Treffen in Pullman City

Bericht
von Iny und Elmar am 06-06-2024

Einmal im Jahr treffen wir uns mit Carmen von Carmens Bücherkabinett, um uns über neue Bücher, neue Trends, aber auch über neue Ideen auszutauschen.

Meist ist ihre Familie mit dabei, sodass es ein bunter Mix von Gesprächen und Erleben wird.

Diesmal kamen wir auf die Idee, uns im Westerndorf Pullman City zu treffen. Carmen und ihr Mann wollten schon länger dorthin. Da Iny früher von Kollegen sehr viel Positives darüber gehört hatte, waren auch wir dafür. Uns ging es darum, ein wenig über den Tellerrand zu schauen, also nicht nur Museen und andere für die nächsten Romane wichtigen Orte aufzusuchen. Wir wollten neue Eindrücke gewinnen und auch die Köpfe freibekommen, damit Elmar mit frischer Kraft an den Endspurt beim ersten Band unserer neuesten Trilogie gehen kann.

Unser erster Eindruck war durchaus angenehm. Zwar hatte im Winter ein Brand etliches zerstört, doch die Leitung des Westerndorfes hat große Anstrengungen unternommen, um den Gästen trotzdem einen angenehmen und interessanten Aufenthalt zu ermöglichen. Auch wenn wir mehrere Programmpunkte wahrnahmen, blieb doch genug Zeit, um mit Carmen über alles zu reden, was sich im Lauf des Jahres an Themen angesammelt hatte. Es war nicht wenig, denn sowohl Carmen als Bloggerin wie auch uns als Autorin und Autor pfeift so manches Mal ein recht scharfer Wind um die Ohren. Da heißt es, diese steifzuhalten und das zu tun, was man für richtig hält.

Carmen hatte uns auch ein paar Unterlagen mitgebracht, die sie auf ihren Reisen gesammelt hatte. Gelegentlich schicken wir sie auch gezielt an einen Ort, wenn wir wissen, dass sie in die Gegend fährt, damit sie für uns etwas besorgen kann. Dadurch bekommen wir das Gefühl, ob es sich lohnt, diese Gegend selbst aufzusuchen. Schließlich brauchen wir Schauplätze, an denen unsere Romane spielen können.

Es waren sehr angenehme Tage mit Carmen, die auch ihrem Ehemann und den Mädels gefallen haben. Die waren meistens unterwegs, wenn wir uns mit Carmen unterhalten haben. Bei den Mahlzeiten saßen wir aber zusammen und hatten reichlich Spaß.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ach ja, da waren noch die Authentics, wie Elmar sie genannt hat. Eine recht große Anzahl an Besuchern war authentisch nach der Mode des Wilden Westens gekleidet. Ein Regisseur, der einen Western drehen wollte, hätte hier genug Statisten gefunden, um einen bunten Film zu drehen. Alle Authentics sahen ausgezeichnet aus. Eine Frau in einem indianischen Kostüm stach aber unter allen hervor. In feinstes Wildleder gekleidet und mit ihrer exzellenten Perlenstickerei könnte sie in den USA an jeder Feier der Native Americans teilnehmen und dort als Einheimische gelten.

Auch in der Hinsicht haben wir einiges gesehen und erlebt. Als wir uns von Carmen und ihrer Familie verabschiedet hatten, war es für uns klar, dass wir uns auch im nächsten Jahr treffen würden, entweder wieder bei uns oder an einem anderen Ort, der dazu einlädt. Vielleicht gibt es einmal einen Mittelaltermarkt, der sich dafür eignet.

Ach ja, heimwärts gerieten wir in die Ausläufer der Regenmassen, die Anfang Juni über Deutschlands Süden niederprasselten. Unsere Gedanken gelten jenen, die unter der 'Jahrhundertflut' schwer gelitten haben. Wir kennen zumindest eine Familie persönlich, die ihr Heim räumen musste, als die Pegel neue Rekorde erreichten.

Iny und Elmar Lorentz

Die Wanderhure in Landshut

Bericht
von Iny und Elmar am 25-05-2024

Da wir bei Facebook bereits Fotos und kleine Filmschnipsel von den Proben der 'Wanderhure' in den Stadtsälen Bernlochner in Landshut gesehen hatten, waren wir entsprechend neugierig auf die Aufführung.

Bis Landshut waren es knapp sechzig Kilometer und so lag keine lange Anfahrt vor uns. Wichtig war allerdings, einen möglichst nahe gelegenen Parkplatz zu finden. Elmar fuhr daher als erstes den kleinen Parkplatz bei den Bernlochnersälen an. Bei der Pressekonferenz im Januar hatten wir dort einen Parkplatz bekommen. Jetzt im Frühling war jedoch alles proppenvoll. Elmar ließ Iny aussteigen, damit sie es nicht weit zu dem im gleichen Gebäude wie den Stadtsälen befindlichen Ristorante hatte. Er selbst wollte sich auf die Suche nach einem freien Parkplatz in erreichbarer Nähe machen. Da sah er aus den Augenwinkeln, wie zwei Leute zu einem geparkten Auto gingen, und blieb lauernd auf dem Parkplatz stehen. Und siehe da, die beiden setzten sich in ein Auto und fuhren los. Sekunden später hatte unsere Rosi den nun nicht mehr freien Parkplatz okkupiert.

Unser erster Weg führte uns ins Ristorante, um dort zu Abend zu essen. Dort wollten wir uns mit unserem Webmaster Hannes und seiner Frau Petra treffen. Wir hatten uns ein halbes Jahr nicht gesehen, aber per E-Mail engen Kontakt gehalten und auch einige Änderungen an der Homepage angestoßen. Auch diesmal unterhielten wir uns über einige Pläne, die wir noch umsetzen wollen. Außerdem gab es auch sonst einiges zu besprechen.

Danach wurde es Zeit, ins Theater zu gehen. Thomas Ecker, der Regisseur der Aufführung, begrüßte uns und brachte ins zu unseren Plätzen. Es blieb noch Zeit für ein kurzes Gespräch und um das von dem bekannten Künstler Bernhard Kühlewein gestaltete Bühnenbild zu bewundern. Dann wurde es ernst. Die Mittelalter-Musikgruppe J Verocci spielte zur Einstimmung passende Musik. Thomas Ecker begrüßte die Zuschauer, und als er die Bühne verließ, begann das Stück mit der ersten Szene in Matthis Schärers Haus.

Innerhalb kürzester Zeit waren wir ebenso wie die Zuschauerinnen und Zuschauer von dem Geschehen auf der Bühne gefesselt. Für uns war diese Aufführung etwas Neues. Bis jetzt hatten wir "Die Wanderhure" entweder auf kleinen Bühnen mit der Tournee-Theatertruppe Theaterlust erlebt, wo sie mit neun Personen gespielt wurde, oder auf Freilichtbühnen mit entsprechend viel Platz. Hier in Landshut wurde zum ersten Mal die große Version auf einer Innenbühne gespielt, und wir können sagen, es war faszinierend. Thomas Ecker brachte eine stimmige, temperamentvolle und dramatische Wanderhure auf die Bühne, wie wir sie uns nur wünschen konnten.

Sabine Hoffmann war eine wundervolle Marie, doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler waren ausgezeichnet. Aaron Jungblut-Klemm hatten wir im Januar als freundlichen und liebenswerten jungen Mann kennengelernt. Hier spielte er einen derart fiesen Ruppertus, dass es eine Pracht war. Die Wanderhuren um Hiltrud, Michel, Matthias Schärer, Mechthild, Dietmar von Arnstein und alle anderen einschließlich Hunold, Johann Hus und König Sigismund standen den beiden jedoch in nichts nach.

Es war eine wunderbare Aufführung, wieder anders als die bereits Erlebten, und ebenso schön und spannend. Wie sagte Elmar auf der Heimfahrt? Wäre jede Inszenierung genauso wie die anderen, würde er spätestens beim dritten Mal fragen, warum er sich noch ein viertes Mal antun soll. Aber jeder Regisseur und jede Regisseurin bringt seine bzw. ihre ganz besondere Note in das Stück mit ein, und es ist faszinierend, das erleben zu können.

Hannes und Petra fanden diese Aufführung ebenso gelungen wie wir. Nach dem Ende blieben wir noch ein wenig, um mit einigen Beteiligten zu sprechen, zu signieren, und zu gratulieren. Als wir uns schließlich verabschiedeten, taten wir es mit einem Gefühl der Freude und Dankbarkeit, weil wir eine so schöne Wanderhure hatten erleben dürfen.

Die Heimfahrt wurde zu einer Wasserschlacht, denn um uns herum tobte ein fürchterliches Gewitter. Hannes und Petra mussten an einer Stelle sogar anhalten und warten, bis sie weiterfahren konnten. Auch unsere Rosi zog bei diesen Verhältnissen ein recht gemütliches Tempo vor. Sie brachte uns aber gut nach Hause.

Was gibt es außerdem noch zu berichten?

Jedenfalls ist im Mai kein neues Buch von uns erschienen. Dafür aber hatten wir das Vergnügen mit zwei sehr eiligen Druckfahnen. Allmählich überlegen wir uns, ob wir uns nicht jene von Elmar einmal im Scherz gesagten Worte langsam zum Vorbild nehmen sollten: Wir sollten weniger schreiben, dann kämen auch weniger Lektorate und Druckfahnen. Wir haben nachgerechnet, wann die nächsten Lektorate anstehen könnten, und kamen auf die Weihnachtszeit. So weit wir uns zurück erinnern können, bekamen wir eigentlich in jedem Jahr ein solches Weihnachtsgeschenk.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Reisemonat April

Bericht
von Iny und Elmar am 02-05-2024

Der April war nach dem Februar der zweite Reisemonat in diesem Jahr.

Diesmal verschlug es uns jedoch nicht in weite Ferne, denn wir blieben in Deutschland, um zu recherchieren. Da im Internet ein gewaltiger Rückreisestrom aus den Osterferien angekündigt wurde, quälten wir uns zu nächtlicher Stunde aus unseren Betten, um zumindest für ein paar Stunden freie Fahrt zu haben. Das Vorhaben gelang auch, allerdings anders als erwartet. Unsere Rosi legte Kilometer um Kilometer auf freien Autobahnen zurück, und wir stellten verwundert fest, dass wir noch nie so gut auf einer so langen Strecke durchgekommen waren wie diesmal. Wenn es einen Rückreisestrom gab, muss er sich weit hinter unserer Heckwelle befunden haben. Jedenfalls erreichten wir Lübeck zwei Stunden früher, als wir es erwartet hatten, und nutzten die Gelegenheit, den in der Nacht versäumten Schlaf nachzuholen.

