Sontheim und Ulm

Bericht
von Iny und Elmar am 12-11-2019

Nach unserer Rückkehr aus Berlin hatten wir nur zwei Tage Zeit, um zu Hause zu arbeiten, dann mussten wir erneut die Koffer packen.

Die Lesungen in Sontheim an der Brenz und beim Hugendubel in Ulm standen an. Da die Länge der Anfahrt diesmal im Rahmen blieb, brauchten wir nicht zu früher Stunde losfahren, sondern konnten am späten Vormittag starten. Wir passierten die A99 daher nicht vor dem morgendlichen Chaos, sondern erst danach. Wir kamen auch gut durch und erreichten den Hotel-Gasthof zur Krone in Niederstotzingen noch rechtzeitig für ein ausgezeichnetes Mittagessen. Nach einer gewissen Ruhepause im Zimmer gab es dort noch ein kleines Abendessen, dann ging es Richtung Sontheim.

Wir hatten uns im Vorfeld mit der Bibliotheksleiterin Frau Neubert geeinigt, uns auf dem Parkplatz zu treffen, um von da aus zum Schloss Brenz zu gehen. Das klappte auch vorzüglich. Auch das Ambiente war ausgezeichnet. Der Saal, in den wir geführt wurden, besaß ein wunderbares Portal. Frau Neubert hatte ihn anhand des Vorkaufes mit einem gewissen Plus für Spätentscheider bestuhlen lassen. Ein paar Stühle mussten dann aber doch noch aufgestellt werden, bevor wir loslegen konnten.

Wir lasen diesmal aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin' und ließen unsere Zuhörer ein paar Stellen davon miterleben. Danach durften wir erzählen. Auch wenn die Zahl der Fragen sich in einem begrenzten Rahmen hielt, so wollten unsere Zuhörer doch ein paar Sachen genauer wissen. Uns machte es Spaß, weil wir dabei auch auf unser Reisebuch 'Die Wanderschriftsteller' eingehen und dieses ausführlich vorstellen konnten. Wir berichteten auch über einige neuere Recherchereisen und über die Romane, die im nächsten Jahr erscheinen würden. Hier war das Interesse sehr groß und es gab ein leises Aufstöhnen, als wir erklärten, dass 2020 nur zwei neue Iny-Lorentz-Romane erscheinen würden. Wir vertrösteten die Zuhörer auf 2021, wo der Verlag wieder etwas mehr Gas geben will.

Natürlich signierten wir auch, unterhielten uns noch ein wenig mit dem Buchhändler, der den Büchertisch gestaltet hatte, und kehrten nach Ende der Veranstaltung in die Krone in Niederstotzingen zurück.

Da am nächsten Tag die Lesung im nur vierzig Kilometer entfernten Ulm anstand, hatten wir mit dem Besitzer der Krone vereinbart, dass wir bis in den Nachmittag hinein unser Zimmer behalten konnten. Elmar nützte dies aus, um den Laptop anzuschalten und an seinem neuen Projekt weiterzuarbeiten. Iny war dies aufgrund ihrer Arbeitsweise nicht möglich, da sie nur die erste und zweite Überarbeitungsphase am Laptop machen kann, und so las sie und genoss die Ruhe, die sie zu Hause nicht hat.

Gegen Abend brachen wir auf. Unterwegs gab es einen gewissen Disput mit der Dame unter der Motorhaube, die einfach nicht begreifen wollte, dass unser Beerchen nicht in der Lage war, eine gesperrte Autobahnauffahrt zu benützen. Wir kamen trotzdem gut nach Ulm. Dort hatte Elmar ein Parkhaus nur zweihundert Meter vom Hugendubel ausgemacht, so dass wir keine langen Wege gehen mussten. Nachdem wir uns im Hugendubel gemeldet hatten, suchten wir ein Lokal, in dem wir eine Kleinigkeit essen konnten. Anschließend ging es zum Hugendubel zurück.

Wie schon bei Neubrandenburg und Berlin war auch hier der Zustrom an Zuhörern etwas geringer als in der kleineren Stadt. Diejenigen, die gekommen waren, brachten aber gute Laune mit. Diesmal waren 'Die Wanderschriftsteller' an der Reihe. Wir lasen ein paar unserer Erlebnisse vor und gingen dann in eine sehr muntere Fragerunde über. Die Anwesenden wollten ebenfalls wissen, wie es im nächsten Jahr weitergeht, und waren an weiteren Anekdoten aus unseren Reisen interessiert. Wir erzählten auch, auf welche Weise wir an einigen Stellen während unserer Reisen wichtige Informationen für unsere Romane erhalten hatten, und so verging die Zeit schneller, als wir es uns vorstellen konnten. Wie in den früheren Zeiten des Fernsehens die Showmaster überzogen auch wir um eine gute halbe Stunde, verabschiedeten uns schließlich von den Zuhörern und dem von Filialleiter Kaiser geführten Hugendubel-Team und suchten das Parkhaus auf, um unser Beerchen zu besteigen.

Aufgrund der nur etwa einhundertsiebzig Kilometer messenden Entfernung zu unserem heimischen Betten hatten wir uns entschlossen, keine weitere Übernachtung einzulegen, sondern schnurstracks nach Hause zu fahren. Dies klappte auch sehr gut, und als wir daheim waren, wussten wir, dass wir eine knappe Woche voller wichtiger Termine vor uns hatten, bevor es am 14.11.2019 nach Landshut zur Lesung aus 'Die Wanderschriftsteller' im dortigen Hugendubel geht.

Iny und Elmar Lorentz

Weitere Lesungen in 2019

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 04-11-2019

Eigentlich endet mit der Buchmesse in Frankfurt für uns die Lese-Saison.

In diesem Jahr ist jedoch alles anders. So standen nach Frankfurt noch acht Lesungen auf unserer Liste. Die Lesungen in Neubrandenburg und Berlin sind mittlerweile Vergangenheit. So bleiben noch sechs Stück, die es zu bewältigen gilt. Wir würden uns bei jeder über einen regen Zuhörerstrom freuen.



Es beginnt am 06.11.2019 mit ‚‚Die Tochter der Wanderapothekerin‘

Schloss Brenz – Hans-Weiss-Saal

Schloss-Straße 3

89567 Sontheim

Beginn: 19:00 Uhr





Weiter geht es am 07.11.2019 mit ‚Die Wanderschriftsteller‘

Hugendubel

Hirschstraße 26-30

89073 Ulm

Beginn: 20:30 Uhr





Am 14.11.2019 lesen wir aus ‚Die Wanderschriftsteller‘

Hugendubel

Altstadt 72

84028 Landshut

Beginn: 19:30 Uhr





Am 20.11.2019 kommt es zur Doppellesung aus ‚Der Fluch der Rose‘ und ‚Die Wanderschriftsteller‘

Regierungspräsidium am Rondellplatz

Karl-Friedrich-Straße 17

76133 Karlsruhe

Beginn: 20:15 Uhr





Damit nicht genug lesen wir am 22.11.2019 aus ‚Der Fluch der Rose‘

Ökumenisches Gemeindezentrum ÖGZ

Hans-Thoma-Straße 50

89520 Heidenheim-Mittelrain

Beginn: 19:00 Uhr





Unsere Abschlusslesung für 2019 findet am 23.11.2019 aus ‚Licht in den Wolken' statt

Stadtbücherei Weinstadt

Poststraße 15/3

71384 Weinstadt

Beginn: 19:00 Uhr




Die Wanderschriftsteller in Neubrandenburg und Berlin

Bericht
von Iny und Elmar am 04-11-2019

'Die Wanderschriftsteller' zu schreiben, war eine schöne und interessante Aufgabe, aber sie brachte auch mehr Aufwand mit sich, als wir vorher abschätzen konnten.

Zum Ausgraben alter Recherchen und Reisen zum Schreiben kamen mehrere Lesungen für dieses Buch. Die beiden Ersten fanden in Neubrandenburg und Berlin statt.

Daher standen wir, wie schon bei zwei anderen längeren Fahrten in diesem Jahr, vor Tau und Tag auf, setzten uns in das Beerchen und fuhren früh los, um den täglichen Wahnsinn auf der A99 zu entgehen. Dies gelang auch. Zwei Stunden später wären wir Teil des dort herrschenden allgemeinen Chaos geworden. So aber kamen wir rasch voran und hatten nur einmal kurz vor Berlin leicht stockenden Verkehr. Freude kam allerdings keine auf, denn auf der Gegenfahrbahn staute es sich mehrmals gewaltig, und diese Strecke mussten wir ja zurückfahren.

Vorerst aber waren wir auf den Hinweg und erreichten Neubrandenburg zu einer sehr angenehmen Zeit. Wir fanden sogar noch die Gelegenheit, uns für ein Stündchen hinzulegen und ein wenig den in der Nacht versäumten Schlaf nachzuholen, bevor wir uns auf die Suche nach einer Futterquelle fürs Abendessen machten. Wir fanden ein angenehmes Lokal, das Essen schmeckte, und wir konnten uns über einige weitere Pläne unterhalten, bevor es ins Hotel zurückging, wo der Bettzipfel winkte.

Am nächsten Vormittag vertiefte Elmar sich in die Druckfahnen von 'Glanz der Ferne', die wir mitgenommen hatten, während Iny die Gelegenheit wahrnahm, endlich wieder einmal in einem Roman lesen zu können. Gegen Mittag fuhren wir in die Innenstadt von Neubrandenburg und stellten uns beim dortigen Hugendubel vor. Dort erhielten wir auch einen guten Ratschlag fürs Mittagessen. Am Abend erfuhren wir bei der Lesung, dass wir im Restaurant von mehreren Leuten erkannt worden waren, und sich zumindest ein Paar spontan entschlossen hatte, zu unserer Lesung zu kommen. Ein junger Mann richtete uns Grüße von der Wirtin aus und ein weiteres Paar erklärte, uns beim Verlassen des Lokals gesehen zu haben.

Im Hugendubel Neubrandenburg hatte man aufgrund der Anmeldungen offensiv bestuhlt und die Filialleiterin und ihre Angestellten wurden nicht enttäuscht. Der Raum füllte sich zusehends und viele der Zuhörerinnen und Zuhörer kamen auch gleich zu uns, um Bücher signieren zu lassen. Da wir ja wegen der Wanderschriftsteller gekommen waren, freute es uns sehr, dass wir nicht nur Romane, sondern auch dieses Buch etliche Male signieren durften.

Die Lesung selbst war für uns Neuland. Aus einem geschlossenen Roman zu lesen ist einfacher, als sich Stücke aus Reiseberichten herauszusuchen. Wir hatten auch keine Ahnung, ob diese Erzählungen überhaupt interessant genug waren, um unsere Zuhörer zu fesseln. Anscheinend war dies der Fall, denn als wir wie gewohnt den Lesepart abschließen und zur Fragerunde übergehen wollten, baten uns die Anwesenden, doch weiter zu erzählen.

Es wurden dann doch noch einige Fragen gestellt, die sowohl unsere Reisen, wie auch unsere Romane betrafen. Unsere Leser wollten nämlich wissen, wie es 2020 bei uns weitergeht. Wir erzählten von 'Glanz der Ferne', dem Abschlussband unserer Berlintrilogie, von der mit 'Tage des Sturms' und 'Licht in den Wolken' die ersten beiden Bände bereits erschienen sind, und gaben auch einen kleinen Ausblick auf das Hardcover im Herbst, für das wir mehrere Recherchereisen unter anderem sogar zweimal bis nach Island unternommen haben.

Die Filialleiterin erklärte am Schluss, dass Neubrandenburg ebenfalls ein schöner Schauplatz für einen Roman wäre. Auch besäße es eine reiche und interessante Geschichte. Wir erklärten, die Stadt im Verlauf einer bereits ins Auge gefassten Reise noch einmal aufzusuchen und verabschiedeten uns von den Damen von Hugendubel und unserer Zuhörerschaft mit einem Gefühl der Erleichterung, weil unsere Lesung, die doch so ganz anderes war als sonst, sehr gut aufgenommen worden war.

Es ging ins Hotel zurück und ins Bett. Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen, stiegen ins Beerchen und nahmen uns die Strecke nach Berlin-Steglitz vor. Achtzig Prozent der Strecke flutschte es wie geschmiert. Dann aber machten wir den Fehler, der Abkürzung zu folgen, zu der uns die Dame unter der Motorhaube riet, und hatten das große Vergnügen, Berlin vom Nordosten bis in den Südwesten bei Hauptverkehr zu durchqueren. Wir kamen jedenfalls eine Stunde später an, als das Navi prophezeit hatte, und verfehlten dann auch noch die Hotelzufahrt, weil ein Doppeldeckerbus diese verdeckt hatte. Allerdings hatten wir noch Glück, weil wir keinen weiten Bogen schlagen mussten, sondern ziemlich rasch drehen und zurückfahren konnten. Einen Vorteil hatte es zudem, denn wir sahen unterwegs den Parkplatz des Hotels, auf dem das Beerchen die nächsten beiden Tage stehen würde.

Waren wir in Neubrandenburg einen Tag vor der Lesung angereist, um nicht abgehetzt von der langen Fahrt lesen zu müssen, gab es hier keine Pause. Nach einem leichten Abendessen packten wir unser 'Handwerkszeug', wie Elmar es nannte, und fuhren mit der U-Bahn die eine Station, die uns vom Hugendubel in Steglitz trennte. Dort war bereits alles aufgebaut und die ersten Zuhörer warteten schon auf uns.

Der Zustrom war geringer als in Neubrandenburg. Dort hatte die Filialleiterin erklärt, dass nur selten so viele Leute zu einer Lesung kommen würden wie bei der unseren. Dafür gab es eine Überraschung, denn ein gutes Dutzend der Anwesenden war bereits bei der Leipziger Buchmesse an unserem kleinen Stand gekommen, um dort Bücher zu kaufen und signieren zu lassen. Wir hörten mehrmals, wie sehr sich die Zuhörer freuen würden, dass wir endlich auch einmal nach Berlin gekommen wären.

Besonders hervorzuheben ist hier Asmodina, die mit ihrem Mann extra ein Hotelzimmer genommen hatte, um uns zu hören. Wir werden sie auf jeden Fall in Leipzig anlässlich der dortigen Buchmesse wiedersehen.

Aufgrund dieses harten Kerns unserer Leser wurde es eine sehr muntere Lesung. Es kamen etwas mehr Fragen als in Neubrandenburg, aber auch hier wurden wir gebeten, von weiteren Recherchereisen zu berichten. Dies taten wir und dabei kam die Rede auch auf ein paar Reisen, die nicht in 'Die Wanderschriftsteller' zu finden sind, da dieser Band sich vor allem um unsere frühen Romane dreht.

Es herrschte eine ausgezeichnete Atmosphäre und mehreren Zuhörerinnen und Zuhörern merkte man eine gewisse Wehmut an, als es zu Ende ging. Diese freuten sich aber auch auf Leipzig und unseren kleinen Stand im Schatten des großen Droemer-Knaur-Standes.

Wir hatten selten eine kürzere Rückfahrt von der Lesung zum Hotel wie hier. Nur wenige Meter vom Hugendubel in Steglitz stiegen wir in die U-Bahn, fuhren die eine Station weit, und stiegen nur wenige Meter vom Hotel entfernt aus zur Oberfläche führenden Aufzug.

Die 'Pflicht', die uns in diese Gegend gerufen hatte, war erfüllt, und so fuhren wir am nächsten Vormittag in die Innenstadt, um uns das Neue Museum anzusehen. Das heißt, zuerst sah man uns in einer schier endlosen Schlange vor dem Ticket-Schalter stehen. Es ging Millimeterweise vorwärts und nach einer halben Stunde hatten wir noch nicht einmal den halben Weg zur Kasse geschafft. Der Hinweis, dass eine Etage höher ein weiterer Schalter wäre, brachte das Paar vor uns dazu, sich zu trennen. Während der Mann in der Schlange blieb, versuchte die Frau den Ratschlag mit der anderen Kasse zu folgen. Nach ein paar Minuten kehrte sie enttäuscht zurück und berichtete, dass die Schlange dort ein Zwilling der hiesigen wäre.

Bis wir endlich im Neuen Museum waren, taten Iny beide Knie weh und Elmars latenter Hexenschuss hatte sich in einen akuten verwandelt. Der Museumsbesuch wurde daher nicht der Genuss, den wir uns gewünscht hatten. Danach waren wir so erledigt, dass wir den Vorsatz, an diesem Tag noch ein weiteres Museum zu besuchen, aufgaben. Wir gingen noch in den Museumsshop, besorgten uns dort ein paar Unterlagen, die wir ein kleines Projekt, das wir nebenher machen, benötigen, und suchten uns ein Lokal, in dem wir endlich sitzen und die schmerzenden Beine entlasten konnten.

Als wir am Abend ins Hotel zurückkehrten, wurde das Programm für den nächsten Tag radikal eingekürzt. Ein weiteres Museum wollten wir uns nach den Erfahrungen des Vortags nicht mehr antun, zumal derzeit auch nichts ansteht, zu dem wir ein spezielles Berliner Museum hätten aufsuchen müssen. Stattdessen machten wir einen Stadtbummel und schlenderten dabei auch 'Unter den Linden' entlang. Im Gegensatz zu unserem letzten, längeren Besuch in Berlin vor einem guten Jahrzehnt war es enttäuschend. Viele Häuser waren modernisiert oder gleich abgerissen worden, um ein Gebäude im Stil der heutigen Zeit hinstellen zu können. Statt der einen, aber sehr gut sortierten Berlin-Information gibt es ein Dutzend Souvenirshops mit entsprechendem Angebot und trotz des kühlen und leicht regnerischen Wetters wälzten sich Touristenmassen durch die von Bauzäunen beengten Straßen. Was diese hier sehen wollten, wissen wir nicht. Das Berlin aus unseren Romanen konnte es jedenfalls nicht sein, denn das war mittlerweile endgültig Vergangenheit.

Am Nachmittag wanderten wir noch ein wenig durch Steglitz. Hier entdeckten wir noch ein wenig des Altberliner Flairs, das im touristischen Zentrum längst unter die Räder der modernen Zeit geraten war, und wurden doch noch ein wenig mit unserem Aufenthalt in Berlin versöhnt.

Zu erwähnen ist, dass wir in Berlin beim Frühstück zum ersten Mal von anderen Hotelgästen erkannt und angesprochen wurden. Es wurde ein nettes Gespräch, eine Autogrammkarte wechselte den Besitzer und wir trennten uns mit allen guten Wünschen von den beiden jungen Damen.

