Lesungen beim Hessentag in Korbach/Aschersleben

Bericht
von Iny und Elmar am 10-06-2018

Als wir die Einladung erhielten, beim Hessentag in Korbach zu lesen, waren wir unsicher, ob wir zusagen sollten.

Ein Blick ins Internet zeigte nämlich bei dem letzten Hessentag ein Programm vom Feinsten und es war zu erwarten, dass es in Korbach nicht anders sein würde. Passte da die schlichte Lesung eines alternden Autorenpaares überhaupt dazu? Diese Frage stellten wir uns auch noch, nachdem wir uns entschlossen hatten, nach Korbach zu fahren. Es war immerhin ein Landstrich, in dem wir bislang noch nie gelesen hatten. Ein paar Fans, so sagten uns, würden schon kommen.

Unsere Unsicherheit erhielt neue Nahrung, als uns der Veranstaltungsort mitgeteilt wurde. Wir sollten in der katholischen Sankt-Marien-Kirche lesen, und das an Fronleichnam, einem der großen katholischen Feiertage. Da wir zugesagt hatten, machten wir uns Ende Mai auf den Weg. Die sonst immer etwas zickige Dame unter der Motorhaube unseres Beerchens lotste uns diesmal geschickt nach Korbach und zur Kirche. Dort hatte man dankenswerterweise einen Parkplatz für uns freigehalten. Es war nämlich einiges los. Halb Hessen schien sich dort versammelt zu haben, oder zumindest die Autos aus halb Hessen.

Eigentlich hatten wir noch ein wenig herumgehen und uns umsehen wollen. Doch kaum waren wir eingetroffen, erwiesen sich die Schleusen des Himmels als undicht und wir retteten uns unter das Zeltdach, das neben der Kirche errichtet worden war, tranken erst einmal Kaffee und Tee und aßen etwas Kuchen. Da das Wetter sich nicht besserte, blieben wir dort und unterhielten uns mit einigen Mitgliedern der Kirchengemeinde, die den kleinen Festplatz für die Hessentage errichtet hatten. Der Kuchen schmeckte ausgezeichnet und die Kirche erwies sich als Juwel. Sie trägt den Beinamen 'Lichterkirche', denn es wurde eine Beleuchtungsanlage eingebaut, mit der der Altarraum farbig illuminiert werden konnte. Die Besucher der Kirche konnten diese Anlage einschalten und steuern, etwas, das auch Elmar ausprobieren musste.

Als es auf die Lesung zuging, setzten wir uns an unsere Plätze. Die Mikrofonanlage wurde getestet. Sie war ausgezeichnet, erforderte jedoch wegen der Akustik in der Kirche ein aufmerksames Lesen. Die ersten Zuhörer kamen und schon bald verflüchtigten sich unsere Befürchtungen, die an vielen anderen Stellen der Stadt stattfindenden Veranstaltungen würden nur ein kleines Häuflein eiserner Fans dazu bringen, uns zuzuhören. Es wurde sogar eine recht stattliche Zahl. Thalia in Korbach hatte den Büchertisch organisiert und die Leute kauften gerne die 'Tage des Sturms', um sie dann signieren zu lassen.

Die Lesung begann. Wir konnten es nicht sehen, doch der Altarraum hinter uns war farbig beleuchtet und es soll laut den Aussagen einiger Zuhörer toll ausgesehen haben. Wir hoffen, dass wir die Fotos, die man uns versprochen hat, auch bekommen, um selbst sehen zu können, wie wir vor einem farbigen Hintergrund wirken.

Wir brachten den Zuhörern unsere Heldin Resa und einige wichtige Nebenfiguren nahe und gingen dann auf Fragen ein, die uns im Anschluss gestellt wurden. Auch wenn die Frauen dominierten, befanden sich im Publikum außergewöhnlich viele Männer. Als einer davon nach der Lesung auf uns zukam und meinte, 'er wäre normalerweise nicht Typ für Lesungen, aber unser Vortrag hätte ihm gefallen', war es für uns eine Bestätigung, auch diesmal unsere Zuhörer gut unterhalten zu haben. Das war auch wichtig, denn immerhin haben sie den Verlockungen anderer Programmpunkte beim Hessentag widerstanden, um uns zuzuhören.

Als wir uns von den Veranstaltern verabschiedeten und in die aufziehende Nacht hinein zu unserem Quartier fuhren, waren wir froh, weil alles so gut geklappt hatte, aber auch sehr davon angetan, dass wir an diesem Tag in Korbach hatten sein dürfen. Es war einfach nur toll, und das trotz des Regens am Nachmittag, der aber rechtzeitig aufhörte, so dass unsere Zuhörerinnen und Zuhörer trockenen Fadens zu uns in die Kirche kommen konnten.



Die Zwischen-den-Lesungen-Tage im Harz

Die Tage zwischen der Lesung in Korbach und der in Aschersleben waren der Recherche und der Suche nach möglichen neuen Schauplätzen gewidmet. Da unser Wohnwagen an einigen Gebrechen leidet, hatten wir darauf verzichtet, ihn an den Beeren zu hängen und ihn als Unterkunft zu nutzen, sondern schlugen unser Quartier im Goldenen Löwen in Seesen auf. Das Hotel erwies sich als eine gute Wahl. Von dort aus brachen wir zu unseren ausgewählten Zielen auf, die uns einen Überblick von der Bronzezeit bis zum Barock boten. So bewegten wir uns in Bad Gandersheim auf den Spuren der Roswitha von Gandersheim, während das Kloster Brunshausen uns einen Überblick von den Ottonen bis zur Auflösung des Reichsstifts im frühen 19. Jahrhundert vermittelte.

Als weiterer Volltreffer erwies sich das HöhlenErlebnisZentrum am Iberg, dessen zwei Museen sowohl der erdgeschichtlichen Entwicklung des Harzes, wie auch der Besiedlung in der Bronzezeit gewidmet sind. Bei einer nahe gelegenen Grablege aus jener Zeit gelang es den Wissenschaftlern, die DNA der Toten zu ermitteln und eine großflächige Untersuchung der heutigen Bewohner um den Iberg herum ergab, dass es immer noch Nachkommen jener Menschen in dieser Gegend gibt.

Unweit von Bad Gandersheim wurde vor einem guten Jahrzehnt ein Schlachtfeld aus dem dritten Jahrhundert entdeckt und erforscht. Für uns war das natürlich auch ein lohnendes Ziel. Das Informationszentrum ist zwar nur am Wochenende für Besucher geöffnet, doch man erfährt dort viel über die möglichen Hintergründe der dort stattgefundenen Schlacht und wir konnten ein gutes Gespräch mit einer Archäologin führen.

Seit Kindertagen ist Iny ein Fan der Zeichnungen von Wilhelm Busch. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Künstler in dem Ort Mechtshausen, der heute zum Stadtgebiet von Seesen gehört. Für uns war es Ehrensache, Wilhelm Busch unsere Reminiszenz zu erweisen und sein Wohnhaus und sein Grab zu besuchen. Das Denkmal, das man ihm in Seesen gesetzt hat, war vom Hotel aus in einem kleinen Spaziergang zu erreichen. So, wie er mit Hut, Mantel und Bart dargestellt wurde, erinnerte er Elmar ein wenig an General Robert E. Lee aus dem amerikanischen Bürgerkrieg.