Am nächsten Vormittag begann die Recherche. Wir hatten uns für Lübeck fünf Tage vorgenommen, merkten aber bald, dass wir diese Zeit auch dringend brauchten. Wir mussten etliche Museen besuchen und uns die Altstadt ansehen. Auch war es wichtig, die Umgebung zu erkunden. Elmar verwandelte sich dabei wieder in ein Grautier mit langen Ohren, denn überall, wo wir hinkamen, gab es interessante Bücher und anderes Material, das wir unbedingt benötigten.

Die Recherche in Lübeck verlief erfolgreich. Nach den fünf Tagen ging es weiter nach Wismar. Für die Stadt hatten wir vier Tage vorgesehen. Wir dachten uns aber bereits im Vorfeld, dass es knapp werden könnte, und verwendeten den Fahrtag ebenfalls für die Recherche. Unser 'wunderbares Navi' führte uns dabei vollkommen in die Irre und wir brauchten die Hilfe zweier freundlicher junger Damen, um doch noch ans Ziel zu gelangen. Da uns das Navi bereits in Lübeck einen Streich gespielt hatte, meinte Elmar: 'Wenn Neil Armstrong und die NASA sich bei der Mondlandung auf unser Navi verlassen hätten, wären sie auf dem Merkur gelandet.'

Unser Programm in Wismar beinhaltete den Besuch mehrerer Museen, dem Sammeln weiteren schriftlichen Materials und der Erkundung der Umgebung einschließlich der Insel Poel. Auch eine Ausfahrt mit der nachgebauten Hansekogge "Wissemara" gehörte dazu.

Nachdem wir unsere Recherchen beendet hatten, fuhren wir nach Leipzig. Dort waren wir am 19.04. beim MDR und Riverboat zu Gast. Es hatte sich eine interessante Runde zusammengefunden. Der Clou war jedoch, dass einer der geladenen Gäste, nämlich Jörg Färber als Autor von der gleichen Agentur vertreten wird wie wir.

Am nächsten Tag ging es nach Hause, zumindest für eine Nacht. Danach stand nämlich sofort die Fahrt nach Konstanz auf dem Programm. Wir hatten bei der von unserer Kollegin Tanja Kinkel herausgegebenen Anthologie 'Reichenau - Insel der Geheimnisse' eine kleine Geschichte beigesteuert. Nun fand im Archäologischen Landesmuseum von Baden-Württemberg in Konstanz eine Sonderausstellung zum 1.300 jährigen Jubiläum des Klosters Reichenau statt. Wir hatten versprochen, zu kommen und an dem nur für auf Reichenau lebenden Menschen geöffneten Tag aus unserer Geschichte zu lesen.

Die Hinfahrt war alles andere als angenehm. Es regnete und auf ein paar Teilstrecken wurde der Regen zu Schnee und Matsch. Aber unsere Rosi kämpfte sich wacker durch.

Außer uns und Tanja Kinkel hatten noch Carmen Mayer und Heidrun Hurst dem Wetter getrotzt und waren angereist. Es wurde eine sehr angenehme Lesung, bei der Reichenau von jeder beteiligten Autorin und Elmar auf ihre jeweils ganz eigene Weise dargestellt wurde.

Wir sahen uns noch die hochinteressante Sonderausstellung über Reichenau im Museum an, dann hieß es Abschied zu nehmen und nach Hause zurückzukehren. Auf der Heimfahrt war uns das Wetter gnädiger gesinnt als bei der Anreise. Wir kamen gut durch und wussten, als wir durch die Tür traten, dass wir jetzt den Luxus hatten, drei Nächte hintereinander im eigenen Bett schlafen zu können.

Die letzte Reise im April war die kürzeste, denn sie führte uns nach Bad Aibling. Dort versammelten sich die Autorinnen von Delia zu ihrem Jahrestreffen. Es war ein schöner Event in einer angenehmen Umgebung und für uns ein Ereignis, bei dem wir lieb gewordene Kolleginnen nach fünf Jahren wiedersehen konnten. Zweimal hat Corona das Treffen verhindert und die beiden letzten Jahre konnten wir wegen Terminkollisionen nicht teilnehmen.

Was gibt es sonst zu berichten?

Der erste Band um unsere Hofsängerin Christina Chiodi, also "Die verkaufte Sängerin", hat es wie so viele weitere unserer Romane vor ihm auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Seit es 2004 mit dem HC von "Die Wanderhure", der erste Roman auf die Bestsellerliste geschafft hat, sind wir nun seit 21 Jahren jedes Jahr mit mindestens einem, meist aber mehreren Romanen auf der Bestsellerliste zu finden.

Inzwischen sind die aktuellen Vorschauen von Droemer-Knaur herausgekommen. Daher können wir euch jetzt einen Ausblick auf die Erscheinungen des restlichen Jahres geben.

Am 01.07.2024 wird mit 'Zwischen Liebe und Verrat' der zweite Band um unsere Meininger Hofsängerin Christina Chiodi erscheinen. Bis zum dritten Band 'Lied der Rache' wird es allerdings bis zum Frühjahr 2025 dauern.

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-zwischen-liebe-und-verrat-9783426528105 

Als Annette Landgraf waren wir ebenfalls fleißig. Hier erscheint am 01.08.2024 der Roman 'Der eigene Weg'.

www.droemer-knaur.de/buch/annette-landgraf-der-eigene-weg-9783426530528 

Ebenfalls am 01.08.2024 kommt mit 'Die Wanderhure - Intrigen in Rom' der zehnte und letzte Band der Wanderhurenreihe heraus. Von uns wurde er bereits vor mehreren Jahren geschrieben und war als sechster und Abschlussband der Abenteuer um die ehemalige Wanderhure Marie gedacht. Das Autorenpaar denkt, doch der Verlag und die Agentur lenken. So erschienen zuerst die drei Romane, die in der Zeit zwischen 'Das Vermächtnis der Wanderhure' und 'Die Tochter der Wanderhure' eingereiht sind. Zuletzt kam der Verlag noch auf die Idee eines weiteren Wanderhurenromans, der zwischen den Seiten 172 und 175, sprich zwischen dem zweiten und dem dritten Teil der 'Wanderhure' kommen sollte. Also wurden es zehn Romane.

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-die-wanderhure-intrigen-in-rom-9783426438053 

Die einzige von uns akzeptierte Reihenfolge ist diese:

1. 'Die Wanderhure'
2. 'Die Kastellanin'
3. 'Das Vermächtnis der Wanderhure'
4. 'Die List der Wanderhure'
5. 'Die Wanderhure und die Nonne'
6. 'Die Wanderhure und der orientalische Arzt'
7. 'Die Tochter der Wanderhure'
8. 'Töchter der Sünde'
9. 'Die junge Wanderhure'
10. 'Die Wanderhure - Intrigen in Rom'.


Auch in diesem Jahr sind wir mit einer kleinen Kurzgeschichte in der am 01.10.2024 erscheinenden Knaur-Weihnachts-Krimi-Anthologie Myhrre, Mord und Marzipan dabei. Die Story heißt 'Eine Leiche zu viel'.

www.droemer-knaur.de/buch/achilles-andreas-winkelmann-myrrhe-mord-und-marzipan-9783426449943 

Zu guter Letzt erscheint am 02.12.2024 das Taschenbuch des vor zwei Jahren im Hardcover erschienenen Romans 'Ritter Constance'.

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-ritter-constance-9783426518946 

Wie ihr seht, gibt es auch in diesem Jahr viel Lesestoff. Wir wollen ja nicht, dass euch langweilig wird.

Uns wird es das gewiss nicht, denn wir haben noch einiges vor.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Wir melden uns im April

Info
von Iny und Elmar am 15-04-2024

Es ist kaum zu glauben, doch das erste Vierteljahr von 2024 ist bereits Vergangenheit.

Es brachte mit der Reise nach Neuseeland einen grandiosen Höhepunkt, eine wunderschöne Lesung in Bamberg beim dortigen Literaturfestival - und etliches an Arbeit. So mussten wir das Lektorat des letzten Wanderhurenbandes mit hoher Energie durchziehen und die Druckfahnen von 'Zwischen Liebe und Verrat' in großer Eile lesen.

Geschrieben haben wir natürlich auch, und inzwischen haben wir uns von unserer Heldin Barbara verabschiedet. Elmar knüpft bereits zarte Bande mit Gesche, die uns wohl bis ins Jahr 2025 begleiten wird.

Die Zeitdiebe haben auch wieder zugeschlagen und uns eine Stunde geklaut. Wenn wir jetzt zu Bett gehen, schreit der Körper "Es ist noch zu früh!". Klingelt dann der Wecker, hören wir das Gleiche: "Es ist noch zu früh!". Bis wir uns an den neuen Tagesrhythmus gewöhnt haben, wird es dauern. Dann aber wird die Zeit schon wieder umgestellt und wir müssen eine Stunde später zu Bett gehen und wachen dann zu einer Zeit auf, in der ein Blick auf den Wecker zeigt, dass wir noch ein Stündchen schlafen dürften, aber nicht können.

Reden wir von Erfreulicherem:

Am 02.04.2024 gab es den offiziellen Erscheinungstermin des ersten Bandes um unsere Hofsängerin Cristina Chiodi mit dem Titel 'Die verkaufte Sängerin'.

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-die-verkaufte-saengerin-9783426528099 

Unser Frankfurter Freund Manfred hat aus einigen der interessantesten Fotos unserer Neuseelandreise einen schönen Fotoband gemacht. Für uns ist er eine Erinnerung an eine wundervolle Reise. Ein Exemplar fand auch den Weg nach Neuseeland zu unserer fürsorglichen und kompetenten Tourguide Barbara als kleine Erinnerung an drei herrliche, gemeinsame Wochen.

Vor ein paar Wochen führte Thomas Eckert, der Regisseur der Bühnenfassung der Wanderhure in Landshut ein Interview mit uns, das ihr mit folgendem Link hören könnt.

www.youtube.com/watch?v=1gS-N3GtTOk 

Zu dieser Gelegenheit weisen wir auch auf die Aufführungen der Wanderhure in den Bernlochnersälen in Landshut hin. Die Premiere ist am 18.05.2024.

www.theater-nikola.de/ 

Am 19.04.2024 könnt ihr uns neben anderen Personen auf dem Riverboat des MDR erleben. Die Ausstrahlung erfolgt um 22:00 Uhr. Am 21.04.2024 wird diese Sendung um 11:55 Uhr wiederholt. Wer also nicht so lange aufbleiben kann, hat die Chance, sie dann zu sehen.

www.mdr.de/tv/programm/sendung-935712.html 

Wie ihr seht, ist auch im April einiges los. Das ist auch gut so, sonst würde es langweilig.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Das Bamberger Literaturfestival

Bericht
von Iny und Elmar am 24-03-2024

In diesem Jahr wurden wir zum Bamberger Literaturfestival Bamlit eingeladen.