Nach der letzten Nacht und dem empfehlenswerten Frühstück im Hotel ging es heimwärts. Eines war uns klar: Es würde keine zehn Jahre mehr dauern, bis wir wieder nach Berlin kommen würden, dann aber ohne Lesung und mit genug Zeit, die Museen, die noch auf unserer Liste stehen, auch ausführlich besuchen zu können.

Die Heimfahrt begann damit, dass Elmar, tapfer seinen Hexenschuss trotzend, die Koffer ins Auto wuchtete. Unterwegs trafen wir auf vier Staus, eine durchschnittliche Rate für diese Strecke an einem Sonntag. Allerdings zeigten einige Vorbereitungen, dass auf den Autobahnen auch im Jahre 2020 mit erhöhtem Baustellenbefall zu rechnen ist. Wir kamen trotzdem gut heim. Elmar schleifte stöhnend die Koffer ins Haus, wohl wissend, dass er sie drei Tage später wieder würde einladen müssen. Bis dorthin, so hoffen wir, hat die Hexe ihr Pulver verschossen.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung in Zella-Mehlis u.Hessenpark, Buchmesse Frankfurt

Bericht
von Iny und Elmar am 22-10-2019

Wie jedes Jahr stand auch heuer der Oktober bei uns im Zeichen der Buchmesse Frankfurt.

Allerdings gab es ein paar weitere schöne Veranstaltungen, als Erstes die Lesung in Zella-Mehlis anlässlich des hundertjährigen Stadtjubiläums und die im Hessenpark in Neu-Anspach.

Eine gute Woche vor Beginn der Buchmesse hingen wir den Wohnwagen an unser Beerchen und fuhren zu sehr früher Stunde los, um dem allgemeinen Verkehrschaos um München zu entkommen. Dies gelang uns sehr gut, und da auch auf dem weiteren Weg keine Staus auf uns warteten, kamen wir gut in Mörfelden bei Frankfurt an und checkten auf dem Campingplatz ein. Als der Wohnwagen auf seinem Stellplatz stand, legten wir uns hin, um den durch das frühe Aufstehen verpassten Schlaf nachzuholen. Am späten Nachmittag standen Gabi und Manfred aus Frankfurt vor dem Wohnwagen, um uns zum Essen abzuholen. So fuhren wir mit ihnen nach Langen.

Dabei haben wir kräftig über unsere Pläne für die Buchmesse 2020 in Leipzig gesprochen. Gabi und Manfred machen für uns nämlich nicht nur die schönen Fotobücher von unseren Reisen, sondern tun noch viel mehr. Von ihnen stammen die Lesezeichen, die wir bei den Buchmessen und bei den Lesungen verteilten, ebenso die schönen Schlüsselanhänger, die unsere Fans bei der Buchmesse in Leipzig zu schätzen wissen, und einiges andere. Manfred zeigte uns dabei die Ergebnisse seiner neuesten Idee und wir waren davon begeistert.

Die nächsten Tage verbrachten wir zumeist bei Gabi und Manfred, die alles taten, damit wir uns wohlfühlen und auch ein wenig entspannen konnten. Da Elmars Handy die Reise nach Stockholm, Oslo und Kopenhagen nicht überlebt hatte, begleiteten sie uns zwischendurch nach Frankfurt und berieten uns beim Kauf eines neuen Handys. Elmar war mit dem neuen Gerät bereits auf dem Weg zur Kasse, als es Iny einfiel, dass auch sie sich ein Handy besorgen könnte.

Anschließend suchten wir spontan den in der Nähe gelegenen Hugendubel auf und wurden dort gebeten, mehrere 'Fluch der Rose', 'Tochter der Wanderapothekerin' und 'Wanderschriftsteller' zu signieren. Das machten wir gerne und fanden unsere Bücher sowohl bei Hugendubel, wie auch später in den großen Pressebuchhandlungen am Hauptbahnhof gut vertreten.

Am nächsten Tag kochten Gabi und Manfred für uns. Wir nahmen die Gelegenheit wahr, bei ihnen ein paar Autogrammkarten vorzusignieren. Manfred erbarmte sich unsrer Müdigkeit und stellte die beiden neuen Handys für uns ein. Dazu besprachen wir unsere gemeinsame Fahrt nach Zella-Mehlis, auf der Gabi und Manfred uns begleiten würden. Es wurde abgemacht, dass wir sie abholen und uns von Frankfurt aus auf den Weg machen würden.

So geschah es denn auch. Manfred wurde kurzerhand zum Navi ernannt. Wir wollten nämlich sein mobiles Gerät erproben, da die Dame unter unserer Motorhaube doch immer wieder Zicken macht. Manfreds Navi besaß einige Funktionen mehr als das unsere und brachte uns auch gut an unser Ziel. Allerdings nervte es nicht weniger als unsere 'Dame'.

In Zella-Mehlis besuchten wir zuerst die Stadt- und Kreisbibliothek und besprachen mit Frau Schneider den Ablauf der Lesung. Anschließend sorgten wir dafür, dass wir bis zur Lesung nicht verhungerten, und bezogen dann unsere Zimmer. Die zwei Stunden, die wir noch für uns hatten, wurden für ein kleines Nickerchen verwendet, damit wir ausgeruht zur Lesung erscheinen konnten.

Aufgrund der vielen Anmeldungen fand die Lesung nicht wie zumeist in der Bibliothek statt, sondern im Ratssaal der Stadt. Wie immer waren wir früh genug da und signierten bereits kräftig vor der Lesung. Unterdessen füllte sich der Ratssaal bis auf den letzten Platz. Frau Schneider begrüßte uns und dann ging es auch gleich in die Vollen. Hier, nur wenige Kilometer von Königsee, der Heimat unserer Wanderapothekerin Klara Just entfernt, lasen wir natürlich aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin'. Diese wurde auch gut gekauft. Allerdings gingen auch viele Ausgaben von 'Der Fluch der Rose' in andere Hände über. Es war eine sehr schöne Lesung mit interessanten Fragen im zweiten Teil. Wir konnten dabei auch ein wenig über unsere nächsten Romane berichten, und ebenso von unseren Reisen, die z.B. zu dem Buch 'Die Wanderschriftsteller' geführt haben.

Als wir die letzten Bücher signierten, konnten wir auf eine sehr angenehme und erfolgreiche Lesung zurückblicken. Wie schon vor zwei Jahren bei einer Lesung in Königsee war auch diesmal eine Dame mit dem Familiennamen Just anwesend und wollte wissen, wie wir auf diesen Namen gekommen sind. Elmar konnte nur sagen, dass wir versuchen, die jeweiligen Namen der entsprechenden Gegend anzupassen. Soweit aber, dass wir die Telefonbücher dort durchforsten, sind wir allerdings noch nicht gegangen.

Am nächsten Vormittag ging es nach Frankfurt zurück. Unterwegs aßen wir zu Mittag und lieferten anschließend Gabi und Manfred wieder zu Hause ab. Wir hingegen suchten unseren Wohnwagen auf, um uns dort noch ein wenig auszuruhen. Immerhin war für den nächsten Tag die Lesung im Hessenpark geplant und da wollten wir wieder frisch und munter sein.

Die Lesung im Hessenpark war von Heike-Renate Klein initiiert worden. Sie hatte im letzten Jahr erfahren, dass wir seit Jahren dorthin fahren wollten, es aber nie geschafft hatten. Daher sorgte sie dafür, dass es heuer klappte. Wir waren allerdings ein wenig in Sorge, ob die Lesung an einem solchen Ort sinnvoll war. Es gibt in diesem Freilichtmuseum so viele Attraktionen und andere Veranstaltungen, dass zu unserer Lesung nur die allerhärtesten Iny-Lorentz-Fans kommen würden.

Bevor es soweit war, nahm uns Jens Scheller, der Direktor des Freilichtmuseums, auf eine Kutschfahrt durch das Gelände mit und berichtete uns viel über den Hessenpark und die Entwicklung, die dieser seit seiner Gründung im Jahre 1974 genommen hatte. Es war ein sehr interessanter Vortrag, zumal im Hessenpark auch alte Haustierrassen weitergezüchtet werden, die in unserer industrialisierten Welt sonst längst ausgestorben wären. Wir kamen dabei auch an den Thüringer Waldziegen vorbei, schönen, eleganten Tieren mit – wie Herr Scheller erzählte – enormer Sprungkraft. Diese hatten sie bereits einmal ausgenützt, um über die Zäune zu setzen und den kleinen Rebgarten des Museums heimzusuchen. Durch diese Aktion verringerte sich in jenem Jahr die Traubenernte um achtzig Prozent.

Wir betrachteten unterwegs die schön angelegten Dörfer, die die einzelnen Regionen Hessens aufzeigen, aber auch den Fremdling, nämlich eine Holländermühle aus Schleswig-Holstein. Mann hatte Herrn Schellers Vorgänger Eugen Ernst gebeten, diese vor der Zerstörung zu retten. Unserer Meinung nach passte sie aber sehr gut in den Hessenpark und ist sicher eine ihrer Attraktionen.

Nach dieser lehrreichen Exkursion ging es in die Scheune, in der die Lesung stattfinden sollte. Heike-Renate Klein hatte hier einiges zu essen und zu trinken besorgt, da durch einen unglücklichen Zufall heuer beide Gastronomiebetriebe auf dem Gelände geschlossen werden mussten.

Dann ging es immer mehr auf die Lesung zu und wir merkten rasch, dass es doch mehr harte Iny-Lorentz-Fans geben muss, als wir uns vorgestellt hatten. Die recht optimistisch bestuhlten Reihen füllten sich und wir konnten beginnen. Da keine Mikrophone zur Verfügung standen, mussten wir ziemlich laut sprechen, was gewisse Ansprüche an unsere Stimmbänder stellte. Diesmal lasen wir aus dem 'Fluch der Rose' und konnten auch etliche davon signieren. Aber auch 'Die Tochter der Wanderapothekerin', 'Tage des Sturms' und 'Licht in den Wolken' fanden einige neue Besitzer. Wie bei vielen anderen Lesungen brachten auch diesmal einige Zuhörer ihre alten Schätze mit, die wir ebenfalls gerne signierten.

Wir glauben, wir haben unsere Sache trotz Mikrophonmangels gut gemacht. Nach der Lesung beantworteten wir noch Fragen und unterhielten uns mit mehreren Zuhörern. Dann war für uns der Besuch im Hessenpark zu Ende. Heike-Renate Klein hatte einen Tisch in einer Ausflugsgaststätte reservieren lassen. Auf dem Weg dorthin zeigte Manfreds Navi Schwächen, ebenso später bei der Heimfahrt. Allerdings zickte da auch unsere Motorhaubendame, die wir als Backup benutzen wollten, so dass wir auf Manfreds Ortskenntnis angewiesen waren. Die war auf jeden Fall besser als die beiden Navis.

Die beiden folgenden Tage galten der Erholung, aber auch unseren Laptops, die auch an den ersten Tagen in Mörfelden in Aktion getreten waren. Noch wissen wir nicht, ob wir das ins Auge gefasste Jahrespensum bei unseren Romanen schaffen werden, und so nahmen wir die Gelegenheit wahr, jeden Tag bis auf die Fahrt nach Zella-Mehlis und den Besuch im Hessenpark ein paar Stunden zu schreiben, bzw. zu überarbeiten. Immerhin haben wir heuer noch drei mehrtägige Reisen zu Lesungen vor uns, bei denen wir nicht arbeiten können. Die Ablieferungstage winken jedoch, und wir wollen, nachdem wir bis jetzt noch keinen Einzigen überzogen haben, nicht jetzt mit zu später Ablieferung anfangen.

Nun aber wartete die Buchmesse auf uns, oder zumindest deren Vorboten. Am Dienstagabend trafen wir uns mit der Agentin Diana Itterheim zum schon traditionell gewordenen Abendessen. Mittwoch begann dann die Messe. Wir trafen uns jedoch außerhalb mit unserer Cheflektorin Michaela Kenklies zu einem längeren Gespräch, bei dem es um die Planungen für die nächsten Jahre ging. Es war eine sehr angenehme Unterhaltung und wir konnten uns über alle anstehenden Punkte einigen.

Entsprechend frohgemut machten wir uns Donnerstagmorgen auf den Weg und gerieten erst einmal in einen gigantischen Stau. Wir hatten von Mörfelden aus 18 Km bis zur Messe zu fahren, allerdings lag unsere Durchschnittsgeschwindigkeit unter 18 Km/h. Entsprechend dauerte es, bis wir die Messer erreichten. Wir schafften gerade noch unseren ersten Termin um zehn Uhr. Dieser Tag galt internen Gesprächen sowie dem ebenfalls zur Tradition gewordenen Treffen mit unserer polnischen Freundin Urzula Pawlik, die uns für den polnischen Markt entdeckt hatte.

Der Freitag brachte etliche Interviews und unseren Auftritt in der Rotunde des Droemer-Knaur-Standes. Wir waren fast pausenlos beschäftigt und verschwanden nach dem Ende des letzten Interviews, um uns im Wohnwagen ein wenig zu erholen. Zu sagen ist, dass wir angesichts des Staus am Vortag zwanzig Minuten eher vom Campingplatz losgefahren waren, diesmal aber so gut durchkamen, dass wir unser Beerchen im Parkhaus Rebstock noch vor der Zeit abstellen konnten, zu der wir am Donnerstag vom Campingplatz aufgebrochen waren.

Samstag fuhren wir wieder etwas später los, kamen aber so gut durch wie selten zuvor und konnten noch ein wenig durch die Reihen schlendern, bevor wir unseren ersten Termin wahrnehmen mussten. Die Höhepunkte dieses Tages war der Auftritt bei der Audio Stage, bei dem wir die Schauspielern Anne Moll, die die meisten Iny-Lorentz-Hörbücher vorgelesen hat, wieder einmal treffen konnten. Es wurde eine sehr schöne Sache. Ebenfalls sehr schön war das meet-and-greed bei Holiday, einem Gräfe&Unzer Verlag, bei dem die Berichte über die Recherchereisen unserer ersten Romane erschienen sind. Es galt, "Die Wanderschriftsteller" vorzustellen, mit Lesern zu reden und zu signieren. "Die Wanderschriftsteller" sind ein sehr schönes Buch geworden, mit einigen Fotos aus unserem Archiv, und unserer Ansicht nach nicht nur etwas für eiserne Fans, sondern auch für Leute, die an Reisen interessiert sind.

Eigentlich versuchen wir uns Sonntag vor der Buchmesse zu drücken, um gemütlich nach Hause fahren zu können. Diesmal aber gab es noch drei Termine, die wir wahrnehmen wollten. Wir hatten für die von der "Stiftung Lesen" mit Unterstützung durch Amazon initiierten Märchensammlung "Es war einmal" ein Märchen geschrieben und wurden nun zusammen mit Poppy J. Anderson, Halo Summer und Friedrich Kalpenstein interviewt, wie wir genau auf dieses Märchen gekommen sind. Außerdem gab es für die zahlreichen Zuhörer ein besonderes Zückerlein. Es war nämlich extra für diese Veranstaltung ein Karton mit der Printausgabe von "Es war einmal" aufgehoben worden. Diese wurden nun an die Anwesenden verteilt und die anwesenden Autoren, darunter auch wir, durften signieren. Es wurde die lustigste Signierstunde, die wir bisher hatten. Die Bücher mussten von zwei Seiten durchgereicht werden, und immer wieder fehlte eine Unterschrift, die natürlich auch ins Buch kommen musste.

Während diejenigen, die das Buch erhalten hatten, frohgemut loszogen, hetzten wir zu unserem nächsten Termin. Hier ging es um einen Social Media-Termin, für den am Dromer-Knaur-Stand dankenswerterweise ein Plätzchen für uns freigehalten worden war. Danach wurde es ernst. Es ging nämlich ins Lesezelt auf der Agora. Hier stellten wir unter tätiger Mithilfe unseres Moderators Volker Stephan unsere "Zwillinge" – wie es nannte – vor, nämlich "Der Fluch der Rose", erschienen am 01.10.2019 und "Die Wanderschriftsteller", die einen Tag später herausgekommen sind. Es wurde ein amüsantes, aber auch interessantes Gespräch mit einigen nachdenklichen Momenten. Die halbe Stunde, die uns Zeit gegeben wurde, war fast zu kurz, um über alles sprechen zu können. Doch die Uhr war unerbittlich und so mussten wir weiter zur Signierbox.

Dort wartete bereits eine beachtliche Schlange auf uns, die durch die uns aus dem Lesezelt folgenden Besucher noch vergrößert wurde. Wir hatten daher gut zu tun und signierten gut doppelt so lange, als vom Plan her vorgesehen war. Die Leser gehen aber nun einmal vor und wir blieben daher gerne, bis auch das letzte Buch signiert war.

Danach endete für uns die Buchmesse. Wir verabschiedeten uns noch von einigen Leuten am Droemer-Knaur-Stand und kehrten zum Campingplatz zurück. Dort packten wir alles zusammen und machten uns auf dem Heimweg. Es wurde eine Fahrt durch die Nacht, doch war uns dies lieber, als am nächsten Tag zwischen endlosen LKW-Kolonnen eingezwängt zu sein.

Was bleibt zudem in der Erinnerung? Zum einen die wundervolle Betreuung am Stand durch Swea, Marcel, Gerhard und ihrem Team, sehr viele Begegnungen und Gespräche, und die Begegnung mit einer jungen Frau, die erklärte, ein begeisterter Fan unserer Dämmerland-Fantasy-Reihe um die Katzenfrau Laisa zu sein.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchpremiere in Arnoldstein

Bericht
von Iny und Elmar am 05-10-2019

Als wir im Juni 2015 den Theaterwissenschaftler und Dramaturgen Dr. Alfred Meschnigg kennenlernten, der damals ‚Die Wanderhure‘ in einer grandiosen Inszenierung auf die Freilichtbühne des Schlosses Runkelstein bei Bozen zauberte, ahnten wir nicht, dass daraus eine langjährige Freundschaft werden würde.

Alfred brachte uns in der Folgezeit die Sage um die Rose von Arnoldstein nahe, und fragte uns, ob wir diese Sage nicht in ihren historischen Hintergrund eingebettet als Roman umsetzen könnten. Natürlich musste sie dafür ihres sagenhaften Charakters entkleidet und als handfester historischer Roman aufgebaut werden.