Die Sommernachtslesung in Aschersleben

Äußerst zufrieden mit unserem Aufenthalt in Seesen machten wir uns schließlich auf dem Weg nach Aschersleben. Es war keine lange Fahrt, nur etwas über 100 Kilometer, und so trafen wir bereits recht früh ein. Uns war das recht, denn so konnten wir uns noch ein wenig entspannen. Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg zum Veranstaltungsort. Es handelte sich um den Museumshof in Aschersleben, der bereits für die Sommernachtslesung 2018 mit Iny Lorentz vorbereitet worden war. Uns gefiel das Ambiente, auch wenn wir wegen des Wetters ein wenig Sorgen hatten. Nein, nicht wegen eines möglichen Regenschauers oder Gewitters, auch wenn es sich um eine Freiluftlesung handelte. An dem Tag war es jedoch sehr heiß und da zieht es die Menschen doch mehr zu Stellen, an denen es kühle Getränke gibt, als zu einer trockenen Lesung.

Allerdings hatten die Organisatoren in der Beziehung vorgebaut. Es gab auch im Museumshof kalte Getränke, wie wir, als wir vom Abendessen zurückkehrten, sehen konnten. Während die überraschend früh und sehr zahlreich erschienenen Zuhörer sich mit Wein erfrischten, gab es für uns nur Wasser. Elmar schielte zwar das eine oder andere Mal zu dem Stand hin, an den die Getränke ausgegeben wurden, doch bei der Hitze wäre Alkohol dem Lesen nicht förderlich gewesen.

Wer früh zu einer Lesung erscheint, kann auch früh Bücher kaufen, und da wir auch diesmal vorher signieren wollten, hatten wir in der Zeit bis zu Lesungsbeginn gut zu tun. Zu unserer Freude brachten einige Fans auch ältere Bücher mit, denen anzusehen war, dass sie gerne gelesen worden waren. Auch diese wurden signiert. Zudem konnten wir mit etlichen Zuhörern sprechen. Nicht wenige unter ihnen waren bereits vor sieben Jahren bei unserer ersten Lesung in Aschersleben dabei gewesen und freuten sich, dass sich erneut die Gelegenheit bot, uns zu erleben.

Es herrschte eine wundervolle Stimmung, zumal die "Sommernachtslesung" ihren Namen auch voll und ganz verdiente. Als wir anfingen, war es zwar noch warm, aber die Temperaturen waren doch schon auf ein angenehmes Maß gesunken. Wie schon in Korbach lasen wir aus 'Tage des Sturms'. Der Roman spielt in den Jahren 1847 - 1849 und behandelt neben dem Schicksal unserer Heldin Resa auch die gescheiterte Revolution in Deutschland. Das Thema schien zu interessieren, denn wie auch bereits in Korbach entschieden sich nach der Lesung noch etliche Zuhörer, das Buch zu kaufen. Dabei waren sowohl in Korbach wie auch in Aschersleben bereits vor der Lesung eine erstaunliche Zahl an Büchern erstanden worden.

Nachdem wir mit einer kleinen Zugabe die eigentliche Lesung beendet hatten, kam die obligatorische Fragerunde. Wir konnten dabei einiges über unseren Werdegang und unsere Zusammenarbeit erzählen, ebenso von unseren Recherchen und den nächsten Plänen. Einige der Zuhörerinnen interessierten sich für unsere Fantasy-Romane der Dämmerlandreihe, die wir unter dem Pseudonym Sandra Melli geschrieben haben. Andere wollten mehr über unsere Thriller erfahren, und dann kam die Frage nach dem bisher nur als E-Book erschienenen Iny-Lorentz-Roman 'Der Sohn der Mätresse'. Ob der nicht doch auch einmal als Buch erscheinen würde? Wir konnten mitteilen, dass dies nach dem Abschluss der mit 'Tage des Sturms' begonnenen Trilogie der Fall sein würde, sprich im Frühjahr 2021.

Damit ging die Sommernachtslesung 2018 in Aschersleben ihrem Ende entgegen. Es hat hier einfach alles gestimmt. Sollte uns noch einmal der Ruf dorthin ereilen, werden wir ihm mit Sicherheit folgen. Während wir am Nachmittag wegen der Hitze mit einem Taxi vom Hotel zum Museum gefahren waren, nützten wir den lauen Sommerabend für einen schönen Spaziergang zurück. Am nächsten Tag beluden wir unser Beerchen, das uns dann auch getreulich in die Heimat zurücktrug. Hinter uns liegt eine schöne und erfolgreiche Reise. Nun gilt es, weiterzuarbeiten, bis wir wieder zu einer Lesung und/oder Recherche aufbrechen.

Iny und Elmar Lorentz

Die Neueröffnung des Fernwehparks in Oberkot

Bericht
von Iny und Elmar am 21-05-2018

Vor knapp zwanzig Jahren entwickelte der Dokumentarfilmer Klaus Beer den Plan, einen Park für Frieden, Toleranz und die Bewahrung der Schönheit unseres Planeten zu errichten.

Dieser sollte mit den Schildern der in die Signs of Fame aufgenommen Prominenten und anderen Menschen, die sich um diese Ziele verdient gemacht haben, geschmückt werden. Zunächst wurde dieser Park in der Stadt Hof in Oberfranken verwirklicht. Gut anderthalb Jahrzehnte später war der Fernwehpark für die damals ausgesuchte Stelle zu groß geworden und es musste ein neues Areal dafür gefunden werden.

Just zu dieser Zeit war die direkt neben der Stadt Hof liegende Marktgemeinde Oberkotzau dabei, eine alte Industriebrache zu renaturieren, und das neu gestaltete Areal sollte der Erholung dienen. So wurde ein Wohnwagenstellplatz errichtet, an den sich ein Park mit Spielplätzen, einem Fitnesspfad und Spazierwegen anschloss. Plötzlich kam die Idee auf, einen Teil des Geländes für den neuen Fernwehpark zu reservieren. Klaus Beer traf dabei in Oberkotzau auf offene Türen und so konnte der Fernwehpark am 18.05.2018 feierlich eröffnet werden.

Für uns war es eine Ehre, mit dabei sein zu dürfen und so brachen wir am 17.05. nach Hof auf, um am nächsten Tag rechtzeitig vor Ort zu sein. Es hat sich auch gelohnt, denn am Abend erschienen sowohl der Hollywoodstar Elke Sommer, begleitet von Ehemann und Hund, wie auch der Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Bobby Emprechtinger mit seiner Familie, so dass eine fröhliche Abendrunde zustande kam. Sowohl Elke Sommer wie auch Bobby Emprechtinger erzählten Anekdoten aus Hollywood und so vergingen die Stunden viel zu rasch.

Am nächsten Tag ging es dann kurz vor Mittag nach Oberkotzau zum neuen Fernwehpark und wir konnten neben vielen anderen Schildern auch das bewundern, welches für uns gemacht worden war. Elmar fotografierte munter die vielen Schilder, von denen einige auch in der Galerie zu sehen sein werden. Außerdem testete er die Bratwürste der beiden Oberkotzauer Metzger und fand keinen erkennbaren Unterschied. Sie schmeckten alle gut. Seinen Wurzeln im Frankenwald verpflichtet behauptet er natürlich, dort würden die Bratwürste noch einen Hauch besser schmecken. Eine andere Aussage würde ihn von seinen dortigen Verwandten auch übel genommen. Es gibt nämlich nichts, was einen Franken schneller in Rage bringen kann als die Kritik an den Bratwürsten seiner ganz speziellen Heimat.

