert. Zu unserer Erleichterung hatten wenigstens die starken Schneefälle der vergangenen Tage aufgehört, die Straßen waren frei, und wir kamen ohne Hindernisse durch.
Die Buchpräsentation selbst fand im Lichtspielhaus von Heusweiler statt, einem Juwel von einem Kino, das einen festlichen Rahmen für die Veranstaltung bot. Deana hatte eine bei einem Fernsehsender tätige Freundin als Moderatorin gewonnen, doch bevor das Buch vorgestellt wurde, gab es erst einmal Sekt für die zahlreichen Gäste, darunter einige Autorenkolleginnen und –kollegen, sowie die regionale Prominenz aus dem Saarland, Deanas Agentinnen, ihre Lektorin, Freunde und Familienmitglieder.
Danach wurde "Die Gabe der Jungfrau" in einem Trailer vorgestellt und Deana las die ersten Szenen vor. Sie wechselte sich dabei mit einem Pianisten, einer Sängerin und einem Sänger ab, die Lieder passend zu den ausgewählten Lesestücken vortrugen. Nach einem Interview über die Entstehungsgeschichte des Buches hatten wir dann das große Vergnügen, mal jemand anders beim Signieren zusehen zu können. Deana durfte hart arbeiten, denn die Schlange wurde lang und länger und jeder wollte seine persönliche Widmung haben.

Als das geschafft war, ging die Feier nach einem Ortswechsel in Deanas Heim weiter. Obwohl einige große Räume für die Gäste bereitstanden, wurde es arg eng, denn es wollten viele Leute mit Deana auf ihr Buch anstoßen. Die Gastfreundschaft der Familie Zinßmeister war einfach überwältigend. Wer hier durstig blieb, war selbst schuld. Außerdem gab es leckere Snacks, Laugenstangen, Würstchen und etliches andere mehr. Wir ließen es uns ebenso schmecken wie die übrigen Gäste, unterhielten uns mit unserem Kollegen Christoph Lode, sowie mit den Autorinnen Lisa Maria Dickreiter, Angelika Lauriel, Rebecca Abe und anderen, deren Namen unseren Gedächtnissen leider entfallen sind.
Irgendwann nach Mitternacht zollte Elmar den Nachwirkungen eines gerade überstandenen Virusinfektes Tribut und schlief in seinem Sessel ein.
Der nächste Morgen begann spät, doch zeigten sich alle beim Frühstück gut erholt. Nach angenehmen Gesprächen und dem Austausch von signierten Büchern hieß es dann für uns, Abschied zu nehmen und wieder Richtung Heimat zu fahren. Wir danken Deana für eine sehr stimmungsvolle Buchpremiere und einen angenehmen Aufenthalt und wünschen ihr alles Gute und viele Leser für "Die Gabe der Jungfrau".

Liebe Leserinnen und Leser

Info
von Iny und Elmar am 26-01-2010

Kaum hat man Sylvester gefeiert, ist der Januar schon fast vorbei. Einen Erfolg können wir aber jetzt schon feiern. Wir haben das Manuskript für "Aprilgewitter" am 07.01.2010 in der Agentur abgeliefert, so dass der Roman zum geplanten Termin erscheinen kann.

Einen weiteren Erfolg haben uns unsere Leser beschert. Das Taschenbuch von "Die Tochter der Wanderhure" ist auf Anhieb auf Platz 9 der Bestsellerliste von Spiegel online und Platz 6 beim Stern gekommen.

Eine hübsche kleine Begebenheit gab es noch beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Da unser Ort heuer sein 1150jähriges Jubiläum feiert, hatte der Bürgermeister angefragt, ob wir nicht die erste urkundliche Erwähnung des Ortes in einer kurzen Theaterszene darstellen könnten. Nun sind wir Romanautoren und keine Bühnenschriftsteller. Trotzdem haben wir uns ans Werk gemacht und einen Text verfasst, der von vier Mitgliedern der hiesigen Theaterspielgruppe in beeindruckender Weise aufgeführt wurde.