Wir sollten mit Tanja Kinkel zusammen die Anthologie 'Reichenau - Insel der Geheimnisse' vorstellen und daraus lesen. Wir freuten uns auf diesen Abend, schließlich hatte uns die Arbeit an der Erzählung, die Tanja Kinkel in die von ihr herausgegebene Anthologie mit aufgenommen hat, sehr viel Freude bereitet.

Im Vorfeld erhielten wir von einem Mitglied des Fantasyclubs, in dem wir beide vor Zeiten gewesen sind, eine E-Mail mit der Einladung zu einem Treffen in Bamberg. Wir sagten gerne zu und so gab es für uns schon zwei Gründe, um nach Bamberg zu fahren.

Bamberg ist von hier aus nicht aus der Welt, sondern in zweieinhalb Stunden zu erreichen. Wir kamen gut durch, checkten im Hotel ein und machten uns dann für das Treffen mit den Fantasy-Freunden zurecht.

Nun ist Bamberg nicht gerade eine Stadt, die mit Parkplätzen gesegnet ist. Elmar ließ Iny daher vor dem Lokal, das uns als Treffpunkt genannt worden war, aussteigen, und machte sich auf die Suche nach einer Stelle, an der er Rosi abstellen konnte. Bei einem Platz nicht allzu weit entfernt hätte diese sich jedoch in einen Kleinwagen verwandeln müssen, um hineinzupassen. Die Fähigkeit besitzt sie jedoch nicht, und so durfte Elmar weiterfahren. Nach einer gewissen Kurverei kam er wieder in der Nähe des Lokals vorbei und entdeckte nur fünfzig Meter weiter ein Plätzchen, an dem er die gute Rosi mit ein wenig Rangieren parken konnte.

Erleichtert machte Elmar sich auf dem Weg zum Restaurant und fand Iny dort im Gespräch mit den ersten Ankömmlingen vor. Bald darauf erschienen auch die übrigen Fantasy-Fans. Mehrere von ihnen hatten wir 37 Jahre lang nicht mehr getroffen und sahen daher anstelle der Jünglinge mit lockigem Haar Herren im fortgeschrittenen Alter vor uns. Zwei, die ebenfalls hatten kommen wollen, mussten den Nickligkeiten ihrer Jahre Tribut zollen und waren krank geworden. An der Stelle wünschen wir ihnen alles Gute. Kommt bald wieder auf die Beine!

Auch wenn viele Jahre seit unseren Fan-Tagen vergangen waren, tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Es wurde ein rundum gelungener Abend und machte Lust auf eine Wiederholung. Jedenfalls kamen wir spät ins Bett und mussten am Morgen beim Erwachen zugeben, dass wir in jenen Zeiten doch noch etwas frischer aus den Betten gekommen sind als heutzutage.

Bei der Buchmesse in Frankfurt hatten wir Herrn Bernhard Schmid, den Verleger des Karl-May-Verlags kennengelernt. Er lud uns ein, wenn wir einmal in Bamberg sind, seinen Verlag zu besuchen. Nun gehören wir noch zu der Generation, die mit Karl Mays Romanen durch die Wüste und über die Prärien gezogen ist. Für uns war diese Einladung natürlich eine große Freude und wir waren entsprechend froh, sie bei unserem Besuch in Bamberg einplanen zu können. Es war ein schönes Gefühl, die Räume des Karl-May-Verlags zu betreten und mehr als einhundert Jahre Verlagsgeschichte zu erleben. Es fühlte sich teilweise wie ein Museum dessen an, was wir in unserer Jugend durch und mit Karl May erlebt haben. Wir verbrachten einige angenehme Stunden in diesen Räumen und waren fast ein wenig traurig, als wir wieder scheiden mussten.

Nach einem Mittagessen mit Tanja Kinkel und deren Vater, sowie Kaffee und Kuchen in deren Haus, richteten wir unsere Gedanken auf die Veranstaltung am Abend. Herr Kinkel holte uns am Hotel ab und brachte uns zur Kulturscheune in Hallstatt, in der wir mit Tanja Kinkel zusammen die Anthologie 'Reichenau ? Insel der Geheimnisse' verstellen würden.

Tanja Kinkel übernahm die Moderation und hatte für die Anwesenden eine interessante Fotoschau über Reichenau vorbereitet, die hinter uns auf der Leinwand zu sehen war. Wir konnten sie leider nicht betrachten, da wir mit den Gesichtern zum Publikum saßen und die Bilder damit im Rücken hatten. Es war eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung, gemischt aus Gespräch und Lesung. Wir lasen zwei Szenen aus unserer Erzählung und Tanja las mehrere Stücke aus ihrem Text über Abt Hatto II. vor. Dem Publikum gefiel der Abend, wie wir nach der Lesung aus etlichen Gesprächen heraushörten. Besonders freute uns auch, dass drei aus der Bamberger Fangruppe ebenfalls anwesend waren und wir uns noch ein wenig mit ihnen unterhalten konnten.

Nachdem das letzte Buch signiert war, brachte uns Herr Kinkel ins Hotel zurück. Wir waren rechtschaffen müde. Als wir jedoch am nächsten Vormittag in die Heimat aufbrachen, blickten wir auf eine so erfolgreiche Reise und Veranstaltung zurück, wie man es sich nur wünschen kann.

Iny und Elmar Lorentz

Stille im Februar

Bericht
von Iny und Elmar am 04-03-2024

Im Februar herrschte im Tagebuch eine große Stille.

Dies lag daran, dass wir fast den ganzen Monat über in Neuseeland waren. Ein Bericht darüber wird in Kürze auf der Homepage unter Reisen zu finden sein.

Trotz unserer Abwesenheit hat sich etwas getan. So ist die von Tanja Kinkel zusammengestellte Anthologie 'Reichenau - Insel der Geheimnisse' erschienen, zu der neben Tanja Kinkel selbst, Caren Benedikt, Sabine Ebert, Heidrun Hurst, Carmen Mayer, Heidi Rehn und Juliane Stadler auch wir eine Erzählung beigesteuert haben.

www.bonifatius-verlag.de/shop/reichenau-insel-der-geheimnisse/ 

Weiter erschienen die dritte Auflage von 'Die Wanderhure und der orientalische Arzt', sowie die dreißigste Auflage von 'Die Kastellanin'.

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-die-wanderhure-und-der-orientalische-arzt-9783426518922 

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-die-kastellanin-9783426631706 

Die Wanderhure wird in diesem Jahr zweimal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten. So wird sie in den Bernlochner Sälen in Landshut gespielt. Die Premiere ist am 18.05.2024.

www.theater-nikola.de/ 

Ein weiteres Mal wird sie auf der Freilichtbühne der Klosterruine Allerheiligen bei Oppenau im nördlichen Schwarzwalt zu sehen sein. Die Premiere ist am 12.07.2024

www.freie-buehne.de/veranstaltungen/kategorien/erwachsenentheater/ 

Die äußeren Umstände ermöglichen es uns, bei beiden Premieren dabei zu sein.

Am 18. März werden wir zusammen mit Tanja Kinkel im Rahmen des Bamberger Literaturfestivals aus 'Reichenau - Insel der Geheimnisse' lesen.

www.bamberger-literaturfestival.de/autoren/tanja-kinkel-2-2-2-2 

Einen Wermutstropfen gibt es leider auch. So können wir in diesem Jahr nicht zur Leipziger Buchmesse fahren.

Soweit für heute.

Eure Iny und Elmar Lorentz

Neuigkeiten im Januar

Bericht
von Iny und Elmar am 28-01-2024

Recht erfreulich für uns hat der Januar gestartet.

Es hat mit der Pressekonferenz in Landshut und die für Mai und Anfang Juni geplante Theateraufführungen in den dortigen Bernlochnersälen begonnen, doch ab Mitte des Monats gab es einen Dämpfer. Bronchitis ist kein schönes Ding, vor allem, wenn sie einen erwischt.

Inzwischen krabbeln wir wieder auf dem aufsteigenden Ast. Wir sitzen auch wieder an unseren Computern und das Schreiben geht lustig weiter. Dazu wirken weitere Neuigkeiten aufbauend.

So wird im Jahr 2024 'Die Wanderhure' nicht nur in Landshut gespielt, sondern auch auf der Freilichtbühne der Klosterruine Allerheiligen bei Oppenau im nördlichen Schwarzwald. Da zudem im Vorfeld eine Lesung vereinbart wurde, werden wir unsere Marie auch dort erleben.

Die Lesung wird am 10.07.2024 sein. Der genaue Ort und die Urzeit werden noch bekannt gegeben.

Die Wanderhure in Landshut:

www.theater-nikola.de/ 


Die Wanderhure in der Klosterruine Allerheiligen:

www.freie-buehne.de/erwachsenentheater/ 


Da wir gerade bei der Wanderhure sind: 2024 ist hier eine besondere Jahreszahl, denn 2004, sprich vor genau zwanzig Jahren erschien die Erstausgabe dieses Romans im Hardcover bei Knaur. Für uns ist das ein Grund, in die Vergangenheit zu schauen.

Geplant war die Wanderhure als Solitär. Wir waren längst bei anderen Romanen, als der Verlag von uns forderte, innerhalb eines Wochenendes ein Expose für eine Fortsetzung der Wanderhure zu schreiben. Wir haben es getan. Elmar meinte zu Iny, wenn wir schon einen zweiten Band schreiben sollen, können wir es auch als Trilogie machen. Von einem dritten Band war der Verlag zunächst nicht begeistert, um ihn dann wenige Monate später vehement zu fordern.

Für uns war damals das Thema Wanderhure abgeschlossen. Für den Verlag aber nicht. Steter Tropfen höhlt nicht nur den Stein, sondern auch die Widerstandskraft des Autorenehepaares. Ein vierter Wanderhurenroman musste geschrieben werden, dann ein Fünfter. Wir beschlossen, noch einen sechsten Roman als Abschlussband zu schreiben. Damit sollte die Wanderhure ihr Ende haben.

Erneut machten wir unsere Rechnung ohne den Verlag. Neue Wanderhurenromane wurden gefordert. Elmar meinte ziemlich angefressen, wenn sie unbedingt wollen, dann schicken wir die Wanderhure auf die Suche nach dem Heiligen Gral. Leider fiel ihm dazu eine passende Idee ein. Anschließend durften wir noch zwei weitere Wanderhuren-Romane schreiben und hatten auf einmal acht Stück. Nun setzten wir uns an den von uns ins Auge gefassten Abschlussband und haben diesen geschrieben. Es war der neunte Band und damit sollte Schluss sein, bis dann im Sommer 2022 plötzlich die Forderung aufkam, noch einen Wanderhuren-Roman zu schreiben, und zwar einen, dessen Handlung zwischen die Zeilen 172 und 175 der Original-Wanderhure passt.