Das offizielle Programm begann mit den Ansprachen der Orts-, Landkreis-, Regierungsbezirks- und Landtagsgrößen. Wir erfuhren dabei viel Wissenswertes über den neuen Summa-Park, in den der Fernwehpark Signs of Fame eingepasst worden war. Die örtliche Geistlichkeit beider Konfessionen segnete den Park und dann ging es in den Showteil der Veranstaltung. Der Oberkotzauer Fanfarenzug zog mit klingendem Spiel unter der Frankenfahne ein. Allerdings war ihnen dabei ein kleines Missgeschick passiert, denn die Fahne stand auf den Kopf, was Elmar natürlich sofort bemerkte. Die Fanfarenbläser konnten jedoch weitaus besser spielen als Fahnen einhängen, und so war dieses kleine Versehen entschuldbar.

Zur Eröffnung waren etliche Künstler und Sportler erschienen, die bereits zum Kreis der Signs of Fame gehörten, sowie einige Kandidaten, die an diesem Tag aufgenommen werden sollten. Es waren berührende Momente, als der vielfache Paralympic-Goldmedaillengewinner Gerd Schönfelder die Bühne betrat und von seiner Karriere berichtete, für die er sich nach seinem schweren Unfall neue Ziele gesetzt hatte. An ihm konnte man sehen, wie rasch und unverhofft das Schicksal zuschlagen kann und es ist bewundernswert, wie er sich wieder aufgerafft hat und zum Vorbild für viele geworden ist.

Nicht weniger berührend war der Auftritt von 'Trekker Willi', der mit seinem alten Deutz-Traktor 'Robert' und dem angehängten Wohnwagen 'Schnecke' seine Touren durch Europa macht. Er war mit seinem achtzehn Km pro Stunde 'schnellen' Gefährt unter anderem bereits in Spanien, am Nordkap und in Kaliningrad gewesen. Derzeit ist er auf einer großen Deutschlandtour. Sein nächstes Ziel ist Schottland. Bemerkenswert ist sein Alter, denn 'Trekker Willi' zählt 83 Jahre. Wir fühlten uns an unsere Fahrt nach Island erinnert. Dort trafen wir auf ein niederländisches Paar, sie 83 und er 87 Jahre alt, die mit ihrem PKW die Insel erkundeten. Wie 'Trekker Willi' sind auch die beiden ein Beispiel, dass das Alter einen nicht daran hindern sollte, seine eigenen Wege zu gehen.

Danach kam wohl der Höhepunkt. Die Hollywood-Legende Elke Sommer wurde mit einem Oldtimer-Auto vorgefahren und nach einem amüsanten Gespräch in die Signs of Fame aufgenommen. Der Presserummel war dabei derartig groß, dass sich die Zuschauer auf den Rängen beschwerten, weil auch sie etwas sehen wollten. Wie schon am Abend zuvor erwies Elke Sommer sich als muntere und fröhliche Frau voller Esprit und Charme und riss die Menge zu Begeisterungsstürmen hin.

Anschließend wurde der Entertainer Peter Grimberg auf die Bühne gebeten. Auch er wurde interviewt und sang anschließend einige Lieder. Den Leuten gefiel es sehr und auch Iny meinte anerkennend, dass er ausgezeichnet singen könne.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Der Schauspieler Tom Bacal plauderte über seine Fernseh-Rollen und die Tatsache, dass die Menschen ihn, wenn sie ihn treffen, meistens mit seiner wichtigsten Rolle identifizieren würden. Dagegen, so sagte er, hätte er auch nichts. Allerdings wäre er nicht gerade begeistert davon, wenn ihm jemand beim Essen voller Begeisterung auf die Schulter klopft und er sich deswegen beinahe die Gabel in den Mund rammen würde.

Die Weltumradler und Abenteurer Axel Brümmer und Peter Glöckner berichteten von ihren Reisen in über 160 Länder. Da kam bei Elmar doch ein wenig der Neid auf, denn wir selbst bringen es bis jetzt gerade mal auf knapp vierzig.

Anschließend trat der Schlagersänger Jürgen Peter auf und dann erschien Bobby Emprechtinger auf der Bühne. Er ist ein völlig lockerer Typ, der amüsant von seinen Erfahrungen in Hollywood berichtete. Als ehemaliger österreichischer Staatsmeister im Tanzen hätte er einen gewissen Vorteil gehabt, da er sehr flexibel besetzt werden konnte. Er berichtete auch, dass er zweispurig gefahren und zusätzlich eine Berufsausbildung als Pilot gemacht hätte, für den Fall, dass es mit der Hollywood-Karriere nicht klappen würde. Dies war jedoch der Fall und so fliegt er nun nur noch als Hobby.

Nach Bobby Emprechtinger war die die Reihe an uns. Es gab ein Interview über unsere Zusammenarbeit und unsere neuen Romane, anschließend signierten wir im Hintergrund Bücher, während das Programm auf der Bühne weiterging. Mit der Moderatorin Marianne Martin und dem Schlagersänger Chris Wolf wurden zwei weitere Mitglieder in die Signs of Fame aufgenommen. Danach endete der offizielle Teil und die Zuschauer genossen den sonnigen und warmen Abend im aufgestellten Bierzelt.

Zu erwähnen ist, dass die neue Datenschutzrichtlinie auch hier ihre Schatten warf. Während des Showprogramms wurden die Zuschauer gebeten, auf ihren Plätzen zu bleiben und nicht in den Fernwehpark zu gehen, da sonst selbst bei offiziellen Fotos die schriftliche Zustimmung der mit aufgenommenen Personen benötigt würde. Dies wird in Zukunft auch für uns Auswirkungen haben, denn ab dem 24.05.2018 werden wir uns in der Hauptsache auf Fotos beschränken müssen, auf denen niemand zu sehen ist, von dem wir keine Erlaubnis erhalten haben.

Ein Wort zum Wetter. Gemäß den Voraussagen der Meteorologen hatten wir unsere Regenjacken dabei und auf Sonnenschutzmittel verzichtet. Doch statt zu regnen und sich auf die angekündigten 15 bis 17 Grad zu beschränken, strahlte die Sonne aus einem nur leicht bewölkten Himmel. Es ist hier schade, dass es kein Foto von Klaus Beer gibt, wie er eine tonnenschwere Kerze in die Kirche schleppt, um die himmlischen Mächte um schönes Wetter zu bitten. Anders als durch ein Wunder ist dieser Sonnentag nämlich nicht zu erklären. Wir haben drei Wochen Jordanien und Israel mit durchwegs über 30 Grad im Schatten ohne die geringste Hautreizung überstanden. Der Nachmittag in Oberkotzau sorgte hingegen für einen heftigen Sonnenbrand, der uns ziemlich zu schaffen gemacht hat.

Während viele Besucher im Festzelt weiterfeierten, kam für uns der Augenblick, an dem wir aus Oberkotzau scheiden mussten. Es war ein wundervoller Tag gewesen, mit Eindrücken, die wir nie vergessen werden.

Iny und Elmar Lorentz

Eröffnung des Fernwehparks in Oberkotzau

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 16-05-2018

Eröffnung des Fernwehparks in Oberkotzau

Fernweh ist eine Krankheit, an der viele Menschen leiden. Auch wir sind dagegen nicht gefeit, wie so manche unserer Reisen zeigt. Eine Reise erweitert den Horizont, man trifft andere Menschen und lernt neue Länder und fremde Kulturen kennen und hoffentlich auch ein wenig zu verstehen.