Unsere aktuellen Projekten sind planmäßig angelaufen. Daher werden wir trotz zweier Lesereisen und mehreren anderen Verpflichtungen auch die weiteren Ablieferungstermine in diesem Jahr einhalten können.

Mit herzlichen Grüßen
Iny und Elmar

Lesung in Poing am 03.12.2009

Info
von Iny und Elmar am 14-12-2009

Diese Lesung war bereits seit längerem vereinbart, als uns auf einmal die Einladung zur Weihnachtsfeier in unserer Agentur erreichte. Unser bedauerndes "Tut uns leid, aber an dem Abend lesen wir in Poing", beantwortete unsere Agentin mit einem "dann verschiebt eben die Lesung!"
Dies war aber nicht mehr möglich und so beschlossen wir, uns zum ersten Mal seit langer Zeit zu trennen. Während Iny bereits am späten Nachmittag nach München fuhr, um bei Agenturfeier Präsenz zu zeigen, nahm Elmar sich drei Stunden später die evangelische Christuskirche in Poing zum Ziel, um im dortigen Gemeindesaal dem Publikum aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" vorzulesen.

Die Lesung fand zu Gunsten der Poinger Tafel statt und wurde von der Bilderausstellung des einheimischen Künstlers Klaus-Peter Paul begleitet. Nach der Begrüßung durch die Initiatorin der Poinger Tafel und den Bürgermeister konnte Elmar schließlich loslegen. War er bisher gewohnt, sich mit Iny beim Lesen abzuwechseln, musste er es diesmal das Werk allein vollbringen. Für das aufmerksame Publikum tat er es jedoch gerne und wurde schließlich belohnt, denn nach einer Pause, in der die Leute sich stärken und Klaus-Peter Pauls Bilder bewundern konnten, Elmar selbst aber Bücher signieren musste, kam Iny von der Weihnachtsfeier in der Agentur zurück und konnte an dem beliebten Frage- und Antwortspiel teilnehmen.

Da es einiges zu erzählen gab, wurde es an diesem Abend recht spät. Zuletzt aber konnten auch wir unsere Sachen packen und nach Hause fahren. Erneut war eine schöne Lesung zu Ende gegangen. Doch bis zum neuen Jahr ist es nicht weit und spätestens im März wird es auf die erste Lesereise 2010 gehen.

"Blutrot" im Gärtnerplatztheater in München

Lesung
von Iny und Elmar am 05-12-2009

Wir waren sehr gespannt auf diese Lesung, denn das Programm las sich sehr engagiert. Die Vorbereitung durch Angela Esser und ihre Helfer war es nicht weniger und so erlebten wir einen grandiosen Abend, der allein daran krankte, dass wir in unserem Vortragsraum sitzen bleiben mussten und nicht selbst den Kollegen zuhören konnten.

Es wurde an drei Stellen des Theaters gelesen. Das Publikum wechselte nach jedem Durchgang und konnte daher alle vortragenden Autoren erleben. Die Zahl der Zuhörer, die sich im Gärtnerplatztheater eingefunden hatten, war erstaunlich hoch, und ihnen wurde, wie wir später hören konnten, einiges geboten.

Thema der Lesung war die Anthologie "München Blutrot". Vortragende waren in einem Raum Andreas Izquierdo sowie Rotraud Arnold und Benjamin Reiners vom Ensemble des Gärtnerplatztheaters mit einer musikalischen Einlage, in einem zweiten Raum lasen Angela Esser und Friedrich Ani, und im dritten wir und Michael Rosié. Allerdings waren in unserem Raum die Rollen vertauscht, denn aus unserer Kurzgeschichte las Iny allein, während Elmar sich in einen Drehbuchautor für Kriminalfilme verwandelte, der von Michael als der Produzent Benni Loichinger belehren lassen musste, wie man das Drehbuch für einen richtigen Münchenkrimi schreibt. Das Publikum verstand die jeweiligen Anspielungen und bog sich teilweise vor Lachen.