Grundlagen dafür gab es genug. Immerhin spielte die Sage in der Zeit Kaiser Friedrichs III. und seines Sohnes Maximilian. Die Stadt Venedig, aber auch die Fugger in Augsburg mischten damals in jener Gegend mit und es hätte auch ohne die Sage von der Rose genug Stoff für einen historischen Roman gegeben. Wir trafen uns in der Folgezeit noch mehrmals mit Alfred Meschnigg und er unterstützte uns nicht nur mit einer Unmenge an Recherchematerial, sondern stellte sich uns auch als Führer bei unseren Vorortrecherchen in Kärnten, Slowenien, Friaul und Venedig zur Verfügung. Durch ihn lernten wir auch Erich Kessler, der Bürgermeister ein Arnoldstein kennen, der uns ebenfalls mit Recherchematerial versorgte.

Es war damals eine sehr anstrengende, aber auch wunderschöne Recherchereise. Allerdings krochen wir danach alle, wie Alfred sagt, auf dem Zahnfleisch. Wir hatten allerdings genug Material gesammelt, um den Roman so schreiben zu können, wie wir ihn haben wollten. Es gab nichts Übernatürliches mehr, außer in den Gedanken der Protagonisten, die im Aberglauben ihrer Zeit lebten. Die historischen Ereignisse jener Epoche waren eingebaut und wir der Ansicht, zurecht stolz auf diesen Roman sein zu können.

Als das Erscheinen des Romans angekündigt wurde, schlug Alfred Meschnigg uns vor, die Buchpremiere in Arnoldstein am Ort des Geschehens zu feiern. Als wir erfuhren, dass die Marktgemeinde Arnoldstein dies unterstützte, war für uns klar, dass die erste Lesung aus diesem Buch an jener Stelle stattfinden würde, zu der das ‚spanische Weib‘ mit ihrem Knäblein gekommen war und dieses nach ihrem Tod der Obhut der Mönche überlassen musste.

Es zeigte sich bald, dass die Zahl der Anmeldungen für die Buchpremiere das Fassungsvermögen des Festsaals im Kloster übertraf. Daher wurden wir gefragt, ob wir bereit wären, an zwei Abenden zu lesen. Wir sagten zu und so konnten die Vorbereitungen beginnen. Unser Webmaster Hannes erklärte sich bereit, als ‚Hoffotograf‘ mitzukommen. Seine Frau Petra war beruflich verhindert und so nahmen wir beider Sohn Manuel als Unterstützung mit.

Die Fahrt in unserem Beerchen verlief so reibungslos, dass Hannes, der das Verkehrschaos um München herum kannte, nur so staunte. In Arnoldstein angekommen, checkten wir im Hotel ein, aßen eine Kleinigkeit und trafen uns dann mit Alfred Meschnigg, der mit uns auf den Dobratsch fuhr. Es war kühl (selbst unser ‚Pinguin‘ Hannes vermisste eine Jacke), aber auch wunderschön. Von einer über der Steilwand angebrachten Aussichtsplattform bot sich uns ein grandioser Ausblick auf die Landschaft, die in unserem Roman eine so große Rolle spielt. Nach dem Abendessen und angeregten Gesprächen ging es zu Bett.

Am Morgen des erste Lesungstages regnete es teilweise sehr heftig und wir waren in Sorge, ob die Zuhörer, die sich angemeldet hatten und teilweise von weit herkommen mussten, nicht lieber zuhause blieben. Alfred brachte uns in das große Kärntenpanorama in Villach, dessen Anfänge bereits Ende des 19. Jahrhunderts gelegt wurden, und dass nun mit moderner Multimediatechnik ein ganz besonderes Erlebnis bietet. Wir blieben entsprechend lange, aßen danach im selben Gasthaus, in dem unserem Roman zufolge bereits unsere Heldin Maria und deren Gouvernante Ella gespeist hatten, zu Mittag und nutzten den Rest des Nachmittags, um uns ein wenig auszuruhen, um bei der Lesung fit zu sein.

Hatte es bis in den späten Nachmittag hinein immer wieder geschüttet, riss plötzlich die Wolkendecke auf und die Sonne strahlte vom Himmel. Es war wie ein Omen, denn der Festsaal in der Klosterruine füllte sich zusehends und als die Lesung begann, war es voll. Erich, dessen Nachnamen wir leider nicht erfahren haben, eröffnete die Veranstaltung mit einem Musikstück aus der Zeit des Romans und entfachte damit Elmars Fantasie, der sofort eine Szene vor sich sah, die zu schreiben sich lohnen würde.

Anschließend begrüßte Bürgermeister Erich Kessler die Anwesenden im Allgemeinen und die Honoratioren weiblichen und männlichen Geschlechts im Besonderen und von Alfred Meschnigg erfuhren die Zuhörer von der Sage der Rose von Arnoldstein und ihrer Umsetzung in unserem Roman.

Nachdem Erich der Musiker ein weiteres Stück aus der Renaissance gespielt hatte, legten wir los. Wir brachten unseren Zuhörern fünf Stellen des Romans nahe, die sichtlich Anklang fanden. Elmar stellte dann ’Die Wanderschriftsteller‘ vor und las eine Episode daraus vor. Anschließend spielte Erich wieder ein Musikstück, dann kamen die Schlussreden des Bürgermeisters, Alfred Meschniggs und die Geschenkübergabe. Wir erhielten eine wunderschöne Miniatur des Dreiländereckdenkmals an der Grenze Kärntens sowohl zu Slowenien wie auch zu Friaul. Der Abend klang dann im Gasthof Wallner mit einem kleinen Nachttrunk aus.

Hatte am Tag zuvor der Himmel am Morgen bittere Tränen geweint, so begrüßte uns diesmal die Sonne mit fröhlichem Licht. Alfred schlug vor, am Vormittag Burg Hochosterwitz zu besuchen, einen Wehrbau, an dem selbst die Türken gescheitert waren. Es war ein Erlebnis. Die Burg, auf einem einzelnen Bergstock liegend, konnte zu Fuß nur über vierzehn hintereinander liegende Tore erreicht werden, von denen jedes im Angriffsfall erbittert verteidigt werden konnte. Die Burg wurde auch nie eingenommen. Selbst die Türken, obwohl mit riesiger Übermacht erschienen, kamen nur bis Tor drei und ließen es dann sein.
In der Burg nahmen wir an einer Führung teil, aßen dort zu Mittag und kehrten nach ausführlicher Besichtigung nach Arnoldstein zurück, um vor dem Abend noch ein wenig auszuruhen.

Bevor diesmal die Veranstaltung begann, standen wir erst einmal einer Reporterin von ORF-Kärnten bei einem Interview Rede und Antwort. Alfred Meschnigg und Bürgermeister Erich Kessler mussten dies auch tun. Alfred wies dabei darauf hin, dass die ‚Rose‘ im nächsten Jahr als Theaterstück auf Schloss Runkelstein bei Bozen aufgeführt werden würde, fünf Jahre, nachdem ‚Die Wanderhure‘ dort Triumphe gefeiert hat.

Auch diesmal wurde der Festsaal erfreulich voll und wir konnten, von Erich, dem Lautenspieler‘ mit feinen Musikstücken unterstützt, loslegen. Natürlich sprachen Bürgermeister Kessler und Alfred Meschnigg ein paar Worte zur Einführung und dann lasen wir erneut mehrere Passagen aus dem Roman und ein kleines Stück aus den ‚Wanderschriftstellern‘. Erichs Musik und unsere Lesung kamen bei den Zuhörern ebenso gut an wie am Tag zuvor und es wurde, da diesmal Zeit blieb, um Fragen zu beantworten, eine recht muntere Sache.

Als wir am Ende unsere Sachen zusammenpackten, waren wir erschöpft, aber auch sehr zufrieden mit dem Ablauf beider Abende und damit, dass wir am selben Ort lesen durften, an dem unsere Protagonisten Maria und Johannes in unserem Roman gelebt haben. Selbstverständlich haben wir auch kräftig signiert und was unseren Webmaster Hannes betrifft, so hat dieser viele ausgezeichnete Fotos gemacht, von denen bereits eine kleine Auswahl bei Facebook zu sehen ist.

www.facebook.com/Inys.und.Elmars.Romane 

Natürlich werden auch etliche Fotos hier auf der Homepage in die Galerie gesetzt werden.

Spätabends gab es noch ein weiteres Highlight für uns, denn als wir im Gasthof Wallner unseren Schlaftrunk zu uns nahmen, sang der Grenzlandchor Arnoldstein uns zu Ehren mehrere Lieder.

www.grenzlandchor.at/ 

Als wir am nächsten Morgen auf dem Weg zum Frühstück an unserem Beerchen vorbeikam, wies eine Reifschicht darauf hin, dass wir Herbst haben und der Winter nicht mehr lange auf sich warten lässt. Wir hatten uns schon am Vorabend vor Alfred verabschiedet. Nun verabschiedeten wir uns auch von Bürgermeister Erich Kessler und seiner reizenden Frau und begaben uns nach dem Frühstück auf die Heimreise. Hinter uns lagen zwei anstrengende, aber auch wunderschöne Tage und es war gewiss nicht das letzte Mal, dass wir in Arnoldstein gewesen sind.

Wir danken Bürgermeister Erich Kessler und der Marktgemeinde Arnoldstein für die uns erwiesene Gastfreundschaft und Alfred Meschnigg dafür, dass er uns die ‚Rose von Arnoldstein‘ nahgebracht und damit diese wundervolle Buchpremiere ermöglicht hat.

Iny und Elmar Lorentz

Die Lesung in Ilmenau

Bericht
von Iny und Elmar am 29-09-2019

Mit der Lesung in Ilmenau begann für uns der heiße Herbst mit insgesamt dreizehn Lesungen. Frohgemut beluden wir unser Beerchen und fuhren los.

Wir kamen gut durch, erreichten nach einer kurzen Suche unser Hotel, dessen Adresse nicht im Navi war, und bezogen nach dem Mittagessen unser Zimmer. Da wir am gleichen Abend noch lesen sollten, waren erst einmal ein wenig Ruhe und Erholung angesagt. Als es so weit war, stiegen wir in unser Beerchen und fuhren nach Ilmenau hinein. Unser Navi funktionierte diesmal richtig. Zudem hatte Elmar sich die Lage des Citykaufhauses auf Google Maps angesehen und fand auf Anhieb den Parkplatz. Als wir die paar Meter zum Eingang zurückgelegt hatten, wurden wir dort erfreut empfangen. Eigentlich hatte die Chefin des Citykaufhauses auf Heinz Liebermann, den Vorsitzenden des Vereins 'Thüringer Kräutergarten, Olitätenland' gewartet. Nun aber führte sie uns ins Gebäude. Dabei erzählte sie stolz, dass sie einhundert Stühle für die zahlenden Zuhörer bereitgestellt hätten und sicher wären, dass die Leute auch kommen würden.

Während wir mit einigen bereits Anwesenden redeten, erschien auch Heinz Liebermann. Man kann ihn als einen der Geburtshelfer der Wanderapothekerin ansehen. Er hat uns damals bei den Recherchen sehr geholfen und wertvolle Tipps gegeben. Er kam in der Tracht eines Buckelapothekers, schleppte aber statt eines Reffs einen großen Korb mit sich, der neben Informationsschriften über das Thüringer 'Buckelapothekerland' auch etliche Erzeugnisse nach originalen Buckelapothekerrezepten enthielt. Wir begrüßten ihn freudig und Elmar wählte gleich ein paar Sachen aus, die er später kaufen wollte.

Der Raum, in dem wir lesen sollten, war intensiv mit Plakaten unserer Romane dekoriert. Ein Tisch, wie er in Klara Justs Stube hätte stehen können, wartete auf uns, und ebenso die ersten Zuhörer, die auf eine Signatur im Buch hofften. Sie bekamen diese ebenso wie Sekt, Pralinen und kleine Probegläschen Likör, die von Angestellten des Citykaufhauses verteilt wurden. Unsere Lesung gehörte nämlich mit zu den Veranstaltungen zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum des Citykaufhauses in Ilmenau.

Was wir auch erfuhren, war die Tatsache, dass unsere Lesung die Erste im Citykaufhaus war und man im Vorfeld doch ein wenig gebibbert hatte, ob so viele Leute kommen würden, wie man es erhoffte. Und sie kamen! Während wir uns mit Heinz Liebermann und einigen interessierten Leserinnen unterhielten, sahen wir, wie nun auch noch Hocker aufgestellt wurden, damit alle Zuhörerinnen und Zuhörer Platz fanden.

Bevor es losging, haben wir natürlich kräftig signiert und waren kurz in Sorge, ob die Zahl der Leporellos mit unseren Romanen, die wir dabei hatten, überhaupt ausreichen würde. Sie taten es dann doch knapp und wir konnten aufatmen.

Anschließend wurden die Anwesenden von der Chefin des Citykaufhauses begrüßt und die Lesung konnte beginnen. Hier, nur wenige Kilometer von der Heimat unserer Buckelapotheker entfernt, lasen wir natürlich aus dem vierten Band der Reihe um unsere Wanderapothekerin Klara Just. Wir hatten bereits in Königsee und in Großbreitenbach, der Heimat von Heinz Liebermann, aus den ersten Bänden gelesen. Nun war 'Die Tochter der Wanderapothekerin' an der Reihe. Bei diesem Roman haben wir 95% der Handlungsschauplätze aufgesucht und große Teile der Reise unserer Protagonisten auf mehreren eigenen Reisen nachvollzogen – oder sollten wir besser vorvollzogen sagen?

Wir konnten bei der Lesung auch ein wenig über diese Reisen sprechen, und haben unter anderem erklärt, wer unser Vorbild für Giorgios war. Die Fragerunde verlief sehr angenehm und munter und es wurden interessante Fragen gestellt, die wir nach bestem Wissen und Gewissen beantworteten. Natürlich signierten wir auch nach der Lesung noch Bücher und unterhielten uns mit Heinz Liebermann und einigen Anwesenden. Elmar kaufte die Sachen, die er sich bei Heinz Liebermanns Stand ausgesucht hatte. Er hätte es besser vor Beginn der Lesung tun sollen, denn bei einem Teil kam er zu spät, denn Heinz Liebermanns Vorrat war bereits aufgebraucht. Doch auch so war es sehr angenehm, und als wir aus dem Citykaufhaus schieden, taten wir dies mit einem sehr guten Gefühl.

Der nächste Morgen brachte zudem eine erfreuliche Überraschung. Unsere Verlagskollegin Claudia Beinert war zu dem Zeitpunkt zufällig in Erfurt und kam zu uns ins Hotel, so dass wir dort gemeinsam frühstücken und uns dabei unterhalten konnten. Sonst sieht man sich nur kurz auf Buchmessen. Doch diesmal hatten wir genug Zeit für ein angenehmes und interessantes Gespräch.

Auf dem Heimweg, den ein kurzer Abstecher zu Elmars Verwandten in Franken unterbrach, regnete es teilweise heftig und die von Elmar zu optimistisch veranschlagte Heimkehrzeit verschob sich dadurch um eineinhalb Stunden. Doch auch Regen und Sturm konnten nicht verhindern, dass wir auf eine der schönsten Lesungen seit langem zurückblicken können.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderschriftsteller - Besuch bei Holiday

Bericht
von Iny und Elmar am 24-09-2019

Als wir im letzten Herbst gefragt wurden, ob wir uns vorstellen könnten, ein Buch über unsere wichtigsten Recherchereisen zu schreiben, waren wir zunächst zwiegespalten.

Zum einen war es ein faszinierender Gedanke, unsere Leserinnen und Leser an jenen Fahrten teilhaben zu lassen. Allerdings fragten wir auch, ob diese interessant genug dafür wären. Zwar ist dabei das eine oder andere dabei vorgekommen und es gab auch kleine Abenteuer. Es war aber doch etwas anderes, als einen Roman zu schreiben.

Unserer fixen Agentin Lianne gelang es aber, unsere Bedenken zu beseitigen und so machten wir uns ans Werk. Zu Beginn gab es das eine oder kleine Missverständnis, doch waren diese bald ausgeräumt. Wir sollten etwa 200 Seiten schreiben, doch zeigte sich, dass wir dafür ähnlich Zeit und Kraft brauchen würden wie für einen unserer Romane mit über 600 Seiten. Immerhin mussten wir uns teilweise an Begebenheiten erinnern, die mehr als ein, teilweise sogar zwei Jahrzehnte zurückliegen, und dann auszuwählen, was für dieses Buch geeignet wäre. Dazu durfte Elmar mehr als tausend Dias und Fotos checken und überlegen, was davon gebraucht werden könnte. Das hört sich einfacher an, als es war. Erst einmal mussten die Dias (95% aller Fotos) im Dia-Betrachter angeschaut und anschließend eingescannt werden. Danach wurde aussortiert, bis etwa einhundert Fotos übergeblieben sind, die dem Verlag übergeben wurden. Der hat sich dann die ausgesucht, die er verwenden wollte.

Mittlerweile ist das Buch fertig. Am 20.09.2019 wurden wir von Gräfe & Unzer, dem Mutterkonzern von Holiday, eingeladen, um einhundert 'Wanderschriftsteller' zu signieren. Es wurden 120 Stück, da zwanzig weitere mit dem Namen der Empfänger signiert wurden. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt sind wir wieder einmal mit dem Auto in die Stadt gefahren. Sonst stellen wir unser Beerchen immer an einem Endbahnhof der U-Bahn ins Parkhaus und fahren öffentlich. Es ging aber alles glatt. Wir fanden einen Parkplatz und auch sofort das Verlagsgebäude. Man muss auch einmal Glück haben.

Obwohl wir, wie meistens, etwas zu früh dran waren, wurden wir bereits erwartet. 'Die Wanderschriftsteller' waren groß aufgestellt, Fotos wurden gemacht und dann ging es ins Konferenzzimmer. Dort lagen die 120 Exemplare des Buches zum Signieren bereit. Vorher gab es aber noch ein angenehmes Gespräch mit etlichen Verlagsmitarbeitern, so auch über die geplanten Veranstaltungen auf der Buchmesse in Frankfurt, in Berlin, Neubrandenburg, Landshut und Ulm sowie über unsere Romanlesungen, bei denen wir 'Die Wanderschriftsteller' natürlich auch vorstellen werden.

Danach ging es ans Signieren. 120 Bücher sind eine Menge, doch wir haben bei den letzten Buchmessen in Leipzig gut geübt und schafften es ohne größere Probleme. Iny streikte zwischendurch, um ein paar Weintrauben zu essen, während Elmar ohne Stärkung durchhielt. Die gab es dann anschließend in der Kantine.