Der neue Fernwehpark in Oberkotzau dient diesem kennenlernen und verstehen. Es ist uns daher eine große Freude und Ehre, bei seiner Eröffnung am 18.05.2018 dabeisein zu dürfen.



www.fernweh-park.de/2017/11/eroeffnung-des-neuen-fernweh-park-signs-of-fame-am-18-mai-2018/ 



Iny und Elmar Lorentz

Frühlingsgefühle

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 17-04-2018

Nachdem wir vor wenigen Wochen noch durch zwanzig Zentimeter hohen Neuschnee gestapft sind, um in die Buchmesse in Leipzig zu gelangen, sind wir mittlerweile im T-Shirt unterwegs.

Die Zeitspanne von Winter bis zum Frühjahr war heuer wirklich sehr kurz. Anderseits kann man hoffen, dass die Kälte gebrochen ist und wir einen schönen Frühling erleben.

Mittlerweile sind die Titelbilder für die nächsten Romane, wie auch deren Titel fix. Es gibt hier ein Wiedersehen mit guten, alten Bekannten. So erlebt unsere Wanderhure Marie in 'Die Wanderhure und die Nonne' ein gefährliches Abenteuer in den weiten Wäldern Thüringens. Ebenfalls in Thüringen spielt 'Die Entführung der Wanderapothekerin'. Hier muss sich unsere Klara ihrer bislang wohl härtesten Herausforderung stellen.

www.droemer-knaur.de/buch/7950900/die-wanderhure-und-die-nonne 

www.droemer-knaur.de/buch/9595112/die-entfuehrung-der-wanderapothekerin 

Da im Dezember 'Die Entführung der Wanderapothekerin' erscheint, wird es heuer keine Taschenbuchausgabe des Hardcovers vom letzten Jahr geben. Alle unserer Leserinnen und Leser, die sich auf 'Die Widerspenstige' als Taschenbuch gefreut haben, müssen wir auf den Dezember 2019 vertrösten.

Mittlerweile ist auch 'Tage des Sturms' erschienen und brachte uns gleich eine Schnapszahl. Es ist nämlich die 44 Buchausgabe eines Iny-Lorentz-Romans, die es auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat. Hier können wir unserer treuen Fangemeinde dankbar sein, dass sie uns so lange die Treue gehalten hat, und hoffen natürlich, dass sie dies auch noch länger tun wird. Wer sich wundert, weil die Zahl der Bestsellerplatzierungen die der erschienen Romane übertrifft. Alle Taschenbuchausgaben unser Hardcover haben es ebenfalls auf die Bestsellerliste geschafft, 'Die Pilgerin' sogar drei Mal, nämlich als Hardcover, als normale Taschenbuchausgabe, sowie als Buch zum Film.

In diesem Winter konnten wir zum ersten Mal seit mehreren Jahren eine längere Zeit zuhause verbringen. Wir hatten nur einen kurzen Aufenthalt in Simbach bei Woifes Lokschuppen sowie die Tage bei der Buchmesse in Leipzig. Es hat uns beim Schreiben sehr geholfen, denn wir sind in unserer vertrauten Umgebung gut vorwärts gekommen.

Bald aber beginnt für uns die Frühjahrsaison mit mehreren Recherchereisen und Lesungen. Man kann uns am 31.05. in Korbach in Hessen und am 07.06. in Aschersleben sehen und hören. Wir freuen uns auf beide Lesungen, da sie uns den Kontakt zu unseren Leserinnen und Lesern bieten.

www.inys-und-elmars-romane.de/lesungN.php 

Im Herbst gibt es zwei, vielleicht auch drei weitere Lesungstermine. Die aber liegen noch etwas in der Ferne.

Jetzt gilt es erst einmal, den vierten Band um die Wanderapothekerin Klara und ihre Familie zum Abschluss zu bringen und uns auf die beiden nächsten Romane (einen für Iny zum Überarbeiten, einen für Elmar, der den Rohtext erstellt) zu konzentrieren.

In diesem Sinne

Iny und Elmar Lorentz

Leipzig im Schnee

Bericht
von Iny und Elmar am 21-03-2018

Am 14.03.2018 stiegen wir früh morgens voller Tatendrang in unser Beerchen, um nach Leipzig zu fahren.

An Bord waren mehrere Schachteln mit Autogrammkarten, Lesezeichen, Schlüsselanhänger und ein Karton mit unseren Taschen zum Verteilen. Unser privates Gepäck musste daher flexibel verstaut werden, zumal wir noch unseren Webmaster Hannes und dessen Ehefrau Petra mitnehmen wollten und diese für ihre Koffer ebenfalls Platz brauchten. Beide hatten sich dankenswerterweise bereit erklärt, uns bei der Buchmesse zu unterstützen. Ohne sie und ohne Marcel, von dem später noch die Rede sein wird, hätten wir es niemals geschafft.

Aufgrund der wundervollen Verkehrsinfrastruktur um München herum brauchten wir für die ersten vier Kilometer nur zwanzig Minuten. Als das Millionendorf endlich hinter uns lag, ging es etwas schneller, so dass wir doch noch halbwegs planmäßig bei Petra und Hannes ankamen. Aufgrund leidvoller Erfahrungen hatten wir einen entsprechenden Zeitpuffer eingebaut.

Von nun an ging es flott dahin und wir kamen nach einer kurzen Mittagspause rechtzeitig genug in Leipzig an, so dass Hannes und Petra den Nachmittag nutzen konnten, sich die Stadt anzusehen. Sie waren noch nie in Leipzig gewesen und kamen voller Begeisterung zurück. Für uns war das wichtig, denn wir brauchen die beiden auch noch nächstes Jahr als Helfer am Stand.

Wir haben unterdessen die Messehalle 3 aufgesucht und uns unseren Stand angesehen. Es war fast alles fertig. Marcel, der sich bereits im Vorjahr als Fels in der Brandung, Retter in der Not usw. erwiesen hat, war bereits dabei, die Bücher in die Schränke einzuräumen. Unser Angebot, ihm dabei zu helfen, lehnte er ab, da er die Handgriffe seit vielen Buchmessen gewöhnt sei. Da wir seine Routine nicht unterbrechen wollten, begnügten wir uns damit, den Stand zu bewundern. Er sah tatsächlich noch besser aus als im Vorjahr.

Nach einem kurzen Besuch bei Kerstin Groeper vom Traumfänger-Verlag wanderten wir zum Droemer-Knaur-Hauptstand weiter und sahen den oberen Chargen bei der Arbeit zu. Es war schon interessant, Leute, die sonst nur mit Anzug und Krawatte oder im modischen Kostüm auftauchen, dabei zu beobachten, wie sie in Jeans, T-Shirt und Arbeitshandschuhen mithelfen, die große Rotunde zu befüllen. Natürlich gab es auch Gespräche und mehrere Droemer-Knaur-Mitarbeiter kamen mit zu unserem Stand, um ihn sich anzusehen.

Ins Hotel zurückgekehrt aßen wir zu Abend, zogen uns dann in unser Zimmer zurück und genossen es, in Ruhe lesen zu können. Für alle, die nach unserem Wohnwagen fragen: Die Buchmesse in Leipzig ist uns dafür noch zu früh im Jahr. Der früheste Zeitpunkt, an dem wir mit dem Wohnwagen aufgebrochen sind, war mal Mitte April und da ging es nach Schottland. Das war auch nicht gerade die wärmste Gegend, denn an mehr als einem Morgen stapften wir über reifbedeckten Rasen zu den Sanitärgebäuden.

Donnerstag, den 15.03.2015: Nach dem Frühstück verwandelten sich Hannes und Elmar in Packesel und schleppten etliche Kartons mit Autogrammkarten und dglm. zur Messe. Die großen Kartons mit den Taschen hatte dankenswerterweise Droemer-Knaur für uns transportiert.