Und so ist aus einem geplanten Einzelroman eine Reihe mit zehn Bänden geworden. Der von uns geplante Abschlussband wird 2024 als letzter Roman der Wanderhuren-Reihe erscheinen.

In all den Jahren hat Marie uns etliche graue Haare verschafft. Manche andere Heldin und gelegentlich auch ein Held, mussten zurückstehen und ihr Platz machen. Nun drängen diese darauf, endlich geschrieben zu werden.

Wir werden gerne an die Wanderhure zurückdenken. Sie machte uns zu dem, was wir heute sind. Ihre Geschichte ist jedoch erzählt. Mehr kann nicht mehr kommen.

Eure Iny und Elmar Lorentz

Januar-Thermalwasser u.Pressekonferenz in Landshut

Bericht
von Iny und Elmar am 18-01-2024

Hieß es bei den Mönchen im Mittelalter 'bete und arbeite' hieß es bei uns Anfang Januar 'bade und arbeite'.

Um für das Jahr fit zu sein, fuhren wir für zwei Wochen in ein Thermalhotel, um unsere knackenden Knochen in heilendes Wasser zu tauchen. Diesmal nahmen wir die Laptops mit, da doch ein paar Ablieferungstermine am Horizont drohen.

Die Zeit war gut getaktet: Aufstehen, Badezimmer, Thermalbecken, Frühstück, Arbeiten, Mittagessen, kurzer Mittagsschlaf, Arbeiten, wieder Abendessen, Lesen zur Recherche und ein wenig zum Entspannen, Nachtruhe.

Mangels Störeinflüssen von außen kamen wir gut voran. Eine Unterbrechung gab es allerdings, nämlich die Einladung zur Pressekonferenz des Theater Nikola anlässlich der geplanten Aufführung der Wanderhure in den Bernlochnersälen in Landshut. Sie war uns über den Theaterverlag Ahn & Simrock zugekommen, und da die Entfernung vom Thermalhotel nach Landshut moderat war, nahmen wir sie gerne wahr.

Wir kamen gut nach Landshut, fanden auf Anhieb einen Parkplatz, und suchten uns erst einmal eine Stelle zum Abendessen. Gesättigt betraten wir danach den Saal, in dem die Pressekonferenz stattfand und ab Mai auch die Wanderhure aufgeführt soll. Wir wurden sofort von Reinhart Hoffmann, den Leiter des Theaters Nikola und Thomas Ecker, den Regisseur des Stücks begrüßt. Anwesend war die gesamte lokale Presse, Vertreter der Stadt, etliche Schauspielerinnen und -spieler für die Wanderhure sowie weitere Gäste. Ebenfalls vor Ort war die Mittelaltermusikgruppe J Veroci, die der Veranstaltung das entsprechende mittelalterliche Flair verlieh. Der Beifall, den sie für ihre Musikdarbietungen erhielten, war mehr als verdient.

Herr Hoffmann eröffnete die Pressekonferenz mit einer Rede, übergab denn an den bekannten Künstler Bernhard Kühlewein, der für die Gestaltung des Bühnenbilds gewonnen werden konnte, an Sabine Hoffmann, die die Hauptrolle der Marie übernehmen wird, und schließlich an den Regisseur Thomas Ecker. Während Sabine Hoffmann und Thomas Ecker ihrer Begeisterung für die Wanderhure freien Lauf ließen, sagte Bernhard Kühlewein in amüsanter Form, dass er aufgrund der Forderungen von Thomas Ecker seine Zusage bald bedauert hätte. Das Bühnenbild soll nämlich etwas ganz Besonderes werden. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt darauf.

Anschließend wurden wir nach vorne gebeten und durften Rede und Antwort stehen. Wir sagten dabei, dass die Aufführung in Landshut für einen besonderen Stellenwert einnehmen würde. Vor zehn Jahren fand nämlich die Uraufführung der Wanderhure bei den Bad Hersfelder Festspielen statt, und vor zwanzig Jahren erblickte 'Die Wanderhure' als Buch das Licht der Welt. Wir feiern damit heuer ein doppeltes Jubiläum.

Wir standen anschließend noch für zwei Interviews zur Verfügung. I Veroci spielte zum Abschluss noch einmal eine wunderbare Weise. Danach unterhielten wir uns noch mit Reinhart Hoffmann, Tomas Ecker, Sabine Hoffmann und einigen anderen Schauspielern. Elmar fand 'Rupertus' zu nett, aber auf der Bühne wird er das sicher nicht mehr sein. Irgendwann war dann die Veranstaltung zu Ende und wir kehrten zufrieden und mit einem sehr guten Gefühl in unser Thermalhotel zurück.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Vorschau auf das Jahr 2024

Sonstiges
von Iny und Elmar am 01-01-2024

Ein neues Jahr hat begonnen und wir richten unsere Gedanken auf das, was es bringen wird.

Für uns wir es auf jeden Fall ein besonderes Jahr. Wir werden nämlich eine Reise machen, die wir bereits 2021 in Angriff nehmen wollten, die durch Corona aber nicht zustande gekommen ist. Auch sonst werden wir wieder öfter unterwegs sein. So wird uns die Recherche einmal an die Ostsee und ein andermal an die Nordsee führen. Bei einer dieser Reisen werden wir auch Lesen. Es trifft sich immer gut, wenn das Ziel der Recherche und der Schauplatz der Lesung auf einer Fahrt zu erreichen sind und wir beides miteinander verbinden können.

Drei Lesungen sind für 2024 bereits vereinbart, nämlich am 18. März auf der Bamlit in Bamberg, am 12. Juni in Bremerhaven und am 10. Juli im Ortenaukreis. Dazu gibt es noch mehrere Anfragen. Da muss man sehen, ob sie sich verfestigen, bzw. welche für uns infrage kommen.

Auch auf der Bühne geht es weiter. Wir haben von zwei Aufführungen erfahren, die 2024 stattfinden sollen. Die eine findet in Landshut statt. Das liegt für uns nahe genug für einen Abendausflug. Ebenso wird die Wanderhure im Ortenaukreis gespielt. Hier wurde im Vorfeld eine Lesung vereinbart, sodass wir unsere Marie auch dort auf der Bühne erleben können.

Natürlich werden 2024 auch wieder Romane von uns erscheinen. Den Beginn macht allerdings eine von unserer lieben Kollegin Tanja Kinkel zusammenstellte Anthologie über das Kloster und die Insel Reichenau ? 'Reichenau ? Die Insel der Geheimnisse'. Darin sind wir mit einer kleinen Erzählung vertreten.

Anfang April erscheint der erste Band einer neuen Trilogie. Die Heldin ist Cristina, 'Die verkaufte Sängerin'. Die Trilogie spielt in etwa in der napoleonischen Zeit. Im Juli verlässt Band zwei, 'Zwischen Liebe und Verrat' den Verlag. Auf Band drei wird die Leserschaft allerdings bis April 2025 warten müssen.

Im August kommt dann der unter unserem zweiten Pseudonym Annette Landgraf geschriebene Roman 'Der eigene Weg'.

www.bonifatius-verlag.de/shop/reichenau-insel-der-geheimnisse/ 

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-die-verkaufte-saengerin-9783426528099 

www.droemer-knaur.de/buch/iny-lorentz-zwischen-liebe-und-verrat-9783426528105 

www.droemer-knaur.de/buch/annette-landgraf-der-eigene-weg-9783426530528 

Dies ist fürs erste die Planung für das Jahr 2024. Natürlich erscheint im Herbst das gewohnte Iny Lorentz Hardcover und im Dezember die Taschenbuchausgabe von 'Ritter Constance.' Bis es so weit ist, werden wohl noch einige Einträge ins Tagebuch unserer Homepage kommen.

Nun aber setzen wir unsere ersten Schritte ins neue Jahr und hoffen, dass wir dabei nicht stolpern und auf die Nase fallen. Wir freuen uns auf schöne Reisen, schöne Begegnungen, schöne Lesungen, und vor allem, auf wunderschöne neue Romane aus unserer Feder.

Mit den besten Wünschen für uns alle

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Frohe und friedliche Weihnachten

Info
von Iny und Elmar am 17-12-2023

Ein von Krieg und Schrecken gezeichnetes Jahr geht zu Ende.



Allen unseren Lesern ein frohes Fest und alles Gute in einem hoffentlich friedlicherem neuen Jahr.
Vielen Dank , liebe LeserInnen für Eure Treue.

Iny und Elmar

Das Jahr 2023

Bericht
von Iny und Elmar am 10-12-2023

Da sich das Jahr dem Ende zuneigt und sich das Weihnachtsfest nähert, ist es Zeit, sich an das zu erinnern, was in diesem Jahr geschehen ist.

Es gab strahlende Höhepunkte wie die beiden Theateraufführungen in Stettenfels mit 'Die Wanderhure' und 'Das Mädchen von Agunt' in Dölsach in Osttirol.

Natürlich gab es auch Enttäuschungen. Das Leben ist nun einmal ein Auf und Ab, mit dem man zurechtkommen muss. Das Positive hat aber bei Weitem überwogen. Wir konnten endlich wieder zwei ausgiebige Recherchereisen unternehmen und zusätzlich eine Lesereise um einige Tage verlängern, um auch dort zu recherchieren.

Die Lesungen blieben von der Zahl her in einem für uns passablen Rahmen und waren alle sehr schön. Wir haben dabei so unterschiedliche Orte wie Zolling, Frohnleiten, Graz, Burg Stargard, Stadtprozelten, Bleichenbach und Lößnitz kennengelernt und dabei etliches gesehen und erlebt.

Obwohl wir nicht ganz von Krankheiten verschont geblieben sind, haben wir das uns für 2023 vorgenommene Schreibpensum geschafft. Es ging so gut, dass Elmar bei einem großen Teil der Reisen seinen Laptop zu Hause lassen konnte.