Als wir nach gut drei Stunden bei Gräfe & Unzer aufbrachen, durften wir sogar ein Exemplar der 'Wanderschriftsteller' mitnehmen. Die eigentlichen Belegexemplare kommen noch. Uns ging es aber darum, das Buch in Ruhe ansehen zu können. Wir wollten nämlich wissen, wie die Fotos und Dias geworden sind, die es schlussendlich ins Buch geschafft haben. Das Ergebnis hat uns mehr als positiv überrascht. Das hätten wir beim besten Willen nicht erwartet. So gefällt uns 'Die Wanderschriftsteller' doppelt gut und wir wünschen allen, die es lesen und sich die Bilder ansehen, sehr viel Freude damit.

Iny und Elmar Lorentz

Das Festival Mediaval in Selb

Bericht
von Iny und Elmar am 13-09-2019

Die Einladung, beim Festival Mediaval, dem größten Festival mittelalterlicher Musik in Europa, im Literaturzelt lesen zu können, kam für uns überraschend, machte uns aber neugierig und so beschlossen wir, teilzunehmen.

Es wurden schließlich zwei Lesungen, zum einen die Premierenlesung aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin' und zum anderen aus 'Die Widerspenstige'.

Die Anfahrt nach Selb war zunächst mit Problemen behaftet. So war eine Autobahnauffahrt gut dreißig km von uns entfernt gesperrt und die Ausweichstrecke so 'grandios' beschildert, dass wir uns mitten in der Prärie wiedergefunden haben. Irgendwann aber schafften wir es dann doch auf die Autobahn und von da an flutschte es nur so. Wir erreichten Selb doch noch zu der uns vorgenommenen Zeit, folgten dort den Schildern zum Festival Mediaval und parkten dort unser Beerchen, bevor es ins 'Office' ging, wo wir uns anmeldeten und unseren Festival-Ausweis und unseren Zimmerschlüssel erhielten.

Danach kreisten wir wie ein Adler, um das AWO-Zentrum der Stadt zu finden. Irgendwie hatten alle Straßen die Gemeinheit, sich in gegen uns gerichtete Einbahnstraßen zu verwandeln. Wir schafften es aber dann doch und konnten unser Zimmer beziehen. Hier kam Elmar in den Genuss, zum ersten Mal in seinem Leben in einem Stockwerksbett zu schlafen. Noch aber war es nicht Nacht. Es galt erst einmal, zum Festgelände zurückzukehren. Unser Navi schwächelte natürlich wieder einmal, kriegte sich aber zuletzt doch ein und wir erreichten glücklich den Parkplatz des Festgeländes.

Um 16:00 Uhr war Eröffnung und es kamen die obligatorischen Ansprachen. Danach ging das Spektakel los. Die ersten Bands spielten und wir nahmen die Gelegenheit war, uns ein wenig umzusehen. Zum Festival gehörte nämlich auch ein großer Mittelaltermarkt. Uns stachen einige Sachen ins Auge, doch beließen wir es erst einmal beim Schauen. Es war uns aber klar, dass wir am nächsten Tag mit etwas mehr Ruhe mindestens drei Stände aufsuchen würden, um dort ein paar Sachen zu kaufen.

Jetzt aber ging es erst einmal zum Literaturzelt. Immerhin stand in wenigen Minuten unsere Premierenlesung aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin' an. Dort angekommen erlebten wir eine freudige Überraschung. Martina Baumann, eine Malerin und Bildhauerin, die wir bereits seit Ewigkeiten kennen, war ebenfalls da. Früher haben wir uns immer wieder einmal auf Mittelaltermärkten getroffen und sie hat für uns zwei Steinfiguren und eine wunderschöne Karte für die Dämmerlandsage geschaffen, die wir unter dem Pseudonym Sandra Melli geschrieben haben. In den letzten Jahren haben wir uns ein wenig aus den Augen verloren, darum freuten wir uns jetzt doppelt, sie wiederzusehen.

Wir waren im Vorfeld ein wenig in Sorge. Immerhin war das Festival Mediaval in erster Linie ein Musikfest. Das Lesezelt war jedoch weit genug von den Bühnen entfernt, so dass der Lärmpegel nicht ins Gewicht fiel. Auch hatte sich eine ganze Reihe von Zuhörern eingefunden, so dass wir frohgemut ans Werk gehen konnten. Wir hatten mehrere spannende Teile aus dem Roman gewählt und glauben, dass wir die Leute gut unterhalten haben. Amandara vom Veranstaltungsteam des Festivals leitete anschließend die Fragerunde, bevor wir das Lesezelt für die nächste Vortragende räumten.

Wir setzten uns in das nahegelegene Signierzelt, signierten mehrere Bücher und wanderten dann mit Martina über das Festivalgelände. Dabei lauschten wir ein paar Bands und betrachteten die Verkaufsstände. Der Wunsch, das eine oder andere zu kaufen, kam immer wieder auf. Allerdings erinnerten wir uns daran, wie voll unsere Schränke und Vitrinen bereits sind, und schreckten dann doch davor zurück, den siebten oder achten Tonbecher zu erstehen. Auch die schönen Schmuckstücke, die angeboten wurden, hatten bereits ihre Pendants in unserer Sammlung.

Als die Zeit fortschritt, verabschiedeten wir uns von Martina und dem Festgelände und suchten unser Zimmer im AWO-Heim auf. Diesmal fanden wir es auf Anhieb und machten uns für die Nacht zurecht.

Am nächsten Morgen frühstückten wir, räumten dann das Zimmer, und fuhren wieder zum Festivalgelände. Dort waren, wie Elmar bissig bemerkte, einige Leute dabei, die Null Prozent Regenwahrscheinlichkeit aus ihren Zelten hinauszuschaffen. Es hatte in der Nacht entgegen der Vorhersagen geregnet und es regnete auch jetzt noch. Für die zweite Lesung, die wir bei dem Festival vereinbart hatten, versprach dies nichts Gutes.

Vorerst aber suchten wir die Stände auf, bei denen wir am Vortag beschlossen hatten, etwas zu kaufen. Es waren vor allem Geschenke für andere. Iny besorgte sich einen Vorrat an Lakritz bei einer Händlerin, die sich daran erinnern konnte, dass Iny schon einmal welchen bei einem Mittelaltermarkt von ihr gekauft hatte.

Ein vorsichtiger Blick ins Lesezelt ließ unsere Besorgnis schwinden, es könnte wegen des Regens niemand kommen. Es waren fast genauso viele wie am Vorabend bei der Premierenlesung. Diesmal lasen wir aus 'Die Widerspenstige' und brachten unseren Zuhörern die Türkenbelagerung Wiens im Jahre 1683 nahe.

Anschließend signierten wir wieder und hörten dabei Sam Feuerbach zu. Zusammen mit Martina schweiften wir noch einmal über das Gelände, tätigten letzte Einkäufe und verabschiedeten uns schließlich. Vor uns lag der Heimweg, auf dem es diesmal keine Komplikationen gab. Zuhause erwartete uns viel Arbeit, die möglichst zugleich und sofort erledigt werden sollte. Da wir aber nur je zwei Arme und einen Kopf haben, wird es schön nacheinander geschehen.

Jedenfalls war das Festival Mediaval ein Ereignis, das wir nicht missen wollen. Es brachte uns nach ein paar Jahren Abstinenz wieder den Mittelalterfans nahe und lässt den Wunsch in uns wachsen, zu gegebener Zeit wieder einen Mittelaltermarkt zu besuchen. Sofern wir Zeit dafür haben. In den letzten Jahren war das leider nicht der Fall. Hoffen aber wird man wohl noch können.

Iny und Elmar Lorentz

Iny Lorentz im Hessenpark 'Der Fluch der Rose'

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 08-09-2019

Iny Lorentz im Hessenpark "Der Fluch der Rose"


Sonntag, 13.10.2019 um 15 Uhr

Hessenpark
Scheune am Marktplatz
61267 Neu-Anspach

Eintritt: 12 € (inkl. Eintritt in den Hessenpark)

Kartenverkauf:
Buchhandlung Bollinger, Hohemarkstraße 151, 61440 Oberursel
F. Supp's Buchhandlung, Louisenstraße 83, 61348 Bad Homburg

Grillen bei Petra und Hannes

Bericht
von Iny und Elmar am 28-07-2019

Seit vielen Jahren fahren wir jeden Sommer einmal zu Hannes und seiner Frau Petra zum Grillen.

Dies war auch schon zu Zeiten so, in denen auch wir nicht wussten, dass wir einmal Iny Lorentz sein würden. Hannes war Inys Kollege und ist ein Supertyp, und das ist auch seine Frau Petra. Es ist immer schön, in ihrem Garten zu sitzen, miteinander zu reden und dabei die auf den Grill gelegten Köstlichkeiten zu verzehren.

In den ersten Jahren hat Elmar noch mit Hannes Eisenfuß und seinen Söhnen Fußball gespielt und dabei die Kalorien, die an dem Tag verzehrt wurden, gleich wieder verbraucht. Das ist mittlerweile nicht mehr der Fall. Die Söhne sind nun erwachsen und teilweise auch schon von daheim ausgezogen. Doch auch ohne Anstrengung ist ein solcher Grillabend sehr angenehm.

Allerdings muss man erst einmal hinkommen. Da das Grilltreffen im Sommer stattfindet und dort fast jedes Wochenende in irgendeinem Bundesland die Ferien beginnen oder enden, ist es wie bei einer Lotterie man zieht meistens Nieten. Wir standen da schon mehrmals längere Zeit auf Deutschlands längsten Parkplatz und kamen mit gut einer Stunde Verspätung an. Heuer hatten wir jedoch Glück, denn wir fuhren azyklisch. Das heißt, die Autobahn war auf der Gegenfahrbahn dicht, während wir freie Fahrt hatten.

Am Ziel angekommen versorgte Hannes uns erst einmal mit kühlen Getränken. Wenig später wurden auch Kaffee und Kuchen auf den Tisch gestellt. Allerdings kamen auch die Gespräche nicht zu kurz. Es gibt immer etwas, über das man sich unterhalten kann, frühere Kollegen, die letzte Reise, das neueste Buch und dann natürlich die Pläne, die besprochen werden müssen. Hannes ist nicht nur ein guter Freund, sondern auch unser Webmaster, sprich derjenige, der dafür sorgt, dass ihr diesen und alle anderen Texte auf der Homepage lesen könnt. Außerdem sind er und seine Frau unsere Standhelfer während der Leipziger Buchmesse und das wird auch 2020 der Fall sein.

Daher ging es bei den Gesprächen nicht zuletzt um Leipzig. Unsere Frankfurter Freunde Gabi und Manfred sind schon schwer dabei, Schlüsselanhänger und Lesezeichen anzufertigen. Dafür aber brauchten sie noch ein halbwegs brauchbares Foto von uns, so dass Hannes und seine Frau Petra kräftig den Auslöser drücken durften. Die Fotos sind auch alle etwas geworden. Nur sollte Elmar daran arbeiten, nicht immer eine grimmige Miene aufzusetzen. Das hat er zwar schon als Baby gemacht, aber vielleicht lernt er es doch noch.

Wir hatten daher einige Themen, die durchgenommen werden mussten. Alles haben wir nicht geschafft, doch gibt es in ein paar Monaten den Gegenbesuch von Petra und Hannes bei uns, und dann sind einige Planungen bereits weiter gediehen, sodass wir auch noch den Rest schaffen werden.

Irgendwann übernahm Hannes und Petras jüngster Sohn - beim ersten Grillfest vor vielen Jahren übte er noch seine ersten Schritte - das Kommando am Grill, sprich, er durfte die Arbeit tun. Er machte es exzellent. Iny, die schon seit längerem keine Freundin von Fleisch und Würsten mehr ist, labte sich an Kartoffelsalat, gegrillten Maiskolben und Zucchinischeiben. Von Elmar, dessen Fleischkonsum im Lauf der Jahre auch abgenommen hat, kam die Bemerkung, dass er heuer doppelt so viel Kartoffelsalat wie in den letzten Jahren gegessen hätte, weil er ihm so geschmeckt hat.

Es herrschte eine angenehme Stimmung, die irgendwann in eine ebenso angenehme Sättigung überging. Als schließlich die Schatten der Nacht über die Hügel krochen und ein weißer Faden kaum mehr von einem schwarzen unterschieden werden könnte, verabschiedeten wir uns von Petra und Hannes und ihren Nachbarn, die im Lauf des Abends hinzugekommen waren, und lenkten unser Beerchen wieder in Richtung Heimat. Unterwegs sahen wir am Horizont das Wetterleuchten ferner Gewitter. Wir kamen aber ohne Blitz und Donner nach Hause und freuen uns auf nächstes Mal, wenn es wieder heißt: Grillen bei Petra und Hannes.

Iny und Elmar Lorentz

Halbzeit 2019

Bericht
von Iny und Elmar am 08-07-2019

Das erste Halbjahr 2019 ist vorbei und damit Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Mit unserem Stand auf der Leipziger Buchmesse, der schönen, sehr erfolgreichen Recherchereise nach Jordanien und der grandiosen Aufführung der 'Wanderhure' auf der Naturbühne in Trebgast brachten die ersten sechs Monate des Jahres Höhepunkte mit sich, die nicht mehr zu übertreffen sind.

Doch auch das zweite Halbjahr 2019 hat es in sich. So steht noch eine weitere ausführliche Recherchereise an, über die wir später berichten werden. Am 06.09.2019 steht die Premierenlesung aus unseren Romanen 'Die Tochter der Wanderapothekerin' auf dem Programm, und zwar beim Festival Mediaval in Selb, dem größten Festival mittelalterlicher Musik in Europa. Am 07.09.2019 gibt es dort eine Zugabe in Form einer Lesung aus unserem Roman 'Die Widerspenstige'.

www.festival-mediaval.com/ 


Eine ganze Menge weiterer Lesungen absolvieren wir darüber hinaus bis in den November hinein. Dazu gehört auch eine Sonderaktion, die wir nur in diesem Jahr machen. Im Jahr 2020 wird es etliche Lesereisen weniger geben. Zwei Termine sind bereits vergeben, ein weiterer ist angedacht. Ein paar Lesungen werden noch hinzukommen, aber die Zahl wird um einiges bescheidener sein als in 2019.

Was gibt es sonst noch? Natürlich die Buchmesse in Frankfurt, auf der diesmal zwei ganz neue Bücher von uns vorgestellt werden.

Da ist zum einen 'Der Fluch der Rose', der um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert spielt und Nürnberg, Augsburg, Kärnten und Venedig als Schauplätze hat.

www.droemer-knaur.de/buch/9646305/der-fluch-der-rose 


Das zweite Buch nennt sich 'Die Wanderschriftsteller'. Hier beschreiben wir unsere Recherchereisen auf den Spuren der Wanderhure und weiterer Romane von Spanien über Frankreich, Italien, Österreich, Istanbul, Polen und Deutschland bis hinauf in die skandinavischen Länder.

www.lesejury.de/iny-lorentz/buecher/die-wanderschriftsteller/9783834230294 


Wer sich dafür interessiert, wie 'Die Wanderhure' entstanden ist, für den ist dieses Buch sicher genauso interessant wie das Buch 'Die Schöpfer der Wanderhure' von Peter Lückemeier, in dem unser schriftstellerischer Werdegang aufgezeigt wird.

www.droemer-knaur.de/buch/8848099/die-schoepfer-der-wanderhure 


Ein Höhepunkt wird sicher die Premierenlesung aus 'Der Fluch der Rose' am Hauptort der Handlung, nämlich dem Kloster Arnoldstein in Kärnten, werden. Hier sind zwar noch ein paar Kleinigkeiten zu regeln, doch sind wir sicher, dass es eine tolle Sache werden wird.

www.arnoldstein.gv.at/ 


Hier sind noch einmal die für heuer geplanten Lesungen:

06.09.2019: Premierenlesung aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin in Selb.

07.09.2019: Lesung aus 'Die Widerspenstige' in Selb.

26.09.2019: Lesung aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin' in Ilmenau

03.10.2019: Premierenlesung aus 'Der Fluch der Rose' in Arnoldstein.

11.10.2019: Lesung aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin' in Zella-Mehlis.

30.10.2019: Lesung aus 'Die Wanderschriftsteller' in Neubrandenburg.

31.10.2019: Lesung aus 'Die Wanderschriftsteller' in Berlin.

06.11.2019: Lesung aus 'Die Tochter der Wanderapothekerin' in Sontheim an der Brenz.

07.11.2019: Lesung aus 'Die Wanderschriftsteller' in Ulm.

14.11.2019: Lesung aus 'Die Wanderschriftsteller' in Landshut.

20.11.2019: Lesung aus 'Die Wanderschriftsteller' in Karlsruhe.

22.11.2019: Lesung aus 'Der Fluch der Rose' in Heidenheim an der Brenz.

23.11.2019: Lesung aus 'Licht in den Wolken' in Weinstadt.


2020:

24.02.2020: Lesung aus 'Der Fluch der Rose' in Differdange, Luxemburg.

27.03.2020: Lesung aus 'Die Wanderhure und die Nonne' in Cottbus.


Das war es für heute. In den nächsten Wochen steht wieder die Arbeit an unseren Romanen im Mittelpunkt. Die freie Zeit im Sommer muss genutzt werden.

Iny und Elmar Lorentz

Lesungen in Schenklengsfeld und Bebra und Besuch in Bad Hersfeld

Bericht
von Iny und Elmar am 06-07-2019

Für den 25.06.2019 und den 27.06.2019 waren Lesungen in Schenklengsfeld und Bebra vereinbart.

Da die beiden Städte nicht allzu weit auseinanderliegen, beschlossen wir, mit dem Wohnwagen zu fahren und ein paar Tage länger zu bleiben. Elmar hatte dafür den Campingplatz in Hünfeld ausgesucht, der uns gute Bedingungen bot.

Das Ausrüsten und Beladen des Wohnwagens nimmt natürlich mehr Zeit in Anspruch als das Kofferpacken für einen Aufenthalt im Hotel, doch wir haben unterwegs mehr Freiheit und jeder seine Ecke, in der er arbeiten kann. Wir wollten nämlich jeden Vormittag für zwei Stunden unsere Laptops auspacken, um unser für das erste Halbjahr 2019 vorgenommene Pensum zu schaffen.

Vorher aber mussten wir Hünfeld ohne allzugroßen Stress erreichen. Aufgrund des angekündigten Rückreiseverkehrs wegen des Endes der Pfingstferien verließen wir noch zu nächtlicher Stunde unsere Betten und machten uns für die Fahrt zurecht. Als wir den Wohnwagen angehängt und uns auf den Weg machten, waren die Autobahnen noch ziemlich leer und wir schafften auch das sonst so grausame Nadelöhr der Baustellen auf der A99 um München herum ohne Probleme. Kilometer um Kilometer blieb hinter uns zurück und es war das entspannteste Fahren seit vielen Jahren. Erst auf den letzten fünfzig Kilometern sauste die Vorhut des Rückreiseverkehrs an uns vorbei. Der großen Welle aber sind wir entkommen.