Am Stand war alles Tip Top! Marcel hatte alle Vorbereitungen getroffen und kam auch schon mit den überlebenswichtigen Thermosflaschen für Tee und Kaffee heran. Nachdem wir alle unsere Mitbringsel ausgepackt, aufgestellt und den Rest verstaut hatten, warteten wir auf den ersten Besucher. Es war Katja Etzold, die wir bereits seit vielen Jahren kennen und schätzen.

Viel Zeit, um mit Katja zu reden, blieb nicht. Anders als im vergangenen Jahr, als es in der ersten Stunde nach Messeeröffnung bei uns eher ruhig geblieben war, steuerten diesmal doch etliche Leserinnen und Leser als Erstes gezielt unseren Stand an. Petra erwies sich als ausgezeichnete Unterstützung, denn sie konnte die interessierten Personen über unsere Romane aufklären. Marcel reichte ihr die Bücher zu und füllte die Auslage immer wieder auf, während Hannes mit munteren Sprüchen die 'Handgebügelten Tragetaschen' verteilte, die alle, die ein Buch bei uns kauften, als Zugabe erhielten. Außerdem hatte Hannes noch einen weiteren Job. In all den Jahren, in denen wir auf Buchmessen und anderen Veranstaltungen waren, hat meistens Elmar fotografiert, mit dem Ergebnis, dass er selbst nur sehr selten auf einem Foto zu sehen war. Diesmal wurde Hannes die Kamera in die Hand gedrückt und dieser erfüllte unsere Erwartungen voll und ganz. Ein paar Mal fotografierte Elmar allerdings selbst, um auch Hannes mit auf die Platte zu bannen.

Trotz der recht angenehmen Erfahrungen im letzten Jahr wurden wir von dem Zuspruch, den unser Stand heuer erhielt, doch überrascht. Die Zeit verging förmlich wie im Flug. Es blieb kaum die Muße, eine der vorbereiteten Käse- und Wurstsemmeln zu essen. Als wir nach Ende der Messe in unser Hotel zurückkehrten, war der Hungerpegel bei uns allen entsprechend hoch. Unsere Cheflektorin Michaela hatte sich uns angeschlossen und so wurde es ein sehr angenehmes Mahl mit einem zwischen Hannes und Michaela geteilten Gulasch als Nachspeise.

Freitag, 16.03.2018. Der erste Blick aus dem Fenster riet, wieder ins Bett zurückzukehren. Es war weiß und es schneite noch immer. Hannes, dessen Abstammungslinie von einem Pinguin genetisch erwiesen ist, wollte trotzdem nur im Hemd losmarschieren, doch Elmar schickte ihn noch einmal auf sein Zimmer, sich eine Jacke zu holen. Danach wuchsen beiden wieder lange Löffel und es ging mit einem fröhlichen I-Aah zur Messe. Hier wollte Iny sich kurz umsehen und verschwand, während Elmar am Stand zurückblieb und fünf Minuten nach Messeöffnung bereits die ersten Autogramme geben durfte. Der bereits am Vortag recht rege Andrang verstärkte sich noch einmal und wir mussten zuletzt ein paar Leser vertrösten, da wir zum Hauptstand von Droemer-Knaur gerufen wurden. Hier folgte ein Interview von dem Moderator Günter Keil. Für das anschließende Signieren baten wir die Leser an unseren Stand, da der Droemer-Knaur-Stand immer sehr voll ist und wir lieber sitzend signieren als stehend, wie es dort der Fall gewesen wäre.

Der Zustrom zu unserem Stand hielt den ganzen Nachmittag an. Wir freuten uns natürlich darüber, zumal wahre Schauergeschichten über ausgefallene S-Bahnen und Züge die Runde machten und die Straßen nur erschwert passierbar sein sollten.

Um 18:00 Uhr ging es ins Hotel zu einem raschen Abendessen und danach baten wir den Herrn an der Rezeption, uns ein Taxi zu rufen. Der arme Mann sah uns an, als hätten wir von ihm verlangt, mit uns zusammen einen Elefanten aus dem Leipziger Zoo zu stehlen. "Diese Herrschaften", sagte er und wies dabei auf zwei Gruppen, "warten bereits seit einer halben Stunde auf ein Taxi. Aber wegen des Schneechaos sind derzeit kaum welche zu bekommen!" Für uns war das fatal, denn wir sollten ins Alte Rathaus zur Lesung. Wir konnten nur hoffen, dass es irgendwie doch klappte, und baten den guten Mann, uns dennoch ein Taxi zu rufen.

Fünf Minuten später fuhr ein Taxi vor. Es wäre nicht unseres, meinte der Mann an der Rezeption. Noch während eine der wartenden Gruppen einstieg, kam ein weiteres Taxi. Auch da meinte unser Freund in der Rezeption, dass es noch nicht das unsere sei. Der Taxifahrer war jedoch anderer Meinung und nannte unsere Zimmernummer. Er wäre beim Anruf in der Nähe gewesen und daher schneller gekommen. Zum Glück tauchte dann auch noch das dritte Taxi auf, so dass auch die zweite, seit einer über einer halben Stunde wartende Gruppe wegfahren konnte.

Wir kamen wie auf rohen Eiern fahrend noch rechtzeitig beim Alten Rathaus an und konnten gleich danach mit unserer Lesung beginnen. Der Festsaal des alten Rathauses ist ein wundervoller Ort für Autoren historischer Romane, um dort zu lesen, und wir glauben, dass unsere Zuhörerinnen und -hörer mit uns zufrieden waren.

Als wir wieder ins Hotel zurückkehrten, hielt uns der Hoteldirektor eine Zeitung unter die Nase. Am Vortag hatte ein Reporter der Leipziger Volkszeitung (LVZ) ein kurzes Interview mit uns geführt und ein paar Fotos gemacht. Jetzt sahen wir uns in der Zeitung verewigt und wunderten uns nicht mehr über die vielen Leute, die zu uns an den Stand gekommen waren.

Samstag, 17.03.2018. Anscheinend hatten am Freitag mehr Leute die LVZ gelesen, denn trotz des gesperrten Bahnhofs in Leipzig, ausgefallenen S- und Trambahnen und glatten, verschneiten Straßen war der Zuspruch für unseren kleinen Stand phänomenal. Selbst Marcel, den sonst nichts aus der Ruhe bringen kann, kam an dem Tag ins Schwitzen. Das kam auch Patricia von der Presseabteilung, denn wir hatten eine Lesung mit Interview im Forum Literatur, doch unser Moderator Günter Keil wurde ein Opfer der schlechten Verkehrsverhältnisse. Patricia musste für ihn einspringen und sie machte die Sache ausgezeichnet.

Am Stand ging es an dem Tag munter zu. Petra erklärte den interessierten Personen unsere Romane, Marcel schleppte Bücherkartons und füllte immer wieder die Ständer für die Autogrammkarten und Flyer nach, und Hannes fotografierte und teilte vor allem die 'Handgebügelten', sprich unsere Stofftaschen aus. Seine Sprüche dabei wurden legendär. Wir wollen nicht vorgreifen, doch am Sonntag kam eine Dame an den Stand, sagte, sie möchte 'Tage des Sturms' kaufen, und natürlich auch eine handgebügelte Tasche haben. Da blieb selbst Hannes für ein paar Augenblicke die Sprache weg.