Nach der Lesung gab es noch ein kleines Absitzen in der Kantine des Gärtnerplatztheaters und reichlich Gelegenheit, mit Zuhörern und den anderen Autoren von München Blutrot zu plaudern.

Lesung in Grafing am 10.11.2009

Lesung
von Iny und Elmar am 05-12-2009

Auch hier traten wir in unserer gewohnten Rolle als Iny und Elmar Lorentz auf. Die Lesung fand in der Stadtbibliothek Grafing statt, die in einem früheren Kino eingerichtet worden war und ein wunderschönes Ambiente bot. Zu unserer Freude fand sich auch eine ansehnliche Zuhörerschar ein, was vor allen deshalb schön war, weil der Erlös aus dieser Veranstaltung einem guten Zweck dienen sollte.

Wir kamen auch nicht allein nach Grafing, sondern wurden von unserer Agenturbetreuerin begleitet, die vor sechs Jahren unsere erste Iny-Lorentz-Lesung erlebt hatte und sich doch einmal informieren wollte, welche Fortschritte wir seit damals gemacht hatten. Eine weitere Überraschung hatten wir unserer langjährigen Freundin Sabine aus München zu verdanken, die uns nicht gesagt hatte, dass sie ebenfalls kommen würde.

Die Lesung selbst verlief sehr gut mit je zwei Stellen aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" und die anschließende Frage- und Diskussionsrunde stellte selbst unsere doch etwas kritische Agenturbetreuerin zufrieden. Das heißt, wir selbst waren begeistert.

Lesung in Kirchheim/Heimstetten am 19.11.2009

Lesung
von Iny und Elmar am 05-12-2009

Manchmal besteht das Leben wirklich aus Zufällen. Eine Nachbarin blieb auch nach ihrem Umzug in unseren Ort ihrer alten Gemeindebibliothek treu und erzählte der dortigen Leiterin, sie würde direkt neben Iny Lorentz wohnen. Eine Bitte um Kontaktaufnahme folgte, dann ein Telefongespräch, und schon war eine Lesung in der Gemeindebibliothek Kirchheim/Heimstetten vereinbart. Wie bereits bei der Lesung kurz vorher in Grafing haben wir beschlossen, die Einnahmen einen guten Zweck zugutekommen zu lassen.

Wir kamen bereits etwas früher an und begannen auch gleich, die ersten Bücher zu signieren. Der Ansturm der Zuhörer wurde immer stärker und schließlich blieb den Damen in der Gemeindebibliothek nichts anderes übrig, als weitere Stuhlreihen aufzustellen. Als Autor ist es recht angenehm, wenn mehr Stühle gebraucht werden als aufgestellt worden sind. Andersrum wäre es ja nicht so schön.

Auch hier lasen wir aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" und läuteten nach einer kleinen Pause die Fragerunde ein. Es wurde hier recht lebhaft, denn mehrere Leserinnen hatten bereits erfahren, dass die Wanderhure verfilmt wird, und wollten natürlich wissen, wer die Darsteller sind und wie wir zu der Umsetzung stehen. Es gab aber auch reichlich andere Fragen, so dass die Leiterin der Gemeindebibliothek zuletzt doch ein wenig mit den Hufen scharrte, um die Leute und auch uns zum Aufhören zu bewegen. Auch hier war es eine sehr schöne Lesung in angenehmer Atmosphäre mit einem schönen Nebeneffekt: Unser Heimweg war relativ kurz.

Neues von unseren weiteren Pseudonymen

Info
von Iny und Elmar am 05-12-2009

Im April erscheint das Taschenbuch von "Der Feuerthron" in der "Reihe Hanser" bei DTV.

Doch auch bei Hanser selbst gehen die Abenteuer im Archipel von Runia weiter und so steht im Frühjahr der Jugend-Fantasy-Roman "Merani und die Schlange unter dem Meer" von Diana Wohlrath an. Wie der Feuerthron kann dieses Buch von zwölf Jahren an bis ins hohe Alter gelesen werden.