Nachdem der Wohnwagen auf seinem Platz stand, holten wir den in der Nacht versäumten Schlaf nach und gingen am Abend bald zu Bett. Der nächste Tag sah uns zunächst bei der Arbeit. Bevor uns jetzt jemand fragt, ob wir unser Schreibpensum geschafft haben. Wir haben es, Elmar zwei Tage und Iny einen Tag vor dem 30.06.

Für den Nachmittag hatten wir uns mit Moni und Andi aus Bad Hersfeld im Café Landlust verabredet. Vorher aber fuhren wir zur Bücherei in Schenklengsfeld. Da im Vorfeld Mails verloren gegangen waren, konnten wir nun vor Ort die letzten Dinge klären. Anschließend ging es weiter nach Bad Hersfeld. Es war faszinierend, den Ort wiederzusehen, an dem wir unsere Wanderhure das erste Mal auf der Theaterbühne hatten erleben dürfen. Ebenso schön war es, wieder in der Landlust, unserem Stammcafé vor fünf Jahren, zu sitzen und dort unseren Tee und wegen der herrschenden Hitze auch kühlere Getränke zu trinken. Es gab ein angenehmes Gespräch mit Moni und ihrem Ehemann und sie sagten uns, dass sie am nächsten Tag in Schenklengsfeld bei der Lesung dabei wären.

So kam es dann auch. Am nächsten Vormittag arbeiteten wir, blieben aber der herrschenden Hitze geschuldet im Wohnwagen, bis es Zeit war, nach Schenklengsfeld aufzubrechen. In der Bücherei angekommen, wurden wir erst einmal in einen etwas kühleren Raum gebracht und dort ausgezeichnet versorgt. Die Damen in der Bücherei hatten Angst, die Hitze könnte die Leute vom Besuch der Lesung abhalten. Der Raum fühlte sich jedoch zusehends und sie mussten zuletzt noch etliche Stühle herbeischaffen, um dem Andrang Herr zu werden. Moni und Andi boten schon an, die Lesung stehend zu verfolgen, doch auch für sie gab es noch Stühle.

Wir lasen aus 'Licht in den Wolken' und brachten dem Publikum dabei unsere Heldinnen Rieke und Gunda näher. Sie erfuhren jedoch auch ein wenig über Gundas Eltern Resa, der Heldin des ersten Bandes "Tage des Sturms" und deren Ehemann Friedrich, wie auch über einige andere Protagonisten positiver, aber auch negativer Art. Nach einer Pause, die die Leute dazu benutzten, dringend benötigte, kühle Getränke zu besorgen, ging es mit dem Frage- und Antwortspiel weiter. Es wurde so munter und umfangreich, dass die Damen von der Bücherei zuletzt ein Ende der Veranstaltung herbeiführten. Moni und Andi verabschiedeten sich von uns, und auch wir traten den Rückzug an. Wieder im Wohnwagen waren unsere Bemühungen, ihn zu lüften und damit kühler zu bekommen, eher von mangelndem Erfolg gekrönt.

Am nächsten Tag wurde es noch heißer. Wir brachen Mittag trotzdem nach Hünfeld auf und verbrachten dort einen angenehmen Nachmittag, bis uns gegen Abend wieder der erwärmte Wohnwagen willkommen hieß. Dort ging es darum, die eigene Körpertemperatur unter dem Siedepunkt zu halten. Dies war auch am nächsten Tag unser Bestreben. Es stand die Lesung in Bebra an und wir fuhren früher los, als nötig gewesen wäre, um uns durch die Klimaanlage im Beerchen ein wenig Kühlung zu verschaffen. In Bebra gab es einen gewissen Disput zwischen Elmar und der Dame unter der Motorhaube, die ihn aufforderte, gegen die Einbahnstraße zu fahren. Elmar zog es jedoch vor, einen Bogen zu schlagen und uns unserem Ziel auf einem anderen Weg zu nähern.

Im Einkaufszentrum 'das be!' sahen wir mit einem gewissen Schrecken die Massen an Stühlen, die dort aufgestellt wurden. Es war heiß und so erwarteten wir, dass höchstens die Hälfte der Stühle besetzt sein würde. Wir wurden allerdings eines Besseren belehrt. Das Einkaufszentrum füllte sich zusehends und es mussten weitere Stühle geholt werden.

Bei dieser Lesung erhielten wir Unterstützung durch die Mittelaltertanzgruppe Saltare in Luna Noctis, die zu Beginn der Veranstaltung und in den Pausen ihre Tänze aufführte. Es war sehr schön zuzuschauen und trug sicher mit zum Erfolg der Lesung bei. Wie schon in Schenklengsfeld ging es um 'Licht in den Wolken'. Elmar las zum Schluss erneut seine Lieblingsszene mit der Ratte und das Publikum war zufrieden. Danach tanzte erneut Saltare in Luna Noctis, bevor es dann zum Frage- und Antwortteil kam. Auch hier gab es etliche Fragen und wir beantworteten sie so gut, wie wir es konnten - also recht wortreich. Es war ein sehr angenehmer und sogar amüsanter Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

In Erinnerung bleiben wird uns auch die Hitze, die am nächsten Tag nicht geringer wurde. Elmars geplantes Ausflugsprogramm wurde radikal zusammengestrichen und so ging es erneut nach Hünfeld, wo wir die schattigsten Stellen bereits kannten. Auch am nächsten Tag war es heiß. Hier brachen wir aber bereits zu vormittäglicher Stunde nach Bad Hersfeld auf, um uns noch einmal mit Moni und Andi zu treffen. Auch hier schmolz das Besichtigungsprogramm in der Sonne zusammen. So blieben wir zunächst in der Landlust, um uns zu stärken und die nötige Flüssigkeit zu tanken. Danach aber schweiften wir doch ein wenig durch die Stadt und sahen uns dabei auch die Stiftsruine an, wo wir fast auf den Tag genau vor fünf Jahren Andrea Cleven als Marie und Jörg Weigend als Ruppertus auf der Bühne erleben durften. Wir waren doch ein wenig verwundert, aber auch sehr erfreut, an der Stiftsruine ein riesiges Fotoplakat mit den Schauspielerinnen und Schauspielern der Wanderhure zu sehen. Selbst nach fünf Jahren ist diese in Bad Hersfeld noch sehr präsent.

Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von Moni und Andi und kehrten in den alles andere als kühlen Wohnwagen zurück. Am nächsten Morgen hingen wir ihn an das Beerchen und fuhren nach Hause. Trotz der Hitze, die uns doch ganz schön zusetzte, war es eine schöne Reise und hat sich mit den beiden Lesungen und dem Besuch in Bad Hersfeld gelohnt.

Iny und Elmar Lorentz

Die Lesung im Poing

Bericht
von Iny und Elmar am 19-06-2019

Es gibt Lesungen, zu denen man als Autor weit anfahren und vor Ort übernachten muss,

... und solche, zu denen man nach einem normalen Arbeitstag fährt und weiß, man kann hinterher im eigenen Bett schlafen.

Eine solche war unsere Lesung in Poing.

Sie war für den 14.06. geplant und wir hatten im Vorfeld bereits Autogrammkarten, Buch und Signierstifte eingepackt. Als dann der Tag kam und wir am Nachmittag sorgenvoll zum Himmel schauten, meinte Elmar angesichts der warmen Temperaturen und des strahlend blauen Himmels, dass wir die Lesung wohl besser an den Badesee verlegen sollten. Bei dem herrlichen Biergartenwetter würde der Zustrom zur Gemeindebücherei eher schütter sein.

Gemäß unserer Devise, wenn weniger als drei kommen, gehen wir mit ihnen einen trinken, machten wir uns auf den Weg. Auf jeden Fall war es die Lesung mit der kürzesten Anfahrt dieses Jahres, ebenso die mit dem kürzesten Weg vom Parkplatz zum Ort des Geschehens, denn die Damen der Gemeindebücherei Poing hatten für uns einen Parkplatz direkt vor der Tür freigehalten.

Die nächsten Minuten gehörten dem Mikrophontest sowie einem Gespräch mit Frau Bamberg von der Bücherei. Langsam kamen auch die ersten Zuhörerinnen und -hörer herein. Sehr rasch zeigte es sich, dass unsere Befürchtungen, die Leute würden lieber an den Badesee oder in den Biergarten gehen als zu einer Iny-Lorentz-Lesung, doch nicht zutrafen. Der Raum füllte sich zusehends und es wurden sogar noch ein paar weitere Stühle aufgestellt. Die Atmosphäre war angenehm. Ein paar Zuhörer kannten uns und wechselten mit uns ein paar Worte. Außerdem signierten wir wie immer bereits vor der Lesung. Das ist entspannter, als wenn man sich hinterher beim Signieren abhetzen muss. Unsere örtliche Buchhandlung setzte sowohl 'Licht in den Wolken', wie auch 'Tage des Sturms' um und brachte auch etliche 'Die gruseligsten Orte in München' an die Frau bzw. an den Mann.

Die Lesung begann dann auch mit der Kurzgeschichte 'Die verstummte Glocke' aus dieser von Lutz Kreutzer und Uwe Gardein herausgegebenen Anthologie. Dadurch wurde auch der Run auf dieses Buch erzeugt, so dass kein Exemplar überblieb und ein paar Leute das Nachsehen hatten.

Anschließend ging es auf 'Licht in den Wolken' über. Hier berichtete Iny vom Beginn der engen Freundschaft Riekes mit Gunda, während Elmar seine Lieblingsszene mit der Ratte nicht lesen durfte. Er musste stattdessen aufzeigen, wie Gundas Bruder Theo Rieke beibringt, wie eine Dame jener Zeit auf einem Pferd zu sitzen hatte.

Eine kurze Pause mit kühlen Getränken gegen die hochsommerlichen Temperaturen folgte, dann ging es an die Fragestunde. Es wurde eine recht muntere Angelegenheit, bei der wir einiges über unsere Arbeit und unsere weiteren Pläne erzählten. Anschließend signierten wir noch einige 'gruselige Orte' sowie mehrere Nachzügler von 'Licht in den Wolken' und 'Tage des Sturms', bevor eine schöne und angenehme Lesung ihr Ende nahm.

Wir verabschiedeten uns von den Damen der Gemeindebücherei und schlugen den Weg nach Hause ein. Er war nicht lang und wie schon oben erwähnt, war es sehr angenehm, im eigenen Bett zu schlafen. Das werden wir auch bei unseren beiden nächsten Lesungen tun, allerdings in unseren rollenden Betten im Wohnwagen. Das wird sicher auch eine sehr schöne Sache.

In diesem Sinne

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Trebgast

Bericht
von Iny und Elmar am 10-06-2019

Wir hatten 'Die Wanderhure' bereits zweimal auf Freilichtbühnen erleben dürfen.

Einmal bei der Uraufführung im Rahmen der Bad Hersfelder Festspiele 2014 und dann noch beim Südtiroler Theatersommer 2015 auf Schloss Runkelstein. Im Juni 2019 war es wieder soweit. Der Verein Naturbühne Trebgast hatte sich entschlossen, in dieser Spielsaison auch 'Die Wanderhure' ins Programm zu nehmen. Als wir dies vor etlichen Monaten erfahren haben, freuten wir uns sehr und wir fragten bei unserer Agentin schüchtern nach, ob wir vielleicht bei der Premiere dabei sein könnten. Wir waren damit um Sekunden ihrer Frage zuvor, ob wir mit nach Trebgast kommen wollen.

Schließlich war es so weit. Wir beluden unser Beerchen und fuhren los. Man will es kaum glauben, doch im Gegensatz zu unserer letzten Fahrt nach Heiligenhafen und Eilenburg kamen wir ohne jeden Stau bei dem Hotel in Bayreuth an, das wir uns für diesen Aufenthalt ausgesucht hatten. Wir waren einen Tag eher angereist, um nicht abgehetzt von der Fahrt die Aufführung ansehen zu müssen, und waren auch froh um die ruhigen Stunden, in denen wir uns ein wenig erholen konnten.

Am Nachmittag des entscheidenden Tages trafen dann auch unsere Co-Agentin Isabel mit der ebenfalls zur Agentur zählenden Bettina ein. Wir setzten uns zusammen, um mehrere wichtige Dinge zu besprechen. Isabel teilte uns dabei mit, dass bei einigen wichtigen Projekten die Ampel dabei sei, auf Grün umzuschalten. Diese Nachrichten bereiteten uns natürlich Freude. Immerhin waren mehrere Herzensangelegenheiten dabei, die wir schon lange planen. Natürlich sprachen wir auch über die bevorstehende Wanderhurenpremiere in Trebgast. Isabel hatte bereits im Vorfeld Kontakt zu den Organisatoren aufgenommen und war nicht weniger aufgeregt als wir. Elmar erwähnte bei dem Gespräch, dass wir vor knapp zehn Jahren mit Isabel zusammen nach Ungarn gefahren waren, um zwei Tage beim Dreh der Wanderhure dabei sein zu können. Isabel hatte damals sehr großen Anteil daran, dass 'Die Wanderhure' und fünf weitere Romane von uns verfilmt worden sind, und darf sich auch den Hauptverdienst daran an die Brust heften, dass die Wanderhure es auf die Theaterbühne gebracht hatte.

Um 18:00 Uhr wurden wir abgeholt und nach Trebgast gebracht. Die Naturbühne kannte keiner von uns und wir waren entsprechend neugierig. Bevor wir sie sehen durften, gab es erst einmal ein Abendessen und erste Gespräche mit der Presse. Wir konnten auch mit Herrn Siegfried Küspert, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Naturbühne Trebgast, der die Wanderhure für Trebgast akquiriert hatte, sowie mit der Regisseurin Anja Dechant-Sundby sprechen, bevor beide dann für die letzten Vorbereitungen zur Bühne gerufen wurden. Für Elmar war der Aufenthalt in Trebgast etwas Besonderes, da sein Vater in diesem Landkreis geboren wurde, und seine Mutter aus einem Nachbarort im anschließenden Landkreis stammt. Hierzu gab es natürlich einige Fragen und ein Herr, mit dem wir sprachen, meinte, in seiner Gemeinde Verwandte von Elmar zu kennen.

Dann aber wurde es ernst. Die Trommel ertönte und rief die Zuschauer zu ihren Plätzen. Zu aller Freude war die Premiere vollkommen ausverkauft. Eigentlich hatten unser Webmaster Hannes und seine Frau Petra mit uns kommen wollen, waren dann aber dann verhindert. Dies war das Glück von Herrn Klaus Peter Söllner, des Landrats von Kulmbach, der durch die Verschiebung eines anderen Termins doch nach Trebgast hatte kommen können, und sonst keinen Platz mehr für seine Frau und sich gefunden hätte.

Auch wir nahmen unsere Plätze ein und bewunderten die wild-romantische Naturbühne in einem ehemaligen Steinbruch, in dem nun seit fast siebzig Jahren Theater gespielt wird. Elmar erinnerte sich dabei daran, dass Peter Jackson bei seiner Verfilmung des Herrn der Ringe mehrere große Sets ebenfalls in Steinbrüchen aufgebaut hatte, und fand, dass man ohne weiteres auch hier die eine oder andere Szene dieser Filmtrilogie hätte drehen können.

Bevor es losging, begrüßte Herr Küspert die Ehrengäste und musste dabei eine ganz schön lange Liste vorlesen. Dann begann das Spiel. Die Latte lag durch die ausgezeichneten Aufführungen in Bad Hersfeld und Schloss Runkelstein hoch und wir waren sehr gespannt, wie die Trebgaster Theaterleute die Wanderhure umsetzen würden. Doch bereits die erste Szene zog uns in ihren Bann. Dis lag weniger an der herrlichen Kulisse und den stimmungsvollen Kostümen, als an den Schauspielerinnen und Schauspielern selbst. Die Hauptdarstellerin Sabrina Schmitt schien, wie Iny mit anerkennendem Staunen bemerkte, direkt unserem Buch entstiegen zu sein. Daniel Ganzleben spielte den Schurken Rupertus so famos, dass Tanja, die Tochter von Elmars Cousin Heinz, hinterher meinte, sie hätte ihm, wenn er auf dem Weg zur Bühne an ihr vorbeikam, am liebsten das Bein gestellt, damit er 'Zitat Anfang - endlich auf die Schnauze fallen würde – Zitat Ende'.
Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler agierten bewundernswert. Maries Freund Michel, die Witwe Euphemia, Maries Vater Matthis und alle anderen machten das Zuschauen zu einer wahren Freude. Über das Können der Darstellerriege spürte man die ausgezeichnete Regiearbeit von Anja Dechant-Sundby. Sie nützte nicht nur alle Möglichkeiten dieser wunderschönen Naturbühne voll aus, sondern verlieh dem Stück seinen ganz eigenen Charakter. Ob dies nun die kleine Gauklerin war, die während eines Marktes ihre Künste zeigte, oder die beiden Feuerschlucker und -spucker Christian Ströhlein und Joachim Käding, die eine richtige Show abzogen. Was die beiden konnten, wussten wir einzuschätzen, da Elmar sich in früheren Jahren auch mal kurz im Feuerspucken geübt hatte. Dazu brachten Gerhard Escher, Jenny Escher und Any Wichmann von der Musikgruppe Alleweyl mit ihrem Spiel und Gesang eine tolle Atmosphäre in das Stück.

Es wurde eine vollkommen runde, stimmige und hervorragende Aufführung, auf die die Trebgaster Theatergemeinschaft mit Recht stolz sein kann, und wir als jene, die mit unserem Roman das Samenkorn dafür gelegt haben, ebenfalls. Die Trebgaster Wanderhure wird für uns immer in einer Reihe mit der in Bad Hersfeld und auf Schloss Runkelstein stehen und Sabrina Schmitt hat es sich verdient, neben Alexandra Neldel (Film), Andrea Cleven (Bad Hersfeld), Katharina Gschnell (Schloss Runkelstein) und Anja Klawun (Tourneetheater Wanderlust) als Marie genannt zu werden.