Sonntag, 18.03.2018. Der letzte Tag. Der Bahnhof war noch immer teilweise gesperrt, viele Züge fielen aus, und so strandeten viele Messebesucher an für sie ungewohnten Orten. Da auch die S- und Trambahnen beeinträchtigt waren, wurde der erhoffte Besucherrekord auf der Messe verfehlt. Wir hatten aber trotzdem gut zu tun. An der Stelle können wir auch einige der Besucher an unserem Stand nennen. Tanja Kinkel, Sabine Ebert, Nora Berger mit Ehemann Walter, Roswitha Gruber mit Ehemann Walter, Lee Bauers, Farina de Waard, Alexandra Lüthen, Susanne Kasper, Caren Benedikt, Carmen Vicari mit Ehemann Andi, Anke und Wolfgang Brand, Susanne und Henrik Ruitenberg, Alex Hartung, Dr. Werner Kinkel, Jens Kramer, Burghard Bierschenck, Klaus Förg, Steffen Knabe ... Wen wir vergessen haben, möge es uns verzeihen.

Mittag ging es zur LVZ Arena zum Interview, und danach wurde erneut nach Leibeskräften signiert. Nur allmählich wurde es ruhiger, und als schließlich die Lautsprecherstimme aufklang und das Ende der Buchmesse Leipzig 2018 ankündigte, atmeten wir zwar ein wenig erleichtert aus, freuten uns aber gleichzeitig bereits auf die Buchmesse Leipzig 2019, die uns ebenfalls mit eigenem Stand erleben wird.

Hier ergibt sich für uns ein gewisses Problem. Der eigene Stand, der doch mit gewissen Kosten verbunden ist, war eigentlich für die drei Jahre 2017, 2018 und 2019 geplant. Nun ist aber heuer mit 'Tage des Sturms' der erste Teil einer neuen Trilogie aus dem 19. Jahrhundert erschienen, deren zweiter Teil bei der Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr erscheinen wird. Jetzt fragen wir uns, ob wir nicht unsere Fans enttäuschen, die sich heuer Band eins und nächstes Jahr Band zwei bei uns am Stand signieren lassen, und dann 2020 bei Band drei darauf verzichten müssen.

Doch nun zu den Danksagungen:

Unser erster Dank geht an all unsere Fans, die so zahlreich an unseren Stand gekommen sind. Wir würden uns freuen, Euch im nächsten Jahr erneut begrüßen zu dürfen.

Weiter danken wir Babsi von Droemer-Knaur, die in diesem Jahr die Organisation unseres Standes übernommen und ausgezeichnete Arbeit geleistet hat.

Ein herzliches Dankeschön geht an Marcel, der auch heuer wieder der Fels in der Brandung war und von Teewasser bis Bücherkartons alles herbeibrachte, was gebraucht wurde, es geschickt verstaute und die verkauften Bücher sofort wieder durch Neue ersetzte. Auch sorgte er während der Messe für unser leibliches Wohl und räumte den Stand vor der Messe ein und danach wieder aus. Marcel, ohne dich wären wir verloren!

Dies gilt auch für Petra und Hannes, die vier Tage lang Bücher und Taschen angereicht, mit Interessenten geredet und uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Ebenso wie Marcel brauchen wir Euch auch im nächsten Jahr unbedingt wieder an unserer Seite.

Am Montag mussten wir unser armes Beerchen vom Schnee befreien, eine Arbeit, die sich Elmar und Petra teilten. Danach ging es erst einmal nach Franken zu Elmars Verwandten, wo die traditionellen Bratwürste aufgetischt wurden. Bei der Weiterfahrt ging es eine ganze Weile durch schneefreies Land, bis es dann schließlich um uns herum wieder weiß wurde. Das letzte Stück wurde dann unangenehm zu fahren, so dass wir darauf verzichteten, noch Tee bei Petra und Hannes zu trinken, um noch im letzten Tageslicht nach Hause zu kommen. Dies gelang auch und nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Die nächsten Herausforderungen warten bereits auf uns.


Iny und Elmar Lorentz

Wasserstandsmeldung im März

Bericht
von Iny und Elmar am 08-03-2018

Die ersten beiden Monate des Jahres 2018 sind Vergangenheit. Zwar endete der Februar und begann der März knackig mit zweistelligen Minusgraden, aber unsere Gedanken gelten bereits wärmeren Tagen.

Von gelegentlichen Schnupfen- und Hustenattacken abgesehen haben wir den Winter gut überstanden und konnten unser geplantes Schreibpensum voll durchziehen. Das ist insofern wichtig, da es um die Bände drei und vier der Wanderapothekerin geht. Band drei soll im Dezember 2018 und Band vier im Juli 2019 erscheinen. Beide Termine können nach Lage der Dinge eingehalten werden.

Das Hardcover für Herbst 2019 ist ebenfalls fertig, so dass wir ein wenig durchschnaufen können. Eine Computerabstinenz wird es jedoch nicht geben, da sich neue Geschichten in den Vordergrund drängen und danach schreien, geschrieben zu werden. In welcher Reihenfolge dies geschieht, haben wir noch nicht festgelegt. Wir wissen zwar, welchen Roman Elmar als Nächstes im Rohtext schreiben wird. Danach kommt es aber in erster Linie auf Elmar an, der nach mehreren historischen Romanen eine schöpferische Abwechslung braucht. Davon zeugen auch unsere Pseudonyme Mara Volkers, Nicola Marni, Nike Andeer und Sandra Melli. Entweder versucht er sich wieder an einem anderen Genre, oder aber er schreibt den nächsten, bereits recherchierten historischen Iny-Lorentz-Roman. Iny wird unterdessen die Wanderapothekerin 4 schleifen und polieren, damit unsere Leser diesen Roman rechtzeitig in Händen halten können.

Bevor hier irgendeine Entscheidung getroffen wird, findet erst einmal die Buchmesse in Leipzig statt. Wer bereits im letzten Jahr dort war oder unsere Berichte hier in Homepage oder auf Facebook gelesen hat, weiß, dass wir auch heuer wieder einen eigenen Stand haben werden, und zwar in:

Halle 3, Stand E211.

Es gibt natürlich auch ein paar Programmpunkte, die uns an andere Stellen rufen:

Freitag, 16.03.2018 um 15:00 Uhr: Gespräch am Stand von Droemer-Knaur, moderiert von Günter Keil.

Freitag, 16.03.2018 um 20:00 Uhr: Lesung im Rahmen von 'Leipzig liest' im Festsaal des Alten Rathauses.

Samstag, 17.03.2018 um 12:00 Uhr: Lesung und Gespräch am Forum Literatur, buch aktuell, Halle 3, Stand E401. Auch dieses moderiert Günter Keil.

Sonntag, 18.03.2018 um 13:00 Uhr: Moderiertes Gespräch in der LVZ-Arena, Halle 5, C100.

Sonst sind wir die meiste Zeit am Stand anzutreffen!

Auch am Stand anzutreffen und vor allem zu kaufen sind unsere Romane, die wir gerne auch signieren. Highlight ist hier sicher unsere Neuerscheinung des Frühjahrs, nämlich 'Tage des Sturms'. Es handelt sich dabei um den Beginn einer neuen Trilogie aus dem 19. Jahrhundert. Dieser Roman spielt zwischen 1847 und 1851 in einer Deutschland sehr bewegenden Zeit.

www.droemer-knaur.de/buch/9557633/tage-des-sturms 



Weitere Aussichten:

In wenigen Wochen wird die Verlagsvorschau bei Knaur mit unserem Herbst- und unserem Wintertitel vorliegen, bzw. auf der Droemer-Knaur-Homepage abrufbar sein. In Aussicht stehen ein neues Abenteuer der ehemaligen Wanderhure Marie, die mit ihrer Tochter Trudi zusammen diesmal richtig in die Bredouille gerät, sowie eine weitere Geschichte um unsere Wanderapothekerin Klara. Diese findet sich überraschend in einer fremden Gegend wieder und braucht dort allen Mut und ihren gesamten Verstand, um dort nicht unterzugehen. Marie kommt im Oktober, Klara im Herbst.