Natürlich erschienen 2023 neue Romane. Da waren zum einen mit 'Lucks Jim' und 'Schwarze Tränen' die beiden letzten Bände der Reihe um unsere Perlenprinzessin. Im Herbst erschien 'Die junge Wanderhure', die wir auf dringenden Wunsch von Verlag und Agentur geschrieben haben. Anfang Dezember kam dann das Taschenbuch von 'Die Wanderhure und der orientalische Arzt' in die Buchläden. Als Iny Lorentz haben wir uns auch wieder mit einer Kurzgeschichte an der Weihnachts-Krimi-Anthologie des Knaur Verlags 'Teelicht, Tatort, Tannenduft' beteiligt. Außerdem gab es im Sommer einen weiteren Roman unter unserem Pseudonym Annette Landgraf, nämlich 'Das Vermächtnis'. Nicht vergessen sollen wir auch die Sonderausgebe von ?Die Wanderhure?, die in diesem Herbst ebenfalls erschienen ist.

droemer-knaur/iny-lorentz-die-perlenprinzessin-lucky-jim 

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droemer-knaur/annette-landgraf-das-vermaechtnis 

Wir waren in den letzten Jahren wirklich fleißig. Allerdings merkt man hier die beiden Corona-Jahre 2020 und 2021, in denen wir nur wenige und recht kurze Reisen unternehmen konnten. Daher besaßen wir genug Zeit, um etliche Romane zu schreiben. In den nächsten Jahren wird es nicht mehr so flott gehen. Wir wollen die Recherchen und die Reisen, die wir machen wollen, nicht weiter aufschieben. Wir wissen nicht, wie es in einigen Jahren sein wird. Es könnte dann nämlich sein, dass wir uns ärgern, mit der einen oder anderen wichtigen Reise zu lange gewartet zu haben, da wir sie dann nicht mehr machen können.

Was bleibt sonst noch? Wir müssen uns bei allen entschuldigen, denen wir E-Mails, Post oder dergleichen schulden. Es war ein anstrengendes Jahr, und wenn man zudem an einem Manuskript schreibt, wird die Zeit doch sehr aufgefressen. Elmar hat noch zwei angefangene Briefe im Computer, die einfach nicht fertig werden wollen, und Iny ergeht es nicht anders.

Das war es für das Jahr 2023. Was das Jahr 2024 bringen wird und was wir uns dafür vorstellen, berichten wir in Bälde.

Iny und Elmar Lorentz

Herbstgedanken

Bericht
von Iny und Elmar am 26-11-2023

Mittlerweile sind wir tief im Herbst angekommen.

Der erste Schnee ist bereits gefallen und in wenigen Tagen beginnt die Adventszeit. Für eine Rückschau auf 2023 ist es aber noch zu früh. Diese werden wir im Lauf des Dezembers machen. Noch liegen ein paar Termine vor uns, ein Teil davon allerdings privat, bevor es dann auf Weihnachten zugeht und sowohl in der Agentur wie beim Verlag die Gehsteige hochgeklappt werden. Wir hoffen aber, dass uns dieses Weihnachten nicht durch ein rasch eingeschobenes Lektorat oder Druckfahnenlesen 'versüßt' wird.

Nun aber ein paar Ankündigungen:

Am 01.12.2023 ist der offizielle Erscheinungstermin des Taschenbuchs von 'Die Wanderhure und der orientalische Arzt'. Es handelt sich dabei um Band sechs der derzeit noch neunteiligen Reihe um unsere Wanderhure Marie.

droemer-knaur/die-wanderhure-und-der-orientalische-arzt 

Bereits erschienen ist die neue Weihnachts-Krimi-Anthologie von Knaur unter dem Titel Teelicht, Tatort, Tannenduft, herausgegeben von Rahel Schmidt. Auch von uns ist eine Kurzgeschichte dabei.

droemer-knaur/lea-adam-eleanor-bardilac-teelicht-tatort-tannenduft 

Am 10.12.2013 findet in München der Krimitag statt, und zwar in der VHS Einsteinstraße 28, U-Bahnhof Max-Weber-Platz. Beginn 11:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Deutsche Opferhilfe wird gebeten. Wenn alles klappt, werden wir unter den Zuhörern sein.

www.mvhs.de/kurse/offene-akademie 

Wie es aussieht, werden wir das für dieses Jahr vorgenommene Pensum beim Schreiben erreichen. Das ist schon einmal positiv. Wir wollen uns auch im nächsten Jahr nicht auf die faule Haut legen. Es klopfen einfach zu viele Geschichten an, die geschrieben werden wollen.

Für Lesungen gibt es die ersten Anfragen für 2024. Hier müssen wir abwarten, welche sich verwirklichen lassen. Sobald wir genaueres wissen, geben wir selbstverständlich Bescheid.

Damit wünschen wir allen eine schöne Adventszeit

Eure Iny und Elmar Lorentz

Die Lesung in Lößnitz am 11.11

Bericht
von Iny und Elmar am 16-11-2023

Noch hatten wir die Nachwirkungen der Buchmesse in Frankfurt nicht völlig überstanden, da hieß es für uns, erneut alle Kräfte zu sammeln und nach Sachsen ins Erzgebirge aufzubrechen.

Da wir unseren Zuhörerinnen und Zuhörern frisch und munter entgegentreten wollten, reisten wir einen Tag früher auf eigene Kosten an.

Bei der Fahrt gerieten wir schon bald in einen kapitalen Stau, der uns insgesamt anderthalb Stunden gekostet hat. Was genau passiert war, konnten wir nicht feststellen. Es standen jedoch eine ganze Reihe an Einsatzfahrzeugen auf dem Standstreifen und ebenso das Wrack eines ausgebrannten Lkws. Die weitere Fahrt ging zum Glück gut vonstatten. Wir nützten den Rest des Tages, um uns auszuruhen, ein wenig zu lesen, und uns über ein paar neue Ideen zu unterhalten.

Am nächsten Tag ging es dann zur Bücherei in Lößnitz. Das Wetter spielte dabei Kapriolen, denn es schneite während der kurzen Fahrt stark, hörte dann aber wieder auf, als wir vor der Bücherei geparkt hatten.

Die Bibliotheksleiterin Frau Kirsch erwartete uns bereits. Da die Keller der Stadt bereits vorher ein Thema gewesen waren, zeigte sie Elmar einen von ihnen. Diese Keller waren in früheren Zeiten durch Gänge miteinander verbunden, sodass man auf diesem Weg von einem Ende der Stadt zum anderen kommen konnte, ohne dabei ans Tageslicht hochsteigen zu müssen.

Die Lesung fand zwar am 11.11. statt, aber nicht um 11:11 Uhr, sondern um 15:00 Uhr. Uns war schon beim Betreten der Bibliothek aufgefallen, dass auf dem Plakat, das die Lesung ankündigte, das Wort 'Ausverkauft' stand. Wie meistens waren wir auch diesmal um einiges früher da und sahen zu unserer Überraschung, wie schnell sich der Saal füllte. Die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer waren anscheinend gleich nach dem Mittagessen in die Bücherei gekommen. Wir nützten dies aus und begannen sofort mit dem Signieren. Viele der Anwesenden kauften am Büchertisch 'Die junge Wanderhure', aus der wir dann auch gelesen haben. Einige brachten aber auch ältere Bücher von Zuhause mit, die wir mit ebensolcher Freude signierten wie 'Die junge Wanderhure'. Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, wie eines unserer früheren Werke noch immer seine Besitzerin oder seinen Besitzer erfreut.

Um 15:00 Uhr stellte Frau Kirsch uns vor und die Lesung begann. Wir hatten fünf Stellen aus 'Die junge Wanderhure' ausgewählt, die unserer Meinung nach einen guten Überblick über die handelnden Personen und das Leben Maries und ihrer Begleiterinnen als Wanderhuren gaben. Das dauerte etwa eine Stunde, danach kam die Fragerunde, die sehr viel Anklang fand. Wir antworteten nach bestem Wissen und Gewissen und erzählten von unseren Anfängen, wie wir zu unserer Zusammenarbeit für 'Iny Lorentz' gefunden haben und noch vieles mehr.

Es war sehr munter und wir konnten dabei auch die Romane vorstellen, die im Frühjahr und Sommer 2024 erscheinen werden. Es handelt sich dabei um 'Die verkaufte Sängerin' und 'Zwischen Liebe und Verrat', den beiden ersten Bänden einer Trilogie, die zur Zeit Napoleon Bonapartes spielt, sowie um den Annette-Landgraf-Roman 'Der eigene Weg'.

Irgendwann ist auch die schönste Lesung zu Ende. Wir verabschiedeten uns von unseren geduldigen Zuhörerinnen und Zuhörern und gingen mit Frau Kirsch in die Trattoria da Giuseppe zum Abendessen. Auch hier gab es alte, verwinkelte Keller, in die Elmar dann mit Erlaubnis des Wirts hinuntersteigen und sie ansehen durfte. Danach hatte er sich seine Mahlzeit verdient.

Wir führten noch ein interessantes Gespräch mit Frau Kirsch, bevor es zurück in die Pension Simone ging. Am nächsten Vormittag fuhren wir zu Elmars Verwandten in Franken. Dort bekam er wieder seine geliebten fränkischen Bratwürste serviert, eine Leidenschaft, die er auch an unsere Wanderhure Marie weitergegeben hat.

Auf dem Heimweg kamen wir an einen Unfall auf der Gegenfahrbahn vorbei, fast genau an der Stelle, an der wir bei der Hinfahrt nach Lößnitz im Stau gesteckt hatten. Wir waren schließlich froh, als wir zu Hause angekommen waren und unsere Rosi in ihren Stall gebracht hatten. Die letzte Lesereise des Jahres lag hinter uns, und sie zählt mit zu den schönsten, an die wir uns erinnern können.

Eure

Iny und Elmar Lorentz

Die Buchmesse Frankfurt mit Nebenprogramm

Bericht
von Iny und Elmar am 25-10-2023

2019 waren wir zum letzten Mal in Frankfurt auf der Buchmesse gewesen und in diesem Jahr wollten wir sie wieder besuchen.

Kaum kehrten wir aus Osttirol von der Theateraufführung des Mädchens von Agunt zurück, hieß es auch schon, den Wohnwagen beladen. Das ist immer ein halber Umzug, da Betten, Kleidung, Küchengeschirr und weitere Dinge gebraucht werden.

In diesem Jahr mussten wir uns auch einen neuen Campingplatz suchen, da der frühere nicht mehr zur Verfügung stand. Wir hatten aber Glück mit dem Seecamping in Mainflingen, und das in mehrfacher Hinsicht. Das zeigte sich schon am ersten Tag. Zweimal war die Lesung in Bleichenbach wegen Corona ausgefallen. Diesmal wollten wir sie aber unbedingt durchziehen. Da kam der Platzwart und meinte, wir hätten in einem Reifen verdammt wenig Luft. Wir hatten zwar damit mehrere Tage vorher einen Randstein touchiert, aber erwartet, dass der Reifen den kleinen Stoß aushalten würde. Am Campingplatz war ein Kompressor vorhanden und so wurde der Reifen aufgepumpt, damit wir losfahren konnten.