Als das Stück endete, waren die Zuschauer ebenso begeistert wie wir. Unsere Co-Agentin Isabel, die in frühen Jahren ebenfalls, wie sie sagte, als 'Volk' an Freilichtspielen teilgenommen hatte, war tief gerührt. Sie hatte immer daran geglaubt, dass die Wanderhure ein Stoff für die Bühne sei, und alles getan, damit sie als Theaterstück umgesetzt werden konnte. Trebgast war der endgültige Beweis dafür, wie recht sie, aber auch unsere Agentin Lianne mit ihrem Streben hatten, mehr aus der Wanderhure zu machen als nur ein Buch. Leider war Lianne verhindert und konnte nicht dabei sein. Uns tat es sehr leid, denn wir hätten unsere Freunde über diese wundervolle Umsetzung gerne mit ihr geteilt.

Wenigstens konnten wir Sabrina Schmitz und allen anderen Akteuren sagen, wie toll wir sie fanden, und mit ihnen auf die gelungene Premiere anstoßen.

Wir wünschen der Theatergemeinde Trebgast weiterhin viel Erfolg mit der 'Wanderhure' und den anderen Stücken, die sie heuer spielen. Das sind 'Pygmalion', 'Pippi Langstrumpf im Taka-Tuka-Land' und 'Das sündige Dorf'. Wenn diese nur halb so schön werden wie die 'Wanderhure', werden auch sie ihre Zuschauer begeistern!

Noch ein Wort zur Heimfahrt. Wir kamen auch diesmal sehr gut durch. Den Dauerstau bei der Ableitung von der A9 auf die A99 ließen wir links liegen und fuhren durch München. Jetzt sind wir wieder zuhause, im Kopf noch die herrlichen Bilder von Trebgast, und müssen uns erst wieder daran gewöhnen, dass morgen wieder der Alltag beginnt.

Iny und Elmar Lorentz

Die DELIA-Tage in Heiligenhafen/ Lesung in Eilenburg

Bericht
von Iny und Elmar am 02-06-2019

Einmal im Jahr versammeln sich die Autorinnen und Autoren von DELIA bei den DELIA-Liebesromantagen, um sich auszutauschen, Workshops mitzumachen und auch zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung.

Wir waren bis auf wenige Ausnahmen immer dabei gewesen, und wollten das auch heuer wieder tun. Da die DELIA-Tage diesmal am anderen Ende der Republik stattfinden, beschlossen wir, ein paar Tage eher hinzufahren, um uns mit unserer Freundin und Kollegin Iris Klockmann zu treffen und das Wikingermuseum in Haithabu zu besuchen. Vor genau siebenunddreißig Jahren waren wir das erste Mal dort gewesen. Damals gab es nur den alten Wall, der zum Danewerk gehörte, und eine Informationstafel, dass ein Museum geplant wäre. Das wollten wir heuer sehen.

Zuerst aber mussten wir nach Heiligenhafen kommen. Wir starteten zu einer frühen Stunde und kamen zunächst ausgezeichnet vorwärts. Bei Hannover aber begann das Drama. Ein Stau folgte auf den anderen und die Zeit verrann, während wir uns auf dem größten Parkplatz der Republik im Daumendrehen übten. Mehr als drei Stunden nach unserer von Navi zu Beginn der Fahrt errechneten Ankunftszeit erreichten wir schließlich Heiligenhafen und checkten völlig fertig im Hotel Meereszeiten ein. Wir hatten nicht einmal mehr Lust, irgendwo zu Abend zu essen, sondern begnügten uns mit je einem Apfel als Mahlzeit.

Der nächste Tag sah uns Richtung Lübeck fahren. Hier spielte uns die Lady unter der Motorhaube, wie Elmar das Navi spöttisch nennt, einen Streich. Sie kannte die Hausnummer nicht, so dass wir die Zielstraße auf und ab fuhren, bis wir das Café, das Iris und als Treffpunkt genannt hatte, etwas abseits zwischen den Supermärkten entdeckten. Um nicht durch einen Stau zu spät zu kommen, waren wir früher losgefahren und erreichten daher das Café ein paar Minuten vor Iris. Es war sehr schön, sie wiederzusehen und uns wieder einmal länger mit ihr unterhalten zu können. In den letzten Jahren sind wir uns meistens nur auf den Buchmessen begegnet und da war keine Möglichkeit für ein längeres Gespräch gewesen. Allein für dieses Treffen hatte sich die Fahrt nach Heiligenhafen für uns bereits gelohnt.

Tags drauf unternahmen wir unsere Fahrt nach Haithabu. Seit unserem ersten Besuch hat sich dort einiges geändert. Es gibt nicht nur das Museum, sondern auch mehrere nachgebaute Wikingerhäuser, die von Schulen und Vereinen auch genutzt werden und damit so aussehen, als würden sie bewohnt. Wir waren zuerst im Museum, wanderten dann zu den Nachbauten und schauten uns auch dort eifrig um, und besorgten uns ein wenig schriftliches Material im Museumsshop.

Als wir wieder nach Heiligenhafen zurückkamen, war es bereits spät und wir erneut zu müde, um nach einer Futterkrippe zu suchen. So musste auch an diesem Abend ein Apfel als Mahlzeit genügen.

Der nächste Tag gehörte Heiligenhafen. Wir wanderten durch den Ort, spazierten am Strand entlang und über die Seebrücke und schauten immer mal besorgt zum Himmel auf, der sich als äußerst durchlässig erwies. Es regnete und dazu pfiff ein scharfer Wind, und das waren keine idealen Bedingungen für unsere Lesung im Pavillon am Binnensee. Zu unserer Überraschung füllte sich jedoch der Raum. Auch waren bereits einige Delias angereist und setzten sich zu den anderen Gästen, um uns zuzuhören. Es wurde eine sehr schöne Lesung mit einer munteren Fragestunde, in der wir einige Anekdoten aus unserer Zeit als Schriftsteller erzählten. Während sich die doch meist jüngeren Delias noch in der Bar zusammensetzten, winkte uns der Bettzipfel. Alte Leute brauchen nun einmal ihren Schlaf.

Der nächste Vormittag sah uns erneut durch Heiligenhafen streifen. Am Nachmittag reiste dann die überwiegende Zahl der Delias an und es gab so manch freudiges Wiedersehen, das mit Tee (bei Iny) und einem kleinen Bier (bei Elmar) gefeiert wurde. Es war einfach schön, mit Bekannten zu reden und neue Delias kennenzulernen. Es sind diese Stunden, die so ein Treffen lohnenswert machen.

Um 19:30 Uhr fand dann im Pavillon am Binnensee eine Lesung mit Leonie Lastella, Tabea Bach und Michelle Marly statt. Auch sie war sehr schön und ebenfalls gut besucht. Leonie las als 'Nordsternfunkeln', Tabea aus 'Heimkehr auf die Kamelieninsel' und Michelle aus 'Madame Piaf und das Lied der Liebe'. Nach der Lesung war es das Gleiche wie am Vortag. Wir ließen die Bar links liegen und gingen zu Bett.

Der nächste Vormittag gehörte wieder Gesprächen, bis um 12:00 Mittag die Workshops begannen. Jana Lukas referierte über Polizeiarbeit im Roman und anschließend die Literaturagenten Nadja und Lars Kossack über Erfahrungen aus der Praxis in einer sich veränderten Buchwelt. Beide Male gab es viele Fragen der Anwesenden und sie waren beide gleich interessant und informativ.

Am Abend ging es wieder in den Pavillon am Binnensee, in dem diesmal Jana Lukas aus 'Herz und Tal', Daniela Ohms aus 'Wie Treibholz im Sturm' und Constanze Wilken aus 'Die Frauen der Villa Fiore' lasen. Danach war bei uns die Müdigkeit wieder zu groß, um es wie die meisten anderen an der Bar ausklingen zu lassen.

Der Samstag brachte schließlich die Mitgliederversammlung von DELIA. Trotz Vorstandswahlen und vieler Punkte, die besprochen werden mussten, ging es zügig voran und der dafür vorgesehene Zeitrahmen wurde nur um wenige Minuten überschritten.

Der Abend war für ein geselliges Beisammensein in einer Strandbar vorgesehen. Entweder sind wir zu ungesellig oder waren, was wahrscheinlicher ist, zu müde, und klinkten uns aus. Den Fotos nach, die wir später gesehen haben, muss es dort sehr hoch hergegangen sein. Wir gingen hingegen zu unserer normalen Zeit ins Bett, um am nächsten Tag Abschied von den Delias und Heiligenhafen zu nehmen.

Unser nächstes Ziel war Eilenburg bei Leipzig, wo wir am nächsten Tag lesen sollten. Wegen der vielen Staus auf der Anreise mieden wir diesmal die Autobahn nach Hannover und schlugen die Route über Wismar und Berlin ein. Den Staus entkamen wir trotzdem nicht. Diesmal waren es anderthalb Stunden, die wir unterwegs verloren. Außerdem spielte uns die Dame unter der Motorhaube den nächsten Streich, denn sie weigerte sich, die angegebene Hausnummer der Pension Heinzelberge zu kennen. So endete unsere Fahrt auf einem Parkplatz und wir standen erst einmal verwirrt herum, bis uns ein zufällig vorbeikommender Passant den Weg wies.

Die Schlüsselübergabe erfolgte auf konspirative Weise per Schließfach mit Zahlencode. Jedenfalls klappte alles und wir konnten unser Zimmer beziehen. Nach einer kurzen Erholungspause ging es dann in die Innenstadt, um eine Futterkrippe für das Abendessen zu suchen. Anschließend fuhren wir zum Bürgerhaus, in dem wir tags darauf lesen würden.

Am nächsten Tag waren wir wieder in der Stadt, zogen uns dann aber am Nachmittag ins Zimmer zurück, um uns vor der Lesung noch ein wenig auszuruhen. Entsprechend frisch und munter erschienen wir schließlich im Bürgerhaus und fanden einen hübschen Saal mit einer ausgezeichneten Mikrophonanlage vor. Der Saal selbst füllte sich zusehends und es kam eine für eine Stadt dieser Größe überraschend große Zahl an Zuhörern. Wir legten uns entsprechend ins Zeug, lasen aber hauptsächlich nicht aus dem neuesten Roman 'Licht in den Wolken' und auch nicht aus der im Dezember erschienenen 'Entführung der Wanderapothekerin, sondern aus 'Die Wanderhure und die Nonne'. Nur ganz zuletzt las Elmar noch eine harmlosere Szene auf 'Licht in den Wolken' vor.

Unsere Lesung kam gut an und es gab danach etliche Fragen. Viele werden natürlich bei den meisten Lesungen gestellt, aber einige Zuhörer wollten bei ein paar Büchern Genaueres wissen, so dass Elmar sein Gedächtnis ganz schön durchforsten musste. Es war eine angenehme Veranstaltung in seiner sehr schönen Umgebung und wir schieden am nächsten Tag mit einem guten Gefühl vom Eilenburg.

Die Rückfahrt ließ sich zunächst gut an, da mehrere im Internet gemeldete Staus sich bereits aufgelöst hatten, bzw. in Auflösung begriffen waren. Es schien lange, als könnten wir die vom Navi genannte mögliche Ankunftszeit auch einhalten. Dann aber kam es knüppeldick. Kurz hinter Nürnberg wurde die Autobahn von drei Fahrspuren auf eine einzige verengt und vorher musste sie sogar völlig gesperrt gewesen sein. Jedenfalls dauerte es einige Zeit, bis wir diese Stelle hinter uns gebracht hatten. Vor München traf uns das Schicksal erneut. Bei der Ableitung auf die A99 standen die Autos zweispurig bis über die übernächste Ausfahrt. In einem Akt der Verzweiflung fuhren wir gerade aus weiter und quälten uns durch ein paar kürzere Staus in München, bis wir erneut mit über anderthalb Stunden Verspätung gegenüber dem Zeitplan des Navis zu Hause eintrafen. Dabei hatten wir noch Glück, durch München gefahren zu sein. Auf der Zuleitung zur A99 hatte es nämlich einen LKW-Unfall gegeben und die Autobahn wurde zwei Stunden lang vollständig gesperrt.

All diese Staus werden uns allerdings nicht daran hindern, weiterhin zu Lesungen zu fahren. Wir hätten jedoch nichts dagegen, wenn wir dann ein wenig zügiger vorwärtskommen würden.

Iny und Elmar Lorentz

Die Lesereise nach Riesa und Meiningen

Bericht
von Iny und Elmar am 18-05-2019

Lesereisen zu weiter entfernten Orten sind für uns mit einer anstrengenden Fahrt verbunden, und für den Veranstalter mit höheren Kosten.

Daher versuchen wir, wenn irgendwie möglich, bei einer solchen Lesung noch eine Zweite einzuplanen, die halbwegs auf der entsprechenden Route liegt. Damit ersparen wir uns eine Reise und den jeweiligen Veranstalter einiges an Reisekosten.

Diesmal hatten wir Lesungen in Riesa und in Meiningen vereinbart und fuhren erwartungsfroh los. Zu unserer Erleichterung kamen wir ohne Stau und sonstige Hindernisse in Riesa an und checkten im Hotel ein. Noch schien die Sonne, die Temperaturen allerdings waren eher schattig. Das waren sie auch am nächsten Tag, als wir durch Riesa streiften und sowohl die Stadtbibliothek als auch die Buchhandlung aufsuchten, die vor Ort Bücher verkaufen würde.

Eigentlich hatte die Lesung im Klosterhof Riesa stattfinden sollen. Temperaturen im einstelligen Bereich brachten es aber mit sich, dass die Veranstaltung in den Klostersaal verlegt wurde. Es ist ein sehr schönes Gebäude und mit seinen wuchtigen Mauern und mächtigen Balken wie geschaffen für die Lesung aus einem historischen Roman. Das Publikumsinteresse war für uns erfreulich und wir legten auch kräftig los. Es ging um 'Licht in den Wolken', unseren neuesten Roman, der zwischen 1863 und 1870 spielt.

Neben einigen anderen Szenen, die teils abenteuerlich, teils tragisch und einmal auch amüsant waren, kam dabei auch die berühmte 'Ratte in der Faust' zu ihrem Recht. Es war eine sehr schöne Lesung, die uns viel Freude gemacht hat, eine Freude, von der wir hoffen, dass unsere Zuhörer sie mit uns teilen konnten.

Am nächsten Tag wollten wir uns weiter in Riesa umsehen. Allerdings regnete es und es war auch nicht wärmer geworden, so dass unsere Runde kürzer wurde als geplant. Elmar nahm schließlich seinen Laptop zur Hand und entfloh dem Schmuddelwetter geistig in sonnigere Gefilde. Tags darauf verließen wir Riesa und steuerten unser Beerchen nach Meiningen. Es wurde auch diesmal eine angenehme Fahrt. Unsere Unterkunft lag in einem denkmalgeschützten 'Kavaliershaus' aus dem Barock und war ebenso angenehm wie das Zimmer in Riesa. Elmar sah sich nach der Ankunft ein wenig im Stadtzentrum um und animierte Iny später, gemeinsam mit ihm spazieren zu gehen. Die Sonne hatte sich nämlich wieder eingefunden, wenn auch nur als Licht- und nicht als Wärmequelle.

Uns gefiel, was wir von der Stadt sahen, und wir verspürten den Wunsch, einmal einen Roman zu schreiben, der hier spielen könnte. Wir waren allerdings nicht gekommen, um Romanideen zu entwickeln, sondern um vor Publikum zu lesen. Wir suchten daher die Stadtbibliothek auf, um uns vorzustellen, und lernten dann bei der Anfahrt zum Veranstaltungsort ein weiteres Mal unser Navi lieben. Abgesehen davon, dass es meistens 'offroad' anzeigte, also keine Ahnung hatte, wo wir uns befanden, kannte es einige der Straßen nicht, auf denen wir gefahren sind, und forderte uns verzweifelt auf, zu wenden.

Dank eines Stadtplans, den uns die Damen von der Stadtbücherei gegeben haben, erreichten wir das Volkshaus in Meiningen dann aber doch. Der Zuschauerzuspruch übertraf sogar den von Riesa, und es wurde wie dort eine sehr schöne Lesung. Allerdings lasen wir genau wie in Riesa nicht nur aus unserem Roman, sondern beantworteten auch Fragen und gaben Ausblicke auf die nächsten Romane, die von uns erscheinen werden, wie auch über 'Die Wanderschriftsteller', ein Buch, das bei Holiday verlegt wird und in dem wir von unseren Recherchereisen berichten.

Zu später Stunde endete die Lesung und wir kehrten zum Hotel zurück. Als wir am nächsten Vormittag in Richtung Heimat aufbrachen, meinte Iny, dass so schöne Lesungen wie in Riesa und Meiningen die Anstrengungen wert sind, die sie uns kosten. Allerdings ist uns beiden klar, dass wir eine so große Zahl an Lesungen wie 2019 kein zweites Mal mehr machen können. Daher werden wir für 2020 nur eine kleine Zahl an Lesungen vereinbaren. Drei Anfragen haben wir bereits. Wer uns also 2020 bei sich sehen will, sollte sich beeilen. Wer es nicht tut, den können wir dann nur auf 2021 verweisen.


Iny und Elmar Lorentz

Der Mai ist da

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 05-05-2019

Ratzfatz ist das erste Drittel des Jahres auch schon vorbei. Die Buchmesse in Leipzig und die Recherchereise nach Jordanien mit vielen Informationen und Eindrücken liegen hinter uns und unsere Gedanken gelten bereits den beiden Reisen, die wir im Mai antreten werden.

Bei jeder dieser Reisen werden zwei Lesungen stattfinden. Es beginnt am 10.05. in Riesa und geht am 13.05. in Meiningen weiter. Am 22.05. lesen wir in Heiligenhafen und am 27.05. in Eilenburg. Wir freuen uns darauf, auch wenn es heuer im Grunde für uns zu viele Lesungen sein werden.

So sind wir am:

10.05.2019 in Riesa
13.05.2019 in Meiningen
22.05.2019 in Heiligenhafen
27.05.2019 in Eilenburg
14.06.2019 in Poing
25.06.2019 in Schenklengsfeld
27.06.2019 in Bebra
06.09.2019 in Selb - Premiere der Tochter der Wanderhure im Rahmen des Festival Mediaval
07.09.2019 in Selb im Rahmen des Festival Mediaval
26.09.2019 in Ilmenau
03.10.2019 in Arnoldstein (Kärnten) - Premiere des Fluchs der Rose
22.11.2019 in Heidenheim an der Brenz
23.11.2019 in Weinstadt

Dazu kommen im Herbst noch weitere Lesungen in München, Ulm und Landshut, evtl. auch in Neubrandenburg und Berlin, deren genauen Termine wir noch nicht vorliegen haben.