Um über die Pläne für 2019 zu sprechen, ist es noch ein wenig zu früh. Nur so viel ist zu sagen, dass im Frühjahr der zweite Band unserer neuen Trilogie aus dem 19. Jahrhundert erscheint und im Sommer Band 4 der Wanderapothekerin.



Sonstiges:

Elmar hat die Marotte, wenn er H-Milch nach Hause bringt, immer auf das angegebene Verfallsdatum zu schauen und zu sagen: 'bis dorthin bin ich mit dem Roman fertig' oder 'wird dieser Roman erschienen sein' oder 'sind wir von diesem oder jenem Event oder dieser oder jener Reise zurück'. Wenn das Datum der zuletzt gekauften Milch abläuft, wird nicht nur die Buchmesse in Leipzig hinter uns liegen, sondern auch die Hauptrecherchereise dieses Jahres, sowie die mit einer weiteren Recherche gekoppelte Lesereise nach Korbach und Aschersleben. Wir wünschen uns bei diesen Reisen interessante Informationen, die wir wir für unsere Romane verwenden können, und euch allen weiterhin viel Spaß mit unseren Büchern.

Iny und Elmar Lorentz

Ausblick auf die Buchmesse in Leipzig

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 14-02-2018

Der Januar und ein Teil des Februars liegen bereits hinter uns. Die Tage werden länger und auch die Manuskripte wachsen.

Die Wanderapothekerin 3 steht kurz vor der Fertigstellung und wird auf jeden Fall rechtzeitig fertig, um im Dezember 2018 zu erscheinen. Auch die Arbeit an der Wanderapothekerin 4 geht gut voran. Sofern nichts von links außen kommt, werden wir unser Ziel, den Roman im Juli 2019 in den Buchläden zu sehen, auch erreichen. Beide Romane machen uns sehr viel Freude und wir sind guter Dinge, dass diese Freude auch von unseren Lesern gespürt und selbst empfunden wird.


Doch greifen wir nicht so weit voraus. In vier Wochen beginnt die Buchmesse in Leipzig. Letztes Jahr gab es für uns eine Premiere. Wir hatten nämlich unseren eigenen Stand auf der Messe. Auch heuer wird dies so sein!

Ihr findet uns in Halle 3, Stand E211!

www.leipziger-buchmesse.de/Ausstellerverzeichnis/hallenplan/Interaktiver-Hallenplan.html?hallID=AH300&standID=1150578&exhibitorID=382641 



Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher am Stand. Wie auch schon im letzten Jahr kann man unsere Romane am Stand kaufen und signieren lassen. Dabei wird jeder bisher erschienene Iny-Lorentz-Roman zu erstehen sein. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den erst in der letzten Zeit erschienen Romanen 'Die Wanderapothekerin', 'Die Liebe der Wanderapothekerin', 'Die Widerspenstige', 'Das Mädchen aus Apulien' und natürlich auf 'Tage des Sturms'

www.droemer-knaur.de/buch/7950895/die-wanderapothekerin 

www.droemer-knaur.de/buch/9254101/die-liebe-der-wanderapothekerin 

www.droemer-knaur.de/buch/1317350/die-widerspenstige 

www.droemer-knaur.de/buch/1317277/das-maedchen-aus-apulien 

www.droemer-knaur.de/buch/9557633/tage-des-sturms 


Mit 'Tage des Sturms' beginnt eine neue Trilogie aus dem 19. Jahrhundert, die insgesamt drei Generationen umfasst. Heldin des ersten Bandes ist Resa (Theresa) Frohnert, die uneheliche Tochter des Freiherrn Gundolf von Steben.


Es gibt auch heuer wieder unser Messeplakat, das der Grafiker Gabriel Nemeth für uns gemalt hat, sowie wie Autogrammkarten, Lesezeichen und Schlüsselanhänger. Wer ein Buch kauft, erhält noch eine hübsche Kleinigkeit dazu.



Programm:

Natürlich gibt es in Leipzig auch Zeiten, in denen wir außerhalb unseres Standes anzutreffen sind.


Freitag, 16.03.2018 um 15:00 Uhr:

Rotundengespräch am Stand von Droemer-Knaur, moderiert von Günter Keil.


Freitag, 16.03.2018 um 20:00 Uhr:

Lesung im Rahmen von Leipzig liest im Festsaal des Alten Rathauses.


Samstag, 17.03.2018 um 12:00 Uhr:

Lesung und Gespräch am Forum Literatur, buch aktuell, Halle 3, Stand E401. Es moderiert Günter Keil.


Sonntag, 18.03.2018 um 13:00 Uhr:

Moderiertes Gespräch in der LVZ-Arena, Halle 5, C100.


Bei all diesen Terminen werden wir natürlich auch signieren.


Wir freuen uns auf Leipzig und hoffen auf regen Besuch am Stand.

Iny und Elmar Lorentz

Ausblick auf das Jahr 2018

Info
von Iny und Elmar am 30-01-2018

Das Jahr 2018 begann für uns mit der wundervollen Show in Woifes Lokschuppen in Simbach und einem sehr angenehmen Autorentreffen in Kolbermoor mit Rike Stienen, Nora Berger, Roswitha Gruber und deren Ehemännern.

Wir haben im Januar allerdings auch gearbeitet, und das nicht nur an der Maschine. So fand Mitte des Monats die Titelfindung für die um Oktober und Dezember neu erscheinenden Romane statt und gegen Ende haben wir die Titelbildvorschläge für diese Romane erhalten.

Inys Kommentar zum Cover des HC im Oktober: Das beste Wanderhurentitelbild, das es bis jetzt gegeben hat!

Das Cover für den dritten Wanderapothekerinnenband gefällt uns ebenfalls sehr und passt ausgezeichnet zu den Titelbildern der beiden ersten Romane um unsere Heldin Klara.



Buchmesse Leipzig:

Unsere Planungen für die Buchmesse in Leipzig gehen dank Barbara vom Droemer-Knaur-Verlag, unseren Frankfurter Freunden Gabi und Manfred sowie unseres Graphikers Gabriel Nemeth gut voran. Wir haben auch diesmal wieder unseren eigenen Stand in Leipzig und dort werden Bücher verkauft, die wir dann signieren. Wie im Vorjahr gibt es heuer wieder kleine Gimmicks, die unseren Lesern hoffentlich Freude machen werden.



Lesungen:

Mittlerweile sind auch die ersten Lesungen für 2018 vereinbart. So werden wir am 31.05. in Korbach in Hessen, am 07.06. in Aschersleben und am 05.10. in Ulmen in der Eifel lesen. Ein oder zwei weitere Lesungen können im Lauf des Jahres noch hinzukommen. Aber da ist noch nichts fest vereinbart.