Bevor es in Bleichenbach mit der Lesung losging, besuchten wir die Keltenwelt am Glauberg. Das hatten wir schon länger tun wollen, und nutzten es nun aus, in der Nähe zu sein. Als wir das Museum verließen, galt ein besorgter Blick dem Reifen. Er hatte gehalten. Daher fuhren wir erleichtert nach Bleichenbach und wurden dort fröhlich begrüßt. Die Lesung hatte an die 80 Zuhörer und war insgesamt sehr angenehm. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen war, sie doch noch zu machen. Zu unserer Erleichterung hielt der Reifen noch immer. Allerdings wussten wir, dass es keine Lösung sein konnte, ihn jeden Tag am Campingplatz aufpumpen zu lassen. Noch in der Nacht suchten wir im Internet nach einem Reifendienst in der Nähe. Der nächste Tag war der Samstag. Elmar rief an und wurde aufgefordert, sofort zu kommen, wenn er noch drangenommen werden wolle.

Elmar sauste los und kehrte nach anderthalb Stunden mit zwei neuen Vorderreifen zum Campingplatz zurück. Von dort ging es umgehend nach Frankfurt zu Gabi und Manfred. Manfred führt für uns den Instagram-Auftritt. Daher gab es einiges zu besprechen. Der Besuch bei den beiden war schön wie immer und wir waren auch am Sonntag bei ihnen zu Gast. Allerdings erwiesen wir uns als sehr müde Gäste. Die rasch aufeinanderfolgenden Reisen im September und Anfang Oktober hatten uns doch einiges an Substanz gekostet.

Am Montag ging es nach Saarbrücken zum Saarländischen Rundfunk. Dort waren wir für die Sendung aus-dem-leben von und mit Herrn Uwe Jäger eingeladen worden. Es war eine tolle Erfahrung, mit einem so erfahren Radiomann zu sprechen. Es ging um die junge Wanderhure, aber auch um unser Leben als Autorenehepaar. Das Interview wurde auch auf Film gebannt und kann sowohl gehört wie gesehen werden.

www.youtube.com/watch?v=8uhGb6PjhYo 

www.ardaudiothek.de/episode/sr-3-aus-dem-leben/mit-iny-klocke-und-elmar-wohlrath/sr-3-saarlandwelle/12827027/ 
Der nächste Tag war der letzte vor der Buchmesse. Wir fuhren wieder nach Frankfurt zu Gabi und Manfred und mit diesen zusammen in die Stadt, um etwas zu besorgen. Als wir uns dann am Abend trennten, taten wir es mit dem Wissen, uns am nächsten Tag in den Messehallen wiederzusehen.

Unser Anfahrtsweg zur Messe war etwas weiter als früher, doch kamen wir gut zum Messeparkhaus am Rebstock und von dort aus mit dem Shuttle-Bus zur Messehalle drei. Unser erster Weg führte uns natürlich zum Stand vom Droemer-Knaur. Dort wartete eine überraschung auf uns. Zum zwanzigjährigen Jubiläum von Iny Lorentz hatte Droemer-Knaur es bei der Ausstattung richtig krachen lassen. So waren vierzehn Reihen der berühmten Droemer-Knaur-Rotunde mit unseren Werken gefüllt. Dazu erhielten wie einen eigenen Platz am Stand mit Tisch und Stühlen, um dort mit Leserinnen und Lesern reden und Bücher signieren zu können. Darüber hing ein gewaltiger Schirm mit den Titelbildern unserer Romane und der Aufschrift '20 Jahre Iny Lorentz'.

Wir waren beeindruckt. Gabi und Manfred, die kurz nach uns kamen, waren es auch. Am Nachmittag gab es dann noch eine kleine, interne Feier mit einer Rede der Verlagschefin Frau Dr. Janhsen, die auf diese zwanzig Jahre seit dem Erscheinen unseres ersten Romans bei Knaur, der 'Kastratin' einging. Wir konnten einige Gäste empfangen, so auch unsere Agentin Lianne und unsere Außenlektorin Regine, die uns seit unserem ersten Roman bei Knaur betreut.

In den nächsten Tagen saßen wir an unserem Plätzchen, führten Gespräche mit Leuten aus dem Buchhandel, aus Büchereien, Bloggerinnen und Bloggern und natürlich unseren treuen Leserinnen und Lesern. Von Zeit zu Zeit streiften wir durch die Hallen und sahen uns die Stände anderer Verlage an. Ganz oben auf unserer Liste standen der Argon-Verlag, in dem von nun an unsere Hörbücher erscheinen werden, und Weltbild, der immer schöne Lizenzausgaben unserer Romane herausgibt. Wir führten an beiden Ständen und auch am Stand des Karl May-Verlags interessante Gespräche. Dort trafen wir auch Tanja Kinkel, die im nächsten Jahr beim Bonifazius-Verlag eine Anthologie herausbringt, zu der auch wir eine Geschichte beigesteuert haben.

Kommen wir noch einmal zum Campingplatz zurück. Vier Jahre sind eine lange Zeit, und so hatte Elmar vergessen, dass er 2019 eigentlich geplant hatte, vor der nächsten Reise eine neue Gasflasche zu besorgen. Wie es der Teufel will, ging uns, als wir Freitagabend von der Buchmesse zurückkamen, das Gas aus. Zum Glück war die Nacht warm genug, um nicht heizen zu müssen. Am Morgen aber gab es Müsli mit kalter Milch und nur einen Rest lauwarmen Tee vom Vortag. Zum Glück aber hatte der Campingplatz Gasflaschen vorrätig, sodass Elmar, kurz bevor wir zur Messe aufbrachen, noch eine holen und am Abend bei unserer Rückkehr anschließen konnte.

Am Samstag und Sonntag war es dann auf der Messe brechend voll. Daran mussten wir uns nach vier Jahren Ruhe wieder gewöhnen. Da viele Aktionen am Stand stattfanden, war es längere Zeit unmöglich, uns zu erreichen. Daher war es kein Wunder, dass wir Sonntagnachmittag mit einem erleichterten Aufatmen die Segel strichen und die Buchmesse hinter uns zurückließen. Wir kamen gut zum Campingplatz, hingen den Wohnwagen an und machten uns auf den Heimweg. So reibungslos wie dieses Jahr sind wir eigentlich noch nie nach Hause gekommen.

Jetzt hoffen wir, dass wir uns in Frankfurt weder Corona noch die berüchtigte Buchmessengrippe geholt haben. Wir können keines von beiden brauchen. Es stehen nämlich noch mehrere interessante Gespräche an. Am 11.11. sind wir zum letzten Mal in diesem Jahr live zu erleben, und zwar auf einer Lesung in Lößnitz im Erzgebirge. Danach steuern wir schnurstracks auf den Jahreswechsel zu.

In diesem Sinne

Eure Iny und Elmar Lorentz

Das Mädchen v.Agunt auf der Theaterbühne

Bericht
von Iny und Elmar am 04-10-2023

Nach unserer Reise an der Donau galt es, die Koffer neu zu packen, denn die nächste Reise stand an.

Unser Ziel war Osttirol. Dort wurde bereits seit dem 08.09.2023 im Museum Aguntum in Dölsach 'Das Mädchen von Agunt' als Theaterstück aufgeführt. Aufgrund einer Verschiebung konnten wir nicht zur Uraufführung kommen, sondern erst ganz am Ende. Da nicht sicher war, ob wir es zur letzten geplanten Aufführung am 29.09.2023 schaffen würden, war eine zusätzliche Aufführung für den 01.10.2023 eingeplant worden, damit wir 'Das Mädchen von Agunt' auf jeden Fall erleben konnten.

Wir konnten schließlich doch am 29.09. fahren. Allerdings waren wir nicht allein, denn unser Webmaster Hannes und dessen Frau Petra begleiteten uns. Wir erreichten Lienz ohne Probleme, checkten im Hotel ein und dann ging es auch schon in Richtung Dölsach. Dort hatten wir uns mit Dr. Alfred Meschnigg, dem Regisseur des 'Mädchens', verabredet. Beim Abendessen wurden alte Erinnerungen an die gemeinsamen Recherchefahrten wach. Auch merkten wir Alfred einen gewissen Abschiedsschmerz an, weil die Arbeit um das Theaterstück sich seinem Ende zuneigte. Wir kennen dieses Gefühl gut, denn es befällt auch uns, wenn wir einen Roman fertig geschrieben haben und uns von den lieb gewonnenen Heldinnen und Helden trennen müssen.

Bevor es jedoch losging, galt es erst einmal, Bücher zu signieren. Hannes wurde Elmars Kamera in die Hand gedrückt, um Fotos zu machen. Während der Aufführung wurde allerdings nicht fotografiert. Oder besser gesagt, dies machte ein Fotograf in Alfred Meschniggs und Robert Possenigs Auftrag, der für die Kulturinitiative Dölsach maßgebend für die Aufführung des Mädchens von Agunt gewesen war. Uns wurde versprochen, dass wir die Fotos erhalten würden.

Dann begann es. Alfred hatte den Roman mit großem Können umgesetzt und bot uns ein grandioses Schauspiel. Er ist ein Theatermann, der jede Schauspielerin und jeden Schauspieler um mindestens zwei Stufen besser spielen lassen kann. Wir waren einfach begeistert. Ein geschickter Bühnenaufbau und die Leistung aller, die bei dem Theaterstück mitspielten, brachte den Zuschauern das Leben in der römisch-keltischen Stadt Aguntum in beeindruckender Weise nahe.

Ein besonderer Gag: Der Schauspieler, der Linus, den Sohn des Bürgermeisters spielte, ist im wahren Leben der Sohn des früheren Bürgermeisters der Nachbargemeinde Nussdorf-Debant, die das Mädchen von Agunt im Wappen führt. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der alten Römerstadt Aguntum liegt auf Nussdorf-Debanter Flur, kann aber wegen der dortigen Bebauung nicht ausgegraben werden.

Wir waren nach der Aufführung schwer beeindruckt und unterhielten uns noch eine Weile mit Hannes und Petra darüber. Die kulturell sehr engagierte Petra war ebenso begeistert wie wir und auch Hannes lobte 'Das Mädchen von Agunt' als das beste Theaterstück, das er bis dato gesehen hatte. Er gab Elmar die Kamera zurück. Es zeigte sich, dass er viele ausgezeichnete Fotos im Umfeld der Aufführung gemacht hatte. Ein paar davon stehen bereits bei Facebook und Instagram und es werden auch mehrere auf der Homepage und in unserem Jahres-Fotoband erscheinen.