Es kamen auch schon die ersten Anfragen für 2020 und es gibt auch schon einen Vertrag für eine Lesung in Cottbus.

So viele Lesungen wie heuer wird es nächstes Jahr nicht geben, da wir uns 2020 wieder stärker dem Schreiben unserer Romane widmen wollen.


Was gibt es sonst noch zu berichten?

Zur Buchmesse 2019 in Frankfurt wird der Roman 'Der Fluch der Rose' erscheinen, der um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert handelt. Die Schauplätze des Romans erstrecken sich von Nürnberg bis Venedig, wobei der größte Teil im damals zum Fürstbistum Bamberg zählenden Arnoldstein im heutigen Kärnten stattfindet. Eine gewisse Rolle spielen auch die Fugger und zwar sowohl die Fugger von der Lilie wie auch die vom Reh.

www.droemer-knaur.de/buch/9646305/der-fluch-der-rose 


'Der Fluch der Rose' ist aber nicht das einzige Buch, dass auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wird. In einem gewissen Bezug zur 'Wanderhure' und der 'Wanderapothekerin' erscheint bei Holiday 'Die Wanderschriftsteller'. Es ist kein Roman, sondern behandelt unsere Recherchereisen auf der Suche nach Ideen, Schauplätzen und unseren Protagonisten. Wer erfahren will, wie wir unserer Wanderhure Marie nachgespürt haben, kann dies in jenem Buch erfahren.

Die Wanderschriftsteller : Auf den Spuren unserer historischen Romane 

Am 07.06.2019 sind wir in Trebgast bei der Premierenaufführung der Wanderhure auf der dortigen Naturbühne. Für Elmar ist dies mit einem besonderen Reiz verbunden, denn seine Wurzeln gründen nur wenig weiter im Norden zwischen Stadtsteinach und Kronach.

www.naturbuehne-trebgast.de/die-wanderhure.html 

Was kann man sonst noch berichten? Am 06.09. und 07.09. lesen wir im Rahmen des Festival Mediaval in Selb. Wir sind sehr gespannt darauf und es wird sicher eine tolle Sache sein.

www.festival-mediaval.com/literaturzelt 


Wie man sieht, sind wir 2019 sehr oft unterwegs, zumal noch eine weitere Recherchereise hinzukommt. Es wird daher doch ein bisschen viel. Wir hoffen trotzdem, dass wir es gut durchstehen. Für 2020 muss die Bremse jedoch eher gezogen werden. Irgendwann müssen wir ja auch noch zum schreiben kommen.

In diesem Sinne

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse Leipzig 2019

Bericht
von Iny und Elmar am 29-03-2019

Die Buchmesse in Leipzig ist nun bereits Vergangenheit. Zum dritten Mal hintereinander besaßen wir auch heuer unseren eigenen Iny Lorentz Autorenstand.

Nachdem wir die ersten beiden Male unsere Plätze mehr in der Mitte der Halle 3 im E-Gang hatten, wurden wir heuer direkt neben dem großen Stand von Droemer-Knaur plaziert. Das brachte zwei Vorteile mit sich. Zum einen arbeiteten wir in unserer Logistik eng mit Droemer-Knaur zusammen und hatten daher kürzere Wege als bei den bei den ersten Malen. Zum Zweiten konnten diejenigen, die am Droemer-Knaur Stand unsere Romane kauften, gleich zu uns zum signieren weitergeleitet werden, und das waren nicht wenige.

Doch beginnen wir der Reihe nach. Die Buchmesse 2019 in Leipzig beschäftigte unser Team und uns bereits im letzten Drittel des Jahres 2018. Gabi und Manfred, unsere Frankfurter Freunde fertigten massenhaft Lesezeichen und Schlüsselanhänger mit Iny-Lorentz-Symbolen an und sorgten auch für einige andere Dinge, die sich auf der Messe als praktisch erwiesen. In Passau saß der Grafiker Gabriel Nemeth über unserem Messeplakat, und wir versuchten, alles so zu koordinieren, dass wir die Messe mit Erfolg hinter uns bringen konnten. Außerdem signierten wir hunderte von Autogrammkarten vor, und zwar sowohl die normalen mit unserem Foto, wie auch die Karten mit dem Messeplakat.

Ohne Gabi und Manfred und Gabriel sowie unserem Webmaster Hannes und dessen Frau Petra, die uns als Standhelfer unterstützten, hätten wir es nicht geschafft. Und auch nicht ohne unseren Marcel, der sich auch heuer wieder als Fels in der Brandung erwies und dafür sorgte, dass der Buchnachschub aus dem Lager nicht nachließ. Auch wachte er mit Argusaugen darauf, dass wir bei dem viertägigen Signiermarathon auf der Messe weder Durst noch Hunger leiden mussten.

Es begann am Mittwoch, dem 20.03.2019 zu nachtschlafender Zeit, als uns der Wecker blökend aus den Federn riss. Es galt rasch zu handeln, da sich die A99, sprich die Umfahrung von München, zu Stoßzeiten in einen einzigen, riesigen Parkplatz verwandelt. Wir kamen auch gut los, schafften es auch ohne Probleme bis zu Petra und Hannes und luden diese ein. Die Weiterfahrt war Zucker, wenigstens bis kurz vor Leipzig. Dann aber verloren wir auf den letzten 25 km über fünfzig Minuten durch einen Gewaltstau. Trotzdem erreichten wir unser Hotel noch früh genug, um nach dem Einchecken in die Messehallen zu gehen und den ersten Termin einzuhalten, den Iny vereinbart hatte.

Als wir unseren Stand erreichten, war Marcel bereits beim Einräumen der Bücher. Wir hatten einiges an Flyern, Autogrammkarten, Schlüsselanhänger usw. mitgeschleppt, die auch gleich in den Schränken verstaut wurden. Einige Droemer-Knaur Mitarbeiter ließen es sich nicht nehmen, zu uns herüber zu kommen und uns zu begrüßen. Es wurden einige Informationen ausgetauscht. Danach suchten wir noch ein paar andere Stände auf, führten Gespräche, und kehrten anschließend in unser Hotel zurück, wo auch schon das Abendessen auf uns wartete.

Am nächsten Morgen begann die Buchmesse. Wir waren frühzeitig am Stand, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Die Ständer mit den Autogrammkarten usw. wurden aufgestellt, eine Schale mit Schlüsselanhängern gefüllt, sowie Tisch und Stühle zurecht gerückt. Zuerst kamen jene, die aus dem Internet wussten, wo wir diesmal zu finden waren. Wie bereits im letzten Jahr war Katja Etzold von 'Katjas Bücher und Rezepte' die erste Besucherin. Wir kennen sie schon seit vielen Jahren und freuen uns jedes Mal auf das Wiedersehen. Unsere Kolleginnen Doris Strobel und Tanja Kinkel besuchten uns, ebenso Lee Bauers, Micaela Jary, Hilke Sellnick und eine ganze Reihe anderer Autorinnen, an deren Namen zu erinnern sich unsere noch von den Nachwehen der Messe erschöpften Gehirne weigern.

Natürlich kamen auch die Leserinnen und Leser zu uns an den Stand. Nicht wenige von ihnen hatten bereits im letzten Jahr 'Tage des Sturms' gekauft und wollten nun mit 'Licht in den Wolken' auch die Fortsetzung erwerben. Zu den Reihen jener, die bei uns am Stand die Bücher kauften, kamen jene hinzu, die ihre Bücher bei der 'großen Konkurrenz', wie Elmar ein wenig spöttelte, erworben haben. Zu unserer großen Freude hatten viele auch alte Romane dabei, die wir ebenfalls gerne signierten. Alle, ob sie nun bei uns oder Droemer-Knaur gekauft oder alte Bücher dabei hatten, erhielten eine Signatur und den vollen Satz an Flyern, Autogrammkarten, Lesezeichen, Schlüsselanhängern, und je eine 'Handgebügelte' Tasche, wie Hannes sie anpries. Wir hatten nämlich auch heuer wieder eine Baumwolltasche mit einem Foto von uns und dem Cover des aktuellen Romans anfertigen lassen. Nicht wenige unserer Besucher erklärten, sie würden sowohl diese wie auch die letztjährige Tasche als liebgewordenes Souvenir aufbewahren und sich darauf freuen, im nächsten Jahr den vollständigen Dreiersatz zu besitzen.

Nicht so glatt wie mit dem Signieren ging es zunächst mit den mobilen Kassen. Die Messebuchhandlung hatte vorgesehen, dass uns die mobilen Kassen am Droemer-Knaur-Stand mit betreuen sollten. Die entsprechenden Leute mussten jedoch stets beim Droemer-Knaur-Stand gesucht werden und das sorgte für unliebsame Verzögerungen. Außerdem war abzusehen, dass, wenn die Granaten des Droemer-Knaur Verlags wie Sebastian Fitzek, Markus Heitz u.s. ihre Signierstunden machten, an unserem Stand ein Buchverkauf völlig undenkbar sein würde.

Hier aber griffen die entsprechenden Leute bei Droemer-Knaur rasch ein und so erhielten wir am zweiten Tag mit Olga unsere eigene mobile Kasse. Olga hatte schon etwas von uns gelesen und entpuppte sich rasch als ein wertvolles Mitglied unseres Teams.

Hatten wir am ersten Tag bereits einen guten Zuspruch an interessierten Leserinnen und Lesern, so steigerte sich dies am Freitag noch einmal erheblich. Unsere Nähe zum Droemer-Knaur-Stand machte es den Leuten, die dort kauften, leicht, zu uns kommen und die Bücher signieren zu lassen. Zum Glück hatten wir von den Lesezeichen angefangen über Autogrammkarten, Flyern und Schlüsselanhängern bis zu unseren berühmten 'handgebügelten' Taschen für ausreichend Vorrat gesorgt.

Wir hatten schon gedacht, der Freitag wäre ein sehr erfolgreicher, weil signierreicher Tag gewesen, doch wurde er vom Samstag noch einmal getoppt. Wir hatten allerdings auch ein Superteam, von unserer Verkaufskanone Petra angefangen über unseren Taschenhandbügler Hannes. Manfred sortierte mit stoischer Ruhe Flyer, Klappkarte, zwei verschiedene Autogrammkarten und Lesezeichen, so dass Elmar sie nur noch abgreifen musste. Gabi reichte Petra die geschnittenen Brote, äh unsere Romane, die sich so gut verkauften, füllte Autogrammkarten und dergleichen mehr auf, während Marcel immer wieder Nachschub an Büchern und Taschen besorgte und mit strengem Blick darauf achtete, dass wir immer etwas zu trinken hatten und auch mehr als ein paar Schokoriegel zu uns nahmen. Dazu kam Olga, die sich innerhalb kürzester Zeit eingearbeitet hatte und nicht nur kassierte, sondern auch Bücher an Interessenten reichte und ebenfalls für Umsatz sorgte.

Wir signierten und füllten die Bücher und die Mitgebsel in die Taschen. Außerdem hatten wir am Samstag einen Auftritt bei Buch Aktuell und stellten dort 'Licht in den Wolken' vor, mit dem Ergebnis, dass wir anschließend fast Fitzek-mäßig signieren durften. Am Abend fand noch eine Lesung im alten Rathaus von Leipzig statt, die gut besucht war und sehr angenehm verlief.

Als dann der Sonntag anbrach und wir unseren Stand erreichten, steckte uns die Buchmesse bereits ziemlich in den Knochen. Wir rafften jedoch alles zusammen, was wir noch an Kraft hatten, und signierten fröhlich weiter. Dieses 'fröhlich' ist wörtlich gemeint, denn wir waren wahrscheinlich der vergnüglichste Stand auf der gesamten Messe. Hannes's lustige Sprüche, Manfreds trockener Witz und Elmars Kommentare rissen Iny schließlich zu dem Ausspruch hin, sie wäre von lauter Verrückten umgeben und sie deren Chefin.

Auf jeden Fall war es eine schöne und erfolgreiche Messe. Wir haben viele Bücher verkauft, noch viel mehr signiert, schöne Cosplayer bewundert und ein paar auch fotografiert und gefragt, ob wir sie bei Facebook und auf der Homepage bringen dürfen. Natürlich war viel zu tun und wir haben einiges an Kosten zu tragen. Trotzdem wird es auch im Jahr 2020 einen Autorenstand Iny Lorentz auf der Leipziger Buchmesse geben. Immerhin kommt der dritte Band der Berlin-Trilogie heraus und es haben schon viele gesagt, dass sie auch diesen bei uns kaufen und signieren lassen werden. Und natürlich wollen sie zur Vervollständigung ihrer Sammlung die 'handgebügelte' Tasche des Jahres 2020 haben. Diesen Gefallen erfüllen wir ihnen gerne.

Was ist sonst noch zu sagen? Nach dem großen Abschied von der Messe, von Marcel sowie unseren Frankfurtern Gabi und Manfred, verließen wir Leipzig und legten einen kurzen Zwischenaufenthalt bei Elmars Verwandten in Kronach ein. Es gab wie immer die besten Bratwürste der Welt! Während wir dort waren, zog ein Wintersturm mit Graupelschauer über das Land. Als wir aufbrachen, war er bereits weitergezogen. Allerdings holten wir ihn kurz vor Nürnberg ein und gerieten in einen Stau, da die Autos bei der matschigen und teilweise sogar eisigen Fahrbahn sehr vorsichtig fahren mussten. Der Fahrer vor uns hatte anscheinend schon Sommerreifen aufgezogen, denn sein Kleinwagen wackelte beim Anfahren jedesmal mit dem Hintern wie eine Wanderhure, die ihre Kundschaft anlocken will. Zum Glück hatte es keinen Unfall gegeben und die Straße war nach wenigen Kilometern wieder frei. Wir brachten Petra und Hannes nach Hause, tranken bei ihnen eine Tasse Tee, und steuerten dann heimwärts. Als Elmar kurz nach 20:00 Uhr unser braves Beerchen in seinem Stall verstaute, war die Buchmesse Leipzig 2019 auch für uns Vergangenheit.

Iny und Elmar Lorentz

Die Premiere von 'Licht in den Wolken'

Bericht
von Iny und Elmar am 17-03-2019

Die Premierenlesung von 'Licht in den Wolken' in Kirchheim bei München stand an und damit war die Zeit gekommen, in der auch wir unseren Winterschlaf beenden mussten.

Die Tage vorher waren noch ein wenig hektisch, doch schließlich konnten wir Buch und Autogrammkarten einpacken und nach Kirchheim fahren.

Das Wetter spielte nicht mit, denn es war stürmisch, es regnete und es war mit Verlaub gesagt saukalt und ungemütlich. Einen echten Iny-Lorentz-Fan kann jedoch auch das nicht davon abhalten, unsere Lesung zu besuchen. Es trotzten daher einige Leser Sturm und Regen, um uns zu hören. Ein Paar hatte sogar den Weg von Landshut hierher nicht gescheut.

Besonders gefreut hat uns, dass unsere Lektorin Michaela gekommen war, um als Patin unseren neuen Roman mit aus der Taufe zu heben. 'Licht in den Wolken' ist der zweite Teil einer Trilogie, die von 1847 (Beginn 'Tage des Sturms') über 1863 (Beginn 'Licht in den Wolken') bis 1898 (Beginn Band drei) drei Generationen einer Familie umspannt.

Für uns war die Lesung in Kirchheim bei München sehr angenehm, da die Anfahrt erfreulich kurz war. Auch kannten wir Frau Herfurtner, die Leiterin der Bücherei, bereits. Wir hatten vor Jahren dort schon einmal, damals noch am alten Standplatz der Bücherei, und im letzten November anlässlich des bundesdeutschen Vorlesetages gelesen.

Wir haben unsere Heldin Rieke, ihre Freundin Gunda sowie deren Bruder Theo vorgestellt, und natürlich auch Resa, die Heldin aus 'Tage des Sturms', die in diesem Band die Mutter von Gunda und Theo ist. Es war eine sehr schöne Lesung und wir glauben, sie hat unseren Zuhörerinnen und Zuhörern Spaß gemacht.

Nach einer kurzen Pause zur Stärkung – Elmar bekam sogar ein kleines Glas Rotweinschorle – ging es sozusagen in die Verlängerung. Wie auch sonst beantworteten wir die Fragen unserer Zuhörer. Das Interesse war sehr groß und wir hatten einiges zu erzählen. So wollte man auch wissen, auf welche Romane unserer Leserinnen und Leser sich freuen können und gab sich dabei nicht allein mit dem Jahr 2019 zufrieden. Heuer kommen mit 'Die Tochter der Wanderapothekerin' und 'Der Fluch der Rose' zwei Neuerscheinungen, und mit 'Die Widerspenstige' das Taschenbuch zu dem im Herbst 2017 erschienenen Hardcover heraus. Es machte sich fast ein wenig Enttäuschung breit, als wir berichteten, dass es 2020 nur zwei neue Iny-Lorentz-Romane geben würde. Dafür aber kam die Nachricht von einem weiteren Abenteuer unserer Wanderhure Marie im Jahr 2021 sehr positiv an.

Es war eine sehr schöne Lesung, die uns viel Spaß gemacht hat. Auf eine solche Art und Weise trotzen auch wir Sturm und Regen gerne.

Nun aber richten sich unsere Gedanken auf die Buchmesse in Leipzig. Dort wird es einmal auf der Messe und einmal im alten Rathaus mit Rieke, Gunda, Theo und Resa weitergehen.

Iny und Elmar Lorentz

März 2019

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 09-03-2019

Irgendwie ist es verwunderlich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Die ersten beiden Monate des Jahres haben sich bereits verabschiedet und wir schreiben März.

Wir werden zwar nicht wie der Bauer in dem Lied die Rösslein einspannen, dafür aber unser Beerchen beladen. Zuerst geht es nach Kirchheim bei München zur Premierenlesung von 'Licht in den Wolken'. Es ist für uns kein weiter Weg und wir freuen uns darauf, unseren Leserinnen und Lesern unseren neuesten Roman vorstellen zu können.

Termin 14.03.2019

Ort: Gemeindebücherei Kirchheim
Schlehenring 12
85551 Kirchheim bei München

Beginn: 19:30 h
Eintritt: 8,- Euro
Veranstalter: Gemeindebücherei Kirchheim


Danach steht der erste Höhepunkt des Jahres an, nämlich die Buchmesse in Leipzig. Ihr findet uns in Halle 3, Stand B300 direkt neben dem Stand von Droemer-Knaur. In den letzten beiden Jahren waren wir stets ein Stück davon entfernt. Nun werden wir sehen, wie es uns in der direkten Nachbarschaft ergeht.