Die Wanderhure auf der Bühne:

In wenigen Tagen beginnt die Theatergruppe 'Theaterlust' mit der nächsten 'Wanderhurentournee'. Wir drücken Thomas Luft, Anja Klawun und allen Mitwirkenden die Daumen. Da das Stück auch in relativer Nähe gespielt wird, werden wir es uns auf jeden Fall noch einmal ansehen.

theaterlust.de/die-wanderhure/kalender 



Claudia Schmid vom Kriminetz hat ein kleines Interview geführt, das wir euch nicht vorenthalten wollen.

www.kriminetz.de/news/sieben-fragen-iny-lorentz 


Mit den besten Grüßen
Iny und Elmar Lorentz

In Woifes Lokschuppen o.Fahrt auf Burglinds Spuren

Bericht
von Iny und Elmar am 06-01-2018

Vor einigen Monaten erhielten wir von dem Kabarettisten Wolfgang (Woife) Berger die Einladung zu 'Woifes Lokschuppen' am 03.01.2018 und sagten spontan zu

Am 02.01.2018 kündigten die Nachrichten und die Wettervorhersage allerdings für den 03.01. den Wintersturm Burglind an. Vor fast genau elf Jahren mussten wir wegen des berüchtigten Wintersturms Kyrill eine Lesung verschieben. Daher war es kein Wunder, dass wir nervös geworden sind, zumal die Unwetterkarte die gesamte Fahrstrecke in die höchste Warnkategorie eingestuft hatte.

Das erste Lichtblick war die Wettervorhersage für unseren Ort. Sie besagte nämlich, dass Burglind sich gegen 13:00 Uhr abschwächen würde. Der Sturm zog jedoch nach Osten weiter, und genau dort lag unser Ziel. Fast auf die Minute genau nach der Voraussage begannen bei uns gegen 10:00 Uhr vor dem Haus die Bäume und Büsche unter den ersten, heftigen Böen zu erzittern. Mit einer gewissen Sorge packten wir unsere Sachen und hofften, der Sturm würde rechtzeitig abflauen, damit wir losfahren konnten.

Als Elmar das Haus verließ, um unser Beerchen zu holen, wurde er noch ganz schön durchgeschüttelt und musste seine Hosen mit dem Rucksack abdecken, um keine nassen Beine zu bekommen. Auch während der Fahrt regnete es stark, allerdings flaute der Sturm ab und wir folgten erleichtert Burglinds Spuren. Der Staumelder hatte auf unserer Strecke umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn gemeldet, doch als wir diese Stellen erreichten, waren sie bereits geräumt. Die Spuren sah man natürlich noch, doch hatte Burglind sich weitaus weniger ausgetobt als Kyrill zu seiner Zeit.

Auf jeden Fall kamen wir gut nach Simbach und mussten dort erst einmal nach dem Lokschuppen suchen. Der gute Woife hatte bei seinem Mail bei der Hausnummer eine 1 vergessen und so kamen wir zunächst zur Hausnummer 9 und nicht zur Hausnummer 19. Dank einer Verkäuferin, die uns den richtigen Weg wies, erreichten wir den Lokschuppen dann doch noch. Bei Tageslicht hätten wir die Aufschrift am Gebäude sehen können, doch in diesen Zeiten, in denen die Sonne früh schlafen geht, ist sie uns in der Dunkelheit entgangen.

Wie der Zufall es will, fuhren wir zur gleichen Zeit auf den Parkplatz wie auch Woifi Berger. Nach einer fröhlichen Begrüßung trennten sich unsere Wege wieder. Er musste die Show vorbereiten, wir hingegen hatten Hunger und unternahmen erst einmal etwas dagegen. Im Lauf der nächsten Stunde trafen auch die übrigen Akteure ein. Es gab eine Mikrophonprobe, sowie eine Einweisung durch Woife Berger in den Ablauf des Abends. Letzteres geschah in einem Nebenzimmer. Dort stärkten sich auch unsere Mitstreiter, während wir es bei Tee beließen. Immerhin hatten wir unsere Mägen schon vorher gefüllt.

Als wir den Saal für die Einweisung verlassen hatten, war er noch gähnend leer gewesen. Bei unserer Rückkehr platzte er aus allen Nähten. Sogar der für die Akteure bestimmte Tisch war besetzt. Woifes Team schaffte es aber, für die dort sitzenden Gäste einen Ersatztisch zu beschaffen, so dass wir dann doch vor dem Bühnenaufgang Platz nehmen konnten.

Punkt 20:00 Uhr begann die Show. Woifi Berger sprach die einführenden Worte, und dann ging es auch gleich los. Der Liedermacher Stefan Otto sorgte mit einer munter-frechen Interpretation bekannter Lieder für eine ausgezeichnete Stimmung im Saal und wir hätte ihm den ganzen Abend zuhören können. KJ Kajetan Löffler und Woifi Berger wollten da nicht zurückstehen und sorgten mit ihrer Darbietung für brandenden Applaus. Anschließend betrat Eric Damster die Bühne, ein ausgezeichneter Jonny Cash-Imitator, der mit seinen Songs eine gewaltige Begeisterung bei den Zuschauern hervorrief.

Nach dem Klassevortrag von Eric Damster wurden wir von Woifi Berger zum ersten Mal auf die Bühne gerufen und interviewt. Dabei gab es einige launige Kommentare, die für viel Gelächter im Publikum sorgten. Nach uns enterte der Kabarettist Martin Grosmann die Bühne und sorgte als Onkel aus dem Ruhrpott und danach als Bauer aus dem HBW (hinterstem bayerischen Wald) für gewaltige Lachstürme im Saal. Die Leute waren danach so gut gelaunt, dass sie uns bei unserem zweiten Bühnenauftritt erneut ertrugen. Wir brachten mit Woifi zusammen einen Sketch zum Besten, lobten das bisher auf der Bühne Erlebte und gaben diese dann für den letzten Star des Abends frei, nämlich für Romy, die Woifi nicht zu Unrecht als 'Schlagerikone' vorstellte.

Es war eigentlich unmöglich, die bereits überschäumende Stimmung im Saal noch zu übertreffen, doch Romy schaffte es. Voller Freude, endlich wieder einmal so nah an ihrer Heimat auftreten zu können, riss sie alle mit und sorgte für ein phantastisches Finale dieses mehr als gelungenen Abends.

Danach ging es für Romy und ihre Mitstreiter ans Autogrammeschreiben. Für uns hatte die Buchhandlung Pfeiler sogar einen Büchertisch aufgebaut. Nun erwartet man bei einer Show mit Kabarett, Songs und Schlagern nicht unbedingt, viele Bücher zu verkaufen. Der Ansturm der Kauflustigen überraschte daher sowohl die beiden Buchhändlerinnen wie auch uns. Ein paar Bücher, so sagten sie, hatten sie schon gehofft, verkaufen zu können. In der Hauptsache aber waren sie gekommen, um uns kennen zu lernen. Jetzt aber wanderten die 'Widerspenstigen', 'die apulischen Mädchen', 'Wanderapothekerinnen' usw. in die Hände der Leser und Fans. Unsere Autogrammkarten, von denen Elmar einer Meinung nach eine recht stattliche Zahl mitgenommen hatte, schwanden immer mehr dahin. Selbst als wir aufbrechen wollten, kauften drei junge Damen noch rasch je ein Buch und Elmar durfte die Signierstifte erneut aus seinem Rucksack holen.

Danach war dieser wunderschöne Abend vorbei. Wir bedanken uns bei Woife Berger, dass er es uns ermöglicht hat, ihn mitzuerleben, und Romy, KJ, Stefan Otto, Eric Damster und Martin Grossmann und natürlich Woife selbst für das, was sie uns und allen Zuschauern geboten haben.

Iny und Elmar Lorentz

Zum Schluss kommen nun die Internetauftritte der Interpreten des Abends:

www.faelscher-kabarett.de/ 

www.romy-online.de/ 

otto-stefan.de/ 

www.ericdamster.de/ 

www.martin-grossmann.de/