Der folgende Tag war 'Mädchenfrei'. Das heißt, es wurde nicht gespielt, dafür aber kräftig darüber geredet. Robert Possenig lud uns zu einem Ausflug an den Tristacher See ein. Es war eine schöne, entspannende Sache mit sehr gutem Essen. Hannes und Petra hätten den See gerne umrundet, taten es dann aber nicht, damit Robert Possenig, dessen Frau, Dr. Alfred Meschnigg und wir nicht auf sie warten mussten. Die beiden waren aber an diesen Tagen genügend unterwegs, um das verschmerzen zu können.

Am 01.10. trafen wir uns mit Dr. Alfred Meschnigg zum Mittagessen auf der Dolomitenhütte. Es wurde eine angeregte, aber auch leicht melancholische Unterhaltung. Einige Gedanken galten der Aufführung der Wanderhure auf Burg Runkelstein vor gut acht Jahren, erneut den gemeinsamen Recherchefahrten und natürlich dem 'Mädchen von Agunt'. Es kam natürlich auch die Frage, was die Zukunft bringen würde. Das allerdings kann keiner sagen. Wir können nur eines sagen. Sowohl 'Die Wanderhure' auf Burg Runkelstein wie auch 'Das Mädchen von Agunt' im zur Bühne umgebauten Museum Aguntum sind Ereignisse, für die wir Dr. Alfred Meschnigg von ganzem Herzen dankbar sind.

Am Abend erlebten wir 'Das Mädchen von Agunt' noch einmal in der eigens für uns eingeschobenen Aufführung. Ein letztes Mal strömten die Zuschauerinnen und Zuschauer ins Museum Aguntum. Wir signierten erneut Bücher und dann traten Cincia, Titus, Lucius, Thamina, Crispinus und alle anderen zum letzten Mal in diesen Rollen auf. Es war wunderschön. Doch als der letzte Beifall verklungen war, machte sich bei allen jene Wehmut breit, wenn man sich von etwas lieb gewonnenen trennen muss. Es gab noch ein von den Schauspielerinnen und Schauspielern organisiertes ausgezeichnetes Büffet und so mancher Witz aus der Zeit der Proben und der Aufführungen machte die Runde. Für uns war es eine wunderbare Gelegenheit, uns bei allen für ihren gewaltigen Einsatz zu bedanken. Ihr seid großartig gewesen!

Am Tag darauf besuchten wir die Bloggerin Conny Eulchen in Lienz, eine sehr liebe und angenehme Frau, und verbrachten bei ihr ein paar schöne Stunden. Eines war für uns klar: Wir waren gewiss nicht zum letzten Mal in Osttirol.

Die Heimfahrt wurde durch Straßen- und Waldarbeiten behindert, die zu längeren Staus führten. Wir kamen daher weitaus langsamer vorwärts und so trat irgendwann ein drängendes Problem auf. Hier erwies sich Hannes als Retter, denn er fand mit seinem Smartphone einen passenden Gasthof in St. Johann in Tirol, der nicht nur einen eigenen Parkplatz besaß, sondern auch über eine ausgezeichnete Küche verfügte.

Irgendwann kamen wir schließlich zu Hause an, voll mit Eindrücken aus einer schönen Gegend und vor allem einem wunderschönen Theaterstück, auf dem nach der 'Wanderhure' mit dem 'Mädchen von Agunt' eine weitere Heldin aus einem unserer Romane die Bühne betreten hat.

Iny und Elmar Lorentz

Wieder einmal auf Reisen

Vorankündigung
von Iny und Elmar am 27-09-2023

Schon seit ein paar Jahren geistert bei uns eine Romanidee durch den Kopf, die wir irgendwann verwirklichen wollen.

Wir sind damals aus Zufall darauf gestoßen, haben aber rasch erkannt, dass es einigen Aufwand erfordern wird, sie umzusetzen. Eine Recherchereise haben wir dafür bereits gemacht. In diesem September war die zweite Recherchereise an der Reihe.

Wir wussten, dass es noch nicht die letzte, entscheidende Reise sein würde. Es galt aber, uns einen Überblick über Landschaften und Länder zu verschaffen, die in jenem Roman eine Rolle spielen werden. Dies ist uns auch gelungen. Wir haben die Donau zu Schiff erlebt und dabei die eine oder andere Stadt kennengelernt, die für uns wichtig werden könnte. Auch vermochten wir, uns den Strom in Gedanken so vorstellen, wie er in jener Zeit gewesen sein muss. Heutzutage ist er an vielen Stellen für die Schifffahrt angepasst worden, doch gibt es immer wieder Stellen, die uns einen Einblick in seine früheren Jahre ermöglichten.

In dieser Hinsicht war die Reise für uns ein Erfolg. Vor allem aber konnten wir die Stellen lokalisieren, zu denen wir noch einmal reisen müssen, um diesen Roman überhaupt schreiben zu können. Das wird aber noch ein wenig dauern. Bis dorthin werden wir jene Romane schreiben, bei denen die Recherchereisen bereits abgeschlossen sind. Wir haben hier noch viel vor.

Erst einmal aber werden wir Ende September nach Dölsach in Osttirol fahren, um dort im Museum Aguntum 'Das Mädchen von Agunt' auf der Bühne zu erleben.

Bis dorthin verbleiben wir als eure

Iny und Elmar Lorentz

Was sich im August sonst noch so tat

Bericht
von Iny und Elmar am 09-09-2023

In diesem Jahr war der August ein ruhiger Monat, zumindest im Vergleich mit Juni und Juli.

Es tat sich aber doch das eine oder andere. Lektorat, Druckfahnen und Titelsuche füllten die Zeit kräftig aus.

Im August besuchte uns wie in den Jahren zuvor unsere Freundin Carmen mit Ehemann und Töchtern. Wir kennen Carmen seit xx Jahren. Die Zahl zu nennen wäre unhöflich. Sie war damals noch sehr jung und wir lernten sie bei einem Besuch bei ihrem Vater Ulrich kennen, der leider viel zu früh verstorben ist. In diesem Jahr verlebten wir wieder schöne Tage mit der Carmen-Familie. Wir besuchten gemeinsam das Museum Mensch und Natur in München und sprachen vor allem über Bücher und Büchermenschen. Die Abende wurden dabei ziemlich lang.

Eine Woche später ging es dann für uns nach Unna zum LeseSommerHellweg. Wir waren eingeladen worden, dort zu lesen, und taten dies in illustrer Gesellschaft. Wie meistens bei Lesungen reisten wir auf eigene Kosten einen Tag eher an, da wir nach einer Fahrt von über sechshundert Kilometer zu erschöpft sind, um am gleichen Tag noch lesen zu können. Wir fanden am Abend im Hotel Zeit, um über unsere Schreibpläne reden zu können. Elmar konnte überdies in einem Sachbuch recherchieren, um in absehbarer Zeit neue Pläne umsetzen zu können. Bis dorthin darf er allerdings noch ein paar Bücher mehr lesen.

Am nächsten Morgen beschloss Elmar, auf Erkundung zu gehen. Im Hotel hieß es, dass die Entfernung zum Nicolaihaus, bei dem das Lesefestival stattfand, am besten zu Fuß zu bewältigen wäre. Elmar wollte herausfinden, ob die Strecke für Iny geeignet war. Ohne Stadtplan blieb ihm nur, sich am Turm der evangelischen Kirche zu orientieren. In deren Nähe sollte das Nicolaihaus sein. Elmar schaffte es auch bis zur Kirche. Dort aber brauchte er die Hilfe einer Passantin, die ihm das letzte Stück des Weges erklärte. Jedenfalls war die Strecke nicht zu lang und zu anstrengend für Iny, sodass wir am Nachmittag mit unserem Handwerkszeug in Elmars Rucksack, sprich dem Buch, aus dem wir lesen wollten, und einem Päckchen Autogrammkarten aufbrechen konnten.

Das Lesefestival ging den ganzen Tag über. Einen Teil davon konnten wir mit verfolgen. Die Liste der Lesenden war exklusiv, so zählten Thomas Gsella, Jana Crämer, Sabrina Janesch, Peter Prange und Gisa Pauly dazu (in der Reihenfolge ihres Auftretens). Das Lesefestival wurde moderiert von Stefan Keim, der mit allen Mitwirkenden ein Interview führte, bevor diese zu lesen begannen. Zwischen den Lesungen wurde auch für Musik gesorgt. Die Band im ersten Teil des Festivals bekamen wir nicht mit, dafür aber Magdalena Kryspin und ihre Band am Nachmittag.

Es war eine schöne Veranstaltung, die auch vom Wettergott geschützt wurde. Hatte es am Vortag in Unna geregnet, so blieb diesmal der Himmel trocken. Uns hat es sehr gefallen, dass wir dabei sein durften, und kehrten zu später Stunde in unser Hotel zurück, um dann am nächsten Vormittag die Heimreise anzutreten. Waren wir auf der Hinfahrt nach Unna bis auf drei kürzere Regenstrecken gut durchgekommen, gerieten wir auf dem Heimweg in ein weiträumiges Starkregengebiet und von Nürnberg bis München an in einen fast durchgehenden Stau. Unsere Rosi brachte uns aber gut nach Hause und nun stecken wir wieder bis über beide Ohren in Arbeit.

Mittlerweile ist 'Die junge Wanderhure' erschienen und hat es sofort auf die Bestsellerliste geschafft. Unser Dank gilt hier unseren Leserinnen und Lesern, die uns auch bei diesem Roman die Treue gehalten haben.

Für uns beginnen nun die Vorbereitungen für die Buchmesse in Frankfurt. Immerhin gilt es, das zwanzigjährige Jubiläum von Iny Lorentz zu feiern. Wir sind jedenfalls gespannt, was sich da ergeben wird.

Vor der Buchmesse werden wir nach Dölsach in Osttirol fahren und unsere Cincia, das Mädchen von Agunt, auf der Bühne erleben.

Eure Iny und Elmar Lorentz

'Das Mädchen von Agunt' auf der Bühne von Agunt

Info
von Iny und Elmar am 05-09-2023

'Das Mädchen von Agunt' auf der Bühne von Agunt



Sommerzeit

Bericht
von Iny und Elmar am 23-08-2023

Es ist Sommer. Auf Burg Stettenfels fand vor wenigen Tagen die letzte Aufführung der Wanderhure statt.

Es hätte uns durchaus verlockt, auch diese zu erleben. Es ließ sich wegen unserer Arbeitsbelastung leider nicht machen. Iny sagte einmal nicht ganz ernst gemeint, wir sollten weniger schreiben, dann hätten wir auch weniger Lektoratsarbeit und müssten weniger Druckfahnen lesen. Langsam ist zu überlegen, ob wir es nicht doch tun sollten. Es spricht nur eines dagegen: Wir sind beide schreibsüchtig. Haben wir uns in einen Text verbissen, wollen wir auch wissen, wie es weitergeht. Unsere derzeitige Heldin heißt Barbara und erlebt ihre Abenteuer in einer neuen Trilogie. Weitere Helden und Helden scharren bereits an der Tür und irgendwie hat der Tag zu wenig Stunden, die Woche zu wenig Tage und das Jahr zu wenig Wochen, um all das schreiben zu können, was geschrieben werden will.