In Leipzig lesen wir am 23.03.2019 um 20:00 Uhr im alten Rathaus am Markt 1 aus 'Licht in den Wolken'.

Termin: 23.03.2019

Ort: Altes Rathaus
Markt 1
04109 Leipzig

Beginn: 20:00 h

Veranstalter: Verlagsgruppe Droemer-Knaur


Derzeit arbeiten wir etwas außerhalb unserer gewohnten Schiene. Noch können wir nichts verlauten lassen, doch wenn die Sache klappt, wird es eine großartige Sache. Drückt uns die Daumen!


Bald stehen auch wieder Recherchereisen an. So hart wie letztes Jahr werden sie heuer hoffentlich nicht werden. Wir hoffen aber trotzdem, dass sie uns all die Informationen bringen, die wir von ihnen erwarten.


Lesungsanfragen sind so viele eingetroffen, dass wir bereits mehrmals für 2019 absagen mussten und gebeten haben, sich für 2020 erneut zu melden. Wir machen in jedem Jahr nur eine gewisse Anzahl und sind für 2019 eigentlich bereits über unser Limit hinaus gegangen.

Lesungen gibt es an folgenden Orten.

März:

Kirchheim (Premierenlesung von 'Licht in den Wolken')

Leipzig (bei der Leipziger Buchmesse.


Mai:

Riesa

Meiningen

Eilenburg


Juni:

Schenklengsfeld

Bebra ?


September:

Selb (im Rahmen des Festivals Mediaval)

Ilmenau


Oktober:

Arnoldstein in Kärnten (Premierenlesung von 'Fluch der Rose')

Zella-Mehlis


November:

Heidenheim an der Brenz

Weinstadt bei Stuttgart


Eine oder zwei Lesungen können noch hinzukommen. Hier wird noch verhandelt. Neue Anfragen hingegen müssen auf 2020 vertröstet werden.


Mittlerweile ist 'Licht in den Wolken' erschienen und konnte bereits einen guten Platz auf der Spiegel-Taschenbuch-Bestsellerliste erringen. Seit im Jahr 2004 die Hardcover-Ausgabe der 'Wanderhure' auf einen, wenn auch hinteren Rang auf der Spiegel-Bestsellerliste gekommen ist, ist dies die 50te Buchausgabe eines unserer Romane, die es auf die Bestsellerlisten geschafft hat. Zudem hatten wir seit 2004 jedes Jahr mindestens ein Buch auf der Liste, so dass wir jetzt das sechzehnte Jahr hintereinander feiern können. Ohne unsere treue Leserschaft hätten wir das niemals erreicht. Dafür danken wir und versprechen, auch weiterhin spannende und emotionale Romane zu schreiben.

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse in Leipzig

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 13-02-2019

Wie in den beiden letzten Jahren sind wir auch heuer wieder mit einem eigenen Stand auf der Buchmesse in Leipzig vertreten.

Diesmal befinden wir uns direkt neben dem Droemer-Knaur Stand und sind daher nicht zu übersehen.

Halle 3, Stand B300!

Wer mag, kann dort unsere Romane kaufen und signieren lassen. Dazu gibt es auch diesmal wieder eine von unserem Webmaster und Standhelfer Hannes 'handgebügelte' Baumwolltasche. Heuer zeigt diese das Titelbild des neuen Iny-Lorentz-Romans 'Licht in den Wolken'. Dabei handelt es sich um den mittleren Band unserer neuen Trilogie aus dem 19. Jahrhundert. Der erste Band erschien zur letztjährigen Leipziger Buchmesse unter dem Titel 'Tage des Sturms'. Damals gab es eine Tasche mit dem Cover dieses Romans. Da die Aktion so erfolgreich war, wiederholen wir sie auch für 'Licht in den Wolken'.

Obwohl wir in Leipzig die meiste Zeit am Stand sein werden, gibt es doch ein paar Termine für uns.

DONNERSTAG, 21.03.2019
16:00 Uhr - 16:30 Uhr
Rotundengespräch am Droemer-Knaur Stand, Halle 3, B210.
Anschließend Signieren am Iny Lorentz Autorenstand,
Halle 3, B300

FREITAG, 22.03.2019
Hier sind wir nach 17:00 bei einer internen Veranstaltung.

SAMSTAG, 23.03.2019
11:30 Uhr - 12:00 Uhr
Moderiertes Gespräch im Forum Literatur, buch aktuell
Halle 3, E401.
Anschließend Signieren am Iny Lorentz Autorenstand,
Halle 3, B300

SAMSTAG, 23.03.2019
20:00 Uhr
Lesung und Gespräch im Alten Rathaus, Markt 2, 04109 Leipzig



Premierenlesung in Kirchheim bei München:


Premierenlesung in Kirchheim bei München aus 'Licht in den Wolken'

Termin: 14.03.2019
Ort: Gemeindebücherei Kirchheim
85551 Kirchheim bei München
Schlehenring 12
Beginn: 19:30 h
Eintritt: 8,- Euro
Veranstalter: Gemeindebücherei Kirchheim


'Licht in den Wolken' ist der zweite Band unserer zweiten Berlin-Trilogie. Während es im ersten Band mit dem Titel 'Tage des Sturms' um Resa Frohnerts Schicksal in den Jahren 1847 - 1850 ging, steht diesmal die nächste Generation im Vordergrund. Der Roman spielt in den Jahren 1863 - 1870. Bei beiden Romanen haben wir unsere Heldinnen in eine äußerst bewegte Zeit eingebettet, die auf diese Weise unseren Leserinnen und Lesern in Erinnerung gebracht werden soll.

www.droemer-knaur.de/buch/9620482/licht-in-den-wolken 

www.droemer-knaur.de/buch/9557633/tage-des-sturms 


Mittlerweile haben wir die ersten Titelbildvorschläge für das Hardcover im Herbst erhalten. Wenn es gelingt, dieses Cover so umzusetzen, wie wir es am Bildschirm gesehen haben, wird es einfach nur grandios! Sobald es feststeht, werden wir es natürlich zeigen.


Da wir gerade bei Neuerscheinungen sind. Im April wird beim Gmeiner Verlag die von Lutz Kreutzer und Uwe Gardein herausgegebene Anthologie 'Die gruseligsten Orte in München' erscheinen, zu der auch wir eine Kurzgeschichte beigesteuert haben.

www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/1922-die-gruseligsten-orte-in-muenchen.html 



Die Wanderhure in Trebgast:

Wir wollen noch einmal auf die Bühnenfassung der 'Wanderhure' auf der Naturbühne Trebgast hinweisen. Trebgast liegt etwas nördlich von Bayreuth im Landkreis Kulmbach. Wer zufällig in der Gegend ist und Lust dazu hat, kann unsere Marie dort auf der Bühne erleben.

www.naturbuehne-trebgast.de/die-wanderhure.html 



Wir sind zu dem vom 06.09.2019 bis 08.09.2019 in Selb stattfindenden Festival Mediaval eingeladen worden und werden dort lesen. Beim Festival Mediaval handelt es sich um das größte Festival mittelalterlicher Musik in Europa. Es gibt einen Mittelaltermarkt, Vorführungen aller Art und ein Lesezelt, in dem wir und einige unserer Kolleginnen und Kollegen lesen werden. Die genauen Zeiten geben wir noch rechtzeitig bekannt.

www.festival-mediaval.com/ 



Auch sonst ist heuer einiges geboten. Bei den Lesungen mussten wir bereits darum bitten, für 2020 erneut anzufragen, da wir an unseren Grenzen angelangt sind. Bei unseren Romanen ist dies jedoch nicht der Fall. Iny überarbeitet fleißig und Elmar wird dieser Tage ein neues Abenteuer beginnen, dass unsere Heldin in eine Gegend führen wird, in die vor ihr noch keine andere gekommen ist.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Februar

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 03-02-2019

Der Winter ist bei uns immer eine ruhige Zeit. Das letzte Buch ist bereits erschienen und bis zum nächsten dauert es noch einige Wochen.

Es ist dafür eine arbeitsreiche Zeit, da wir die Zeit zum schreiben nützen und Lektorate und Druckfahnen anfallen. Außerdem finden wir endlich die Gelegenheit, die übers Jahr hinausgeschobenen Arzttermine nachzuholen.

Natürlich sind wir in der Zeit nicht ganz aus der Welt. Es gibt die eine oder andere gute oder schlechte Nachricht. Nur dürfen wir die einen noch nicht verkünden, bei anderen wollen wir es auch nicht. Unsere jüngeren Kolleginnen und Kollegen, die mit den Social Medias von Jugend an vertraut sind, tun sich hier leichter. Wir hingegen zählen zu einer Generation, die wohl die weiteste Spanne des menschlichen Fortschritts erlebt hat. Als Elmar noch ein Junge war, gab es auf dem Bauernhof seiner Eltern noch Pferde und er kann sich noch gut daran erinnern, wie der erste Schwarzweißfernseher in den kleinen Weiler kam, in dem er wohnte. Die ganze Nachbarschaft hat sich bei diesem Haus getroffen und die bewegten Bilder bestaunt.

Mittlerweile gibt es ausgezeichnete Farbfernseher, DVD-Player und man kann sogar Filme und Serien einfach aus dem Netz laden. Okay, letzteres können wir nicht, da wir zu den altmodischen Leuten gehören, die noch etwas in der Hand halten wollen, und wenn es eine silberne Scheibe ist, die wir in den DVD-Player stecken können. Diese sind eine für uns sehr wertvolle Erfindung, da wir nach getanem Tageswerk ein Viertelstündchen in eine Serie und einen Film schauen, um ein wenig zu entspannen. Außerdem sind sie für die Recherche wichtig, da wir uns Dokumentationen und Berichte besorgen und zielgerichtet ansehen können. In ein paar Tagen wird Elmar wieder damit anfangen. Das Leben geht weiter und neue Romane warten darauf, geschrieben zu werden.


Jetzt aber gibt es etwas sehr erfreuliches zu vermelden. Nach Alexandra Neldel in den Wanderhuren Filmen, Andrea Cleven bei der Uraufführung der Wanderhure bei den Bad Hersfelder Festspielen 2014, Katharina Gschnell beim Südtiroler Theatersommer 2015 auf Schloss Runkelstein bei Bozen und Anja Klawun bei mittlerweile vier Tourneen in den Jahren 2016 und 2018, werden wir heuer im Juni eine weitere Schauspielerin als Marie erleben. In Trebgast in Oberfranken wird auf der dortigen Naturbühne die Wanderhure gespielt. Wir werden bei der Premiere dabei sein und freuen uns auf eine schöne Aufführung.

www.naturbuehne-trebgast.de/die-wanderhure.html 



Nicht mehr lange, dann wird mit 'Licht in den Wolken' der zweite Teil der neuen Berlin-Trilogie erscheinen. Der erste Band 'Tage des Sturms' kam zur Leipziger Buchmesse 2018 heraus. Heuer folgen die Abenteuer der nächsten Generation der Familie Hartung. Es geht um die Jahre 1863 bis 1870, in denen in Deutschland große Veränderungen geschehen sind.

www.droemer-knaur.de/buch/9620482/licht-in-den-wolken 

www.droemer-knaur.de/buch/9557633/tage-des-sturms 


Da wir die Buchmesse in Leipzig bereits angesprochen haben. Wir sind auch heuer wieder mit eigenem Stand vor Ort. Ihr findet uns in:

Halle 3

Stand B300

www.leipziger-buchmesse.de/aussteller-produkte/ 

www.leipziger-buchmesse.de/Ausstellerverzeichnis/hallenplan/Interaktiver-Hallenplan.html?hallID=AH300 

Als Anhaltspunkt sei gesagt, dass wir heuer neben dem Stand von Droemer-Knaur angesiedelt worden sind. Von diesen aus gesehen sind wir jenseits des Ganges. Damit ist nicht der Fluss in Indien gemeint! Wir hoffen auf viele Besucher und sind fast die ganze Zeit am Stand. Ihr könnt jederzeit kommen, um Bücher signieren zu lassen. Auch könnt ihr unsere Romane bei uns am Stand kaufen, die wir dann gleich signieren. Außerdem signieren wir sogar Iny-Lorentz-Romane, die ihr bei der Konkurrenz, sprich bei Droemer-Knaur kaufen werdet!



Mittlerweile laufen bereits die Vorbereitungen für die Buchmesse in Frankfurt an. Mit etwas Daumendrücken eurerseits könnte es dabei eine interessante Buchneuheit geben. Damit ist nicht der Iny-Lorentz-Herbstroman gemeint, den es selbstverständlich auch gibt. Sobald mehr darüber bekannt ist, werden wir euch gerne informieren.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Ausblick auf das Jahr 2019

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 01-01-2019

Zwar sind wir keine Hellseher und besitzen auch keine Kristallkugel, die uns die Zukunft zeigt.

Trotzdem zeichnen sich etliche Veranstaltungen für das Jahr 2019 ab, an denen wir teilnehmen werden.

Vorher verweisen wir auf einen schönen Artikel, der am Sylvestertag über uns in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist:

www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/sz-serie-wortschatz-folge-das-koenigspaar-der-bestsellerliste-1.4270722 


Buchmesse Leipzig:

Es beginnt bereits im März mit der Buchmesse in Leipzig. Dort haben wir auch 2019 unseren eigenen Stand. Befand sich dieser 2017 und 2018 immer ein Stück vom Droemer-Knaur-Stand entfernt, so werden wir diesmal Nachbarn sein. Von Droemer-Knaur aus sind wir jetzt jenseits des Ganges, wie Elmar sagt. Dabei ist nicht der Fluss in Indien gemeint. Ein bisschen fühlen wir uns dort wie David neben Goliath. Dies hindert uns aber nicht, zu planen und zu tun. Das heißt, wir tun eigentlich am wenigsten. Wir überlegen uns ein paar Dinge und lassen sie in die Tat umsetzen. Wirkliche Arbeit machen Gabriel Nemeth, der auch heuer wieder das Leipzig-Plakat malt, sowie die Schlüsselanhänger- und Lesezeichenmanufaktur Gabi und Manfred Haug, die bereits im Herbst begonnen haben, Mitnehmsel für die Buchmesse anzufertigen. In unserem Keller stehen bereits zwei große Kartons, die es mit nach Leipzig zu nehmen gilt. Ohne all diese fleißigen Hände, die für uns arbeiten, könnten wir den Stand in Leipzig nicht machen.

Extra zur Buchmesse Leipzig erscheint mit 'Licht in den Wolken' der zweite Band um die Berliner Familie Hartung. Im Mittelpunkt stehen diesmal aber nicht Resa und Friedrich, sondern die nächste Generation.


Die Wanderhure in Trebgast:

Im Juni folgt dann der nächste Höhepunkt. Nach 2014 bei den Bad Hersfelder Festspielen und 2015 beim Südtiroler Theatersommer aus Schloss Runkelstein bei Bozen wird 'Die Wanderhure' wieder auf einer Freilichtbühne aufgeführt. Diesmal auf der Naturbühne in Trebgast bei Bayreuth. Wir freuen uns natürlich riesig und werden bei der Premiere selbstverständlich dabei sein. Nach Alexandra Neldel bei den Verfilmungen, Andrea Cleven in Bad Hersfeld, Katharina Gschnell auf Schloss Runkelstein und Anja Klawun von der Theatertruppe 'Theaterlust', die 2016 und 2018 auf Tourneen durch Deutschland, Österreich und einmal Schweiz die Wanderhure Marie verkörperte, werden wir eine weitere Schauspielerin in dieser Rolle sehen. Wir sind sehr gespannt auf diese Aufführung und wünschen allen Beteiligten den größtmöglichen Erfolg.

www.naturbuehne-trebgast.de/die-wanderhure.html 


Buchmesse Frankfurt:

Natürlich zählt auch die Buchmesse in Frankfurt zu den Höhepunkten des Schriftstellerjahres. Aber bis dorthin ist es noch ein ganzes Stück hin. Wir werden aber keinen eigenen Stand haben und uns wohl nur drei Tage dort aufhalten. Bücher signieren werden wir aber trotzdem gerne.


Die Romane im Jahr 2019:

'Licht in den Wolken' haben wir bereits genannt. Der Roman spielt in einer sehr bewegten Zeit von 1863 bis 1870.

www.droemer-knaur.de/buch/9620482/licht-in-den-wolken 


Anfang Juli erscheint mit 'Die Tochter der Wanderapothekerin' der vierte und Abschlussband der Reihe um Klara Just und ihre Familie. Darin begleiten wir Klaras Tochter Lena auf einer äußert ungeplant verlaufenden Reise in damals noch ferne Länder.

www.droemer-knaur.de/buch/9620477/die-tochter-der-wanderapothekerin 


Wir sind auch 2019 in mehreren Anthologien vertreten. Eine der Geschichten müssen wir noch schreiben. Im April aber erscheint die Kurzgeschichtensammlung 'Die gruseligsten Orte in München', die von Lutz Kreutzer und Uwe Gardein herausgegeben wird.

www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/1922-die-gruseligsten-orte-in-muenchen.html 


Anfang Oktober erscheint natürlich auch wieder ein Hardcover. Der Titel steht noch nicht hundertprozentig fest, dafür aber unsere Helden Maria und Johannes. Die Schauplätze sind Nürnberg, Augsburg, Venedig und vor allem der damals zum Fürstbistum Bamberg gehörende Teil Kärntens um Villach und Arnoldstein. Weitere Informationen kommen, sobald es welche gibt.


Lesereisen:

Es sind auch wieder einige Lesungen angedacht. Die in Riesa, Schenklengsfeld, Zella-Mehlis und Weinstadt stehen bereits fest. Es können noch bis zu sieben weitere Lesungen werden. Für das Jahr 2020 werden wir wahrscheinlich etwas früher 'Halt' sagen müssen, um die Zahl ein wenig zu beschränken.


Daher wird 2019 aller Voraussicht nach erneut ein anstrengendes Jahr mit etlichen Reisen. Hier stehen nicht nur die Buchmessen und die Lesungen an. Wir müssen auch wieder recherchieren und das nicht zu knapp. Hier hoffen wir, dass es mit weniger Anstrengungen vonstatten geht als 2018. Wir sind keine jungen Hasen mehr und haben den Verbrauch der Kräfte doch arg gespürt.


Schreiben werden wir natürlich auch. Davon aber mehr, wenn es sich lohnt, über die einzelnen Romane zu reden.


Damit aber wollen wir dieses Jahr mit großer Zuversicht angehen und hoffen, dass sich uns keine unerwünschten Hindernisse in den Weg stellen.

Iny und Elmar Lorentz