Im Juni erscheint im Goldmann Verlag die Taschenbuchausgabe von "Die Tallinn-Verschwörung". Nicola Marni war in der Zwischenzeit fleißig und hat bereits den nächsten Thriller bei Page & Turner abgeliefert.

Bei so viel Aktivität kann auch Mara Volkers nicht zurückstehen. Auch von ihr wird im nächsten Jahr ein Roman erscheinen, wie immer phantastisch, diesmal aber nicht mehr in der Vergangenheit spielend, sondern in der Gegenwart.

"Die Ketzerbraut"

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 05-12-2009

Auch der nächste "klassische" Iny-Lorentz-Roman liegt bereits bei Knaur. Er spielt in der frühen Neuzeit und trägt den Titel "Die Ketzerbraut". Wer uns kennt, weiß, dass es in dem Roman nicht nur um Ketzer geht. "Die Ketzerbraut" spielt übrigens vorwiegend in München, was unsere Recherchen vor Ort ungemein erleichtert hat.

"Die Tochter der Wanderhure" als Taschenbuch

Info
von Iny und Elmar am 01-12-2009

In wenigen Wochen wird das Taschenbuch von "Die Tochter der Wanderhure" erscheinen.

"München Blutrot"

Info
von Iny am 30-11-2009

Für einige Leute war es eine Überraschung, Iny Lorentz mit einer Kurzgeschichte in einer Krimianthologie zu entdecken. Allerdings gab es auch in früheren Zeiten Verbrechen und so war es im Grunde doch kein Wunder, dass wir uns bei "München Blutrot" beteiligt haben. Ein besonderer Gag war, dass es sich bei den Protagonisten dieser Story um die Hauptpersonen des Romans "Die Ketzerbraut" handelte, nur eben fünf Jahre vor den dort beschriebenen Abenteuern. Weite Autoren bei "München Blutrot" waren unter anderem Andrea Maria Schenkel, Friedrich Ani, Heidi Rehn, Angela Esser, Beatrix Mannel, Michael Rossié und natürlich Andreas Izquierdo.

"Dezembersturm"

Info
von Iny und Elmar am 27-11-2009

In diesem Jahr haben wir das Wagnis auf uns genommen und den ersten Band einer Trilogie veröffentlicht, die in einer für Iny Lorentz ungewohnten Zeit handelt, nämlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Unseren Dank an die Leserinnen und Leser, die diesen Roman zu einem großen Erfolg werden ließen. Mittlerweile ist der zweite Band mit dem Titel "Aprilgewitter" fast fertig und wird Anfang des neuen Jahres zum Verlag gehen. "Aprilgewitter" wird ebenso wie "Dezembersturm" als Knaur-Original-Taschenbuch erscheinen.

"Die Wanderhure" in Ungarn

Bericht
von Iny und Elmar am 26-11-2009

Da zu der Zeit die ungarische Übersetzung der Wanderhure erschienen ist, haben wir in Budapest die Gelegenheit genützt, uns eine Ausgabe zu besorgen. Es ist doch ein anderes Gefühl, einen eigenen Roman in einer fremden Sprache vor Ort zu kaufen, als zuhause die Päckchen mit den Belegexemplaren auszupacken. Allerdings tun wir auch das ganz gerne.

"Die Wanderhure" als Film

Bericht
von Iny und Elmar am 25-11-2009

Liebe Lesefreunde,

an dieser Stelle wollen wir in gewissen Abständen Neuigkeiten verkünden und über unseren Alltag als Autoren berichten. Beginnen wir als Erstes mit einer sehr erfreulichen Nachricht.

Einige von euch werden es vielleicht schon wissen. Unser bisher erfolgreichster Roman, "Die Wanderhure" wurde für Sat1 verfilmt. Wir hatten die Gelegenheit, zwei Tage lang in den Studios in Fót bei Budapest dabei sein und Alexandra Neldel als Marie erleben zu können. Ein ausführlicher Bericht wird noch folgen. Soviel aber im voraus: Es war ein grandioses Erlebnis!