In den nächsten Tagen kommt 'Die junge Wanderhure' in die Buchläden. Ebenso wird es eine limitierte Sonderausgabe von 'Die Wanderhure' geben. Es ist nun neunzehn Jahre her, dass wir die erste Ausgabe der Wanderhure in den Händen hielten. Es war jenes Hardcover mit dem schwarzen Cover, wie Iny es nennt. In diesen neunzehn Jahren hat es viele Ausgaben der Wanderhure gegeben. Wir haben uns über jede einzelne gefreut und tun es auch diesmal. Irgendwie passt es auch zusammen. Da ist zum einen 'Die Wanderhure' und zum anderen 'Die junge Wanderhure', deren Hauptteil zwischen den Teilen zwei und drei der Original-Wanderhure spielt. Die Rahmengeschichte macht es aber möglich, dass dieser Roman als Nummer neun in der Liste eingetragen werden kann.

Neunzehn Jahre Wanderhure bedeuten aber auch, dass ein Jahr vorher der erste Roman unter dem Pseudonym Iny Lorentz erschienen ist. Vor fast auf den Tag genau vor zwanzig Jahren hielten wir die Knaur-Taschenbuchausgabe der 'Kastratin' in den Händen. Drei Monate davor war sie bereits bei Weltbild als Hardcover aufgelegt worden. Es war ein gewaltiges Gefühl, zuerst die Weltbild-Ausgabe und wenig später das Original- Taschenbuch von Knaur in unser damals noch sehr mageres Trophäenregal stellen zu können. Die beiden Ausgaben gesellten sich zu den Anthologien, in denen wir Kurzgeschichten veröffentlicht hatten, unserem Kinderbuch 'Paul und Strubbel' und zwei Begleitbüchern zu Fernsehserien. Für uns war es damals schon ein gewaltiger Schritt. Wie groß er werden würde, konnten wir nicht einmal in unseren wildesten Vorstellungen erahnen.

Unser Ziel war es, immer genug Leserinnen und Leser zu finden, damit der Verlag bereit wäre, auch das nächste und nächste Manuskript von uns zu veröffentlichen. Mittlerweile wurden 50 Romane daraus und einige sind noch in der Queue. Wir wollen aber noch weiterschreiben.

Zu dem Erfolg mit den Büchern kamen die 'Nebengeräusche' in Form von sechs Verfilmungen und der Wanderhure als Theaterstück hinzu. Zwei weitere Romane wurden ebenfalls für das Theater adaptiert. Das Erste davon wird in eher wenigen Tagen als Wochen in Dölsach bei Lienz in Osttirol seine Uraufführung erleben. Bei einer der Aufführungen sind wir auf jeden Fall dabei.

Wenn wir daran denken, wie sich das alles entwickelt hat, wundern wir uns immer noch. Zu verdanken ist es der 'Wanderhure'. Dabei war das gar nicht unser Titel. Wir hatten den Arbeitstitel 'Die Hübschlerin' gewählt. Als wir das Manuskript in der Agentur abgeliefert hatten, sagte unsere Agentin: Wie heißt das Buch 'Die Hübschlerin' ?. Den Ausdruck kennt doch keiner mehr. Von was handelt es? Von einer wandernden Hure? Also nennen wir es 'Die Wanderhure'.

Als wir damals die Agentur verlassen haben, sah Iny Elmar an und meinte: Die Wanderhure. Der Titel wird uns verfolgen bis ans Ende unseres Lebens. Das wird er auch tun, aber weitaus positiver, als wir es damals dachten.

Eure
Iny und Elmar Lorentz

Rückblick auf die ersten 7 Monate des Jahres 2023

Bericht
von Iny und Elmar am 28-07-2023

Im Allgemeinen blicken wir Mitte und Ende des Jahres auf die letzten Monate zurück.

Diesmal haben wir aus gewissen Gründen auch den Monat Juli mit hinzugenommen.

Was gab es also Neues im zwischen Januar und Juli 2023?

Fangen wir mit neuen Romanen an. Bisher sind 2023 drei Romane von uns erschienen.
Von Iny Lorentz waren es Band vier und Band fünf der Reihe um unsere Perlenprinzessin.
Sowohl 'Die Perlenprinzessin ? Lucky Jim' und 'Die Perlenprinzessin ? Schwarze Tränen' kamen unter die top ten der Spiegel-Bestsellerliste.
Dazu erschien der unter dem Pseudonym Annette Landgraf veröffentlichte Roman 'Das Vermächtnis'

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Mai, Juni und Juli haben wir vier Lesungen gemacht und zwar in Zolling bei Freising, beim Fine Crime Festival in Graz in der Steiermark, auf Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern und in Stadtprozelten in Unterfranken. Alle Lesungen waren sehr schön und sorgten für die Vorfreude auf die restlichen Lesungen des Jahres.

April und Mai waren wir für gut vier Wochen auf Recherche in Griechenland. Wir waren im Vorfeld ein wenig in Sorge wegen der Anstrengungen, doch haben wir alles gut überstanden. Die Temperaturen waren noch angenehm und die Reise selbst sehr erfolgreich. Unterwegs konnten wir Geschichten ausspinnen und kamen daher mit drei Expos?s und der Grundidee eines vierten Romans zurück.

Wir nützten auch die Zeit zwischen den Lesungen in Burg Stargard und Stadtprozelten für Besichtigungen und Recherche in Mecklenburg-Vorpommern und entwickelten auch dort die Grundzüge einer Romanidee. Anders als in der Corona-Zeit, als wir fast alle vorhandenen Ideen abgearbeitet hatten, haben wir jetzt wieder einen angenehmen Vorlauf, der uns genug Zeit für neue Recherchen lässt.

Kommen wir nun zu dem Grund, weshalb wir den Juli mit in diesen Rückblick mit aufgenommen haben. Am 14.07.2023 fand auf der Freilichtbühne der Burg Stettenfels bei Heilbronn die Premiere des Theaterstücks 'Die Wanderhure' statt.
Wir haben bereits die Uraufführung der 'Wanderhure' bei den Bad Hersfelder Festspielen erlebt, ebenso die großartige Aufführung auf Burg Runkelstein in Südtirol und die wundervolle Darbietung auf der Naturbühne in Trebgast bei Bayreuth. Nach den drei Corona-Jahren war Iny der Ansicht, dass wir uns auch wieder einmal freuen sollten und so fuhren wir nach Stettenfels.

Wir haben uns gefreut! Die Aufführung war wunderschön und es war für uns ein Genuss, sie mitzuerleben.

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Obwohl es dasselbe Theaterstück ist, besaß jede Aufführung ihren ganz besonderen, eigenen Charme. Den hatte auch die für normale Theater und Bürgerhäuser gedachte Version, die von der Theatergruppe Theaterlust in den Jahren 2016 und 2018 gespielt wurde. Es ist immer etwas Besonderes, wenn die eigenen Romanfiguren Leben entwickeln und wir sehen können, wie unsere Geschichten von den jeweiligen Regisseuren und Regisseurinnen umgesetzt werden.

Kommen wir nun zur Vorschau auf die übrigen fünf Monate des Jahres.

Es beginnt im August mit einer Lesung beim LiteraturSommerHellweg in Unna.

Eine weitere Lesung ist für Ortenberg-Bleichenbach geplant. 2020 und 2022 musste sie coronabedingt ausfallen. Nun aber heißt es, aller guten Dinge sind drei!

Die letzte Lesung des Jahres findet in Lößnitz in Sachsen statt. Mehr Lesungen sind für bisher für dieses Jahr nicht eingeplant. Wir halten es für eine angenehme Zahl, da die Fahrten zu Lesungen für uns doch einen gewissen Aufwand bedeuten. Wir machen zwar gerne welche, aber eben in einer für uns tragbaren Zahl.

Wir werden auch noch einmal auf Reisen gehen und uns mögliche Schauplätze ansehen. Zwar sind wir mit Romanstoffen bis in das Jahr 2025 hinein versorgt, hoffen aber, dass es danach noch weitergeht.

Auf welche Romane können unsere Leser sich in diesem Jahr noch freuen?

Da wäre zum einen eine limitierte Sonderausgabe von 'Die Wanderhure'. Obwohl bereits vor fast zwanzig Jahren erschienen, ist dieser Roman immer noch quicklebendig.

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Als Originalausgabe erscheint am 01.09. der Roman 'Die junge Wanderhure'. Es war der Wunsch des Verlags, dass wir Maries Wege in den drei Jahren nachvollziehen, die in 'Die Wanderhure' überschlagen wurden. Die Kerngeschichte der 'jungen Wanderhure' passt daher zwischen die Seiten 172 und 175 der 'Wanderhure', bzw. zwischen die Teile zwei und drei. Durch eine Rahmengeschichte wird dieser Roman als Band neun in die 'Wanderhuren-Reihe' eingepasst.

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Anfang Dezember bringt Knaur die Taschenbuchausgabe von 'Die Wanderhure und der orientalische Arzt heraus. Wie man sieht, wird dieser Herbst sehr von der Wanderhure beherrscht.

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Da wir gerade bei der Wanderhure sind: Die einzige von uns autorisierte Reihenfolge der Wanderhuren-Romane sieht wie folgt aus:

'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die List der Wanderhure', 'Die Wanderhure und die Nonne', 'Die Wanderhure und der orientalische Arzt', 'Die Tochter der Wanderhure', 'Töchter der Sünde' und 'Die junge Wanderhure'.

Dieses Jahr werden wir wieder zur Buchmesse in Frankfurt fahren und uns dort überwiegend am Stand von Droemer-Knaur aufhalten. Auch kann man uns jederzeit ansprechen und um ein Autogramm oder eine Signatur anfragen.

Kommen wir nun zum Höhepunkt des zweiten Jahresabschnitts. In Dölsach in Osttirol, der Gemeinde, in der die Stadt Aguntum ausgegraben worden ist, wird ?Das Mädchen von Agunt' in der von dem Theaterwissenschaftler Dr. Alfred adaptierten Form als Theaterstück aufgeführt. Wir freuen uns riesig darauf und werden natürlich hinfahren und eine der Aufführungen besuchen.

www.osttirol.com/dasmaedchen-von-agunt/ 

Damit wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern eine schöne Zeit und angenehme Stunden nicht nur mit unseren Büchern.

Iny und Elmar Lorentz